{"id":60949,"date":"2016-04-02T15:32:52","date_gmt":"2016-04-02T13:32:52","guid":{"rendered":"http:\/\/e3mag.com\/?p=60949"},"modified":"2019-07-11T15:37:02","modified_gmt":"2019-07-11T13:37:02","slug":"kleine-tools-grosse-wirkung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/e3mag.com\/de\/kleine-tools-grosse-wirkung\/","title":{"rendered":"Kleine Tools \u2013 gro\u00dfe Wirkung"},"content":{"rendered":"<p>Jedes Unternehmen hat seine eigenen Prozesse. Individuell auf die Bed\u00fcrfnisse des Unternehmens abgestimmt und oft \u00fcber Jahre gewachsen, sind sie Grundbestandteil seiner wirtschaftlichen DNA.<\/p>\n<p>Die Art und Weise, wie sich ein Unternehmen organisiert, ist mitentscheidend f\u00fcr seinen Erfolg. Die betriebsinternen Prozesse pr\u00e4gen so wichtige Faktoren wie die betriebswirtschaftliche Effizienz, die Qualit\u00e4t der Produkte, die Kundenzufriedenheit, aber auch die Zufriedenheit der Mitarbeiter.<\/p><div class=\"great-fullsize-content-de\" style=\"float: left;\" id=\"great-2307168240\"><div id=\"great-802079768\" style=\"margin-bottom: 20px;\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=6yfv7eho3Gc\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"Fullsize\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150.jpg\" alt=\"Fullsize\"  srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150.jpg 1200w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-400x50.jpg 400w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-768x96.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-100x13.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-480x60.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-640x80.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-720x90.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-960x120.jpg 960w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-1168x146.jpg 1168w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-18x2.jpg 18w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-600x75.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" width=\"1200\" height=\"150\"  style=\" max-width: 100%; height: auto;\" \/><\/a><\/div><\/div>\n<p>Je besser die Unternehmens-IT diese Prozesse abbildet und optimiert, desto erfolgreicher kann das Unternehmen agieren. Das SAP-System bietet dazu den tausendfach bew\u00e4hrten Rahmen \u2013 ein m\u00e4chtiges Tool, das in der Lage ist, auch komplexeste Anforderungen nahezu vollst\u00e4ndig abzubilden.<\/p>\n<p>Warum aber passiert das in der Realit\u00e4t oft nur unzureichend? Schaut man genauer hin, dann findet sich in so ziemlich jedem Unternehmen erhebliches Optimierungspotenzial.<\/p>\n<p>Handarbeit, Workarounds und selbstgebastelte Programme pr\u00e4gen das Bild, wo doch l\u00e4ngst vollautomatisierte L\u00f6sungen m\u00f6glich w\u00e4ren. Die Folge sind fehleranf\u00e4llige Prozesse und Mehrarbeit. Der Kompromiss ist der gr\u00f6\u00dfte Feind der Effizienz.<\/p>\n<p>H\u00e4ufig werden die ersten Fehler schon bei der Einf\u00fchrung eines SAP-Systems gemacht. Viele Betriebe scheuen die Ver\u00e4nderungen, die mit einer optimalen Nutzung des SAP-Systems einhergehen w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Die Folge sind unzureichende Kompromisse, die oft jahrelang die Produktivit\u00e4t eines Unternehmens oder einer Abteilung mindern. Doch es ist nicht nur das Festhalten an lieb gewonnenen Prozessen und Gewohnheiten, das Modernisierungen verhindert.