{"id":67234,"date":"2020-07-13T12:02:34","date_gmt":"2020-07-13T10:02:34","guid":{"rendered":"http:\/\/e3mag.com\/?p=67234"},"modified":"2020-07-13T12:02:36","modified_gmt":"2020-07-13T10:02:36","slug":"eine-cloud-fuer-sap","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/e3mag.com\/de\/eine-cloud-fuer-sap\/","title":{"rendered":"Eine Cloud f\u00fcr SAP"},"content":{"rendered":"\n<p>Die Abbildung auf Seite 65 zeigt die verschiedenen Modelle f\u00fcr den Cloud-Betrieb. Bei dem Modell Software as a Service (SaaS) bekommt der Anwender alles aus einer Hand: Infrastruktur, Applikation und Betrieb werden direkt vom Hersteller geliefert. <\/p>\n\n\n\n<p>Azure ist ebenso wie die SAP Cloud Platform ein Beispiel f\u00fcr das Modell \u201ePlatform as a Service\u201c (PaaS). Hierbei werden die Infrastruktur und die Laufzeitumgebung ebenfalls vom Hersteller zur Verf\u00fcgung gestellt, aber als Kunde hat man die M\u00f6glichkeit, darauf eigenen Applikationen zu entwickeln.<\/p><div class=\"great-fullsize-content-de great-entity-placement\" style=\"float: left;\" id=\"great-973191583\"><div id=\"great-916151758\" style=\"margin-bottom: 20px;\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=6ZGXMPyM-nU\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"banner_26-04_29_1200x150\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1.jpg\" alt=\"\"  srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1.jpg 1200w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-400x50.jpg 400w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-768x96.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-100x13.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-480x60.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-640x80.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-720x90.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-960x120.jpg 960w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-1168x146.jpg 1168w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-18x2.jpg 18w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-600x75.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" width=\"1200\" height=\"150\"  style=\" max-width: 100%; height: auto;\" \/><\/a><\/div><\/div>\n\n\n\n<p>Daneben spielt Microsoft auch im Bereich Infrastructure as a Service (IaaS) eine Rolle. In IaaS-Szenarien stellt der Hersteller \u201enur\u201c die Infrastruktur zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Gegensatz zum On-premises-Betrieb oder klassischen Hosting-Angeboten umfasst IaaS aber deutlich mehr. Durch die Skalierungs\u00adeffekte bieten sich neue M\u00f6glichkeiten und eine gro\u00dfe Flexibilit\u00e4t und Agilit\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Cloud-Infrastruktur zur Bereitstellung von Microsoft Azure verteilt sich \u00fcber zahlreiche Datacenter-Regionen, die sich \u00fcber die ganze Welt erstrecken. Mehrere solcher Regionen befinden sich in Europa, weitere in den USA oder Asien. Insgesamt gab es im Juni 2020 \u00fcber 60 dieser Regionen. <\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr Unternehmen im deutschsprachigen Raum sind dabei die Regionen Germany West Central (Standort: Frankfurt), Germany North (Berlin), Switzerland West (Genf), Switzerland North (Z\u00fcrich) sowie West Europe (Amsterdam) und North Europe (Dublin) die interessantesten.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine einzelne Azure-Region besteht aus mehreren Rechenzentren. Diese Rechenzentren sind innerhalb der Region teilweise \u00fcber mehrere Kilometer voneinander r\u00e4umlich getrennt und bestehen jedes f\u00fcr sich aus Tausenden von Servern. <\/p>\n\n\n\n<p>Um eine Ausfallsicherheit zu gew\u00e4hrleisten, sind die Rechner auf verschiedene Availability Sets oder Availability Zones verteilt. Damit k\u00f6nnen Sie Ihre Installationen so aufteilen, dass sich verschiedene Rechner in unterschiedlichen Brandabschnitten befinden und unterschiedliche Strom- oder Netzwerkzuleitungen haben.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"893\" height=\"621\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Holger-Buchelt.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-67235\" srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Holger-Buchelt.jpg 893w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Holger-Buchelt-768x534.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Holger-Buchelt-100x70.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Holger-Buchelt-480x334.