{"id":66095,"date":"2020-04-08T09:36:06","date_gmt":"2020-04-08T07:36:06","guid":{"rendered":"http:\/\/e3mag.com\/?p=66095"},"modified":"2024-01-19T14:48:57","modified_gmt":"2024-01-19T13:48:57","slug":"tco-in-der-innovation","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/e3mag.com\/de\/tco-in-der-innovation\/","title":{"rendered":"TCO in der Innovation"},"content":{"rendered":"\n<p>Die Verarbeitung der Daten durch In-memory-Computing erfordert f\u00fcr die Hana-Datenbank deutlich mehr Arbeitsspeicher, entsprechende CPUs und Cores sowie sehr schnellen Flash-Speicher. <\/p>\n\n\n\n<p>Die \u00fcblichen Mechanismen der Verf\u00fcgbarkeit in der Virtualisierung sto\u00dfen ebenfalls an ihre Grenzen und viele SAP-Bestandskunden m\u00fcssen sich wieder Gedanken \u00fcber dedizierte und zertifizierte Appliances machen. <\/p><div class=\"great-fullsize-content-de great-entity-placement\" style=\"float: left;\" id=\"great-3298183255\"><div id=\"great-59121288\" style=\"margin-bottom: 20px;\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=6ZGXMPyM-nU\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"banner_26-04_29_1200x150\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1.jpg\" alt=\"\"  srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1.jpg 1200w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-400x50.jpg 400w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-768x96.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-100x13.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-480x60.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-640x80.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-720x90.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-960x120.jpg 960w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-1168x146.jpg 1168w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-18x2.jpg 18w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-600x75.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" width=\"1200\" height=\"150\"  style=\" max-width: 100%; height: auto;\" \/><\/a><\/div><\/div>\n\n\n\n<p>Das hei\u00dft, wir bewegen uns technologisch eigentlich wieder weg von der Virtualisierung, welche vor \u00fcber zehn Jahren seinen Siegeszug hatte \u2013 hin zu starren, unflexiblen physikalischen Maschinen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Hana Data Center Integration<\/h3>\n\n\n\n<p>Wer Hana auf seiner bestehenden virtuellen IT-Infrastruktur laufen lassen will, muss die SAP-Vorgaben strikt einhalten und entsprechende dem \u201eHana Tailored Data Center Integration Guide\u201c kompatible Hardware wie Server, Storage, Netzwerk und Virtualisierung einsetzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zwar gibt es nun im neuen Hana-\u00adTDI-Guide die M\u00f6glichkeit, die CPU-Cores weiter zu reduzieren, und insbesondere kann man durch Virtualisierung die nicht zugeordneten Ressourcen anderweitig verwenden, jedoch ist man immer von der darunterliegenden Hardware abh\u00e4ngig und \u00fcb\u00adlicherweise sind die Abschreibungen f\u00fcr IT-Hard- und Software auf f\u00fcnf Jahre festgelegt. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"800\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Robert_Mueller_Scheer.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-66096\" srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Robert_Mueller_Scheer.jpg 800w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Robert_Mueller_Scheer-150x150.jpg 150w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Robert_Mueller_Scheer-768x768.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Robert_Mueller_Scheer-100x100.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Robert_Mueller_Scheer-480x480.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Robert_Mueller_Scheer-640x640.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Robert_Mueller_Scheer-720x720.