{"id":58504,"date":"2019-05-03T08:00:50","date_gmt":"2019-05-03T06:00:50","guid":{"rendered":"http:\/\/e3mag.com\/?p=58504"},"modified":"2020-02-09T00:58:59","modified_gmt":"2020-02-08T23:58:59","slug":"dominion-gegen-sap-arglistige-taeuschung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/e3mag.com\/de\/dominion-gegen-sap-arglistige-taeuschung\/","title":{"rendered":"Dominion gegen SAP: Arglistige T\u00e4uschung"},"content":{"rendered":"<p>Ende Februar 2019 hat ein Zivilgericht in Mexiko-Stadt eine Pf\u00e4ndung der mexikanischen Firmenkonten des Softwarekonzerns SAP veranlasst. Insgesamt sollten etwa zehn Millionen US-Dollar als Sicherungsma\u00dfnahme gesperrt werden.<\/p>\n<p>Einer entsprechenden Aufforderung des Gerichts kamen die Hausbanken von SAP nach, sodass insgesamt \u00fcber zwanzig Millionen US-Dollar auf den SAP-Konten eingefroren sind. Hintergrund der Kontopf\u00e4ndung sind T\u00e4uschungsvorw\u00fcrfe gegen SAP, die seit einigen Jahren im Raum stehen.<\/p><div class=\"great-fullsize-content-de\" style=\"float: left;\" id=\"great-2888032952\"><div id=\"great-708739348\" style=\"margin-bottom: 20px;\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=6yfv7eho3Gc\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"Fullsize\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150.jpg\" alt=\"Fullsize\"  srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150.jpg 1200w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-400x50.jpg 400w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-768x96.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-100x13.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-480x60.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-640x80.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-720x90.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-960x120.jpg 960w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-1168x146.jpg 1168w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-18x2.jpg 18w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-600x75.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" width=\"1200\" height=\"150\"  style=\" max-width: 100%; height: auto;\" \/><\/a><\/div><\/div>\n<p>Ein Zivilgericht in Mexiko-Stadt hat Ende November vergangenen Jahres dazu eine Klage des spanischen Technologiekonzerns Dominion Group mit Hauptsitz in Bilbao zugelassen.<\/p>\n<p><em>\u201eDies ist der zweite Versuch der Dominion Group, diese Anspr\u00fcche gegen SAP geltend zu machen\u201c<\/em><\/p>\n<p>erkl\u00e4rte SAP-Finanzvorstand Luka Mucic auf eine schriftliche Anfrage des E-3 Magazins:<\/p>\n<p><em>\u201eDie Staatsanwaltschaft in Mexiko hat bereits im ersten Anlauf der Dominion Group zu Recht keine Beweise f\u00fcr die aufgestellten Behauptungen gefunden. Da es sich um ein laufendes Rechtsverfahren handelt, m\u00f6chten wir uns derzeit nicht weiter \u00e4u\u00dfern.\u201c<\/em><\/p>\n<h3>Zweiter Anlauf<\/h3>\n<p>Nun scheint sich das Blatt zugunsten von Dominion zu drehen und der Schaden k\u00f6nnte mittlerweile h\u00f6her sein als die 2013 erstandenen SAP-Lizenzen um zehn Millionen Dollar. Anfangs wurden f\u00fcr diese Lizenzen 2,2 Millionen Dollar Pflegegeb\u00fchr pro Jahr gezahlt.<\/p>\n<p>W\u00fcrde man die Zinsen auf das eingesetzte Kapital berechnen, dann n\u00e4hert man sich wahrscheinlich den nun eingefrorenen zwanzig Millionen. Die Lizenzen sind nicht mehr g\u00fcltig, und Dominion habe die Servicegeb\u00fchr auch nicht mehr bezahlt, erkl\u00e4rte Juanan Goni, Pressesprecher von Dominion, gegen\u00fcber dem E-3 Magazin.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-58507\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Juanan-Goni.jpg\" alt=\"Juanan Goni\" width=\"800\" height=\"800\" srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Juanan-Goni.jpg 800w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Juanan-Goni-150x150.jpg 150w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Juanan-Goni-768x768.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Juanan-Goni-100x100.