{"id":56934,"date":"2019-04-04T10:00:46","date_gmt":"2019-04-04T08:00:46","guid":{"rendered":"http:\/\/e3mag.com\/?p=56934"},"modified":"2025-06-13T13:36:13","modified_gmt":"2025-06-13T11:36:13","slug":"digitalkompetenz-verdaubare-portionen-zubereiten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/e3mag.com\/de\/digitalkompetenz-verdaubare-portionen-zubereiten\/","title":{"rendered":"Digitalkompetenz: Verdaubare Portionen zubereiten"},"content":{"rendered":"<p>So weit, so gut \u2013 doch in der Umsetzung manchmal so weit, so unklar, wie unsere Erfahrungen zeigen. Viele Unternehmen wissen, dass sie etwas tun m\u00fcssen, viele haben auch schon eine Digitalisierungsstrategie.<\/p>\n<p>Doch manchmal mangelt es an klaren Leitlinien und an einer Priorisierung, wenn es konkret werden soll: Wo fange ich an? Welche Meilensteine setze ich? Wie lange sollten Unterprojekte dauern?<\/p><div class=\"great-fullsize-content-de great-entity-placement\" style=\"float: left;\" id=\"great-292890903\"><div id=\"great-1034400635\" style=\"margin-bottom: 20px;\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=6ZGXMPyM-nU\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"banner_26-04_29_1200x150\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-3.jpg\" alt=\"\"  srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-3.jpg 1200w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-3-400x50.jpg 400w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-3-768x96.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-3-100x13.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-3-480x60.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-3-640x80.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-3-720x90.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-3-960x120.jpg 960w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-3-1168x146.jpg 1168w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-3-18x2.jpg 18w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-3-600x75.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" width=\"1200\" height=\"150\"  style=\" max-width: 100%; height: auto;\" \/><\/a><\/div><\/div>\n<p>Wer auf diese Fragen weder Antworten parat noch einen kompetenten Partner an der Seite hat, verzettelt sich schneller, als der CEO \u201eBudget freigegeben\u201c sagen kann. Dabei k\u00f6nnen Unternehmen 2019 zu ihrem Erfolgsjahr in Sachen digitaler Transformation machen, wenn sie nur wenige grundlegende Vorgehensweisen beherzigen.<\/p>\n<h3>Drei S\u00e4ulen, drei Schritte<\/h3>\n<p>Nicht selten haben Verantwortliche ein wahres Mammutprogramm vor sich: Da ist das komplette Product Lifecycle Management umzukrempeln, Echtzeitdaten von der Produktion bis hin zu Logistik- und Serviceprozessen m\u00fcssen erfasst werden und alles soll m\u00f6glichst plattform\u00fcbergreifend ineinandergreifen. Alles machbar \u2013 Voraussetzung ist digitale Kontinuit\u00e4t im Produktentstehungsprozess, das fassen wir unter dem Stichwort smartPLM zusammen.<\/p>\n<p>Weshalb diese Kontinuit\u00e4t das Ma\u00df aller Dinge ist, l\u00e4sst sich leicht an einem Beispiel veranschaulichen: Wenn Amazon eine Lieferung innerhalb von 24 Stunden zusichert und alle logistischen Prozessschritte bis auf einen einzigen digital optimiert hat, gen\u00fcgt das eben nicht.<\/p>\n<p>Dann liegt die Bestellung an der Stelle, an der ein Medienbruch stattfindet, zwei Tage, bevor sie weitergeleitet wird. Die Kette ist also immer nur so stark wie das schw\u00e4chste Glied. Eine solche digitale Durchg\u00e4ngigkeit bedeutet aber auch h\u00f6here Kritikalit\u00e4t der Systemverf\u00fcgbarkeit und oft auch Verdichtung der Komplexit\u00e4t.Deshalb sind beispielsweise Referenzmodelle entscheidend, um Abh\u00e4ngigkeiten in Datenstrukturen und Teilprozessen zu erkennen und um einen st\u00f6rungsfreien Betrieb sicherzustellen.<\/p>\n<p>Digitale Transformation steht auf den drei S\u00e4ulen \u201evirtuelles Produkt\u201c, \u201edigitaler Prozess\u201c und \u201eautonome Produktion\u201c. Ziel ist es, diese drei S\u00e4ulen nicht auf einmal, sondern nach und nach zu errichten. Das Erfolgsrezept dazu lautet: Man zerlege die digitale Transformation des Unternehmens in verdaubare Portionen. Es empfehlen sich drei Schritte:<\/p>\n<p>Digitalisierungsstrategie erstellen (abgeleitet aus der Unternehmensstrategie) Meilensteine definieren Teilprojekte aufsetzen Scheinen diese Punkte auf den ersten Blick selbstverst\u00e4ndlich oder sogar banal, so erleben wir immer wieder, wie Transformationsvorhaben scheitern, wenn eine solche Struktur fehlt.