{"id":60743,"date":"2013-04-01T15:02:47","date_gmt":"2013-04-01T13:02:47","guid":{"rendered":"http:\/\/e3mag.com\/?p=60743"},"modified":"2019-07-09T15:10:10","modified_gmt":"2019-07-09T13:10:10","slug":"von-offiziellem-und-weniger-offiziellem","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/e3mag.com\/de\/von-offiziellem-und-weniger-offiziellem\/","title":{"rendered":"Von Offiziellem und  weniger Offiziellem"},"content":{"rendered":"<p>Keine schlechte Idee! Wer fit ist, ist meistens auch attraktiver. Man muss daf\u00fcr naturgem\u00e4\u00df einiges tun und das ist in der SAP-Community h\u00e4ufig mit h\u00f6heren Lizenzgeb\u00fchren verbunden.<\/p>\n<p>Das eigene System mit dem Solution Manager fit zu gestalten gelingt nur bedingt, wenn man Standard-Support-Kunde ist. Die d\u00fcrfen nur einen Bruchteil der SolMan-Funktionen nutzen, womit die Fitness auf der Strecke bleibt.<\/p><div class=\"great-fullsize-content-de\" style=\"float: left;\" id=\"great-1077173778\"><div id=\"great-3341234163\" style=\"margin-bottom: 20px;\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=6yfv7eho3Gc\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"banner_26-04_29_1200x150\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150.jpg\" alt=\"\"  srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150.jpg 1200w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-400x50.jpg 400w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-768x96.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-100x13.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-480x60.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-640x80.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-720x90.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-960x120.jpg 960w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1168x146.jpg 1168w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-18x2.jpg 18w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-600x75.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" width=\"1200\" height=\"150\"  style=\" max-width: 100%; height: auto;\" \/><\/a><\/div><\/div>\n<p>Enterprise-Support-Kunden haben es besser, die d\u00fcrfen s\u00e4mtliche SolMan-Tricks anwenden und erreichen damit wahrscheinlich maximale Innovationsfitness. Auch EhPs (SAP Enhancement Packages) sind gut geeignet f\u00fcr ein ERP-Fitnessprogramm \u2013 jedoch nicht immer kostenfrei!<\/p>\n<p>Besonders achtsam sollten SAP-Bestandskunden mit den neuen Funktionen rund um MDM\/MDG im Stammdatenmanagement umgehen (Master Data Management und Master Data Governance). Hier gibt es einige Einstellungen, die im Gegensatz zur gelebten Praxis sehr wohl lizenzpflichtig werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die DSAG\/SAP-Wege zur Innovationsfitness sind somit verschlungen und herausfordernd, wahrscheinlich aber ein gutes Gesch\u00e4ft f\u00fcr beide Organisationen. Matthias Kneissl, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von Q-Partners und intimer Kenner aller SAP-Community-Trends, stand nach den DSAG-Technologietagen E-3 Chefredakteur Peter F\u00e4rbinger f\u00fcr kritische Fragen zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p><strong>Peter F\u00e4rbinger: Zwei Tage DSAG-Technologietage in Mannheim gem\u00e4\u00df dem Motto \u201eWege zur Innovationsfitness\u201c. Was ist Ihr Fazit, was waren die Schwerpunktthemen?