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Juanan-Goni-480x480.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Juanan-Goni-640x640.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Juanan-Goni-720x720.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Juanan-Goni-24x24.jpg 24w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Juanan-Goni-48x48.jpg 48w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Juanan-Goni-96x96.jpg 96w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Juanan-Goni-300x300.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/p>\n<p>Warum SAP die Lizenzen nicht einfach zur\u00fccknahm, ist die offensichtlichste Frage. Juanan Goni meinte dazu im E-3 Gespr\u00e4ch:<\/p>\n<p><em>\u201eWir haben SAP dazu mehrmals die M\u00f6glichkeit gegeben. Wir haben zum Beispiel den Vorschlag eingebracht, die Lizenzen einfach intern bei Dominion und bei Aktion\u00e4ren unseres Unternehmens anzuwenden, anstatt sie weiterzuverkaufen. SAP hat diesen Vorschlag abgelehnt.<\/em><\/p>\n<p><em>Wenn die Lizenzen produktiv gewesen w\u00e4ren, w\u00e4re es einfach gewesen, sie zu verwenden. So aber mussten Dominion und CIE, damaliger Gesellschafter von Dominion, f\u00fcr interne SAP- Systeme nochmals Lizenzen erwerben. <\/em><\/p>\n<p><em>Wir w\u00e4ren auch damit einverstanden gewesen, die Lizenzen gegen andere auszutauschen, die wir dann an Kunden weiterverkauft h\u00e4tten, aber SAP hat auch diesen Vorschlag nicht angenommen.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Der Schritt an die \u00d6ffentlichkeit ist f\u00fcr SAP eine dramatische Eskalation, weil der deutsche IT-Konzern immer auf ein makelloses Bild in der \u00d6ffentlichkeit bedacht ist.<\/p>\n<p>Die meisten Probleme werden hinter verschlossen T\u00fcren gel\u00f6st, sowohl bei Bestandskunden, Partnern als auch User Groups. Warum war das im Fall von Dominion nicht m\u00f6glich?<\/p>\n<p><em> \u201eDas ist mehr eine Frage f\u00fcr SAP selbst\u201c<\/em><\/p>\n<p>erwidert Juanan Goni und erkl\u00e4rt:<\/p>\n<p><em>\u201eWir dachten n\u00e4mlich ebenfalls lange, dass wir dieses Problem hinter verschlossenen T\u00fcren regeln w\u00fcrden. Wir konnten jedoch leider nie den richtigen Gespr\u00e4chspartner ausfindig machen, trotz unserer zahlreichen Kontaktversuche, E-Mails und Briefe. <\/em><\/p>\n<p><em>Wir dachten zuerst, es l\u00e4ge da\u00adran, dass das Problem lokal gebunden war. Aber als wir dann den SAP-Vorstand kontaktiert haben, der weit mehr als nur SAP Mexiko kontrolliert, haben wir begriffen, dass SAP nicht vorhatte, dieses Problem mit uns zu l\u00f6sen.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Der Hintergrund dieser nun bekannt gewordenen Geschichte ist ein kultureller: SAP weigert sich bis heute in allen F\u00e4llen, eigene Lizenzen zur\u00fcckzunehmen, und vermeidet bisher erfolgreich einen Pr\u00e4zedenzfall.<\/p>\n<p>Die Deutschsprachige SAP-Anwendergruppe, DSAG e. V., fordert schon seit vielen Jahren \u201eatmende\u201c SAP-Systeme, wo der Bestandskunde die M\u00f6glichkeit bekommt, dynamisch Lizenzen zu aktivieren und stillzulegen oder zur\u00fcckzugeben.<\/p>\n<p>Weil aber SAP mit diesem Lizenzmodell, das nur in eine Richtung geht, bisher sehr gute Gesch\u00e4fte machte, wird sich daran nichts \u00e4ndern. Warum auch? Es begann um die Jahrtausendwende vor dem Platzen der Dotcom-Blase.<\/p>\n<p><em>\u201eIn der Mittagspause l\u00e4utete immer das Telefon und wir haben genau gewusst, hier will wieder jemand 1000 SAP-Lizenz bestellen\u201c<\/em><\/p>\n<p>erz\u00e4hlt ein ehemaliger SAP-Vertriebsmitarbeiter.<\/p>\n<p><em>\u201eAber abgehoben haben wir nicht. War nicht notwendig. Das Gesch\u00e4ft lief hervorragend und wir wussten, dieser Kunde ruft wieder an.\u201c<\/em><\/p>\n<h3><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-58509\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Luca-Mucic.jpg\" alt=\"Luca Mucic\" width=\"800\" height=\"800\" srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Luca-Mucic.jpg 800w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Luca-Mucic-150x150.jpg 150w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Luca-Mucic-768x768.