{"id":43091,"date":"2018-05-30T10:00:19","date_gmt":"2018-05-30T08:00:19","guid":{"rendered":"http:\/\/e3mag.com\/?p=43091"},"modified":"2025-07-12T15:10:08","modified_gmt":"2025-07-12T13:10:08","slug":"dienstleistungseinkauf-mit-sap-und-seine-grenzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/e3mag.com\/de\/dienstleistungseinkauf-mit-sap-und-seine-grenzen\/","title":{"rendered":"Dienstleistungseinkauf mit SAP und seine Grenzen"},"content":{"rendered":"<p>Ob Versorger, Industrieparks oder Finanzinstitute: In den meisten Branchen werden deutlich mehr Dienstleistungen als Materialien eingekauft. Damit stehen auch die SAP-Anwenderunternehmen vor der schwierigen Aufgabe, vielschichtige Leistungsb\u00fcndel bei geringer Markt- und Ausgabentransparenz sowie niedrigem Standardisierungsgrad abwickeln zu m\u00fcssen. Dies macht die operativen Einkaufsprozesse \u00e4u\u00dferst komplex und erfordert eine enge Integration zwischen Auftraggebern und Lieferanten: von der Erstellung der Leistungsverzeichnisse auf Basis der ERP-Leistungs- und -Materialst\u00e4mme \u00fcber die Angebotsaufforderung und -abgabe bis hin zur Bestellung und Leistungserfassung.<\/p>\n<p>Versch\u00e4rft werden diese Anforderungen dadurch, dass sich die Leistungserbringung bei vielen Projekten \u2013 zum Beispiel im Baubereich \u2013 \u00fcber l\u00e4ngere Zeitr\u00e4ume erstreckt. Da die Lieferanten dann oft leistungsabh\u00e4ngig in monatlichen Abst\u00e4nden bezahlt werden, Stichwort: Teilaufma\u00dfe, m\u00fcssen sie die aktuellen Fortschritte ihrer T\u00e4tigkeiten genau dokumentieren.<\/p><div class=\"great-fullsize-content-de\" style=\"float: left;\" id=\"great-1710795636\"><div id=\"great-390254462\" style=\"margin-bottom: 20px;\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=6yfv7eho3Gc\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"Fullsize\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150.jpg\" alt=\"Fullsize\"  srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150.jpg 1200w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-400x50.jpg 400w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-768x96.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-100x13.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-480x60.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-640x80.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-720x90.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-960x120.jpg 960w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-1168x146.jpg 1168w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-18x2.jpg 18w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-600x75.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" width=\"1200\" height=\"150\"  style=\" max-width: 100%; height: auto;\" \/><\/a><\/div><\/div>\n<h3>Anforderungen mit SAP nicht erf\u00fcllbar<\/h3>\n<p>Den hohen Integrationsanforderungen bei der Dienstleistungsbeschaffung kann der SAP-Standard allerdings nicht gen\u00fcgen. Damit sich die Zulieferer nahtlos mit dem ERP-System ihrer Kunden verbinden k\u00f6nnen, ben\u00f6tigen sie zus\u00e4tzlich EDI-Software (Electronic Data Interchange). EDI macht es m\u00f6glich, elektronische Dokumente in einem Standardformat auszutauschen und damit eine durchg\u00e4ngige Digitalisierung umzusetzen.<\/p>\n<p>F\u00fcr gr\u00f6\u00dfere Dienstleister ist der damit verbundene Aufwand durchaus tragbar, der Verbreitungsgrad elektronischer Transferverfahren entsprechend hoch. Anders sieht es hingegen bei kleineren Anbietern aus, die nur wenige Mitarbeiter besch\u00e4ftigen. Da diese Lieferanten in der Regel nicht \u00fcber EDI verf\u00fcgen, m\u00fcssen bei der Dienstleistungsabwicklung s\u00e4mtliche Einkaufsdokumente bestenfalls per E-Mail versandt und in den beteiligten Systemen manuell erfasst und bearbeitet werden. Dies verursacht gro\u00dfen Zeitaufwand und verschlechtert die Datenqualit\u00e4t, was wiederum zu h\u00f6heren Fehlerquoten f\u00fchrt.