{"id":36957,"date":"2018-01-23T11:47:56","date_gmt":"2018-01-23T10:47:56","guid":{"rendered":"http:\/\/e3mag.com\/?p=32814"},"modified":"2022-05-01T09:46:26","modified_gmt":"2022-05-01T07:46:26","slug":"s-4-migration-roadmap","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/e3mag.com\/de\/s-4-migration-roadmap\/","title":{"rendered":"S\/4 Migration Roadmap"},"content":{"rendered":"<p>Es ist mehr als ein technischer und funktionaler Releasewechsel. SAP hat in den vergangenen Monaten gro\u00dfe Anstrengungen unternommen, um f\u00fcr ihre Bestandskunden den Umstieg von ERP\/ECC 6.0 und der SAP\u2019schen Business Suite 7 auf Hana und S\/4 so transparent, eskalationsfrei und sicher wie m\u00f6glich zu gestalten \u2013 aber die Herausforderung liegt weniger bei den technischen Werkzeugen als bei der Erfahrung mit solchen Transformationsprojekten und dem Datenvolumen.<\/p>\n<p>Eine Hana- und S\/4-Roadmap ohne erfahrenen SAP-Partner zu erstellen gilt in der Community als fast unm\u00f6glich \u2013 das mag nicht fair sein, ist aber die gelebte Realit\u00e4t. Die momentane Sympathie f\u00fcr die Walldorfer ist demnach nicht besonders hoch.<\/p><div class=\"great-fullsize-content-de great-entity-placement\" style=\"float: left;\" id=\"great-3471392850\"><div id=\"great-1329361753\" style=\"margin-bottom: 20px;\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=6ZGXMPyM-nU\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"banner_26-04_29_1200x150\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1.jpg\" alt=\"\"  srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1.jpg 1200w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-400x50.jpg 400w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-768x96.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-100x13.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-480x60.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-640x80.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-720x90.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-960x120.jpg 960w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-1168x146.jpg 1168w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-18x2.jpg 18w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-600x75.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" width=\"1200\" height=\"150\"  style=\" max-width: 100%; height: auto;\" \/><\/a><\/div><\/div>\n<p>Der deutsche ERP-Anbieter steht somit seit Monaten unter Rechtfertigungsdruck. Helfer in der Not ist die internationale SAP-Partner-Community. Hier entstand in den vergangenen Jahren viel Erfahrung und Wissen, wie Hana und S\/4 am besten zu customizen sind.<\/p>\n<p>Mit eigenen IT-Werkzeugen aus der Partner-Community gelingen mittlerweile die meisten Migrationsprojekte fehlerfrei und stabil. Thomas Failer und Tobias Eberle von Data Migration Services geben die wichtigsten Parameter f\u00fcr eine erfolgreiche S\/4-Transformation in dieser E-3 Coverstory wieder.<\/p>\n<h3>Deadline &amp; Stammdaten<\/h3>\n<p>\u201eWann der richtige Zeitpunkt f\u00fcr einen Umstieg auf S\/4 ist, muss letztendlich jedes Unternehmen f\u00fcr sich entscheiden\u201c<\/p>\n<p>meint Verwaltungsrat Thomas Failer gleich zu Beginn des Gespr\u00e4chs.