{"id":55679,"date":"2018-11-22T08:05:21","date_gmt":"2018-11-22T07:05:21","guid":{"rendered":"http:\/\/e3mag.com\/?p=55679"},"modified":"2022-05-01T09:56:35","modified_gmt":"2022-05-01T07:56:35","slug":"hybrid-cloud-1812","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/e3mag.com\/de\/hybrid-cloud-1812\/","title":{"rendered":"Hybrid Cloud"},"content":{"rendered":"<p>F\u00fcr SAP-Bestandskunden ist das Betriebsmodell \u201eCloud Computing\u201c keinesfalls neu. SAP selbst setzt seit einigen Jahren stark auf diesen IT-Trend und hat zahlreiche Unternehmen zugekauft, die ihre Anwendungen ausschlie\u00dflich in der Wolke anbieten: SuccessFactors, Ariba, Concur, Fieldglass, Callidus und andere mehr.<\/p>\n<p>Gleichzeitig entwickelte man auch auf Basis der eigenen ERP- und Datenbankl\u00f6sungen entsprechende Cloud-Konzepte: Hana Enterprise Cloud (HEC), Hana Cloud Platform (HCP) und SAP Cloud Platform (SCP). SAP-Chef Bill McDermott wird nicht m\u00fcde, seine \u201eCloud first\u201c-, aber auch \u201eCloud only\u201c-Konzepte zu bewerben.<\/p><div class=\"great-fullsize-content-de\" style=\"float: left;\" id=\"great-1152890693\"><div id=\"great-3775256527\" style=\"margin-bottom: 20px;\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=6yfv7eho3Gc\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"Fullsize\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150.jpg\" alt=\"Fullsize\"  srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150.jpg 1200w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-400x50.jpg 400w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-768x96.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-100x13.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-480x60.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-640x80.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-720x90.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-960x120.jpg 960w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-1168x146.jpg 1168w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-18x2.jpg 18w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-600x75.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" width=\"1200\" height=\"150\"  style=\" max-width: 100%; height: auto;\" \/><\/a><\/div><\/div>\n<p>F\u00fcr Letzteres \u2013 Cloud only \u2013 musste er aber vor ein paar Wochen einen Ordnungsruf der Deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe DSAG e. V. hinnehmen: \u201eCloud only bringt das ERP ins Dilemma\u201c, stand prominent platziert auf dem Cover des DSAG-Mitgliedermagazins.<\/p>\n<h3>ERP-Dilemma<\/h3>\n<p>Anfang des Jahres versuchte es SAP noch mit der Exitstrategie \u201eMulticloud\u201c, weil viele SAP-Bestandskunden mit der SCP ein \u201eVendor-Lock-in\u201c bef\u00fcrchten. Auf den DSAG-Technologietagen Anfang dieses Jahres in Stuttgart pr\u00e4sentierte SAP-EVP Bj\u00f6rn Goerke das SAP\u2019sche Multicloud- Konzept basierend auf SCP, AWS, Google-Cloud-Plattform und Microsoft Azure. Der Trend 2018 war aber ein anderer: Open Source und Hybrid Cloud.<\/p>\n<p><em>\u201eHinzu kommt ein besonderer Kurs, der das Risiko f\u00fcr Unternehmen beschr\u00e4nkt. Allen Hyperscalern voran, baut Google konsequent auf Open Source und tr\u00e4gt massiv Frameworks wie Kubernetes oder j\u00fcngst Istio in den Markt. Auf der Google Compute Platform werden diese dann als Fully-Managed-Service angeboten\u201c<\/em><\/p>\n<p>berichten Stefan Ried und Max Hille von Crisp Research in einem Blogeintrag. Beide Analysten waren auf der Konferenz Google Next in London dieses Jahr.