{"id":6078,"date":"2015-09-24T00:00:00","date_gmt":"2015-09-23T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/e3mag.com\/?p=6078"},"modified":"2019-04-01T10:48:37","modified_gmt":"2019-04-01T08:48:37","slug":"non-disruptive-eim","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/e3mag.com\/de\/non-disruptive-eim\/","title":{"rendered":"Non-disruptive EIM"},"content":{"rendered":"<p>Die digitale Transformation ist weniger ein technischer Vorgang als vielmehr eine Adaptierung von Gesch\u00e4ftsprozessen. Umfassende Digitalisierung ist die Voraussetzung f\u00fcr Kommunikation ohne Medienbruch.<\/p>\n<p>Die Kernkomponenten von Industrie 4.0 sind IoT (Internet der Dinge und Services) sowie M2M (Maschinen-zu-Maschinen-Kommunikation).<\/p><div class=\"great-fullsize-content-de\" style=\"float: left;\" id=\"great-3643344640\"><div id=\"great-2958093471\" style=\"margin-bottom: 20px;\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=6yfv7eho3Gc\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"Fullsize\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150.jpg\" alt=\"Fullsize\"  srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150.jpg 1200w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-400x50.jpg 400w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-768x96.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-100x13.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-480x60.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-640x80.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-720x90.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-960x120.jpg 960w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-1168x146.jpg 1168w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-18x2.jpg 18w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-600x75.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" width=\"1200\" height=\"150\"  style=\" max-width: 100%; height: auto;\" \/><\/a><\/div><\/div>\n<p>\u00c4hnliches gilt f\u00fcr das Enterprise Information Management (EIM). Digitalisierung hei\u00dft nicht, dass Papier in elektronische Dokumente umgewandelt wird, sondern dass die M\u00f6glichkeit f\u00fcr eine vernetzte und kollaborative Kommunikation von digitalen Informationen geschaffen wird \u2013 ein adaptiertes M2M f\u00fcr Dokumente und Archiv.<\/p>\n<p>Ziel ist ein Standardisierungs- und Automatisierungseffekt f\u00fcr EIM.<\/p>\n<h3>The Innovator\u2018s Dilemma<\/h3>\n<p>Disruptiv oder nicht disruptiv? Diese Frage besch\u00e4ftigt nicht nur die Early Adopters von Hana und SAP S\/4, sondern die gesamte IT-Szene.<\/p>\n<p><em>\u201eWenn ein Unternehmen versucht, eine disruptive Technologie so weit zu entwickeln, dass sie den Anforderungen der Kunden in etablierten M\u00e4rkten entspricht \u2013 was die meisten f\u00fchrenden Unternehmen tun \u2013, ist ihr Scheitern so gut wie sicher\u201c<\/em><\/p>\n<p>meint Harvard-Professor Clayton M. Christensen in der deutschsprachigen Ausgabe seines Buchklassikers \u201e<a href=\"https:\/\/amzn.to\/2n5QwXm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">The Innovator\u2019s Dilemma<\/a>\u201c auf Seite 234.<\/p>\n<p>Bedeutet Digitalisierung stets eine radikale Ver\u00e4nderung der Use und Business Cases, die unweigerlich disruptiv sind?<\/p>\n<p><em>\u201eWorauf es bei dem Thema vor allem ankommt, ist, dass die Unternehmen jetzt mit der Digitalisierung anfangen m\u00fcssen\u201c<\/em><\/p>\n<p>erkl\u00e4rt OpenText-Manager Roger Illing.