{"id":61542,"date":"2015-09-01T09:30:08","date_gmt":"2015-09-01T07:30:08","guid":{"rendered":"http:\/\/e3mag.com\/?p=61542"},"modified":"2019-07-30T09:34:46","modified_gmt":"2019-07-30T07:34:46","slug":"oracle-database-in-memory-im-sap-einsatz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/e3mag.com\/de\/oracle-database-in-memory-im-sap-einsatz\/","title":{"rendered":"Oracle Database In-memory im SAP-Einsatz"},"content":{"rendered":"<p>Ein genauer Blick zeigt, dass es erhebliche Unterschiede in den In-memory-Konzepten von SAP und Oracle gibt. Das geht schon bei der offiziellen Benennung los:<\/p>\n<p>W\u00e4hrend Hana als \u201eIn-memory Database\u201c bezeichnet wird, spricht Oracle von \u201eDatabase In-memory\u201c. Welche M\u00f6glichkeiten bietet die frisch SAP-zertifizierte \u201eDatabase In-memory\u201c von Oracle f\u00fcr den Einsatz mit SAP?<\/p><div class=\"great-fullsize-content-de great-entity-placement\" style=\"float: left;\" id=\"great-640405316\"><div id=\"great-3381175592\" style=\"margin-bottom: 20px;\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=6Ja0zaCg0ss\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"banner_bdc_2026_1200x150\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_bdc_2026_1200x150.jpg\" alt=\"\"  srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_bdc_2026_1200x150.jpg 1200w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_bdc_2026_1200x150-400x50.jpg 400w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_bdc_2026_1200x150-768x96.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_bdc_2026_1200x150-100x13.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_bdc_2026_1200x150-480x60.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_bdc_2026_1200x150-640x80.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_bdc_2026_1200x150-720x90.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_bdc_2026_1200x150-960x120.jpg 960w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_bdc_2026_1200x150-1168x146.jpg 1168w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_bdc_2026_1200x150-18x2.jpg 18w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_bdc_2026_1200x150-600x75.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" width=\"1200\" height=\"150\"  style=\" max-width: 100%; height: auto;\" \/><\/a><\/div><\/div>\n<p>Grunds\u00e4tzliche Gemeinsamkeit, weil grundlegendes theoretisches Konzept f\u00fcr die Speicherung einer Datenbank im physikalischen Hauptspeicher (RAM), ist die spaltenorientierte Ablage der Daten.<\/p>\n<p>Das erkl\u00e4rt, warum In-memory erst in der j\u00fcngsten Vergangenheit so popul\u00e4r wurde. Bis vor Kurzem wurde wegen der erheblichen Nachteile der Spaltenorientierung im OLTP-Umfeld in fast allen relationalen Datenbanken auf In-memory verzichtet.<\/p>\n<p>Erst der Bedarf, gro\u00dfe Datenmengen schnell auszuwerten, der Preisverfall bei RAM sowie die Verf\u00fcgbarkeit von Multicore-Prozessoren haben dazu gef\u00fchrt, dass dieses Konzept interessant wurde.<\/p>\n<p>Hana l\u00e4dt die komplette Datenbank in den Hauptspeicher, weshalb die L\u00f6sung auch In-memory-Datenbank genannt wird. Dieses Konzept ben\u00f6tigt spezielle Hardware, enorm viel RAM, und bei einem Server-Crash muss viel Zeit f\u00fcr die Wiederherstellung der Datenbank eingeplant werden.<\/p>\n<p>F\u00fcr den Einsatz mit Hana muss eine Datenbank komplett migriert werden. Der Weg zur\u00fcck ist nur mit hohem Aufwand m\u00f6glich. Die Gr\u00f6\u00dfe des notwendigen Hauptspeichers bemisst sich \u00fcbrigens nicht nur anhand des Platzbedarfs der Datenbank. Vielmehr werden f\u00fcr Hana-interne Funktionalit\u00e4ten (Merge-Prozesse, Temp-Bereich) weitere 50 Prozent RAM zus\u00e4tzlich ben\u00f6tigt.<\/p>\n<h3>RAM nicht neu f\u00fcr die Oracle-DB<\/h3>\n<p>Die Oracle-Datenbank war nie nur \u201eDisk-basiert\u201c. Um die Leistung zu optimieren, verwendete sie auch in bisherigen Versionen Speicher-Strukturen wie Buffer-, Row- und Result-Cache.<\/p>\n<p>Mit der Oracle-Datenbank in der Version 12.1.0.2 wurde zus\u00e4tzlich die In-memory Option eingef\u00fchrt. Oracle Database In-memory ist damit, wie Hana, besonders geeignet, gro\u00dfe Datenmengen schneller zu analysieren oder zu aggregieren.