{"id":61450,"date":"2015-11-03T13:27:35","date_gmt":"2015-11-03T12:27:35","guid":{"rendered":"http:\/\/e3mag.com\/?p=61450"},"modified":"2024-01-19T14:54:24","modified_gmt":"2024-01-19T13:54:24","slug":"das-s-4-und-cloud-desaster","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/e3mag.com\/de\/das-s-4-und-cloud-desaster\/","title":{"rendered":"Das S\/4- und Cloud-Desaster"},"content":{"rendered":"<p>Es ist dennoch eine Tatsache \u2013 auch wenn Walldorf nicht darauf reagiert: S\/4 Hana und Cloud Computing sind im deutschsprachigen Teil der SAP-Community weitgehend irrelevant.<\/p>\n<p>Auf die Frage, wie denn nun die DSAG-Mitglieder mit dem Thema S\/4 Hana in ihren Unternehmen umgingen, antworteten \u00fcber die H\u00e4lfte der 357 Befragten mit einem symbolischen \u201eNein\u201c (siehe Tortengrafik).<\/p><div class=\"great-fullsize-content-de\" style=\"float: left;\" id=\"great-2912538849\"><div id=\"great-2645099714\" style=\"margin-bottom: 20px;\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=6yfv7eho3Gc\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"banner_26-04_29_1200x150\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150.jpg\" alt=\"\"  srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150.jpg 1200w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-400x50.jpg 400w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-768x96.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-100x13.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-480x60.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-640x80.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-720x90.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-960x120.jpg 960w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1168x146.jpg 1168w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-18x2.jpg 18w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-600x75.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" width=\"1200\" height=\"150\"  style=\" max-width: 100%; height: auto;\" \/><\/a><\/div><\/div>\n<p>Die Gewichtung und Verortung von S\/4 Hana ist somit \u00fcberwiegend negativ. \u00c4hnlich verh\u00e4lt es sich mit der strategischen Relevanz (siehe Balkengrafik). W\u00e4hrend 70 Prozent der Befragten die klassische SAP Business Suite 7 (S\/7) f\u00fcr hoch strategisch erachten, sagen gleichzeitig 80 Prozent, dass S\/4 Hana in der Cloud nur niedrige Relevanz f\u00fcr ihr Unternehmen hat.<\/p>\n<p>Mit diesen Umfrageergebnissen bekommt SAP eine doppelte Ohrfeige: Einerseits wird Cloud Computing aus Walldorf gnadenlos abgestraft, andererseits traut man S\/4 noch nicht allzu viel zu. Nach der strategischen Relevanz von S\/4 als On-premise-L\u00f6sung antwortete jeweils ein Drittel der 357 Befragten mit hoch, mittel und niedrig.<\/p>\n<p>Absage an die Cloud als strategische ERP-L\u00f6sung ist somit ein Ergebnis der auf dem Jahreskongress 2015 pr\u00e4sentierten DSAG-Umfrage. Eine ganz klare Vorstellung haben die Befragten allerdings von der klassischen Business Suite als strategisches ERP-R\u00fcckgrat im Unternehmen. Die Cloud-L\u00f6sungen fallen dagegen in den unteren einstelligen Bereich.<\/p>\n<p><em>\u201eDSAG-Mitglieder haben gro\u00dfes Know-how im Bereich der Business Suite aufgebaut und vertrauen darauf, damit ihre Prozesse heute und in Zukunft effizient und m\u00f6glichst vollst\u00e4ndig abzubilden. Trotz innovativer Produkte muss die Zukunftssicherheit bei der Business Suite bestehen bleiben\u201c<\/em><\/p>\n<p>lautet die Forderung seitens der DSAG.<\/p>\n<p>Das bedeutet, auch bestehende SAP-Produkte m\u00fcssen Digitalisierungsstrategien der Unternehmen unterst\u00fctzen und sich dahin gehend erweitern lassen bzw. weiterentwickelt werden.<\/p>\n<p>Mit S\/4 Hana hat SAP sich aufgestellt, um L\u00f6sungsans\u00e4tze f\u00fcr die Digitalisierung von Gesch\u00e4ftsprozessen aufzuzeigen. Unter den DSAG-Mitgliedern zeigt sich aktuell noch ein zweigeteiltes Bild:<\/p>\n<p>Etwa 37 Prozent der Befragten fehlt der unternehmerische Mehrwert, etwa 11 Prozent haben sich noch nicht mit S\/4 besch\u00e4ftigt. Dem gegen\u00fcber stehen 6,2 Prozent, die ein Projekt gestartet haben. 4 Prozent der Unternehmen haben Lizenzen erworben.