<\/p>\n<h3>Fehlende Unterst\u00fctzung nationaler Normen<\/h3>\n<p>Als weiteres Manko des SAP-Standards bei der Zusammenarbeit mit Bau- und Dienstleistern h\u00f6re ich aus den Reihen der SAP-Anwenderunternehmen immer wieder die Klage, dass nationale Standards nicht unterst\u00fctzt werden. In Deutschland ist davon vor allem das GAEB-Format (Gemeinsamer Ausschuss Elektronik im Bauwesen) betroffen, das den Austausch von Bauinformationen vereinheitlicht.<\/p>\n<h3>Webbasierte Kollaborationsplattformen<\/h3>\n<p>Einen Ausweg bieten webbasierte Kollaborationsplattformen, die f\u00fcr eine durchg\u00e4ngige Digitalisierung der Beschaffungsprozesse sorgen. Der Aufwand f\u00fcr die Lieferanten ist dabei denkbar gering: Sie m\u00fcssen sich lediglich auf diesen Plattformen registrieren, um mit ihren Auftraggebern automatisch kommunizieren zu k\u00f6nnen. Dar\u00fcber hinaus sorgt die Integration von GAEB-Schnittstellen daf\u00fcr, dass die an den Bauprojekten beteiligten Anwendungen die \u00fcbermittelten Daten korrekt \u00fcbernehmen und verarbeiten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Kurzum: Kollaborationsplattformen senken den Zeit- und Kostenaufwand, steigern die Transparenz und helfen den Auftraggebern, Compliance-Vorschriften einzuhalten, zum Beispiel weil die erbrachten Lieferantenleistungen in jeder Projektphase kontrollierbar sind.<\/p>\n<p>Webbasierte Kollaborationsplatt\u00adformen werden als Add-on in die SAP-\u00adSystemumgebung der Auftraggeber eingebunden. Ein Beispiel daf\u00fcr ist die Bits Supplier Collaboration Suite (SCS), die die Digitalisierung s\u00e4mtlicher operativer Einkaufsprozesse unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p>Da die Eink\u00e4ufer direkt auf die ERP-Leistungs- und -Materialst\u00e4mme zugreifen, m\u00fcssen keine sensiblen Einkaufsdaten in der Cloud repliziert und damit verbundene Datenschutzanforderungen ber\u00fccksichtigt werden. Durch ihre einfachen und intuitiven Benutzeroberfl\u00e4chen genie\u00dft die 2Bits Supplier Collaboration Suite bei Anwendern eine hohe Akzeptanz und bietet Zugang zu den neuen digitalen Technologien. So k\u00f6nnen die Lieferanten mobile Endger\u00e4te zur Leistungserfassung direkt vor Ort einsetzen und damit ihre Leistungsfortschritte automatisch dokumentieren.<\/p>\n<p>Werden zus\u00e4tzlich GPS-Koordinaten genutzt, l\u00e4sst sich anhand von Serialnummern belegen, welche Materialien in einem Projekt an welchem Ort und zu welcher Zeit verbaut wurden: M\u00f6gliche Reklamationen profitieren davon.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/e3mag.com\/partners\/2bits-gmbh-2\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-43094 size-full\" title=\"Dienstleistungseinkauf mit sap und seine grenzen\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/2Bits-CI-Banner.jpg\" alt=\"https:\/\/e3mag.com\/partners\/2bits-gmbh-2\/\" width=\"1000\" height=\"112\" srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/2Bits-CI-Banner.jpg 1000w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/2Bits-CI-Banner-768x86.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/2Bits-CI-Banner-100x11.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/2Bits-CI-Banner-480x54.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/2Bits-CI-Banner-640x72.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/2Bits-CI-Banner-720x81.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/2Bits-CI-Banner-960x108.jpg 960w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Einkauf gilt die Dienstleistungs\u00adbeschaffung als K\u00f6nigsdisziplin. 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