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Luca-Mucic-100x100.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Luca-Mucic-480x480.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Luca-Mucic-640x640.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Luca-Mucic-720x720.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Luca-Mucic-24x24.jpg 24w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Luca-Mucic-48x48.jpg 48w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Luca-Mucic-96x96.jpg 96w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Luca-Mucic-300x300.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/h3>\n<h3>Heiliges Gut: Lizenzen<\/h3>\n<p>Damals entstand auch die Idee der OEM-Lizenzvertr\u00e4ge: Ein SAP-Partner als VAR (Value Added Reseller) oder Channel-Partner kauft OEM-Lizenzen von SAP (Original Equipment Manufacturer). Er veredelt die Lizenzen zum Beispiel zu einer Branchenl\u00f6sung und verkauft diese weiter an einen Endkunden.<\/p>\n<p>Im Fall der mexikanischen Tochter von Dominion war es die Branchenl\u00f6sung \u201eBank in a Box\u201c. Weil zwischen den SAP-Partnern und SAP selbst aufgrund von Lizenzierungen, Kundenkontakten (Leads) und Sponsoring immer ein Abh\u00e4ngigkeitsverh\u00e4ltnis existiert, war auch der Verkauf und Kauf von OEM-Lizenzen nicht immer marktkonform.<\/p>\n<p>In Deutschland konnte es demnach auch passieren, dass die SAP-Tochter Steeb oder der SAP-Partner T-Systems nicht immer aus eigener \u00dcberzeugung mehr Lizenzen kauften, als vielleicht notwendig war. F\u00fcr SAP war es in jedem Fall ein wertvoller Umsatz.<\/p>\n<p>Nach dem E-3 Magazin vorliegenden Informationen wurde die Praxis des OEM-Lizenzvertriebs in dieser Form weitgehend eingestellt, weil Softwarelizenzen, die nicht beim Endkunden operativ genutzt werden, laut US-GAAP (United States Generally Accepted Accounting Principles) auch in der Bilanz nichts verloren haben.<\/p>\n<h3>Relaunch Mexiko<\/h3>\n<p>Offensichtlich wurde das in Deutschland angewendete Verfahren nun in Mexiko wiederbelebt. Das spanische Technologie\u00adunternehmen Dominion Group wirft dem Walldorfer Softwarekonzern arglistige T\u00e4uschung vor.<\/p>\n<p>Konkret sollen Verantwortliche von SAP in den Jahren 2012 und 2013 im Rahmen des SAP-Partnerprogramms MCaaS (Managed Cloud as a Service) ihren Vertriebspartnern OEM-Softwarelizenzen in gro\u00dfen Mengen zum Weiterverkauf an mexikanische Unternehmen \u00fcbertragen haben.<\/p>\n<p>Die Grundlage seien Marktstudien und Gesch\u00e4ftspl\u00e4ne seitens SAP gewesen sowie angeblich konkrete Anfragen zu den Lizenzen, die die Lizenzverk\u00e4ufe in den versprochenen Gr\u00f6\u00dfenordnungen f\u00fcr die Partner sichern sollten und hohe Gewinne versprachen.<\/p>\n<p>Auch die mexikanische Tochtergesellschaft der in Spanien b\u00f6rsennotierten Dominion Group schloss auf dieser Grundlage einen Partnervertrag mit SAP. Sie kaufte OEM-Softwarelizenzen im Wert von \u00fcber zehn Millionen US-Dollar, um sie auf dem von SAP prognostizierten Markt in der mexikanischen Finanzbranche zu verkaufen.<\/p>\n<p>Szenekenner vermuten dahinter die typischen OEM-Gesch\u00e4fte zwischen SAP und einem Channel-Partner oder VAR. Unwahrscheinlich erscheint hingegen die arglistige T\u00e4uschung, denn die mexikanische Tochtergesellschaft und SAP-Partner sollte den eigenen Markt gut genug kennen, um den Wahrheitsgehalt der SAP-Marktstudien zu verifizieren.<\/p>\n<p>Es wird eventuell ein anderes Abh\u00e4ngigkeitsverh\u00e4ltnis existiert haben, das die Dominion-Tochter in Mexiko zu diesem leichtfertigen OEM-Lizenzkauf verleitete. Mittlerweile gibt es keine Gesch\u00e4ftsverbindungen mehr zwischen SAP und Dominion.