{"id":56046,"date":"2019-02-11T08:00:20","date_gmt":"2019-02-11T07:00:20","guid":{"rendered":"http:\/\/e3mag.com\/?p=56046"},"modified":"2024-01-19T14:50:51","modified_gmt":"2024-01-19T13:50:51","slug":"private-roadmap-s-4","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/e3mag.com\/de\/private-roadmap-s-4\/","title":{"rendered":"Private Roadmap S\/4"},"content":{"rendered":"<p>Einer der besten SAP-Kenner f\u00fcr Strategie, Planung und Operations ist Hinrich Mielke von Alegri. Er ist gelegentlicher E-3 Autor und besch\u00e4ftigt sich intensiv mit Hana- und S\/4-Roadmaps on-premise und off-premise.<\/p>\n<p>F\u00fcr viele SAP-Bestandskunden hat er bereits S\/4 customized und auch erfolgreich auf die Microsoft-Cloud-Plattform Azure gehoben. Zum Jahresende fand Hinrich Mielke, SAP-Direktor bei Alegri, nochmals f\u00fcr ein Gespr\u00e4ch mit E-3 Chefredakteur Peter M. F\u00e4rbinger Zeit.<\/p><div class=\"great-fullsize-content-de\" style=\"float: left;\" id=\"great-846545562\"><div id=\"great-2336930889\" style=\"margin-bottom: 20px;\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=6yfv7eho3Gc\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"Fullsize\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150.jpg\" alt=\"Fullsize\"  srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150.jpg 1200w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-400x50.jpg 400w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-768x96.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-100x13.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-480x60.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-640x80.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-720x90.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-960x120.jpg 960w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-1168x146.jpg 1168w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-18x2.jpg 18w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-600x75.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" width=\"1200\" height=\"150\"  style=\" max-width: 100%; height: auto;\" \/><\/a><\/div><\/div>\n<h3>Peter M. F\u00e4rbinger, E-3 Magazin: Herr Mielke, Sie sprechen mit vielen Kunden \u2013 was ber\u00fchrt CIOs zu dem Thema, wie \u201egeht man das an\u201c und welche Fallstricke gibt es?<\/h3>\n<p><strong>Hinrich Mielke, Alegri:<\/strong> Die Reise zu S\/4 Hana ist eines der komplexesten Themen in der IT. Durch die \u00dcberlagerung mit dem Thema Cloud geht es von der Bereitstellung der Infrastruktur, Datenbank, ver\u00e4nderter Applikation und damit einhergehender Zusammenarbeit mit der Fachseite bis hin zu einem ver\u00e4nderten Supportmodell, agiler Software-Entwicklung und einer zunehmenden Verschmelzung von Analyse und transaktionaler Datenverarbeitung.<\/p>\n<p>Das Front-End f\u00fcr den Endnutzer wird mit Fiori modernisiert und mobilisiert. Hierdurch und aufgrund der M\u00f6glichkeiten des Code-Push-Downs erweitern sich die Anforderungen an das Rechtemanagement innerhalb von Fiori und der Datenbank sowie hybride Ans\u00e4tze in der Administration im Allgemeinen.<\/p>\n<p>Wie immer bei komplexen Themen: Es hilft, Struktur hineinzubringen und Teilaspekt f\u00fcr Teilaspekt pragmatisch zu betrachten. Wichtig ist, sich nicht im Detail zu verlieren \u2013 sondern das gro\u00dfe Ganze zu betrachten.<\/p>\n<h3><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Private roadmap s\/4\" class=\"aligncenter size-full wp-image-56047\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Hinrich-Mielke.jpg\" alt=\"Hinrich-Mielke\" width=\"800\" height=\"754\" srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Hinrich-Mielke.jpg 800w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Hinrich-Mielke-768x724.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Hinrich-Mielke-100x94.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Hinrich-Mielke-480x452.