{"id":34482,"date":"2018-03-13T07:00:55","date_gmt":"2018-03-13T06:00:55","guid":{"rendered":"http:\/\/e3mag.com\/?p=34482"},"modified":"2022-05-01T09:41:11","modified_gmt":"2022-05-01T07:41:11","slug":"wie-ueberwache-ich-meine-sap-systeme","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/e3mag.com\/de\/wie-ueberwache-ich-meine-sap-systeme\/","title":{"rendered":"Wie \u00fcberwache ich meine SAP-Systeme?"},"content":{"rendered":"<p>Die Umsetzung eines SAP-Monitorings braucht vor allem eines: Zeit. F\u00fcr Basisadministratoren und Modulbetreuer ist es ein riesiger Kraftakt, die notwendigen Voraussetzungen f\u00fcr die \u00dcberwachung von SAP im Back-End zu schaffen.<\/p>\n<p>Aber nur wer seine SAP-Systeme umfassend \u00fcberwacht, kann seine Gesch\u00e4ftsprozesse stabil betreiben.<\/p><div class=\"great-fullsize-content-de\" style=\"float: left;\" id=\"great-3189203883\"><div id=\"great-3732202930\" style=\"margin-bottom: 20px;\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=6yfv7eho3Gc\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"Fullsize\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150.jpg\" alt=\"Fullsize\"  srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150.jpg 1200w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-400x50.jpg 400w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-768x96.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-100x13.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-480x60.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-640x80.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-720x90.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-960x120.jpg 960w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-1168x146.jpg 1168w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-18x2.jpg 18w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-600x75.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" width=\"1200\" height=\"150\"  style=\" max-width: 100%; height: auto;\" \/><\/a><\/div><\/div>\n<h3>Warum SAP \u00fcberwachen?<\/h3>\n<p><strong>Schritt 1:<\/strong> So banal es klingt, aber bevor Sie mit der Einrichtung eines SAP-Monitorings beginnen, sollten Sie sich fragen, was Sie damit bezwecken wollen.<\/p>\n<p>Kosten sparen? Stabile Services nachweisen? Manuelle T\u00e4tigkeiten reduzieren? Nat\u00fcrlich werden die meisten Anwender die Stabilit\u00e4t ihrer SAP-Systeme im Auge haben und Ausf\u00e4lle und Engp\u00e4sse auf ein Minimum beschr\u00e4nken wollen.<\/p>\n<p>Aber auch die Einsparung von Kosten und die Schaffung transparenter IT-Services k\u00f6nnen eine Rolle spielen.<\/p>\n<p>Weitere Gr\u00fcnde k\u00f6nnen die Automatisierung von Routinet\u00e4tigkeiten sein, wie z. B. das kontinuierliche Checken von Logfiles oder die \u00dcberpr\u00fcfung von einzelnen Instanzen. Das Monitoring entlastet die Administratoren und gibt ihnen mehr Zeit f\u00fcr ihre Kernaufgaben.<\/p>\n<p>Da die \u00dcberwachung automatisiert und immer nach den gleichen Kriterien erfolgt, werden zudem menschliche Fehler minimiert. Die Verf\u00fcgbarkeit von verl\u00e4sslichen Performance-Daten macht das System transparent und erzeugt Vertrauen.<\/p>\n<p>Viele IT-Abteilungen wollen die Werte als Basis f\u00fcr ein Reporting nutzen, um sie als Verf\u00fcgbarkeitsnachweis oder Datenbasis f\u00fcr die Performance-Analyse und das Kapazit\u00e4tsmanagement verwenden zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Eine SAP-\u00dcberwachung kann also noch viel mehr und es gibt viele gute Gr\u00fcnde, die daf\u00fcr sprechen.<\/p>\n<h3>Was messen?