{"id":61476,"date":"2015-10-04T11:18:41","date_gmt":"2015-10-04T09:18:41","guid":{"rendered":"http:\/\/e3mag.com\/?p=61476"},"modified":"2019-07-29T11:34:28","modified_gmt":"2019-07-29T09:34:28","slug":"papierloser-bueroalltag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/e3mag.com\/de\/papierloser-bueroalltag\/","title":{"rendered":"Papierloser B\u00fcroalltag"},"content":{"rendered":"<p>Geht es im B\u00fcro auch komplett papierlos? In vielen Branchen l\u00e4uft die Kommunikation zwischen Gesch\u00e4ftspartnern heute weitestgehend per E-Mail, aber auch die \u201egelbe Post\u201c und die Fax-Kommunikation sind alles andere als \u201etot\u201c.<\/p>\n<p>PDF-Anlagen zu E-Mails ersetzen zwar vermehrt die Briefpost und das Fax \u2013 aber wie sieht dann die Folgebearbeitung dieser Dokumente aus?<\/p><div class=\"great-fullsize-content-de great-entity-placement\" style=\"float: left;\" id=\"great-2382277331\"><div id=\"great-3078028414\" style=\"margin-bottom: 20px;\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=6ZGXMPyM-nU\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"banner_26-04_29_1200x150\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1.jpg\" alt=\"\"  srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1.jpg 1200w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-400x50.jpg 400w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-768x96.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-100x13.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-480x60.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-640x80.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-720x90.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-960x120.jpg 960w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-1168x146.jpg 1168w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-18x2.jpg 18w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-600x75.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" width=\"1200\" height=\"150\"  style=\" max-width: 100%; height: auto;\" \/><\/a><\/div><\/div>\n<h3>Medienbr\u00fcche vorprogrammiert<\/h3>\n<p>Schon vor 25 Jahren \u2013 zu Beginn meiner pers\u00f6nlichen IT-Zeit mit SAP R\/2 \u2013 wurde dem Papier im B\u00fcro nur noch eine kurze Lebenszeit vorhergesagt. Damals funktionierte IT-Business auch \u2013 ganz ohne E-Mail, ohne Smart\u00adphones und ohne iPads. Also: Totgesagte leben l\u00e4nger.<\/p>\n<p>Aber auch im Jahr 2015 mit den \u201eE-Mail-PDF-Anlagen\u201c im daily Business erlebe ich oft genug bei meinen Kunden, wie ausgehende Dokumente aus ERP-Systemen (meist SAP) zwar digital versendet, aber beim Empf\u00e4nger eben auch wieder ausgedruckt, als E-Mail parallel sortiert und aufbewahrt, dann in Umlauf gebracht und manuell nacherfasst (und oft genug wieder nachgescannt) werden.<\/p>\n<p>\u201eWas f\u00fcr ein Unfug\u201c, mag manch ein Leser denken \u2013 aber eben oft genug Realit\u00e4t in deutschen B\u00fcros \u2013 \u00fcber alle Branchen hinweg!<\/p>\n<p>Ob es sich dabei um Auftragsbest\u00e4tigungen handelt, die man lieber als \u201ePapier\u201c dann Position f\u00fcr Position gegen die SAP-Ausgangsbestellung gegen\u00fcberlegt, um Termin-, Preis- oder Mengenabweichungen zu erkennen; ob es sich um selbst erstellte Ausgangsbestellungen handelt, die man hausintern zur Freigabe noch mit Papierfahnen oder Stempel versieht und sich im Papierumlauf alle Unterschriften einholt, bevor alles an den Lieferanten geht (gescannt oder als \u201egelbe Post\u201c); ob man einen Kundenauftrag ausdruckt und Artikel f\u00fcr Artikel manuell im ERP Sales &amp; Distribu\u00adtion System erfasst und pr\u00fcft; ob man Bewerberanschreiben kopiert, um diese vom HR-Team an das betroffene Fach-Team zu verteilen\u2026 Beispiele daf\u00fcr sind zahlreich.