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Hybrid cloud\" class=\"aligncenter size-full wp-image-55680\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/Jens-Gero-Boehm.jpg\" alt=\"Jens-Gero-Boehm\" width=\"800\" height=\"800\" srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/Jens-Gero-Boehm.jpg 800w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/Jens-Gero-Boehm-150x150.jpg 150w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/Jens-Gero-Boehm-768x768.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/Jens-Gero-Boehm-100x100.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/Jens-Gero-Boehm-480x480.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/Jens-Gero-Boehm-640x640.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/Jens-Gero-Boehm-720x720.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/Jens-Gero-Boehm-24x24.jpg 24w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/Jens-Gero-Boehm-48x48.jpg 48w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/Jens-Gero-Boehm-96x96.jpg 96w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/Jens-Gero-Boehm-300x300.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/p>\n<p>On- oder off-premise \u2013 ganz allgemein geht der IT-Trend in Richtung Cloud Computing, sodass naturgem\u00e4\u00df die \u201eCloud first\u201c-Strategie von SAP-Chef Bill McDermott auch ihre Berechtigung hat.<\/p>\n<p><em>\u201eDie gr\u00f6\u00dften Softwareanbieter der Welt verfolgen wie auch SAP eine Cloud-first-Strategie\u201c<\/em><\/p>\n<p>best\u00e4tigt Michael Jores, Direktor bei Suse in der Region Zentraleuropa, und im E-3 Gespr\u00e4ch pr\u00e4zisiert er:<\/p>\n<p><em>\u201eCloud-Deployments verf\u00fcgen \u00fcber hochgradige Standardisierung bei gleichzeitigen Freiheitsgraden etwa in den Kapazit\u00e4tsanforderungen, was Aufwendungen f\u00fcr den Kunden massiv senkt. <\/em><\/p>\n<p><em>Daher ist eine solche Strategie sinnvoll und die Umsetzung braucht Zeit und Entwicklungsaufwendungen. SAP hat den Weg beschritten und stellt immer mehr cloudbasierte L\u00f6sungen erfolgreich zur Verf\u00fcgung.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Eine Umfrage des Digitalverbands Bitkom best\u00e4tigt den Ansatz von Suse-Manager Jores. Drei von zehn Unternehmen nutzen eine Cloud-L\u00f6sung, die in ein zertifiziertes Rechenzentrum ausgelagert ist. Das zeigt der Digital Office Index 2018 \u2013 eine repr\u00e4sentative Befragung von 1106 Unternehmen ab 20 Mitarbeitern des Digitalverbands Bitkom.<\/p>\n<p><em>\u201eDer Trend, IT-Infrastruktur wie Cloud-L\u00f6sungen in die Hand professioneller Dienstleister zu legen, h\u00e4lt an. Das zeugt vom zunehmenden Vertrauen der Unternehmen in Cloud Provider\u201c<\/em><\/p>\n<p>sagt J\u00fcrgen Biffar, Vorstandsvorsitzender des Kompetenzbereichs ECM im Bitkom.<\/p>\n<p><em>\u201eDie Vorteile liegen f\u00fcr die Unternehmen oft auf der Hand: Sie k\u00f6nnen IT-Kosten senken und zugleich die Sicherheit erh\u00f6hen, da die Cloud \u2013 \u00f6ffentlich wie privat \u2013 bei professionellen Dienstleistern meist wesentlich besser gesch\u00fctzt ist als bei internen IT-L\u00f6sungen.\u201c<\/em><\/p>\n<h3>On- und off-premise<\/h3>\n<p>Aber auf dem Cover des DSAG-Vereinsmagazins war im Oktober zu lesen: Cloud only bringt das ERP ins Dilemma. Eine L\u00f6sung des Dilemmas k\u00f6nnte ein hybrider Ansatz sein: Wie definiert Michael Jores Hybrid Cloud?