{"id":62037,"date":"2015-06-22T14:23:49","date_gmt":"2015-06-22T12:23:49","guid":{"rendered":"http:\/\/e3mag.com\/?p=62037"},"modified":"2019-08-22T14:28:54","modified_gmt":"2019-08-22T12:28:54","slug":"neue-trends-im-sap-basierten-einkauf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/e3mag.com\/de\/neue-trends-im-sap-basierten-einkauf\/","title":{"rendered":"Neue Trends im SAP-basierten Einkauf"},"content":{"rendered":"<p><strong>E-3: Die Geschichte Ihres Unternehmens ist stark mit der Entwicklung der SAP-Einkaufsl\u00f6sungen verbunden. Welche waren die wichtigsten Trends?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Tim Kollmeier:<\/strong> Unsere Firmengr\u00fcndung fiel in eine Zeit, als sich die Unternehmen zunehmend der gro\u00dfen Rolle bewusst wurden, die der Einkauf f\u00fcr ihren Gesch\u00e4ftserfolg spielen kann.<\/p><div class=\"great-fullsize-content-de\" style=\"float: left;\" id=\"great-794600331\"><div id=\"great-3693823763\" style=\"margin-bottom: 20px;\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=6yfv7eho3Gc\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"Fullsize\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150.jpg\" alt=\"Fullsize\"  srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150.jpg 1200w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-400x50.jpg 400w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-768x96.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-100x13.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-480x60.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-640x80.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-720x90.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-960x120.jpg 960w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-1168x146.jpg 1168w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-18x2.jpg 18w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-600x75.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" width=\"1200\" height=\"150\"  style=\" max-width: 100%; height: auto;\" \/><\/a><\/div><\/div>\n<p>Gleichzeitig trieb SAP die Entwicklung der eigenen Supplier-Relationship-Management-Anwendungen (SAP SRM) voran, um die Potenziale des Purchase-to-Pay-Prozesses optimal auszusch\u00f6pfen \u2013 vom Einkauf bis zur Bezahlung.<\/p>\n<p>F\u00fcr uns wurde durch beide Trends eine ideale Basis f\u00fcr den Aufbau eines IT-Beratungshauses geschaffen, das sich ganz auf den Einsatz der SAP-Beschaffungsl\u00f6sung konzentriert.<\/p>\n<p><strong>Thomas Herbst:<\/strong> In den darauffolgenden Jahren wurden die SAP-Einkaufstools zur Bearbeitung strategischer Themen erweitert. Als wichtige Meilensteine sind hier sicher die Entwicklung von SAP Supplier Lifecycle Management (SAP SLC) und die Integration der Ariba-Cloud-L\u00f6sungen zu nennen.<\/p>\n<p>Durch die zunehmende Automatisierung der operativen Beschaffungsprozesse ver\u00e4nderte sich auch die Rolle der Eink\u00e4ufer. Sie entwickelten sich von dezentralen Bestellschreibern hin zu zentral aufgestellten Supply-Chain-Managern, denen mehr Freiraum f\u00fcr strategische Fragen bleibt, zum Beispiel f\u00fcr die gezielte Auswahl und Qualifizierung von Lieferanten mit SAP SLC.<\/p>\n<p>Im Ergebnis ist festzustellen, dass der Einkauf heute einen wesentlich h\u00f6heren Beitrag zur Wertsch\u00f6pfung leistet als noch vor zehn Jahren.<\/p>\n<p><strong>E-3: Stichwort Ariba: Welchen Nutzen bietet die weltweit gr\u00f6\u00dfte Handels-Community den Kunden konkret?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Herbst:<\/strong> Einer der gr\u00f6\u00dften Vorteile liegt in dem Netzwerk-Gedanken, den die Ariba-L\u00f6sungen sehr professionell abbilden. Unternehmen sind nicht mehr auf ihre eigenen Lieferantenportale beschr\u00e4nkt, sondern k\u00f6nnen jederzeit und \u00fcberall mit internationalen Gesch\u00e4ftspartnern in Verbindung treten, um die besten Einkaufskonditionen und ein optimales Cash Management umzusetzen.