<\/h3>\n<p><strong>Schritt 2:<\/strong> Wer sich schon einmal mit dem Thema SAP-Monitoring auseinandergesetzt hat, wei\u00df, dass es eine fast un\u00fcberschaubare Anzahl von Leistungsindikatoren und Metriken gibt, die \u00fcberwacht werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>In einem zweiten Schritt sollte man sich daher der Auswahl der f\u00fcr den Betrieb kritischen Parameter widmen. Dieser Schritt ist elementar wichtig, denn eine gute \u00dcberwachung zeichnet sich nicht durch die Quantit\u00e4t der \u00fcberwachten Metriken aus, sondern durch ein gesundes Verh\u00e4ltnis von wichtigen Metriken und bewusstem \u201eNicht-Messen\u201c.<\/p>\n<p>Gerade beim SAP-Monitoring ist es leicht, unz\u00e4hlige Daten zu erheben, mit denen man aber nur wenig anfangen kann.<\/p>\n<h3>Womit messen?<\/h3>\n<p><strong>Schritt 3:<\/strong> SAP hat in ihrer langen Geschichte eine ganze Menge an \u00dcberwachungstools entwickelt. Diese sind sehr n\u00fctzlich, tragen aber nicht unbedingt zu einer besseren \u00dcbersicht bei. Im dritten Schritt sollte man sich daher mit den verschiedenen \u00dcberwachungstools von SAP auseinandersetzen.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend die SAP-eigenen \u00dcberwachungstools wie das SAP Computer Center Management System (CCMS), CEN, GRMG, der SAP-Performance-Monitor (ST03n) oder eCATT einen differenzierten Einblick in das Innenleben eines SAP-Systems erm\u00f6glichen, hat man mit einer Open-Source-Software wie Nagios die gesamte Netzinfrastruktur im Blick.<\/p>\n<p>Das ist gerade bei Systemausf\u00e4llen mit nicht sofort erkennbarer Ursache ein unsch\u00e4tzbarer Vorteil. Und mit dem Solution Manager 7.2 hat SAP eine weitere neue Architektur geliefert (von der ich nachfolgend als SolMan spreche).<\/p>\n<p>SAP-Admins haben dadurch eine Reihe neuer Themen vor sich. So hat sich SAP durch die Integration des Wily Introscope insbesondere im Java-Umfeld deutlich weiterentwickelt.<\/p>\n<p>Auch verl\u00e4sst sich SAP nicht mehr nur auf die Informationen aus dem CCMS, sondern nutzt auch andere Quellen wie beispielsweise Datenbankverbindungen und den SAP Diagnostics Agent.<\/p>\n<p>Die Komplexit\u00e4t der \u00dcberwachungslandschaft ist also deutlich gestiegen. Zudem weist der SolMan einen weiteren Nachteil auf: Nicht-SAP-Systeme k\u00f6nnen entweder nur rudiment\u00e4r oder gar nicht \u00fcberwacht werden.<\/p>\n<p>Der SolMan stellt folglich eine Monitoring-Insel innerhalb des SAP-Kosmos dar. Dabei sind die Verbindungen von SAP mit anderen Systemkomponenten und Applikationen nicht zu untersch\u00e4tzen:<\/p>\n<p>Oft ist ein vermeintliches SAP-Problem in Wahrheit ein Problem der Basisinfrastruktur oder von Drittanwendungen. Admins sollten deshalb dar\u00fcber nachdenken, ob sie SAP nicht in das allgemeine Monitoring einbinden sollten.<\/p>\n<h3>Einbindung ins Infrastruktur-Monitoring?<\/h3>\n<p><strong>Schritt 4:<\/strong> Neben der Komplexit\u00e4t von SAP und den damit verbundenen sehr hohen Anforderungen an das Wissen der Mitarbeiter besteht die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung bei der Einrichtung einer SAP-\u00dcberwachung eigentlich darin, ein umfassendes Monitoring einzurichten, das alle Abh\u00e4ngigkeiten zwischen SAP und Drittsystemen ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n<p>Im n\u00e4chsten Schritt sollte man sich daher mit der Frage besch\u00e4ftigen, wie man die L\u00fccke zwischen SAP und Drittsystemen schlie\u00dfen kann. Ein offener Ansatz ist meiner Erfahrung nach der vielversprechendste.<\/p>\n<p>Deshalb empfehle ich den Einsatz von offenen Technologien bzw. Open-\u00adSource-L\u00f6sungen. F\u00fcr die Open-Source-Monitoring-L\u00f6sung Nagios existieren einige Plug\u00ad-ins, die ihre Informationen aus dem SAP CCMS beziehen.<\/p>\n<p>Leider ist es aber mit der reinen CCMS-Anbindung nicht getan. Wer langfristig ger\u00fcstet sein will, sollte sich die Integration mehrerer Schnittstellen und die Anbindung neuer Technolo\u00adgien \u00fcberlegen.