{"id":36603,"date":"2018-02-22T10:01:15","date_gmt":"2018-02-22T09:01:15","guid":{"rendered":"http:\/\/e3mag.com\/?p=33875"},"modified":"2022-05-01T09:47:29","modified_gmt":"2022-05-01T07:47:29","slug":"blockchain-im-fokus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/e3mag.com\/de\/blockchain-im-fokus\/","title":{"rendered":"Blockchain im Fokus"},"content":{"rendered":"<p>Blockchain im FokusF\u00fcr die einen ist der Blockchain-Boom ein alter Wein in neuen Schl\u00e4uchen und die anderen warten auf disruptive Anwendungen. Tatsache ist, dass Blockchain viele Aufgaben sehr elegant l\u00f6sen kann und aufgrund von Cloud Computing und Frameworks allgemein verf\u00fcgbar ist.<\/p>\n<p>Weil aber die Blockchain-Technik f\u00fcr den Informationsaustausch sehr hohe Sicherheit verspricht, ist sie f\u00fcr B2B-Szenarien und speziell ERP-Umgebungen bestens geeignet. SAP-Partner Camelot hat sich als eines der ersten und heute f\u00fchrenden Unternehmen in der Community mit Blockchain tiefgreifend auseinandergesetzt.<\/p><div class=\"great-fullsize-content-de\" style=\"float: left;\" id=\"great-599595864\"><div id=\"great-895630891\" style=\"margin-bottom: 20px;\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=6ZGXMPyM-nU\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"banner_26-04_29_1200x150\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1.jpg\" alt=\"\"  srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1.jpg 1200w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-400x50.jpg 400w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-768x96.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-100x13.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-480x60.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-640x80.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-720x90.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-960x120.jpg 960w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-1168x146.jpg 1168w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-18x2.jpg 18w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-600x75.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" width=\"1200\" height=\"150\"  style=\" max-width: 100%; height: auto;\" \/><\/a><\/div><\/div>\n<p>Mit Josef Packowski, CEO der Camelot Consulting Group, und Steffen Joswig, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer bei Camelot Innovative Technologies Lab (Camelot ITLab), sprach E-3 Chefredakteur Peter M. F\u00e4rbinger.<\/p>\n<p>Kaum eine Technologie hat in den vergangenen Jahren f\u00fcr so gro\u00dfe Aufmerksamkeit gesorgt wie Blockchain. Ausgehend vom H\u00f6henflug der Kryptow\u00e4hrungen pr\u00fcfen immer mehr Branchen abseits der Finanz\u00adindustrie die Einsatzm\u00f6glichkeiten dieser hoch verschl\u00fcsselten und damit sicheren, verteilten Datenbank-Technik.<\/p>\n<p>Blockchain ist ein \u00fcber viele Knoten eines Netzwerks \u2013 wie das Internet \u2013 verteiltes Datenbanksystem, das durch starke Kryptographie vor Manipulationen gesch\u00fctzt ist. Das \u201eNetzwerk\u201c, in dem die Daten verkettet und verschl\u00fcsselt vorliegen, hat noch einen weiteren Vorteil: Eine Datentransaktion kann ohne Mittler erfolgen \u2013 zudem noch f\u00e4lschungssicher!<\/p>\n<p>Blockchain k\u00f6nnte die Art und Weise ver\u00e4ndern, wie Marktteilnehmer in verschiedenen Branchen miteinander Transaktionen abwickeln \u2013 und damit auch ganze Industriezweige umkrempeln.<\/p>\n<p>Ob in den Bereichen Logistik und Produktion oder im Energiesektor, zahlreiche Unternehmen erproben Einsatzm\u00f6glichkeiten: vom direkten Stromhandel zwischen Nachbarn bis hin zur transparent nachvollziehbaren Supply Chain.