<\/p>\n<p>Lieferanten haben die Chance, im Ariba-Netzwerk neue Kunden zu gewinnen. Technisch gesehen bieten die cloudbasierten Ariba-Anwendungen den Vorteil, dass der Kunde sie direkt nutzen kann.<\/p>\n<p><strong>E-3: Wie gro\u00df ist dabei der Implementierungsaufwand?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Herbst:<\/strong> Au\u00dfer einigen prozessualen Konfigurationen, Schulungen und \u00adChange- Management-Ma\u00dfnahmen f\u00fcr die Anwender entsteht kaum Einf\u00fchrungsaufwand.<\/p>\n<p>Zudem ist Ariba auf Basis von Best-Practice-Prozessen entstanden und erfordert daher nur geringe kundenspezifische Anpassungen. Durch die enge Integration in die SAP-Welt lassen sich die Ariba-L\u00f6sungen auch sehr leicht mit bestehenden ERP- und SRM-Prozessen verkn\u00fcpfen.<\/p>\n<p><strong>E-3: Dies f\u00fchrt zur Frage nach einer m\u00f6glichen Kombination von Ariba mit den On-premise-Einkaufsl\u00f6sungen von SAP. Welche Vorteile sehen Sie darin?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Kollmeier:<\/strong> In den vergangenen Monaten konnten wir eine verst\u00e4rkte Nachfrage von Unternehmen nach Hybrid Clouds in diesem Bereich feststellen. Tats\u00e4chlich lassen sich dadurch die St\u00e4rken beider Welten optimal miteinander verbinden und weitverbreitete Sicherheitsbedenken abbauen.<\/p>\n<p>So bietet es sich an, f\u00fcr individuelle Einkaufsprozesse und gesch\u00e4ftskritische Daten interne On-premise-Systeme zu nutzen, w\u00e4hrend die cloudbasierten Ariba-L\u00f6sungen zum Beispiel f\u00fcr die externe Bestell- und Rechnungsabwicklung zum Einsatz kommen.<\/p>\n<p>Parallel dazu empfiehlt es sich, strategische Prozesse wie Sourcing oder Spendanalysen als reine Cloud- L\u00f6sungen mit geringerer Integration in die ERP-Systemlandschaft zu betreiben.<\/p>\n<p><strong>E-3: Was sollten Unternehmen bei der Auswahl eines geeigneten Ariba-Projektpartners beachten?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Herbst:<\/strong> Der Projektpartner sollte sowohl mit SAP als auch mit Ariba eng verbunden sein, da bei einer Ariba-Einf\u00fchrung sehr viel Abstimmungsbedarf mit der vorhandenen SAP-Welt entsteht.<\/p>\n<p>Auch braucht jeder Kunde professionelle Beratung, welche seiner Einkaufsprozesse sinnvollerweise in die Cloud transformiert werden sollten.<\/p>\n<p>Generell sollten Unternehmen also ein Beratungshaus an Bord holen, das in beiden Bereichen umfassendes Prozess- und Technologie-Know-how sowie langj\u00e4hrige Projekterfahrungen aufweisen kann.<\/p>\n<p><strong>E-3: Was bedeutet der allgegenw\u00e4rtige Trend zur Mobilisierung f\u00fcr Einkaufsorganisationen?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Kollmeier:<\/strong> Wie in allen anderen Gesch\u00e4ftsbereichen erwarten die Mitarbeiter im Einkauf, dass ihnen auch dienstlich die Anwendungen so flexibel zur Verf\u00fcgung stehen, wie sie es aus der Nutzung ihrer privaten Apps gewohnt sind \u2013 ob auf Smartphones, Tablets oder Laptops.<\/p>\n<p>F\u00fcr die SAP-Anwender bedeutet dies, dass sie nicht immer mit der umst\u00e4ndlichen SAP-Benutzeroberfl\u00e4che arbeiten, sondern denselben Bedienkomfort wie auf ihren Endger\u00e4ten genie\u00dfen m\u00f6chten.<\/p>\n<p><strong>E-3: Wie hat SAP auf diese Entwicklung reagiert?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Kollmeier:<\/strong> SAP hat Themen wie SAP \u00adFiori und UI5 vorangetrieben. So steht mit UI5 eine neue Toolsammlung zur Entwicklung einfacher bedienbarer Benutzeroberfl\u00e4chen zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>Die Fiori-Apps stellen den Anwendern die am h\u00e4ufigsten genutzten Funktionen der SAP Business Suite rollenbasiert auf beliebigen Endger\u00e4ten bereit. Davon profitieren auch die Einkaufsmitarbeiter.