{"id":61151,"date":"2016-02-03T13:03:46","date_gmt":"2016-02-03T12:03:46","guid":{"rendered":"http:\/\/e3mag.com\/?p=61151"},"modified":"2019-07-15T13:51:25","modified_gmt":"2019-07-15T11:51:25","slug":"kein-tragbares-spielzeug","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/e3mag.com\/de\/kein-tragbares-spielzeug\/","title":{"rendered":"Kein tragbares Spielzeug"},"content":{"rendered":"<p>Im Unterschied zu anderen Trendthemen wie Big Data, Industrie 4.0 oder das Internet der Dinge (IoT) ist das Thema Mobility schon \u00fcber die Phase von Projektierung, Orientierung, Evaluierung und Pilotierung hinaus und befindet sich l\u00e4ngst im Stadium produktiver Anwendung.<\/p>\n<p>Wie schnell das im Falle der Mobility gegangen ist \u2013 vor gerade einmal acht Jahren kam mit Apples iPhone das erste Smartphone mit den f\u00fcr diese neue Klasse von IT-Systemen relevanten Eigenschaften heraus \u2013, zeigt, \u00fcber welchen \u201eDrive\u201c dieses Thema verf\u00fcgt.<\/p><div class=\"great-fullsize-content-de great-entity-placement\" style=\"float: left;\" id=\"great-930611899\"><div id=\"great-670450858\" style=\"margin-bottom: 20px;\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=6Ja0zaCg0ss\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"banner_bdc_2026_1200x150\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_bdc_2026_1200x150.jpg\" alt=\"\"  srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_bdc_2026_1200x150.jpg 1200w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_bdc_2026_1200x150-400x50.jpg 400w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_bdc_2026_1200x150-768x96.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_bdc_2026_1200x150-100x13.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_bdc_2026_1200x150-480x60.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_bdc_2026_1200x150-640x80.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_bdc_2026_1200x150-720x90.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_bdc_2026_1200x150-960x120.jpg 960w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_bdc_2026_1200x150-1168x146.jpg 1168w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_bdc_2026_1200x150-18x2.jpg 18w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_bdc_2026_1200x150-600x75.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" width=\"1200\" height=\"150\"  style=\" max-width: 100%; height: auto;\" \/><\/a><\/div><\/div>\n<p>Die mobile Welt ist heute ein Enabler f\u00fcr die digitale Transformation und die Erschlie\u00dfung neuer Technologien, Themen und auch neuer Gesch\u00e4ftsmodelle. Der hohe Nutzwert, den die Konsumenten den mobilen Ger\u00e4ten von Anfang an zugemessen haben \u2013 und Mobility war ja zun\u00e4chst ein Konsumententhema \u2013, hat dazu gef\u00fchrt, dass sie sich auch im Business-Bereich etabliert haben.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend Smartphones und Tablets im privaten Bereich mittlerweile sogar dabei sind, klassische Desktops und Notebooks wenigstens teilweise als \u201eStandard-IT\u201c abzul\u00f6sen, bilden sie in Unternehmen zumindest eine starke Alternative \u2013 auch f\u00fcr die Visualisierung von betrieblichen Prozessen.<\/p>\n<p>Unternehmenssoftware wird in Zukunft jedenfalls nicht mehr ohne eine mobile Komponente auskommen, und schon in naher Zukunft werden f\u00fcr alle wesentlichen betrieblichen Prozesse auch mobile L\u00f6sungen unverzichtbar sein. Das gilt in hohem Ma\u00dfe auch f\u00fcr die SAP-Welt, und dementsprechend sind hier ja auch schon wichtige Weichen gestellt worden.<\/p>\n<p>Auch wenn f\u00fcr die Nutzer, sei es im Unternehmen oder dar\u00fcber hinaus, letzten Endes immer nur die Ger\u00e4te und die Apps sichtbar sind, so umfasst Mobility doch weit mehr. Es geht nicht einfach darum, tragbare IT auf kleinem Raum bereitzustellen, sondern um mobile L\u00f6sungen.