<\/p>\n<p>Warum sind diese B2B-Prozesse noch so \u201eanalog\u201c, die private Kommunikation aber fortgeschritten \u201edigital\u201c? So hat doch der Gesetzgeber bereits an vielen Stellen nachgezogen und schon im Jahr 2011 mit dem Steuervereinfachungsgesetz z. B. die Grundlagen f\u00fcr den elektronischen Rechnungsaustausch geschaffen \u2013 der Wegfall der qualifizierten elektronischen Signatur bei Nachweis eines passenden Verfahrens. Und die digitale Agenda l\u00e4sst ebenfalls hoffen.<\/p>\n<p>Und sind nicht auch die technologischen Voraussetzungen geschaffen worden? Auch an den Verwaltungsarbeitspl\u00e4tzen gibt es oft duale Screens; Dokumente lassen sich auf den Bildschirmen in Originalgr\u00f6\u00dfe darstellen \u2013 die Kosten daf\u00fcr sind moderat.<\/p>\n<p>Selbst das Argument der \u201eteuren Speicher f\u00fcr die Aufbewahrung der speicherintensiven Formate\u201c ist durch den Verfall der Kosten in den letzten Jahren mehr und mehr weggebrochen.<\/p>\n<p>Die Argumente f\u00fcr digitale Prozesse liegen doch auf der Hand: Maximale Transparenz des gesamten Gesch\u00e4ftsvorgangs vom Eingang bis zur Ablage, vom Erstellen bis zum Versand \u2013 f\u00fcr alle Beteiligten jederzeitige Zugriffs- und Auskunftsf\u00e4higkeit.<\/p>\n<p>Kosten werden nachweislich bis zu 80 Prozent reduziert (laut einer Studie der Deutsche Bank Research wurde dies z. B. f\u00fcr den komplett elektronischen Rechnungsaustausch ermittelt). Aktenordner und Kellerr\u00e4ume voller Papierdokumente entfallen. Der Purchase-to-Pay- sowie Order-to-Cash-Prozess wird massiv beschleunigt.<\/p>\n<h3>Typische Transparenzgegner<\/h3>\n<p>Da die Verwaltungsprozesse der Firmen nicht Teil der Wertsch\u00f6pfung sind, werden diese oftmals nur nachgelagert betrachtet. Es dauert wohl einfach, bis hier der \u00ad\u201eChange\u201c einsetzt \u2013 und es ist ja nicht damit getan, einfach eine Software an einem oder mehreren Arbeitspl\u00e4tzen zu installieren.<\/p>\n<p>Oft werden ganze Arbeitsabl\u00e4ufe grunds\u00e4tzlich infrage gestellt und ver\u00e4ndert. Evtl. werden Arbeitspl\u00e4tze komplett wegfallen, der Betriebsrat wird hinzugezogen\u2026<\/p>\n<p>Und dann braucht es auch die innerbetrieblichen Ressourcen. So muss die hausinterne IT Hardware, Software und Infrastruktur pr\u00fcfen, schaffen und sp\u00e4ter betreiben.<\/p>\n<p>Fachteams m\u00fcssen neue Prozesse testen und abnehmen \u2013 und dies neben dem Tagesgesch\u00e4ft dazu. Genau diese innerbetrieblichen Ressourcen stehen oft aber nur knapp zur Verf\u00fcgung. Cloud-Services m\u00f6gen hier entlasten, werfen daf\u00fcr aber andere kritische Fragen auf.<\/p>\n<p>Auch bleibt immer die Frage nach \u201ebin ich compliant\u201c \u2013 ist es auch \u201esicher und zul\u00e4ssig\u201c, wie wir dann digital arbeiten werden? Wer ber\u00e4t hierzu, wer testiert diese neuen Verfahren? Wo liegt die Haftung? Und das geht weit \u00fcber die Frage nach \u201eDatensicherheit\u201c und Angriffe von au\u00dfen (\u201eCIA-\u00c4ngste\u201c) hinaus.<\/p>\n<p>Ein Damoklesschwert\u2026 Sind es die Menschen in den Fachbereichen, denen man das geliebte \u201ePapier\u201c wegnimmt? Wohl kaum \u2013 denn am Abend geht\u2019s doch privat auch digital weiter\u2026 bei Amazon, bei YouTube, bei WhatsApp.<\/p>\n<p>Es sind eher die Menschen, die um ihren Arbeitsplatz f\u00fcrchten! \u201e\u00dcbernimmt die Software dann meine Arbeit, werde ich im digitalen B\u00fcroalltag noch ben\u00f6tigt?\u201c Wie erfolgt eine sinnvolle Mitwirkung und Akzeptanz aller Betroffenen?<\/p>\n<h3>Digitale Reife?