{"id":61577,"date":"2015-09-01T11:05:20","date_gmt":"2015-09-01T09:05:20","guid":{"rendered":"http:\/\/e3mag.com\/?p=61577"},"modified":"2019-07-30T11:22:46","modified_gmt":"2019-07-30T09:22:46","slug":"auf-dem-plan-finanzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/e3mag.com\/de\/auf-dem-plan-finanzen\/","title":{"rendered":"Auf dem Plan: Finanzen"},"content":{"rendered":"<p>Angenommen, ein Unternehmen erh\u00e4lt von zwei Kunden gleichzeitig Bestellungen f\u00fcr verschiedene Waren, die auf derselben Maschine gefertigt werden sollen.<\/p>\n<p>Da die Anlage im fraglichen Zeitraum aber nur begrenzte freie Kapazit\u00e4ten hat, muss sich das Management f\u00fcr eine der beiden Bestellungen entscheiden. Nach einem Blick auf den Profit, den das Unternehmen mit den angeforderten Produkten jeweils macht, f\u00e4llt die Entscheidung leicht:<\/p><div class=\"great-fullsize-content-de great-entity-placement\" style=\"float: left;\" id=\"great-17483743\"><div id=\"great-2388752540\" style=\"margin-bottom: 20px;\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=6Ja0zaCg0ss\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"banner_bdc_2026_1200x150\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_bdc_2026_1200x150.jpg\" alt=\"\"  srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_bdc_2026_1200x150.jpg 1200w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_bdc_2026_1200x150-400x50.jpg 400w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_bdc_2026_1200x150-768x96.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_bdc_2026_1200x150-100x13.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_bdc_2026_1200x150-480x60.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_bdc_2026_1200x150-640x80.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_bdc_2026_1200x150-720x90.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_bdc_2026_1200x150-960x120.jpg 960w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_bdc_2026_1200x150-1168x146.jpg 1168w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_bdc_2026_1200x150-18x2.jpg 18w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_bdc_2026_1200x150-600x75.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" width=\"1200\" height=\"150\"  style=\" max-width: 100%; height: auto;\" \/><\/a><\/div><\/div>\n<p>Selbstredend erh\u00e4lt der Kunde, bei dessen Warenbestellung ein Profit von 20 Prozent erzielt werden kann, den Vorzug vor dem, bei dem dieser Wert nur bei etwa f\u00fcnf Prozent liegt.<\/p>\n<p>Das Beispiel verdeutlicht, welche Bedeutung Finanzkennzahlen f\u00fcr eine wirksame Lieferketten-Planung haben k\u00f6nnen. Allerdings reichen die bisherigen Werkzeuge, wie SAP Advanced Planning and Optimization (APO), nicht aus, um auch finanzielle Aspekte wie den Profit in die Supply-Planung zu integrieren.<\/p>\n<p>So kann es leicht passieren, dass der Vertrieb eines Unternehmens auf Produkte setzt, die sich zwar in gro\u00dfen Mengen verkaufen lassen, aber in Beschaffung und Produktion so teuer sind, dass das Unternehmen die erhofften Gewinne nicht erreicht.<\/p>\n<h3>Integriertes Gesamtkonzept<\/h3>\n<p>Um Bedarf, Angebot und Finanzplanung jederzeit flexibel aufeinander abstimmen zu k\u00f6nnen, bedarf es daher eines Gesamtkonzepts, das s\u00e4mtliche f\u00fcr die Lieferketten-Planung relevanten Abteilungen, Mitarbeiter und Prozesse integriert:<\/p>\n<p>von der Beschaffung \u00fcber die Produktion und Distribution bis zum Vertrieb. Als technische Basis daf\u00fcr ist eine Software erforderlich, die die Prozesse durchg\u00e4ngig verzahnt und damit Simulationen ganzheitlicher Fragestellungen erm\u00f6glicht.