<\/p>\n<p>So lassen sich beispielsweise die Java-basierten SAP-Systeme durch das CCMS nur stark eingeschr\u00e4nkt \u00fcberwachen. Das hei\u00dft, hier muss eine Alternative her. Der neue Ansatzpunkt hei\u00dft SAP Control Webservice und bietet folgende Funktionen:<\/p>\n<ul>\n<li>AbapReadSyslog: Informationen im Stil der Transaktion SM21;<\/li>\n<li>AbapGetWPTable: Informationen im Stil der Transaktion SM50;<\/li>\n<li>GetAlertTree: Informationen im Stil der Transaktion RZ20;<\/li>\n<li>GetAlerts: Informationen zu allen Alerts;<\/li>\n<li>GetProcessList: \u00dcberwachung von Message-Server und Dispatcher;<\/li>\n<li>J2EE: Informationen \u00fcber diverse Java-Metriken und Statistiken;<\/li>\n<li>EnqGetStatistic: Enqueue-Statistiken (Enqueue-Errors, Dequeue-Errors);<\/li>\n<li>EnqGetLockTable: Informationen \u00fcber Sperreintr\u00e4ge<\/li>\n<\/ul>\n<p>Was der SAP Control Webservice bereitstellen kann, ist von der Version und der Art des Systems abh\u00e4ngig.<\/p>\n<h3>Erstellen Sie die Monitoring-Architektur<\/h3>\n<p><strong>Schritt 5:<\/strong> Jetzt wird es konkret: Erstellen Sie die Architektur f\u00fcr Ihre SAP-\u00dcberwachung. Mit dem SolMan 7.2 bietet SAP ein zentrales Monitoring, das seine Informationen nicht mehr nur aus dem CCMS bezieht, sondern auch andere Datenquellen anbindet und alle Informationen in einer zentralen Oberfl\u00e4che bereitstellt.<\/p>\n<p>Beim Aufbau des Monitorings empfehle ich, die \u00dcberwachung in Teilbereiche zu zerlegen. Dadurch k\u00f6nnen Sie SAP und einzelne Komponenten wie Datenbank, Betriebssystem, Hardware etc. voneinander unabh\u00e4ngig messen.<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Hardware:<\/strong> Eine oftmals vernachl\u00e4ssigte, aber elementare Komponente bei der \u00dcberwachung von SAP ist eine funktionierende Hardware. Die Hardware-Informationen k\u00f6nnen durch die Hardware-Agenten der einzelnen Hersteller (Dell, Fujitsu, HP, IBM) \u00fcber Simple Network Management Protocol (SNMP) bereitgestellt werden und lassen sich so in das zentrale Monitoring integrieren.Das ist deshalb wichtig, weil auch die besten Redundanzen wie RAID (Redundant Array of Independent Disks) langfristig nichts bringen, wenn ihr Status nicht mit \u00fcberwacht wird.<\/li>\n<li><strong>Betriebssystem:<\/strong> Neben der Hardware ist das Betriebssystem eine weitere wichtige Komponente. Es bildet die Basis f\u00fcr die zu \u00fcberwachenden Anwendungen und muss daher selbstverst\u00e4ndlich auch erfasst werden.Um Abh\u00e4ngigkeiten zum CCMS zu vermeiden, empfiehlt es sich, die \u00dcberwachung mittels Betriebssystemagenten durchzuf\u00fchren. Insbesondere die Auslastung und F\u00fcllgrade von Festplatten sind im SAP-Bereich ein wichtiger Faktor, denn die Erfahrung zeigt, dass h\u00e4ufig eine vollgelaufene Partition der Grund f\u00fcr den Stillstand von SAP ist.CPU- und Memory-Statistiken geben dar\u00fcber hinaus einen guten \u00dcberblick, ob das Betriebssystem an seine Leistungsgrenzen st\u00f6\u00dft.<\/li>\n<li><strong>Datenbank:<\/strong> Die Datenbank wird von SAP ben\u00f6tigt und sollte deshalb ebenfalls \u00fcberwacht werden. Auch hier spielt neben dem Kriterium der erfolgreichen Verbindung zur Datenbank insbesondere der Parameter \u201eAuslastung von Speicherplatz\u201c eine zentrale Rolle.Fehlermeldungen von Datenbanken werden in der Regel in Logfiles geschrieben, die man auswerten sollte. Die eingesetzte Methode sollte dabei nicht nur \u201estumpf\u201c das Logfile auf Treffer durchforsten, sondern verschiedene Mechanismen zur Fehlerbetrachtung bereitstellen.Eine gute Methode zeichnet sich dadurch aus, dass auch die Angabe von kritischen, warnenden und Ok-Mustern, Log-Rotationen sowie die ausschlie\u00dfliche Betrachtung von neu hinzugekommenen Zeilen m\u00f6glich ist.