{"id":60938,"date":"2016-04-02T15:19:28","date_gmt":"2016-04-02T13:19:28","guid":{"rendered":"http:\/\/e3mag.com\/?p=60938"},"modified":"2019-07-11T15:27:46","modified_gmt":"2019-07-11T13:27:46","slug":"big-data-im-dienst-der-medizin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/e3mag.com\/de\/big-data-im-dienst-der-medizin\/","title":{"rendered":"Big Data im Dienst der Medizin"},"content":{"rendered":"<p>Die neuen L\u00f6sungen von SAP f\u00fcr die personalisierte Medizin leisten einen wichtigen Beitrag zur Zukunft des Gesundheitswesens. Um einen optimalen Betrieb der neuen L\u00f6sungen zu gew\u00e4hrleisten, entwickelt Dell derzeit eine passgenaue Infrastruktur.<\/p>\n<p>Im Gegensatz zur herk\u00f6mmlichen Medizin wird bei der personalisierten der Ansatz verfolgt, Patienten nicht nur entsprechend einer reinen Krankheitsdiagnose zu behandeln, sondern dabei auch die spezifischen individuellen Gegebenheiten zu ber\u00fccksichtigen \u2013 und damit deutlich schnellere und bessere Ergebnisse zu erzielen.<\/p><div class=\"great-fullsize-content-de\" style=\"float: left;\" id=\"great-2860688409\"><div id=\"great-3941600046\" style=\"margin-bottom: 20px;\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=6yfv7eho3Gc\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"Fullsize\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150.jpg\" alt=\"Fullsize\"  srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150.jpg 1200w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-400x50.jpg 400w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-768x96.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-100x13.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-480x60.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-640x80.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-720x90.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-960x120.jpg 960w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-1168x146.jpg 1168w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-18x2.jpg 18w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-600x75.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" width=\"1200\" height=\"150\"  style=\" max-width: 100%; height: auto;\" \/><\/a><\/div><\/div>\n<p>Eine wichtige Rolle spielt dabei das menschliche Genom, denn die individuelle genetische Pr\u00e4disposition hat gro\u00dfen Einfluss auf die Entstehung und die richtige Behandlung einer Vielzahl schwerer Erkrankungen \u2013 von Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen bis hin zu Alzheimer und Krebs. Dar\u00fcber hinaus entfalten zahlreiche Medikamente bei verschiedenen genetischen Voraussetzungen unterschiedliche Wirkungen.<\/p>\n<p>Ist das Genom eines Patienten bekannt, l\u00e4sst sich deshalb eine exakt auf diese individuelle Person zugeschnittene Therapie festlegen. Die Voraussetzungen daf\u00fcr sind mittlerweile grunds\u00e4tzlich vorhanden.<\/p>\n<p>Als vor gut zehn Jahren das erste menschliche Genom sequenziert wurde, war das mit Kosten von mehreren Millionen US-Dollar noch ein sehr teures Unterfangen. Mittlerweile ist die Technik so weit fortgeschritten, dass Genome auch f\u00fcr einzelne Patienten zu bezahlbaren Kosten entschl\u00fcsselt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>M\u00f6chten \u00c4rzte auf dieser Basis personalisierte Therapien durchf\u00fchren, haben sie es dabei aber mit gigantischen Datenmengen zu tun. Das Genom eines Patienten besteht aus rund drei Milliarden Basen-Paaren; eine solche Gensequenz kann sich ein Arzt nicht einfach ansehen und interpretieren.