<\/p>\n<p>Rund 37 Prozent sind gerade dabei, sich zu informieren (siehe Tortengrafik). Was DSAG-Mitglieder aktuell ben\u00f6tigen, um einen Einsatz von S\/4 besser abw\u00e4gen zu k\u00f6nnen, sind konkrete Informationen, welche Funktionen die L\u00f6sung abdeckt. F\u00fcr 72 Prozent der Befragten ist dies das wichtigste Entscheidungskriterium.<\/p>\n<p><em>\u201eDer Erfolg eines ERP f\u00fcr Kunden wird sich \u00fcber die Funktionalit\u00e4t entscheiden. Sie ist der Schl\u00fcssel f\u00fcr Digitalisierungsvorhaben\u201c<\/em><\/p>\n<p>erl\u00e4utert der DSAG-Vorstandsvorsitzende Marco Lenck ein wesentliches Ergebnis des Realit\u00e4ts-Checks.<\/p>\n<p><em>\u201eSAP stellt diese Informationen derzeit noch nicht ausreichend zur Verf\u00fcgung.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Weiterhin fehlen, laut DSAG-Umfrage, konkrete Aussagen zum Gesch\u00e4ftsnutzen, zum Lizenzmodell und Informationen zu den Voraussetzungen, wie Unternehmen auf S\/4 Hana migrieren k\u00f6nnen. Aus diesen Gr\u00fcnden ist eine gewisse Zur\u00fcckhaltung und Skepsis unter den Mitgliedern zu sp\u00fcren.<\/p>\n<p>In der Schweiz ergibt sich ein differenzierteres Bild: S\/4 Hana wird ein zunehmend wichtigeres Thema. Die Zahl der Unternehmen, die sich bereits intensiv mit S\/4 auseinandersetzen, ist mittlerweile deutlich h\u00f6her als die Zahl derer, die bislang noch keinen Mehrwert f\u00fcr sich erkennen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Ebenso wird die strategische Relevanz von SAP-L\u00f6sungen wie Hana On-Premise, On-Demand oder auch HEC (Hana Enterprise Cloud) von den Schweizer Unternehmen deutlich h\u00f6her eingesch\u00e4tzt als in der gesamten DSAG-Mitgliederbasis.<\/p>\n<p>Dazu Christian Zumbach, DSAG-Vorstand f\u00fcr die Schweiz:<\/p>\n<p><em>\u201eDas best\u00e4tigt einen Trend, der sich bereits \u00fcber die letzten Jahre abgezeichnet hat, dass in der Schweiz IT-Innovationen schneller akzeptiert und angenommen werden als in Deutschland oder \u00d6sterreich.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Unter den \u00f6sterreichischen DSAG-Mitgliedern genie\u00dft Hana nach Einsch\u00e4tzung von Wolfgang Honold im Vergleich zur DACH-Region aktuell ebenfalls einen h\u00f6heren Stellenwert.<\/p>\n<p><em>\u201eDas kann jedoch nicht dar\u00fcber hinwegt\u00e4uschen, dass bei aller Innovation z. B. die Weiterentwicklung der SAP-L\u00f6sung f\u00fcr das Personalwesen innerhalb von SAP ERP bzw. S\/4 f\u00fcr die \u00f6sterreichischen Unternehmen von essenzieller Bedeutung ist\u201c<\/em><\/p>\n<p>so der DSAG-Vorstand f\u00fcr \u00d6sterreich.<\/p>\n<p>Eine Abl\u00f6sung von SAP Human Capital Management durch SuccessFactors w\u00e4re nur dann vorstellbar, wenn die reibungslose Integration gew\u00e4hrleistet und die landesspezifischen Anforderungen in der Lohnabrechnung umgesetzt sind.<\/p>\n<p>Die digitale Transformation h\u00e4lt bei den Mitgliedsunternehmen der Deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe Einzug: 15 Prozent der Befragten sind dabei, Projekte zur Digitalisierung von Gesch\u00e4ftsprozessen aktiv umzusetzen.<\/p>\n<p>Fast jedes dritte Unternehmen evaluiert Themen wie Internet of Things (IoT) und Industrie 4.0. Die andere H\u00e4lfte der Umfrageteilnehmer ist noch zur\u00fcckhaltend und sieht derzeit noch keinen Bedarf.<\/p>\n<p>DSAG-Vorstandsvorsitzender Marco Lenck rechnet in den kommenden Monaten mit einem weiteren Schub zu diesem Thema:<\/p>\n<p><em>\u201eIn vielen Branchen kann es wettbewerbs\u00adentscheidend sein, Gesch\u00e4ftsmodelle an den Markt anzupassen. Daher gilt es, Gesch\u00e4ftsprozessanforderungen schnell, flexibel und m\u00f6glichst einfach umzusetzen.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Die M\u00f6glichkeiten kann und sollte SAP liefern, sowohl mit neuen als auch mit bestehenden L\u00f6sungen. Die Umfrage wurde im Sommer 2015 durchgef\u00fchrt. Befragt wurden IT-Leiterinnen und IT-Leiter sowie Unternehmensvertreter aus DSAG-Mitgliedsunternehmen.<\/p>\n<p>Insgesamt haben 357 Anwenderunternehmen aus Deutschland, \u00d6sterreich und der Schweiz aus s\u00e4mtlichen Branchen und Unternehmensgr\u00f6\u00dfen teilgenommen. Pro Mitgliedsunternehmen wurde eine Person befragt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>DSAG-Vorstandsvorsitzender Marco Lenck verpackte die bittere Wahrheit sorgf\u00e4ltig, sodass diese vielleicht von SAP-Technikvorstand Bernd Leukert nicht wahrgenommen wurde \u2013 denn eine Reaktion darauf gab es 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