<\/p>\n<p><em>\u201eIn der aktuellen Cloud-Adaption setzen Kunden aktuell auf Hybrid-Cloud- Szenarien, um Teile der Applikationslandschaft im eigenen Rechenzentrum ,on-premise\u2018 zu betreiben und durch Cloud-Angebote zu ersetzen oder zu erweitern. <\/em><\/p>\n<p><em>SAP verfolgt einen Hybrid-Ansatz, den ,Digital Core\u2018 S\/4 m\u00f6glichst standardisiert on-premise zu fahren und auf der SAP Cloud Platform, SCP, in der Cloud kundenspezifische Anpassungen zu entwickeln und zu betreiben. <\/em><\/p>\n<p><em>Damit wird die Flexibilit\u00e4t der kundenspezifischen Anpassungen \u00fcber die SCP bereitgestellt. Aus Sicht der Infrastruktur stellt Suse sowohl die Linux-Plattform f\u00fcr den On-premise-Betrieb als auch die gleiche gesch\u00e4ftskritische Linux-Plattform auf der Cloud zur Verf\u00fcgung, um im hybriden Modell mit einem Plattform-Standard die Aufwendungen in hybriden Umgebungen so gering wie m\u00f6glich zu halten. <\/em><\/p>\n<p><em>Ebenso folgen die Entwicklungen von Suse den Anforderungen der SAP-Hybrid-Cloud-Entwicklungen und stellen f\u00fcr alle Deployment-Optionen des SAP-Rechenzentrums die korrespondierenden Suse-L\u00f6sungen zur Verf\u00fcgung.\u201c<\/em><\/p>\n<h3>Cloud-F\u00e4higkeiten<\/h3>\n<p>Bernd Stopper, Leiter des Google-Partnervertriebs, ist gleicher Meinung wie Michael Jores:<\/p>\n<p><em>\u201eBill McDermott hatte recht. Die Wahl der richtigen Cloud hat nicht nur mit IaaS zu tun, es geht darum, mit komplement\u00e4ren Diensten der Cloud neue M\u00f6glichkeiten f\u00fcr SAP-Kunden zu schaffen. <\/em><\/p>\n<p><em>SAP plus die Google-Cloud-Plattform sind die neuen F\u00e4higkeiten, die weit \u00fcber eine weitere Hosting-Plattform hinausgehen. GCP-Dienste, wie etwa Machine Learning und Big Query, erm\u00f6glichen bereits eine direkte Erweiterung der bestehenden SAP-Funktionen mit zus\u00e4tzlicher Intelligenz und Effizienz.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Eine Hybrid Cloud ist eine Form des Cloud-Deployments und Betriebs, bei dem Applikation an der f\u00fcr den Kunden geeigneten Lokation betrieben werden. Google-Manager Stopper erkl\u00e4rt, dass eine Hybrid Cloud aus drei separaten, unterschiedlichen Dingen besteht, die jedoch h\u00e4ufig zusammen genutzt werden:<\/p>\n<p><strong>Erstens<\/strong>, eine hybride Infrastruktur ist eine Erweiterung der Netzwerkperimeter on-premise und co-location in die Cloud sowie Erweiterung der On-premise- und Co-location-Speichersubsysteme in die Cloud.<\/p>\n<p><strong>Zweitens<\/strong>, hybride Applikationen sind Applikationen, die aus unterschiedlichen Komponenten bestehen, laufen in unterschiedlichen Lokationen und typischerweise \u00fcberspannen sie die On-premise- und Co-location- sowie Cloud-Grenzen.<\/p>\n<p><strong>Drittens<\/strong>, hybrides Management ist das Management der Applikationen und Infrastruktur on-premise sowie in der Cloud in einer einheitlichen Art und Weise, nat\u00fcrlich idealerweise mit denselben Management-Tools.<\/p>\n<p><em>\u201eHybrid Cloud Computing ist nun auch bei Google in aller Munde\u201c<\/em><\/p>\n<p>schreibt Crisp- Analyst Stefan Ried in seinem Blog und pr\u00e4zisiert:<\/p>\n<p><em>\u201eDa kommt ein neuer Netzwerk- Nat-Service gerade richtig. Kombiniert mit dem Container-Management Kubernetes und auch mit dem neuen Istio-Toolset l\u00e4sst sich die Google Cloud als Extension des eigenen Rechenzentrums konfigurieren. Auf Google-Seite ist das alles als Software Defined Network realisiert. <\/em><\/p>\n<p><em>Auf Kundenseite braucht man gegebenenfalls Hardware und Konfigurationsdienste, die beispielsweise Cisco bereits anbietet. Mittelfristig lassen sich mit solchen Topologien moderne Micro-Service-Mash-Architekturen realisieren, die einzelne Dienste on-premise und andere Dienste der gleichen Anwendung beim Hyperscaler laufen lassen.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Wie passen all diese Optionen zu der Strategie von Google? Die Analysten Stefan Ried und Max Hille von Crisp Research haben in ihrem Blog die Antworten auf der Londoner Veranstaltung Google Next recherchiert und verifiziert:<\/p>\n<p><em>\u201eWir von Crisp Research glauben, dass es sehr gut zusammenpasst. Google ist zwar als letzter der drei Hyper- scaler auf den Enterprise-Zug aufgesprungen und hatte lange nicht die passenden Dienste. <\/em><\/p>\n<p><em>Auch heute hat Google noch weniger Vielfalt in seinem Angebot, verglichen mit AWS und Azure. Was Google aber macht, wird mit noch gr\u00f6\u00dferer Skalierung und Effizienz probiert.