<\/p>\n<h3>Die Technologie<\/h3>\n<p>Die M\u00f6glichkeiten der Blockchain-Technologie bieten eine ideale Grundlage f\u00fcr gro\u00dfe Netzwerke mit vielen verschiedenen Partnern. Sie funktionieren dabei \u00e4hnlich wie ein gemeinsames Kassenbuch (Shared Ledger) und erm\u00f6glichen gemeinsame, unver\u00e4nderbare Aufzeichnungen aller Transaktionen, die innerhalb dieses Netzwerks stattfinden.<\/p>\n<p>Zudem gestatten sie den jeweils berechtigten Partnern den Zugriff auf die vertrauensw\u00fcrdigen Daten in Echtzeit. Mit der Nutzung dieser Technologie kann ein v\u00f6llig neues System von Anweisungen und Zustimmungen in den Informationsfluss eingef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p>Es erlaubt, dass die unterschiedlichen Handels\u00adpartner eine von allen verabschiedete, gemeinsame Sicht auf die Transaktion bekommen, bei der dar\u00fcber hinaus die Vertrauensw\u00fcrdigkeit und der Datenschutz sichergestellt sind.<\/p>\n<p>Kann man die Blockchain-Technik mit wenigen Worten erkl\u00e4ren?<\/p>\n<p>\u201eEine ad\u00e4quate Erkl\u00e4rung bedarf tats\u00e4chlich einiger Worte mehr\u201c<\/p>\n<p>antwortet Steffen Joswig.<\/p>\n<p>\u201eBei Blockchain handelt es sich um eine verkettete Liste, bei der jeder Listeneintrag (Block) einen oder mehrere Datens\u00e4tze umfassen kann. Die Verkettung erfolgt \u00fcber kryptografische Fingerabdr\u00fccke, sogenannte Hash-Eintr\u00e4ge.<\/p>\n<p>Jeder Hash-Eintrag wird aus allen Datens\u00e4tzen eines Listeneintrags erstellt. Der Hash-Eintrag wird sowohl im vorhergehenden als auch im nachfolgenden Listeneintrag vorgehalten. Die Listeneintr\u00e4ge sind somit unver\u00e4nderbar miteinander verschwei\u00dft, \u00e4hnlich einer Kette.\u201c<\/p>\n<figure id=\"attachment_33876\" aria-describedby=\"caption-attachment-33876\" style=\"width: 900px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/Camelot-1803.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-33876 size-full\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/Camelot-1803.jpg\" alt=\"Camelot Blockchain 1803\" width=\"900\" height=\"600\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-33876\" class=\"wp-caption-text\">Josef Packowski (l.), CEO der Camelot Consulting Group, und Steffen Joswig (r.), Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer bei Camelot Innovative Technologies Lab<\/figcaption><\/figure>\n<h3>Smart Contracts<\/h3>\n<p>Weiterhin handelt es sich bei Blockchain um eine vollst\u00e4ndig redundante Datenablage. S\u00e4mtliche Daten befinden sich bei allen Teilnehmern des Netzwerks und werden st\u00e4ndig synchronisiert.<\/p>\n<p>\u201eDie tats\u00e4chliche Quintessenz ist aber die Programmierbarkeit des Netzwerks \u00fcber Smart Contracts\u201c<\/p>\n<p>betont der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Camelot Innovative Technologies Lab (Camelot ITLab).<\/p>\n<p>Ein Smart Contract ist ein kleines Programm, das in die Blockchain eingespielt wird und dort, wie andere Daten auch, redundant und unver\u00e4nderbar vorgehalten wird.<\/p>\n<p>Durch das Zusammenspiel von Smart Con\u00adtracts, Daten und Events, also vorab definierten Ereignissen, k\u00f6nnen bestimmte Prozesse f\u00e4lschungssicher und vertrauensw\u00fcrdig abgebildet werden, bei denen bis dato Mittelsm\u00e4nner eingesetzt wurden.<\/p>\n<p><strong>Beispiel:<\/strong><\/p>\n<p>IBM und Maersk, weltweit f\u00fchrend in der Container-Logistik, starteten im Juni 2016 eine Zusammenarbeit, um gemeinsam neue Blockchain- und cloud\u00adbasierte Techniken zu entwickeln.<\/p>\n<p>Diese sollen Unternehmen helfen, den Weg ihrer G\u00fcter \u00fcber internationale Grenzen nachzuverfolgen. Hersteller, Reedereien, Transportunternehmen, H\u00e4fen, Terminals und Zollbeh\u00f6rden k\u00f6nnen davon profitieren.