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Hinrich-Mielke-640x603.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Hinrich-Mielke-720x679.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Hinrich-Mielke-24x24.jpg 24w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/h3>\n<h3>F\u00e4rbinger: Leichter gesagt als getan \u2013 wie startet man?<\/h3>\n<p><strong>Mielke:<\/strong> Mit einer sauberen Inventur: Welche Systeme und Services werden zurzeit wie betrieben? Anwendung, Kritikalit\u00e4t, die technischen Grunddaten und deren Entwicklung in der Zeitreihe sowie das Betriebsmodell sind wichtig.<\/p>\n<p>Dazu die absehbaren Ver\u00e4nderungen in den n\u00e4chsten ein bis zwei Jahren. Wie werden die Systeme betrieben, was ist im Hause, was outgesourct oder outgetaskt?<\/p>\n<p>Immer wichtig: Wie ist mein Lizenzstand, welche Systeme habe ich wann zu welchen Bedingungen beschafft? Dann der Blick zu den Kunden der IT:<\/p>\n<p>Welche Fachbereiche werden bisher wie bedient, gibt es formelle Vereinbarungen und Rahmenbedingungen? Wie ist der Kenntnisstand meiner Key-User \u2013 wie der Reifegrad bei Ver\u00e4nderungen? Welche Testf\u00e4lle gibt es? Wie sind sie dokumentiert? Ist das Testen bereits automatisiert? Wie sind Schnittstellen dokumentiert?<\/p>\n<p>Nun der kreative Teil: Welche Ver\u00e4nderungen wird es bei meinen Fachbereichen geben? Welche neuen Gesch\u00e4ftsmodelle werden die digitale Transformation f\u00fcr mein Unternehmen erm\u00f6glichen?<\/p>\n<h3>F\u00e4rbinger: Das klingt umfangreich \u2013 kann man das abk\u00fcrzen?<\/h3>\n<p><strong>Mielke:<\/strong> Leider nicht wirklich, man kann es aber nach und nach angehen, die richtige Reihenfolge ist aber wichtig \u2013 denn fr\u00fcher oder sp\u00e4ter werden alle diese Aspekte unerl\u00e4sslich. Viele dieser Informationen existieren ja bereits, manchmal nur in K\u00f6pfen.<\/p>\n<p>Hier sind eine Sammlung und eine Dokumentation unumg\u00e4nglich. Bonus: Dies erleichtert das sp\u00e4tere Vorgehen ungemein und reduziert Kosten. L\u00fccken, die sich jetzt auftun, k\u00f6nnen ohne Zeitdruck und in guter Qualit\u00e4t geschlossen werden, Vorprojekte aufgesetzt werden.<\/p>\n<h3>F\u00e4rbinger: Vorprojekte?<\/h3>\n<p><strong>Mielke:<\/strong> Wir treffen immer wieder Kunden, die noch nicht auf Unicode sind. Das ist ein super Vorprojekt: Nach der Umstellung auf Unicode hat man eine aktuelle Schnittstellenbeschreibung, dokumentierte Testf\u00e4lle und typischerweise auch eine technisch aktuelle und optimierte Umgebung.<\/p>\n<p>Weitere Vorprojekte sind z. B. Automatisierung des Testings, Umstellung auf Business Partner und neues Hauptbuch. Auch die Code-Inspection der Eigenentwicklungen l\u00e4sst sich vorab durchf\u00fchren und so der Umfang des Hauptprojekts reduzieren.<\/p>\n<p>Hierbei wird auch gleich Know-how zum Thema Abap und Hana und S\/4 aufgebaut \u2013 unerl\u00e4sslich f\u00fcr performante Entwicklungen mit SAP Hana. Wichtig ist, dass der Gesch\u00e4ftsauftrag der IT definiert ist, das Zielbild klar ist und daraus eine Gesamtstrategie entwickelt und ein Masterplan erarbeitet wurde.<\/p>\n<h3>F\u00e4rbinger: Sprechen wir mal \u00fcber das Ziel: Wo soll die Reise f\u00fcr den Kunden denn technisch hingehen? On-premise oder in die Wolke? In welche Wolke? Und warum?<\/h3>\n<p><strong>Mielke: <\/strong>Der Trend zu Cloud wird immer st\u00e4rker. Der Digital Core wird bei so einigen Kunden auf absehbare Zeit on-premise bleiben. Immer mehr Kunden haben jedoch eine \u201eCloud first\u201c-Strategie, in der begr\u00fcndet werden muss, warum eine neue Applikation nicht in der Cloud betrieben wird.<\/p>\n<p>Dabei muss man zwischen SaaS, PaaS und IaaS unterscheiden. Sprechen wir hier erst mal von IaaS: Insbesondere bei Hana-Systemen kann IaaS seine St\u00e4rken ausspielen, denn \u00c4nderungen am Sizing lassen sich innerhalb von kurzer Zeit durchf\u00fchren.<\/p>\n<h3>F\u00e4rbinger: K\u00f6nnen Sie hier genauer werden?