\u201c<\/em><\/p>\n<h3>Multicloud vs. Hybrid<\/h3>\n<p>F\u00fcr einen SAP-Bestandskunden ist das Thema \u201eon- und off-premise\u201c enorm wichtig. Eine Grundsatzentscheidung f\u00fcr und wider Cloud-Metamorphosen steht definitiv an, damit einher geht auch eine Positionierung: Was ist der Unterschied zu Multicloud?<\/p>\n<p>Achim Zimmermann, SAP-Direktor bei Q-Partners und erfolgreicher Google-Partner, meint, dass bei einem Hybrid-Cloud-Szenario die Kunden h\u00e4ufig eine Kombination von On-premise-Diensten und mindestens einer Public Cloud nutzen. Zimmermann:<\/p>\n<p><em>\u201eHybrid-Cloud-Dienste bieten Vorteile bez\u00fcglich einer gr\u00f6\u00dferen Kontrolle \u00fcber private Daten. Eine Organisation kann sensitive Daten in einer privaten Cloud oder einem lokalen Datencenter speichern und gleichzeitig die robusten Rechenkapazit\u00e4ten einer Public Cloud nutzen. <\/em><\/p>\n<p><em>Eine Hybrid Cloud verwendet eine Managementebene im Gegensatz zu einer Multicloud, welche ein separates Management jeder einzelnen Cloud-Umgebung erfordert.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Sein Kollege Bernd Stopper, Google-Manager, erg\u00e4nzt im E-3 Gespr\u00e4ch:<\/p>\n<p><em>\u201eBei einem Multicloud-Ansatz werden Dienste von mehreren Public-Cloud-Anbietern gleichzeitig genutzt. Und insbesondere bei diesem Multicloud-Ansatz ist die Herausforderung das nahtlose Management, das Deployment und der simultane Betrieb mehrere Clouds. <\/em><\/p>\n<p><em>Speziell f\u00fcr diese Herausforderung hat Google die Cloud Services Platform, CSP, auf der Konferenz Google Next in San Francisco angek\u00fcndigt. CSP basiert auf offenen Standards wie Kubernetes und Istio und erm\u00f6glicht Deployment und Betrieb von komplexen containerbasierten Applikationen Cloud-Plattform- \u00fcbergreifend.\u201c<\/em><\/p>\n<h3>Kubernetes-Services<\/h3>\n<p>\u00c4hnliches berichten die Crisp-Analysten Stefan Ried und Max Hille von ihrem Besuch der Veranstaltung Google Next aus London:<\/p>\n<p><em>\u201eBeispielsweise lernen AWS und besonders Microsoft gerade m\u00fchsam und langsam, wie man einen Managed-Kubernetes-Service ins Laufen bringt, w\u00e4hrend Google allein f\u00fcr eigene Zwecke jede Woche vier Milliarden Container provisioniert und wieder l\u00f6scht. <\/em><\/p>\n<p><em>Auch wenn der Gro\u00dfteil davon mit dem Kubernetes-Vorg\u00e4nger Borg gemanagt wird, verschafft die Erfahrung im Container-Management Google einen gro\u00dfen Vorsprung f\u00fcr sein Managed-Kubernetes-Angebot.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Und noch eine positive Feststellung \u00fcber Google findet sich im Blogbeitrag von Crisp-Research- Analysten Stefan Ried:<\/p>\n<p><em>\u201eLetztlich ist Google an seinem zwanzigsten Geburtstag erwachsen geworden und versteht Co-Innovations-Modelle genauso wie das traditionelle Enterprise-\u00d6kosystem um die gro\u00dfen Systemintegratoren. <\/em><\/p>\n<p><em>So waren auf der Google Next in London auch die meisten der gro\u00dfen Systemintegratoren mit einem Stand vertreten. Von Accenture, Deloitte, KPMG \u00fcber Rackspace bis hin zum Managed-Service-Dinosaurier Atos versuchen diese Managed-Hybrid-Cloud-Service-Provider zunehmend, eigene Applikationen auf den Hyperscaler-Stacks neben der SAP-Migration anzubieten.<\/em><\/p>\n<p><em> Einige bieten bereits interessante Mash-Szenarien zwischen S\/4 und Google-AutoML mit ihrem Branchen-Know-how an, da die traditionelle Businesslogik auf SAP immer noch der Unternehmenskern ist, aber das Google Machine Learning Framework deutlich weiter als das SAP-eigene Leonardo Machine Learning ist.