<\/p>\n<p>\u201eZur Vorbereitung des Umstiegs ist die Bereinigung der erforderlichen Stammdaten und die Verbesserung von deren Qualit\u00e4t eine sinnvolle, wenn nicht sogar erforderliche Ma\u00dfnahme, um die Digitalisierung mit S\/4 optimal voranzutreiben\u201c<\/p>\n<p>betont er nachdr\u00fccklich und setzt somit den Fokus auf die zu migrierenden Daten aus dem SAP-System. Eine weitere sinnvolle Aufgabe bei der Vorbereitung ist die Reduzierung des Datenvolumens in den aktuellen SAP-Systemen mittels der Archivierung oder eines Rightsizing.<\/p>\n<p>\u201eSo lassen sich die Datenvolumina von SAP-Systemen signifikant um circa 70 Prozent reduzieren, was den sp\u00e4teren Umstieg deutlich einfacher gestaltet\u201c<\/p>\n<p>wei\u00df Failer aus zahlreichen erfolgreichen Projekten und er erg\u00e4nzt:<\/p>\n<p>\u201eNoch eine Vorbereitungsma\u00dfnahme ist aus unserer Sicht \u00e4u\u00dferst sinnvoll, und zwar die Stilllegung von bestehenden Altsystemen, auch Historisierung genannt \u2013 englisch Application Retirement. Diese werden oftmals weiterbetrieben, um den gesetzlichen Anforderungen f\u00fcr den Datenzugriff zu gen\u00fcgen.<\/p>\n<p>Mit einer effizienten und effektiven Historisierung mittels unseres IT-Werkzeugs JiVS k\u00f6nnen die bestehenden Betriebskosten um bis zu 80 Prozent gesenkt werden, und das unter Einhaltung der gesetzlichen Anforderungen.\u201c<\/p>\n<h3>Datenqualit\u00e4t f\u00fcr S\/4<\/h3>\n<p>Data Migration Services setzt einen Schwerpunkt auf die Datenqualit\u00e4t und das Datenmanagement. Dazu CEO Tobias Eberle:<\/p>\n<p>\u201eOftmals liegt der Fokus bei der S\/4-Roadmap auf Funktionalit\u00e4ten oder der Nutzung neuer M\u00f6glichkeiten mit S\/4. Leicht \u00fcbersehen wird, dass die Datenmenge und deren Qualit\u00e4t eine zen\u00adtrale Rolle bei der Einf\u00fchrung von S\/4 spielen.<\/p>\n<p>Zudem wird meist auch \u00fcbersehen, dass nach der Einf\u00fchrung von S\/4 die alten SAP-Systeme immer noch vorhanden sind und weiterbetrieben werden. Eine konsequente Hinzunahme der Historisierung in eine S\/4-Roadmap ist hier ratsam.\u201c<\/p>\n<p>Somit stellt sich die Frage: Wie lassen sich im Rahmen der S\/4-Migration Schwachstellen in Bezug auf Datenhaltung, Datenqualit\u00e4t, Datenwachstum, Fehlkonfigurationen identifizieren und beheben? Thomas Failer, Eigent\u00fcmer der Data Migration Services, meint:<\/p>\n<p>\u201eJa, der Wechsel nach S\/4 bietet eine Chance, die Datenbest\u00e4nde in Bezug auf Datenhaltung, Datenqualit\u00e4t, Datenwachstum zu pr\u00fcfen und Fehlkonfigurationen zu identifizieren und zu beheben. Hierzu eignet sich der Brownfield- oder Greenfield-Ansatz.<\/p>\n<p>Dabei werden grunds\u00e4tzlich nur diejenigen Daten migriert, die im Zielsystem erforderlich sind. Eine vorg\u00e4ngige Bereinigung der Datenbest\u00e4nde \u2013 speziell Stammdaten \u2013 bringt die M\u00f6glichkeit mit sich, Fehlkonfigurationen zu korrigieren und die Qualit\u00e4t der Daten zu verbessern.