<\/p>\n<p><em>\u201eJe gr\u00f6\u00dfer die Unternehmen sind, umso dringender. Denn dann ist der Anteil der Altlasten entsprechend gr\u00f6\u00dfer und damit auch der grundlegende Integrationsbedarf, um ein prozessorientiertes Informationsmanagement zu betreiben.<\/em><\/p>\n<p><em>Den Unternehmen muss klar sein, dass es sich auf jeden Fall lohnt. Denn es liegen noch viele Automatisierungs- und Produktivit\u00e4tspotenziale brach.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Die Digitalisierung der Wirtschaft, die auf der diesj\u00e4hrigen CeBIT unter dem Schwerpunktthema d!conomy behandelt wurde, setzt die Digitalisierung von Gesch\u00e4ftsprozessen im Unternehmen zwingend voraus.<\/p>\n<h3>d!conomy und EIM<\/h3>\n<p>Mehr als jeder dritte Mittelst\u00e4ndler quer durch alle Branchen nutzt bereits ECM-L\u00f6sungen (Enterprise Content Management), wie eine Studie im Auftrag des Bitkom ergeben hat, f\u00fcr die insgesamt 805 Unternehmen mit 20 bis 499 Mitarbeitern befragt wurden.<\/p>\n<p>Von den Unternehmen mit 100 oder mehr Besch\u00e4ftigten setzt bereits rund jedes zweite auf ECM. Die Mehrheit der Unternehmen setzt ECM-L\u00f6sungen f\u00fcr das Dokumentenmanagement (60 Prozent) und f\u00fcr die Archivierung (54 Prozent) ein, mehr als jedes dritte Unternehmen (39 Prozent) greift bei der Rechnungsbearbeitung darauf zur\u00fcck, jedes vierte (26 Prozent) beim E-Mail-Management.<\/p>\n<p>Seltener wird ECM noch f\u00fcr das Wissensmanagement (14 Prozent) oder rund um die Zusammenarbeit von Teams (13 Prozent) genutzt. ECM ist mehr als die Verwaltung von Dokumenten.<\/p>\n<p><em>\u201eUnternehmen, die das erkennen und ihre Prozesse entsprechend gestalten, haben einen klaren Vorteil gegen\u00fcber ihren Wettbewerbern\u201c<\/em><\/p>\n<p>sagt J\u00fcrgen Biffar, Vorstandsvorsitzender des Kompetenzbereichs ECM im Bitkom.<\/p>\n<p>Noch mehr gelten diese Vorteile f\u00fcr die Unternehmen, die von SAP und OpenText betreut werden. Erst die vollst\u00e4ndige Digitalisierung auf einer ERP\/CRM-Plattform in Verbindung mit EIM schafft den erforderlichen Mehrwert.<\/p>\n<h3>DMS, ECM und EIM<\/h3>\n<p>Damit ist der nicht disruptive Weg einer digitalen Transformation nicht nur vorgegeben, sondern f\u00fchrt \u00fcber die klassischen Bereiche DMS (Document Management System) und ECM (Enterprise Content Management) weit hinaus \u2013 bis zum Enterprise Information Management (EIM). Es sind die Prozesse und Workflows der Digitalisierung, die die Kernkompetenz eines Unternehmens st\u00fctzen und f\u00f6rdern.<\/p>\n<p><em>\u201eNehmen wir BMW. Diese Industrie-Ikone versteht sich heute nicht mehr nur als Autobauer, sondern als Anbieter von Mobilit\u00e4t\u201c<\/em><\/p>\n<p>definiert Illing im E-3 Gespr\u00e4ch. iDrive und DriveNow seien hier als Stichworte genannt. Endkunden treten \u00fcber ihre mobilen Ger\u00e4te oder \u00fcber ihr Fahrzeug direkt mit dem Hersteller in Kontakt und tauschen Daten aus. Diese nutzt BMW wiederum, um sein Mobilit\u00e4tsangebot zu optimieren und zu erweitern. F\u00fcr die Kommunikationsinfrastruktur ist hier die Cloud das Mittel der Wahl.<\/p>\n<h3>Cloud Computing<\/h3>\n<p>Wie h\u00e4ngen Digitalisierung und Cloud zusammen?<\/p>\n<p><em>\u201eWir haben in Zentraleuropa traditionell hoch integrierte, vertikale Wertsch\u00f6pfungsketten in Form von Industrieclustern und einer engen Beziehung zum Handel\u201c<\/em><\/p>\n<p>wei\u00df Roger Illing aus seiner beruflichen Praxis.