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Robert_Mueller_Scheer-24x24.jpg 24w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Robert_Mueller_Scheer-48x48.jpg 48w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Robert_Mueller_Scheer-96x96.jpg 96w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Robert_Mueller_Scheer-300x300.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Was nach heutigen Ma\u00dfst\u00e4ben und der Innovationsschnelligkeit nach drei Jahren schon ein altes Eisen ist. Wer kann \u00adheute von sich behaupten, ein Sizing seiner IT-Infrastruktur und SAP-Landschaft f\u00fcr f\u00fcnf Jahre in die Zukunft zu planen?<\/p>\n\n\n\n<p>IT-Leiter und CIOs haben diese st\u00e4ndige Aufgabe, zwischen Kostenbewusstsein, Flexibilit\u00e4t und Agilit\u00e4t sowie Innovationen auszubalancieren. <\/p>\n\n\n\n<p>Im klassischen Rechenzentrum sto\u00dfen immer mehr Kunden an un\u00fcberwindbare Grenzen bis hin zu massiven Investitionen, die eigentlich get\u00e4tigt werden m\u00fcssten, um die n\u00e4chste Innovation in der IT zu implementieren, was dann wiederum \u00fcber mehrere Monate die IT-Mitarbeiter mit Projekten besch\u00e4ftigt und das Business gegebenenfalls behindert, ein Produkt oder Service einzuf\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Dilemma dabei: Die Fachbereiche wissen mittlerweile, wie man per Kreditkarte Cloud-Services konsumiert, und sie warten nicht, bis jemand einen Server bestellt und eingebaut hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Vergleich zum Auto: Eigentlich wollen wir einfach nur Auto fahren und nicht vorher daf\u00fcr immer neue Stra\u00dfen, Br\u00fccken und E-Lades\u00e4ulen zu bauen. Infrastruktur ist notwendiges \u00dcbel, aber die eigentliche Innovation und der Mehrwert sollten in der Software (Auto), den Prozessen und dem Wissen der Mitarbeiter liegen und nicht im Blech (Stra\u00dfe). Oder?<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Totes Blech versus Cloud<\/h3>\n\n\n\n<p>Was hat das alles jetzt mit TCO und SAP on Azure zu tun? Ziemlich viel sogar! In den n\u00e4chsten Abs\u00e4tzen werden wir beleuchten, warum es wichtig, ist sich aus dem \u201etoten\u201c Blech hin zu einer Software-Plattform wie Microsoft Azure zu bewegen, und warum dort interessante TCO-Aspekte f\u00fcr den Betrieb und die Integration von SAP-Landschaften liegen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie unterscheidet sich der SAP-Betrieb auf Azure von meinem Rechenzentrum? Der Betrieb und das Hosting k\u00f6nnen sich von einem klassischen Rechenzentrum zum Vergleich auf der Microsoft-Azure-\u00adCloud-Plattform nicht unterscheiden. <\/p>\n\n\n\n<p>Aber: Ich deploye \u00fcber Azure eine virtuelle Maschine mit der notwendigen Gr\u00f6\u00dfe und SAP-Zertifizierung, ordne ihr entsprechenden Speicher zu, installiere vorher ein virtuelles Netzwerk inklusive VPN-Gateway und fange an, das Betriebssystem, die Hana-\u00adDatenbank und den leeren S\/4-Basis-Stack zu installieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Idealerweise bin ich in zwei bis drei Tagen fertig und integriere dann noch ein Monitoring, das Backup und h\u00e4ndige das System f\u00fcr das dreimonatige Testprojekt aus, um das die Kollegen aus den USA gebeten haben. Haben Sie den Unterschied bemerkt?<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ohne mein Rechenzentrum<\/h3>\n\n\n\n<p>Zu keiner Zeit wurde im Rechenzentrum geschaut, ob noch Ressourcen wie CPU, RAM oder Disk vorhanden sind. In diesem Szenario h\u00e4tten wir jetzt eine Mv2-Maschine mit 12 TB RAM und 416 vCPU installieren k\u00f6nnen. W\u00e4re das auch in Ihrem Rechenzentrum m\u00f6glich?<\/p>\n\n\n\n<p>Die nahezu unendliche versprochene Skalierbarkeit gew\u00e4hrleistet Microsoft mit ihren Rechenzentren weltweit. Nat\u00fcrlich m\u00fcssen wir uns nichts vormachen, auch Microsoft muss diese Systeme irgendwo installieren und vorhalten, aber Sie als Kunde nicht mehr!<\/p>\n\n\n\n<p>Wie schnell h\u00e4tten Sie in den USA einen Rechenzentrumsprovider gefunden, der Ihnen die VM in der Qualit\u00e4t, SAP-Zertifizierung und Integration in Ihrer bestehenden Microsoft-Landschaft bereitgestellt h\u00e4tte?