{"id":61981,"date":"2015-06-21T13:54:40","date_gmt":"2015-06-21T11:54:40","guid":{"rendered":"http:\/\/e3mag.com\/?p=61981"},"modified":"2019-08-21T14:12:11","modified_gmt":"2019-08-21T12:12:11","slug":"deutschland-ist-sap-support-weltmeister","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/e3mag.com\/de\/deutschland-ist-sap-support-weltmeister\/","title":{"rendered":"Deutschland ist SAP-Support-Weltmeister"},"content":{"rendered":"<p>Internationalisierung und Globalisierung sind viel zitierte Treiber des Wandels auch im SAP-Umfeld. Sie ver\u00e4ndern die Anforderungen an die Systemlandschaft, beeinflussen deren Gestaltung und wirken auf den Betrieb.<\/p>\n<p>Im Rahmen der Marktstudie \u201eCorporate SAP Application Management\u201c hat die cbs Corporate Business Solutions im zweiten Halbjahr 2014 Industrieunternehmen aus der DACH-Region zum Thema befragt, 100 Frageb\u00f6gen ausgewertet und 25 IT-\/SAP-Entscheider pers\u00f6nlich interviewt.<\/p><div class=\"great-fullsize-content-de\" style=\"float: left;\" id=\"great-3252415343\"><div id=\"great-4107394365\" style=\"margin-bottom: 20px;\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=6ZGXMPyM-nU\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"banner_26-04_29_1200x150\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1.jpg\" alt=\"\"  srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1.jpg 1200w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-400x50.jpg 400w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-768x96.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-100x13.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-480x60.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-640x80.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-720x90.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-960x120.jpg 960w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-1168x146.jpg 1168w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-18x2.jpg 18w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-600x75.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" width=\"1200\" height=\"150\"  style=\" max-width: 100%; height: auto;\" \/><\/a><\/div><\/div>\n<p>Klar im Fokus standen mittelgro\u00dfe und gro\u00dfe Firmen. 67 Prozent der Teilnehmer waren in der diskreten Fertigung, 27 Prozent in der Prozessfertigung zu Hause. KMUs und Gro\u00dfkonzerne mit mehr als 20 Milliarden Euro Jahresumsatz wurden nicht betrachtet.<\/p>\n<p>Alle teilnehmenden Unternehmen haben ihr Headquarter in Deutschland und sind mit mindestens f\u00fcnf Standorten international vertreten. Die H\u00e4lfte (48 Prozent) besitzt sogar mehr als 20 Standorte. Globale Pr\u00e4senz eint die Teilnehmerschaft:<\/p>\n<p>85 Prozent der Unternehmen sind mit Standorten in allen Regionen der Welt (EMEA, Americas, APAC) vertreten.<\/p>\n<h3>Typische globale Industrieunternehmen<\/h3>\n<p>Eine globale SAP-ERP-L\u00f6sung ist der Industrie-Standard. Bei 87 Prozent der Befragten steht ein globales SAP-ERP-System im Zentrum der Systemlandschaft.<\/p>\n<p>Ein Einmandantensystem (\u201eOne-System\/One-Client\u201c) ist dabei das klar pr\u00e4ferierte ArchitekturmodelI (83 Prozent). Nur 13 Prozent bezeichnen ihre ERP-Systemlandschaft nicht als global.<\/p>\n<p>Die Konsolidierung der SAP-Systemlandschaft ist allerdings nicht abgeschlossen: Neben dem globalen SAP ERP existiert eine Vielzahl von SAP- und Non-SAP-ERP-Systemen.<\/p>\n<p>Zw\u00f6lf Prozent der Unternehmen betreiben mehr als f\u00fcnf SAP-ERP-Systeme. Die gro\u00dfe Mehrheit (88 Prozent) f\u00e4hrt entweder ein globales ERP oder betreibt heute bis zu f\u00fcnf SAP ERP-Systeme in der Welt. Darunter finden sich wenige Mehrmandantensysteme (vier Prozent).<\/p>\n<p>Nur punktuell kommen ausgebaute kontinentale 3-ERP-Systemlinien (EMEA, Americas, Apac) oder funktional geschnittene ERP-Systemlinien (z.B. Produktion, Sales &amp; Service, Financials) hinzu. Es zeigt sich: Die Globalisierung der ERP-Systeme ist auf dem Weg, aber nicht am Ende.