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Das ist das neue Auswahlkriterium f\u00fcr Public-Cloud-Infrastruktur und dank Open Source hoffentlich kein langfristiger Provider-Lock-in. So profitiert mittlerweile auch Google vom Markttrend, dass CIOs beginnen, den SAP-Betrieb in die Public Cloud zu verlagern, wie eine aktuelle Crisp-Studie klar zeigt.<\/p>\n<p>(kostenfreier Download nach Anmeldung (<a href=\"https:\/\/www.crisp-research.com\/publication\/sap-betrieb-der-public-cloud\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">hier<\/a>) und Management-Summary von Crisp-CEO Carlo Velten (<a href=\"https:\/\/e3mag.com\/2018\/08\/24\/sap-betrieb-in-der-public-cloud-auf-dem-vormarsch\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">hier<\/a>) oder im E-3 Magazin Juli\/August 2018 auf Seite 21)<\/p>\n<p>Ist Hybrid Cloud ein Szenario, Blaupause f\u00fcr eine zuk\u00fcnftige SAP-Infrastruktur oder gibt es bereits operative Hybrid-Cloud-Szenarien? Jens-Gero Boehm, Direktor bei Suse und f\u00fcr das Partner- und Serviceprovider-Gesch\u00e4ft in Zentraleuropa verantwortlich, erkl\u00e4rt:<\/p>\n<p><em>\u201eEin Beispiel f\u00fcr einen funktionierenden Ansatz der Hybrid Cloud ist, den Produktivbetrieb im On-premise-Rechenzentrum und POC-, Schulungs- und Testumgebungen in der Public Cloud zur Verf\u00fcgung zu stellen. Auch ein Desaster-Recovery-Rechenzentrum kann aus der Public Cloud angebunden werden.\u201c<\/em><\/p>\n<h3>Das SAP-Cloud-Ecosystem<\/h3>\n<p>Achim Zimmermann von Q-Partners wei\u00df aus seiner praktischen Kundenerfahrung, dass die Cloud-Technologie sicherlich das Potenzial hat, zuk\u00fcnftigen auch SAP-Umgebungen auf einem Cloud-Ecosystem bereitzustellen.<\/p>\n<p><em>\u201eHybrid Clouds \u00fcber mehrere Cloud-Anbieter hinweg k\u00f6nnten dies noch auf ein neues Niveau heben, indem es SAP-Bestandskunden erm\u00f6glicht, die gew\u00fcnschten Dienste durch eine Vielfalt verschiedener Cloud-Anbieter zu konsumieren\u201c<\/em><\/p>\n<p>erkl\u00e4rt Zimmermann.<\/p>\n<p><em>\u201eDie derzeitige Herausforderung, diese M\u00f6glichkeit zu nutzen, liegt haupts\u00e4chlich an der Vernetzung und Sicherheit zwischen den verschiedenen Cloud-Anbietern, um eine gleichbleibend hohe User-Experience zu erhalten. <\/em><\/p>\n<p><em>Um in dieses vielf\u00e4ltige Multicloud-Ecosystem zu gelangen, bietet sich eine schrittweise Roadmap an, welche \u00fcber eine Hybrid Cloud in eine Multicloud-Welt f\u00fchrt. Hierbei sind insbesondere die hybride Infrastruktur, Netzwerk und Speichersubsysteme, aber auch Security-Challenges zu meistern. <\/em><\/p>\n<p><em>Die Frage wird also nicht mehr l\u00e4nger sein, auf welcher Plattform die SAP-Umgebungen betrieben werden, sondern: Welche Dienste m\u00f6chte ich erg\u00e4nzend nutzen, um mehr Intelligenz, Innovation und Kundennutzen zu schaffen? <\/em><\/p>\n<p><em>Bereits genutzte operative Hybrid-Cloud-Szenarien sind etwa SAP-Test und Entwicklungssysteme in der Google-Cloud-Plattform, die flexibel und innerhalb von Minuten provisioniert werden k\u00f6nnen und \u00fcber Google-Partner-L\u00f6sungen eine hybride Infrastruktur bereitstellen.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Ein Beispiel aus der SAP-Community, wo der Cloud-Trend angekommen ist: Metro-Nom, der IT-Bereich des Handelsunternehmens Metro, zieht sein zentrales Finanzsystem auf die Google-Cloud-Plattform. Metro ist in 35 L\u00e4ndern als einer der gr\u00f6\u00dften B2B-Gro\u00dfh\u00e4ndler aktiv.<\/p>\n<p>In der Vergangenheit setzte man auf lokale Finanzsysteme, die sich je nach Land in der Anwendung unterschieden. 