<\/p>\n\n\n\n<p>Die meisten Kunden haben bestehende Vertr\u00e4ge durch Office 365 und k\u00f6nnen somit auch die Azure-Plattform nutzen. Wichtig ist hierbei jedoch, die richtige Zielarchitektur (Landingzone) vorab mit einem Dienstleister zu definieren und nicht blind drauflos\u00adzulaufen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ver\u00e4nderung von Capex zu Opex und nahezu unendlicher Skalierbarkeit: Durch die exakte Zuweisung von Ressourcen zum aktuellen Bedarf m\u00fcssen keine leeren Ressourcen vorgehalten und bezahlt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>In dem oben genannten Szenario konnten wir f\u00fcr die Kollegen in den USA ein Test\u00adsystem f\u00fcr drei Monate bereitstellen und mussten keinen Server kaufen oder installieren. Somit sind auch keine Vorlaufzeiten f\u00fcr Einkauf, Versand und Einbau sowie keine Aufw\u00e4nde f\u00fcr die Installation notwendig. Nach drei Monaten l\u00f6schen wir die Maschine einfach und fahren die Kosten auf null zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Strom, Miete, Wartung, Lizenzen<\/h3>\n\n\n\n<p>Vergleicht man klassische Rechenzentren mit Microsoft Azure und kalkuliert wirklich alle Betriebsaufw\u00e4nde und Kosten wie Strom, K\u00fchlung, Miete, Wartung, Hardware, Software, Lizenzen, IT-Dienstleistung und Personal, so ergibt sich aus unserer Erfahrung ein Einsparpotenzial bei hochoptimierten Rechenzentren von \u00fcblicherweise um die f\u00fcnf bis zehn Prozent. <\/p>\n\n\n\n<p>Bei verteilten, inhomogenen und nicht optimierten Rechenzentren ergeben sich dagegen Einsparpotenziale von bis zu 30 Prozent und mehr. In diesem Szenario vergleichen wir eins zu eins, das hei\u00dft Lift-&amp;-Shift ohne eine Optimierung der Landschaft oder Ver\u00e4nderung hin zu PaaS und SaaS Services. <\/p>\n\n\n\n<p>Durch die Nutzung von PaaS und Saas Services k\u00f6nnen hier weitere Optimierungen vorgenommen werden, zum Beispiel die Nutzung von Azure-SQL-Services oder Serverless Computing mit Kubernetes.<\/p>\n\n\n\n<p>Kurzfristige und flexible Zuteilung von IT-Ressourcen: Nutze ich jetzt auch noch das Pay-as-You-Go-Konzept und schalte w\u00e4hrend der Nacht- und Wochenendzeit das Testsystem ab, kann ich weitere Kosten sparen. <\/p>\n\n\n\n<p>Pay-as-You-Go bedeutet, dass ich nur die Ressourcen zahle, die ich tats\u00e4chlich benutze. In diesem Fall w\u00e4ren es die virtuelle Maschine und die inkludierte OS-Lizenz. F\u00fcr den reservierten Speicher muss ich jedoch weiterhin bezahlen. <\/p>\n\n\n\n<p>Das SAP-System wird samt Datenbank koordiniert und durch eine Automatisierungsengine wie zum Beispiel Ansible abgeschaltet und zum definierten Zeitpunkt gestartet. Durch ein Self-Service-Portal kann ich diese Aufw\u00e4nde und die Komplexit\u00e4t reduzieren und den internen Kunden die Kontrolle \u00fcbergeben.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Atmende Systeme<\/h3>\n\n\n\n<p>F\u00fcr Projektzeiten und ungewisse Markt\u00adsituationen kann ich den Bedarf flexibel erh\u00f6hen oder reduzieren und bleibe damit nahe am tats\u00e4chlichen Bedarf. Durch die Analyse der Verbrauchsdaten kann eine zuk\u00fcnftige Ermittlung der notwendigen Ressourcen vorgenommen werden und zum Saisongesch\u00e4ft proaktiv vorab dazugebucht werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Es soll jedoch nicht der Eindruck entstehen, dass dies nur f\u00fcr Testsysteme m\u00f6glich ist. Auch produktive Instanzen k\u00f6nne bei entsprechendem Bedarf flexibel skaliert und auch abgeschaltet werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Durch den Einsatz von Self-Service und einer starken Automatisierung kann man die Aufw\u00e4nde im Betrieb von SAP-Systemen weiter signifikant reduzieren. Anfragen nach Systemkopien, Sandbox-Systemen, einem Backup oder virtuellen Maschinen k\u00f6nnen voll automatisiert bedient werden und mit einer Kostenverrechnungslogik transparent dem Fachbereich in Rechnung gestellt werden. Somit gewinnt die IT wieder Kontrolle \u00fcber die Operations und die Compliance.