{"id":61304,"date":"2015-12-04T15:00:56","date_gmt":"2015-12-04T14:00:56","guid":{"rendered":"http:\/\/e3mag.com\/?p=61304"},"modified":"2024-01-19T14:54:16","modified_gmt":"2024-01-19T13:54:16","slug":"nicht-fisch-nicht-fleisch-sap-s-4-hana","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/e3mag.com\/de\/nicht-fisch-nicht-fleisch-sap-s-4-hana\/","title":{"rendered":"Nicht Fisch, nicht Fleisch: SAP S\/4 &#038; Hana"},"content":{"rendered":"<p>Hana war eine Datenbank, wurde zur Plattform und ist heute die singul\u00e4re Basis f\u00fcr S\/4, das kommende ERP aus Walldorf.<\/p>\n<p>Diese Metamorphose erfolgte in lediglich drei Jahren und ist somit f\u00fcr die SAP-Bestandskunden nur sehr schwer zu verdauen \u2013 eine Herausforderung nicht nur f\u00fcr die Community, sondern auch f\u00fcr Analysten und f\u00fcr den Anwenderverein DSAG.<\/p><div class=\"great-fullsize-content-de great-entity-placement\" style=\"float: left;\" id=\"great-1829503885\"><div id=\"great-2286203953\" style=\"margin-bottom: 20px;\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=6ZGXMPyM-nU\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"banner_26-04_29_1200x150\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1.jpg\" alt=\"\"  srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1.jpg 1200w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-400x50.jpg 400w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-768x96.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-100x13.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-480x60.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-640x80.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-720x90.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-960x120.jpg 960w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-1168x146.jpg 1168w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-18x2.jpg 18w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-600x75.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" width=\"1200\" height=\"150\"  style=\" max-width: 100%; height: auto;\" \/><\/a><\/div><\/div>\n<p>Frank Niemann, Analyst bei PAC in M\u00fcnchen, kommt unter anderem zu dem Schluss, dass die SAP-Bestandskunden S\/4 als einen Weg zu besseren SAP-Anwendungen betrachten. Das m\u00f6gliche Innovationspotenzial in Richtung neuer Prozesse und Gesch\u00e4ftsmodelle ist ihnen dabei nicht pr\u00e4sent.<\/p>\n<p>Etwa jedes dritte Unternehmen plant, S\/4 in den n\u00e4chsten Jahren einzuf\u00fchren. Fast 40 Prozent davon wagen den Neuanfang und wollen ihre Systeme komplett neu aufsetzen. Zahlreiche Firmen sind noch nicht so weit, \u00fcberlegen aber, ob und wie sie sich dem Thema n\u00e4hern wollen.<\/p>\n<p>Analyst Niemann pr\u00e4zisiert: Was an Aufwand sowie an Kosten f\u00fcr diese S\/4-Projekte auf die Bestandskunden zukommt, k\u00f6nnen die Anwender heute oftmals noch gar nicht beziffern.<\/p>\n<p>Zudem m\u00fcssen die SAP-Kunden das neue Produkt sowie unter Umst\u00e4nden auch neue Hardware anschaffen. Es braucht gute Argumente, um diese Investitionen zu rechtfertigen angesichts bereits bestehender SAP-Landschaften.<\/p>\n<p>Aus der SAP-Szene h\u00f6rt man immer wieder die Fragen nach einer validen Roadmap: Sollte der Umstieg von ERP\/ECC 6.0 und S\/7 (SAP Business Suite 7) auf S\/4 \u00e4hnlich dramatisch verlaufen wie von R\/2 auf R\/3, dann wird sich der Re\u00adleasewechsel \u00fcber die kommenden zehn Jahre und mehr hinweg bewegen.