100 verschiedene Systeme werden von nun an mithilfe der Google-Cloud-Plattform und SAP S\/4 \u201eSimple Finance\u201c zu einem zentralen Finanzsystem in der Cloud konsolidiert. Dadurch erzielt Metro einen erheblichen technologischen Wettbewerbsvorteil.<\/p>\n<p><em>\u201eMit dem Schritt, SAP-Services im Finanzwesen auf die Google-Cloud zu heben, beschleunigen wir den Service f\u00fcr unsere Kunden erheblich. Denn die Google-Cloud bietet nicht nur technische Vorteile, sondern auch die M\u00f6glichkeit, die Zusammenarbeit innerhalb der einzelnen Teams zu optimieren. Au\u00dferdem k\u00f6nnen wir unser System in Echtzeit auf Kundenw\u00fcnsche anpassen\u201c<\/em><\/p>\n<p>sagt Timo Salzsieder, CIO bei Metro. Axel Koss, Direktor Financial Management und Administration bei Metro-Nom, der die Migration der Finanzsysteme auf die Cloud verantwortet, erg\u00e4nzt hierzu:<\/p>\n<p><em>\u201eDurch den Einsatz eines zentralen SAP-Finanzsystems sind aufw\u00e4ndige Systemtests und l\u00e4nderspezifische Aktualisierungen nicht mehr erforderlich. Die umfangreiche Koordinierung internationaler Teams wird so erheblich vereinfacht.\u201c<\/em><\/p>\n<h3><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Hybrid cloud\" class=\"aligncenter size-full wp-image-55681\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/Cloud-Loesung.jpg\" alt=\"Cloud-Loesung\" width=\"1000\" height=\"406\" srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/Cloud-Loesung.jpg 1000w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/Cloud-Loesung-768x312.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/Cloud-Loesung-100x41.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/Cloud-Loesung-480x195.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/Cloud-Loesung-640x260.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/Cloud-Loesung-720x292.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/Cloud-Loesung-960x390.jpg 960w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/h3>\n<h3>Cloud und Open Source<\/h3>\n<p>Die Suse-Linux-Plattform eignet sich f\u00fcr den hybriden Einsatz, da sie f\u00fcr den On-premise- und Cloud-Betrieb gemacht ist. Damit kann sie die Standardisierung in eine Hybrid-Cloud-Landschaft gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n<p>Suse-Manager Michael Jores erkl\u00e4rt dazu:<\/p>\n<p><em>\u201eSuse liefert f\u00fcr die Hybrid Cloud, die On-premise- und Cloud-Infrastruktur: SLES for SAP Applications als optimierte Linux- Plattform, Hochverf\u00fcgbarkeit und Desaster-Recovery f\u00fcr SAP, Life-Patching zur Erh\u00f6hung der Verf\u00fcgbarkeit, Suse-Manager als Automationswerkzeug f\u00fcr die Linux-Infrastruktur. <\/em><\/p>\n<p><em>Auf der On-premise-Seite: eine Kubernetes-Plattform, um beispielsweise SAP Data Hub zu deployen. On-premise und innerhalb der SAP Cloud Platform wird Suse-OpenStack zur Verf\u00fcgung gestellt und f\u00fcr den PaaS-Layer im Bereich Cloud Foundry besteht ein Co-Development mit SAP.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Aber welche IT-Kenntnisse braucht der SAP-Bestandskunde auf dem Weg zu Hybrid Cloud, fragten wir Jens-Gero Boehm:<\/p>\n<p><em>\u201eSuse-Linux-Infrastruktur-Kenntnisse aus dem On-premise-Betrieb k\u00f6nnen auf die Cloud-Infrastruktur \u00fcbertragen werden. Wichtig sind auch Suse-High-Availability- plus Desaster-Recovery-Kenntnisse \u00fcber die Suse-HA-Technik, Pacemaker und Suse-Live-Patching, da diese f\u00fcr Zero- Downtime-Ans\u00e4tze gebraucht werden. <\/em><\/p>\n<p><em>Der Einsatz der Infrastruktur-Automatisierung birgt erhebliches Optimierungspotenzial mit dem Suse-Manager. Mit den aktuellsten Entwicklungen bei SAP zum Thema Kubernetes stellt Suse die Con\u00adtainer-as-a-Service-Plattform zur Verf\u00fcgung, um containerbasierte Applikationen mit Kubernetes zu orchestrieren.