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Holger-Buchelt-640x445.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Holger-Buchelt-720x501.jpg 720w\" sizes=\"auto, (max-width: 893px) 100vw, 893px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Verf\u00fcgbarkeit<\/h3>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich muss Microsoft immer wieder Fehler an der Infrastruktur beheben und neue Patches einspielen. Viele dieser Patches k\u00f6nnen inzwischen online durchgef\u00fchrt werden, ohne dass die virtuelle Maschine davon betroffen ist. <\/p>\n\n\n\n<p>Der Betrieb geht einfach weiter. Damit auch im Falle eines Neustarts der virtuellen Maschine weiter ein Cluster-Setup betrieben werden kann, gibt es zus\u00e4tzlich zu den Availability Sets sogenannte Fault Domains. <\/p>\n\n\n\n<p>Eine In\u00adstallation von verschiedenen Servern in diese Fault Domains f\u00fchrt dazu, dass nie zwei virtuelle Maschinen gleichzeitig gestoppt werden m\u00fcssen, wenn ein Patchen notwendig wird. Auch damit kann ein kontinuierlicher Betrieb sichergestellt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Alle Azure-Regionen sind mit Netzwerkkabeln untereinander verbunden. Im Gegensatz zu anderen Cloud-Anbietern geh\u00f6rt dieses Netzwerk Microsoft, sodass Service Level Agreements (SLAs) oder Durchsatzraten ganz anders behandelt werden k\u00f6nnen. Sie k\u00f6nnen also Ihr SAP- System in Europa installieren und Benutzern in den USA \u00fcber das Azure-Netzwerk Zugriff auf dieses System geben.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Platform as a Service<\/h3>\n\n\n\n<p>Azure besteht aus zahlreichen PaaS-L\u00f6sungen, die es erlauben, einfache Services wie Szenarien f\u00fcr Machine Learning, k\u00fcnstliche Intelligenz oder Internet der Dinge zu verwenden. <\/p>\n\n\n\n<p>Analog zur SAP Cloud Platform k\u00f6nnen Sie diese Services aufrufen und verwenden, ohne dazu Software on-premises installieren zu m\u00fcssen. Dadurch k\u00f6nnen Sie z. B. sehr einfach mobile Applikationen entwickeln oder Web-Anwendungen durch neue Funktionalit\u00e4t erweitern. <\/p>\n\n\n\n<p>Besonders durch eine Kombination von Funktionen, die SAP (z. B. \u00fcber die SAP Cloud Platform) und Microsoft (\u00fcber Azure) anbieten, k\u00f6nnen interessante und neuartige L\u00f6sungen entstehen. <\/p>\n\n\n\n<p>So k\u00f6nnte man sich beispielsweise Szenarien vorstellen, bei denen SAP-Fiori-Cloud-L\u00f6sungen \u00fcber die SAP Web IDE auf der SAP Cloud Platform entwickelt werden und dabei Funktionen wie die Authentifizierungen \u00fcber das Azure Active Directory oder eine Bilderkennung \u00fcber die Azure Cognitive Services nutzen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Infrastructure as a Service<\/h3>\n\n\n\n<p>Zus\u00e4tzlich zu diesen L\u00f6sungen bietet Azure auch IaaS-Funktionen an. Mit IaaS hat man die M\u00f6glichkeit, sehr einfach auf virtuelle Maschinen zuzugreifen. Das bietet gro\u00dfe Flexibilit\u00e4t und Kostenersparnisse. Diese IaaS-Funktionalit\u00e4t ist auch im SAP-Umfeld sehr interessant.<\/p>\n\n\n\n<p>In den Anfangsjahren von Azure wurden diese virtuellen Maschinen nur f\u00fcr Sandbox- oder Entwicklersysteme verwendet. Inzwischen bietet Azure die gr\u00f6\u00dfte Bandbreite an verf\u00fcgbaren Maschinen an \u2013 z. B. bis zu 20 TB f\u00fcr Hana-Systeme \u2013 und hat sich damit auch f\u00fcr den produktiven Einsatz von SAP-Systemen etabliert.<\/p>\n\n\n\n<p>Viele Unternehmen entscheiden sich im ersten Schritt daf\u00fcr, ihre SAP-Systeme einfach nur auf virtuellen Maschinen in der Azure Cloud zu betreiben. F\u00fcr den Basisadministrator \u00e4ndert sich dadurch gar nichts.<\/p>\n\n\n\n<p>Der einzige Unterschied ist, dass das SAP GUI sich jetzt mit einem Server in der Azure Cloud verbindet. Andere Unternehmen lagern auch den Betrieb der SAP-Landschaft an einen Partner aus. Der Vorteil f\u00fcr den Kunden ist, dass er problemlos den Partner wechseln kann, ohne die Landschaft migrieren zu m\u00fcssen. <\/p>\n\n\n\n<p>Im klassischen Hosting-Ansatz war das nicht machbar: Ein Wechsel des Partners war meist nur mit einer Migration des Hosting-Rechenzen\u00adtrums m\u00f6glich und damit relativ aufw\u00e4ndig.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch die Hana Enterprise Cloud k\u00f6nnen SAP-Kunden auf Azure beziehen. Damit k\u00f6nnen sie beispielsweise ihren SAP-Betrieb an SAP auslagern, andere Nicht-SAP- Applikationen aber trotzdem aus der gleichen Infrastruktur (Azure) beziehen. <\/p>\n\n\n\n<p>Der SAP-Bestandskunde kann damit nicht nur von der globalen Pr\u00e4senz von Azure, sondern auch von k\u00fcrzen Latenzzeiten, mehr Sicherheit und Netzwerkvorteilen profitieren.