<\/p>\n<h3>Blockchain ist nicht gleich Bitcoin<\/h3>\n<p>\u201eBitcoin war die erste, heute aufgrund des Spekulationshypes sogar medienwirksame Implementierung einer Blockchain\u201c<\/p>\n<p>erkl\u00e4rt Josef Packowski, CEO der Camelot Consulting Group.<\/p>\n<p>\u201eDabei bleibt jedoch au\u00dfer Acht, dass die Blockchain nur eines von vielen Elementen der Bitcoin-Architektur ist. Wir betonen immer wieder: Blockchain ist nicht gleich Bitcoin.\u201c<\/p>\n<p>Ist demnach Blockchain ein Modetrend oder ein Megatrend, weil ohne Blockchain keine vertrauliche Kommunikation und Datenaustausch mehr m\u00f6glich sein werden?<\/p>\n<p>\u201eVertrauliche Kommunikation und Datenaustausch sind auch ohne Blockchain m\u00f6glich\u201c<\/p>\n<p>betont Packowski und er erkl\u00e4rt:<\/p>\n<p>\u201eDas macht Blockchain nicht zum Megatrend. Konzepte wie asymmetrische Verschl\u00fcsselung sind zwar inh\u00e4renter Teil der Blockchain, sie sollte aber nicht allein darauf reduziert werden. Das volle Potenzial der Technologie wird nur ausgesch\u00f6pft, wenn ein Blockchain-Netzwerk als ,Vertrauensmaschine\u2018 verwendet wird, um heute eingesetzte Mittelsm\u00e4nner zu ersetzen.\u201c<\/p>\n<p>Steffen Joswig erg\u00e4nzt durch seine Erfahrung aus ersten Projekten:<\/p>\n<p>\u201eUm so etwas umzusetzen, m\u00fcssen jedoch alle Konzepte der Blockchain, also die garantierte Authentizit\u00e4t aller Teilnehmer, Dezentralisierung, Unver\u00e4nderbarkeit der Daten und sichere Programmabl\u00e4ufe \u2013 Smart Contracts \u2013, gleicherma\u00dfen zur Anwendung kommen.<\/p>\n<p>Bez\u00fcglich dieses Anwendungsfeldes handelt es sich bei Blockchain in der Tat um einen Megatrend, der in K\u00fcrze nicht mehr wegzudenken sein wird.\u201c<\/p>\n<p>Aus Sicht eines SAP-Bestandskunden: Bei welchen Anwendungen k\u00f6nnte der Einsatz von Blockchain auf Basis von ECC 6.0 und S\/4 funktionieren?<\/p>\n<p>\u201eIm Kontext mit SAP-Systemen sehen wir hier perspektivisch zun\u00e4chst Side-by-Side-Erweiterungen bestehender SAP-Module\u201c<\/p>\n<p>ist Steffen Joswig \u00fcberzeugt.<\/p>\n<p>\u201eVon Fall zu Fall muss jetzt er\u00f6rtert werden, welche Daten aus dem SAP-System sinnvollerweise mit der Blockchain assoziiert werden sollten.\u201c<\/p>\n<p>Ohne erfahrene Partner wie Camelot sind solche Projekte heute kaum umsetzbar, denn es braucht viel betriebswirtschaftliches und technisches Wissen: Im Regelfall werden keine Daten redundant auf der Blockchain gespeichert, sondern eher dort per kryptografischem Hash registriert.<\/p>\n<p>Dieser Ansatz stellt sicher, dass man die assoziierten Daten im SAP-System nicht unbemerkt ver\u00e4ndern kann. Dadurch lassen sich beispielsweise per Blockchain abgesicherte Track-&amp;-Trace-Szenarien im SAP-SCM-Umfeld realisieren oder unternehmens\u00fcbergreifend Transportmarktpl\u00e4tze im SAP TM.<\/p>\n<p>\u201eDiese Use Cases nutzen aber im Regelfall nur einzelne Blockchain-Features wie z. B. die unver\u00e4nderliche Historie\u201c<\/p>\n<p>beschreibt Steffen Joswig die aktuelle Situation.<\/p>\n<p>\u201eRichtig interessant sind Anwendungsf\u00e4lle, bei denen die Blockchain als Vertrauensmaschine zwischen mehreren Parteien vermittelt. Das SAP-System und dessen Datenbank fungieren hier nur als sogenannte Off-Chain-Persistenz, da die Applikationslogik bei fehlendem Vertrauen generell in den erw\u00e4hnten Smart Contracts stattfinden muss.\u201c<\/p>\n<p>Neben den neuen Gesch\u00e4ftsprozessen ist nat\u00fcrlich f\u00fcr den SAP-Bestandskunden auch die Frage nach der Infrastruktur und der Hardware wichtig, die man braucht, um Blockchain anzuwenden.<\/p>\n<p>\u201eDas h\u00e4ngt von der gew\u00e4hlten Deployment-Methode ab, welche wiederum stark vom Anwendungsfall abh\u00e4ngt\u201c<\/p>\n<p>meint Josef Packowski und \u00fcbergibt das Wort an seinen Kollegen Steffen Joswig:<\/p>\n<p>\u201e\u00d6ffentlich zug\u00e4ngliche Blockchains sind dabei die hardware\u00adintensivsten, da hier ein rechenintensiver Proof-Algorithmus zum Einsatz kommt, siehe Bitcoin und Ethereum. Anders aber bei Konsortium-Blockchains, hier gen\u00fcgt pro Knoten bereits eine kleine Linux-VM mit \u00fcberschaubaren Ressourcen pro Blockchain-Knoten.