<\/p>\n<p><em>\u201eJe mehr und je durchg\u00e4ngiger diese unternehmens\u00fcbergreifenden Wertsch\u00f6pfungsketten digitalisiert werden, desto mehr werden die Unternehmen auf Cloud-Infrastrukturen zur\u00fcckgreifen.<\/em><\/p>\n<p><em>Die Cloud als Technologie ist ein \u2013 neudeutsch ausgedr\u00fcckt \u2013 Business Enabler, weil sie die Voraussetzung daf\u00fcr schafft, digitale Gesch\u00e4ftsmodelle Realit\u00e4t werden zu lassen.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Wertsch\u00f6pfungsketten gab es bisher auch schon in Industrie und Handel. Warum reicht traditionelle Technik wie EDI nicht mehr?<\/p>\n<p><em>\u201eNein, das w\u00fcrde heute nicht mehr ausreichen. Einerseits beschr\u00e4nkt sich EDI in der Regel auf den Austausch von Daten. Zum anderen sind solche Systeme aufw\u00e4ndig in der Wartung und Implementierung.<\/em><\/p>\n<p><em>Drittens aber ist EDI f\u00fcr den Austausch zwischen Unternehmen konzipiert\u201c<\/em><\/p>\n<p>meint Illing.<\/p>\n<p><em>\u201eIn Zukunft kommt es jedoch auch auf den schnellen und flexiblen Austausch von Dokumenten, Bildern, Audio- und Videodateien etc. an, und das entlang der gesamten Lieferkette bis zum Endkunden.<\/em><\/p>\n<p><em>Die Cloud ist hier einfach schneller und flexibler.\u201c<\/em><\/p>\n<h3>Supply Chain und Trading Grid<\/h3>\n<p>Digitale Lieferketten und Kommunikation ohne Medienbr\u00fcche scheinen der Erfolgsfaktor f\u00fcr zuk\u00fcnftige Use und Business Cases zu werden: Schneider Electric erweiterte dieses Jahr die Zusammenarbeit mit OpenText und verwendet k\u00fcnftig Managed Services als Grundlage f\u00fcr seine globale Supply-Chain-Plattform.<\/p>\n<p><em>\u201eSchneider Electric ben\u00f6tigt einen zuverl\u00e4ssigen Partner, der \u00fcber eine Plattform f\u00fcr das B2B-Workflow-Management in der Cloud verf\u00fcgt und zudem in der Lage ist, uns bei unseren weltweiten Aktivit\u00e4ten zu unterst\u00fctzen\u201c<\/em><\/p>\n<p>kommentiert Philippe Azoulay, Director IT Supply Chain bei Schneider Electric.<\/p>\n<p><em>\u201eOpenText ist der richtige Partner. Das Unternehmen konnte uns mit seiner Erfahrung im Zusammenhang mit B2B-Integrationen und einer hohen Servicequalit\u00e4t von einer erweiterten Zusammenarbeit \u00fcberzeugen.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Die von der gesamten Schneider-Electric-Gruppe eingesetzte Supply-Chain-Plattform erlaubt einen weltweiten Informationsaustausch zwischen B2B-Logistikdienstleistern.<\/p>\n<p>Die Managed-Services-L\u00f6sung kommt erg\u00e4nzend zur bereits implementierten OpenText Process Suite zum Einsatz. Damit kann Schneider Electric f\u00fcr s\u00e4mtliche Logistikdienstleister und Business-Applikationen entsprechende Gesch\u00e4ftsprozessstandards definieren.<\/p>\n<p><em>\u201eDie gro\u00dfe Herausforderung ist es, die L\u00f6sung so zu skalieren, dass unter zeitkritischen Bedingungen der Austausch von Daten \u00fcber mehr als hundert Informationssysteme erm\u00f6glicht wird\u201c<\/em><\/p>\n<p>erkl\u00e4rt Azoulay.<\/p>\n<p><em>\u201eMit OpenText werden wir die Implementierung und den Einsatz der Integrationsservices vereinfachen und beschleunigen. Damit k\u00f6nnen unsere Logistikdienstleister weltweit und auf sicherem Wege Informationen teilen und gleichzeitig die Gesamtbetriebskosten senken.