{"id":60662,"date":"2013-04-01T09:44:48","date_gmt":"2013-04-01T07:44:48","guid":{"rendered":"http:\/\/e3mag.com\/?p=60662"},"modified":"2019-07-09T10:36:23","modified_gmt":"2019-07-09T08:36:23","slug":"gepflegtes-wissen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/e3mag.com\/de\/gepflegtes-wissen\/","title":{"rendered":"Gepflegtes Wissen"},"content":{"rendered":"<p>Die Einf\u00fchrung eines erfolgreichen Wissensmanagements ist ein zeitaufw\u00e4ndiger Prozess, in dem sich eine offene Wissenskultur aller Mitarbeiter entwickeln muss. Daher hat Infomotion seit 2005 Wissensmanagement (WM) als Kernaufgabe etabliert und bindet seitdem alle Unternehmenseinheiten in WM-Prozesse ein.<\/p>\n<p>Diese Ma\u00dfnahmen und Methoden lassen sich in Form eines Geb\u00e4udes strukturieren. Im Zentrum dieses Wissenshauses steht eine effektive interne Kommunikation verbunden mit einer engen Abstimmung aller WM-Verantwortlichen. Ziel ist es, individuelle St\u00e4rken der Mitarbeiter auszubauen, Wissensl\u00fccken aufzusp\u00fcren und das Gesamt-Know-how des Unternehmens gezielt auszubauen.<\/p><div class=\"great-fullsize-content-de great-entity-placement\" style=\"float: left;\" id=\"great-3396324950\"><div id=\"great-83996954\" style=\"margin-bottom: 20px;\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=6Ja0zaCg0ss\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"banner_bdc_2026_1200x150\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_bdc_2026_1200x150.jpg\" alt=\"\"  srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_bdc_2026_1200x150.jpg 1200w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_bdc_2026_1200x150-400x50.jpg 400w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_bdc_2026_1200x150-768x96.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_bdc_2026_1200x150-100x13.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_bdc_2026_1200x150-480x60.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_bdc_2026_1200x150-640x80.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_bdc_2026_1200x150-720x90.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_bdc_2026_1200x150-960x120.jpg 960w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_bdc_2026_1200x150-1168x146.jpg 1168w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_bdc_2026_1200x150-18x2.jpg 18w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_bdc_2026_1200x150-600x75.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" width=\"1200\" height=\"150\"  style=\" max-width: 100%; height: auto;\" \/><\/a><\/div><\/div>\n<p>Zur Erreichung eines h\u00f6heren Reifegrads ben\u00f6tigt Knowledge Management eine fundierte theoretische Basis und eine Betrachtung als eigenst\u00e4ndige Managementaufgabe. Infomotion setzte vor drei Jahren einen Wissensmanager ein, der die bisher gew\u00e4hlten Ans\u00e4tze auf das Bausteine-Modell von Probst \u00fcbertrug.<\/p>\n<p>Das Wissenshaus gruppiert alle genutzten Werkzeuge in f\u00fcnf Bereiche. Das Fundament bilden der firmeneigene Wissensspeicher und die Mitarbeiterentwicklung, die eng miteinander verbunden sind.<\/p>\n<p>Der Wissensspeicher dokumentiert sowohl das Fachwissen der Berater als auch das organisatorische Know-how. Zur Speicherung und Verteilung nutzt das Unternehmen das WM-System Knowledge in Motion (KIM).<\/p>\n<p>In diesem Pool wird das gesammelte Unternehmenswissen auf Basis eines Wiki-Systems thematisch sortiert und steht \u00fcber eine Suchfunktion allen Mitarbeitern zur Verf\u00fcgung. Diese wiederum sind dazu angehalten, neue Erkenntnisse und Projekterfahrungen in Form von Beitr\u00e4gen einzubringen.