<\/p>\n<p>Er ben\u00f6tigt IT-Tools, die diese Informationen f\u00fcr ihn aufbereiten und ihn auf wichtige Abweichungen oder Ver\u00e4nderungen hinweisen. Au\u00dferdem m\u00fcssen die individuellen Genome mit Referenzdaten aus Studien und eigenen klinischen Ergebnissen abgeglichen werden, wenn die ideale Therapie ermittelt werden soll.<\/p>\n<h3>Daten in einem System<\/h3>\n<p>Um die Medizin bei diesen Herausforderungen zu unterst\u00fctzen, hat SAP eine v\u00f6llig neuartige Produktlinie entwickelt. Sie basiert auf der In-memory-Computing-Plattform Hana und erm\u00f6glicht Krankenh\u00e4usern, Pharmaunternehmen und Forschungseinrichtungen, wertvolle Erkenntnisse aus Big Data zu gewinnen.<\/p>\n<p>Die Grundlage bildet dabei die L\u00f6sung SAP Foundation for Health. Sie wurde gezielt daf\u00fcr konzipiert, Daten aus Quellen der medizinischen Forschung, elektronischen Patientenakten und Gensequenzen in einem einzigen System nutzen und auswerten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Daf\u00fcr stellt sie ein Data-Warehouse-Modell f\u00fcr klinische Informationen bereit, bietet ein branchenspezifisches Datenintegrationsmanagement und unterst\u00fctzt Echtzeitanalysen gro\u00dfer Mengen strukturierter und unstrukturierter Daten. Damit eignet sich die L\u00f6sung vor allem f\u00fcr:<\/p>\n<ul>\n<li>Echtzeitanalysen in Forschung und Entwicklung, der Genomik und anderen Teilgebieten der modernen Biologie, die auch als \u201e-omik\u201c-Disziplinen bezeichnet werden;<\/li>\n<li>Patientengruppenbildung und -analyse sowie die Patientenversuchszuordnung;<\/li>\n<li>Echtzeitanalysen von gro\u00dfen strukturierten und unstrukturierten Datenmengen (Texten);<\/li>\n<li>erweiterte L\u00f6sungen zur Zusammenarbeit im Gesundheitswesen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Dabei liefert die Software verl\u00e4ssliche und vertrauensw\u00fcrdige Ergebnisse, da sie eine umfassende Datentransparenz bietet und die Anwender die vollst\u00e4ndige Kontrolle \u00fcber die Nutzung, Verarbeitung und Auswertung der Daten haben.<\/p>\n<p>Auf Basis von SAP Foundation for Health entwickelt SAP au\u00dferdem weiterf\u00fchrende L\u00f6sungen zu einzelnen Teilaspekten der personalisierten Medizin. Die erste davon ist mit SAP Medical Research Insights bereits fertiggestellt. Ihre Aufgabe ist es, Medizinern zu erm\u00f6glichen, rasch, einfach und sicher Gensequenzen von Patienten oder Patientengruppen schnell und unkompliziert miteinander zu vergleichen.<\/p>\n<p>Entwickelt hat SAP diese L\u00f6sung gemeinsam mit dem Nationalen Centrum f\u00fcr Tumorerkrankungen (NCT) in Heidelberg, einer der f\u00fchrenden Einrichtungen auf den Gebieten Patientenversorgung, Krebsforschung und Krebsvorsorge.<\/p>\n<p>Mit SAP Medical Research Insights konnte das NCT ein veraltetes System abl\u00f6sen, in dem das medizinische Personal unz\u00e4hlige Datenbanken durchsuchen, Patientenlisten zusammenstellen, Patientenakten drucken und manuell pr\u00fcfen musste, ob Patienten die Kriterien f\u00fcr klinische Studien erf\u00fcllen.<\/p>\n<p>Dazu war die Durchsicht jeder einzelnen Akte erforderlich, wodurch sich das Zusammenstellen und Analysieren von Patientendaten extrem kompliziert und zeitraubend gestaltete.