<\/h3>\n<p>Unser Gesetzgeber bekundet die \u201edigitale Agenda\u201c \u2013 liefert aber weiterhin eine Vielzahl neuer Gesetze und dazu aber nur bedingt durchdachte Anweisungen zu den Verfahren. Man mag z. B. an die Gelangensbest\u00e4tigung, das Mindestlohngesetz, das ReverseCharge-Verfahren denken\u2026<\/p>\n<p>Und dann die einheitliche \u201eUneinheitlichkeit\u201c. Zwar versuchen Industrie- und Wirtschaftsverb\u00e4nde oder herstellergetriebene Zusammenschl\u00fcsse immer wieder, \u201edigitale Standards\u201c zu schaffen.<\/p>\n<p>Aber gelingt dies? So zwingen einem doch die m\u00e4chtigen Konzerne \u201eihre\u201c Standards auf, individuelle (und damit heterogene) Portale werden geschaffen, um Daten und Dokumente zu erfassen \u2013 jeder kocht sein \u201eS\u00fcppchen\u201c.<\/p>\n<p>Eventuell gelingt die Standardisierung einer Branche einmal (VDA, Swift usw.), selten ganz Deutschland (DIN usw.), wie oft in der EU? Der j\u00fcngste Versuch: ZUGFeRD \u2013 das Forum elektronische Rechnung Deutschland. Hier st\u00f6rt mich schon pers\u00f6nlich das \u201eD\u201c \u2013 f\u00fcr Beh\u00f6rden in Deutschland meinetwegen. Aber f\u00fcr international agierende Unternehmen? Na ja\u2026<\/p>\n<p>Und zuletzt ist auch die Software eben oft noch nicht so verzahnt und haptisch exzellent und intuitiv einsetzbar, wie man sich das w\u00fcnscht! So werden eben doch E-Mails oft in Kundenordnerstrukturen aufbewahrt und parallel ein ERP-System eingesetzt und dazu noch ein Netzwerkverzeichnis.<\/p>\n<p>Wird das komplett papierlose B\u00fcro doch noch Realit\u00e4t? Die Vorteile liegen auf der Hand und die Rahmenbedingungen daf\u00fcr sind geschaffen. Es gibt etliche Softwareanbieter auf dem Markt, die entsprechend ausgereifte L\u00f6sungen dazu anbieten.<\/p>\n<p>Auch die Bundesregierung hat die Zeichen erkannt: Die digitale Agenda l\u00e4sst hoffen:<\/p>\n<p><em>\u201eDie Digitalisierung bietet gro\u00dfe Potenziale und erm\u00f6glicht Synergien. Es ist daher Aufgabe der Politik, den Strukturwandel aktiv zu begleiten und die Rahmenbedingungen f\u00fcr das Leben, Lernen, Arbeiten und Wirtschaften in der digitalen Welt zu setzen und allen die Teilhabe am digitalen Wandel zu erm\u00f6glichen.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Edward Gower-Isaac, VP Business Process Services bei Ricoh Europe, sagt: \u201eDie Digitalisierung ist zweifellos ein Schl\u00fcsselfaktor f\u00fcr die wachsende \u00dcbernahme von E-Invoicing in Europa. Unternehmen erkennen, dass Digitalisierung nicht l\u00e4nger nur ein Unterscheidungsmerkmal ist, sondern eine Voraussetzung f\u00fcr jedes Unternehmen, das auch in der Zukunft weiterbestehen m\u00f6chte.<\/p>\n<p>73 Prozent der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer gaben an, das Erreichen der digitalen Reife f\u00fchre direkt zu einem Umsatzwachstum, und 62 Prozent stimmten der Aussage zu, die digitale Reife mache ihr Unternehmen interessanter f\u00fcr potenzielle Investoren und neue Eigent\u00fcmer.\u201c<\/p>\n<p>Wo ist ihr Gewinn im Unternehmen, wenn nicht nur z. B. Ein- und Ausgangsrechnungen, sondern auch vor- und nachgelagerte Prozesse wie Bedarfsanforderungen, Auftragsbest\u00e4tigungen, Kundenbestellungen, Lieferscheine, Zahlungsavise, Materialzertifikate, Ursprungszeugnisse, Bewerbungsmappen usw. elek\u00adtronisch, digital und vor allem automatisiert bearbeitet werden.<\/p>\n<p>Sie erreichen maximale Transparenz und Effizienz und sparen dadurch t\u00e4glich bares Geld ein. Der ROI ist in der Regel kurz- bis mittelfristig (12 bis 48 Monate) erreicht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fast alle haben sie: st\u00e4ndig verf\u00fcgbare und \u201epapierlose\u201c Kommunikationsm\u00f6glichkeiten, um sich privat auszutauschen \u2013 per WhatsApp, Twitter, Instagram, E-Mail oder \u00fcber den fast schon \u201eold-school\u201c Short-Message-Service. 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