<\/p>\n<p>Die JiVS-Plattform der Data Migration Services unterst\u00fctzt dabei den Kunden, indem die Datenbest\u00e4nde einfach analysiert und so Schwachstellen aufgedeckt werden.\u201c<\/p>\n<h3>Vor der Migration<\/h3>\n<p>\u201eDie Aufbereitung von Stammdaten sollte zwingend vor der Migration nach S\/4 erfolgen\u201c, betont Tobias Eberle nochmals. Nach Erfahrung von Data Migration Services sollte die Anpassung der Stammdaten hinsichtlich der folgenden Punkte stattfinden:<\/p>\n<p>Aussortierung nicht mehr ben\u00f6tigter Stammdaten, Bereinigung von Dubletten, Standardisierung und Normierung von Stammdaten sowie Anreicherung der Stammdaten um S\/4-relevante Informationen.<\/p>\n<p>\u201eDie Aufbereitung der Stammdaten erfolgt idealerweise vor der Einf\u00fchrung von S\/4 und kann getrennt davon heute und jederzeit gestartet werden\u201c<\/p>\n<p>erkl\u00e4rt Thomas Failer.<\/p>\n<h3>Ohne SolMan<\/h3>\n<p>Viele SAP-Bestandskunden k\u00f6nnten hier unmittelbar an das Standardwerkzeug SolMan denken, der in der Version 7.2 einen enormen Zuwachs an Funktionen und M\u00f6glichkeiten bekommen hat \u2013 aber: \u201eAus unserer Sicht ist der SolMan keine Option f\u00fcr die Datenpflege und -qualit\u00e4t.<\/p>\n<p>Hier sehen wir eher den Einsatz des SAP Migration Cockpits f\u00fcr den konsistenten Import der Daten in die S\/4-Umgebung\u201c<\/p>\n<p>wei\u00df Eberle aufgrund vieler erfolgreicher Kundenprojekte. Bei jedem Migrationsprojekt wird auch der passende Infrastrukturansatz diskutiert: Vor- und Nachteile eines Greenfield- oder Brownfield-Ansatzes?<\/p>\n<p>\u201eDie beiden grunds\u00e4tzlichen Migrationswege Greenfield und Brownfield haben spezifische Vor- und Nachteile, die jedoch f\u00fcr jeden SAP-Bestandskunden individuell zu bewerten sind\u201c<\/p>\n<p>ist Thomas Failer \u00fcberzeugt und er erkl\u00e4rt im E-3 Gespr\u00e4ch:<\/p>\n<p>\u201eW\u00e4hrend der Ansatz auf der gr\u00fcnen Wiese eine Neuimplementierung erfordert, verspricht die Sanierung der \u2013 laut W\u00f6rterbuch \u2013 braunen ,Altlasten\u2018 Investitionsschutz f\u00fcr die in der Regel umfangreichen und aufw\u00e4ndigen Anpassungen der SAP-Systeme durch die Bestandskunden.\u201c<\/p>\n<h3>Greenfield oder Brownfield<\/h3>\n<p>CEO Tobias Eberle warnt jedoch: Wichtiger als eine Empfehlung f\u00fcr den einen oder den anderen Migrationspfad sei die Feststellung, dass bei beiden Varianten nicht sauber gerechnet werde.<\/p>\n<p>\u201eDenn in jedem Fall m\u00fcssen die Unternehmen zus\u00e4tzlich in SAP S\/4 investieren, schlie\u00dflich m\u00fcssen sie neue Lizenzen erwerben und teure Hardware einkaufen oder Abonnements abschlie\u00dfen\u201c<\/p>\n<p>erkl\u00e4rt der CEO der Data Migration Services. Zwar reduziert sich das Datenvolumen aus den Altsystemen beim Umstieg auf die Hana-Datenbank, doch sind die Anforderungen an die Arbeitsspeicher ungleich gr\u00f6\u00dfer, denn die Kombination aus klassischer Infrastruktur und Archivierungsl\u00f6sungen wird obsolet.<\/p>\n<p>\u201eGerade die von der Mehrzahl der SAP- Bestandskunden bevorzugte Migration im eigenen Rechenzentrum \u2013 ob schrittweise oder einmalig \u2013 erweist sich folglich als massiver Kostentreiber\u201c<\/p>\n<p>betont Thomas Failer.