<\/p>\n<p>Ob die verteilten Lizenzen, die in den allermeisten F\u00e4llen nie die Endkunden erreichten, sondern unverk\u00e4uflich bei den SAP-Partnern verblieben, auch als Lizenzverk\u00e4ufe in der Bilanz von SAP verbucht wurden, ist offen. Laut US-GAAP d\u00fcrfen diese Verk\u00e4ufe nicht in der SAP-Bilanz aufscheinen, jedoch wird diese Praxis zum Teil heute noch angewendet.<\/p>\n<h3><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-58508\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Robert-Eslin.jpg\" alt=\"Robert Eslin\" width=\"800\" height=\"800\" srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Robert-Eslin.jpg 800w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Robert-Eslin-150x150.jpg 150w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Robert-Eslin-768x768.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Robert-Eslin-100x100.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Robert-Eslin-480x480.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Robert-Eslin-640x640.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Robert-Eslin-720x720.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Robert-Eslin-24x24.jpg 24w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Robert-Eslin-48x48.jpg 48w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Robert-Eslin-96x96.jpg 96w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Robert-Eslin-300x300.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/h3>\n<h3>Virtuelle G\u00fcter<\/h3>\n<p>Die Auswirkungen dieses innovativen OEM-Lizenzvertriebs sind weitl\u00e4ufig: Unter anderem mit den Einnahmen aus diesen Partnergesch\u00e4ften wuchs SAP Mexiko zwischenzeitlich zur weltweit sechstgr\u00f6\u00dften Tochtergesellschaft von SAP heran, w\u00e4hrend die SAP-Partner in Mexiko mit den Softwarelizenzen Verluste schrieben.<\/p>\n<p>Die Dominion-Tochter CIE konnte mit den Softwarelizenzen bis heute lediglich einen winzigen Bruchteil des von SAP prognostizierten Umsatzes realisieren. Marktstudien von weltweit anerkannten Beratungsunternehmen sollen zudem zeigen, dass die von SAP selbst erstellten Studien und Prognosen in wesentlichen Teilen fehlerhaft waren.<\/p>\n<p>Aus Sicht von Dominion musste SAP wissen, dass die erstellten Studien und Prognosen nicht korrekt waren. Daher habe SAP die Partner \u00fcber die Gesch\u00e4ftsaussichten get\u00e4uscht.<\/p>\n<p>Die spanische Dominion Group hatte bereits am 13. M\u00e4rz 2016 die F\u00fchrungsspitze von SAP in Deutschland in einem pers\u00f6nlichen Brief \u00fcber die Unregelm\u00e4\u00dfigkeiten unterrichtet. Dort war der Sachverhalt auch bekannt.<\/p>\n<p>Das Gespr\u00e4chsangebot war ebenso wenig erfolgreich wie ein angestrengtes Strafverfahren gegen das verantwortliche Management in Mexiko. Mit der zugelassenen Klage in einem Zivilverfahren will Dominion eine R\u00fcckzahlung des entstandenen Schadens durchsetzen.<\/p>\n<h3>Zukunft<\/h3>\n<p>Momentan scheinen die Fronten verh\u00e4rtet zu sein.<\/p>\n<p><em>\u201eNein, wir haben keinen Ansprechpartner bei SAP. SAP hat jedwede Kommunikation mit uns gekappt \u2013 au\u00dfer die \u00fcber das Gericht Mexiko-Stadt\u201c<\/em><\/p>\n<p>beschreibt Juanan Goni, Pressesprecher von Dominion, die aktuelle Situation.<\/p>\n<p><em>\u201eSeit 2014 haben wir versucht, mit mehreren Leuten bei SAP Kontakt aufzunehmen. Dominions Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer, Herr Mikel Barandiaran, unser Chief Finan\u00adcial and Legal Officer, Herr Mikel Uriarte, sowie unser Director for the Digital Division, Herr Juan Antonio Go\u00f1i, hatten Kontakt mit mehreren Gespr\u00e4chspartnern, unter anderem mit Robert Enslin, President of Global Customer Operation.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Ob weitere Schritte in den USA und Deutschland geplant sind, wollte oder konnte Juanan Goni nicht sagen:<\/p>\n<p><em>\u201eDie M\u00f6glichkeit besteht. Wir haben uns bereits rechtlich beraten lassen.\u201c<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit einem alten Lizenztrick von der Jahrtausendwende hat SAP Mexiko vielleicht 2012 und 2013 nochmals versucht, die eigene Bilanz aufzubessern. 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