{"id":61670,"date":"2015-09-01T12:17:54","date_gmt":"2015-09-01T10:17:54","guid":{"rendered":"http:\/\/e3mag.com\/?p=61670"},"modified":"2019-07-30T12:27:05","modified_gmt":"2019-07-30T10:27:05","slug":"komplexe-sap-umgebungen-effizient-pflegen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/e3mag.com\/de\/komplexe-sap-umgebungen-effizient-pflegen\/","title":{"rendered":"Komplexe SAP-Umgebungen effizient pflegen"},"content":{"rendered":"<p>Die fortschreitende digitale Transformation in der gesamten Wirtschaft sowie im \u00f6ffentlichen Sektor bringt es naturgem\u00e4\u00df mit sich: Auch SAP-ERP-Umgebungen werden immer komplexer.<\/p>\n<p>Zumeist handelt es sich um stark ineinander verwobene Systemlandschaften auf der Basis verschiedenster SAP-Technologien und -Komponenten \u2013 vernetzte Systeme, die \u00fcber eine Vielzahl von Servern verteilt sind.<\/p><div class=\"great-fullsize-content-de\" style=\"float: left;\" id=\"great-955980504\"><div id=\"great-3793838906\" style=\"margin-bottom: 20px;\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=6yfv7eho3Gc\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"Fullsize\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150.jpg\" alt=\"Fullsize\"  srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150.jpg 1200w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-400x50.jpg 400w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-768x96.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-100x13.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-480x60.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-640x80.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-720x90.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-960x120.jpg 960w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-1168x146.jpg 1168w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-18x2.jpg 18w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-600x75.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" width=\"1200\" height=\"150\"  style=\" max-width: 100%; height: auto;\" \/><\/a><\/div><\/div>\n<p>Dazu kommt, dass die einzelnen voneinander abh\u00e4ngigen Services wie etwa SAP-Instanzen, Datenbanken, technische Komponenten und Betriebssystem-Services nicht mehr an eine Serverinstanz gebunden sind \u2013 sie sind sozusagen im Netz mobil.<\/p>\n<p>Ein gutes Beispiel einer solchen SAP-Umgebung ist das Rechenzentrum von Arvato Systems. Im Auftrag seiner Kunden betreibt der IT-Dienstleister auf gut 630 Servern rund 890 SAP-Systeme.<\/p>\n<p>Diese nutzen knapp 600 zus\u00e4tzliche SAP-Komponenten wie Hana, ContentServer, Trex, SolMan, WebDispatcher und viele andere.<\/p>\n<h3>Komplexit\u00e4t Maintenance<\/h3>\n<p>Angesichts dieser Komplexit\u00e4t ist es nicht verwunderlich, dass aufgrund des gesch\u00e4ftskritischen Charakters der SAP-Systeme die Sicherheitsbed\u00fcrfnisse der Unternehmen signifikant gestiegen sind.<\/p>\n<p>Wesentliche Gr\u00fcnde daf\u00fcr sind die Anforderungen an Compliance und Hochverf\u00fcgbarkeit. Ein wichtiges Erfordernis der Hochverf\u00fcgbarkeit ist die Synchronisierung der Gesch\u00e4fts- und Maintenance-Prozesse \u2013 im Falle der Arvato-Systems-Rechenzentren entfallen rund 50 Prozent der Prozesse auf das essenzielle IT-Housekeeping.<\/p>\n<p>Diese m\u00fcssen so geplant werden, dass sie nicht mit den Gesch\u00e4ftsprozessen kollidieren und, ein weiterer Beitrag zur Hochverf\u00fcgbarkeit, mit h\u00f6chster Effizienz ablaufen.<\/p>\n<p>Mit den Bordmitteln der SAP ist diesen Anforderungen kaum beizukommen \u2013 auch der Landscape Virtualization Manager von SAP kann, obwohl oftmals als L\u00f6sung beworben, nicht nachhaltig Abhilfe schaffen.<\/p>\n<p>Mittel der Wahl kann hier nur eine hochleistungsf\u00e4hige Workload-Automation-L\u00f6sung sein. Aus dem Tagesgesch\u00e4ft innerhalb der eigenen Rechenzentren hat Arvato Systems dazu Streamworks entwickelt.<\/p>\n<h3>Pr\u00fcfstein Patch-Prozesse<\/h3>\n<p>Eine besonders anspruchsvolle Herausforderung ist das Patchen der Infrastruktur solcher Multikomponenten-Systeme. Einerseits sind immer h\u00e4ufiger gesch\u00e4ftskritische Patches f\u00fcr Betriebssysteme, Datenbanken, Webserver und Anwendungen einzuspielen \u2013 andererseits sind dazu eben aus Gr\u00fcnden der Hochverf\u00fcgbarkeit nur sehr kleine Patch-Fenster nutzbar.