<\/p>\n<p>Aber die beiden Manager haben eine L\u00f6sung: Das Problem ist, dass die geplanten Budgetsteigerungen bei den SAP-Bestandskunden nicht ausreichen werden, die erforderlichen Mittel f\u00fcr die Modernisierung und weitergehende Digitalisierung bereitzustellen. Die Empfehlung hei\u00dft daher f\u00fcr beide Migrationspfade, Altsysteme, die durch die Migration obsolet werden, abzuschalten und dadurch massiv Betriebskosten einzusparen.<\/p>\n<h3>Bereinigen &amp; stilllegen<\/h3>\n<p>In SAP-Systemen finden sich demnach immer wieder nicht mehr aktive Komponenten, das gilt f\u00fcr \u201evergessene\u201c Abap-Funktionen aus dem Z-Namensraum ebenso wie f\u00fcr Einstellungen im FI\/CO-Bereich.<\/p>\n<p>Welche M\u00f6glichkeiten gibt es, um nicht genutzte Buchungskreise zu identifizieren und stillzulegen?<\/p>\n<p>\u201eNicht mehr ben\u00f6tigte Buchungskreise sind unn\u00f6tiger Ballast in einem SAP-System und es ist w\u00fcnschenswert, diese zu entfernen\u201c<\/p>\n<p>erkl\u00e4rt Tobias Eberle die Situation bei vielen Bestandskunden.<\/p>\n<p>\u201eAus legalen Gr\u00fcnden ist das L\u00f6schen von Buchungskreisen nicht ohne Weiteres m\u00f6glich. Mit der JiVS-L\u00f6sung kann ein sicheres L\u00f6schen in SAP jedoch erm\u00f6glicht werden. Hierzu werden in einem ersten Schritt die Daten von SAP nach JiVS kopiert und das JiVS-System f\u00fcr den Zugriff auf die Daten eingerichtet.<\/p>\n<p>JiVS bietet hier 700 vordefinierte Business-Objekte f\u00fcr SAP FI, CO, MM, SD, HR etc., welche den Zugriff auf die Daten schnell einrichten lassen. Mit SAP oder anderen Mitteln kann nun der Buchungskreis in dem SAP-System gel\u00f6scht werden. Der Zugriff auf die Daten erfolgt anschlie\u00dfend \u00fcber die JiVS-Web-Benutzeroberfl\u00e4che.\u201c<\/p>\n<h3>Schlanke Archive<\/h3>\n<p>Wie gelingt es, den Kostenfaktor \u201eAltsysteme\u201c klein zu halten? Und das Archiv schlank und agil zu halten? Tobias Eberle:<\/p>\n<p>\u201eDer Kostenblock f\u00fcr den Betrieb der Altsysteme muss dauerhaft gesenkt werden. Das Mittel der Wahl hei\u00dft Konsolidierung und Stilllegung. Die Anwender wissen das seit Jahren. Doch sie scheuen wegen der daf\u00fcr anfallenden Kosten davor zur\u00fcck.\u201c<\/p>\n<p>Auch hier hat Thomas Failer eine logische Antwort f\u00fcr die SAP-Community:<\/p>\n<p>\u201eVoraussetzung daf\u00fcr, dass eine f\u00fcr das Abschalten der Altsysteme geeignete L\u00f6sung die hierf\u00fcr n\u00f6tigen Investitionen in kurzer Zeit amortisiert und in der Folge f\u00fcr dauerhaft niedrigere Betriebskosten sorgt, sind Standardisierung und Automatisierung.\u201c<\/p>\n<p>Genau diese Eigenschaften weist die L\u00f6sung JiVS der Schweizer Data Migration Services auf. Diese Eigenschaften sind das Resultat einer Vielzahl von Projekten zu Datenmigration und Stilllegung von Altsystemen.<\/p>\n<p>In der Praxis hat JiVS erwiesenerma\u00dfen nach der Stilllegung der Altsysteme die Betriebskosten um 80 bis 90 Prozent gesenkt. Mit den restlichen zehn bis 20 Prozent lassen sich die aus Compli\u00adance-Gr\u00fcnden aufzubewahrenden Altdaten inklusive SAP-Gesch\u00e4ftslogik weiterhin nutzen.