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Matthias Kneissl:<\/strong> Wesentlich f\u00fcr die SAP-Community ist wohl das Thema Hana und In-memory Computing. Nachdem nun auch Hana f\u00fcr die ERP Business Suite freigegeben ist, werden auch alle anderen SAP-Produkte nach und nach umgestellt.<\/p>\n<p>Neben Hana ist nat\u00fcrlich auch Mobilit\u00e4t ein gro\u00dfes Thema f\u00fcr SAP-Bestandskunden. Mit der In-memory-Computing-Technologie und der Mobilisierung von Gesch\u00e4ftsprozessen w\u00e4chst zusammen, was zusammengeh\u00f6rt. Gleichzeitig gewinnen auch die Betriebskonzepte f\u00fcr diese Themen an Bedeutung.<\/p>\n<p><strong>F\u00e4rbinger: Das hei\u00dft also, alle Kunden werden sich umstellen und neu orientieren m\u00fcssen. Wie beurteilen Sie das, was auf uns zukommt?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Kneissl:<\/strong> SAP betont, dass die Umstellung von NetWeaver auf Hana gr\u00f6\u00dfer sein wird als der \u00dcbergang von R\/3 zu NetWeaver. Die Herausforderungen sind zahlreich, angefangen bei der Infrastruktur, an die spezielle Anforderungen gestellt werden.<\/p>\n<p>Das beginnt bereits damit, dass in Zukunft zus\u00e4tzlich zu einer Zentralin\u00adstanz ein Applikationsserver installiert und betrieben werden muss. Parallel dazu ziehen mit dem neuen NetWeaver Stack 7.4 auch neue Technologien in die SAP-Welt ein. Der Workbench Editor, Transaktion SE80, wird in Zukunft weitestgehend mit Eclipse abgebildet.<\/p>\n<p><strong>F\u00e4rbinger: Also gibt es viel Neues zu lernen?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Kneissl:<\/strong> Ja, passend dazu hat SAP auch gleich eine Schulung f\u00fcr ABAP-Entwickler aufgelegt, um sich mit den neuen Tools vertraut zu machen. Diese neuen Werkzeuge sind notwendig, da auch die kundeneigenen Entwicklungen auf das neue Paradigma Hana angepasst werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>In-memory Computing ist nat\u00fcrlich nur dann effizient, wenn das Coding so optimiert wird, dass ein Gro\u00dfteil der Berechnung auf dem Datenbankserver stattfindet.<\/p>\n<p><strong>F\u00e4rbinger: Kann das ein Problem werden?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Kneissl:<\/strong> Hier sehe ich viele kundeneigene Reports und Entwicklungen, die f\u00fcr die neue Technologie angepasst werden m\u00fcssen, da diese zum Teil ineffizient entwickelt sind und ein Gro\u00dfteil der Berechnungen mit mehrfachen Loops durch interne Tabellen auf dem Applikationsserver stattfindet. Derartige Codings profitieren zun\u00e4chst von einer Umstellung der Datenbank auf Hana nat\u00fcrlich nicht.<\/p>\n<p><strong>F\u00e4rbinger: Wie muss sich ein SAP-Bestandskunde eine Umstellung auf ERP mit Hana als Datenbank eigentlich vorstellen?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Kneissl:<\/strong> Interessierte Kunden m\u00fcssen zun\u00e4chst ihr SAP-System auf ERP 6.0 EhP6 aktualisieren. Unicode ist nat\u00fcrlich eine zwingende Voraussetzung f\u00fcr den Einsatz der HanaDB.<\/p>\n<p>Nur von diesem Softwarestand aus kann eine Umstellung erfolgen. Im Anschluss daran erfolgt eine Datenbankmigration. Selbstredend ist nat\u00fcrlich, das SAP Coding f\u00fcr die neue Datenbanktechnologie mit dem NetWeaver Stack 7.4 anzupassen.<\/p>\n<p>F\u00fcr das kundeneigene Coding gilt dies nicht \u2013 mit dem neuen ABAP Editor auf Basis von Eclipse k\u00f6nnen Entwickler ineffiziente Programmabl\u00e4ufe identifizieren und adaptieren.