<\/p>\n<h3>S\/4 Roadmap gesucht<\/h3>\n<p>Der ECC-6.0-S\/4-Releasewechsel wird nicht ohne massive Unterst\u00fctzung durch die SAP-Partner-Community und zahlreiche Berater funktionieren. Die Zahl der erfahrenen Hana-Consultants ist aber selbst nach f\u00fcnf Jahren In-memory Computing noch immer sehr gering und f\u00fcr S\/4 gibt es au\u00dfer ein paar abgeschlossenen PoC (Proof of Concepts) und Evaluierungs-Workshops kaum greifbares Wissen.<\/p>\n<p>Selbst die S\/4-Hana-Workshops m\u00fcssen verlost und verschenkt werden, wie T-Systems auf der CeBIT 2015 eindrucksvoll demonstrierte \u2013 positive R\u00fcckmeldung?<\/p>\n<p>Keine. Somit hat sich auch der Anwenderverein DSAG entschlossen, den Jahreskongress im vergangenen Oktober der Suche nach einer S\/4-Hana-Roadmap zu widmen.<\/p>\n<p>Man befragte die Vereinsmitglieder nach ihrer Einsch\u00e4tzung von Hana und S\/4. Das Ergebnis war niederschmetternd, siehe auch E-3 November, Seite 20. Ein Gro\u00dfteil der SAP-Community ist auf der Suche nach Orientierung, Hilfe und Roadmaps.<\/p>\n<p>Die Bildungsarbeit der SAP in Sachen Hana und S\/4 ist ein Desaster. Die letzte Hoffnung ruht auf den Schultern der SAP-Partner und -Berater. Damit war es ein logischer Schritt, dass die Experton Group einen Hana-Dienstleister-Benchmark durchf\u00fchrte, um der Bedeutung, die Hana aktuell erf\u00e4hrt, Rechnung zu tragen.<\/p>\n<p>Die richtige Strategie, die passende Technologieplattform sowie ein klarer Business Case sind gefragt. SAP-Bestandskunden brauchen Unterst\u00fctzung bei der Einf\u00fchrung von Hana.<\/p>\n<h3>BW auf Hana ist o. k.<\/h3>\n<p>Die Analysten der Experton Group haben erhoben, dass es in den vergangenen Jahren nur eine verhaltene Anzahl an Hana-Projekten am Markt gab, schwerpunktm\u00e4\u00dfig im analytischen, weniger im transaktionalen Umfeld.<\/p>\n<p>Die Erfahrungen mit Hana im analytischen Einsatz (z. B. BW on Hana) sind allerdings inzwischen deutlich gewachsen, Referenzprojekte und Erfolge sind vorhanden.<\/p>\n<p>Durch den Fokus auf einzelne Prozesse, wie mit der L\u00f6sung Simple Finance bzw. der 2015 bereitgestellten L\u00f6sung S\/4 Hana, der umbenannten Komplettl\u00f6sung von Simple Finance, steht zu erwarten, dass sich auch im transaktionalen Einsatz ein Wandel abzeichnen wird.<\/p>\n<p>Der Dienstleistermarkt im deutschsprachigen Raum ist nach Meinung der Experton-Analysten gewappnet und bereitet sich f\u00fcr den erhofften \u201eRun auf Hana\u201c mit einem L\u00f6sungsangebot vor. Wer hier welchen Fokus hat und wie ausgereift das Angebot tats\u00e4chlich bereits ist, war Grundlage eines Experton-Benchmarks.<\/p>\n<h3>Hana-Projekte sind komplex<\/h3>\n<p>Die Umstellung auf oder Neueinf\u00fchrung von Hana erfordert ein breites Spektrum an L\u00f6sungen, angefangen bei der Distribution (Lizenzierungsmodelle) und den Technologien (Hardware, Software, Infrastruktur) \u00fcber die Services (Strategien, Analysen, Business-\u00adCase-Betrachtungen) bis hin zur eigentlichen Transformation (Implementierung, Migration, Integration).<\/p>\n<p>Speziell der Bereich Services mit der Entwicklung kundeneigener Hana- Strategien und der Darlegung des individuellen Nutzens f\u00fcr den Kunden auf Basis von belastbaren Business Case stellt viele Dienstleister vor eine Herausforderung.<\/p>\n<p><em>\u201eDie Historie der SAP-Landschaften bei Endanwendern k\u00f6nnte vielf\u00e4ltiger nicht sein, eine standardisierte Ausgangsbasis existiert nicht. Hier ist es f\u00fcr Anbieter wichtig, den Kunden abzuholen und seine individuelle Situation nicht nur zu erkennen, sondern in der Lage zu sein, darauf zu reagieren\u201c<\/em><\/p>\n<p>so Frank Schmeiler, Projektleiter des Benchmarks bei der Experton Group. Der Einsatz von Hana ist mehr als nur ein technisches Upgrade.