<\/p>\n<p>Tobias Eberle erg\u00e4nzt:<\/p>\n<p>\u201eVor der Historisierung der Daten und Dokumente erfolgt jedoch eine Dublettenbereinigung. Das f\u00fchrt in der Regel zu einer deutlichen Reduzierung des Speichervolumens. Gleichzeitig senkt das die Menge der in das Live-System zu \u00fcbernehmenden Informationen.\u201c<\/p>\n<h3>Aktuelle Stammdaten<\/h3>\n<p>Damit muss eine S\/4-Roadmap auch dem Thema Infrastruktur gerecht werden \u2013 und welche Fragen m\u00fcssen hinsichtlich Hardware-Sizing und Lizenzen bez\u00fcglich Hana und S\/4 gekl\u00e4rt werden? Tobias Eberle:<\/p>\n<p>\u201eEs ist zu kl\u00e4ren, welche Daten nach S\/4 migriert werden m\u00fcssen und welche Datenvolumen sich daraus ergeben. Konkret stellt sich die Frage, ob historische Daten in ein neues S\/4-System migriert werden m\u00fcssen.\u201c<\/p>\n<p>Idealerweise kann mit S\/4 auf der gr\u00fcnen Wiese (engl. Greenfield, siehe oben) gestartet und nur die aktuellen Stammdaten nach S\/4 geladen werden.<\/p>\n<p>\u201eSo kann der ganze Ballast an historischen Daten der vergangenen Jahre abgesch\u00fcttelt werden, was sich positiv auf das Hardware-Sizing und Lizenzen auswirkt\u201c<\/p>\n<p>erkl\u00e4rt Failer. Eine Amortisierung der Investition in Lizenzen und Hardware sollte sp\u00e4testens nach drei Jahren erfolgen, meint man bei Data Migration Services.<\/p>\n<p>\u201eEine schnellere Amortisierung kann beispielsweise durch geringere Anschaffungskosten f\u00fcr Lizenzen und Hardware erzielt werden. Erzielen kann man dies durch die Reduktion des Datenvolumens mittels des Rightsizing und der Senkung der Betriebskosten f\u00fcr Altsysteme mit der erw\u00e4hnten Historisierung\u201c<\/p>\n<p>beschreibt Tobias Eberle die Erfahrungen aus erfolgreichen Kundenprojekten.<\/p>\n<p>Ein Vergleich mit den Kosten der SAP-Cloud-Plattform ist selbstverst\u00e4ndlich zul\u00e4ssig \u2013 diesem muss sich jedes Unternehmen am Ende auch stellen bei der Frage On-premise oder Cloud. Hier sei noch zu erw\u00e4hnen, dass beim Umstieg auf das Cloud-Modell noch mehr die Frage nach dem Datenvolumen, welches initial geladen wird, gestellt werden muss.<\/p>\n<h3>Datenschutz-Grundverordnung<\/h3>\n<p>Die S\/4-Roadmap wird ma\u00dfgeblich vom Datenmanagement beim SAP-Bestandskunden gepr\u00e4gt, somit wird unmittelbar auch die kommende Datenschutz-Grundverordnung relevant.<\/p>\n<p>\u201eBei der Umsetzung der Datenschutz-Grundverordnung legen wir als Spezialist f\u00fcr die Historisierung den Fokus auf die Altsysteme\u201c<\/p>\n<p>beschreibt Thomas Failer das Szenario.<\/p>\n<p>Viele Kunden betreiben SAP-, aber noch nicht SAP-Altsysteme, um den gesetzlichen Rahmenbedingungen f\u00fcr den Datenzugriff zu gen\u00fcgen. Und Tobias Eberle betont, dass mit der neuen Datenschutz-Grundverordnung hinzukommt, bestimmte Daten auf Verlangen auch zu l\u00f6schen.<\/p>\n<p>\u201eDiese Anforderung ist speziell bei alten Systemen schwer oder gar nicht mehr m\u00f6glich zu erf\u00fcllen\u201c<\/p>\n<p>wei\u00df er aus seiner beruflichen Praxis.