{"id":55165,"date":"2018-10-25T08:00:04","date_gmt":"2018-10-25T06:00:04","guid":{"rendered":"http:\/\/e3mag.com\/?p=55165"},"modified":"2022-05-01T09:56:36","modified_gmt":"2022-05-01T07:56:36","slug":"hana-on-power","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/e3mag.com\/de\/hana-on-power\/","title":{"rendered":"Hana on Power"},"content":{"rendered":"<p>Die Hana-Entwicklung am Hasso-Plattner-Institut an der Universit\u00e4t Potsdam war abgestimmt mit Intel und fokussiert auf die x86-Architektur der Xeon-Prozessoren. Aber die Pow\u00ader-Architektur von IBM erwies sich als das bessere Fundament.<\/p>\n<p>Erst im Jahr 2014 gab man den Widerstand auf und erlaubte HoP \u2013 Hana on Power. Mit IBM-Manager Andreas Span sprach Peter M. F\u00e4rbinger, Chefredakteur E-3 Magazin, \u00fcber eine einmalige und erfolgreiche Odyssee in der SAP-Community.<\/p><div class=\"great-fullsize-content-de great-entity-placement\" style=\"float: left;\" id=\"great-3999655402\"><div id=\"great-313523335\" style=\"margin-bottom: 20px;\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=6ZGXMPyM-nU\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"banner_26-04_29_1200x150\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1.jpg\" alt=\"\"  srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1.jpg 1200w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-400x50.jpg 400w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-768x96.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-100x13.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-480x60.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-640x80.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-720x90.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-960x120.jpg 960w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-1168x146.jpg 1168w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-18x2.jpg 18w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-600x75.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" width=\"1200\" height=\"150\"  style=\" max-width: 100%; height: auto;\" \/><\/a><\/div><\/div>\n<p>Die In-memory-Computing-Datenbank Hana hat viele gro\u00dfartige Vorteile gegen\u00fcber klassischen SQL-Datenbanken \u2013 nicht weil SAP besser ist, sondern weil Professor Hasso Plattner den Mut zu einem Neuanfang hatte: Hana konnte ohne Altlasten und Kompatibilit\u00e4tsvorgaben auf den Rei\u00dfbrettern in Potsdam am Hasso-Plattner-Institut (HPI) und in Walldorf in der SAP-Zentrale entstehen.<\/p>\n<p>In Potsdam forschten und programmierten die Studenten von Professor Plattner gemeinsam mit Alexander Zeier. Zur operativen Reife wurde Hana vom Mathematiker und Ex-SAP-Technikvorstand Vishal Sikka in Palo Alto, Kalifornien (USA), gef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Allen drei \u2013 Plattner, Zeier und Sikka \u2013 darf man unterstellen, dass sie nicht nur erstklassige Kenner der Intel-Prozessor-Architektur waren, sondern auch fest daran glaubten, nur dieser Allzweckprozessor sei am besten f\u00fcr ihre Hana-Datenbank geeignet \u2013 ein Irrtum, wie sich offiziell im Jahr 2014 herausstellte.<\/p>\n<h3>Power in Potsdam<\/h3>\n<p>Die Ger\u00fcchte gab es in der SAP-Community seit Ende 2012. Dass am HPI in Potsdam neben zahlreichen Intel-Xeon-Servern auch eine IBM-Power-Maschine steht und Vishal Sikka entsetzt dar\u00fcber war, dass seine Datenbank auf der Power-Architektur deutlich schneller war als auf Intel Xeon.