<\/p>\n<p>Oracle nennt seine Datenbank nicht In-memory-Datenbank, sondern setzt den Begriff In-memory bewusst an das Ende des Namens. Hiermit soll deutlich gemacht werden, dass Oracle als einziger Datenbankhersteller die bestehende Technologie unver\u00e4ndert beibeh\u00e4lt und um eine In-memory-Komponente erweitert.<\/p>\n<p>Das bisherige Prinzip der zeilenorientierten Pufferung im Hauptspeicher und deren Speicherung auf Disk- oder Flash-Speicher bleibt dabei komplett erhalten. In einem zus\u00e4tzlichen RAM-Bereich wird der In-memory Column Store eingerichtet.<\/p>\n<p>Dort k\u00f6nnen vollst\u00e4ndige Tabellen, einzelne Spalten oder einzelne Partitionen im Spaltenformat abgelegt werden. So vereint Oracle die Vorteile von zeilen- und spaltenorientierten Datenbanken in einem Produkt und schafft \u2013 im Gegensatz zu SAP \u2013 eine \u201ehybride Datenbank\u201c.<\/p>\n<p>Diese eignet sich wie gewohnt und ohne \u00c4nderung f\u00fcr OLTP-Applikationen und bietet trotzdem per Column Store deutliche Performance-Gewinne bei analytischen Abfragen.<\/p>\n<h3>Einfach: Installation und Betrieb<\/h3>\n<p>Um in einer bestehenden Datenbank In-memory einzusetzen, sind lediglich zwei Schritte erforderlich: (1) Durch einen Parameter in der Initialisierungsdatei der Datenbank muss die Gr\u00f6\u00dfe des In-memory Column Store festgelegt werden. (2) Im Anschluss werden die Tabellen ausgew\u00e4hlt, welche im Spaltenformat zur Verf\u00fcgung stehen sollen.<\/p>\n<p>Damit wird deutlich, dass eine \u00c4nderung an bestehenden Anwendungen oder Infrastrukturen, etwa f\u00fcr Backup- und Recovery-Operationen, f\u00fcr den Einsatz von Oracle Database In-memory nicht erforderlich ist.<\/p>\n<p>Alle Optionen einer Oracle-Datenbank bleiben bei diesem Ansatz erhalten, wie Komprimierung, Verschl\u00fcsselung, Real Application Clusters oder Data Guard.<\/p>\n<p>Hier muss mit dem weitverbreiteten Missverst\u00e4ndnis aufger\u00e4umt werden, dass In-memory-Technologie generell \u201eeinfach so\u201c zu Performance-Verbesserungen f\u00fchrt: Das ist weder bei Hana der Fall noch bei Oracle Database In-memory.<\/p>\n<p>In der Oracle-Datenbank hilft der Oracle In-memory Advisor bei der Einrichtung. Er gibt Auskunft \u00fcber Gr\u00f6\u00dfe des notwendigen In-memory Column Store als auch Hinweise auf Tabellen, welche als In-memory-Objekte angelegt werden sollten.<\/p>\n<p>Der Oracle Database Optimizer kann nun den Column Store zus\u00e4tzlich nutzen, um den optimalen Zugriffspfad f\u00fcr die jeweilige analytische Abfrage zu finden.<\/p>\n<p>Die Datenbank kann damit eine Query \u00fcber den traditionellen Buffer Cache (Unique Index, Index Range Scan) oder \u00fcber den In-memory Column Store ausf\u00fchren. OLTP-Transaktionen werden weiterhin im Buffer Cache ausgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Die Datenbank kann individuell auf ihre Lastverteilung eingestellt werden. Das Verh\u00e4ltnis von analytischem und OLTP-Workload l\u00e4sst sich \u00fcber das Verh\u00e4ltnis von Buffer Cache zu In-memory Store abbilden.<\/p>\n<p>Oracle Database In-memory l\u00e4uft auf allen Plattformen, welche Oracle unterst\u00fctzt: UNIX, Linux, Windows. F\u00fcr SAP-Anwender ist die Oracle-Datenbank damit eine attraktive, weil risikolose Alternative zu Hana.<\/p>\n<p>Als optimale Hardware-Plattform empfiehlt Oracle seine Exadata Database Machine. Hier lassen sich alle Vorz\u00fcge der Oracle-Datenbank, auch der In-memory-Option, voll ausreizen. Sie bietet verschiedene Speicher-Ebenen f\u00fcr die Datenbank: In-memory, Flash und Disk.<\/p>\n<p>\u00dcber die Oracle Exadata Database Machine f\u00fcr SAP berichten wir in der n\u00e4chsten Ausgabe ausf\u00fchrlich. Weitere Informationen finden Sie in dem SAP Hinweis 2178980 sowie auf <a href=\"https:\/\/bit.ly\/oracleinfo\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/bit.ly\/oracleinfo<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die In-memory-Option f\u00fcr Oracle Database 12c ist seit 30. Juni 2015 mit SAP-NetWeaver-Applikationen zertifiziert. 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