{"id":61964,"date":"2015-06-21T09:54:12","date_gmt":"2015-06-21T07:54:12","guid":{"rendered":"http:\/\/e3mag.com\/?p=61964"},"modified":"2019-08-21T10:03:28","modified_gmt":"2019-08-21T08:03:28","slug":"s-4-hana-und-sap-adaptive-server-enterprise","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/e3mag.com\/de\/s-4-hana-und-sap-adaptive-server-enterprise\/","title":{"rendered":"S\/4 Hana und SAP Adaptive Server Enterprise"},"content":{"rendered":"<p>Unternehmen, die f\u00fcr ihre SAP-Systeme bislang homogene Datenbanken von Anbietern wie Oracle oder IBM nutzen, drohen bei der Einf\u00fchrung von Hana oder SAP Business Suite 4 Hana (S\/4 Hana) doppelte Lizenz- und Wartungskosten f\u00fcr ihre Datenbanken: Einerseits f\u00fcr Hana, andererseits f\u00fcr die der anderen Anbieter.<\/p>\n<p>Dabei ist in der Hana Runtime Edition for Applications and SAP BW (REAB) bereits die Lizenz f\u00fcr ASE enthalten \u2013 eine alternative Datenbank f\u00fcr die verbleibenden Altsysteme wird sozusagen frei Haus mitgeliefert. Diese ist aufgrund ihrer Stabilit\u00e4t insbesondere im Finanzumfeld gesch\u00e4tzt und teils seit Jahrzehnten im Einsatz.<\/p><div class=\"great-fullsize-content-de\" style=\"float: left;\" id=\"great-4056339198\"><div id=\"great-3639324162\" style=\"margin-bottom: 20px;\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=6yfv7eho3Gc\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"Fullsize\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150.jpg\" alt=\"Fullsize\"  srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150.jpg 1200w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-400x50.jpg 400w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-768x96.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-100x13.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-480x60.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-640x80.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-720x90.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-960x120.jpg 960w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-1168x146.jpg 1168w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-18x2.jpg 18w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-600x75.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" width=\"1200\" height=\"150\"  style=\" max-width: 100%; height: auto;\" \/><\/a><\/div><\/div>\n<p>Zudem ist die Roadmap von SAP \u2013 im Gegensatz etwa f\u00fcr MaxDB \u2013 f\u00fcr sie klar und sie verf\u00fcgt \u00fcber eine sehr gute Kompression, was zu einem vergleichsweise geringen Platzbedarf f\u00fchrt. Ein Umstieg liegt somit auf der Hand. Doch bei der Migration auf ASE gilt es, einige Stolperfallen zu beachten.<\/p>\n<h3>Pro und Contra Migration auf ASE<\/h3>\n<p>Wie unsere Erfahrungen aus \u00fcber 100 Migrationen und dem Betrieb von \u00fcber 70 Kundensystemen zeigen, amortisieren sich die Kosten f\u00fcr die Migration auf ASE in der Regel aufgrund der dauerhaft nie\u00addrigeren Lizenz- und Wartungskosten recht schnell.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem legt das Lizenzmodel der SAP dabei keine H\u00fcrden f\u00fcr die Virtualisierung der Datenbank in den Weg. Weitere Vorteile sind der Bezug von Anwendung und Datenbank aus einer Hand sowie deutliche Vorteile beim Platzbedarf etwa gegen\u00fcber MaxDB, die im Gegensatz zu ASE keine Datenkompression unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p>Zudem sind keine aufw\u00e4ndigen Reorganisationen wie bei Oracle notwendig. Die eingebettete Administration erfolgt \u00fcber das g\u00e4ngige DBA Cockpit, mit dem die meisten Administratoren vertraut sind.<\/p>\n<p>Dem stehen meist zwingend erforderliche Investitionen in die IT-Infrastruktur entgegen, da ASE hardwareseitig deutlich mehr CPU-Ressourcen ben\u00f6tigt. Wie die Praxis zeigt, ist hier teilweise eine um mehrere hundert Prozent h\u00f6here Rechenleistung erforderlich.<\/p>\n<p>Hinzu kommt, dass die Datenbank w\u00e4hrend der Vollsicherung ihr Log nicht leeren kann, sodass ein besonderes Augenmerk auf die Gestaltung des Backups zu legen ist.