<\/p>\n<p>Obwohl es sich hier bei Software und Hardware um technisch sehr komplexe Architekturen handelt, ist der Leistungs\u00adunterschied zwischen Intel Xeon und IBM Pow\u00ader schnell erkl\u00e4rt:<\/p>\n<p>Beide Prozessor\u00adarchitekturen sind f\u00fcr den Aufbau von Servern ausgelegt, aber Intel hat den Gesamtmarkt im Fokus und produziert somit einen Allzweckprozessor, w\u00e4hrend IBM das datengetriebene Enterprise als Hauptziel mit den Anwendungen Blockchain, k\u00fcnstliche Intelligenz, Industrie 4.0, ERP\/CRM etc. anvisiert.<\/p>\n<p>In einer Stellungnahme von IBM von Ende vergangenen Jahres hei\u00dft es, dass die neuen IBM-Power-Systems-Server mit einem ebenfalls neu designten Power9-Prozessor speziell f\u00fcr rechenintensive KI-Workloads entwickelt wurden.<\/p>\n<p>Mit ihm k\u00f6nnen die Trainingszeiten im Bereich Deep Learning um das bis zu Vierfache beschleunigt werden. Damit ist es m\u00f6glich, schnellere und pr\u00e4zisere KI-basierte Anwendungen zu bauen.<\/p>\n<p>Einige zentrale Komponenten des neuen Prozessors wurden im deutschen IBM-Forschungs- und Entwicklungszentrum in B\u00f6blingen bei Stuttgart entwickelt. Dazu geh\u00f6ren beispielsweise eine PCI-Express-4.0-Schnittstelle, die bis zur doppelten Geschwindigkeit liefert wie ihre Vorg\u00e4ngerin sowie neue Hardwarefunktionen f\u00fcr die Un\u00adterst\u00fctzung sogenannter \u201eHigh Precision 128 bit Floating-Point\u201c-Operationen, die besonders f\u00fcr hochperformantes wissenschaftliches Rechnen wichtig sind.<\/p>\n<p>Auch die Unterst\u00fctzung von Blockchain-Anwendungen durch Power-Systeme und eine verbesserte Rechenleistung pro Watt konnten mithilfe der deutschen Experten realisiert werden.<\/p>\n<h3>Big Data mit Power<\/h3>\n<p><em>\u201ePower8 und auch Power9 wurden jeweils neu und speziell f\u00fcr die Verarbeitung gro\u00dfer Datenmengen entwickelt, mit gro\u00dfer Memory-Bandbreite \u2013 Faktor vier gr\u00f6\u00dfer als Intel x86, mehr Cache \u2013 Faktor f\u00fcnf mehr Cache als x86 sowie hohe Performance \u2013 Faktor zwei pro Core im Benchmark, bis zu Faktor vier bei realen Kunden-Workloads, des weiteren h\u00f6here Flexibilit\u00e4t mit PowerVM, hohe Zuverl\u00e4ssigkeit durch Redundanz, insbesondere bei den Power-Enterprise-Servern\u201c<\/em><\/p>\n<p>best\u00e4tigt im E-3 Gespr\u00e4ch Andreas Klaus Span, Director und Business Unit Executive f\u00fcr SAP Hana on Power.<\/p>\n<p>Allgemein sticht aber nach Meinung von Andreas Span das Argument, dass Intel x86 aus dem Commercial-Sektor mit dem Ansatz \u201egood enough\u201c stammt, Power immer den Anforderungen der Enterprise-Welt gerecht sein musste und somit eine ganz andere Architektur entwickelt hat.<\/p>\n<p>Interessant ist in diesem Zusammenhang die Meinung der IDC-Analysten und Marktforscher: \u201eIDC ist stets der \u00dcberzeugung, dass Vielfalt in der IT und eine gro\u00dfe Auswahl positive Faktoren sind.<\/p>\n<p>Die Hardware-Umgebung f\u00fcr SAP Hana war in dieser Hinsicht bisher unzureichend. Zwar gab es eine Auswahl unter Anbietern, aber nicht im Hinblick auf Prozessor und Leistung, die Virtualisierungsst\u00e4rke der Plattform oder die Art und Weise, in der Plattformen als Appliance vertrieben wurden.<\/p>\n<figure id=\"attachment_55167\" aria-describedby=\"caption-attachment-55167\" style=\"width: 1000px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Hana on power\" class=\"wp-image-55167 size-full\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Hana-on-Power.jpg\" alt=\"Hana on power\" width=\"1000\" height=\"790\" srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Hana-on-Power.jpg 1000w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Hana-on-Power-768x607.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Hana-on-Power-100x79.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Hana-on-Power-480x379.