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Die OpenText Managed Services nutzen das OpenText Trading Grid. Dabei handelt es sich um eine cloudbasierte B2B-Integrationsl\u00f6sung, mit der sich Gesch\u00e4ftspartner schnell, sicher und effizient verbinden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>OpenText Trading Grid ist hoch skalierbar und kann sowohl das digitale Unternehmensnetzwerk einer ganzen multinationalen B2B-Umgebung verwalten als auch f\u00fcr eine Zahl kleinerer Projekte, Regionen oder Handelspartnerbeziehungen eingesetzt werden.<\/p>\n<h3>Digitalisierungs-Workshop<\/h3>\n<p><em>\u201eWir haben ein Workshop-Programm f\u00fcr Digitalisierung gestartet. In dessen Rahmen geben wir unsere Erfahrungen an die Teilnehmer weiter\u201c<\/em><\/p>\n<p>erkl\u00e4rt Roger Illing seine Hilfestellung f\u00fcr SAP-Bestandskunden, die auf der Suche nach dem richtigen Einstieg in den digitalen, nicht disruptiven Transformationsprozess sind.<\/p>\n<p><em>\u201eDazu schlie\u00dfen wir uns im Idealfall mit der gesamten Gesch\u00e4ftsleitung und den Abteilungsleitern zwei Tage lang ein, um Ideen zu entwickeln, die zu dem konkreten Unternehmen passen k\u00f6nnten.<\/em><\/p>\n<p><em>Die beiden wichtigsten Erfahrungen, die wir dabei von unserer Seite mitbringen, lauten: Die Digitalisierung erm\u00f6glicht es, auch von branchenfremden Gesch\u00e4ftsmodellen zu lernen und diese eventuell zu \u00fcbertragen. Zweitens verschwinden die Grenzen innerhalb der Lieferkette.<\/em><\/p>\n<p><em>In Zukunft haben die Hersteller ungleich direkteren Zugang zu Kundenw\u00fcnschen und -bed\u00fcrfnissen als bisher. Drittens lassen sich Teile der Wertsch\u00f6pfungskette verlagern und n\u00e4her an den Kunden bringen.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Und nat\u00fcrlich kann Roger Illing daf\u00fcr auch ein Beispiel bringen:<\/p>\n<p><em>\u201eSie kaufen kein Smartphone, sondern Kommunikation. Deshalb ist das Ger\u00e4t der subventionierte Teil Ihres Mobilfunkvertrags. Warum sollte man dieses Modell nicht auf andere Gebrauchsg\u00fcter \u00fcbertragen? K\u00f6nnten sich nicht Stromanbieter zu Energiemanagern weiterentwickeln?<\/em><\/p>\n<p><em>Die Kundenvertr\u00e4ge k\u00f6nnten dann die Subventionierung von typischen stromverbrauchenden Haushaltsger\u00e4ten wie Lampen, K\u00fchlschr\u00e4nken oder Waschmaschinen enthalten. Dann kaufen Sie keine Ger\u00e4te oder Strom mehr, sondern einen m\u00f6glichst effizienten Haushaltsbetrieb.<\/em><\/p>\n<p><em>Oder warum sollte man Schuhe weiter auf Lager produzieren und ins Regal stellen, anstatt sie einfach im Laden nach seinen eigenen W\u00fcnschen \u2013 Modell, Farbe, Form \u2013 mittels 3D-Druck zu produzieren?\u201c<\/em><\/p>\n<h3>EIM: Digitales Change Management<\/h3>\n<p>Digitale Lieferketten, M2M und 3D-Drucker w\u00fcrden die Rolle des Handels radikal ver\u00e4ndern, fragte E-3 Chefredakteur Peter F\u00e4rbinger den OpenText-Manager Roger Illing:<\/p>\n<p><em>\u201eSie haben v\u00f6llig recht. Dem Handel k\u00e4me eine Rolle zu, die noch mehr in Richtung Beratung geht. Um beim Beispiel der Haushaltsger\u00e4te zu bleiben:<\/em><\/p>\n<p><em>Der Verk\u00e4ufer w\u00fcrde passende Tarife bei Stromanbietern heraussuchen und den Vertragsabschluss in die Wege leiten. Und die Mitarbeiter des Schuhoutlets w\u00fcrden ihr Talent als Stilberater ausspielen.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Diese neuen Use und Busi\u00adness Cases w\u00fcrden auch die Fragen der Haftung und der Dokumentation betreffen?<\/p>\n<p><em>\u201eGenauso ist es\u201c<\/em><\/p>\n<p>meint Illing.