<\/p>\n<p>Insgesamt \u00fcberwiegen bei den meisten Unternehmen jedoch die Vorteile von ASE \u2013 insbesondere im Hinblick auf die dauerhaften Gesamtkosten.<\/p>\n<h3>Konzeption: Erfahrung ist gefragt<\/h3>\n<p>Aufgrund der spezifischen Hardware-Anforderungen gilt es trotz der gut dokumentierten Migrationsanleitungen, bereits in der Fr\u00fchphase der Planung erfahrene Spezialisten hinzuzuziehen und sich strikt an die von SAP ver\u00f6ffentlichten Empfehlungen \u2013 etwa bei der Dimensionierung der Caches \u2013 zu halten.<\/p>\n<p>Ein besonderes Augenmerk sollte dabei auch auf die Gestaltung des Backup-Konzepts gelegt werden. Bei Snapshot-basierten Backups hat dies idealerweise auf dem \u201eprepare database mode\u201c zu basieren.<\/p>\n<p>Er ist dem \u201equiesce mode\u201c vorzuziehen, da Letzterer die Datenbank nur in einen Read-only-Modus versetzt. Um Point-in-time Recovery zu erm\u00f6glichen, ist in der Konzeption darauf zu achten, dass Logs eigenst\u00e4ndig wiederherstellbar sind.<\/p>\n<p>Da die Datenbank w\u00e4hrend einer Vollsicherung ihre Logs nicht leeren kann, ist die Backup-Laufzeit ein kritischer Faktor: Solange die Sicherung l\u00e4uft, werden die \u00c4nderungen in die Logs geschrieben.<\/p>\n<p>Dauert das Backup zu lange, laufen die Logs \u00fcber. Es empfiehlt sich daher, Backups in Zeiten geringer Belastung zu machen sowie den Logbereich ausreichend zu dimensionieren. Zus\u00e4tzlich k\u00f6nnen f\u00fcllgradgesteuerte Log\u00adbackups eingerichtet werden.<\/p>\n<p>Auch sollten die Monitoring-Parameter strikt auf die SAP-spezifischen Anforderungen angepasst sein. Sind diese Voraussetzungen erf\u00fcllt, erm\u00f6glicht ASE sehr schnelle und erfahrungsgem\u00e4\u00df problemlose Backups.<\/p>\n<h3>Knackpunkte bei der Administration<\/h3>\n<p>Mit SAP vertraute Administratoren k\u00f6nnen ASE \u00fcber das gewohnte DBA Cockpit verwalten und \u00fcberwachen. Typisch f\u00fcr die Datenbank sind jedoch sehr h\u00e4ufige \u00c4nderungen in den SAP-Hinweisen bez\u00fcglich der einzelnen Parameter.<\/p>\n<p>Hervorzuheben ist dabei, dass rund 95 Prozent der ASE-Parameter online \u00e4nderbar sind. Dies gilt selbst f\u00fcr den zu verwendenden Arbeitsspeicher (max_memory) und die CPU-Ressourcen (syb_default_pool). Diese Eigenschaft erm\u00f6glicht es \u2013 insbesondere im Zusammenspiel mit Virtualisierung \u2013, die Ressourcen dynamisch an den wachsenden Bedarf anzupassen.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Reduktion der Ressourcen ist, wie auch aus der Virtualisierung bekannt, ein Neustart erforderlich \u2013 dieser kann jedoch meist in ein geplantes Wartungsfenster gelegt werden.<\/p>\n<p>Auch die Frequenz der Patches ist bei ASE vergleichsweise hoch, was einerseits einen gewissen Aufwand beim Einspielen bedeutet, jedoch auch zur Folge hat, dass Bug Fixes meist recht schnell erfolgen und neue Features rasch zur Verf\u00fcgung stehen.<\/p>\n<p>F\u00fcr den Fall, dass die SAP-Systeme beziehungsweise das DBA-Cockpit ausf\u00e4llt, fehlen auch die gewohnten Administrationstools f\u00fcr ASE. Dann l\u00e4sst sich die Datenbank nur noch rein \u00fcber iSQL verwalten.<\/p>\n<p>Dies kann insbesondere kleinere IT-Abteilungen ohne Mitarbeiter mit entsprechenden iSQL-Kompetenzen vor Schwierigkeiten stellen.<\/p>\n<h3>Fazit<\/h3>\n<p>Insgesamt steht Unternehmen mit ASE eine Datenbank zur Verf\u00fcgung, die \u2013 nicht zuletzt aufgrund der g\u00fcnstigen Lizenzsituation in Kombination mit S\/4 Hana \u2013 eine sinnvolle Alternative zum Parallelbetrieb von Hana und Datenbanken von Drittanbietern ist.