{"id":61305,"date":"2015-12-04T15:11:55","date_gmt":"2015-12-04T14:11:55","guid":{"rendered":"http:\/\/e3mag.com\/?p=61305"},"modified":"2024-01-19T14:54:15","modified_gmt":"2024-01-19T13:54:15","slug":"sap-dateneingabe-im-finanzbereich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/e3mag.com\/de\/sap-dateneingabe-im-finanzbereich\/","title":{"rendered":"SAP-Dateneingabe im Finanzbereich"},"content":{"rendered":"<p>Im Interview beschreibt Ralph Wei\u00df, Sales Director DACH bei Winshuttle Deutschland, den Status quo im Umgang mit Datenqualit\u00e4t und gibt einen Ausblick in die Zukunft.<\/p>\n<h3>E-3: Was sehen Sie als eine immer \u00adwiederkehrende Herausforderung von SAP-Nutzern?<\/h3>\n<p><strong>Ralph Wei\u00df:<\/strong> Das sind eindeutig die vielf\u00e4ltigen Probleme mit der Datenqualit\u00e4t \u2013 sie sind in Unternehmen jeder Gr\u00f6\u00dfenordnung und Branche allgegenw\u00e4rtig. Unternehmen streben in ihren Systemen h\u00f6chste Datenqualit\u00e4t an, um Prozesse reibungslos umsetzen zu k\u00f6nnen.<\/p><div class=\"great-fullsize-content-de\" style=\"float: left;\" id=\"great-523925722\"><div id=\"great-88688449\" style=\"margin-bottom: 20px;\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=6yfv7eho3Gc\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"banner_26-04_29_1200x150\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150.jpg\" alt=\"\"  srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150.jpg 1200w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-400x50.jpg 400w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-768x96.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-100x13.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-480x60.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-640x80.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-720x90.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-960x120.jpg 960w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1168x146.jpg 1168w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-18x2.jpg 18w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-600x75.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" width=\"1200\" height=\"150\"  style=\" max-width: 100%; height: auto;\" \/><\/a><\/div><\/div>\n<p>Es ist aber \u00e4u\u00dferst schwierig, dieses Ziel zu erreichen, wenn man nicht \u00fcbergreifend agiert und die in den meisten Unternehmen vorherrschende Microsoft-Office-Umgebung eng mit der SAP-Umgebung verzahnt.<\/p>\n<p>Wir haben beobachtet, dass Data-Gover\u00adnance und Process-Governance am besten sichergestellt werden, wenn ein systematischer Ansatz verfolgt wird. Dies bedeutet mehr dokumentierte Verfahren und Technologien \u00fcber Systemgrenzen hinaus.<\/p>\n<h3>E-3: Aber kann Technologie die Datenqualit\u00e4t nachhaltig steigern?<\/h3>\n<p><strong>Wei\u00df:<\/strong> Sehen wir uns dazu mal exemplarisch den Finanzbereich an. Die meisten Fachexperten im Buchhaltungsbereich sowie Wirtschaftspr\u00fcfer d\u00fcrften zustimmen, dass Technologie ein besserer Ansatz ist, als sich ausschlie\u00dflich auf Richtlinien und Verfahren zu st\u00fctzen \u2013 diese erfolgen h\u00e4ufig manuell und k\u00f6nnen auch umgangen werden.<\/p>\n<p>Je nach Art der Implementierung gew\u00e4hrleisten geeignete Technologien die Konsistenz und Einhaltung von Vorgaben. Dies kann die Kosten der Optimierung von Prozessen reduzieren, weil sie konsequent \u00fcberpr\u00fcft und die Sicherheit der Prozesse damit gesteigert wird.<\/p>\n<h3>E-3: Das klingt etwas nebul\u00f6s \u2013 k\u00f6nnen Sie ein Beispiel geben?<\/h3>\n<p><strong>Wei\u00df:<\/strong> F\u00fcr den Prozess der manuellen Buchung in SAP besteht nat\u00fcrlich die Erwartung, dass die Qualit\u00e4t und Konsistenz der Eingaben h\u00f6chsten Anforderungen entsprechen, schlie\u00dflich liefert das Finanzsystem die Basis f\u00fcr das Berichtswesen jedes Unternehmens.<\/p>\n<p>Ohne einen zuverl\u00e4ssig verwalteten Prozess sind die Kosten f\u00fcr die Ausf\u00fchrung und Pr\u00fcfung von manuellen Buchungen aber unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig hoch.