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"928\" height=\"505\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Chart_Scheer_2004.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-66097\" srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Chart_Scheer_2004.png 928w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Chart_Scheer_2004-768x418.png 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Chart_Scheer_2004-100x54.png 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Chart_Scheer_2004-480x261.png 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Chart_Scheer_2004-640x348.png 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Chart_Scheer_2004-720x392.png 720w\" sizes=\"auto, (max-width: 928px) 100vw, 928px\" \/><figcaption>On-prem-Investitionskosten haben ein diskretes Verhalten, w\u00e4hrend der tats\u00e4chliche Bedarf oft einen agilen Verlauf zeigt und somit eine automatische Skalierung notwendig wird.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Monitoring und Self-healing<\/h3>\n\n\n\n<p>Durch die Koppelung von Monitoring und Automatisierung kann ein Self-healing im Betrieb erreicht werden. Im einfachsten Fall ist dies die Erweiterung einer Festplatte bis hin zum Neustart des fehlerhaften Log-\u00adBackups. <\/p>\n\n\n\n<p>Durch intelligente Automatisierung erreicht man Deployment-Zeiten im Minutenbereich. In unserem Beispiel weiter oben im Text brauchen wir zwei bis drei Tage f\u00fcr die manuelle Installation einer leeren S\/4-Hana-Landschaft. <\/p>\n\n\n\n<p>SAP- und Microsoft-\u00adPartner Scheer konnte das Deployment \u00adeiner leeren S\/4-Landschaft \u201efrom-the-scratch\u201c durch Automatisierung auf Azure auf wenige Stunden reduzieren. Durch ein Golden Image kann dies sogar auf wenige Minuten weiter reduziert werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Betrieb kann durch die Kombination von zum Beispiel Ansible und Azure ein nahezu vollst\u00e4ndig automatisiertes Patching realisiert werden und damit die Betriebsaufw\u00e4nde weiter reduziert werden. Hier bietet Microsoft Azure verschiedene Tools und Services an, die einem helfen, dies zu orches\u00adtrieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Mehrwert der Azure Cloud f\u00fcr den Fachbereich ist Schnelligkeit und Innovation. Neue Services und Funktionen k\u00f6nnen koordiniert und gesteuert durch die IT dem Fachbereich zur Verf\u00fcgung gestellt werden. <\/p>\n\n\n\n<p>Somit reduzieren sich weiter die Aufw\u00e4nde in der IT und die Mitarbeiter k\u00f6nnen h\u00f6herwertigen Aufgaben zugeordnet werden. Durch neue Software-Innovation in der Cloud \u00fcber Nacht kann man diese dem Fachbereich sofort zur Verf\u00fcgung stellen und muss nicht erst ein Update einspielen.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit dem Embrace-Programm von Microsoft und SAP k\u00f6nnen nun die Azure-Services nahtlos durch die SAP Cloud Platform in den SAP-Produkten, zum Beispiel S\/4 oder auch in den Cloud-Produkten wie SuccessFactors, konsumiert werden. Hier entsteht echt Innovation nicht im Server, sondern in Software.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Cloud-Plattform Azure bietet neben den eigenen Services einen schier unend\u00adlichen Software-Marktplatz, der die SAP- Landschaft um Services und Funktionalit\u00e4t erweitert und zug\u00e4nglich macht. <\/p>\n\n\n\n<p>Neben den Plattform-Services bietet Azure eine Programmierplattform f\u00fcr komplexe Software-Projekte, die man dann wiederum nahtlos in SAP integrieren kann. Durch Serverless-Computing mit Kubernetes kann die eigene Softwarearchitektur nahezu unendlich und flexibel deployt und skaliert werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Herausforderung ist jedoch, das eigentliche Problem durch Technologie zu adressieren und nicht andersherum, dass die Technologie noch die Probleme sucht. Viele Kunden verfolgen den Ansatz einer Multi-Vendor-Strategie zusammen mit Microsoft und SAP, um keinen Vendor-Lock-in zu generieren. Beide Provider sind zumeist bekannt und k\u00f6nnen sich jeweils gut durch ihr Portfolio erg\u00e4nzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Neben aller Flexibilit\u00e4t, Schnelligkeit und Kostenreduktion gibt es weiche und unsichtbare Effekte, die man erst sp\u00fcrt, wenn es darauf ankommt. Diese monet\u00e4r zu bewerten ist schwierig, jedoch haben die meisten Kunden enorme Herausforderungen im Budget, wenn es um Security geht.