<\/p>\n<p>Oft fehlt es in den betroffenen Fachabteilungen schlicht an Sachkenntnis und Vorstellungsverm\u00f6gen \u00fcber die M\u00f6glichkeiten des hauseigenen SAP-Systems. Erst wenn der Leidensdruck steigt, wird die IT um Rat gefragt.<\/p>\n<h3>Individuelle SAP-Anpassungen<\/h3>\n<p>Welchen Effekt selbst vermeintlich kleine Applikationen und Anpassungen von SAP an die individuellen Bedarfe eines Unternehmens haben k\u00f6nnen, zeigt das Beispiel eines Herstellers von Flurf\u00f6rderfahrzeugen.<\/p>\n<p>Der SAP-Optimierer Clientis entwickelte f\u00fcr das Unternehmen ein kleines Tool zur Berechnung der maximalen Traglast der Fahrzeuge. Urspr\u00fcnglich sollte damit lediglich die Ermittlung einiger technischer Werte f\u00fcr einen Sicherheitshinweis vereinfacht werden.<\/p>\n<p>Doch inzwischen kommt der Traglastermittler entlang der gesamten Wertsch\u00f6pfungskette zum Einsatz: von der Angebotserstellung bis zur Auslieferung der fertigen Fahrzeuge. Das Unternehmen muss jedes Fahrzeug vor der Auslieferung mit einem sogenannten Traglastschild ausstatten.<\/p>\n<p>Das Schild soll den Fahrer dar\u00fcber informieren, welche Lasten maximal transportiert werden d\u00fcrfen. Da Fahrzeuge individuell auf die spezifischen Anforderungen der Kunden angepasst werden, muss die maximale Traglast f\u00fcr jede Sonderanfertigung eigens errechnet werden.<\/p>\n<p>Das aber ist kompliziert, da nahezu jede Ver\u00e4nderung am Fahrzeug das Ergebnis beeinflussen kann. \u00c4hnlich wie bei einem Autokauf k\u00f6nnen die Kunden ihre Fahrzeuge n\u00e4mlich aus einer Vielzahl an Modellen, Ausstattungsvarianten und zus\u00e4tzlichen Applikationen individuell zusammenstellen.<\/p>\n<p>Gr\u00f6\u00dfe und Gewicht, Reifentyp, die Art der Hubvorrichtung, die gew\u00fcnschte Transporth\u00f6he oder das Modell des Gabelzinkens sind nur einige der Faktoren, die es zu ber\u00fccksichtigen gilt.<\/p>\n<p>Bislang wurden die daf\u00fcr notwendigen Berechnungen in einem separaten Arbeitsgang durchgef\u00fchrt. Ein Mitarbeiter erhob die notwendigen Daten aus SAP und f\u00fcgte sie manuell in ein Excel-Dokument, in dem die f\u00fcr die Berechnung notwendigen mathematischen Formeln hinterlegt waren.<\/p>\n<p>Dabei kam es immer mal wieder zu \u00dcbertragungsfehlern. Aufgrund der guten Auftragslage war zudem der f\u00fcr die Berechnung n\u00f6tige Arbeitsaufwand stark gestiegen. Das Unternehmen wollte diesen Prozess vereinfachen und sicherer machen. Deshalb wandte es sich an Clientis mit dem Wunsch, eine SAP-L\u00f6sung zur automatischen Ermittlung der Traglast zu entwickeln.<\/p>\n<p>Bei dem Unternehmen ist SAP ECC Release 6.6 im Einsatz, das Ende der 90er Jahre um eine eigens entwickelte Maschinenbau-L\u00f6sung erg\u00e4nzt wurde. Clientis integrierte die neue automatische Traglastberechnung vollst\u00e4ndig in die Kundenauftragserfassung einschlie\u00dflich der Variantenkonfiguration.<\/p>\n<p>Das neue Tool erfasst im ersten Schritt alle rund 200 verschiedenen Merkmale. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass jeder Kundenwunsch und jede Spezifikation bei der Berechnung der korrekten Traglast ber\u00fccksichtigt werden.