<\/li>\n<\/ul>\n<h3>SAP-Basis\u00fcberwachung einrichten<\/h3>\n<p><strong>Schritt 6:<\/strong> Im sechsten Schritt geht es um die eigentliche \u00dcberwachung des SAP- Basis-Systems. Zu einer Basis\u00fcberwachung geh\u00f6ren die folgenden Metriken:<\/p>\n<p>SM04 Anzahl Nutzer, SM12 Sperreintr\u00e4ge: Enqueue Errors\/Dequeue Errors, SMQ1 Status qRFC Ausgang, SMQ2 Status qRFC Eingang, SM13, Verbuchungsabbr\u00fcche, SM37 Aborted Jobs\/Longrunners, SM 50 Error in Dialog, Batch, Update Prozesse, SM 51 Status SAP Server SM21 Syslogfrequency, SM 56 Nummernkreise noch frei, SM58 TRFC Status, SPAD Spoolerstatus\/Spool Used Numbers, ST03N Dialogantwortzeit, ST22 Shortdumps\/Shortdumpfrequency, SM21 Syslogfrequency, SCC4 System\u00e4nderbarkeit (Tabelle T000), WE02 Fehlerhafte IDOCs.<\/p>\n<p>Die ausgew\u00e4hlten Metriken aus CCMS und SAP Control Webservice sind in Anlehnung an die wichtigsten Transaktionen ausgew\u00e4hlt. Achten Sie darauf, dass sich das gew\u00e4hlte Monitoring stets einfach an Ihre Anforderungen anpassen l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Wenn Ihre SAP-\u00dcberwachung die bislang beschriebenen Punkte umfasst, k\u00f6nnen Sie sich auf die Schulter klopfen: Sie verf\u00fcgen jetzt \u00fcber eine umfassende \u00dcberwachung der SAP-Basis. Damit haben Sie die Grundlage f\u00fcr ein funktionierendes SAP-System geschaffen.<\/p>\n<h3>Binden Sie Applikationen in die \u00dcberwachung ein<\/h3>\n<p><strong>Schritt 7:<\/strong> Die \u00dcberwachung von SAP endet nicht beim Monitoring von Performance-Indikatoren. Es ist ebenso wichtig, die Applikation aus Sicht des Anwenders zu betrachten, um so die Funktion des SAP-Systems als Ganzes im Blick zu behalten.<\/p>\n<p>Die Erfahrung zeigt, dass sich Applikationen am besten \u00fcber ein \u00adEnd-to-End-Monitoring \u00fcberwachen lassen. Nur so stellen Sie sicher, dass die Anwendung auch wirklich funktioniert.<\/p>\n<p>Ein gutes End-to-End-Monitoring zeichnet sich dadurch aus, dass es nicht nur mit einem Recorder aufgezeichnet wird, sondern auch auf Aktionen reagieren kann. Deshalb sollten die Abl\u00e4ufe und auftretende Besonderheiten und Probleme m\u00f6glichst genau beschrieben werden.<\/p>\n<p>Ich empfehle, spezielle End-to-End-Roboter einzusetzen, die zyklisch fest definierte Useraktionen \u00fcber die SAP-GUI durchf\u00fchren. Das k\u00f6nnen Aktionen angefangen vom SAP-Login bis hin zum Bef\u00fcllen von Suchmasken sein.<\/p>\n<p>Die verstrichene Zeit zwischen den frei definierten Messpunkten wird ausgewertet, analysiert und an das Monitoringsystem \u00fcbertragen. Idealerweise befinden sich diese Probes aus R\u00fccksicht auf m\u00f6glichst reale Rahmenbedingungen an verschiedenen Punkten in der Netzwerktopologie.<\/p>\n<h3>Optimieren Sie Ihr SAP-Monitoring<\/h3>\n<p><strong>Schritt 8:<\/strong> Die meisten SAP-Anwender stehen Open Source skeptisch gegen\u00fcber. Zu m\u00e4chtig erscheint das System, als dass ihm mit offenen Technologien \u201ebeizukommen\u201c w\u00e4re.<\/p>\n<p>Dabei lassen sich mit Open-Source-L\u00f6sungen das CCMS, der SAP Control Webservice, RFC-Funktionen und BAPI ansprechen und damit in ein zentrales Monitoring integrieren.<\/p>\n<p>Eine solche Integration bietet neben der \u00fcbergreifenden \u00dcberwachung noch weitere M\u00f6glichkeiten: So lassen sich zum Beispiel Metriken aus der SAP-\u00dcberwachung mit Metriken der Infrastruktur in Verbindung bringen.<\/p>\n<p>Dadurch, dass alle an einem Business-Service beteiligten IT-Systeme miteinander in Beziehung gesetzt werden, entsteht ein umfassendes und businesstaugliches Monitoring, mit dem sich auch gro\u00dfe SAP- und IT-Landschaften l\u00fcckenlos \u00fcberwachen lassen.<\/p>\n<p>Ich empfehle daher, bei der Einrichtung der SAP-\u00dcberwachung offene Technologien zu ber\u00fccksichtigen. Zwei Systeme sind in meinen Augen dabei am geeignetsten.<\/p>\n<h3>Nagios Plug-ins for CCMS<\/h3>\n<p>Wer an Open-Source-Software f\u00fcr Netzwerk\u00fcberwachung denkt, denkt an Nagios. Die unter der GPLv2 stehende L\u00f6sung ist seit Jahren der De-facto-Standard in diesem Bereich.