{"id":61377,"date":"2015-11-03T09:32:37","date_gmt":"2015-11-03T08:32:37","guid":{"rendered":"http:\/\/e3mag.com\/?p=61377"},"modified":"2019-07-24T09:45:32","modified_gmt":"2019-07-24T07:45:32","slug":"agilitaet-und-transparenz-statt-komplexitaet-und-risiken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/e3mag.com\/de\/agilitaet-und-transparenz-statt-komplexitaet-und-risiken\/","title":{"rendered":"Agilit\u00e4t und Transparenz statt Komplexit\u00e4t und Risiken"},"content":{"rendered":"<p>Um die Digitalisierung der Wirtschaft zu f\u00f6rdern, hat die Bundesregierung das Projekt \u201eIndustrie 4.0\u201c ins Leben gerufen. Ziel ist es, die Prozesse zu optimieren und die Produktionsschritte von menschlichen Eingriffen loszul\u00f6sen und damit flexibler zu gestalten.<\/p>\n<p>Gleichzeitig befinden sich die Unternehmen mitten in der VUCA-Welt (engl. Volatility, Uncertainty, Complexity, Ambiguity: Schwankungsbreite, Unsicherheit, Komplexit\u00e4t, Mehrdeutigkeit).<\/p><div class=\"great-fullsize-content-de great-entity-placement\" style=\"float: left;\" id=\"great-3148345394\"><div id=\"great-2137935194\" style=\"margin-bottom: 20px;\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=6ZGXMPyM-nU\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"banner_26-04_29_1200x150\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1.jpg\" alt=\"\"  srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1.jpg 1200w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-400x50.jpg 400w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-768x96.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-100x13.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-480x60.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-640x80.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-720x90.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-960x120.jpg 960w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-1168x146.jpg 1168w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-18x2.jpg 18w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-600x75.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" width=\"1200\" height=\"150\"  style=\" max-width: 100%; height: auto;\" \/><\/a><\/div><\/div>\n<p>Dies bedeutet, dass die Bedarfsseite zunehmend von Volatilit\u00e4t und Unsicherheit, die globalen Wertsch\u00f6pfungsketten von Komplexit\u00e4t und Unklarheit gepr\u00e4gt sind. Dar\u00fcber hinaus fragen die Kunden verst\u00e4rkt nach individuellen und innovativen Produkten.<\/p>\n<p>Alle diese Faktoren zusammen \u00fcben einen steigenden Konkurrenzdruck auf die Unternehmen aus. Um im Wettbewerb bestehen zu k\u00f6nnen, m\u00fcssen sie ihre Abl\u00e4ufe effizienter und effektiver gestalten und zugleich agiler werden. Eine Schl\u00fcsselrolle kommt dabei den IT-L\u00f6sungen zu.<\/p>\n<h3>Einkauf als Knotenpunkt<\/h3>\n<p>Speziell der Einkauf steht vor der Herausforderung, sich als Knotenpunkt mit anderen Unternehmen zu vernetzen. Seine Aufgaben erweitern sich um die Koordination und Kontrolle der Lieferkette, um damit die Innovationen f\u00fcr die Kunden voranzutreiben.<\/p>\n<p>Dadurch verlagert sich sein Fokus noch st\u00e4rker auf strategische Aufgaben. Damit die daf\u00fcr notwendigen Kapazit\u00e4ten vorhanden sind, m\u00fcssen die operativen Beschaffungsprozesse m\u00f6glichst automatisch ablaufen und kein Eingreifen der Eink\u00e4ufer mehr erfordern.<\/p>\n<p>Zugleich muss die Komplexit\u00e4t beherrschbar werden, die durch die zunehmende Vernetzung mit weltweiten Lieferanten entsteht. Dies stellt hohe Anforderungen an die Beschaffungsl\u00f6sungen.