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Hana-on-Power-640x506.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Hana-on-Power-720x569.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Hana-on-Power-960x758.jpg 960w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-55167\" class=\"wp-caption-text\">SAP-Aufsichtsratsvorsitzender Hasso Plattner und Ex-SAP-Technikvorstand Vishal Sikka erkl\u00e4ren die Vorteile einer In-memory-Computing-Datenbank, ohne aber auf die notwendige Server-Hardware-Struktur einzugehen: Vishal Sikka hat IBM Power nur ungern erw\u00e4hnt.<\/figcaption><\/figure>\n<p>W\u00e4hrend Unternehmen, die die Zukunft ihrer Business Analytics bei SAP sehen, zunehmend mit Hana und S\/4 vertraut werden, entstehen einige neue Bedenken. Die Verarbeitung von Analytics und Transaktionen auf einem System wie bei S\/4 erfordert eine robuste Leistung zur Bew\u00e4ltigung gro\u00dfer Datenvolumina, kompromisslose Resilienz zum Schutz von In-memory-Verarbeitung, umfassende Flexibilit\u00e4t basierend auf Virtualisierung und hybrider Cloud sowie einer einfachen Handhabung.<\/p>\n<p>Nicht jede f\u00fcr SAP Hana und S\/4 aktuell verf\u00fcgbare Hardware kann diese Anforderungen optimal erf\u00fcllen. Unternehmen, die Hardware-Optionen f\u00fcr Hana pr\u00fcfen, sollten die Vorteile von Hana auf Power (HoP) ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n<p>Sie haben auf IBM-Power-Systemen die Chance zur Konsolidierung und Vereinfachung bei gleichzeitiger Optimierung der Leistungszuw\u00e4chse, die Hana und S\/4 bieten k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<h3>Differenzierungsfaktor<\/h3>\n<p>Seit Ende 2015 ist Hana auf IBM Power Systems mit IBMs innovativer Power8-Architektur und -Prozessoren verf\u00fcgbar \u2013 aktueller Stand: Power9. IDC ist der \u00dcberzeugung, dass Power-Systeme f\u00fcr Hana und S\/4 einen \u00fcberzeugenden Differenzierungsfaktor bedeuten.<\/p>\n<p>Power wurde f\u00fcr sehr datenintensive Workloads wie Hana konzipiert und umfasst leistungsstarke integrierte Virtualisierung, die SAP-zertifiziert ist, sowie zahlreiche Merkmale zur Verbesserung der Zuverl\u00e4ssigkeit.<\/p>\n<p>Andreas Span wei\u00df genau, dass sich gemessen an der schwachen Virtualisierung, den steigenden Security-Fehlern und der Beschr\u00e4nkung und geringen Belastbarkeit der x86-Memory-DIMMs der TCA-Ansatz beim Einkauf immer weniger rechnet.<\/p>\n<p>Span: <em>\u201eDazu kommt das exponentielle Wachstum der Hana-Datenbanken und der Daten im Allgemeinen, welche geradezu nach einem flexibel anpassbaren TCO-Ansatz schreien. Gemessen daran ist Power nicht nur die h\u00f6herwertige, stabilere Plattform, sondern auch die g\u00fcnstigere.\u201c<\/em><\/p>\n<p>\u00dcberlegungen bezogen auf IBM Power sind nicht f\u00fcr alle SAP-Bestandskunden dieselben. Kunden, die Hana aktuell auf einer Appliance mit Commodity-Architektur betreiben, m\u00fcssen andere Aspekte ber\u00fccksichtigen als Kunden, die SAP-Anwendungen mit einer herk\u00f6mmlichen Datenbank auf Power betreiben. IDC betont in diesem Zusammenhang:<\/p>\n<p><em>\u201eAll diesen Unternehmen ist jedoch gemeinsam, dass sie es mit IBM-Power-Systemen einfach haben, zu einer robusten Hana- oder S\/4-Plattform, die signifikante Vorteile bietet, zu kommen. Zudem gibt es von vielen Seiten Unterst\u00fctzung f\u00fcr die ersten Schritte auf diesem Weg. <\/em><\/p>\n<p><em>Selbst wenn Power-Systeme einem Unternehmen nicht vertraut sind, gibt es keine Probleme im Hinblick auf die erforderlichen Qualifikationen, da die Plattform mit Linux l\u00e4uft. Somit l\u00e4sst sich die Plattform dank der auf OpenStack basierenden Virtualisierung auch unproblematisch in alle virtualisierten Rechenzen\u00adtren integrieren.