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"459\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Abbildung-1-Betriebsmodelle-Cloud-08_001.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-67236\" srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Abbildung-1-Betriebsmodelle-Cloud-08_001.jpg 1000w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Abbildung-1-Betriebsmodelle-Cloud-08_001-768x353.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Abbildung-1-Betriebsmodelle-Cloud-08_001-100x46.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Abbildung-1-Betriebsmodelle-Cloud-08_001-480x220.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Abbildung-1-Betriebsmodelle-Cloud-08_001-640x294.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Abbildung-1-Betriebsmodelle-Cloud-08_001-720x330.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Abbildung-1-Betriebsmodelle-Cloud-08_001-960x441.jpg 960w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption>Wer kann was? Die Tabelle zeigt einen Funktionsvergleich der verschiedenen \u201eas-a-Service\u201c und erkl\u00e4rt teilweise, warum welcher Service verf\u00fcgbar und kostenpflichtig ist.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Test- und Sandbox-Systeme<\/h3>\n\n\n\n<p>Ein wichtiges Einsatzgebiet der Azure-In\u00adfrastruktur sind Sandbox-, Trainings- und Schulungssysteme der SAP Cloud Appli\u00adance Library. Ein solches System kann innerhalb von Minuten aufgesetzt und f\u00fcr die Bereitstellung mehrerer Trainingssysteme vervielf\u00e4ltigt werden. <\/p>\n\n\n\n<p>SAP stellt dazu \u00fcber die Cloud Appliance Library zahlreiche vorkonfigurierte Systeme zur Verf\u00fcgung. Im Rahmen des Einrichtungsvorgangs erteilt man der SAP Cloud Appliance Library die Erlaubnis, in der Azure Cloud eine virtuelle Maschine anzulegen, diese zu starten oder zu stoppen.<\/p>\n\n\n\n<p>Will der SAP-Bestandskunde nicht nur Test- oder Sandbox-Systeme in einer virtuellen Maschine auf Azure betreiben, wird ein anderer Aspekt wichtig: der Support von SAP. <\/p>\n\n\n\n<p>Es ist nicht nur notwendig, dass die Product Availability Matrix (PAM) von SAP die Kombination aus Betriebssystem und Datenbank vorsieht. Zudem muss die Infrastruktur von SAP freigegeben und unterst\u00fctzt werden, sodass gesch\u00e4ftskritische Prozesse betrieben werden k\u00f6nnen. <\/p>\n\n\n\n<p>Genauso wie im Umfeld von Windows-Server und SQL-Server arbeitet Microsoft bei dieser Zertifizierung sehr eng mit SAP zusammen. Die aktuelle Liste der freigegebenen virtuellen Maschinen findet man im SAP-Hinweis 1928533. Diese Liste w\u00e4chst st\u00e4ndig und umfasst heute schon zahlreiche virtuelle Maschinen von ganz kleinen bis zu ganz gro\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Bereitstellung von Hardware<\/h3>\n\n\n\n<p>Im Gegensatz zu anderen Cloud-Anbietern weist Azure eine Besonderheit auf: Microsoft bietet nicht nur voll flexible virtuelle Maschinen an, sondern auch dedizierte Hardware. Dadurch k\u00f6nnen Kunden \u201ekleine\u201c Maschinen mit bis zu 12 TB Arbeitsspeicher virtuell betreiben, gleichzeitig aber auch f\u00fcr gr\u00f6\u00dfere Hana-Systeme bis auf 20 TB Arbeitsspeicher gehen. <\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die meisten anderen Datenbanksysteme (AnyDB) reichen die virtuellen Maschinen der sogenannten D- und E-Serien aus. Die E-Serie startet bei zwei virtuellen Central Processing Units (vCPU) und 16 GB RAM (die sogenannte E2v3) und reicht bis 64 vCPUs und 432 GB RAM. Die M-Serie ist unter anderem f\u00fcr Hana-Systeme interessant. Sie startet bei 192 GB Arbeitsspeicher und geht bis auf 12 TB hoch.<\/p>\n\n\n\n<p>Der gro\u00dfe Vorteil dieser virtuellen Maschinen ist, dass man diese minutengenau verwenden kann. F\u00fcr Trainingssysteme kann das ebenso interessant sein wie f\u00fcr Lastspitzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Im SAP-Umfeld kann der SAP- Bestandskunde bei Bedarf weitere Applikationsserver zur Landschaft hinzuf\u00fcgen und damit eine bessere Lastverteilung erreichen. Man spricht dann von einer dynamischen Skalierung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Microsoft bietet mit Azure eine Cloud-Plattform an. 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