<\/p>\n<p>Einen Anreiz schafft ein Punktesystem, das aktive Beteiligung belohnt. KIM stellt sicher, dass Wissen nicht verloren geht, selbst wenn ein Berater das Unternehmen verl\u00e4sst. Der Zugriff auf Beitr\u00e4ge, Vorgehensmodelle und Projektstandards spart den Beratern Zeit und bringt dem Kunden k\u00fcrzere Projektlaufzeiten.<\/p>\n<p>Im Bereich Mitarbeiterentwicklung ist eine Reihe von Tools verankert, die neuen Mitarbeitern helfen, sich schnell zurechtzufinden. Dazu z\u00e4hlt eine zweit\u00e4gige Welcome-Veranstaltung, bei der in die Themen Unternehmen, Human Resources, Wissensmanagement, Fulfillment, Business Unit Management und Knigge eingef\u00fchrt wird.<\/p>\n<p>Ein Mentoring-Programm unterst\u00fctzt die individuelle F\u00f6rderung des Mitarbeiterpotenzials. Dabei wird jedem Mitarbeiter ein Sparringspartner zur Seite gestellt, der die individuelle Entwicklung vorantreibt.<\/p>\n<h3>Wissensaufbau an Marktentwicklung orientieren<\/h3>\n<p>Der Kernbereich des WM-Hauses umfasst zugleich Ma\u00dfnahmen zur Verteilung des Wissens sowie auch Tools der Wissensentwicklung. Hierzu stellt das Unternehmen seinen Mitarbeitern verschiedene Kommunikationsplattformen zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>Jeder Mitarbeiter w\u00e4hlt ein Kompetenzfeld, in dem er sich neben dem Tagesgesch\u00e4ft weiterentwickeln und thematische Schwerpunkte setzen m\u00f6chte. In den vergangenen Monaten wurden allein 14 Kompetenzfelder zur Wissensgenerierung im Bereich SAP gestartet.<\/p>\n<p>Angefangen bei der Evaluierung neuer Funktionalit\u00e4ten \u00fcber die B\u00fcndelung und Dokumentation von Best Practices bis hin zur Entwicklung von Teill\u00f6sungen widmen sich Berater ausgew\u00e4hlten Sachverhalten mit dem Ziel, neue Ideen zu generieren und Know-how zu erweitern. Ein Beispiel: Nach ersten Erfahrungen mit SAP BusinessObjects 4.0 (kurz: BO4) stand mehrfach die Frage nach der Performance des Systems im Raum.<\/p>\n<p>Das Kompetenzfeld BO4-Stress-Test wurde geschaffen mit der Aufgabe, einen automatisierten Performancetest eines BO4-Systems durchzuf\u00fchren und dabei Auswertungen zur Systemlast w\u00e4hrend des Tests zu erheben.<\/p>\n<p>Ein anderes Kompetenzfeld wiederum tr\u00e4gt der aktuellen Marktentwicklung und gestiegenen Nachfrage nach In-memory-Datenbanksystemen Rechnung. Mitarbeiter widmen sich dabei der Frage, welche Reporting-M\u00f6glichkeiten mit BO4 bestehen, wenn SAP Hana als Datenbasis genutzt wird.<\/p>\n<p>Ziel ist es, in diesem Kompetenzfeld die Aussagen der Hersteller kritisch zu \u00fcberpr\u00fcfen und detailliert vor einem Kundeneinsatz Schwachstellen und m\u00f6gliche L\u00f6sungswege zu identifizieren, um eine optimale Beratungsqualit\u00e4t sicherzustellen.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich gibt es j\u00e4hrlich zehn bis 20 Arbeitstage f\u00fcr diese internen Projekte. Die Ergebnisse stellen die Mitarbeiter im Rahmen eines Competence Day vor, die dreimal j\u00e4hrlich abgehalten wird. Neben den Ergebnissen der Kompetenzfelder werden an diesem Tag auch wissenschaftliche Arbeiten und Best Practices pr\u00e4sentiert.<\/p>\n<p>Der Wissensaufbau \u00fcber die Kompetenzfelder wird gezielt durch strategische Projekte erg\u00e4nzt. So hat Infomotion seit Anfang 2012 ein internes SAP-Projekt aufgesetzt, das den Einsatz von Hana in realistischen Umgebungen evaluiert. Hierf\u00fcr wurde eine Hardware-Umgebung aufgebaut, um Tests in einer realit\u00e4tsnahen Umgebung durchf\u00fchren zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Zur Weiterentwicklung verschiedener Themen wurden zudem Expertenrollen etabliert, die gemeinsam fachliche Probleme l\u00f6sen und Innovationen schaffen. Seit Mitte 2012 k\u00fcmmert sich ein Experte um das Thema Mobile BI und treibt die Wissensentwicklung f\u00fcr mobile L\u00f6sungen, auch im Kontext von SAP BO, voran.