\u201c<\/em><\/p>\n<h3>CIO, CEO oder CFO<\/h3>\n<p>Die Entscheidungswege kennt Andreas Span ganz genau:<\/p>\n<p><em>\u201eEigentlich ist es immer weniger der CIO, sondern der CEO, CFO und andere Business Leaders, die das Sagen in dieser Angelegenheit haben. Es handelt sich fast immer um eine strategische Ausrichtung eines Unternehmens und seiner Zukunft in dem immer h\u00e4rter werdenden globalen Wettbewerb. <\/em><\/p>\n<p><em>Und da bietet es sich an, auf eine nahtlos skalierbare, flexible Plattform mit Zukunftsgarantie zu setzen. In mittlerweile \u00fcber 2000 Implementierungen gab es nicht ein einziges infra\u00adstrukturgeneriertes Problem bei Power. Der Anwender kann ruhig schlafen \u2013 seine Applikationen laufen zuverl\u00e4ssig und gesch\u00fctzt.\u201c<\/em><\/p>\n<h3>Redundanz und Replikation<\/h3>\n<p>Die Flexibilit\u00e4t von Power-Systemen erlaubt die gleichzeitige Ausf\u00fchrung mehrerer Umgebungen. So kann ungenutzte Kapazit\u00e4t aus der produktiven Umgebung f\u00fcr die Entwicklung oder f\u00fcr Benutzerakzeptanztests verwendet werden.<\/p>\n<p>Verglichen mit anderen Architekturen erzielen IBM-Power-Systeme gr\u00f6\u00dfere Effizienz aus gemeinsam genutzten Ressourcen. IBM Power bietet die Ausfallsicherheit, die Hana-Kunden f\u00fcr kritische Workloads verlangen. Aufgrund von Features und Funktionen f\u00fcr Zuverl\u00e4ssigkeit, Verf\u00fcgbarkeit und Wartungsfreundlichkeit in der Power-Architektur sind diese Systeme ideal f\u00fcr Hana-Implementierungen geeignet.<\/p>\n<p>Diese kombinierte L\u00f6sung unterst\u00fctzt au\u00dferdem eine Vielzahl verschiedener Mechanismen, Tools und Verfahren f\u00fcr gr\u00f6\u00dfere Ausfallsicherheit, darunter erstklassige Unterst\u00fctzung f\u00fcr Redundanz und Replikation.<\/p>\n<p>F\u00fcr Hana gibt es zwei Prozessor-Plattformen: Intel Xeon und IBM Power.<\/p>\n<p><em>\u201eIntel stammt aus der Consumer Welt und ist immer gut mit geringeren Anforderungen zurechtgekommen. Power ist ein Hochleistungsprodukt der Enterprise-Welt mit ihren 7&#215;24-Anspr\u00fcchen an Performance, Skalierbarkeit und Sicherheit\u201c<\/em><\/p>\n<p>erkl\u00e4rt Andreas Span im E-3 Interview.<\/p>\n<p><em>\u201eWer also ein komplexes, gro\u00dfes Hana-Umfeld hat, kommt schier nicht an Power vorbei. Obendrein ist die Plattform f\u00fcr Speed und ,Data Crunching\u2018 optimiert worden und l\u00e4uft selbst bei gener\u00f6s gerechnetem Core\u00ad-zu-Memory-Ratio und maximaler Belastung so gut wie nie \u00fcber 20 Prozent Auslastung pro Instanz hinaus. Gekoppelt mit der kostenlos eingebauten und weitaus komplexeren Virtualisierung l\u00e4sst sich nur schlecht ein Vergleich mit Intel rechnen.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Es h\u00e4ngt wie immer von der Gr\u00f6\u00dfe ab: \u201eEs mag aber durchaus Bereiche geben, gepr\u00e4gt von kleinen Datenbanken und einer \u00fcberschaubaren Anwendungsanzahl, wo sich Intel rechnet. Aber auch meist nur in dem neuerdings auch von SAP empfohlenen TDI-Ansatz \u2013 nicht als Appliance.<\/p>\n<p>Power ist meist bei den gr\u00f6\u00dferen Servern teurer von einem TCA-Blickwinkel aus, geht aber bei einer TCO-Betrachtung klar in F\u00fchrung\u201c, meint Span erg\u00e4nzend.<\/p>\n<h3>Appliance versus Power<\/h3>\n<p>Alles im Intel\/Hana-Bereich obliegt einer Zertifizierung \u2013 das ist der Appliance-Ansatz. IBM-Manager Span betont demnach, dass bei der kleinsten \u00c4nderung \u2013 und sei es nur ein neues Power-Kabel \u2013 rezertifiziert werden muss.