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Service-SLAs und Compliance<\/h3>\n\n\n\n<p>Es ist wie mit einer Versicherung, ich brauche sie erst, wenn es schiefgegangen ist. Microsoft gibt pro Jahr circa eine Milliarde Dollar f\u00fcr Security aus und sch\u00fctzt die Azure-\u00adPlattform vor Angriffen und Missbrauch. <\/p>\n\n\n\n<p>Dies bekommen Kunden als inklusiven Service immer mit der Plattform. Zus\u00e4tzlich k\u00f6nnen Services wie Azure-Sentinel, Verschl\u00fcsselung mit Key Vault und Single-Sign-on mit Azure AD dazugebucht und das individuelle Sicherheitslevel pro Landschaft oder VM definiert werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit dem Azure-Security-Center k\u00f6nnen alle sicherheitsrelevanten Parameter und Zugriffe gesteuert und die Compliance \u00fcberwacht werden. Beispielsweise haben wir f\u00fcr ein Unternehmen, das Kreditkarten verarbeitet, eine komplett geschlossene PCI-DSS-Compliant-Landschaft aufgebaut, die getrennt von der Nicht-Compliant-\u00adLandschaft l\u00e4uft, und somit gelten die erh\u00f6hten Kosten f\u00fcr bestimmte Sicherheitsma\u00dfnahmen nur f\u00fcr diese Systeme.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">DR- und HA-Szenarien<\/h3>\n\n\n\n<p>F\u00fcr Single-Instance-VMs bietet Microsoft ein Standard-SLA von 99,9 Prozent Verf\u00fcgbarkeit pro Monat an, was f\u00fcr die meisten eigenen und Hosting-Rechenzentren ein sehr hoher Wert ist. <\/p>\n\n\n\n<p>Mit Availability-Sets und der Nutzung von weiteren Regionen kann dieser Wert auf bis zu 99,99 Prozent erh\u00f6ht werden. Auch im DR-Szenario k\u00f6nnen echte georedundante Architekturen aufgebaut werden. <\/p>\n\n\n\n<p>Aus dem Beispiel eines Automotivkunden konnte eine Always-on- Architektur mit einem HA-Scale-out-Cluster auf Hana mit 6 TB in der Region Amsterdam sowie mit Hana-\u00adReplikation in die Region Dublin realisiert werden. <\/p>\n\n\n\n<p>Die Backups werden ebenfalls nach Dublin repliziert und der Kunde hat eine redundante Netzwerkanbindung in beide Regionen. Diese Architektur deckt sowohl lokale Ausf\u00e4lle im RZ als auch regionale Ausf\u00e4lle in Amsterdam ab. <\/p>\n\n\n\n<p>Optional k\u00f6nnen die Backups verschl\u00fcsselt auf einen anderen Kontinent, zum Beispiel in die USA oder nach Singapur, gespiegelt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiterhin erh\u00f6ht sich deutlich die Compliance auf Azure im Vergleich zum eigenen Rechenzentrum und dem Eigenbetrieb von SAP. \u00dcber 90 Compliance-Rahmenwerke wurden auf Azure umgesetzt, um es nahezu jeder Industrie zu erm\u00f6glichen, ihre Kunden und Daten auf Azure zu verarbeiten. <\/p>\n\n\n\n<p>Nachweislich konnte Scheer Kunden aus der Finanz und Versicherungsbranche mit Bafin-Compliance, aus der Pharmabranche mit GxP-Compliance sowie aus dem Reisesektor mit PCI-DSS-Kreditkarten-Compliance auf die Azure-Plattform mit ihren SAP-Systemen bringen und betreibt diese heute sehr erfolgreich.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Beispiel von SAP\/Microsoft-Partner Datavard zeigt, wie intelligent die Azure Services HDInsight Hadoop mit Azure Data Lake Store daf\u00fcr eingesetzt werden k\u00f6nnen, um \u201elower value\u201c und alte nicht mehr ben\u00f6tigte Daten auf g\u00fcnstigen Speicher auslagern zu k\u00f6nnen, um die Hana-Datenbankgr\u00f6\u00dfe zu reduzieren und damit auch wieder die Performance zu steigern.