{"id":6238,"date":"2016-03-31T00:00:00","date_gmt":"2016-03-30T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/e3mag.com\/?p=6238"},"modified":"2019-04-01T10:33:44","modified_gmt":"2019-04-01T08:33:44","slug":"charm-offensive","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/e3mag.com\/de\/charm-offensive\/","title":{"rendered":"ChaRM-Offensive"},"content":{"rendered":"<p>Mit Version 7.2 des s \u00e4ndert SAP einiges auch im Change Request Management, vor allem in der Verkn\u00fcpfung von Change Requests mit der Dokumentation.<\/p>\n<p>Dies war bislang immer ein wunder Punkt, wenn ich mit Kunden \u00fcber das Change Management und auch die Verwaltung der damit verbundenen Dokumentation gesprochen habe.<\/p><div class=\"great-fullsize-content-de\" style=\"float: left;\" id=\"great-2831302280\"><div id=\"great-3041330869\" style=\"margin-bottom: 20px;\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=6yfv7eho3Gc\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"Fullsize\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150.jpg\" alt=\"Fullsize\"  srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150.jpg 1200w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-400x50.jpg 400w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-768x96.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-100x13.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-480x60.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-640x80.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-720x90.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-960x120.jpg 960w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-1168x146.jpg 1168w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-18x2.jpg 18w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-600x75.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" width=\"1200\" height=\"150\"  style=\" max-width: 100%; height: auto;\" \/><\/a><\/div><\/div>\n<p>Eine ChaRM-Einf\u00fchrung macht definitiv Sinn, muss aber auch gut geplant sein. Es ist unm\u00f6glich, das sozusagen als U-Boot in der SAP-Basis zu lancieren und dann irgendwann auftauchen zu lassen.<\/p>\n<p>Da das Change Management alle Disziplinen von der Antragsstellung bis hin zur Produktivsetzung \u00fcber einen Workflow abbildet, sind nat\u00fcrlich auch verschiedene Bereiche in der IT bis hin zur Fachabteilung involviert.<\/p>\n<p>Der erste Schritt beginnt mit einer wesentlichen Zielsetzung. Warum will eine IT-Abteilung \u00fcberhaupt das Change Request Management einf\u00fchren?<\/p>\n<p>Was sind die damit verbundenen Ziele? Ich habe die letzten Jahre hier ein ganzes Portfolio an Zielen erlebt. Von der Vermeidung von Medienbr\u00fcchen bis zum Thema regulatorische Anforderungen sind viele Ziele legitim.<\/p>\n<p>Wichtig ist jedoch diese Vorgabe, idealerweise verbunden mit Leitplanken, da man sich bei einer sp\u00e4teren Diskussion \u00fcber Prozesse und Abl\u00e4ufe immer wieder vor Augen halten kann, wie viel die verschiedenen Varianten zum Ziel beitragen.<\/p>\n<p>Die ChaRM-Einf\u00fchrungen, die einfach ein bestehendes Tool \u2013 und sei es ein Excel auf einem Windows Share \u2013 abl\u00f6sen, sind meist zum Scheitern verurteilt. Mit einer ChaRM-Einf\u00fchrung sollte man auch bestehende Verfahrensweisen diskutieren.<\/p>\n<p>Wichtig ist also, ein Konzept der Abl\u00e4ufe zu erarbeiten. Sogenannte ChaRM-Prototypen, die dann auf einer produktiven Systemlandschaft nach Abschluss des Grundcustomizings zum Einsatz kommen, halte ich f\u00fcr wenig zielf\u00fchrend, da hier meist auf Abl\u00e4ufe und Dokumentation verzichtet wird.<\/p>\n<p>Erst wenn das Konzept steht, ist eine Umsetzung sinnvoll. Hierbei sollten zur Erstellung insbesondere folgende Punkte betrachtet und detailliert werden:<\/p>\n<ul>\n<li>Welche Change\u00adProzesse f\u00fcr SAP-\u00c4nderungen existieren aktuell?<\/li>\n<li>Wie soll k\u00fcnftig eine Software\u00e4nderung dokumentiert werden?<\/li>\n<li>Wie sehen die Ziellandschaften aus?<\/li>\n<li>Wie wird mit der system\u00fcbergreifenden Objektsperre umgegangen?<\/li>\n<li>Wie werden Anforderungen beschrieben und von wem werden diese genehmigt und geplant?<\/li>\n<li>Ist ein Releasemanagement gew\u00fcnscht?<\/li>\n<\/ul>\n<p>Es existieren also jede Menge offene Punkte, die auch sicher nicht in einem Workshop gekl\u00e4rt werden k\u00f6nnen. Vielmehr erfordern diese auch innerhalb einer IT eine lebendige Diskussion.<\/p>\n<p>Da IT-Prozesse auch nicht basisdemokratisch definiert werden k\u00f6nnen, ist hier eine Festlegung der IT-Leitung erforderlich. Das f\u00fcr mich \u00fcberraschendste Thema war in den letzten Monaten ein Kunde, der zwar einen generellen Change-Prozess implementieren wollte, aber f\u00fcr zwei Key-User einen Sonderworkflow abbilden wollte. Genau solche Z\u00f6pfe sind sinnigerweise abzuschneiden.<\/p>\n<p>Ein viel geliebtes Thema sind Berechtigungen. Nun ist es ja leider so, dass ohnehin ein Kunde ohne einen ChaRM-Workflow meistens nur sehr rudiment\u00e4r seine Anforderungen und Changes dokumentiert.<\/p>\n<p>Dennoch haben genau diese Kunden dann im ChaRM Bedenken, dass jeder Key-User auch die \u00c4nderungsw\u00fcnsche der Nachbarabteilung lesen k\u00f6nnte. Zwar kann man im Solution Manager wunderbar hierf\u00fcr tiefgreifende Berechtigungskonstrukte aufbauen, nur sollte man sich dann auch genau \u00fcberlegen, ob es den Verwaltungsaufwand wirklich wert ist.<\/p>\n<p>Es ist nicht schwer einzustellen, dass nur der IT-Mitarbeiter, der dem Change zugewiesen ist, diesen auch bearbeiten kann. Es kommt jedoch dann von mir immer die Frage auf, wie der Kunde agieren m\u00f6chte, wenn dann genau dieser Mitarbeiter erkrankt ist.<\/p>\n<p>Da auch das Thema Dokumentation mit ChaRM eng verkn\u00fcpft ist, muss auch dieser Aspekt gekl\u00e4rt werden. Hier ist es relevant, Vorlagen zu definieren und diese auch in den jeweiligen Workflows f\u00fcr einen \u00c4nderungsantrag oder eine \u00c4nderung einzufordern.<\/p>\n<p>In Summe sind ein Konzept und ein Fahrplan das Wichtigste f\u00fcr eine erfolgreiche Einf\u00fchrung. Die technische Umsetzung ist \u2013 wie oft im Bereich der Application-Lifecycle-Werkzeuge \u2013 der geringste Aufwandstreiber.<\/p>\n<p>Die organisatorischen \u00c4nderungen sind nicht zu vernachl\u00e4ssigen und h\u00e4ufig der Garant f\u00fcr eine erfolgreiche Einf\u00fchrung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Noch immer gibt es viele IT-Abteilungen, die ihre SAP-Transporte h\u00e4ndisch verwalten. 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