<\/h3>\n<p><strong>Mielke:<\/strong> Gern. Technisch l\u00e4sst sich ein System innerhalb von Minuten resizen. Mit Shutdown und Restart und dem Laden der Hana-Datenbank kann das aber auch in den Stundenbereich gehen \u2013 je nach Leistungsf\u00e4higkeit der Infrastruktur, Gr\u00f6\u00dfe der Datenbank und Komplexit\u00e4t Ihrer Systemumgebung.<\/p>\n<p>Die Wahl der Cloud ist gut zu \u00fcberlegen. Ein Wechsel ist m\u00f6glich, aber aufw\u00e4ndig. Das hei\u00dft, man sollte die Wechselkosten niedrig halten und sich dann f\u00fcr die passende Cloud entscheiden. Vielleicht hat man vom Anbieter bereits andere Services in der Nutzung, dann macht es Sinn, dort zu bleiben.<\/p>\n<p>Zum Beispiel haben Kunden mit Office 365 bereits Vertr\u00e4ge, Datenschutzaspekte und Fragen des Betriebsrats mit Azure gekl\u00e4rt. Hier ist die H\u00fcrde gering. Kunden im Handel m\u00f6chten gegebenenfalls auf keinen Fall einen direkten Wettbewerber als Lieferanten haben.<\/p>\n<p>Beim \u201eNew Kid on the Block\u201c kann man m\u00f6glicherweise als fr\u00fcher Kunde gute Vereinbarungen erzielen und so einen Vorteil haben.<\/p>\n<h3>F\u00e4rbinger: Warum in die IaaS-Cloud?<\/h3>\n<p><strong>Mielke:<\/strong> Selbst wenn in Zukunft s\u00e4mtliche Systeme on-premise bleiben: F\u00fcr die Zeit der Transition ist IaaS unschlagbar flexibel und \u2013 richtig betrieben \u2013 auch kosteng\u00fcnstig.<\/p>\n<p>Projekt-, Test- und Schulungssysteme kann man im Pay-as-you-go-Modell kostenoptimal nutzen und aus Capex dann Opex machen \u2013 die sich auch verursachergerecht verrechnen lassen.<\/p>\n<h3><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Private roadmap s\/4\" class=\"aligncenter size-full wp-image-56048\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Hinrich-Mielke-2.jpg\" alt=\"Private roadmap s\/4\" width=\"900\" height=\"997\" srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Hinrich-Mielke-2.jpg 900w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Hinrich-Mielke-2-768x851.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Hinrich-Mielke-2-100x111.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Hinrich-Mielke-2-480x532.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Hinrich-Mielke-2-640x709.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Hinrich-Mielke-2-720x798.jpg 720w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/h3>\n<h3>F\u00e4rbinger: Ein gutes Stichwort: Was hat denn die Fachseite vom Wechsel auf S\/4 Hana au\u00dfer viel Arbeit und ver\u00e4nderten Prozessen?<\/h3>\n<p>Mielke: Nun ja, hier w\u00fcrde normalerweise SAP einen Werbeblock schalten \u2013 jetzt \u00fcbernehme ich das einmal in kurz: Die ersten Verbesserungen kamen im FI\/CO:<\/p>\n<p>Mit der Eliminierung von Tabellen und Indices wurden das Datenvolumen und die Komplexit\u00e4t reduziert, bei Beschleunigung der Auswertungen. Dies nicht nur aufgrund der technischen M\u00f6glichkeiten der In-memory-Computing-Datenbank, sondern auch durch eine weitgehende Entnormalisierung der Datenbank.<\/p>\n<p>Das Zusammenwachsen von FI und CO reduziert Abstimmungen am Monatsende zwischen Con\u00adtrolling und Finanzbuchhaltung. Vergleichbare \u00c4nderungen gibt es in der Logistik, die zu Optimierungen f\u00fchren. Einige Prozentpunkte an Verbesserungen in der Logistik ergeben schnell sehr deutliche Einsparpotenziale.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus kann die Kundenzufriedenheit aufgrund verbesserter Logistikprozesse gesteigert werden. Detailliert kann man die Ver\u00e4nderungen der \u201eSimplification List\u201c entnehmen. Inzwischen mit mehr als 1000 Seiten \u2013 aber immerhin auf Deutsch erh\u00e4ltlich.<\/p>\n<h3>F\u00e4rbinger: Und die Fachseite bekommt eine neue ERP-Oberfl\u00e4che, oder?<\/h3>\n<p><strong>Mielke:<\/strong> Das Front-End wird durch Fiori erg\u00e4nzt, eine modernisierte und flexible Oberfl\u00e4che. Mit Fiori kann auch der Gelegenheitsnutzer SAP nutzen und \u00fcber Transaktionen hinaus Status von Workflows \u00fcberwachen, sich \u00fcber KPI informieren und eine Fristen\u00fcberwachung konfigurieren.