<\/p>\n<p>Viele Unternehmen haben zwar schon eine Digitalisierungsstrategie, manche lassen dann aber drei Jahre lang schlichtweg das Gro\u00dfprojekt \u201eDigitalisierung\u201c beackern. Wer so vorgeht und nach Ablauf der Zeit den Nutzen sehen will, \u00f6ffnet Budget- und Zeitverschwendung sowie der \u00dcberlastung des Teams T\u00fcr und Tor.<\/p>\n<p>Stattdessen gilt es, auf die genannten Teilprojekte zu setzen, die in sich schl\u00fcssig und von den anderen Einheiten abgegrenzt sein sollten, ein klares Ziel zu verfolgen und die typischen Plangr\u00f6\u00dfen wie Budget und Zeit einzuhalten.<\/p>\n<p>Dabei ist wesentlich, dass ein Teilprojekt schnell produktiv geht und konkreten Nutzen erzeugt \u2013 und demzufolge nicht l\u00e4nger als drei bis sechs Monate dauert. Bei l\u00e4ngeren Zeitr\u00e4umen wird es schwieriger, die Team- und Managementmotivation aufrechtzuerhalten, was bei jedem Change-\u00adProjekt ein nicht zu vernachl\u00e4ssigender Faktor ist! In diesem Zusammenhang ebenfalls sinnvoll: nicht in Funktionseinheiten und Abteilungen, sondern vom Prozess aus zu denken und in den Projekten gro\u00dfe Freiheiten erm\u00f6glichen, um neue Ideen nicht nur zuzulassen, sondern auch zu f\u00f6rdern.<\/p>\n<h3>Chance f\u00fcr den Mittelstand<\/h3>\n<p>Um diese Empfehlung etwas zu relativieren \u2013 diese Vorgehensweise entspricht einem Top-Down-Ansatz und f\u00fchrt in den meisten F\u00e4llen zum Erfolg. Je nach Gegebenheiten beim Unternehmen kann aber auch ein Bottom-up-Ansatz oder eine Mischung aus beidem zum gew\u00fcnschten Ergebnis f\u00fchren. Das hei\u00dft, es ergeben sich manchmal etwa aus der praktischen Nutzung der Digitalisierung in einem begrenzten Bereich Gedanken oder Ans\u00e4tze, um Gesch\u00e4ftsprozesse in einem gr\u00f6\u00dferen Rahmen zu optimieren.<\/p>\n<p>Das geschieht regelm\u00e4\u00dfig, wenn wir mit unserer L\u00f6sung f\u00fcr die Prozesslenkung in einem Teilbereich wie der Konstruktionsfreigabe beginnen. Die offensichtlichen Vorteile einer prozessgetriebenen Objektbearbeitung generieren sehr schnell Ideen zur Anwendung in anderen Teilprozessen. In dem Fall lohnt es sich also, eine duale Strategie zu fahren und beide Ans\u00e4tze zu verkn\u00fcpfen. \u00dcbrigens schl\u00e4gt bei der digitalen Transformation von Unternehmen die Stunde der Mittelst\u00e4ndler, nicht nur, weil cloudf\u00e4hige L\u00f6sungen oft optimal auf die Anforderungen passen. Hinzu kommt auch, dass im Gegenzug zu Gro\u00dfkonzernen die Chancen besser stehen, Entscheidungstr\u00e4ger aus allen Bereichen an einen Tisch zu bringen. Dann lassen sich gemeinsam durchg\u00e4ngige Gesch\u00e4ftsprozesse ausgehend vom Kunden neu denken und digitalisieren.<\/p>\n<p>Das zeigt ein j\u00fcngstes Beispiel, bei dem wir als Cenit einen mittelst\u00e4ndischen, familiengef\u00fchrten Maschinenbauer unterst\u00fctzt haben. Nach nur wenigen, sehr effizienten Runden mit der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung und den Bereichsleitern waren wir auf dem Punkt: Die Relevanz der Br\u00fcche in der digitalen Kontinuit\u00e4t ist in den vergangenen Jahren massiv gestiegen und wird weiter rapide zunehmen, wenn die von Kunden geforderte Individualisierung der Maschinen sich in Variantenvielfalt und \u00c4nderungsh\u00e4ufigkeit niederschl\u00e4gt \u2013 als Konsequenz werden zentrale Wertsch\u00f6pfungsprozesse immer schwerer steuer- und beherrschbar. Gemeinsam wurden die Schwachstellen schnell erkannt, daraus Handlungsfelder abgeleitet und so eine naheliegende L\u00f6sungsarchitektur entwickelt. Von da an bis zur Projektplanung und Beauftragung war es nur noch ein kleiner Schritt.<\/p>\n<p>Damit war der Kunde im wahrsten Sinne des Wortes \u201eready to grow!\u201c, das hei\u00dft bereit f\u00fcr eine ausbauf\u00e4hige Digitalisierungsstrategie. Voraussetzung f\u00fcr diesen Paradeweg ist, dass die Gesch\u00e4ftsleitung willens ist, aktiv nicht nur an der Projektgr\u00fcndung, sondern auch im Projekt selbst in entsprechenden Gremien mitzuarbeiten. Denn Digitalisierung ist Chefsache, und wirkliche Prozessoptimierung bringt immer signifikante Ver\u00e4nderung und damit auch \u00c4ngste und Unsicherheiten mit. Ein professionelles Change Management muss deshalb fester Bestandteil jeder Projektplanung sein.