\u201c<\/p>\n<p>\u201eWir selbst bieten keine eigene Blockchain an\u201c<\/p>\n<p>sagt dazu Josef Packowski.<\/p>\n<p>\u201eAm Markt gibt es sehr viele Blockchain-Technologien. Deren Verwendung gestaltet sich aber im Regelfall als \u00fcberaus komplex. Unsere gesammelte Erfahrung mit Blockchain-Technologien ist innerhalb der \u00adCamelot Hypertrust Platform geb\u00fcndelt.\u201c<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/Rueckert-1803.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-33878\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/Rueckert-1803.jpg\" alt=\"\" width=\"900\" height=\"346\" \/><\/a><\/p>\n<p>Camelot hat sehr viele Ressourcen in die Aufbereitung der Blockchain-Technologie investiert, das kommt heute der SAP-Community zugute.<\/p>\n<p>\u201eZu Beginn unserer Forschung in diesem Bereich haben wir entschieden, diese nicht einfach nur zu dokumentieren, sondern in ein wiederverwendbares Framework zu investieren\u201c<\/p>\n<p>erkl\u00e4rt Joswig.<\/p>\n<p>\u201eMithilfe des Frameworks k\u00f6nnen wir f\u00fcr Kunden in k\u00fcrzester Zeit konkrete Blockchain-Anwendungsf\u00e4lle entwickeln. In Kundenprojekten haben wir dieses dann durch Anforderungen aus Real-Life-Use- Cases erg\u00e4nzt.\u201c<\/p>\n<p>Das Aufsetzen und der Betrieb von g\u00e4ngigen Blockchains ist kompliziert.<\/p>\n<p>\u201eOhne stundenlange Eingabe von Kommandos in triste Kommandozeilen kann man nicht mit der Entwicklung verteilter Anwendungen beginnen\u201c<\/p>\n<p>wei\u00df Steffen Joswig aus seinem operativen Umfeld.<\/p>\n<p>Und bei Camelot stellte man sich die Fragen:<\/p>\n<ul>\n<li>Wie kann man diesen Prozess vereinfachen?<\/li>\n<li>Wie k\u00f6nnen wir die Implementierungskosten in Blockchain-Projekten reduzieren?<\/li>\n<li>Wie k\u00f6nnen wir es Kunden auch ohne \u201eHacker-Staff\u201c erm\u00f6glichen, mit Blockchains zu experimentieren?<\/li>\n<li>Diese Fragestellungen waren die Geburtsstunde der Camelot Hypertrust Platform.<\/li>\n<\/ul>\n<p>\u201eEine nackte Blockchain kann man nur schwer direkt zur Anwendungsentwicklung verwenden\u201c<\/p>\n<p>betont Josef Packowski. Das sei wie eine Datenbank ohne Applikationsserver, meint sein Kollege Steffen Joswig und er erkl\u00e4rt:<\/p>\n<p>\u201eDie Middleware dient bei uns als Bindeglied zwischen der Blockchain, einem User Interface basierend auf SAP-UI5 und weiteren Services wie z. B. Webservices des SAP-Leonardo- Portfolios \u2013 IoT, AI etc. \u2013 sowie als Con\u00adtainer f\u00fcr unsere Blockchain-Anwendungen. Diese bestehen zu Teilen aus Smart Contracts und Chaincode innerhalb der Blockchain und Server-Side Java-Scripts au\u00dferhalb der Blockchain.\u201c<\/p>\n<p>Auch stellt sich die Frage: Private oder Public Blockchain? Josef Packowski:<\/p>\n<p>\u201eAbh\u00e4ngig vom Anwendungsfall. Aber innerhalb des Kontexts von Wertsch\u00f6pfungsketten reden wir im Regelfall von Konsortium-Blockchains \u2013 privates Netzwerk mit klar definiertem Teilnehmerkreis. Komplett private Blockchains braucht man im Regelfall nur zur Entwicklung.\u201c<\/p>\n<p>Definitiv ist durch Initiativen, wie die von Camelot und SAP Leonardo, das Thema in der SAP-Community angekommen.<\/p>\n<p>\u201eUnsere Kunden und Partner m\u00f6chten mit uns zusammenarbeiten und auf Blockchain als dezentrales Transaktionsregister setzen, um Zusammenarbeit und Transparenz zu verbessern\u201c<\/p>\n<p>sagte Tanja R\u00fcckert, President IoT &amp; Digital Supply Chain bei SAP.