{"id":6180,"date":"2015-12-03T00:00:00","date_gmt":"2015-12-02T23:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/e3mag.com\/?p=6180"},"modified":"2019-04-01T10:35:40","modified_gmt":"2019-04-01T08:35:40","slug":"das-schweizer-taschenmesser","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/e3mag.com\/de\/das-schweizer-taschenmesser\/","title":{"rendered":"Das Schweizer Taschenmesser"},"content":{"rendered":"<p>Der SolMan wird oft mit dem Anspruch der \u201eSingle Source of Truth\u201c benannt. Die verschiedenen Einsatzszenarien lassen sich zwar zum Teil auch eigenst\u00e4ndig betreiben, sobald jedoch ineinander sinnvoll greifende Prozesse gefragt sind, kommt man hier nicht mehr weiter.<\/p>\n<p>Ein Service Desk kann durchaus standalone betrieben werden, sobald jedoch Themen wie Testmanagement oder ChaRM ins Spiel kommen, macht nur noch eine integrierte Sichtweise Sinn.<\/p><div class=\"great-fullsize-content-de great-entity-placement\" style=\"float: left;\" id=\"great-2647160534\"><div id=\"great-2804088015\" style=\"margin-bottom: 20px;\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=6ZGXMPyM-nU\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"banner_26-04_29_1200x150\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-3.jpg\" alt=\"\"  srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-3.jpg 1200w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-3-400x50.jpg 400w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-3-768x96.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-3-100x13.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-3-480x60.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-3-640x80.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-3-720x90.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-3-960x120.jpg 960w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-3-1168x146.jpg 1168w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-3-18x2.jpg 18w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-3-600x75.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" width=\"1200\" height=\"150\"  style=\" max-width: 100%; height: auto;\" \/><\/a><\/div><\/div>\n<p>Jetzt ist es ja so, dass viele Unternehmen diverse Funktionen des Solution Manager bereits anderweitig abgebildet haben. Am h\u00e4ufigsten ist das Incident Management in anderen H\u00e4nden, auch das Monitoring wird h\u00e4ufig \u00fcber andere Tools wahrgenommen.<\/p>\n<p>Sp\u00e4testens dann, wenn jedoch aus einem Incident ein Change oder aus einem Monitoring Alert ein Incident entstehen soll, sind Schnittstellen gefragt.<\/p>\n<p>Mit Schnittstellen ist der Solution Manager leider nicht ganz so reichlich ausgestattet. Das liegt wohl auch an dem etwas besitzergreifenden Anspruch. Letztendlich funktioniert ehrlicherweise ITIL und ein Tool auch nur dann gut, wenn es ganzheitlich zum Einsatz kommt.<\/p>\n<p>Schnittstellen sind in einem Integrationsszenario immer nur die zweitbeste Wahl und m\u00fcssen reichlich \u00fcberlegt werden. Im Bereich des Incident Management existiert zwar eine sogenannte 3rd-Party-Schnittstelle zu anderen Service Desks, diese ist aber nicht unbedingt selbsterkl\u00e4rend.<\/p>\n<p>Auch die Implementierungsaufw\u00e4nde sind nicht gerade nahezu null, sondern m\u00fcssen wie in jeder Schnittstellenumgebung m\u00fchsam abgestimmt werden. Erst letzte Woche hatte ich wieder die Aufgabe, einen Kunden von der Aufw\u00e4ndigkeit dieser Schnittstelle zu \u00fcberzeugen.<\/p>\n<p>Dummerweise ist diese \u201eoffizielle\u201c Anbindung von au\u00dfen auch die einzige Form der Schnittstelle. Alle anderen Inte\u00adgrationen m\u00fcssen manuell gebaut werden.<\/p>\n<p>In einem typischen Szenario einer IT, die den Solution Manager weitergehend implementieren m\u00f6chte, ist ein Service Desk bereits vorhanden. Die erste Diskussionsgrundlage besteht nun darin, zu entscheiden, ob alle Incidents zentral erfasst werden.<\/p>\n<p>Teilweise besteht der Wunsch, die SAP-Tickets weiterzuleiten an den Solution Manager und dort dann spezifisch zu implementieren. Solche Schnittstellen sind denkbar, allerdings darf der Implementierungsaufwand f\u00fcr die \u00dcbermittlung der Statuswerte eines Tickets nicht vernachl\u00e4ssigt werden.<\/p>\n<p>Im Bereich des Change Request Management implementieren wir meist kundenspezifische Schnittstellen zum Service Desk des Kunden. So kann aus einem Incident eines anderen Werkzeugs direkt ein Change angelegt und bearbeitet werden. Entscheidet man sich f\u00fcr dieses Szenario, ist die n\u00e4chste Schnittstelle nicht weit entfernt: Sobald sich eine IT f\u00fcr Testmanagement entscheidet, m\u00fcssen die Meldungen aus Testf\u00e4llen auch verwaltet werden.<\/p>\n<p>Die klassische, standardisierte Integration sieht hier nat\u00fcrlich den Solution Manager Service Desk vor. Auf diese Weise muss dann nat\u00fcrlich eine L\u00f6sung geschaffen werden, Tickets in einem anderen Service Desk anzulegen. F\u00fcr das Thema L\u00f6sungsdokumentation gibt es gar kein sinnvolles Schnittstellenszenario.<\/p>\n<p>Einzig der Kunde kann entscheiden, ob die Dokumente nicht lokal oder \u00fcber einen Link, z. B. auf einem Sharepoint, abgelegt werden k\u00f6nnen. Hier muss der Kunde sich letztendlich entscheiden, wo er dokumentieren m\u00f6chte.<\/p>\n<p>Je mehr Funktionalit\u00e4ten im Solution Manager genutzt werden sollen, desto mehr greift nat\u00fcrlich der Solution Manager als \u201eDatenkrake\u201c um sich und erwartet auch die sinnvolle Nutzung der entsprechenden Szenarien.<\/p>\n<p>Generell ist eine Schnittstelle, um den Service Desk des Solution Manager anzuschlie\u00dfen. Dies ist ein g\u00e4ngiges Szenario, vor allem vor dem Hintergrund, dass ein Tool f\u00fcr das Incident Management in gr\u00f6\u00dferen IT-Umgebungen nicht einfach mal eben ausgetauscht werden kann.<\/p>\n<p>Die genaue Form der Integration muss jedoch immer individuell konzipiert werden. Alle anderen Themen sollten weitestgehend im Solution Manager verbleiben, da Schnittstellen in der Implementierung sowie im Betrieb beliebig aufw\u00e4ndig werden k\u00f6nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Umgangssprachlich ist der Solution Manager auch als Schweizer Taschenmesser bekannt. Auch wenn sich \u00fcber vieles streiten l\u00e4sst, IT-Verantwortlichen ist l\u00e4ngst klar, dass das Taschenmesser keine Spar\u00adausgabe ist, sondern wirklich dick. 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