<\/p>\n<p>\u201eEntweder weil die alten Systeme das L\u00f6schen nicht unterst\u00fctzen oder die Durchf\u00fchrung ex\u00adtrem aufw\u00e4ndig ist. Daher empfehlen wir von Data Migration Services die konsequente Historisierung aller Altsysteme mittels JiVS.<\/p>\n<p>Damit werden s\u00e4mtliche Daten auf einer Plattform gespeichert und k\u00f6nnen dort zentral bewirtschaftet werden. Mit dem JiVS-Retention-Management besteht nun die M\u00f6glichkeit, selektiv und gezielt Daten zu l\u00f6schen und so den Anforderungen der neuen Datenschutz-Grundverordnung zu gen\u00fcgen.\u201c<\/p>\n<p>Nur jedes zweite Unternehmen in Deutschland hat sich bei der Umsetzung der EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) bislang Hilfe von externen Experten geholt.<\/p>\n<p>Gerade einmal 48 Prozent aller Unternehmen mit 20 oder mehr Besch\u00e4ftigten geben demnach an, Spezialisten au\u00dferhalb des eigenen Hauses hinzugezogen zu haben. Das ist das Ergebnis einer repr\u00e4sentativen Befragung unter mehr als 500 Unternehmen im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.<\/p>\n<h3>Externe DSGVO-Hilfe<\/h3>\n<p>Am h\u00e4ufigsten wurden externe Anw\u00e4lte eingeschaltet, die von rund jedem dritten Unternehmen (35 Prozent) mit Blick auf die DSGVO konsultiert wurden. Externe Pr\u00fcfer oder Auditoren haben 29 Prozent aller Unternehmen hinzugezogen, eine externe Datenschutzberatung fand in jedem f\u00fcnften Unternehmen (21 Prozent) statt.<\/p>\n<p>\u201eNur rund jedes achte Unternehmen wird nach eigener Einsch\u00e4tzung bis zum Stichtag die Vorgaben der Datenschutz-Grundverordnung vollst\u00e4ndig umgesetzt haben. Angesichts dieses geringen Anteils und der H\u00f6he der m\u00f6glichen Bu\u00dfgelder ist die eher geringe Inanspruchnahme von externer Hilfe bei der Umsetzung eher \u00fcberraschend\u201c<\/p>\n<p>sagte Susanne Dehmel, Mitglied der Bitkom-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung f\u00fcr Recht und Sicherheit.<\/p>\n<p>\u201eVon den EU-Vorgaben sind praktisch alle Unternehmen betroffen, da sie f\u00fcr alle Unternehmen gelten, die personenbezogene Daten verarbeiten. F\u00fcr Unternehmen, die noch gar nichts getan haben, wird allm\u00e4hlich die Zeit knapp.\u201c<\/p>\n<p>Am 25. Mai 2018 ist es so weit und die zweij\u00e4hrige \u00dcbergangsfrist zur Umsetzung der EU-Datenschutz-Grundverordnung endet. Laut einer Umfrage der Deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe e. V. (DSAG) unter ihren Mitgliedern haben bisher gerade einmal etwas mehr als die H\u00e4lfte der befragten Unternehmen eine Vorgehensweise (Roadmap) zur Umsetzung der EU-DSGVO in ihrem Unternehmen entwickelt.<\/p>\n<h3>Nur Live-Daten f\u00fcr S\/4<\/h3>\n<p>Wie sieht man beim Datenmanagement die Situation in der deutschsprachigen SAP-Community? Thomas Failer:<\/p>\n<p>\u201eWir denken, dass die Ergebnisse der Befragung in der Tat repr\u00e4sentativ f\u00fcr die Situation sind. Es wird schwer werden, die Bestimmung der Verordnung einzuhalten, wenn die Unternehmen nicht den Wildwuchs in ihrer Applikationslandschaft beenden und die Datenhaltung zentralisieren.<\/p>\n<p>Beides zusammengenommen bedeutet Zentralisierung sowohl auf der Ebene der Systeme als auch der Informationen. Nur die Live-Daten sind in die neue zentrale Applikationsplattform zu \u00fcbernehmen, der Rest geh\u00f6rt in die Datenplattform.