<\/p>\n<p>Durch den modularen Aufbau und die erweiterbare Architektur eignet sich das Tool f\u00fcr die \u00dcberwachung von komplexen Systemlandschaften mit SAP und anderen propriet\u00e4ren Anwendungen. Plug-ins \u00fcbernehmen bei Nagios die \u00dcberwachung der verschiedenen Komponenten.<\/p>\n<p>Die Nagios Plug-ins for CCMS sind wohl die bekanntesten f\u00fcr das CCMS und gelten als Vorbild f\u00fcr die Integration von CCMS-Metriken in Nagios. Mit den Plug-ins ist es m\u00f6glich, Parameter aus dem CCMS zu beziehen und darzustellen.<\/p>\n<p>Problematisch sind jedoch die Anzahl der Verbindungen zu SAP und die Ausf\u00fchrung vieler aktiver Checks in Nagios. Deshalb erstellt man h\u00e4ufig ein spezielles Monitoring-Set, das abgerufen wird. Der Output wird in einer Textdatei gespeichert.<\/p>\n<p>Generell ist das ein guter Ansatz, da dadurch das SAP-System entlastet wird. Die Konfiguration erfolgt \u00fcber die Konfigurationsdateien. Man ben\u00f6tigt dazu zwingend den Zugriff auf SAP, um die Informationen \u00fcber Metriken und Monitoring-Sets beziehen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<h3>Das SAP-Monitoring-Modul von OpenITCockpit<\/h3>\n<p>Verf\u00fcgbare Monitoring-L\u00f6sungen haben eines gemeinsam: Die Entlastungen wirken sich entweder positiv auf die Performance von SAP aus oder auf die des Monitoring-Systems \u2013 aber nicht auf beide gleichzeitig.<\/p>\n<p>Ein Ansatz, der beide Systeme gleicherma\u00dfen entlastet, ist die Nagios-basierte L\u00f6sung OpenITCockpit. Das SAP-Monitoring-Modul verfolgt zwei Ziele: Die Integration des SAP Control Webservice garantiert eine zukunftssichere \u00dcberwachung von SAP-Systemen.<\/p>\n<p>Durch die Architektur der Plug-ins und ihr Zusammenwirken mit einem aktiven Check und multiplen passiven Checks werden die SAP-Systeme und das Monitoring-System entlastet. Beim OpenITCockpit-SAP-Monitoring wird kein SolMan als Datenquelle ben\u00f6tigt.<\/p>\n<p>Durch die M\u00f6glichkeit des verteilten Monitorings (Distributed Monitoring) wird zudem die Skalierbarkeit deutlich erh\u00f6ht, sodass OpenITCockpit auch gro\u00dfe SAP-Landschaften und weitreichende In\u00adfrastrukturumgebungen \u00fcberwachen kann.<\/p>\n<p>F\u00fcr ein unabh\u00e4ngiges und erweitertes Monitoring k\u00f6nnen \u00fcber das CCMS hinaus weitere Datenquellen angebunden werden. Das sind unter anderem: Datenbanken, Betriebssystemagenten, SAP Control Webservices und Aufruf von RFC-Funktionen sowie BAPI-Bausteinen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><span style=\"color: #bd4f00;\">Fazit: Behalten Sie den \u00dcberblick<\/span><\/h3>\n<p>Viele Wege f\u00fchren zum Ziel und eine Basis\u00fcberwachung von SAP ist mit vielen verschiedenen Tools m\u00f6glich. Die Bordmittel von SAP bieten Zugriff auf alle relevanten Daten und erm\u00f6glichen es auch, Komponenten \u00fcber die reine SAP-Landschaft hinaus zu \u00fcberwachen.<\/p>\n<p>Leider ist die Einrichtung und Konfiguration der verschiedenen Tools sehr komplex und teilweise nicht automatisch m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Um langfristig die Grundlage f\u00fcr ein umfassendes Monitoring von SAP zu schaffen, ist es wichtig, auf Technologien wie den SAP Control Webservice zu setzen.<\/p>\n<p>Open-Source-Software wie Open-ITCockpit bietet einen einheitlichen Blick auf die gesamte IT inklusive Netzwerk, Server und SAP. Dabei gestalten sich die Konfiguration und der Betrieb einfacher, als es beim Solution Manager der Fall ist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>SAP ist in vielen Unternehmen im Einsatz, aber nicht in das IT-Infrastruktur-Monitoring eingebunden.Doch gelangt man schrittweise zum SAP-Monitoring? Der Beitrag zeigt, wie dazu offene Technologien genutzt werden k\u00f6nnen und wie die Einbindung in eine \u00fcbergreifende IT-\u00dcberwachung gelingt.