<\/p>\n<h3>Zuerst Datenbank, dann Plattform<\/h3>\n<p>Die Analysten von PAC haben hierzu erhoben, dass der Ausgangspunkt f\u00fcr Einf\u00fchrungsprojekte von S\/4 oftmals die In-memory-Computing-Plattform Hana ist.<\/p>\n<p>Gut drei Viertel der Befragten versprechen sich laut PAC von S\/4 vor allem die Einf\u00fchrung einer gemeinsamen Echtzeitplattform f\u00fcr transaktionale und analytische Workflows sowie die Verbesserung der User Experience durch SAP Fiori.<\/p>\n<p>Aber auch eine leichtere und schnellere Konfiguration der SAP-gest\u00fctzten Prozesse sowie die Reduktion der Komplexit\u00e4t von Prozessen und Datenmodellen sind wichtige Gr\u00fcnde f\u00fcr den Einsatz von S\/4.<\/p>\n<p>Erstaunlich ist, dass ann\u00e4hernd 40 Prozent derjenigen Unternehmen, die den Einsatz von S\/4 planen oder diskutieren, einen Neuanfang wagen und ihre Systeme komplett neu aufsetzen m\u00f6chten.<\/p>\n<p>Weniger erstaunlich dagegen ist, dass beim Betrieb der S\/4-L\u00f6sung je ein Drittel auf Eigenbetrieb, Hosting oder einen hybriden Absatz setzt \u2013 der reine Cloud-Betrieb ist dagegen nur in einer Handvoll Unternehmen relevant.<\/p>\n<p>Eine ganz klare Vorstellung haben die DSAG-Mitglieder allerdings von der klassischen SAP Business Suite (S\/7) als strategisches ERP-R\u00fcckgrat im Unternehmen. 70 Prozent bescheinigen S\/7 einen hohen, 22 Prozent einen mittleren Stellenwert.<\/p>\n<p>Ein im Unternehmen betriebenes S\/4 ist f\u00fcr \u00fcber ein Viertel strategisch relevant. Fast 37 Prozent sehen eine mittlere Bedeutung. Die Cloud-L\u00f6sungen fallen dagegen in den unteren einstelligen Bereich.<\/p>\n<p><em>\u201eDSAG-Mitglieder haben gro\u00dfes Know-how im Bereich der Business Suite aufgebaut und vertrauen darauf, damit ihre Prozesse heute und in Zukunft effizient und m\u00f6glichst vollst\u00e4ndig abzubilden. Trotz innovativer Produkte muss die Zukunftssicherheit bei der Business Suite bestehen bleiben\u201c<\/em><\/p>\n<p>lautet die Forderung seitens der DSAG.<\/p>\n<p>Das bedeutet, auch bestehende SAP-Produkte m\u00fcssen Digitalisierungsstrategien der Unternehmen unterst\u00fctzen und sich dahin gehend erweitern lassen bzw. weiterentwickelt werden.<\/p>\n<p>Obwohl sich Unternehmen mit S\/4 besch\u00e4ftigen und klare Ziele mit der Nutzung verbinden, bleiben viele wichtige Fragen f\u00fcr sie noch unbeantwortet. Die Analysten von PAC haben erhoben, dass die SAP-Bestandskunden den unw\u00e4gbaren Umstellungsaufwand (78 Prozent) und fehlende Business Cases (77 Prozent) als problematisch erachten.<\/p>\n<p><em>\u201eEs braucht gute Argumente und \u00fcberzeugende Business Cases, um diese Investitionen zu rechtfertigen angesichts bereits bestehender SAP-Landschaften in den Unternehmen und der damit anfallenden laufenden Kosten\u201c<\/em><\/p>\n<p>r\u00e4umt PAC-Analyst Frank Niemann ein.<\/p>\n<h3>Wer kann was?<\/h3>\n<p>Der Hana-Dienstleister-Benchmark von Experton befasst sich mit relevanten Dienstleistern im deutschsprachigen Raum, die im Rahmen ihres Portfolios L\u00f6sungen (Hardware, Software, Services) anbieten, die Endkunden bei ihrem Umstieg auf Hana ma\u00dfgeblich unterst\u00fctzen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Dazu wurden die Dienstleister innerhalb der drei Kategorien Hana-Gesamtmarkt, transaktionale Systeme sowie analytische Systeme bewertet. Um den Bedarf der Anwender widerzuspiegeln, wurden f\u00fcr die Bewertung zahlreiche Kriterien aus den Bereichen Unternehmen und Strategie sowie Produkte und Services definiert und gewichtet.