<\/p>\n<ul>\n<li>Wurde die Qualit\u00e4tskontrolle des im Laden produzierten Schuhs l\u00fcckenlos dokumentiert, wurde der Schuh fotografiert, sodass Anspr\u00fcche auf Umtausch aufgrund vermeintlicher Produktionssch\u00e4den ausgeschlossen werden k\u00f6nnen?<\/li>\n<li>Waren die Konditionen, zu denen der Energievertrag abgeschlossen wurde, wirklich die letztg\u00fcltigen?<\/li>\n<li>Wer dokumentiert das rechtssicher?<\/li>\n<li>Wer garantiert, dass die Kundenberater im Handel stets Zugriff auf die relevanten Systeme beim Hersteller haben, um ihre Aufgaben zu erledigen?<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Erkl\u00e4rung von Roger Illing:<\/p>\n<p><em>\u201eDie Antworten liegen im Design der dahinter stehenden IT-Umgebungen. Die Fragen k\u00f6nnen nur beantwortet werden, wenn die den Gesch\u00e4ftsmodellen zugrunde liegenden Prozesse vollst\u00e4ndig digitalisiert sind.<\/em><\/p>\n<p><em>Wenn ein Schuhhersteller zu jedem produzierten Paar Schuh Fotos schie\u00dfen muss, ben\u00f6tigt er eine L\u00f6sung f\u00fcr Digital Asset Management. Er muss daf\u00fcr Sorge tragen, dass die Fotos der richtigen Kundenakte zugeordnet werden und dass der Schuhhandel, eventuell aber auch der Kunde im Sinne von Self-Service direkt auf diese Akte zugreifen kann, sollten Nach- und R\u00fcckfragen aufkommen.<\/em><\/p>\n<p><em>Die Unternehmen ben\u00f6tigen also ein durchg\u00e4ngiges Informationsmanagement, das sich an den Prozessen orientiert und nicht an den darunter liegenden Systemen.\u201c<\/em><\/p>\n<h3>Nicht disruptives E2E mit EIM<\/h3>\n<p>Die Beispiele, die wir gerade er\u00f6rtert haben, weisen mehrere Gemeinsamkeiten auf, meint Roger Illing: Sie sind unternehmens\u00fcbergreifend und reichen bis zum Endkunden. Die Prozesse m\u00fcssen immer und sofort funktionieren.<\/p>\n<p>Wo welche Information auf der Systemebene liegt, spielt aus Anwender- und Kundensicht keine Rolle. Aber vor allem: Die Prozesse m\u00fcssen schnell sein.<\/p>\n<p><em>\u201eEs darf nicht zwei Tage dauern, bis ein Produktfoto der richtigen Akte zugeordnet ist, wenn die Reklamation schon einen Tag nach dem Kauf erfolgt\u201c<\/em><\/p>\n<p>definiert der OpenText-Manager die zuk\u00fcnftigen Anforderungen an ein futuristisches Handelssystem. Und wenn der Kunde sich beim Schuhhersteller meldet statt beim H\u00e4ndler, darf es nicht sein, dass der Kundenbetreuer erst im Laden anrufen muss, um sich mit dem konkreten Fall vertraut zu machen.<\/p>\n<p><em>\u201eDies alles ist nur durch ein prozessorientiertes Informationsmanagement \u00fcber die gesamte Lieferkette m\u00f6glich, das viele Aufgaben automatisiert erledigt\u201c<\/em><\/p>\n<p>erkl\u00e4rt Roger Illing.<\/p>\n<p>Ohne Flei\u00df kein Preis: Digitale Use und Business Cases m\u00fcssen finanziert werden und durch ihren Mehrwert den ROI sicherstellen. In Teilen der Industrie sind rund zehn Prozent des Preises von Anlagen und Maschinen f\u00fcr die sp\u00e4tere Bearbeitung von Schadensf\u00e4llen vorgesehen.<\/p>\n<p><em>\u201eWenn Sie nur einen Teil dieses Umsatzes daf\u00fcr verwenden, die Schadensfalldokumentation zu digitalisieren, die Prozesse dazu aktiv mit entsprechender Software zu steuern und durch die intelligente Analyse von Wartungsberichten \u2013 wir nennen das Content Analytics \u2013 Ihren Service in Richtung Predictive Maintenance weiterzuentwickeln, verbessern Sie Ihre Wettbewerbsposition entscheidend\u201c<\/em><\/p>\n<p>ist Roger Illing fest \u00fcberzeugt.