<\/p>\n<p>SAP IBP S&amp;OP erf\u00fcllt diese Anforderungen. Um eine nahtlose Zusammenarbeit aller Supply-Planungsbeteiligten zu gew\u00e4hrleisten, nutzt die L\u00f6sung SAP Jam, ein Enterprise Social Network aus der Cloud.<\/p>\n<p>Jam bietet den Mitarbeitern eine zentrale Plattform, um unternehmensweit Informationen, Dokumente und Dateien zu bestimmten Themen auszutauschen, Diskussionen zu f\u00fchren und Fragen zu kl\u00e4ren. Ebenso k\u00f6nnen Aufgaben verteilt und vordefinierte Workflows ausgef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p>Jam sorgt f\u00fcr eine automatische Prozesssteuerung und schafft Transparenz, in welchem Stadium sich ein Prozess gerade befindet. Im Zusammenspiel mit IBP S&amp;OP k\u00f6nnen die Anwender die Planungsfortschritte damit kontinuierlich monitoren und rechtzeitig eingreifen, etwa wenn Verz\u00f6gerungen im Workflow oder sonstige St\u00f6rungen drohen.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus dient SAP Jam auch als \u201eWissensdatenbank\u201c, in der bisher aufgetretene Probleme bei der S&amp;OP-Planung mitsamt ihrer L\u00f6sung dokumentiert und von den Anwendern bei Bedarf abgerufen werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die intuitiv bedienbare Benutzeroberfl\u00e4che von S&amp;OP stellt einfach zu nutzende Analysefunktionen bereit.<\/p>\n<h3>Flexible Modellierungsm\u00f6glichkeiten<\/h3>\n<p>Durch die Integration von Finanzkennzahlen erm\u00f6glicht IBP S&amp;OP eine Lieferketten-Planung, die neben logistischen auch \u00f6konomische Gesichtspunkte ber\u00fccksichtigt, zum Beispiel den Profit, der sich mit bestimmten Produkten erzielen l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Er ist der Wert, der sich aus dem erzielten Verkaufspreis abz\u00fcglich der Beschaffungs-, Produktions- und Distributionskosten ergibt. W\u00e4hrend diese Kosten ebenso wie der Forecast relativ einfach berechnet werden k\u00f6nnen, sieht es beim Verkaufspreis anders aus, denn auf ihn wirken sich auch m\u00f6gliche Rabatte oder kurzfristige Nachfrageschwankungen aus.<\/p>\n<p>Durch die flexiblen Modellierungsm\u00f6glichkeiten von S&amp;OP k\u00f6nnen jedoch auch solche Aspekte ber\u00fccksichtigt werden. Marketing-Mitarbeiter, die bestimmte Promotions-Aktionen planen, bringen die entsprechenden Informationen per Workflow in die aktuelle Planung ein. Da Anwender mit IBP auf verschiedenen, beliebig ausw\u00e4hlbaren Ebenen planen k\u00f6nnen, ergeben sich f\u00fcr die praktische Planung neue M\u00f6glichkeiten.<\/p>\n<p>Die S&amp;OP-L\u00f6sung bietet allen Planungsbeteiligten einen virtuellen Raum, um die erforderlichen Rechenoperationen kurzfristig auszuf\u00fchren und die Wechselwirkungen s\u00e4mtlicher Kenngr\u00f6\u00dfen in der Supply Chain zu dokumentieren.<\/p>\n<p>Bei Make-or-Buy-Entscheidungen zum Beispiel l\u00e4sst sich auf diese Weise herausfinden, ob die bestehenden Lieferkontrakte f\u00fcr die ben\u00f6tigten Produkte ausreichen.<\/p>\n<p>Andererseits kann berechnet werden, welche Auswirkungen eine Eigenproduktion auf die Kapazit\u00e4ten in der Fertigung hat. Da IBP S&amp;OP auf der schnellen Datenbank-Technologie SAP Hana basiert, werden die Planungszyklen aufgrund geringerer Laufzeiten verk\u00fcrzt.<\/p>\n<h3>Kosten-Nutzen-Analyse erforderlich<\/h3>\n<p>Auch wenn die Integration der Finanzkennzahlen die Lieferketten-Planung deutlich verbessert, sollten Unternehmen, die IBP S&amp;OP einf\u00fchren m\u00f6chten, eine gezielte Kosten-Nutzen-Analyse vo\u00adranstellen.