{"id":60936,"date":"2016-04-02T15:07:51","date_gmt":"2016-04-02T13:07:51","guid":{"rendered":"http:\/\/e3mag.com\/?p=60936"},"modified":"2019-07-11T15:12:19","modified_gmt":"2019-07-11T13:12:19","slug":"18-laender-ein-stichtag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/e3mag.com\/de\/18-laender-ein-stichtag\/","title":{"rendered":"18 L\u00e4nder, ein Stichtag"},"content":{"rendered":"<p>Das Chemie-Unternehmen Kemira mit Hauptsitz in Helsinki bietet wasserintensiven Industrien Chemikalien und Know-how, um deren Effizienz beim Einsatz von Wasser, Energie und Rohstoffen zu erh\u00f6hen.<\/p>\n<p>Der finnische Konzern verfolgt das Ziel, strategische Wachstumspl\u00e4ne auf globaler Ebene umzusetzen, um auf ausgew\u00e4hlten M\u00e4rkten weltweit st\u00e4rker pr\u00e4sent zu sein. So akquirierte der Konzern das Papier-Chemikalien-Gesch\u00e4ft des niederl\u00e4ndischen Unternehmens AkzoNobel und integrierte es in sein Papier- und Zellstoff-Segment Kemira Oyj.<\/p><div class=\"great-fullsize-content-de great-entity-placement\" style=\"float: left;\" id=\"great-3482118185\"><div id=\"great-3501844168\" style=\"margin-bottom: 20px;\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=6Ja0zaCg0ss\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"banner_bdc_2026_1200x150\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_bdc_2026_1200x150.jpg\" alt=\"\"  srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_bdc_2026_1200x150.jpg 1200w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_bdc_2026_1200x150-400x50.jpg 400w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_bdc_2026_1200x150-768x96.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_bdc_2026_1200x150-100x13.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_bdc_2026_1200x150-480x60.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_bdc_2026_1200x150-640x80.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_bdc_2026_1200x150-720x90.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_bdc_2026_1200x150-960x120.jpg 960w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_bdc_2026_1200x150-1168x146.jpg 1168w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_bdc_2026_1200x150-18x2.jpg 18w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_bdc_2026_1200x150-600x75.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" width=\"1200\" height=\"150\"  style=\" max-width: 100%; height: auto;\" \/><\/a><\/div><\/div>\n<p>Die \u00dcbernahme umfasst Gesellschaften in insgesamt 18 L\u00e4ndern in Asien, Europa sowie Nord- und S\u00fcdamerika. Kemira erwartet davon weitreichende technologische und betriebswirtschaftliche Synergien.<\/p>\n<p>Kemira setzte bei der Integration der neuen Standorte in ein globales SAP-System auf das Know-how der Heidelberger Unternehmensberatung cbs Corporate Business Solutions. cbs unterst\u00fctzte das anspruchsvolle Post-Merger-Projekt als Generalunternehmer.<\/p>\n<p>Neben dem IT-Programm-Management zeichneten die cbs-Berater f\u00fcr den Rollout des SAP-Templates, die Migration der Daten in die SAP-Systemlandschaft von Kemira sowie die Implementierung der IT-Infrastruktur verantwortlich.<\/p>\n<p>Es sollten alle neuen Landesgesellschaften in 18 L\u00e4ndern auf vier Kontinenten in die SAP-Systemlandschaft integriert werden und an einem gemeinsamen Stichtag live gehen. Kemira nutzt standardisierte Prozesse mit zentraler Governance und ein zentrales SAP-ERP- und SAP-BI-System.<\/p>\n<p>Auch AkzoNobel verwendet SAP-Software, teilweise jedoch auch andere Systeme. F\u00fcr die Integration musste das bestehende SAP-Template von Kemira in allen involvierten L\u00e4ndern ausgerollt werden.<\/p>\n<p>Insgesamt wurden 75 SAP-Werke in die Kemira-Systemlandschaft integriert und dazugeh\u00f6rige Daten migriert. Zus\u00e4tzlich stand Kemira vor der Herausforderung, eine einheitliche IT-Infrastruktur sicherzustellen. F\u00fcr die gesamte Konzeption und Umsetzung dieses anspruchsvollen Post-Merger-Projekts wurde insgesamt eine Projektlaufzeit von nur neun Monaten ben\u00f6tigt.