<\/p>\n<p>Besonders komplex sind Patch-Prozesse in zentral verwalteten, multinationalen Umgebungen \u2013 hier m\u00fcssen die Patches zur Sicherstellung der weltweiten Gesch\u00e4ftst\u00e4tigkeit unter Ber\u00fccksichtigung der jeweiligen Zeitzonen geplant werden.<\/p>\n<p>Die Komplexit\u00e4t der Patch-Prozesse beruht auch darauf, dass die Server nicht einfach heruntergefahren und nach dem Patch ebenso einfach wieder neu gestartet werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Sowohl beim Herunterfahren als auch beim Neustart der Server m\u00fcssen die Applikationen unter \u00adBer\u00fccksichtigung vielf\u00e4ltiger Abh\u00e4ngigkeiten kontrolliert gestoppt bzw. gestartet werden. Um keine Zwischenf\u00e4lle zu provozieren, gilt dies auch f\u00fcr Prozesse, die im Rahmen der Batchverarbeitung auf den Servern ab\u00adgearbeitet werden.<\/p>\n<p>Auf Basis von Streamworks und unter Einbeziehung weiterer Tools wie Configuration-Management-Systemen, dem Change- und Incident-Management und etablierten Monitoringverfahren hat Arvato Systems f\u00fcr diese Anforderung eine L\u00f6sung mit der Bezeichnung PrePlanS entwickelt. Die Aufgabe bestand in der Entwicklung eines Standard-Patch-Prozesses mit anpassbaren Auspr\u00e4gungen je Server.<\/p>\n<p>Mit dem Ziel der vollst\u00e4ndigen Automatisierung auch komplexester Patch-Aktionen erm\u00f6glicht diese L\u00f6sung deren detaillierte inhaltliche und zeitliche Planung.<\/p>\n<p>Dabei werden instanz- und server\u00fcbergreifende Abh\u00e4ngigkeiten ber\u00fccksichtigt und das Zusammenspiel von Stopp- und Startvorg\u00e4ngen mit dem Ablauf der einzelnen Patch-Prozesse koordiniert. Die Abh\u00e4ngigkeiten innerhalb des gesamten Patch-Prozesses werden transparent dargestellt.<\/p>\n<p>Ein Beispiel aus der Praxis der Arvato-Systems-Rechenzentren: Eines der oben genannten SAP-Systeme umfasst allein 24 SAP-Komponenten auf insgesamt zehn Servern, die f\u00fcr den Austausch von Dateien wiederum von einem NFS-Linux-Server abh\u00e4ngig sind.<\/p>\n<p>Wenn eine Patch-Aktion stattfindet, werden alle betroffenen Systeme von Streamworks herunter- und sp\u00e4ter wieder hochgefahren. Dazu werden \u00fcber PrePlanS komplexe system- und server\u00fcbergreifende Abh\u00e4ngigkeiten definiert und zur kontrollierten Abarbeitung im Vorfeld in Streamworks eingetragen.<\/p>\n<p>Diese Abh\u00e4ngigkeiten sorgen daf\u00fcr, dass die SAP-Systeme in der richtigen Reihenfolge \u2013 zuerst die Webserver, dann die Applikationsserver und zum Schluss die Datenbanken \u2013 gestoppt werden. Sie sorgen auch f\u00fcr ein Zusammenspiel zwischen den SAP-Systemen und den Servern, sodass die Server erst dann heruntergefahren werden, wenn abh\u00e4ngige SAP-Systeme erfolgreich gestoppt wurden.<\/p>\n<p>Nach dem Einspielen der Patches werden die SAP-Systeme erst dann in der richtigen Reihenfolge wieder gestartet, wenn Server hochgefahren und alle notwendigen Checks durchgef\u00fchrt wurden.<\/p>\n<p>Die Automatisierung der Patch-Aktionen resultiert in einer enormen Zeitersparnis. Konnten in einer Patch-Aktion mit einem Zeitfenster von vier Stunden fr\u00fcher nur wenige Server und Systeme gepatcht werden, so werden heute mehrere Hundert Server in einer Aktion gepatcht.<\/p>\n<p>Dazu ein weiteres Praxisbeispiel aus den Rechenzentren der arvato Systems: Das Einspielen mehrerer Patches auf 353 Linux-Servern, davon 130 SAP-Servern mit \u00fcber 400 SAP-Komponenten, war an einem Tag am Wochenende in nur vier Stunden abgeschlossen. Durch die Planung der Patches in Streamworks wird somit dem IT-Team heute auch keine Nachtarbeit mehr abverlangt.<\/p>\n<h3>Parallele Abarbeitung von Patches<\/h3>\n<p>Die aufeinander abgestimmte, parallele Abarbeitung von Patches f\u00fchrt zu einer optimalen Nutzung der Patch-Fenster, die aus Gr\u00fcnden der Hochverf\u00fcgbarkeit knapp bemessen sein m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Streamworks \u00fcberwacht die Einhaltung der Patch-Fenster \u2013 sollte es Verz\u00f6gerungen geben, werden nicht essenzielle Aufgaben automatisch auf einen sp\u00e4teren Zeitpunkt bzw. eine folgende Patch-Aktion verschoben.