<\/p>\n<p>Im Gegensatz dazu bietet SAP Medical Research Insights folgende M\u00f6glichkeiten:<\/p>\n<ul>\n<li>Klinische Forscher k\u00f6nnen Patienten nach vielf\u00e4ltigen Attributen filtern und gruppieren, Kandidaten f\u00fcr klinische Studien nach ausgew\u00e4hlten Kriterien identifizieren, \u00dcberlebenszeitanalysen nach dem Kaplan-Meier-Verfahren durchf\u00fchren und aus Echtzeitdaten Sch\u00e4tzungen zum weiteren Krankheits- bzw. Heilungsverlauf erstellen und grafisch veranschaulichen;<\/li>\n<li>Spezialisten in Forschungs- und Entwicklungsabteilungen von Life-Sciences-Unternehmen k\u00f6nnen Genomik-, Proteomik- und klinische Daten aus vielf\u00e4ltigen Quellen schnell analysieren und dadurch entscheidende medizinische Erkenntnisse gewinnen, um Medikamente, Ger\u00e4te und Services f\u00fcr eine bessere individuelle Behandlung zu entwickeln;<\/li>\n<li>klinische Forscher und Spezialisten in Forschungs- und Entwicklungsabteilungen k\u00f6nnen \u00fcbersichtliche Grafiken der Ergebnisse erstellen, um Trends und Korrelationen f\u00fcr spezifische Patientengruppen zu erkennen und die Analyse zur Identifizierung von Kandidaten f\u00fcr klinische Forschungsprojekte zu verbessern.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Weitere Speziall\u00f6sungen auf Basis von SAP Foundation for Health hat SAP bereits angek\u00fcndigt. Dazu z\u00e4hlen unter anderem Anwendungen f\u00fcr das Internet of Things, um Daten aus individuellen medizinischen Ger\u00e4ten etwa zum Messen des Blutzuckers von Patienten zu erfassen und auszuwerten \u2013 und es so zu erm\u00f6glichen, den Gesundheitszustand chronisch kranker Patienten laufend zu \u00fcberwachen.<\/p>\n<h3>Vorgefertigte Software-Hardware-Bundles<\/h3>\n<p>Um einen optimalen Betrieb der neuen L\u00f6sungen sicherzustellen, arbeitet Dell mit SAP und Intel an einer passgenauen Infrastruktur. Auf Basis von Hana-zertifizierten Dell-Produkten entsteht im Global SAP Center of Excellence von Dell derzeit eine Referenzarchitektur, deren Komponenten gezielt f\u00fcr die Anforderungen der L\u00f6sungen ausgew\u00e4hlt und aufeinander abgestimmt werden.<\/p>\n<p>Zu den zentralen Herausforderungen z\u00e4hlt dabei die Geschwindigkeit. Die Datenverarbeitungs-Prozesse und -Zyklen sind so aufeinander einzustellen, dass Idle-Zeiten \u2013 also Leerlaufprozesse \u2013 ausgeschlossen werden, die Systeme durchg\u00e4ngig ausgelastet sind und dadurch keine unn\u00f6tigen Zeitverz\u00f6gerungen entstehen.<\/p>\n<p>Nur so ist gew\u00e4hrleistet, dass die riesigen medizinischen Datenmengen, z.B. die eines menschlichen Genoms, in Echtzeit verarbeitet und analysiert werden k\u00f6nnen. Diese Referenzarchitektur wird sowohl die grundlegende Plattform SAP Foundation for Health unterst\u00fctzen als auch die darauf aufsetzende L\u00f6sung SAP Medical Research Insights sowie alle weiteren k\u00fcnftigen L\u00f6sungen.<\/p>\n<p>Dazu liefert sie vorgefertigte Software-Hardware-Bundles inklusive erg\u00e4nzender Services. Gesundheitseinrichtungen, Organisationen und Unternehmen k\u00f6nnen die L\u00f6sungen damit k\u00fcnftig schnell einf\u00fchren und zuverl\u00e4ssig betreiben. Und nicht zuletzt steht ihnen mit der Referenzarchitektur auch eine standardisierte Infrastruktur f\u00fcr ihren weltweiten Einsatz zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit einer v\u00f6llig neuartigen Produktlinie auf Hana-Basis unterst\u00fctzt SAP die personalisierte Medizin. 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