<\/p>\n<p>Ger\u00e4te und Software m\u00fcssen daher in eine technische Infrastruktur eingebunden und zudem in die organisatorischen und funktionellen Strukturen eines Unternehmens integriert sein; anders formuliert: es geht nicht um mobile Ger\u00e4te, sondern um ein System der Mobilit\u00e4t.<\/p>\n<p>Dabei m\u00fcssen zun\u00e4chst einmal folgende Aspekte gekl\u00e4rt werden:<\/p>\n<ul>\n<li>Welche Ger\u00e4te sollen beziehungsweise k\u00f6nnen eingesetzt werden?<\/li>\n<li>In welcher Infrastruktur sollen die Systeme laufen?<\/li>\n<li>M\u00fcssen mehrere Plattformen bedient werden?<\/li>\n<li>Wie kann die Sicherheit der Anwendungen und Daten gew\u00e4hrleistet werden?<\/li>\n<li>Welche Regelungen sind bei der Zusammenarbeit mit Partnern, etwa beim Austausch von Daten, zu beachten?<\/li>\n<li>Wie kann man Ger\u00e4te und Software kontrollieren und steuern?<\/li>\n<li>Wie werden beispielsweise Updates durchgef\u00fchrt?<\/li>\n<li>Wie werden neue Apps bereitgestellt?<\/li>\n<li>Wie kann ein Service-Desk realisiert werden?<\/li>\n<li>Werden Anwendungen bereitgestellt, so muss ja auch eine Support-Infrastruktur bestehen, die sicherstellt, dass auf neue oder ver\u00e4nderte Anforderungen oder Fehler schnell reagiert wird, denn mobile Nutzer sind deutlich weniger geduldig als herk\u00f6mmliche. Wer im Unternehmen ist f\u00fcr welche Aspekte des Prozesses verantwortlich?<\/li>\n<li>Wie kann sich das Unternehmen mit seinen Apps positionieren und vom Wettbewerb abheben?<\/li>\n<li>Und nicht zuletzt gilt es, die Grundfrage zu beantworten: Wie kann ein Unternehmen Mehrwert aus seinen Apps erwirtschaften?<\/li>\n<\/ul>\n<p>Auf dieser Grundlage ergeben sich im Weiteren folgende f\u00fcr den Aufbau eines mobilen Systems notwendigen Komponenten:<\/p>\n<ul>\n<li>Mobile Management \u2013 bei den meisten Unternehmen ist das schon im produktiven Einsatz.<\/li>\n<li>Anwendungssoftware in Form mobiler Apps.<\/li>\n<li>Regelung des Zugriffs auf Unternehmensdaten.<\/li>\n<li>Datenaufbereitung und -integration in Backend-Systeme.<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Software f\u00fcr mobile Systeme<\/h3>\n<p>Bei der Entwicklung von Apps f\u00fcr mobile Systeme zum Einsatz im SAP-Umfeld bieten sich heute folgende M\u00f6glichkeiten an: Die einfachste ist die Erstellung von Online-Applikationen unter HTML5.<\/p>\n<p>Dabei kann man eine existierende Infrastruktur nutzen und zum Beispiel auf ein SAP- oder anderes Portal zur\u00fcckgreifen; man verwendet etablierte und sichere Technologien und entwickelt beispielsweise mit SAP-UI5 mobile Applikationen.<\/p>\n<p>Der Vorteil des Verfahrens besteht darin, dass man auf diese Weise relativ schnell Applikationen mit existierender Infrastruktur bereitstellen kann, die man auch nicht f\u00fcr jede Plattform \u2013 zum Beispiel f\u00fcr iOs und Android \u2013 separat programmieren muss; allerdings ist die Funktionalit\u00e4t eingeschr\u00e4nkt und an das gebunden, was das jeweilige Portal anbietet.<\/p>\n<p>Demgegen\u00fcber erm\u00f6glichen native Applikationen einen direkten Zugriff auf die Ger\u00e4te. Sie k\u00f6nnen die M\u00f6glichkeiten etwa von Sensoren voll nutzen und bieten natives Look-and-Feel.<\/p>\n<p>Damit sieht die Anwendung dann eben aus wie eine App aus dem jeweiligen App-Store. Der Nachteil des Verfahrens ergibt sich dementsprechend aus der gr\u00f6\u00dferen Hardwaren\u00e4he: Die Apps m\u00fcssen f\u00fcr jede Plattform separat erstellt werden.<\/p>\n<p>Daneben ist auch ein Hybrid-Ansatz m\u00f6glich: Entwickelt wird in HTML5 und JavaScript, aber es wird ein Container wie Cordova verwendet, der sich wie eine Schale um HTML5 legt und als App installierbar ist.