<\/p>\n\n\n\n<p>Die vergangenen zweieinhalb Jahre konnten wir durch diverse Projekte sehen, dass ein ganzheitlicher TCO im Bereich von zehn bis vierzig Prozent m\u00f6glich ist. Eine hochoptimierte IT-Infrastruktur mit kaum Ver\u00e4nderung und Wachstum wird von der Azure Cloud weniger profitieren als ein sich agil und disruptiv ver\u00e4nderndes Umfeld, das perfekt zu einer Cloud-Plattform passt. <\/p>\n\n\n\n<p>In diesem Umfeld k\u00f6nnen echte Kosteneinsparungen erzielt und kann gleichzeitig Innovation getrieben werden. Insbesondere konnten wir bei der Einf\u00fchrung von S\/4 in einer fr\u00fchen Assessment-Phase, wenn das Sizing und die Architektur noch nicht klar sind, die besten Mehrwerte und den besten TCO feststellen und daraus ein fertiges \u201eS\/4 Project Service\u201c-Paket zu einem attraktiven Preis auf Monatsbasis schn\u00fcren.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">ROI, aber wann?<\/h3>\n\n\n\n<p>Im sp\u00e4teren Betrieb zeigt sich dann wieder der Innovationseffekt einer neuen S\/4-\u00adLandschaft und der damit resultierenden Change-Requests aus dem Fachbereich, die auf einer Azure-Plattform sofort und flexibel bedient werden k\u00f6nnen. <\/p>\n\n\n\n<p>Durch die komplexe neue S\/4-Architektur brauche ich teilweise f\u00fcr zus\u00e4tzliche Produkte und Services immer wieder neue separate Systeme. Sind die Projekttreiber Compliance, Standardisierung und Modernisierung, so sind teilweise ROI-Effekte nach neun Monaten festzustellen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum TCO geh\u00f6ren auch die Migrationskosten, die erstaunlicherweise sehr niedrig ausfallen. Mit Azure-Migrate und -Site-Recovery k\u00f6nnen virtuelle Landschaften analysiert und zum Beispiel am Wochenende sehr schnell migriert werden. <\/p>\n\n\n\n<p>Im schnellsten Fall konnte eine komplette S\/4-Landschaft im validierten Pharmakontext GxP von Projektstart bis Go-live innerhalb von vier Wochen nach Azure migriert werden. <\/p>\n\n\n\n<p>Die Downtime ist in diesem Szenario nur die Zeit f\u00fcr das Aus- und Anschalten sowie die Anpassungen f\u00fcr IP, DNS und Schnittstellen, welche vorab vorbereitet werden k\u00f6nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer sich bereits mit der SAP-Hana-Datenbank und mit der S\/4-Migration vertraut gemacht hat, stellt fest, dass die SAP-Basis-Infrastruktur deutlich komplexer und Ressourcen-hungriger geworden ist.<\/p>\n","protected":false},"author":1537,"featured_media":66098,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"pmpro_default_level":"","footnotes":""},"categories":[2,37482,161],"tags":[12833,39,174,65,12834,4237,6714],"coauthors":[23542],"class_list":["post-66095","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-sap-nachrichten","category-mag-2004","category-szene","tag-capex","tag-cloud","tag-compliance","tag-hana","tag-opex","tag-rechenzentrum","tag-tco","pmpro-has-access"],"acf":[],"featured_image_urls_v2":{"full":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/shutterstock_19254622_cmyk.jpg",1000,450,false],"thumbnail":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/shutterstock_19254622_cmyk-150x150.jpg",150,150,true],"medium":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/shutterstock_19254622_cmyk.jpg",400,180,false],"medium_large":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/shutterstock_19254622_cmyk-768x346.jpg",768,346,true],"large":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/shutterstock_19254622_cmyk.jpg",1000,450,false],"image-100":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/shutterstock_19254622_cmyk-100x45.jpg",100,45,true],"image-480":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/shutterstock_19254622_cmyk-480x216.jpg",480,216,true],"image-640":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/shutterstock_19254622_cmyk-640x288.jpg",640,288,true],"image-720":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/shutterstock_19254622_cmyk-720x324.jpg",720,324,true],"image-960":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/shutterstock_19254622_cmyk-960x432.jpg",960,432,true],"image