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem besteht die Gefahr fehlerhafter Daten, die ohne die Implementierung technologischer L\u00f6sungen nur schwierig zu vermeiden oder zu reduzieren sind.<\/p>\n<h3>E-3: Dann sollten Unternehmen m\u00f6glichst rasch alle Buchungen automatisieren?<\/h3>\n<p><strong>Wei\u00df:<\/strong> Viele Organisationen sehen den Prozess der manuellen Buchungen als umst\u00e4ndlich, risikoanf\u00e4llig und dennoch unverzichtbar an. Wenn jedoch die Prozesse etwa durch fehlende Integrationen nicht vollst\u00e4ndig automatisiert sind, die Ergebnisse der Gesch\u00e4ftst\u00e4tigkeiten nicht eindeutig sind oder durch manuelle Fehl\u00adeingaben absichtlich oder unabsichtlich beeinflusst werden, m\u00fcssen Korrekturen wieder \u201evon Hand\u201c vorgenommen werden.<\/p>\n<p>Das f\u00fchrt zu Verz\u00f6gerungen und gegebenenfalls auch weiteren Fehlerquellen. In unseren Gespr\u00e4chen mit Controllern und Buchhaltern haben diese immer wieder ausgeschlossen, auf manuelle Buchungen verzichten zu k\u00f6nnen. Sie sehen aber auch, dass der Umfang solcher Prozesse reduziert werden kann.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend niemand die Prinzipien der Genauigkeit der Buchhaltung infrage stellt, sollten geringf\u00fcgige Rundungsfehler und Abweichungen nur korrigiert werden, wenn sie einen erheblichen Einfluss auf die Pr\u00e4zision der Buchhaltung oder des Reportings haben.<\/p>\n<h3>E-3: Wie wirkt sich diese Herausforderung auf SAP und die IT im Allgemeinen aus?<\/h3>\n<p><strong>Wei\u00df:<\/strong> Oft h\u00f6ren wir, dass das System erzwingt, dass jede Bilanz auf den Cent genau erfolgt und jede Zuweisung korrekt ist. Viele der heute verwendeten Verfahren f\u00fcr die \u00dcbernahme von Daten in SAP-gem\u00e4\u00dfe Journale sind nicht interaktiv, sie bieten kein praxisgerechtes Feedback und arbeiten nicht direkt mit Daten aus Microsoft Excel.<\/p>\n<p>Dies f\u00fchrt dazu, dass Fachabteilungen auf die IT angewiesen sind, um Daten aus Excel nach SAP zu \u00fcbertragen. Treten bei der Verarbeitung Fehler auf, m\u00fcssen diese in der Regel nach aufw\u00e4ndiger Suche wieder vom Fachbereich korrigiert werden, um ein erneutes Einspielen durch die IT anzusto\u00dfen. Dieses Pingpong erh\u00f6ht den Zeitdruck bei Monats- oder Quartalsabschl\u00fcssen zus\u00e4tzlich.<\/p>\n<h3>E-3: Aber funktioniert diese Zusammenarbeit im Arbeitsalltag tats\u00e4chlich?<\/h3>\n<p><strong>Wei\u00df:<\/strong> In der Regel nicht reibungslos \u2013 die Gr\u00fcnde liegen in der Auslastung aller Beteiligten und der Komplexit\u00e4t der SAP-Infrastruktur. Aus Finanzabteilungen h\u00f6ren wir oft, dass sie mit einer Vielzahl manueller Provisorien arbeiten m\u00fcssen, bis die IT bestehende L\u00fccken in Bezug auf die vom gesch\u00e4ftlichen Alltag gesetzten Anforderungen schlie\u00dfen kann.<\/p>\n<p>Das verleitet unweigerlich dazu, eigene L\u00f6sungsans\u00e4tze zu schaffen, die sich der Kontrolle der IT entziehen und damit der Schatten-IT zugeordnet werden m\u00fcssen. Der typische Nutzer im Finanzbereich \u201elebt und atmet\u201c Excel f\u00fcr Aufgaben aller Art \u2013 inklusive der Bereitstellung von Daten f\u00fcr die manuelle Verarbeitung von Journalen.<\/p>\n<p>Excel ist schon fast Teil der DNA dieser Nutzer geworden, und die meisten Nutzer im Finanzbereich k\u00f6nnten keinen Arbeitstag ohne die Nutzung irgendeiner Art von Tabellenkalkulation bestreiten.<\/p>\n<h3>E-3: Muss hier nicht in Zukunft ein Umdenken im Management einsetzen, um auch die Governance sicherzustellen?<\/h3>\n<p><strong>Wei\u00df:<\/strong> Das ist tats\u00e4chlich das Gebot der Stunde. Die Nutzer implementieren ihre agilen L\u00f6sungen ja nur, weil sie im Grunde nichts anderes wollen, als ihre Arbeit pr\u00e4zise und effizient erledigen zu k\u00f6nnen. Das sollte im Sinne einer jeden Unternehmensf\u00fchrung sein.