<\/p>\n<p><em>\u201eDie Power-Plattform hingegen ist ein f\u00fcr alle Mal zertifiziert! Nun zum Preis: Die kleinen Power-Server sind sogar preislich auf Intel-Niveau, w\u00e4hrend die gro\u00dfen bei einer TCO-Rechnung klar punkten. <\/em><\/p>\n<p><em>Wir bieten kostenlos TCO-Studien an, die gerne zwei bis drei Wettbewerbsmodelle mit einbeziehen, und lassen dann den Kunden anhand der Resultate frei entscheiden. Fazit: Der Kunde kann ruhig anrufen \u2013 bei jeder Budgetlage.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Wie schon mehrfach erw\u00e4hnt ist die Pow\u00ader-Architektur auf effizientes \u201eData Crunching\u201c im gro\u00dfen Stil hin angelegt worden. Somit ist Andreas Span \u00fcberzeugt, dass es eine logische Entwicklung ist, Hana zusammen mit den wachsenden Datenmengen einzusetzen, die geballt verf\u00fcgbar sind \u2013 One Single Source of Truth \u2013, dar\u00fcber hinaus aber auch das wachsende Zukunftsfeld von KI.<\/p>\n<p><em>\u201eWie alles unterlag auch der Ursprungsgedanke von Hana den wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Gegebenheiten seiner Zeit. Wie rasant die Entwicklung allein in den etwa zehn Jahren seither verlaufen ist, braucht man ja wohl nicht zu betonen. <\/em><\/p>\n<p><em>Heute empfiehlt SAP vorrangig die TDI-Architektur und Scale-up und wir sind, locker formuliert, ,die einzige Alternative zu Intel\u2018. Obendrein forschen und entwickeln wir zusammen seit knapp 40 Jahren und waren dem In-memory-Computing-Konzept nie wirklich fremd.\u201c<\/em><\/p>\n<h3>Plattformzertifikat<\/h3>\n<p>Die gesamte Power-Plattform ist f\u00fcr Hana zertifiziert. \u201eOnce and for all!\u201c, erkl\u00e4rt Andreas Span. \u201eDas hei\u00dft, wir m\u00fcssen nicht jeden Server einzeln zulassen und bei geringsten \u00c4nderungen neu absegnen lassen, wie das bei Appliances der Fall ist.<\/p>\n<p>Wenn neue Releases auf den Markt kommen wie Power9, werden die schon in der Entwicklungsphase gemeinsam getestet, und wenn alles gut geht, wird der Dokumentationsstand der SAP zeitnahe hochgezogen \u2013 die ber\u00fchmten SAP-Notes.<\/p>\n<p>F\u00fcr die 922- und 924-Server von Power9 ist das schon geschehen, die gro\u00dfen Server 950 und 980 k\u00f6nnen auch schon f\u00fcr Test und Development genutzt werden und wir erwarten die Dokumentation und somit Freigabe f\u00fcr die Produktion im laufenden Monat.\u201c<\/p>\n<p>SAP hat sich ja selbst das Ziel gesetzt, bis 2025 mit der Hana-Datenbank, aber vor allem als Plattform jeden und alles konvertiert zu haben.<\/p>\n<p><em>\u201eDazu brauchen sie auch einen Partner, der ihnen eine vergleichbare Zukunftsperspektive bietet\u201c<\/em><\/p>\n<p>meint IBM-Manager Span im E-3 Gespr\u00e4ch.<\/p>\n<p><em>\u201eDiesen Partner haben sie mit uns. Abgesehen davon war der Code f\u00fcr Hana on Power und Intel schon immer fast identisch \u2013 \u00fcber 97 Prozent. Mittlerweile gibt es nur eine Entwicklungslinie f\u00fcr beide Plattformen, der Code ist identisch und die Re\u00adlease-Zeiten sind simultan.\u201c<\/em><\/p>\n<p>In der erw\u00e4hnten IDC-Studie wird somit auch ganz richtig angemerkt:<\/p>\n<p><em>\u201eDer Wechsel zu einer SAP-Hana-In-memory-Plattform ist unkomplizierter geworden, als dies noch vor einigen Jahren der Fall war. <\/em><\/p>\n<p><em>Viele Unternehmen haben den ersten Schritt mit einer Migration zu SAP Business Warehouse auf Hana bereits getan. BW ist ein guter Ausgangspunkt f\u00fcr eine SAP-Hana-In-memory-Database: Die unmittelbaren Leistungsverbesserungen bieten eine hohe Kapitalrendite (ROI). <\/em><\/p>\n<p><em>Zudem wird BW nicht als ,unternehmenskritische\u2018 Anwendung eingestuft, was die Situation unkomplizierter macht. Etwa ein Viertel der 40.000 SAP-Kunden weltweit hat bereits BW auf Hana bezogen und bei der Mehrheit l\u00e4uft dies live und in Produktion. <\/em><\/p>\n<p><em>Die meisten dieser SAP-Hana-Kunden betreiben Hana als Appliance basierend auf Commodity-Architektur, da dies damals die einzige Option war. Bei vielen dieser fr\u00fchen Kunden ist nun eine technologische Erneuerung f\u00e4llig.