-1168":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/shutterstock_19254622_cmyk.jpg",1000,450,false],"image-1440":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/shutterstock_19254622_cmyk.jpg",1000,450,false],"image-1920":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/shutterstock_19254622_cmyk.jpg",1000,450,false],"1536x1536":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/shutterstock_19254622_cmyk.jpg",1000,450,false],"2048x2048":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/shutterstock_19254622_cmyk.jpg",1000,450,false],"trp-custom-language-flag":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/shutterstock_19254622_cmyk.jpg",18,8,false],"bricks_large_16x9":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/shutterstock_19254622_cmyk.jpg",1000,450,false],"bricks_large":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/shutterstock_19254622_cmyk.jpg",1000,450,false],"bricks_large_square":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/shutterstock_19254622_cmyk.jpg",1000,450,false],"bricks_medium":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/shutterstock_19254622_cmyk.jpg",600,270,false],"bricks_medium_square":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/shutterstock_19254622_cmyk.jpg",600,270,false],"profile_24":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/shutterstock_19254622_cmyk-24x24.jpg",24,24,true],"profile_48":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/shutterstock_19254622_cmyk-48x48.jpg",48,48,true],"profile_96":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/shutterstock_19254622_cmyk-96x96.jpg",96,96,true],"profile_150":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/shutterstock_19254622_cmyk-150x150.jpg",150,150,true],"profile_300":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/shutterstock_19254622_cmyk-300x300.jpg",300,300,true]},"post_excerpt_stackable_v2":"<p>Wer sich bereits mit der SAP-Hana-Datenbank und mit der S\/4-Migration vertraut gemacht hat, stellt fest, dass die SAP-Basis-Infrastruktur deutlich komplexer und Ressourcen-hungriger geworden ist.<\/p>\n","category_list_v2":"<a href=\"https:\/\/e3mag.com\/de\/category\/sap-nachrichten\/\" rel=\"category tag\">Community Nachrichten<\/a>, <a href=\"https:\/\/e3mag.com\/de\/category\/mag-2004\/\" rel=\"category tag\">MAG 20-04<\/a>, <a href=\"https:\/\/e3mag.com\/de\/category\/szene\/\" rel=\"category tag\">Szene<\/a>","author_info_v2":{"name":"Robert M\u00fcller, Scheer","url":"https:\/\/e3mag.com\/de\/author\/robert-mueller\/"},"comments_num_v2":"0 comments","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/e3mag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/66095","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/e3mag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/e3mag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/e3mag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1537"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/e3mag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=66095"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/e3mag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/66095\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":137906,"href":"https:\/\/e3mag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/66095\/revisions\/137906"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/e3mag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/66098"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/e3mag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=66095"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/e3mag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=66095"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/e3mag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=66095"},{"taxonomy":"author","embeddable":true,"href":"https:\/\/e3mag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/coauthors?post=66095"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}