<\/p>\n<p>Dem strategischen Einkauf m\u00fcssen diese Systeme die M\u00f6glichkeit bieten, sich digital mit den Lieferanten zu vernetzen \u2013 egal ob es sich dabei um bereits vorhandene oder potenzielle Zulieferer handelt.<\/p>\n<p>So m\u00fcssen die Eink\u00e4ufer in die Lage versetzt werden, schnell neue Lieferanten zu identifizieren und zu ihnen eine komplett IT-basierte Gesch\u00e4ftsbeziehung aufzubauen.<\/p>\n<p>Zudem sollte das Einkaufssystem in der Lage sein, Transparenz \u00fcber die Lieferantenbasis eines Unternehmens zu bieten, damit deren Leistung laufend kontrollierbar ist.<\/p>\n<p>Ein elektronisches Lieferantenmanagement ist erforderlich, um die Zulieferer umfassend zu bewerten, gezielt weiterzuentwickeln und um Innovationen zu f\u00f6rdern.<\/p>\n<p>Im Bereich des operativen Einkaufs hingegen muss mit den IT-L\u00f6sungen eine m\u00f6glichst hohe \u201eNo-touch\u201c-Rate erzielbar sein. Den Nutzern sollte ein einfach zu bedienendes Programm zur Verf\u00fcgung stehen, damit sie die Bestellprozesse komplett selbst abwickeln k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Im Bereich des Einkaufs von Direkt- oder MRO-Materialien kann heute bereits ein umfassend digitalisierter Purchase-to-Pay-Prozess genutzt werden. Lagerbest\u00e4nde werden von Systemen in Echtzeit kontrolliert und Bedarfe automatisch in externe Bestellungen umgewandelt.<\/p>\n<p>Zudem ersetzen 3D-Drucker zunehmend externe Beschaffungsvorg\u00e4nge, da sie die interne Produktion von ben\u00f6tigten Klein- oder Ersatzteilen erm\u00f6glichen. Der indirekte Einkauf hingegen hat noch gro\u00dfes Optimierungspotenzial, vor allem im Bereich von Services, wo es eine wachsende Zahl an Dienstleistern und Zeitarbeitskr\u00e4ften zu steuern gilt.<\/p>\n<h3>Cloud als Chance<\/h3>\n<p>Seit einigen Jahren ist ein wachsender Trend weg von kundeneigenen On-Premise-Systemen hin zu Cloud-L\u00f6sungen zu beobachten. Zu den Spitzenreitern im Einkauf z\u00e4hlt Ariba.<\/p>\n<p>Mit einem Transaktionsvolumen von \u00fcber 750 Milliarden Euro j\u00e4hrlich werden \u00fcber das weltweite H\u00e4ndler-Netzwerk von SAP mehr Gesch\u00e4fte abgewickelt als \u00fcber eBay, Amazon und Alibaba zusammen.<\/p>\n<p>International gibt es bereits 1,7 Millionen an Ariba angebundene Unternehmen, und gerade in Europa setzt SAP in den kommenden Jahren auf eine stark wachsende Lieferantenbasis.<\/p>\n<p>Die cloudbasierten Ariba-L\u00f6sungen k\u00f6nnen die Eink\u00e4ufer in vielerlei Hinsicht entlasten. So ist es bei der Suche und dem On-Boarding neuer Lieferanten m\u00f6glich, mit wenigen Klicks eine Ausschreibung f\u00fcr s\u00e4mtliche Lieferanten zu ver\u00f6ffentlichen, die im Ariba-Netzwerk registriert sind.<\/p>\n<p>Stammdaten werden nicht mehr aufw\u00e4ndig von den Unternehmen in den eigenen Systemen, sondern von den Lieferanten zentral in Ariba gepflegt, von wo aus die Daten automatisch verteilt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>\u00dcber Cloud-Netzwerke k\u00f6nnen Eink\u00e4ufer schnell neue Lieferanten finden und Vergleichsangebote zu bestehenden Vereinbarungen einholen. Verk\u00e4ufer wiederum werden in die Lage versetzt, Ausschreibungen zu sichten und neue Gesch\u00e4ftschancen zu nutzen. Beide Seiten k\u00f6nnen schnell auf ver\u00e4nderte Bedarfs- und Angebotssituationen reagieren.<\/p>\n<p>Ein weiterer Vorteil ist die hohe Innovationsgeschwindigkeit von Cloud-L\u00f6sungen, die st\u00e4ndig weiterentwickelt werden, um den Anforderungen der Digitalisierung in der VUCA-Welt gerecht zu werden.