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Dennoch gibt es noch immer Zehntausende SAP-Bestandskunden, die den Umstieg auf Hana noch nicht vorgenommen haben. Diese Unternehmen haben nun deutlich mehr Optionen zur Auswahl. Neben den vielen Appliances auf Commodity-Architektur k\u00f6nnen sie sich nun f\u00fcr den Betrieb der Hana-Datenbankversionen und der neun S\/4- und BW-Anwendungen auf IBM-Power-Systemen entscheiden.<\/p>\n<p>Intel ist mit seinen Prozessoren im Massenmarkt t\u00e4tig: Hohe St\u00fcckzahlen garantieren einen Skalierungseffekt. Wie lange wird sich IBM eine eigene Prozessorenentwicklung und Fertigung leisten k\u00f6nnen und wollen?<\/p>\n<p><em>\u201eSolange es Kunden gibt, die auf Enterprise-Qualit\u00e4t angewiesen sind \u2013 und davon gibt es mehr als gen\u00fcgend\u201c<\/em><\/p>\n<p>sagt Andreas Span \u00fcber die aktuelle Marktsituation.<\/p>\n<p><em>\u201eEines unserer Top-Unterscheidungsmerkmale ist das Versprechen der Kontinuit\u00e4t. Wir haben uns die Entwicklung von Power9 drei Milliarden kosten lassen und sind schon eifrig am Basteln, was Power10 anbetrifft. <\/em><\/p>\n<p><em>Power11 ist auf dem Rei\u00dfbrett. Au\u00dferdem werden die Anwendungen und Anforderungen immer komplexer \u2013 nicht nur im Hana-Umfeld \u2013, und denen ist mit Commercial-Type-Chips nicht gedient.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Und bedrohen Cloud-Anbieter wie AWS, Google und Microsoft die On-premise-Welt von HoP? \u201eEine Weile schien es so\u201c, meint der IBM-Manager. \u201eHeute sind selbst Analysten wie IDC wieder der Meinung, Cloud sei mit Vorsicht in begrenzten Bereichen, die sich daf\u00fcr anbieten, zu genie\u00dfen. Sicherheits-, legale und preisliche Gr\u00fcnde sprechen klar f\u00fcr einen Erhalt der Mission-Critical-Daten on-premise. Hybride Umgebungen sind wohl der sinnvollere Ansatz.\u201c<\/p>\n<p>Gibt es f\u00fcr den SAP-Bestandskunden hinsichtlich Implementierung und operativen Betriebs signifikante Unterschiede zwischen HoP und dem Intel-\u00c4quivalent? Andreas Span:<\/p>\n<p><em>\u201eJa, da gibt es einige. Erstens ist die ganze Power-Steuerung schlanker und kompakter und zweitens vereinfacht der Konsolidierungsfaktor das Management erheblich. Ansonsten ist Linux gleich Linux auf beiden Plattformen. Und im Gro\u00dfen und Ganzen reduziert die Stabilit\u00e4t des Power-Systems auch den Implementierungs- und Wartungsaufwand.\u201c<\/em><\/p>\n<h3>IT f\u00fcr Unternehmen<\/h3>\n<p>Ein Fazit der Analysten von QuinStreet zeigt deutlich den Wettbewerbsvorteil:<\/p>\n<p><em>\u201eDie Implementierung von Hana auf IBM-Power-Systemen entspricht der Philosophie, dass die IT f\u00fcr das Unternehmen transparent sein sollte. <\/em><\/p>\n<p><em>Das bedeutet: Technologie sollte Unternehmen unterst\u00fctzen und nicht von ihnen verlangen, sich nach den Anforderungen der IT zu richten. Die Power-Architektur ist in dieser Hinsicht sehr gut geeignet. <\/em><\/p>\n<p><em>Denn ihre Flexibilit\u00e4t, Ausfallsicherheit und Leistung geben Kunden die M\u00f6glichkeit, sich an \u00c4nderungen anzupassen, wenn es n\u00f6tig ist \u2013 ohne erhebliche Unterbrechungen. <\/em><\/p>\n<p><em>IBM-Power-Systeme bilden eine exzellente Grundlage f\u00fcr die Hana-Umgebung, da sie Unternehmen die digitale