<\/p>\n<p>Was mit Content Analytics alles m\u00f6glich ist, beweist sehr anschaulich die Weltgesundheitsorganisation:<\/p>\n<p><em>\u201eSie analysiert mit unserer L\u00f6sung Webinhalte auf der ganzen Welt, um dadurch Hinweise auf Epidemien zu erhalten\u201c<\/em><\/p>\n<p>erkl\u00e4rt Illing.<\/p>\n<p>Jeder gro\u00dfe Automobilhersteller erzeugt w\u00e4hrend der Produktion Milliarden von Strichcode-Aufklebern, die an verschiedenen Stellen angebracht werden m\u00fcssen. Dabei darf kein Fehler unterlaufen.<\/p>\n<p>Je auftragsbezogener die Fertigung wird, desto aufw\u00e4ndiger ist dieser Prozess und insbesondere die Fehlervermeidung.<\/p>\n<p><em>\u201eMittels Output Management und Digital Asset Management k\u00f6nnen Sie diesen Aufwand wieder stark reduzieren\u201c<\/em><\/p>\n<p>wei\u00df Illing aus zahlreichen Referenzen.<\/p>\n<p>Der Werker bekommt dann zu jedem Label ein Bild angezeigt, an welcher Stelle er es anbringen muss. Und da das Label im System mit dem Auftrag verkn\u00fcpft ist, ist es auch das richtige.<\/p>\n<p><em>\u201eVersicherungen w\u00e4ren ein anderes Beispiel\u201c<\/em><\/p>\n<p>meint Illing.<\/p>\n<p><em>\u201eViele Vertr\u00e4ge, vor allem die \u00e4lteren, liegen hier weiterhin als nicht durchsuchbare Bilddatei vor. F\u00fcr einen Sachbearbeiter ist es m\u00fchsam, sich zu bestimmten Vertragsbedingungen vorzuarbeiten.<\/em><\/p>\n<p><em>W\u00fcrden diese Dokumente einer intelligenten Volltextsuche zug\u00e4nglich gemacht und die Prozesse mit BPM-Software gesteuert, k\u00f6nnten die Unternehmen viel Zeit und Kosten sparen.\u201c<\/em><\/p>\n<h3>Wertsch\u00f6pfungsketten<\/h3>\n<p>Dass die Handyrechnung im E-Mail-Postfach landet und der Kontoauszug im Internet abgerufen wird, ist f\u00fcr viele allt\u00e4glich. Fast jeder vierte Internetnutzer (23 Prozent) zieht f\u00fcr pers\u00f6nliche Dokumente die elektronische Form der Papierversion vor. Das hat eine repr\u00e4sentative Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom ergeben.<\/p>\n<p>Zum Vergleich: Im Jahr 2013 waren es erst 15 Prozent.<\/p>\n<p><em>\u201eDigitale Dateien lassen sich leicht verwalten und schnell wiederfinden\u201c<\/em><\/p>\n<p>sagt J\u00fcrgen Biffar, Bitkom-Vorstandsvorsitzender des Kompetenzbereichs ECM.<\/p>\n<p>Und OpenText-Manager Roger Illing wei\u00df, dass die Transformation, die durch die Digitalisierung ausgel\u00f6st wird, allen an der Wertsch\u00f6pfung Beteiligten Chancen er\u00f6ffnet. Es gilt, die Digitalisierung f\u00fchrt zu einer Verk\u00fcrzung der Wertsch\u00f6pfungsketten.<\/p>\n<p>Amazons Self-Publishing-Ansatz ist ein gutes Beispiel, das auch auf andere Industrien \u00fcbertragbar ist. Daraus ergeben sich neue Herausforderungen f\u00fcr Lieferanten und Zwischenh\u00e4ndler: Sie k\u00f6nnten sich etwa zu Supply-Chain-Experten weiterentwickeln.<\/p>\n<p><em>\u201eSie k\u00f6nnen ihren Abnehmern aber nur dann genau diejenigen Teile und Produkte liefern, die gerade ben\u00f6tigt werden, wenn sie auch ihre Bestellprozesse mittels Software so weit wie m\u00f6glich automatisieren. Denn nur dann sind sie schnell und flexibel genug\u201c<\/em><\/p>\n<p>definiert Roger Illing abschlie\u00dfend.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der digitale Transformationsprozess muss f\u00fcr fast alle SAP-Bestandskunden nicht disruptiv erfolgen \u2013 unabh\u00e4ngig von Technologie, Use und Business Cases. \u201eHybrid\u201c ist somit ein Schl\u00fcsselbegriff, um eine Roadmap zu evaluieren. Mit Roger Illing, OpenText Vice President Enterprise Sales EMEA, sprach E-3 Chefredakteur Peter F\u00e4rbinger \u00fcber die Transformation des Enterprise Information Management.