<\/p>\n<p>Aktuell besch\u00e4ftigen sich drei von zehn Expertengruppen mit Inhalten aus dem Umfeld von SAP. Eine Gruppe widmet sich spezifischen Fragestellungen rund um Business Warehouse und Hana. Andere Gruppen evaluieren neue Funktionalit\u00e4ten von SAP BO, wieder andere nehmen das Thema \u201ePlanung mit Schwerpunkt SAP Business Planning and Consolidation\u201c unter die Lupe.<\/p>\n<h3>Einbindung von Wissenschaft<\/h3>\n<p>Neben der Wissensgenerierung \u00fcber Kompetenzfelder und Expertengruppen generiert Infomotion auch \u00fcber die Zusammenarbeit mit Hochschulen Wissen. Stellen f\u00fcr Bachelor- sowie Master-Abschlussarbeiten werden vergeben.<\/p>\n<p>In diesem Rahmen entstanden wissenschaftliche Arbeiten zu SAP-Themen, die sich mit den Nutzenpotenzialen eines Business Warehouse 7.3 auf Hana unter Betrachtung der Reporting Performance und der Abh\u00e4ngigkeiten in der Datenmodellierung besch\u00e4ftigen.<\/p>\n<p>Aktuell forschen Studenten auch rund um das Thema Georeporting mit SAP BO und untersuchen dabei, wie Geoinformationen auf Basis verschiedener Landkarten optisch visualisiert werden k\u00f6nnen. Die gewonnenen Ergebnisse werden in einer hauseigenen Business-Intelligence-Bibliothek archiviert und allen Mitarbeitern zug\u00e4nglich gemacht.<\/p>\n<h3>Wissen als zentrale Ressource<\/h3>\n<p>Den \u00dcberbau des Wissenshauses bilden Methoden der Planung und Steuerung. Damit Wissensmanagement zu einem durchg\u00e4ngigen Prozess von der Idee bis zum Kundenprojekt wird, erfolgt hier eine Bewertung des Know-hows anhand verschiedener Tools.<\/p>\n<p>Hierzu geh\u00f6rt neben der Analyse des vorhandenen Wissensportfolios auch eine SWOT-Analyse der Wissensmanagementaktivit\u00e4ten sowie -kennzahlen. In ihrem Zentrum steht die Darstellung des Wissensportfolios als Matrix mit den Achsen Themen und Technologien.<\/p>\n<p>Darin abgebildet werden aktuelle Themen der Kunden, Vorschl\u00e4ge der Mitarbeiter, laufende Projekte und Research-Ergebnisse von Analysten zum Business-Intelligence-Markt. An dieser Stelle erfolgt auch eine Priorisierung der Themen, des aktuellen und des erwarteten zuk\u00fcnftigen Wissensstands sowie des aktuellen und zuk\u00fcnftigen Headcounts durch jeden Business Unit Manager.<\/p>\n<p>In Koordinationsgespr\u00e4chen zwischen der Gesch\u00e4ftsleitung und dem Wissensmanagement werden hierzu auch Umsatzzahlen in den Gesch\u00e4ftsbereichen gespiegelt und Ziele f\u00fcr die einzelnen Units auf Basis des entstandenen Wissensportfolios abgeleitet.<\/p>\n<p>Gleichzeitig erfolgt eine Analyse von Themen, in denen das gewonnene Wissen aufgegriffen wird. In gleichem Ma\u00dfe entstehen neue Ideen f\u00fcr interne Kompetenzfelder und Spezialthemen, die dann in das Wissensportfolio des Unternehmens einflie\u00dfen. Das Wissenshaus spiegelt letztlich alle Ma\u00dfnahmen und Methoden wider, die f\u00fcr den Prozess eines erfolgreichen Wissensmanagements notwendig sind.<\/p>\n<p>Das Wissen und die Expertise der Mitarbeiter sind bei allen Wirtschaftsunternehmen das wichtigste Gut. Daher kommt dem konstanten Ausbau des Know-hows eine zentrale Bedeutung zu, die sich auch in der Verankerung des Wissensmanagements in den Unternehmensleitlinien, den F\u00fchrungsgrunds\u00e4tzen und der Personalbetreuung abbilden sollte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein strukturiertes Wissensmanagement beeinflusst den Unternehmenserfolg ma\u00dfgeblich. 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