<\/p>\n<p>Sie k\u00f6nnen bestimmte SAP-Beschaffungsprozesse als Fiori-Apps nutzen, dar\u00fcber hinaus stehen Reporting-Funktionen mobil zur Verf\u00fcgung. Gerade Eink\u00e4ufer, die viel unterwegs sind, profitieren stark von dieser Entwicklung.<\/p>\n<p><strong>E-3: Wagen wir einen Ausblick: Wohin wird sich der SAP-basierte Einkauf entwickeln?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Herbst:<\/strong> Die Haupttrends werden zweifelsohne durch Cloud, Business-Netzwerke und Mobility gesetzt. Aktuell gibt es eine gemeinsame Initiative von SAP und Ariba, um die Cloud-Funktionen von Ariba auch mobil verf\u00fcgbar zu machen.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus wird SAP verst\u00e4rkt die Hybrid-Szenarien verfolgen, die Integration in die bestehenden On-pre\u00admise-Systeme f\u00f6rdern und daf\u00fcr einfache Schnittstellen schaffen. Die St\u00e4rken der Cloud-L\u00f6sung werden in jedem Fall genutzt werden \u2013 wenn auch in unterschiedlicher Weise.<\/p>\n<p><strong>E-3: Welche Entwicklung planen Sie f\u00fcr Apsolut?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Kollmeier:<\/strong> Der Kurs steht klar auf Wachstum und einem erneuten Ausbau unserer Mannschaft, die derzeit rund 130 Mitarbeiter z\u00e4hlt. Damit m\u00f6chten wir den Trend der Vergangenheit fortsetzen, der uns bis heute ein j\u00e4hrliches Wachstum zwischen zehn und 25 Prozent beschert hat \u2013 sowohl beim Umsatz als auch bei den Mitarbeitern.<\/p>\n<p>K\u00fcnftig bauen wir dazu auch unsere Beratungsressourcen in Gro\u00dfbritannien, China und Indien aus; in den USA wird eine Tochtergesellschaft entstehen.<\/p>\n<p><strong>Herbst:<\/strong> Thematisch setzen auch wir den Schwerpunkt auf Ariba, SRM f\u00fcr Direktmaterial-Szenarien und Mobility. Dar\u00fcber hinaus werden wir uns verst\u00e4rkt den Bereichen Reporting, Spendanalysen und Lieferantenmanagement mit Inte\u00adgration von Lieferantenportalen und Busi\u00adness-Netzwerken widmen.<\/p>\n<p>So bieten SAP und Ariba zwar heute schon entsprechende L\u00f6sungen an, doch stehen viele Unternehmen noch am Anfang, was die Prozessabdeckung, Integration und Implementierung der technischen L\u00f6sungen betrifft. In diesem Bereich sehen wir einen starken Beratungsbedarf, f\u00fcr den wir uns entsprechend ausgerichtet haben.<\/p>\n<p><strong>E-3: Wie steht es mit Ihrer Partnerschaft zu SAP und Ariba?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Herbst:<\/strong> Wir sind sicher, dass wir die erfolgreiche Zusammenarbeit so weiterf\u00fchren k\u00f6nnen. Obwohl wir ein kleines, fokussiertes Beratungshaus sind, das personenm\u00e4\u00dfig nicht zu den gro\u00dfen Playern im Markt geh\u00f6rt, waren die gemeinsame Partnerschaft und Zusammenarbeit mit SAP stets von Erfolg gekr\u00f6nt.<\/p>\n<p>Dies r\u00fchrt zum einen daher, dass wir uns in der Akquise-Phase fachlich und funktional gemeinsam mit SAP oft gegen Drittanbieter durchgesetzt haben \u2013 offenbar \u00fcberzeugten unsere Beratungsleistungen in Kombination mit den hochintegrierten Einkaufsanwendungen von SAP und Ariba.<\/p>\n<p>Hinzu kommt, dass wir die SAP-Einkaufsprozesse durch den Einsatz eigener Erg\u00e4nzungsbausteine, den Appsolut Solution Add-ons, weiter verbessern und erweitern. Inzwischen sind wir weltweit im Einkaufsumfeld ein wichtiger Partner von SAP und Ariba.<\/p>\n<p>Wir pflegen eine Zusammenarbeit, die durch starkes Vertrauen, hohes eigenes Engagement in allen Bereichen \u2013 von der Produktentwicklung bis zu gemeinsamen Kundenveranstaltungen \u2013 und einen regen Informationsaustausch gepr\u00e4gt ist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>SAP- und Ariba-Partner Apsolut feiert in diesem Jahr sein zehnj\u00e4hriges Bestehen. 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