<\/p>\n<p>Der Erhebungszeitraum f\u00fcr den Benchmark war August bis Oktober 2015. Die Zahl der Unternehmen mit L\u00f6sungen im Kontext \u201eHana\u201c ist in den vergangenen Monaten angesichts des hohen Marktpotenzials des Themas deutlich gewachsen und die Angebotsinhalte der Anbieter sind naturgem\u00e4\u00df sehr differenziert.<\/p>\n<p>Aus einem Feld von etwa 150 Anbietern wurden 33 Anbieter evaluiert, deren L\u00f6sungsangebot als wirklich ausgereift sowie einsatzf\u00e4hig bezeichnet werden kann und die bereits sowohl \u00fcber Erfahrung als auch Referenzen verf\u00fcgen.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Hana-Dienstleister-Marktbetrachtung wurde Wert auf ein Dienstleistungsangebot mit spezifischem Fokus auf das Hana-Gesamtportfolio und die Hana-Strategie eines Unternehmens gelegt.<\/p>\n<p>Darunter ist zum einen die Kombination aus Beratungs- und Umsetzungsf\u00e4higkeit von technologischen, transaktionalen und analytischen Szenarien zu verstehen; zum anderen die konsequente Einbettung des Hana-Angebots in das L\u00f6sungsportfolio des Unternehmens und das Erkennen einer langfristigen Hana-Strategie.<\/p>\n<p>Eine Umstellung auf Hana, in welches Szenario auch immer, ist kein reines IT-Projekt. Um den Mehrwert wirklich aussch\u00f6pfen zu k\u00f6nnen, ist ein Zusammenspiel von Business und IT dringend erforderlich, meint man bei Experton. Gefragt sind Anbieter, die beides abdecken k\u00f6nnen, Business- und Strategieberatung gleicherma\u00dfen wie technische Umsetzung.<\/p>\n<h3>Das bessere ERP<\/h3>\n<p>Zur Einf\u00fchrung von S\/4 werden IT-Beratung und Migrationsdienstleistungen am h\u00e4ufigsten nachgefragt (72 Prozent). In kundenspezifische SAP-Softwareentwicklungen wollen dagegen relativ wenige Anwender investieren (26 Prozent).<\/p>\n<p>Von einem S\/4-Dienstleistungspartner erwarten rund 80 Prozent, dass er Innovationen in Bezug auf IT und Business vermittelt sowie Gesch\u00e4ftsprozesse transformieren kann.<\/p>\n<p>Know-how zum Thema Simple Finance ist f\u00fcr drei Viertel der SAP-Verantwortlichen ausschlaggebend. Hierzu hat parallel PAC erhoben, dass f\u00fcr die bevorstehende digitale Transformation der Gesch\u00e4ftsmodelle der Gro\u00dfteil der Anwender (84 Prozent) seinen SAP-Systemen generell eine wichtige, meist sogar eine zentrale Rolle einr\u00e4umt.<\/p>\n<p>Die Rolle, die S\/4 dabei spielen wird, beurteilen die Befragten indes etwas indifferent, meint PAC-Analyst Niemann: Die meisten SAP-Verantwortlichen (62 Prozent) sind der Meinung, dass S\/4 von SAP-Bestandskunden fr\u00fcher oder sp\u00e4ter eingef\u00fchrt werden muss.<\/p>\n<p>Die wichtigste Motivation ist f\u00fcr zwei Drittel der Befragten, der Produktstrategie zu folgen, um an SAPs k\u00fcnftigen Weiterentwicklungen teilhaben zu k\u00f6nnen. Allerdings ist nur jeder Dritte der Meinung, dass S\/4 die Grundlage f\u00fcr innovative Gesch\u00e4ftsmodelle bietet!<\/p>\n<p>In erster Linie wird in S\/4 ein Gewinn f\u00fcr die Performance-Steigerung gesehen (90 Prozent). Aber auch eine verbesserte Benutzerfreundlichkeit und eine Effizienzsteigerung bei Backend-Prozessen wird von mehr als der H\u00e4lfte der Befragten als Mehrwert angef\u00fchrt.<\/p>\n<p><em>\u201eInsgesamt betrachten die Firmen S\/4 Hana heute eher als einen Weg zu besseren SAP-Anwendungen. Das m\u00f6gliche Innovationspotenzial in Richtung neuer Prozesse und Gesch\u00e4ftsmodelle ist ihnen dabei nicht pr\u00e4sent\u201c<\/em><\/p>\n<p>so Frank Niemann, Vice President f\u00fcr Software- und SaaS-Markets bei PAC und Autor der Studie.