<\/p>\n<p>Man darf jedoch nicht vergessen, dass kundenindividuelle Reports nicht ohne gr\u00f6\u00dfere Aufw\u00e4nde neu entwickelt werden k\u00f6nnen. Oftmals fehlt die Dokumentation oder ergibt sich nur aus dem Coding. Tests m\u00fcssen ebenfalls neu erfolgen.<\/p>\n<p><strong>F\u00e4rbinger: Ist da in den vergangenen Jahren einiges falsch gelaufen?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Kneissl:<\/strong> In der Softwaretechnologie geht man davon aus, dass Coding degradiert, also regelm\u00e4\u00dfig auf einen aktuellen Stand gebracht werden muss. Viele Kunden haben in der Vergangenheit aber eher in Hardware, schnellere CPUs und neue Rechnergenerationen investiert anstatt in die \u00dcberholung und Re-Implementierung von kundeneigenen Entwicklungen.<\/p>\n<p>Gleichzeitig gilt es die ABAP-Entwickler f\u00fcr die neue Technologie zu schulen und auf die neuen Entwicklungsrichtlinien aufmerksam zu machen.<\/p>\n<p><strong>F\u00e4rbinger: Was k\u00f6nnen Sie vom Sorgenkind der Community, dem Solution Manager, berichten?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Kneissl:<\/strong> Im SolMan-Umfeld gab es wenig Neues. Die Support Package Stacks, die in den vergangenen Monaten seitens der SAP auf den Markt kamen, m\u00fcssen nun von den Kunden angenommen werden. Es gibt sicherlich noch viele, die auf den Solution Manager 7.0 aufsetzen und noch kein Up\u00adgrade geplant haben, obwohl Ende 2013 die Wartung ausl\u00e4uft.<\/p>\n<p><strong>F\u00e4rbinger: Ist das Neue besser?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Kneissl:<\/strong> Der Solution Manager 7.1 bietet mit aktuellen Support Packages auch die notwendigen Betriebskonzepte, um die neuen Technologien effizient zu \u00fcberwachen. Schade ist jedoch, dass viele neue Funktionen in der Version 7.1 ausschlie\u00dflich SAP-Enterprise-Support-Kunden vorbehalten bleiben.<\/p>\n<p><strong>F\u00e4rbinger: Gibt es ein Beispiel?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Kneissl:<\/strong> So ist aktuell die neue Monitoring und Alerting Infrastructure, MAI, f\u00fcr Standard-Support-Kunden nicht verf\u00fcgbar. Dies bedingt, dass ein PI- oder BusinessObjects-Monitoring durch den SolMan nur eingeschr\u00e4nkt verf\u00fcgbar ist.<\/p>\n<p>Kunden mit Standard Support m\u00fcssen daher auch im Solution Manager 7.1 aus lizenzrechtlichen Gr\u00fcnden weiter auf ein klassisches CCMS-Monitoring mit Autoreaktionsmethoden setzen.<\/p>\n<p>Auch im Change Request Management, ChaRM, m\u00fcssen Standard-Support-Kunden einige Abstriche hinnehmen und auf Retrofit oder die Verwaltung von Non-SAP Changes verzichten.<\/p>\n<p><strong>F\u00e4rbinger: Klar, dass die SAP hier wieder einmal versucht, Standard-Support-Kunden im Regen stehen zu lassen. Wie werden denn die neuen SAP-Themen durch die Community wahrgenommen?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Kneissl:<\/strong> Das Thema Hana hat sich noch nicht fl\u00e4chendeckend herumgesprochen. Ich erinnere mich an eine Teilnehmerin in einer Session, die mich gefragt hat, ob es sich bei Hana um ein Betriebssystem handelt.<\/p>\n<p>Die Technologie spricht f\u00fcr sich, nicht umsonst w\u00fcrden wir als Beratungshaus bereits auf Hana setzen und f\u00fcr uns selbst ERP auf Basis der HanaDB einf\u00fchren. Es ist nat\u00fcrlich nun eine gro\u00dfe Aufgabe f\u00fcr SAP, die Kunden umfassend zu informieren, sodass diese das notwendige Know-how haben, um einen Betrieb sicherstellen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>F\u00e4rbinger: Wie sieht denn die k\u00fcnftige Frontend-Strategie aus, werden Kunden immer noch mit den gleichen, altbackenen und unhandlichen Oberfl\u00e4chen geplagt?