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Achim Zimmermann von Q-Partners stimmt seinen Kollegen von Suse im E-3 Gespr\u00e4ch zu und erg\u00e4nzt:<\/p>\n<p><em>\u201eWissen \u00fcber die Hybrid Cloud erstreckt sich nicht nur \u00fcber Infrastructure-as-a-Service-Konzepte, es geht vielmehr um das Verst\u00e4ndnis der weiteren M\u00f6glichkeiten der Cloud-Ecosysteme und die Vertiefung in den Bereichen, die f\u00fcr die eigene Cloud Adoption am relevantesten sind. <\/em><\/p>\n<p><em>Eine m\u00f6glichst effektive Reise in die Hybrid Cloud erfordert technisch versierte Menschen, die ein gr\u00f6\u00dferes Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die gesch\u00e4ftlichen Abl\u00e4ufe haben. Im Gegenzug m\u00fcssen die Experten aus dem Business mehr Technikbezug erwerben.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Google-Manager Bernd Stopper betont hier nochmals die Bedeutung der Open- Source-Komponenten:<\/p>\n<p><em>\u201eGoogle bietet eine gro\u00dfe Bandbreite an Technologien f\u00fcr hybride Applikationen an. Somit ist eine Reise \u00fcber die Hybrid-Cloud- zu Multicloud- Umgebungen m\u00f6glich. <\/em><\/p>\n<p><em>Insbesondere Kubernetes bietet f\u00fcr Hy\u00adbrid-Cloud-Umge-bungen viel Flexibilit\u00e4t, um Applikationen innerhalb eines Containers portabel zwischen On-premise und in der Cloud zu betreiben.\u201c<\/em><\/p>\n<h3>Monet\u00e4re Vorteile<\/h3>\n<p>Abschlie\u00dfend erkl\u00e4rt Bernd Stopper von Google:<\/p>\n<p><em>\u201eEine Hybrid Cloud bietet sehr vielf\u00e4ltige Vorteile, die sich monet\u00e4r niederschlagen. Zum einen bieten sich neue, viel flexiblere Abrechnungsmodelle der SAP-Workloads in der Cloud. <\/em><\/p>\n<p><em>Beispielsweise k\u00f6nnen IaaS-Workloads f\u00fcr S\/4 auf Google Compute-Engine, VMs, sekundengenau abgerechnet werden. Des Weiteren gibt es die M\u00f6glichkeit, einen Ein- oder Drei-Jahres-Commit-Vertrag mit Google abzuschlie\u00dfen. Bei einem Ein-Jahres-Commit k\u00f6nnen bis zu 37 Prozent der Kosten eingespart werden, bei einem Drei-Jahres-Commit bis zu 71 Prozent.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Hybrid Cloud scheint in der SAP-Community ein Erfolgsmodell zu werden.<\/p>\n<p><em>\u201eMit einem Cloud-Hosting- Dienstleister k\u00f6nnen Unternehmen st\u00e4ndig anfallende Investitionen in neue Systeme in kompetente H\u00e4nde geben. Das spart nicht nur Zeit und Kosten, sondern ist auch sicherer und macht Kapazit\u00e4ten in der eigenen IT-Abteilung f\u00fcr die Betreuung eigener Anwendungen frei\u201c<\/em><\/p>\n<p>so J\u00fcrgen Biffar, Vorstandsvorsitzender des Kompetenzbereichs ECM im Bitkom.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/E-3-Coverstory-1812.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Hybrid cloud\" class=\"aligncenter wp-image-37442 size-full\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Download-Coverstory.jpg\" alt=\"Download Coverstory\" width=\"1000\" height=\"125\" srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Download-Coverstory.jpg 1000w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Download-Coverstory-768x96.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Download-Coverstory-100x13.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Download-Coverstory-480x60.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Download-Coverstory-640x80.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Download-Coverstory-720x90.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Download-Coverstory-960x120.jpg 960w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von allem das Beste, so k\u00f6nnte man den neuen Trend \u201eHybrid Cloud\u201c auch kennzeichnen. 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