<\/p>\n<h3>Digitale Transformation<\/h3>\n<p><em>\u201eF\u00fcr die IT gab es immer schon gute Gr\u00fcnde, bei der digitalen Transformation eine aktive Rolle einzunehmen. Umso mehr gilt dies f\u00fcr das Thema Industrie 4.0 und das Internet der Dinge. Hier ist die IT der Dreh- und Angelpunkt\u201c<\/em><\/p>\n<p>meint J\u00fcrgen Renz, Executive Director Enterprise Solutions von Dell in Frankfurt am Main.<\/p>\n<p><em>\u201eGemeinsam mit unseren Partnern erstellen wir ma\u00dfgeschneiderte IT-Komplettl\u00f6sungen und unterst\u00fctzen Unternehmen bei der Einf\u00fchrung von S\/4 Hana\u201c<\/em><\/p>\n<p>erg\u00e4nzt Renz.<\/p>\n<p>F\u00fcr Anwenderunternehmen sind gesch\u00e4ftlich verwertbare L\u00f6sungen gefragt und weniger technische Produkte. Ein Mehrwert f\u00fcr die Gesch\u00e4ftsprozesse eines Unternehmens muss deutlich erkennbar sein. Hier k\u00f6nnen Anbieter vor allem auch mit individuellen L\u00f6sungen und echten USPs punkten.<\/p>\n<p>Die digitale Transformation h\u00e4lt bei den Mitgliedsunternehmen der Deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe e. V. (DSAG) Einzug: 15 Prozent der Befragten sind dabei, Projekte zur Digitalisierung von Gesch\u00e4ftsprozessen aktiv umzusetzen.<\/p>\n<p>Fast jedes dritte Unternehmen evaluiert Themen wie Internet of Things und Industrie 4.0. Die andere H\u00e4lfte der Umfrageteilnehmer ist noch zur\u00fcckhaltend und sieht derzeit noch keinen Bedarf.<\/p>\n<p>So lautet das Ergebnis einer Befragung unter DSAG-Mitgliedsunternehmen im Sommer 2015. DSAG-Vorstandsvorsitzender Marco Lenck rechnet in den kommenden Monaten mit einem weiteren Schub zu diesem Thema:<\/p>\n<p><em>\u201eIn vielen Branchen kann es wettbewerbsentscheidend sein, Gesch\u00e4ftsmodelle an den Markt anzupassen. Daher gilt es, Gesch\u00e4ftsprozessanforderungen schnell, flexibel und m\u00f6glichst einfach umzusetzen.\u201c<\/em><\/p>\n<h3>Use und Business Cases<\/h3>\n<p>Die Experton Group beobachtet den Hana-Markt von Beginn an. Noch sind nicht alle Anbieter konsequent \u201eauf den Zug aufgesprungen\u201c und bieten fundierte Hana-L\u00f6sungen gleich welcher Art als festen Bestandteil in ihrem Portfolio.<\/p>\n<p>Daf\u00fcr gibt es vielerlei Gr\u00fcnde, vorneweg jedoch die Unsicherheit der Anwenderunternehmen und damit die noch zur\u00fcckhaltende Anzahl an Projekten.<\/p>\n<p>Mittlerweile ist aber sowohl den meisten Dienstleistern als auch Anwender\u00adunternehmen klar geworden, dass Hana keine Modeerscheinung, sondern ein ernst zu nehmender Schritt in die Zukunft ist.<\/p>\n<p>Innerhalb der f\u00fchrenden Anbieter konnte sich Itelligence in dieser Anbieterbewertung sehr weit vorn platzieren. Experton f\u00fchrt ihre unabh\u00e4ngigen Studien auf der Basis einer Market-Insights-Methodik durch, wobei bis zu 50 gewichtete Kriterien jeweils f\u00fcr die Portfolio-Attraktivit\u00e4t und die Wettbewerbsst\u00e4rke die Grundlage bilden.<\/p>\n<p>Zu den Bewertungskriterien geh\u00f6ren unter anderem die Strategie und deren Umsetzung, das Engagement des Unternehmens, Art und Umfang der Services bis hin zu Schulungsangeboten und der Nachweis des Unternehmenserfolgs durch Referenzen.<\/p>\n<p>Andreas Pauls, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung Deutschland bei Itelligence:<\/p>\n<p><em>\u201eWir freuen uns \u00fcber die W\u00fcrdigung unserer Anstrengungen bei unseren Kunden durch ein unabh\u00e4ngiges Analystenhaus. <\/em><\/p>\n<p><em>Die SAP-Hana-Plattform kann als Beschleuniger f\u00fcr Unternehmen dienen beim Weg hin zur digitalen Transformation. Diese Analyse zeigt: Itelligence ist ein vertrauensw\u00fcrdiger Partner, wenn es um den Einsatz von Hana geht.