Transformation erm\u00f6glichen. Die Systeme, die diese Transformation vorantreiben, konsolidieren Anwendungen und Services aus dem gesamten Unternehmen und erleichtern die Entwicklung neuer Anwendungen und Services. <\/em><\/p>\n<p><em>Dar\u00fcber hinaus k\u00f6nnen vorhandene Server und Speicherressourcen, die zuvor f\u00fcr traditionelle SAP-Workloads genutzt wurden, in der neuen Hana-Umgebung zu anderen Zwecken eingesetzt werden. <\/em><\/p>\n<p><em>Das alles ist kritisch f\u00fcr die Unternehmen, die darauf angewiesen sind. Es setzt voraus, dass Hana auf Systemen implementiert wird, die sich durch h\u00f6chste Zuverl\u00e4ssigkeit, Verf\u00fcgbarkeit und Wartungsfreundlichkeit auszeichnen. <\/em><\/p>\n<p><em>IBM gilt in der Branche als hervorragender Anbieter von gesch\u00e4ftskritischen IT-Systemen. IBM-Pow\u00ader-Systeme bleiben auf Jahre hinaus sowohl bei On-premise- als auch cloudbasierten Implementierungen die Plattform erster Wahl f\u00fcr die Transformation und Weiterentwicklung von Unternehmen, die SAP Hana nutzen.\u201c<\/em><\/p>\n<p>IDC sieht die Marktsituation in einem Bericht \u00e4hnlich: \u201eIBM ist dabei, sich als Hana- und S\/4-Experte zu positionieren, der das komplette Paket anbieten kann \u2013 von der Festlegung der Strategie und funktionaler Spezifikation \u00fcber IBM Global Business Services (GBS) bis zur Umsetzung und Bereitstellung von Power-basierter Hardware on-premise und als hybride Cloud.<\/p>\n<p>Bereits im April 2016 k\u00fcndigten IBM und SAP eine Partnerschaft f\u00fcr die digitale Transformation an, um gemeinsam innovative L\u00f6sungen rund um kognitive Erweiterungen, Anwendererfahrungen und branchenspezifische Funktionen mit Hana und S\/4 zu schaffen.<\/p>\n<p>Es gibt mehrere Gr\u00fcnde, die IBM-Power-Systeme zu einer hervorragenden Plattform f\u00fcr Hana machen, wobei eine herausragende Flexibilit\u00e4t, Resilienz und Leistung der Plattform im Mittelpunkt stehen.\u201c<\/p>\n<h3>Hana und Power<\/h3>\n<p>Abschlie\u00dfend bleibt die Frage: Wie weit ist aus IBM-Sicht der Erfolg von Hana von einer ad\u00e4quaten Hardware-Basis abh\u00e4ngig? \u201eGrundlegend\u201c, ist die sofortige Antwort von Andreas Span.<\/p>\n<p><em>\u201eDie Basis bestimmt einfach den Erfolg oder Misserfolg der Anwendungsebene \u2013 stellen Sie sich nur mal ein Szenario aus dem Retail-Markt vor: Ein global agierendes Unternehmen hat einen Shut-down von einigen Tagen im Delivery- Prozess.\u201c<\/em><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/E-3-Coverstory-1811.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Hana on power\" class=\"aligncenter wp-image-37442 size-full\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Download-Coverstory.jpg\" alt=\"Download Coverstory\" width=\"1000\" height=\"125\" srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Download-Coverstory.jpg 1000w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Download-Coverstory-768x96.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Download-Coverstory-100x13.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Download-Coverstory-480x60.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Download-Coverstory-640x80.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Download-Coverstory-720x90.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Download-Coverstory-960x120.jpg 960w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Andreas Klaus Span ist Director und Business Unit Executive f\u00fcr SAP Hana on Power und Cognitive Sales, IBM Power Systems EMEA, IBM Sales &#038; Distribution, STG Sales, IBM Global Markets. 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