<\/p>\n<p>Mit der ganzheitlichen Methodik M-cbs erm\u00f6glichten die Heidelberger SAP-Berater, die Planung des Projektablaufs einheitlich, global und unternehmenskonform zu gestalten. Trotz des komplexen Projektumfangs gelang es den Beratern, umfassendes Projekt- und Change-Management auf internationaler Ebene miteinander zu verbinden.<\/p>\n<p>Dabei realisierten sie zum einen den Rollout der bestehenden SAP-Templates von Kemira (SAP ERP und SAP BI) in den \u00fcbernommenen Landesgesellschaften, zum anderen wurde das Template um zus\u00e4tzliche Funktionalit\u00e4ten sowie legale Anforderungen in neuen L\u00e4ndern erweitert.<\/p>\n<p>Durch das Expertenwissen im Beratungsfeld System Landscape Transformation (SLT) bietet cbs zentrale und globale L\u00f6sungen f\u00fcr die Umstrukturierung von SAP-Systemlandschaften. Auf dieser Grundlage f\u00fchrte das Projektteam die Carve-out- und Merger-Prozesse mit cbs-eigenen Tools durch. So lie\u00dfen sich die relevanten Daten gezielt in die Kemira-Systemlandschaft migrieren und transformieren.<\/p>\n<h3>Ganzheitliches Projektmanagement<\/h3>\n<p>cbs war bereits mit der bestehenden Systemlandschaft sowie den gegebenen Anforderungen von Kemira vertraut und begann mit den notwendigen Vorbereitungen f\u00fcr das umfangreichste Teilprojekt in der gesamten PMI-Programmorganisation:<\/p>\n<p>Daf\u00fcr unterteilte sich das Team aus 56 Beratern in f\u00fcnf Teams: zwei zentrale Teams f\u00fcr SAP und Infrastruktur sowie drei lokale Rollout-Teams, die je einen Kontinent unterst\u00fctzten. Als Generalunternehmer \u00fcbernahmen die cbs-Berater das komplexe Projektmanagement, wobei sie den Rollout der SAP-Templates und die parallel ablaufende Implementierung der IT-Infrastruktur koordinierten.<\/p>\n<p>Zwar ist Kemira standardisiert aufgestellt und zentral organisiert, trotzdem zeigte sich bei diesem Projekt die gro\u00dfe Bedeutung der regionalen Pr\u00e4senz und Unterst\u00fctzung. Zum einen lie\u00dfen sich auf diese Weise die zentral entwickelten, global einheitlichen L\u00f6sungen regional umsetzen.<\/p>\n<p>Zum anderen zeigten sich an den Herausforderungen, die sich durch die Ausdehnung des Projekts auf vier Kontinente ergaben, w\u00e4hrend des Projektverlaufs weitere Vorteile dieser Vorgehensweise.<\/p>\n<p>Da die insgesamt 18 involvierten L\u00e4nder in 13 Asset-Deal-L\u00e4nder und 5 Share-\u00adDeal-Nationen unterteilt waren, konnten die cbs-Berater ohne gro\u00dfen Aufwand zwei unterschiedliche Vorgehensweisen verfolgen:<\/p>\n<p>W\u00e4hrend die Asset-Deals in die bereits bestehenden Einheiten integriert werden mussten, galt es, bei den Share-Deals neue Einheiten in L\u00e4ndern ohne bisherigen Kemira-Standort zu bilden.<\/p>\n<p>Hinzu kamen regionale Anforderungen, die durch l\u00e4nderabh\u00e4ngige Spezifika bei den neuen Share-Deal-L\u00e4ndern entstanden. Denn die gesetzlichen und steuerrechtlichen Bestimmungen in den diversen L\u00e4ndern sind sehr unterschiedlich. Diese Differenzen ber\u00fccksichtigte cbs bei der Anpassung der Kemira-Systemlandschaft.<\/p>\n<p>Weil der Erwerb der einzelnen Landesgesellschaften zun\u00e4chst genehmigt werden musste, ergaben sich teilweise Verz\u00f6gerungen durch die Wettbewerbsbeh\u00f6rden. Trotzdem gelang es cbs, durch flexible Handlungsweisen Pl\u00e4ne umgehend anzupassen und das Projekt zeitnah und im Rahmen der engen Zeitvorgaben umzusetzen. Dabei erwiesen sich die Einteilung der Berater in regionale Teams sowie die hohe Pr\u00e4senz vor Ort als besonders effektiv.<\/p>\n<h3>Schnell zum Ziel<\/h3>\n<p>F\u00fcr die Umsetzung des Projekts verwendeten die Berater die ganzheitliche Methode M-cbs. Dadurch war es m\u00f6glich, alle Abl\u00e4ufe von Beginn an zu strukturieren und zu koordinieren sowie Pl\u00e4ne kontinuierlich anzupassen.