<\/p>\n<h3>F\u00e4rbinger: H\u00f6rt sich gut an, was ist hier die Kehrseite? Geht es auch ohne Fiori?<\/h3>\n<p><strong>Mielke:<\/strong> Bei Fiori muss eine Architektur\u00adentscheidung getroffen werden, wie das Fiori-Back-End betrieben wird. Dar\u00fcber hinaus wird eine Erweiterung der Rechteverwaltung ben\u00f6tigt.<\/p>\n<p>Falls die Standard-Fiori nicht ausreichen, muss entwickelt werden. Die Entwickler m\u00fcssen das entsprechende Know-how aufbauen und gegebenenfalls ist auch die Rolle des UI-Designers zu besetzen.<\/p>\n<p>Meines Erachtens ist dieses jedoch alternativlos, denn die Generation Z verlangt Oberfl\u00e4chen, die zu ihrer Lebenserfahrung passen, und SAP bietet einige Funktionalit\u00e4ten nur noch mit Fiori an.<\/p>\n<p>Es gibt auch Kunden, die aufgrund des internen Marketings so fr\u00fch wie m\u00f6glich Fiori nutzen wollen. Denen bieten wir mit der Fiori-Booster-Methodik eine M\u00f6glichkeit, jede beliebige Standard- S\/4-Fiori mit ERP\/ECC 6.0 zu nutzen.<\/p>\n<h3>F\u00e4rbinger: Nun zum Umstieg \u2013 erst auf Hana und dann S\/4, oder Big Bang?<\/h3>\n<p><strong>Mielke:<\/strong> Die meisten Kunden gehen beim ERP in zwei Schritten vor, erst ERP\/ECC mit Hana, dann der Wechsel auf S\/4. Die unerl\u00e4ssliche Einbindung der Fachseite bei der Transformation auf S\/4 braucht ihre Zeit.<\/p>\n<p>Der Wechsel auf Hana ist eher ein IT-eigenes Projekt. Die Datenbank, gegebenenfalls noch das Betriebssystem wird gewechselt \u2013 alles andere bleibt gleich. Dann k\u00f6nnen Erfahrungen mit Hana und dem Betriebssystem gesammelt werden und die Betriebsprozesse etabliert und verfeinert werden.<\/p>\n<p>Vergessen Sie nicht die Cloud, die Einbindung von IaaS muss ebenfalls etabliert werden, idealerweise ist es nicht nur f\u00fcr den Anwender, sondern auch f\u00fcr den Administrator irrelevant, wo das System l\u00e4uft. Big Bang wird oft bei Systemen mit wenig oder keinen Eigenentwicklungen gew\u00e4hlt.<\/p>\n<h3>F\u00e4rbinger: Aber l\u00e4sst sich denn ein Business Case f\u00fcr den ersten Schritt \u201eSuite on Hana\u201c rechnen?<\/h3>\n<p><strong>Mielke:<\/strong> Jetzt wird es grunds\u00e4tzlich. Wenn jedes IT-Projekt einen Business Case haben muss, wird es schwierig mit Innovationen. Die ersten Autos waren auch teurer und unzuverl\u00e4ssiger als Pferdekutschen \u2013 offensichtlich kein Business Case.<\/p>\n<p>Ein Unternehmen, das den CIO jedes Projekt separat als profitabel begr\u00fcnden l\u00e4sst, nimmt sich die Innovationskraft. Ich bin mir sicher: Unternehmen, die sich auch der inhaltlichen Innovationskraft mit Hana, S\/4, Fiori etc. nicht aktiv und mit offenen Armen n\u00e4hern, werden mittelfristig Schwierigkeiten bekommen.<\/p>\n<p>Wir erleben das bei manchen Kunden: \u00dcber die Jahre und Jahrzehnte wurde nicht grundlegend renoviert, sondern wie bei einer Zwiebel immer neue Schichten um Bestehendes gelegt.<\/p>\n<p>Jetzt ist man wie Gulliver bei den Liliputanern von einer Vielzahl von Systemen und Applikationen gefangen und kann sich kaum noch bewegen. SAP S\/4 Hana mit der M\u00f6glichkeit der Integration ist eine Chance, bei den Kernprozessen zu konsolidieren und zu modernisieren.<\/p>\n<p>Dann lassen sich spannende, neue Anwendungen und Innovationen ans Kernsystem anbinden. Denn, und da sind wir wieder beim Business Case, auch Innovationen m\u00fcssen einen Gesch\u00e4ftsbeitrag leisten, und der wird im ERP realisiert.<\/p>\n<h3>F\u00e4rbinger: Danke f\u00fcr das Gespr\u00e4ch.<\/h3>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auch dieses Jahr gab es auf dem DSAG-Jahreskongress in Leipzig kein Friedensangebot der SAP an die Bestandskunden. Es gilt noch immer die \u201eERP-Firewall\u201c 2025 f\u00fcr den ultimativen Umstieg auf S\/4. 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