<\/p>\n<p>Die f\u00fcr die Berechnung der Traglast relevanten Daten werden danach in separaten Customizing-Tabellen zusammengef\u00fchrt. Im n\u00e4chsten Schritt \u00fcberf\u00fchrt das Tool die relevanten Daten in eine komplexe Formel, aus der die maximale Traglast berechnet wird. Damit stehen die f\u00fcr das Hinweisschild erforderlichen Daten auf Knopfdruck zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>Der Nutzen des neuen Tools geht aber weit dar\u00fcber hinaus. Da die Traglastberechnung vollst\u00e4ndig in das bestehende SAP-System des Kunden integriert ist, stehen die Berechnungen dem Unternehmen nunmehr \u00fcber die gesamte Wertsch\u00f6pfungskette hinweg zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>Daraus ergeben sich weitere n\u00fctzliche Anwendungsm\u00f6glichkeiten. Beispielsweise \u00fcberpr\u00fcft das System automatisch, ob es sich bei einem Fahrzeug um eine neue Konfigurationsvariante handelt oder ob das Unternehmen in der Vergangenheit bereits baugleiche Fahrzeuge hergestellt hat.<\/p>\n<p>Ist das der Fall, kann das Unternehmen auf den ansonsten vorgeschriebenen Kipptest auf dem Pr\u00fcfstand verzichten und auf diese Weise Kosten und Zeit einsparen.<\/p>\n<p>Des Weiteren erm\u00f6glicht die automatische Traglastberechnung auch Simulationen. Damit kann das technische Auftragszentrum schon in der Angebotsphase pr\u00fcfen, ob die W\u00fcnsche eines Kunden technisch umsetzbar sind.<\/p>\n<p>Auch im Marketing, in der Entwicklungs- und Konstruktionsabteilung sowie bei der Qualit\u00e4tspr\u00fcfung kommt die automatische Traglastberechnung zum Einsatz.<\/p>\n<p>Die automatische Traglastberechnung hat sich mittlerweile in der Praxis bew\u00e4hrt. Das Tool l\u00e4uft seit seiner Einf\u00fchrung nahezu fehlerfrei und hat das bisherige aufw\u00e4ndige Berechnungsverfahren via Excel vollst\u00e4ndig ersetzt. Da es in die vorhandene SAP-Umgebung integriert ist, geh\u00f6ren Fehler aufgrund falscher Daten\u00fcbertragung seither der Vergangenheit an.<\/p>\n<h3>Integration in SAP<\/h3>\n<p>Gegen\u00fcber einer externen Entwicklung bietet eine vollintegrierte L\u00f6sung zudem den Vorteil, dass k\u00fcnftige Upgrades und Re\u00adleasewechsel von SAP ohne Probleme \u00fcbernommen werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Voraussetzung daf\u00fcr ist ein erfahrener SAP-Dienstleister, der konsequent die SAP-Erweiterungstechniken nutzt und auf \u201ekreative\u201c Eigen\u00adentwicklungen verzichtet. Der anf\u00e4nglich etwas h\u00f6here Programmieraufwand gegen\u00fcber einer nicht integrierten externen L\u00f6sung macht sich auf diese Weise schnell bezahlt.<\/p>\n<p>Das Unternehmen profitiert dank der automatischen Berechnung der Traglast von einer deutlichen Zeit- und Aufwandsersparnis in der Produktion und einer erheblichen Verbesserung der Transparenz \u00fcber die gesamte Wertsch\u00f6pfungskette hinweg.<\/p>\n<p>Die manuelle Berechnung der Daten f\u00fcr das Traglastschild ist vollst\u00e4ndig entfallen. Der automatische Abgleich mit fr\u00fcheren Berechnungen hilft, \u00fcberfl\u00fcssige Kipptests zu vermeiden. Mithilfe der neuen Simulationsberechnungen konnten zudem die Beratungsqualit\u00e4t und die Kundenzufriedenheit gesteigert werden.<\/p>\n<p>Leider sch\u00f6pfen die allerwenigsten Betriebe das Potenzial ihres SAP-Systems aus. Umst\u00e4ndliche Prozesse, teure Work\u00adarounds und \u00fcberfl\u00fcssige Handarbeit finden sich in vielen Betrieben und in allen Abteilungen.<\/p>\n<p>Dabei lassen sich viele Prozesse wie am Beispiel gezeigt sogar innerhalb des SAP-Standards realisieren. SAP verf\u00fcgt \u00fcber speziell f\u00fcr diesen Zweck eingerichtete Schnittstellen, mit deren Hilfe sich viele L\u00f6sungen nahtlos integrieren lassen, ohne das System zu besch\u00e4digen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>SAP l\u00e4sst sich effizienter betreiben, als viele wissen. 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