<\/p>\n<p>Auf diese Weise wurden Fristen und Phasen eingehalten und planm\u00e4\u00dfig abgearbeitet. In der Umsetzung realisierte cbs zun\u00e4chst den Rollout der bestehenden SAP-Templates (SAP ERP und SAP BI) in allen L\u00e4ndern.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Projektumsetzung f\u00fchrte cbs zu verschiedenen Zeitpunkten mehrere Integrationstests durch. Diese stellten sicher, dass die Kemira-Systemlandschaft problemlos funktioniert und kundenspezifische Anforderungen erf\u00fcllt sind.<\/p>\n<p>In diesem Zusammenhang setzten die SAP-Berater weitere besondere Werkzeuge zur \u00dcberwachung des Projektverlaufs ein. Durch den SAP Solution Manager schufen sie globale Transparenz w\u00e4hrend der Integrationstests.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend des Going-Live und der ersten Buchungen wurde die SAP-Systemlandschaft durch SharePoint-Anwendungen \u00fcberwacht, um kritische Datenkonstellationen zu erkennen und umgehend korrigierende Ma\u00dfnahmen einleiten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend \u00fcbernahm der SAP Solution Manager das IT-Service-Management. Der Go-Live erfolgte nach neun Monaten zu einem gemeinsamen Stichtag in den 18 L\u00e4ndern. Und dies trotz hohem Zeitdruck durch die knapp bemessene Projektlaufzeit.<\/p>\n<p>Ein solch komplexes Projekt auf globaler Ebene, das sowohl die Integration von 18 Landesgesellschaften und die Transformation und Migration von 75 SAP-Werken als auch die Optimierung und Einf\u00fchrung weiterer Gesch\u00e4ftsprozesse beinhaltet, verlangt umfassende, globale L\u00f6sungs- und Umsetzungsstrategien.<\/p>\n<h3>Weichen gestellt<\/h3>\n<p>Durch die hinzukommende Implementierung der IT-Infrastruktur war ein komplexes Gesamtprogramm-Management erforderlich. Dies gelang cbs dank der langj\u00e4hrigen Erfahrung, des ausgewiesenen Know-how sowie der erprobten Methode innerhalb k\u00fcrzester Zeit. Auch f\u00fcr Kemira Oyj hat sich dies ausgezahlt.<\/p>\n<p><em>\u201eDer Rollout war der bisher beste SAP-Rollout bei Kemira. cbs hat als wichtiger Sparringspartner und Ideengeber im Gesamtprogramm einen elementaren Beitrag geleistet, um das Projekt so erfolgreich zu machen\u201c<\/em><\/p>\n<p>so Terhi Ilvonen, VP Planning &amp; Controlling Gesamtprogramm-Managerin von Kemira Oyj.<\/p>\n<p>Die Akquisition des Gesch\u00e4fts mit Papier-Chemikalien von AkzoNobel war ein wichtiger Wachstumsimpuls. Das zeigt sich besonders in Asien, wo der \u00fcbernommene Anteil den bis dahin bestehenden \u00fcberwiegt.<\/p>\n<p>Die reibungslose Transformation und Migration der SAP-Werke und die Integration der gekauften Landesgesellschaften in Asien, Europa sowie Nord- und S\u00fcdamerika hat sich f\u00fcr Kemira auch wirtschaftlich als gewinnbringend erwiesen. cbs setzte das Projekt in der geplanten Zeit mit externen Verz\u00f6gerungen um und blieb dabei sogar noch unter dem veranschlagten Budget.<\/p>\n<p>Auch wenn die Post-Merger-Integra\u00adtion-Phase noch nicht vollst\u00e4ndig abgeschlossen ist, f\u00fcr Kemira Oyj ist das Projekt ein gro\u00dfer Erfolg. Die Integration der globalen Akquisition wurde erfolgreich umgesetzt.<\/p>\n<p>Mit einer weltweit einheitlichen SAP-Systemlandschaft sind nun die Weichen f\u00fcr weitere Synergieeffekte gestellt. Kemira Oyj konnte au\u00dferdem die Pr\u00e4senz auf ausgew\u00e4hlten, relevanten M\u00e4rkten erh\u00f6hen und die eigene Wettbewerbsposition nachhaltig st\u00e4rken. Somit ist Kemira ein gro\u00dfer Schritt auf dem Weg der globalen Expansion gelungen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die \u00dcbernahme des Papiergesch\u00e4fts von AkzoNobel stellte das Chemie-Unternehmen Kemira vor die Herausforderung, die neuen Standorte in 18 L\u00e4ndern in ein einheitliches SAP-System zu 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