{"id":60651,"date":"2013-04-01T09:32:04","date_gmt":"2013-04-01T07:32:04","guid":{"rendered":"http:\/\/e3mag.com\/?p=60651"},"modified":"2019-07-09T10:36:17","modified_gmt":"2019-07-09T08:36:17","slug":"erfolgreiche-transformation","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/e3mag.com\/de\/erfolgreiche-transformation\/","title":{"rendered":"Erfolgreiche Transformation"},"content":{"rendered":"<p>Aufgrund seiner weltweiten Aktivit\u00e4ten und dem Wunsch, einzelne Segmente und Produktgruppen gezielter steuern zu k\u00f6nnen, wollte das internationale Unternehmen bestehende Verfahren der Kosten- und Erl\u00f6sermittlung umstellen, die Bilanzierungsm\u00f6glichkeiten verfeinern und nach parallelen Rechnungslegungsvorschriften ausrichten.<\/p>\n<p>Im Rechnungswesen verwendete man das Gesamtkostenverfahren, eine durchgehende Berichterstattung nach Profit Centern gab es nicht. Eine detailliertere Betrachtung etwa der monatlichen Umsatzentwicklung einzelner Produktgruppen und Unternehmensbereiche war dadurch sehr zeitaufw\u00e4ndig.<\/p><div class=\"great-fullsize-content-de great-entity-placement\" style=\"float: left;\" id=\"great-2122379420\"><div id=\"great-597351577\" style=\"margin-bottom: 20px;\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=6Ja0zaCg0ss\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"banner_bdc_2026_1200x150\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_bdc_2026_1200x150.jpg\" alt=\"\"  srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_bdc_2026_1200x150.jpg 1200w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_bdc_2026_1200x150-400x50.jpg 400w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_bdc_2026_1200x150-768x96.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_bdc_2026_1200x150-100x13.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_bdc_2026_1200x150-480x60.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_bdc_2026_1200x150-640x80.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_bdc_2026_1200x150-720x90.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_bdc_2026_1200x150-960x120.jpg 960w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_bdc_2026_1200x150-1168x146.jpg 1168w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_bdc_2026_1200x150-18x2.jpg 18w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_bdc_2026_1200x150-600x75.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" width=\"1200\" height=\"150\"  style=\" max-width: 100%; height: auto;\" \/><\/a><\/div><\/div>\n<p>Auf Knopfdruck und automatisiert konnte Schwabe dies nicht erstellen. Auch f\u00fcr schnelle Vergleiche mit den Kennzahlen der amerikanischen Gesellschaft fehlte im bestehenden Reporting die Transparenz.<\/p>\n<p>Steuer- und handelsrechtlich lie\u00df sich keine gemeinsame SAP-Bilanz erzeugen. Dies sollte sich zum Jahresbeginn 2012 \u00e4ndern. Zudem wollte Schwabe aufgrund der steigenden internationalen Aktivit\u00e4ten seine Bilanz auch nach den entsprechenden Rechnungslegungsvorschriften IFRS (International Financial Reporting Standards) und US-GAAP (United States Generally Accepted Accounting Principles) ausrichten und standardisieren.<\/p>\n<p>Daher beschloss das Unternehmen, das deutsche SAP-System auf das Neue SAP-ERP-Hauptbuch umzustellen, um es als globale L\u00f6sung zu etablieren und die spezifischen Funktionalit\u00e4ten zu nutzen, die das Neue Hauptbuch f\u00fcr die segmentbezogene Steuerung und parallele Rechnungslegung im internationalen Gesch\u00e4ftsumfeld bietet.<\/p>\n<p>Konkret war das bestehende Gesamtkostenverfahren um das Umsatzkostenverfahren zu erweitern. Zus\u00e4tzlich sollten vollst\u00e4ndige Bilanzen auf Profit-Center-Ebene erm\u00f6glicht werden. Dazu musste zun\u00e4chst die Profit-Center-Rechnung eingef\u00fchrt werden. Eine fachlich und technisch anspruchsvolle Aufgabe.