<\/p>\n<h3>Wie viel Standard darf es sein?<\/h3>\n<p>Wenn wir Kunden bei ihrer digitalen Transformation helfen, stellt sich fast immer die Frage nach dem Grad der Standardisierung der IT. Unsere Empfehlung \u00adlautet: 80 Prozent der Kernprozesse mit Standards unterst\u00fctzen und zu maximal 20 Prozent auf individuell angepasste Software setzen \u2013 und dabei auch bewusst die Nachteile in Kauf zu nehmen, die diese 20 Prozent mit sich bringen.<\/p>\n<p>Bei dieser Abw\u00e4gung geht es um Umsetzungsgeschwindigkeit, Robustheit und Update-F\u00e4higkeit. Verantwortliche sollten in jedem Fall im Hinterkopf behalten, dass die Nutzung von Cloud-Anwendungen den Trend zum Standard massiv verst\u00e4rken wird.<\/p>\n<p>Die gro\u00dfen Plattformanbieter sch\u00fctzen ihren \u201eDigital Core\u201c und \u00adstellen ihre Software in immer k\u00fcrzeren Zyklen bereit. In einem 24-Stunden-Deployment-Zyklus des Anbieters sind klassische, monatelange Update-Vorbereitungen wie bei individuell ausgepr\u00e4gten L\u00f6sungen schlicht unm\u00f6glich.<\/p>\n<p>Medienbr\u00fcche sind noch am ehesten tolerierbar, wenn die Zahl der Varianten eines Produktes nicht zu hoch ist \u2013 die Tendenz geht aber hin zu komplexeren Produkten.<\/p>\n<h3>Fazit<\/h3>\n<p>Plattform\u00f6konomie zahlt sich an dieser Stelle aus, weil man skalieren kann. Basierend auf der Erfahrung aus mehr als 200 Projekten in verschiedenen Bereichen der Fertigungsindustrie haben wir einen ganzheitlichen Ansatz von der Projektmethodik bis zur System-Paketierung und -konfiguration entwickelt.<\/p>\n<p>Insbesondere wer z\u00fcgig zu Ergebnissen kommen will, f\u00e4hrt mit einer vorkonfigurierten L\u00f6sung auf Basis der SAP- oder 3D-Experience-Plattform sehr gut \u2013 diese enth\u00e4lt alle typischen PDM-Funktionalit\u00e4ten, unterst\u00fctzt die Kernprozesse im Engineering und bereitet das \u201eHand-over to Production\u201c zum Beispiel durch ein sauber gesteuertes Release und Change Management vor.<\/p>\n<p>Digitalisierung wird 2019 noch mehr zum Wettbewerbsfaktor \u2013 in der Ausei\u00adnandersetzung mit gleichartigen sowie auch mit neuen Marktbegleitern, die in der digitalen Welt geboren wurden. W\u00e4hrend man sich gegen die gleichartigen Marktbegleiter noch mit den klassischen Tugenden wie Effizienz, Kostensenkung und Durchlaufzeitverk\u00fcrzung in Position bringen kann, sieht es bei neuen Wettbewerbern anders aus: Was h\u00e4tte es beispielsweise Nokia gegen Apple geholfen, seine Mobiltelefone nur halb so teuer und doppelt so schnell herzustellen? Das hei\u00dft, Digitalisierung leistet einen wichtigen Beitrag f\u00fcr mehr Kreativit\u00e4t, Weitsicht, eine flexiblere Organisation und weiterentwickelte Gesch\u00e4ftsmodelle.<\/p>\n<p>Der ROI in die digitale Transformation l\u00e4sst sich dann also nicht nur klassisch \u00fcber Effizienzsteigerung oder Prozesskostensenkung rechnen, sondern auch \u00fcber gesteigerte oder ganz neue Ums\u00e4tze, die im bisherigen Gesch\u00e4ftsmodell nicht m\u00f6glich waren. Jetzt gilt es nur noch, loszulegen. Wir empfehlen daf\u00fcr eine gesunde Mischung aus zwei typischen Vorgehensweisen \u2013 mit dem amerikanischen Mut, anzufangen und Abweichungen als Bestandteil der Lernkurve zu akzeptieren, gepaart mit der bew\u00e4hrten deutschen Sorgfalt beim Durchdenken der Ziele und Abh\u00e4ngigkeiten.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/e3mag.com\/partners\/cenit-ag\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-11361 size-full\" title=\"Digitalkompetenz: verdaubare portionen zubereiten\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/CI-CENIT.jpg\" alt=\"https:\/\/e3mag.com\/partners\/cenit-ag\/\" width=\"1000\" height=\"112\" srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/CI-CENIT.jpg 1000w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/CI-CENIT-768x86.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/CI-CENIT-100x11.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/CI-CENIT-480x54.jpg 480w, 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