<\/p>\n<p>Werden ein paar Schritte eingehalten (siehe Kasten), steht erfahrungsgem\u00e4\u00df einer Migration auf ASE nichts entgegen. Dabei ist es unerheblich, ob der Betrieb im Unternehmen selbst oder von einem Dienstleister \u00fcbernommen wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><span style=\"color: #ff6600;\">ASE-Migration: Klassische Vorgehensweise<\/span><\/h3>\n<ul>\n<li>Lizenzberatung und ROI-Berechnung<\/li>\n<li>Architekturberatung: Infrastruktur und Feststellen von Release-Abh\u00e4ngigkeiten<\/li>\n<li>Bei Bedarf: Release Upgrade auf jeweils mindestens SAP Netwea- ver 7.0 (EHP 2), SAP ECC (EHP 5), SAP CRM (EHP 1) und SAP SRM (EHP 1)<\/li>\n<li>Technische Migration<\/li>\n<li>Bei Eigenbetrieb: Schulung der Administratoren \u2013 insbesondere, wenn keine iSQL-Kenntnisse vorhanden sind<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer seine Systeme auf S\/4 Hana migriert, sollte auf unn\u00f6tige Lizenz- und Wartungskosten f\u00fcr Datenbanken von Drittanbietern achten. Abhilfe schafft der Umstieg der verbleibenden Altsysteme auf SAP Adaptive Server Enterprise (Sybase ASE), das f\u00fcr viele Unternehmen eine g\u00fcnstige Alternative ist.<\/p>\n","protected":false},"author":1883,"featured_media":61274,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"pmpro_default_level":"","footnotes":""},"categories":[5,1551],"tags":[130,8844,1390,5153],"coauthors":[35642],"class_list":["post-61964","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-it-management","category-1551","tag-datenbank","tag-maxdb","tag-s4-hana","tag-sap-business-suite","pmpro-has-access"],"acf":[],"featured_image_urls_v2":{"full":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/2015.jpg",1000,387,false],"thumbnail":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/2015-150x150.jpg",150,150,true],"medium":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/2015.jpg",400,155,false],"medium_large":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/2015-768x297.jpg",768,297,true],"large":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/2015.jpg",1000,387,false],"image-100":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/2015-100x39.jpg",100,39,true],"image-480":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/2015-480x186.jpg",480,186,true],"image-640":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/2015-640x248.jpg",640,248,true],"image-720":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/2015-720x279.jpg",720,279,true],"image-960":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/2015-960x372.jpg",960,372,true],"image-1168":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/2015.jpg",1000,387,false],"image-1440":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/2015.jpg",1000,387,false],"image-1920":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/2015.jpg",1000,387,false],"1536x1536":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/2015.jpg",1000,387,false],"2048x2048":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/2015.jpg",1000,387,false],"trp-custom-language-flag":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/2015.jpg",18,7,false],"bricks_large_16x9":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/2015.jpg",1000,387,false],"bricks_large":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/2015.jpg",1000,387,false],"bricks_large_square":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/2015.jpg",1000,387,false],"bricks_medium":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/2015.jpg",600,232,false],"bricks_medium_square":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/2015.jpg",600,232,false],"profile_24":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/2015-24x24.jpg",24,24,true],"profile_48":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/2015-48x48.jpg",48,48,true],"profile_96":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/2015-96x96.jpg",96,96,true],"profile_150":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/2015-150x150.jpg",150,150,true],"profile_300":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/2015-300x300.jpg",300,300,true]},"post_excerpt_stackable_v2":"<p>Wer seine Systeme auf S\/4 Hana migriert, sollte auf unn\u00f6tige Lizenz- und Wartungskosten f\u00fcr Datenbanken von Drittanbietern achten. 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