<\/p>\n<h3>7,5 Millionen Belege<\/h3>\n<p>Zentrale Voraussetzung f\u00fcr die erfolgreiche Einf\u00fchrung des Neuen Hauptbuchs war die Umsetzung der Belege des laufenden Gesch\u00e4ftsjahres inklusive aller offener Posten in die neuen Strukturen.<\/p>\n<p>Betroffen waren insgesamt 42 in Buchungskreisen abgebildete Konzerngesellschaften wie die Schwabe GmbH, die Deutsche Hom\u00f6opathie Union oder auch die W. Spitzner Arzneimittelfabrik.<\/p>\n<p>Das Projekt \u2013 von der Analyse bis zum Go Live des Neuen Hauptbuchs \u2013 begann mit einer zweimonatigen Konzeptionsphase und wurde nach der von cbs entwickelten Methodik M-cbs durchgef\u00fchrt. Diese stellt eine auf die spezifische Kundensituation und den Projekttyp angepasste Vorgehensweise sicher.<\/p>\n<p>Durchaus respektabel waren die Daten- beziehungsweise Belegmengen, die im Rahmen des Projekts von der alten auf die neue Logik umgesetzt werden mussten: Sieben Millionen Belege standen zur Analyse und nachfolgenden Transformation an.<\/p>\n<p>Zu Beginn standen f\u00fcr das Schwabe-Team die umfangreiche Analyse und Dokumentation aller noch nicht archivierter Belege aus dem vergangenen und laufenden Jahr in 42 Buchungskreisen an.<\/p>\n<p>Konkret ging es darum, alle Gesch\u00e4ftsvorf\u00e4lle und die entsprechenden Belegarten zu \u00fcberpr\u00fcfen, um die Arten des Belegsplitts festlegen zu k\u00f6nnen. Betroffen waren alle Belege der vergangenen beiden Gesch\u00e4ftsjahre, die innerhalb von sechs Wochen detailliert untersucht, in Prozess-Clustern zusammengefasst und in \u201eSAP-Standard\u201c und \u201eSpezialf\u00e4lle\u201c aufgeteilt wurden.<\/p>\n<p>In gemeinsamen Workshops \u00fcberpr\u00fcften die Key User aus den Fachabteilungen Finance und Controlling beispielsweise, welche Gesch\u00e4ftsvorf\u00e4lle wie gebucht werden, um sicherzustellen, dass alle Prozesse mit dem neuen Hauptbuch abzudecken sind.<\/p>\n<p>Auch Fragen zu eventuellen inkonsistenten Buchungen und wie diese zuk\u00fcnftig mit den Vorschriften des Kontierungshandbuchs in \u00dcbereinstimmung gebracht werden, wurden in den Workshops gel\u00f6st. F\u00fcr die technische Umsetzung des Systems in die neuen Logiken wurde die Standardsoftware cbs ET Enterprise Transformer verwendet.<\/p>\n<p>Speziell f\u00fcr den Umstieg auf das neue SAP-ERP-Hauptbuch bringt der Enter\u00adprise Transformer gro\u00dfe Vorteile: So kann das Transformationsdatum beliebig, das hei\u00dft im Gegensatz zu anderen Vorgehensweisen, auch unabh\u00e4ngig vom Gesch\u00e4ftsjahresende gew\u00e4hlt werden.<\/p>\n<p>Der Transformationsumfang wie Salden\u00fcbernahme, Teil- oder Komplett\u00fcbernahme der Historie l\u00e4sst sich flexibel definieren. Somit erscheinen auch historische Belege so, als w\u00e4ren sie bereits im Neuen Hauptbuch gebucht worden.<\/p>\n<p>Durch einen automatisierten Abstimmprozess der Salden und Bilanzen wird die Identit\u00e4t von Daten aus der alten zur neuen Welt gew\u00e4hrleistet; spezifische Analysetools identifizieren zus\u00e4tzlich falsche Buchungslogiken, fehlende oder falsche Stammdaten.<\/p>\n<h3>Technische Systemumsetzung<\/h3>\n<p>Als Aufsetzzeitpunkt f\u00fcr die Datenumsetzung wurde das Vorjahr definiert, weil \u00e4ltere Belege bereits teilweise archiviert waren und nicht mehr im Produktivsystem zur Verf\u00fcgung standen. W\u00e4hrend der Transformation wurden alle relevanten Belege und Summentabellen aus Finance und Controlling automatisiert mit Kontierungsmerkmalen wie Kostenstelle und Profit-Center in die Tabellen des Neuen Hauptbuchs \u00fcberf\u00fchrt.<\/p>\n<p>Wie perfekt das Customizing auch sein mag \u2013 ob die Umsetzung in die Tabellen des Neuen Hauptbuchs und das Splitten der Belege auch \u00adtats\u00e4chlich reibungslos funktioniert, bringt erst ein Test ans Tageslicht.