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Die Marktstudien von Experton sind eine wichtige Hilfestellung f\u00fcr Anwenderunternehmen beim Aufbau ihrer Longlists und Shortlists, wenn neue IT-Projekte geplant werden.<\/p>\n<p>Die Studie zeigt, dass die Anwender den Wert der Hana-Plattform erkennen. Es wird jedoch auch herausgearbeitet, dass der Markt sich noch entwickelt und es zahlreiche IT-Dienstleister gibt, die sich jetzt neu mit Hana besch\u00e4ftigen oder deren Gesamtangebot sie noch nicht f\u00fcr die Gruppe der Leader qualifiziert.<\/p>\n<p><em>\u201eDie Experton Group hat ihren ersten Benchmark f\u00fcr Dienstleister f\u00fcr die SAP-Hana-Plattform ins Leben gerufen, weil wir eine anhaltend hohe Nachfrage an dieser neuen Technologie sehen\u201c<\/em><\/p>\n<p>erkl\u00e4rte Frank Schmeiler, Projektleiter des Benchmarks und Research Director bei der Experton Group.<\/p>\n<h3>Fazit: IT &amp; Business<\/h3>\n<p>Die Herausforderung f\u00fcr Anbieter liegt vor allem darin, die Br\u00fccke zwischen IT und Business zu schlagen. Hana-Projekte sind keine reinen IT-Projekte und schon gar keine technischen Releasewechsel.<\/p>\n<p><em>\u201eNur wer den Spagat schafft, IT-Know-how mit Prozess- und Businessdenken zu verkn\u00fcpfen, wird langfristig erfolgreich am Hana-Markt sein\u201c<\/em><\/p>\n<p>erg\u00e4nzt Frank Schmeiler.<\/p>\n<p>Was DSAG-Mitglieder aktuell ben\u00f6tigen, um einen Einsatz von S\/4 besser abw\u00e4gen zu k\u00f6nnen, sind konkrete Informationen, welche Funktionen die L\u00f6sung abdeckt. F\u00fcr 72 Prozent der Befragten ist dies das wichtigste Entscheidungskriterium.<\/p>\n<p><em>\u201eDer Erfolg eines ERP f\u00fcr Kunden wird sich \u00fcber die Funktionalit\u00e4t entscheiden. Sie ist der Schl\u00fcssel f\u00fcr Digitalisierungsvorhaben\u201c<\/em><\/p>\n<p>erl\u00e4utert der DSAG-Vorstandsvorsitzende Marco Lenck ein wesentliches Ergebnis des Realit\u00e4ts-Checks.<\/p>\n<p><em>\u201eSAP stellt diese Informationen derzeit noch nicht ausreichend zur Verf\u00fcgung.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Weiterhin fehlen, laut DSAG-Umfrage, konkrete Aussagen zum Gesch\u00e4ftsnutzen, zum Lizenzmodell und Informationen zu den Voraussetzungen, wie Unternehmen auf S\/4 migrieren k\u00f6nnen. Aus diesen Gr\u00fcnden ist eine gewisse Zur\u00fcckhaltung und Skepsis unter den Mitgliedern zu sp\u00fcren.<\/p>\n<p>Auch Frank Niemann ist \u00fcberzeugt, dass S\/4 keinesfalls blo\u00df ein Upgrade bestehender SAP-Software, sondern ein neues Produkt ist, dessen Einf\u00fchrung sowohl Einfluss auf die IT-Infrastruktur als auch auf die Gesch\u00e4ftsprozesse hat.<\/p>\n<p><em>\u201eDies geht einher mit der Transformation von Prozessen \u2013 Business \u2013 und der Systeme \u2013 Technik \u2013, was wiederum entsprechende Kompetenzen aufseiten des IT-Dienstleisters sowie die Einbeziehung von IT und Business des SAP-Anwenderunternehmens erfordert\u201c<\/em><\/p>\n<p>betont Niemann abschlie\u00dfend.<\/p>\n<p>F\u00fcr die PAC-Studie \u201eS\/4 Hana \u2013 Relevanz f\u00fcr SAP-Kunden, Erwartungen und Hindernisse\u201c wurden 100 SAP-Verantwortliche in deutschen Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern befragt. (pmf)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die SAP-Community fragt sich, ob SAP mit der In-memory-Computing-Datenbank Hana den goldenen Mittelweg gefunden hat oder mit Hana zwischen allen St\u00fchlen sitzen bleibt. 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