<\/p>\n<p>\u00dcber zwei Drittel der Unternehmen haben nach wie vor auch Non-SAP-ERP-Systeme im Einsatz. Nicht nur im Bereich ERP setzen die Unternehmen auf SAP. Neben dem SAP ERP nutzen fast alle Unternehmen (96 Prozent) weitere Business-Suite-Komponenten.<\/p>\n<p>Das hei\u00dft, globale ERP-Systeme werden im Regelfall im Verbund einer erweiterten SAP-Business-\u00adSuite-Systemlandschaft betrieben. Am weitesten verbreitet ist SAP BW, jeder F\u00fcnfte nutzt es (21 Prozent).<\/p>\n<p>Fast so viele nutzen SAP GTS (16 Prozent) und SAP PI\/PO (15 Prozent). Immerhin jeder zehnte ERP-Anwender nutzt SAP CRM (10 Prozent). SAP HCM (7 Prozent) und SAP APO (6 Prozent) haben eine nennenswerte Verbreitung.<\/p>\n<p>Zentrale Steuerung ist die Devise: 92 Prozent der Unternehmen setzen auf eine zentrale IT-Organisation. Bei zwei Dritteln (61 Prozent) ist die zentral gesteuerte IT an mehr als einem Standort lokalisiert.<\/p>\n<p>Wie gro\u00df sind die IT-Abteilungen? Im Durchschnitt arbeiten 25 bis 50 IT-Kr\u00e4fte in mittleren, 100 in gro\u00dfen Firmen. Insgesamt macht die IT damit weniger als f\u00fcnf Prozent der Gesamtbelegschaft aus.<\/p>\n<h3>Globaler SAP-Support \u2013 made in Germany<\/h3>\n<p>Die Verh\u00e4ltnisse spiegeln sich auch in Bezug auf die interne SAP-Support-Organisation wider. 73 Prozent der Befragten besch\u00e4ftigen bis zu 25 interne SAP-Mitarbeiter, 27 Prozent zwischen 26 und 100 interne SAP-Mitarbeiter.<\/p>\n<p>Alle befragten Unternehmen organisieren auch den unternehmensweiten SAP-Support zentral (100 Prozent). Ein Vergleich dr\u00e4ngt sich auf: Die produzierende Industrie als wichtige St\u00fctze des gerne zitierten Export-Weltmeisters vertraut auch im Support ihres globalen SAP-Betriebs auf Qualit\u00e4t \u201emade in Germany\u201c.<\/p>\n<p>\u00dcber 50 Prozent der Unternehmen erbringen den unternehmensweiten SAP-Support rein aus Deutschland heraus. Je nach internationaler Vertretung des Unternehmens kommen Supportanteile aus Standorten weiterer Regionen (EMEA, Americas, APAC) hinzu.<\/p>\n<p>Die globale Steuerungshoheit bleibt aber in der Zentrale. Auch der Support-Weltmeister kommt demnach aus Deutschland. \u00dcberraschend einig scheinen sich die teilnehmenden Unternehmen in Bezug auf die Relevanz von Near-\/Offshore-Anbietern zu sein. In der Praxis spielen sie entweder gar keine oder keine tragende Rolle.<\/p>\n<h3>SAPler als M\u00e4dchen f\u00fcr alles<\/h3>\n<p>SAP-bezogene IT-T\u00e4tigkeiten lassen sich grob den Kategorien Planung (Plan), Aufbau (Build) und Betrieb (Run) der Systeme bzw. Anwendungen zuordnen. Die logische Unterscheidung ist Theorie.<\/p>\n<p>In der Praxis wird keine strikte organisatorische Trennung nach Plan\/Build\/Run vorgenommen. Ausnahmslos f\u00fcr alle teilnehmenden Unternehmen gilt: Die SAP-Mitarbeiter werden \u00fcbergreifend eingesetzt.<\/p>\n<p>Im Mittel \u00fcberwiegen Projektt\u00e4tigkeiten leicht vor Betriebsthemen (40 Prozent Build, 32,5 Prozent Run); maximal 20 Prozent werden f\u00fcr Planungsaufgaben verwendet. Die Aufgaben eines typischen SAP-Mitarbeiters umfassen demnach sowohl die Projektarbeit als auch Betriebsaufgaben.<\/p>\n<h3><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-61982\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Management-1506.jpg\" alt=\"Management 1506\" width=\"1300\" height=\"724\" srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Management-1506.jpg 1300w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Management-1506-1200x668.jpg 1200w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Management-1506-768x428.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Management-1506-100x56.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Management-1506-480x267.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Management-1506-640x356.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Management-1506-720x401.