<\/p>\n","protected":false},"author":38,"featured_media":14340,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"pmpro_default_level":"","footnotes":""},"categories":[22145,1577],"tags":[601,1258,556,10529,367,819,370,3438],"coauthors":[19920],"class_list":["post-6078","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-coverstory-1510","category-1577","tag-digitalisierung","tag-dms","tag-ecm","tag-eim","tag-industrie-4-0","tag-internet-der-dinge","tag-iot","tag-m2m","pmpro-has-access"],"acf":[],"featured_image_urls_v2":{"full":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/2015.jpg",1000,387,false],"thumbnail":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/2015-150x150.jpg",150,150,true],"medium":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/2015.jpg",400,155,false],"medium_large":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/2015-768x297.jpg",768,297,true],"large":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/2015.jpg",1000,387,false],"image-100":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/2015-100x39.jpg",100,39,true],"image-480":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/2015-480x186.jpg",480,186,true],"image-640":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/2015-640x248.jpg",640,248,true],"image-720":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/2015-720x279.jpg",720,279,true],"image-960":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/2015-960x372.jpg",960,372,true],"image-1168":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/2015.jpg",1000,387,false],"image-1440":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/2015.jpg",1000,387,false],"image-1920":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/2015.jpg",1000,387,false],"1536x1536":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/2015.jpg",1000,387,false],"2048x2048":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/2015.jpg",1000,387,false],"trp-custom-language-flag":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/2015.jpg",18,7,false],"bricks_large_16x9":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/2015.jpg",1000,387,false],"bricks_large":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/2015.jpg",1000,387,false],"bricks_large_square":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/2015.jpg",1000,387,false],"bricks_medium":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/2015.jpg",600,232,false],"bricks_medium_square":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/2015.jpg",600,232,false],"profile_24":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/2015-24x24.jpg",24,24,true],"profile_48":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/2015-48x48.jpg",48,48,true],"profile_96":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/2015-96x96.jpg",96,96,true],"profile_150":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/2015-150x150.jpg",150,150,true],"profile_300":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/2015-300x300.jpg",300,300,true]},"post_excerpt_stackable_v2":"<p>Der digitale Transformationsprozess muss f\u00fcr fast alle SAP-Bestandskunden nicht disruptiv erfolgen \u2013 unabh\u00e4ngig von Technologie, Use und Business Cases. \u201eHybrid\u201c ist somit ein Schl\u00fcsselbegriff, um eine Roadmap zu evaluieren. 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