<\/p>\n<p>\u201eZiel ist eine Zukunft, in der Blockchain ein fester Bestandteil der digitalen Wertsch\u00f6pfungskette ist.\u201c<\/p>\n<p>Bei SAP ist etwa das Pilotprojekt Advanced Track and Trace for Pharmaceuticals entstanden. Es kann Pharmaunternehmen unterst\u00fctzen, die Vorschriften zum Schutz gegen Arzneimittelf\u00e4lschungen einzuhalten.<\/p>\n<p>SAP m\u00f6chte durch die gemeinsame Innovation mit Kunden und Partnern Anwendungsf\u00e4lle f\u00fcr Blockchain erstellen, die standardisiert und auf breiter Basis eingesetzt werden k\u00f6nnen \u2013 in der Logistik und in SAP-Leonardo-IoT-L\u00f6sungen.<\/p>\n<p>\u201eInteressant ist, dass hier zeitnah \u00e4hnliche Architekturen entstanden sind\u201c<\/p>\n<p>analysiert Josef Packowski aktuell die Situation. Die Camelot Hypertrust Platform wurde bereits im ersten Quartal 2017 (damals noch Camelot Hypertrust Network) den Kunden vorgestellt.<\/p>\n<p>\u201eAls wir dann Ende des zweiten Quartals die erste Betaversion der SAP-Blockchain-as-a-Service als Cloud-Version gesehen haben, waren wir erstaunt \u00fcber die \u00c4hnlichkeit beider Stacks\u201c, erz\u00e4hlt Packowski.<\/p>\n<p>\u201eViele der verwendeten Komponenten kommen sowohl hier als auch dort vor. Aber durch das Deployment-Modell unterscheiden sich die beiden Angebote doch deutlich: SAP-Blockchain-as-a-Service gibt es nur in der Cloud, die Camelot Hypertrust Platform kann im SAP-Kontext den On-premise-Whitespace f\u00fcllen oder prinzipiell auch in der Cloud betrieben werden.\u201c<\/p>\n<p>Und Steffen Joswig pr\u00e4zisiert:<\/p>\n<p>\u201eAuf den ersten Blick scheint es abstrus, sich mit der Blockchain, die sich mit der Eliminierung von vertrauensw\u00fcrdigen Dritten besch\u00e4ftigt, auf einen vertrauensw\u00fcrdigen Dritten \u2013 Cloud-Anbieter \u2013 zu verlassen. In der Tat ist es aber so, dass es sich hierbei um einen Software- und Hardware-Dienst handelt, der auch im Blockchain-Umfeld seine Berechtigung hat.<\/p>\n<p>Das Zurverf\u00fcgungstellen fertiger Frameworks zur Erleichterung der Implementierung von Blockchain-Netzwerken \u2013 ob jetzt in der Cloud oder beim Kunden vor Ort \u2013 ist ein echter Mehrwert f\u00fcr das Business.\u201c<\/p>\n<p>Was die Community braucht, ist tats\u00e4chlich ein guter Mix. SAP-Kunden werden den Blockchain-as-a-Service-Dienst aufgrund seiner Einfachheit sch\u00e4tzen, deren Gesch\u00e4ftspartner und gegebenenfalls Nicht-SAP-Kunden d\u00fcrfen aber nicht ausgeschlossen werden.<\/p>\n<p>\u201eUnsere Services umfassen \u00fcber das Beratungs- und Technologieangebot hinaus viele Trainingsangebote und Workshops\u201c<\/p>\n<p>betont Josef Packowski im E-3 Gespr\u00e4ch, denn er wei\u00df um das existierende Wissensdefizit in der SAP-Community.<\/p>\n<p>\u201eVon Executive-Briefing-Workshops bis hin zu Blockchain-Developer- und Administrator-Trainings bieten wir f\u00fcr jede Unternehmens\u00adebene das passende Programm, um Blockchains verstehen, ihr Potenzial bewerten und anwenden zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Literaturempfehlung auf technischer Ebene ganz klar: ,<a href=\"https:\/\/amzn.to\/2o9NpNO\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Mastering Blockchain<\/a>\u2018 und jede Publikation von Vitalik Buterin.\u201c<\/p>\n<p>Abschlie\u00dfend betont Josef Packowski die enge Zusammenarbeit zwischen Camelot und SAP:<\/p>\n<p>\u201eWir sind Partner von SAP im Blockchain-as-a-Service- und IoT-Co-Innovation-Programm.\u201c Blockchain ist definitiv in der SAP-Community angekommen!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Josef Packowski, CEO der Camelot Consulting Group, und Steffen Joswig, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer bei Camelot Innovative Technologies Lab, sind die Blockchain-Pioniere der SAP-Community. 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