<\/p>\n<p>Die gute Nachricht ist, dass sich Agilit\u00e4t und Governance nicht ausschlie\u00dfen m\u00fcssen. Am Ende wird in den meisten Unternehmen ein symbiotisches Miteinander der hierarchischen Organisation f\u00fcr die klassischen IT-Aufgaben und einer agilen Umgebung f\u00fcr die Entwicklung von Lean Applications f\u00fcr die schnelle L\u00f6sung der Nutzeranforderungen stehen.<\/p>\n<h3>E-3: Welche L\u00f6sungsans\u00e4tze gibt es, um in dieser Situation zu unterst\u00fctzen?<\/h3>\n<p><strong>Wei\u00df:<\/strong> Unser Ansatz ist die Automatisierung von manuellen Buchungsprozessen \u2013 durch diese Entlastung unterst\u00fctzen wir die Nutzer im Finanzbereich, sich anspruchsvolleren T\u00e4tigkeiten wie Analysen und Reporting widmen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Wir erm\u00f6glichen den Nutzern, die Daten in ihrer gewohnten Umgebung in Excel vorzubereiten und diese Daten dann automatisiert, sicher und nachvollziehbar an SAP zu \u00fcbergeben.<\/p>\n<p>Unsere Kunden aus den verschiedensten Branchen nutzen unsere Plattform auf vielf\u00e4ltige Weise, um ihre Datenmanagement-Prozesse zu optimieren. Einer dieser Wege ist die Minimierung trivialer Anfragen sowie die Steigerung der Governance und die Einf\u00fchrung \u00fcberpr\u00fcfbarer Freigaben von Datenanforderungen.<\/p>\n<p>Dies wird erreicht \u00fcber einen Template-basierten Ansatz ohne Programmierbedarf f\u00fcr Datenmanagement-Aufgaben wie die manuelle Buchung und die Nutzung von Workflows f\u00fcr das Routing, die Freigabe und Ablehnung sowie die automatisierte \u00dcbergabe manueller Buchungen in Systeme wie SAP.<\/p>\n<h3>E-3: Welche Ergebnisse k\u00f6nnen mit diesem Ansatz erzielt werden?<\/h3>\n<p><strong>Wei\u00df:<\/strong> Einem Kunden erm\u00f6glichte die Implementierung unserer Plattform die Steigerung des KPIs \u201eFirst time right\u201c f\u00fcr manuelle Buchungen von 88 Prozent mit seiner fr\u00fcheren L\u00f6sung auf heute 99 Prozent. Dieser Kunde konnte seine bestehenden Excel-Templates weiter verwenden, aber durch die Integration mit SAP Financials gleichzeitig Governance und Workflow-Freigaben auf eine neue Ebene heben, ohne die zugrunde liegende SAP-Technologie \u00e4ndern zu m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Ein anderer Kunde nutzt Formulare f\u00fcr das Management seines Finanzstammdaten-Prozesses. Das Unternehmen setzt die Winshuttle-Plattform ein, um Anfragen nach \u00c4nderungen von Elementen wie Kunden- und Lieferantendatens\u00e4tzen, Kostenstellen und Profit-Centern, Konten der Hauptbuchhaltung, Budgetwerten und sogar Mitarbeiterdaten zu verwalten.<\/p>\n<h3>E-3: Wie k\u00f6nnte die Buchhaltung der Zukunft in den meisten Unternehmen aussehen?<\/h3>\n<p><strong>Wei\u00df:<\/strong> Ein weitergehender Ansatz ist die Workflow-gest\u00fctzte Journalbuchung. Buchhalter k\u00f6nnen dabei weiterhin in Excel arbeiten, um die Vorteile der Tabellenkalkulation f\u00fcr die Erfassung oder Bearbeitung von Belegdaten auszunutzen.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus k\u00f6nnen die Belege gegen SAP validiert werden, wobei Erfolgs- bzw. Fehlermeldungen zu jeder Buchungszeile in die entsprechende Excel-Zeile geschrieben werden. Nachdem sichergestellt ist, dass die Belege fehlerfrei sind, k\u00f6nnen sie \u2013 je nach Prozess \u2013 direkt in SAP gebucht oder in ein Webformular eingebettet werden, um weitere Freigabeschritte vor der Buchung zu durchlaufen.<\/p>\n<p>Dabei wird typischerweise die Beleggrundlage als Pflichtdokument beigef\u00fcgt und nach abschlie\u00dfender Freigabe automatisch an den Beleg in SAP angeh\u00e4ngt. Das klingt f\u00fcr viele Unternehmen sicher, als w\u00e4re es ein Blick in die Kristallkugel \u2013 tats\u00e4chlich haben aber einige wenige unserer Kunden solche Prozesse bereits eingef\u00fchrt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Daten sind die Grundlage aller Unternehmensvorg\u00e4nge \u2013 aber laut einer Gartner-Studie sind etwa 25 Prozent nicht korrekt. 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