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Kneissl:<\/strong> Nein, die Frontend-Strategie \u00e4ndert sich, insbesondere auch mit dem Thema Mobile. SAP setzt weitgehend auf HTML5 mit dem SAPUI5 Development Framework. Ziel ist es, Oberfl\u00e4chen generisch f\u00fcr verschiedene Endger\u00e4te und Applikationen zu entwickeln \u2013 Internet Explorer, iPhone, Android, iPad.<\/p>\n<p>Der NetWeaver Business Client ist der strategische Nachfolger von SAPGUI, da er die Zugriffe auf Front\u00adend-Technologien wie die klassische ABAP-Oberfl\u00e4che, WebDynpros und HTML-Oberfl\u00e4chen vereint. Gleichzeitig k\u00f6nnen dem Benutzer einer klassischen Transaktion \u00fcber die sogenannten Sidepanels analytische Informationen zur Verf\u00fcgung gestellt werden.<\/p>\n<p>Vor Hana war dies noch undenkbar. Ein klassisches Beispiel ist hierf\u00fcr etwa, die Umsatzstatistik eines Kunden im Sidepanel zu sehen, w\u00e4hrend in der VA01 ein Kundenauftrag erfasst wird.<\/p>\n<p><strong>F\u00e4rbinger: Die altbackene ABAP-Oberfl\u00e4che mit SAPGui wird also durch neue Technologien ersetzt. Wie sollten sich nun SAP-Kunden strategisch in Hinblick auf Frontend-Entwicklung ausrichten?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Kneissl:<\/strong> Generell sollte bei gr\u00f6\u00dferen Entwicklungsprojekten stets gepr\u00fcft werden, mit welchen Frontends die Funktionalit\u00e4t verwendet werden soll. Die ABAP-Oberfl\u00e4che mit den klassischen Dynpros war jedoch immer in der Entwicklung limitiert und die Entwicklungsaufw\u00e4nde standen noch nie im Verh\u00e4ltnis zum Nutzen.<\/p>\n<p>Mit WebDynpro f\u00fcr ABAP und dem darauf basierenden Floor Plan Manager (FPM) stellt SAP eine Technologie bereit, die webf\u00e4hig ist, aber auch in der Entwicklung als schwergewichtig und aufw\u00e4ndig gilt.<\/p>\n<p>F\u00fcr Transaktionen, die von Gelegenheitsbenutzern, gegebenenfalls auch auf unterschiedlichen Frontends verwendet werden, sollte auf HTML5 mit dem SAPUI Development Toolkit gesetzt werden.<\/p>\n<p><strong>F\u00e4rbinger: Die SAP ist nicht unbedingt f\u00fcr schnelle Patch-Zyklen bekannt. Gerade die HTML-Technologie wandelt sich rasend schnell. Besitzen wir hier eine neue Technologie, auf die wir in den n\u00e4chsten 20 Jahren in der aktuellen Art und Weise setzen m\u00fcssen?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Kneissl:<\/strong> Nein, so ist es nicht. SAP wird SAPUI5 als eigene Add-on-Komponente zum Einspielen mittels SAINT bereitstellen. So sind im Gegensatz zum klassischen Patch-Zyklus Updates im Quartalsrhythmus geplant.<\/p>\n<p>So k\u00f6nnen auch Kunden, die ihren Support Package Stack nur verhalten aktualisieren, weil sie intensive Tests f\u00fcrchten, dennoch auf eine aktuelle Oberfl\u00e4chentechnologie setzen.<\/p>\n<p><strong>F\u00e4rbinger: Herzlichen Dank f\u00fcr das Gespr\u00e4ch.<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>DSAG und SAP sind wieder ein harmonisches Paar und verschreiben den Bestandskunden Wege zur Innovationsfitness. Inoffiziell plagen den SAP-Anwender andere Probleme. 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