<\/p>\n<p>So zeigen Projekterfahrungen, dass es keinen Mehrwert bedeutet, jede erdenkliche Finanzkennzahl in die Planung einbinden zu wollen \u2013 zumal dies mit erheblichem Aufwand verbunden ist.<\/p>\n<p>Hingegen empfiehlt es sich, nur das Endergebnis der Berechnung von Produktkosten und -preisen auf Kundenebene darzustellen, nicht etwa das komplette Kalkulationsschema.<\/p>\n<p>Dies gilt umso mehr f\u00fcr Unternehmen in Bereichen wie der Pharmaindustrie, in der die Preisgestaltung nicht so eng an Promotions-Aktionen und Kunden gebunden ist wie etwa in der Konsumg\u00fcterbranche.<\/p>\n<p>Unbedingt sollten Unternehmen auch darauf achten, dass der IBP S&amp;OP-Planungsprozess regelm\u00e4\u00dfig gelebt wird. Das hei\u00dft konkret: Alle Beteiligten m\u00fcssen einmal im Monat auf Basis dieses Systems in die Zukunft blicken, um dort m\u00f6gliche Planungsszenarien durchzuspielen und die richtigen Weichenstellungen f\u00fcr ihr Unternehmen vorzunehmen.<\/p>\n<p>Daf\u00fcr bietet es sich an, einen speziellen S&amp;OP-Manager zu ernennen, der die kompletten Planungsprozesse \u00fcberwacht. Dieser Manager hat unter anderem die Aufgabe, in einem Pre-S&amp;OP-Review gemeinsam mit den Verantwortlichen aus Einkauf, Vertrieb, Distribution, Produktion und Marketing eventuell auftretende Probleme zu analysieren und zu diskutieren, um dem Management geeignete L\u00f6sungsvorschl\u00e4ge unterbreiten zu k\u00f6nnen, welche im S&amp;OP-Meeting mit dem Management besprochen werden.<\/p>\n<p>Der Manager hat au\u00dferdem darauf zu achten, dass die S&amp;OP-Planung in Einklang mit den \u00fcbergeordneten Unternehmenszielen steht.<\/p>\n<h3>IBP: Alles unter einem Dach<\/h3>\n<p>S&amp;OP ist eines von mehreren Modulen, die die IBP-L\u00f6sung von SAP seit 2014 unter einem Dach vereint. Neben dem Supply Chain Control Tower, der einen \u00dcberblick \u00fcber die gesamten Planungsprozesse gibt, steht die Komponente IBP for Inventory zur Verf\u00fcgung, mit der sich der Lagerbestand optimieren und die Effizienz des gebundenen Kapitals im gesamten Liefernetzwerk steigern l\u00e4sst.<\/p>\n<p>IBP for Demand ist eine relativ neue Absatzplanungskomponente, die Unternehmen bei kurz- und langfristigen Absatzprognosen mit Fokus auf dem Umgang mit Nachfragevolatilit\u00e4t unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p>Mit Demand Sensing zur Berechnung des kurzfristigen Bedarfs ist diese Komponente besonders f\u00fcr die Konsumg\u00fcterindustrie interessant. K\u00fcnftig soll mit IBP for Supply &amp; Response eine regelbasierte Supply-Planung unterst\u00fctzt werden.<\/p>\n<h3>Kosten-Nutzen-Abw\u00e4gung<\/h3>\n<p>Auch vor der Einf\u00fchrung dieser IBP-Module sollten Unternehmen eine gezielte Kosten-Nutzen-Abw\u00e4gung vornehmen und genau pr\u00fcfen, ob sich damit tats\u00e4chlich die Ziele erreichen lassen, die sie mit ihren Lieferketten-Planungen verfolgen.<\/p>\n<p>Ein Beratungspartner mit umfassendem Prozess- und IT-Know-how in der Lieferketten-Planung kann helfen, das Potenzial der IBP-Module bestm\u00f6glich zu heben, ohne dass unn\u00f6tiger Aufwand betrieben werden muss.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit SAP Integrated Business Planning for Sales and Operations (SAP IBP S&#038;OP) steht eine neue Hana-basierte Plattform zur unternehmensweiten Planung von Lieferketten zur Verf\u00fcgung. 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