<\/p>\n","protected":false},"author":38,"featured_media":36733,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"pmpro_default_level":"","footnotes":""},"categories":[5,20719],"tags":[236,286,1429,829],"coauthors":[19920],"class_list":["post-34482","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-it-management","category-mag-1803","tag-sap","tag-solman","tag-solution-manager","tag-solution-manager-7-2","pmpro-has-access"],"acf":[],"featured_image_urls_v2":{"full":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/it_novum_aufmacher_hausmitteilung.jpg",1000,426,false],"thumbnail":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/it_novum_aufmacher_hausmitteilung-150x150.jpg",150,150,true],"medium":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/it_novum_aufmacher_hausmitteilung.jpg",400,170,false],"medium_large":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/it_novum_aufmacher_hausmitteilung-768x327.jpg",768,327,true],"large":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/it_novum_aufmacher_hausmitteilung.jpg",1000,426,false],"image-100":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/it_novum_aufmacher_hausmitteilung-100x43.jpg",100,43,true],"image-480":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/it_novum_aufmacher_hausmitteilung-480x204.jpg",480,204,true],"image-640":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/it_novum_aufmacher_hausmitteilung-640x273.jpg",640,273,true],"image-720":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/it_novum_aufmacher_hausmitteilung-720x307.jpg",720,307,true],"image-960":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/it_novum_aufmacher_hausmitteilung-960x409.jpg",960,409,true],"image-1168":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/it_novum_aufmacher_hausmitteilung.jpg",1000,426,false],"image-1440":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/it_novum_aufmacher_hausmitteilung.jpg",1000,426,false],"image-1920":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/it_novum_aufmacher_hausmitteilung.jpg",1000,426,false],"1536x1536":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/it_novum_aufmacher_hausmitteilung.jpg",1000,426,false],"2048x2048":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/it_novum_aufmacher_hausmitteilung.jpg",1000,426,false],"trp-custom-language-flag":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/it_novum_aufmacher_hausmitteilung.jpg",18,8,false],"bricks_large_16x9":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/it_novum_aufmacher_hausmitteilung.jpg",1000,426,false],"bricks_large":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/it_novum_aufmacher_hausmitteilung.jpg",1000,426,false],"bricks_large_square":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/it_novum_aufmacher_hausmitteilung.jpg",1000,426,false],"bricks_medium":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/it_novum_aufmacher_hausmitteilung.jpg",600,256,false],"bricks_medium_square":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/it_novum_aufmacher_hausmitteilung.jpg",600,256,false],"profile_24":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/it_novum_aufmacher_hausmitteilung-24x24.jpg",24,24,true],"profile_48":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/it_novum_aufmacher_hausmitteilung-48x48.jpg",48,48,true],"profile_96":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/it_novum_aufmacher_hausmitteilung-96x96.jpg",96,96,true],"profile_150":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/it_novum_aufmacher_hausmitteilung-150x150.jpg",150,150,true],"profile_300":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/it_novum_aufmacher_hausmitteilung-300x300.jpg",300,300,true]},"post_excerpt_stackable_v2":"<p>SAP ist in vielen Unternehmen im Einsatz, aber nicht in das IT-Infrastruktur-Monitoring eingebunden.Doch gelangt man schrittweise zum SAP-Monitoring? 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