<\/p>\n<p>Sollten die Aufgaben jedoch schneller als geplant abgearbeitet sein, k\u00f6nnen weitere Tasks wie etwa ein Patch des SAP-Kernels ausgef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p>Die Systemadministratoren sehen f\u00fcr jeden Server auf einen Blick, in welchem Status sich der Prozess gerade befindet. Eventuell aufgetretene Fehler etwa beim Stoppen einer Datenbank werden so transparent dokumentiert, dass der Name der betreffenden Datenbank sofort ersichtlich ist.<\/p>\n<p>Damit kann zeitnah eingegriffen werden \u2013 entweder manuell oder, auf Basis vorheriger Definition einer m\u00f6glichen Abhilfe, wiederum automatisch. F\u00fcr den Fall, dass ein Patch einmal komplett fehlschl\u00e4gt, kann ein Fallback geplant werden, in dessen Rahmen automatisch ein Backup eingespielt wird \u2013 ein entscheidender Beitrag zur Sicherung der Hochverf\u00fcgbarkeit.<\/p>\n<h3>Trennung von Design und Ausf\u00fchrung<\/h3>\n<p>Eine weitere wichtige Voraussetzung f\u00fcr die Optimierung von Patch-Aktionen ist die Trennung des Designs von der Ausf\u00fchrung der entsprechenden Prozesse. Damit k\u00f6nnen die Patch-Aktionen w\u00e4hrend der Arbeitswoche geplant und etwa am Sonntag ausgef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p>So wird das IT-Team deutlich entlastet und die Personalplanung entspannt sich. Aber auch das Design der Abl\u00e4ufe selbst kann deutlich vereinfacht werden, indem die Stopp- und Startprozesse gleichartiger SAP-Systeme und -Komponenten nur einmal definiert werden m\u00fcssen und modular in andere Prozesse eingebunden werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Damit lassen sich redundante Prozesse vermeiden und das Risiko von Fehlern in der Softwarepflege wird minimiert. Diese Struktur erm\u00f6glicht auch die Flexibilit\u00e4t, die f\u00fcr die schnelle Reaktion auf die weiter zunehmende Komplexit\u00e4t der SAP-Landschaft notwendig ist \u2013 wenn etwa neue SAP-L\u00f6sungen oder -Komponenten hinzukommen oder \u00c4nderungen in Stopp-\/Start-Vorg\u00e4ngen erforderlich sind.<\/p>\n<p>Die beschriebene SAP-Maintenance-Umgebung l\u00e4sst sich praktisch unbegrenzt skalieren und eignet sich damit auch f\u00fcr die in der Regel von einem dynamischen Wachstum gepr\u00e4gten Cloud-Infrastrukturen.<\/p>\n<h3>Compliance und Know-how<\/h3>\n<p>Durch die fortlaufende kontrollierte Aktualisierung und Standardisierung der SAP-Systeme sowie der umfassenden Dokumentation der durchgef\u00fchrten Patch-Aktionen wird zudem die Auditf\u00e4higkeit deutlich gesteigert \u2013 ein wichtiger Beitrag im Rahmen der Sicherung der Compliance.<\/p>\n<p>Nicht zu vernachl\u00e4ssigen ist dar\u00fcber hinaus die Bewahrung des spezifischen Know-hows. Bislang bildete sich angesichts der ebenso komplexen wie umfassenden Prozesse zwangsl\u00e4ufig Silo-Wissen auf Mitarbeiterebene aus \u2013 verlie\u00dfen die betreffenden Mitarbeiter das Unternehmen, bestand die Gefahr, dieses wichtige Wissen zu verlieren.<\/p>\n<p>Mit einer L\u00f6sung wie Streamworks bzw. PrePlanS sind die Abl\u00e4ufe so vereinfacht und gut dokumentiert, dass sie praktisch zum Allgemeinwissen des IT-Teams werden.<\/p>\n<p>So gen\u00fcgt die Eingabe eines Servernamens und das System gibt zum Beispiel sofort einen umfassenden \u00dcberblick \u00fcber die Konfiguration des betreffenden Servers inklusive der Auflistung aller installierten SAP-Komponenten mit transparenter Darstellung der Abh\u00e4ngigkeiten.<\/p>\n<p>Dank des mit Streamworks und PrePlanS erzielbaren sehr hohen Automationsgrades m\u00fcssen sich die Administratoren im Hinblick auf die Maintenance nur noch mit einer in der Regel geringen Zahl individueller L\u00f6sungen besch\u00e4ftigen, die sich aus wirtschaftlichen Gr\u00fcnden nicht sinnvoll automatisieren lassen.<\/p>\n<p>Im Ergebnis werden die IT-Abteilungen in hohem Ma\u00dfe entlastet und k\u00f6nnen die so gewonnenen zeitlichen Freir\u00e4ume anspruchsvolleren Aufgaben wie etwa der weiteren Umsetzung einer Digitalisierungsstrategie widmen \u2013 angesichts des Tempos der digitalen Transformation ein nicht zu untersch\u00e4tzender Wettbewerbsvorteil.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>SAP-Umgebungen werden seit Jahren immer komplexer. 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