<\/p>\n<p>Die neue L\u00f6sung wurde \u00fcber zwei Wochen ausf\u00fchrlich in drei Integrationstests \u00fcberpr\u00fcft. Auf Basis der Testergebnisse erfolgte dann die Freigabe f\u00fcr den finalen User Acceptance Test, in dem die technische Migration und die Funktionalit\u00e4t aller Gesch\u00e4ftsprozesse gepr\u00fcft und abgenommen wurden.<\/p>\n<p>Nach der Freigabe f\u00fchrte cbs die technische Migration in der Produktivumgebung analog der zuvor durchgef\u00fchrten Umsetzung f\u00fcr den Acceptance Test durch. Dabei wurden f\u00fcr die Sicherstellung einer revisionssicheren Umsetzung alle relevanten \u00c4nderungen am System automatisch protokolliert. Die \u00dcbernahme und Systemumstellung erfolgte innerhalb von zw\u00f6lf Stunden an einem arbeitsfreien Wochenende. Der Produktivbetrieb wurde nicht gest\u00f6rt.<\/p>\n<h3>Mehr Durchblick<\/h3>\n<p>Die Vorteile durch den Einsatz des Neuen SAP-ERP-Hauptbuchs f\u00fcr den Schwabe-Konzern im Pharma-Markt sind offensichtlich: Ab sofort kann das Unternehmen erstmals Bilanzen auf Profit-Center-Ebene und eine Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Umsatzkostenverfahren erstellen.<\/p>\n<p>Durch die neu geschaffene Echtzeitintegration zwischen CO und FI ist Transparenz \u00fcber alle Unternehmensbereiche jederzeit gegeben und das Reporting nach beliebigen Dimensionen m\u00f6glich. Die wirtschaftliche Entwicklung einzelner Unternehmensbereiche l\u00e4sst sich besser vergleichen.<\/p>\n<p>Der wichtigste Vorteil bei der Nutzung des cbs ET Enterprise Transformers war f\u00fcr Schwabe die spezifische Vorgehensweise und das flexible, ma\u00dfgeschneiderte Umstellungsszenario vom klassischen auf das neue SAP-ERP-Hauptbuch.<\/p>\n<p>Aufgrund der Erfahrung aus Hunderten SAP-Transformationsprojekten unterschiedlicher Ausrichtung konnte das cbs-Berater-Team Schwabe in allen Schritten der Transformation fachlich und technisch unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Und nicht zuletzt erreichte Schwabe das wichtige Ziel des Know-how-Transfers: W\u00e4hrend des Projekts erfuhren die Key User der Fachabteilungen Finance und Controlling learning by doing alle wichtigen Schritte \u00fcber das Customizing in den f\u00fcr sie entscheidenden Teilen des Neuen Hauptbuchs, im Bereich Belegsplitt und in verbundenen Bereichen wie zum Beispiel der Echtzeitintegration FI-CO, um sp\u00e4ter kundenspezifische Anpassungen eigenst\u00e4ndig durchf\u00fchren zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><em>\u201eDank der Kompetenz und Unterst\u00fctzung der cbs-Berater und mithilfe der Standardsoftware ET ging die Transformation in das neue Hauptbuch reibungslos vonstatten. cbs stand uns mit technischem Support, fachlichem Know-how und einem Best-Practice-Ansatz zu 100 Prozent zur Seite. <\/em><\/p>\n<p><em>Das stellte eine z\u00fcgige und problemlose Implementierung sicher. Mit dem ganzheitlichen Blick auf fachliche Anforderungen und technische Umsetzung trugen die Berater ma\u00dfgeblich zur Einf\u00fchrung einer effizienteren Reportingstruktur und damit zu einer h\u00f6heren Informationsverf\u00fcgbarkeit bei\u201c<\/em><\/p>\n<p>best\u00e4tigt Roswitha Weiser, Projektmanagerin in der Finanzbuchhaltung und Projektleiterin Migration NewGL.<\/p>\n<p>Derzeit steht beim Schwabe-Konzern die Internationalisierung der SAP-L\u00f6sung auf dem Plan. 2013 soll der Rollout in den USA \u2013 ebenfalls mit Unterst\u00fctzung der cbs Corporate Business Solutions \u2013 abgeschlossen werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Anfang 2012 beauftragte der Pharmakonzern Dr. Willmar Schwabe das Unternehmen cbs Corporate Business Solutions mit der Abl\u00f6sung des klassischen SAP-Hauptbuchs durch das Erweiterte SAP-ERP-Hauptbuch (New G\/L \u2013 New General Ledger). 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