<\/p>\n<p>Dieses Denken in Plattformen ist die Voraussetzung daf\u00fcr, die Situation grundlegend zu \u00e4ndern. So k\u00f6nnen die erforderliche Modernisierung und die gestiegenen Compliance-Anforderungen miteinander in Einklang gebracht werden.<\/p>\n<p>Auch wenn die neue Verordnung auf den ersten Blick wie eine neue, schwere B\u00fcrde der Beh\u00f6rden erscheint, kann sie sich am Ende als segensreicher Beschleuniger der Innovation in der IT-Landschaft der SAP-Bestandskunden erweisen.\u201c<\/p>\n<h3>Speichern &amp; l\u00f6schen<\/h3>\n<p>Welche Bedeutung hat das erw\u00e4hnte Thema Datenl\u00f6schung im Allgemeinen und im Speziellen bei der Datenschutz-Grundverordnung?<\/p>\n<p>\u201eDie F\u00e4higkeit, Informationen nicht nur sicher ablegen und aufbewahren, sondern auch l\u00f6schen zu k\u00f6nnen, ist entscheidend f\u00fcr ein Stammdatenmanagement, das diesen Namen verdient\u201c<\/p>\n<p>definiert Thomas Failer im E-3 Gespr\u00e4ch und erg\u00e4nzt:<\/p>\n<p>\u201eNur wer die doppelt vorhandenen Datens\u00e4tze, oft mit kleinen Abweichungen voneinander, bereinigen und die redundanten oder falschen Datens\u00e4tze l\u00f6schen kann, sorgt f\u00fcr eine gleichbleibend hohe Qualit\u00e4t in seinen Stammdaten.\u201c<\/p>\n<p>Und CEO Tobias Eberle betont, dass es immer mehr Auflagen, die diese F\u00e4higkeit zum L\u00f6schen explizit verlangen, gibt.<\/p>\n<p>\u201eSo d\u00fcrfen schon seit L\u00e4ngerem Bewerbungen bei Unternehmen nicht mehr unbegrenzt aufbewahrt werden, sondern m\u00fcssen nach einigen Jahren unwiederbringlich gel\u00f6scht werden. Die neue EU-Datenschutz-Grundverordnung leitet hier eine entscheidende Wende ein.<\/p>\n<p>Denn ab jetzt m\u00fcssen die Unternehmen in der Lage sein, jeden personenbezogenen Datensatz zu identifizieren und zu l\u00f6schen. Und das nicht erst mit Ablauf gesetzlicher Aufbewahrungsfristen, die selbstverst\u00e4ndlich weiter zu beachten sind.<\/p>\n<p>Vielmehr m\u00fcssen nach der neuen Verordnung diejenigen Daten entfernt werden, f\u00fcr deren Aufbewahrung ein Unternehmen keinen legitimen Zweck mehr nachweisen kann. Diese Flexibilit\u00e4t, individuelle Datens\u00e4tze auf Knopfdruck ermitteln und l\u00f6schen zu k\u00f6nnen, bietet am besten eine zentrale Plattform f\u00fcr das Datenmanagement mit eingebauten Funktionalit\u00e4ten f\u00fcr Retention Management inklusive L\u00f6schfunktion\u201c<\/p>\n<p>erkl\u00e4rt Eberle das kommende Szenario.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es kristallisiert sich in der SAP-Community die Erkenntnis heraus, dass an Hana und S\/4 kaum mehr ein Weg vorbeif\u00fchrt. Bis 2030 wird es eine sehr harte Deadline geben. Wer dieses Jahr keine Migrations-Roadmap f\u00fcr Hana und S\/4 vorweisen kann, wird ein zeitliches Problem bekommen. SAP-Partner Data Migration Services hat die Antworten. Mit dem Verwaltungsrat und Eigent\u00fcmer der Data Migration Services AG, Thomas Failer, und CEO Tobias Eberle sprach Peter M. 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