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Management-1506-960x535.jpg 960w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Management-1506-1168x650.jpg 1168w\" sizes=\"auto, (max-width: 1300px) 100vw, 1300px\" \/>IT-Budget: L\u00f6wenanteil f\u00fcr SAP<\/h3>\n<p>Bei 82 Prozent der Unternehmen bewegt sich das IT-Budget zwischen ein und drei Prozent des Umsatzes. Dabei wird der gr\u00f6\u00dfte Teil des IT-Budgets f\u00fcr SAP verwendet. Die H\u00e4lfte der Unternehmen setzt zwischen 30 und 50 Prozent des IT-Budgets f\u00fcr SAP ein.<\/p>\n<p>Bei 15 Prozent sind die SAP-Ausgaben der h\u00f6chste IT-Budgetposten (gr\u00f6\u00dfer 50 Prozent). Der f\u00fcr das SAP Application Management eingesetzte Budgetanteil schwankt sehr stark.<\/p>\n<p>Hier kommen offenbar zum einen konjunkturell unterschiedliche Schwerpunktsetzungen im Projekt- und Betriebsgesch\u00e4ft der einzelnen Unternehmen sowie generell die bipolare Grundausrichtung innerhalb der SAP-Supportorganisationen, f\u00fcr \u201eBuild\u201c und \u201eRun\u201c gleicherma\u00dfen zust\u00e4ndig zu sein, zum Tragen.<\/p>\n<h3>IT-Betriebsstrategie<\/h3>\n<p>Hybride Strategien kennzeichnen den IT-Betrieb. Drei von vier Unternehmen vergeben einzelne Betriebsaufgaben an Dritte. 19 Prozent betreiben ihre IT-Systeme ganz in Eigenregie.<\/p>\n<p>Acht Prozent der Teilnehmer geben den Betrieb komplett nach au\u00dfen.Die Aufgaben, die an Dritte vergeben werden, sind vielf\u00e4ltig. Das Thema SAP hat einen sehr hohen Anteil daran.<\/p>\n<p>Insbesondere das Systemhosting (18 Prozent) wird nach au\u00dfen gegeben. Im Bereich der SAP-Projekte (15 Prozent) und des SAP Application Management (14 Prozent) lassen sich die Unternehmen ebenfalls extern unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Im SAP-Umfeld ist externe Unterst\u00fctzung die Regel (85 Prozent). Nur 15 Prozent der Unternehmen geben an, im SAP-Umfeld ohne externe Unterst\u00fctzung auszukommen.<\/p>\n<h3>Betriebskosten?<\/h3>\n<p>Inwiefern sich die SAP-Betriebskosten durch die Globalisierung des Anwendungsbetriebs ver\u00e4ndern, daf\u00fcr gibt es vonseiten des SAP-Managements der befragten Unternehmen kein klares Votum. Insgesamt rechnet man eher mit steigenden Kosten.<\/p>\n<p>Nur jeder F\u00fcnfte geht von einer Kostensenkung aus. 46 Prozent geben an, die Kosten pro User w\u00fcrden eher steigen, 31 Prozent sehen keine nennenswerte Ver\u00e4nderung. Das SAP-Management ist sich uneins.<\/p>\n<p>Auff\u00e4llig ist, dass nur eine Minderheit (22 Prozent) an eine Senkung der Kosten im globalen SAP-Betrieb glaubt. Die Erfahrungen, M\u00f6glichkeiten und F\u00e4higkeiten zur Kostenoptimierung im Zuge der SAP-Globalisierung scheinen sehr unterschiedlich ausgepr\u00e4gt zu sein.<\/p>\n<p>Neben SAP ERP nutzen fast alle Unternehmen weitere SAP-Komponenten (96 Prozent). Dies erh\u00f6ht insgesamt die Betriebskosten. Einzeln betrachtet sind nur ausgew\u00e4hlte L\u00f6sungen Verursacher eines signifikant h\u00f6heren Betriebsaufwands.<\/p>\n<h3>Fremdleistungen<\/h3>\n<p>Nahezu alle Unternehmen setzen externe Mitarbeiter ein. Die Form des Einsatzes schwankt allerdings bei den Teilnehmern der Studie. Einig waren sich die Teilnehmer in Bezug auf die Unterst\u00fctzungsmodelle.<\/p>\n<p>Die Teilnehmer w\u00fcnschen sich mehr Flexibilit\u00e4t. Die Unterst\u00fctzung sollte auf die gerade vorherrschenden Bedarfe in Projekten und Betrieb flexibel angepasst werden k\u00f6nnen. Die befragten Unternehmen bewerten einen Einsatz externer SAP-Dienstleister generell positiv.<\/p>\n<p>Gerade im Globalisierungsumfeld bietet ein Einsatz von Spezialisten klare Vorteile. Den gr\u00f6\u00dften Vorteil bieten externe Dritte bei der Abdeckung von zu betreuenden Zeitfenstern (96 Prozent).<\/p>\n<p>88 Prozent sehen in zus\u00e4tzlichem Know-how f\u00fcr landesspezifische Fragen und Anforderungen an globale L\u00f6sungsthemen den gro\u00dfen Mehrwert externer Dienstleister. F\u00fcr knapp 70 Prozent bieten Externe dar\u00fcber hinaus einen klaren Zugewinn an Flexibilit\u00e4t.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mittelgro\u00dfe und gro\u00dfe Industrieunternehmen in der DACH-Region setzen auf konsolidierte globale SAP-L\u00f6sungen und eine heimatnahe Steuerung des SAP-Betriebs durch eine zentrale IT. 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