<\/p>\n<p>Man kann also plattformunabh\u00e4ngig programmieren, hat \u00fcber den Container aber gleichzeitig Zugriff auf hardwarenahe Funktionen. Der Anpassungsaufwand ist hier geringer, weil nur die Plattform-spezifischen Abweichungen zu ber\u00fccksichtigen sind, etwa bei der Einbindung von Sensoren.<\/p>\n<p>Der Nachteil besteht darin, dass nicht das komplette native Look-and-Feel erreicht werden kann. Gerade im B2B-Umfeld sind entsprechende L\u00f6sungen mit SAP UI5 und Cordova als Container-Technologie beliebt.<\/p>\n<p>Bei der Entwicklung mobiler Anwendungen empfiehlt sich der Einsatz agiler Verfahren, um den Entwicklungsprozess schneller und flexibler zu gestalten und damit auch die Fachbereiche besser einzubinden.<\/p>\n<h3>Zugriffsregelung<\/h3>\n<p>Vor allem im Business-Einsatz sollen mobile Anwendungen Unternehmensdaten oft auch externen Nutzern zur Verf\u00fcgung stellen. Die Zugriffstechnologie der Wahl sind dabei REST-Services, die von mobilen Ger\u00e4ten sehr gut unterst\u00fctzt werden; REST wurde durch SAP und Microsoft mittels OData erweitert und l\u00e4sst sich damit auch sehr gut in die SAP-Welt integrieren.<\/p>\n<p>Beim externen Zugriff auf Unternehmensdaten hat nat\u00fcrlich die Sicherheit von Daten und Anwendungen oberste Priorit\u00e4t, denn mobile Systeme sind von Natur aus stark gef\u00e4hrdet, weil sie oft in nicht gesch\u00fctzten Umgebungen laufen.<\/p>\n<p>Ein Single Point of Entry, zur Vermeidung einer N-to-N-Kommunikation und eine einzige Instanz zur Autorisierung (Single-\u00adSign-On-Autorisierung) sind daher Pflicht. In einem solchen System kontrolliert dann eine zentrale Stelle alle Services, die mit au\u00dfen kommunizieren.<\/p>\n<p>SAP verf\u00fcgt hier mit der weiterentwickelten SAP Mobile Platform (SMP) \u00fcber eine sehr gute Basis, die obendrein noch cloudf\u00e4hig ist. Nat\u00fcrlich bedingen Implementierung und Betrieb einer derartigen Plattform auch einen gewissen Aufwand, aber es hat sich gezeigt, dass der Einsatz auf alle F\u00e4lle sinnvoll ist, sobald ein Unternehmen entweder mehr als drei Apps in Betrieb hat, drei Back\u00adend-Systeme integriert oder wenn mehr als drei mobile OS-Plattformen unterst\u00fctzt werden, ensprechend der \u201eRule of Three\u201c von Gartner.<\/p>\n<h3>Datenintegration ins Backend<\/h3>\n<p>Ein wichtiges Thema ist schlie\u00dflich auch die Bereitstellung der Daten und Services im Backend f\u00fcr die mobilen Systeme. Services m\u00fcssen daf\u00fcr vorbereitet werden und beispielsweise User-abh\u00e4ngiges Laden oder dynamisches Nachladen unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Die Daten m\u00fcssen so bereitgestellt werden, dass es nicht zu langen Wartezeiten kommt \u2013 mobile Nutzer sind in der Regel sehr ungeduldig. Solche Aspekte m\u00fcssen schon bei der Planung einer Applikation ber\u00fccksichtigt werden.<\/p>\n<p>F\u00fcr die SAP-Welt bieten sich hier das NetWeaver-Gateway und die Fiori-Apps von SAP an; hier steuert zum Beispiel der Fiori OData Service Proxy standardisierte Service-Zugriffe auf das SAP-ERP-System.<\/p>\n<h3>Fazit<\/h3>\n<p>Mobility umschreibt eine IT-Welt, in der an einigen Stellen andere Verfahren und Regeln gelten als in der klassischen IT, die aber doch ganz in diese eingebettet sein muss. In diesem Umfeld versteht sich Dell als Digitalisierungsexperte:<\/p>\n<p>Themen wie Mobility, IoT, Enterprise 4.0 oder Big Data sind bei Dell in Form etablierter IT-L\u00f6sungen fest verankert. Neben einem breiten Spektrum von Infrastrukturkomponenten bietet Dell insbesondere auch ein umfassendes SAP-Know-how f\u00fcr die Entwicklung von mobilen Systemen in den genannten Strukturen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mobility umfasst mehr als tragbare Ger\u00e4te und Apps. 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