<\/p>\n<p>Ein Beispiel daf\u00fcr ist die Integration von Ariba mit Fieldglass, einer Cloud-L\u00f6sung speziell f\u00fcr die Anforderungen der Personal- und Dienstleistungsbeschaffung.<\/p>\n<h3>Komplexit\u00e4t senken<\/h3>\n<p>Viele Unternehmen haben ihre On-Premise-ERP- und -Einkaufssysteme, wie SAP SRM, in aufw\u00e4ndigen Implementierungsprojekten an die individuellen Anforderungen angepasst.<\/p>\n<p>Eine On-Premise-L\u00f6sung ist zun\u00e4chst ein geschlossenes System, das durch Schnittstellen mit externen Lieferanten verbunden werden kann. Manche Schnittstellen m\u00fcssen f\u00fcr den Datenaustausch partnerspezifisch programmiert werden.<\/p>\n<p>Doch ist gerade die \u201eConnectivity\u201c, also der einfache Informationsaustausch entlang der Lieferkette, einer der Erfolgsfaktoren f\u00fcr Industrie-4.0-Konzepte. Hier k\u00f6nnen Cloud-L\u00f6sungen wie Ariba ihre St\u00e4rken ausspielen und die Komplexit\u00e4t reduzieren.<\/p>\n<p>Anstelle vieler verschiedener Schnittstellen zu den Partnern ist nur eine Schnittstelle \u2013 die in die Cloud \u2013 erforderlich. Ariba bietet f\u00fcr nahezu alle Systeme Standardschnittstellen an und wandelt die Daten in das erforderliche Format um.<\/p>\n<p>L\u00e4nderspezifische Datenvalidierungen werden automatisch durchgef\u00fchrt. Dar\u00fcber hinaus wird durch die automatische End-to-End-Prozessierung aller Einkaufsbelege eine hohe \u201eNo-touch\u201c-Rate erzielt.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich steigt die Transparenz, da der Status eines Belegs sekundenschnell aktualisierbar und jederzeit nachvollziehbar ist. Unternehmen erhalten einen zeitnahen \u00dcberblick \u00fcber Bestellungen, Rechnungen und Lieferantenleistungen.<\/p>\n<h3>Empfehlenswerte Hybrid Clouds<\/h3>\n<p>Um bestehende Investitionen in On-Premise-L\u00f6sungen auszusch\u00f6pfen und zugleich die Vorteile von Cloud-Software zu nutzen, kommen Hybrid-L\u00f6sungen in Betracht.<\/p>\n<p>So empfiehlt es sich, indirekte oder B- und C-Materialien benutzerfreundlich \u00fcber eine Web-Oberfl\u00e4che, wichtige Direktmaterialien hingegen zun\u00e4chst weiterhin \u00fcber das ERP zu bestellen.<\/p>\n<p>Bestellungen k\u00f6nnen aus dem ERP-System ins Ariba-Netzwerk gespielt und dort angebundene Lieferanten genutzt werden, um die Zuliefererbasis zu erweitern. Durch eine solche Diversifizierung k\u00f6nnen Unternehmen das Lieferrisiko reduzieren, g\u00fcnstigere Preise erzielen und die Lieferqualit\u00e4t steigern.<\/p>\n<p>Die Anbindung an die Cloud ist innerhalb weniger Wochen zu realisieren. Sie sollte von einem IT-Beratungsunternehmen unterst\u00fctzt und begleitet werden, das SAP-, Cloud- und Einkaufsprozess-Wissen vereint.<\/p>\n<p>Zahlreiche Praxisbeispiele belegen: Durch Nutzung der cloudbasierten Ariba-L\u00f6sungen k\u00f6nnen Einkaufsorganisationen viele Vorteile erzielen, wie eine erh\u00f6hte \u201eNo-touch\u201c-Rate sowie verbesserte Transparenz \u00fcber Einkaufsprozesse und Ausgaben.<\/p>\n<p>Die vereinfachte Abwicklung operativer T\u00e4tigkeiten schenkt Eink\u00e4ufern mehr Zeit, um den Herausforderungen von Industrie 4.0 zu begegnen und den Fokus auf strategische, wertsch\u00f6pfende T\u00e4tigkeiten zu richten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Digitalisierung der Industrie ist kein kurzfristiger Trend, sondern ver\u00e4ndert ma\u00dfgeblich die Strategien und Prozesse jedes Unternehmens. Dies gilt auch f\u00fcr den SAP-basierten Einkauf. 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