{"id":31770,"date":"2017-12-12T08:00:12","date_gmt":"2017-12-12T07:00:12","guid":{"rendered":"http:\/\/e3mag.com\/?p=31770"},"modified":"2022-05-01T09:22:45","modified_gmt":"2022-05-01T07:22:45","slug":"sap-rollout-chile","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/e3mag.com\/de\/sap-rollout-chile\/","title":{"rendered":"SAP-Rollout Chile"},"content":{"rendered":"<p>Mit dem Unternehmenszukauf in Santiago de Chile verfolgte der Nahrungsmittelhersteller Br\u00fcggen das Ziel, zuk\u00fcnftig M\u00fcslis und Cerealien f\u00fcr den s\u00fcdamerikanischen Markt vor Ort zu produzieren.<\/p>\n<p>Um das Unternehmen in die Organisationsstruktur von Br\u00fcggen einzugliedern, war es erforderlich, vor Ort eine SAP-Landschaft aufzubauen und in die bisherige SAP-Struktur einzubinden. F\u00fcr Br\u00fcggen ist es der erste Standort in S\u00fcdamerika. Weitere Werke befinden sich in Wilga (Polen) und Thiers (Frankreich).<\/p><div class=\"great-fullsize-content-de great-entity-placement\" style=\"float: left;\" id=\"great-1536252586\"><div id=\"great-2169452308\" style=\"margin-bottom: 20px;\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=6ZGXMPyM-nU\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"banner_26-04_29_1200x150\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1.jpg\" alt=\"\"  srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1.jpg 1200w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-400x50.jpg 400w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-768x96.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-100x13.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-480x60.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-640x80.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-720x90.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-960x120.jpg 960w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-1168x146.jpg 1168w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-18x2.jpg 18w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-600x75.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" width=\"1200\" height=\"150\"  style=\" max-width: 100%; height: auto;\" \/><\/a><\/div><\/div>\n<h3>Gelungene Expansion<\/h3>\n<p>Wegen der spezifischen legalen Anforderungen in Chile wurde cbs damit beauftragt, das Projekt zu unterst\u00fctzen. Das Projektteam musste die Besonderheiten der elektronischen Rechnungslegung in Chile beachten.<\/p>\n<p>Vor allem sollte das Team daf\u00fcr sorgen, ein reibungsloses Reporting zu einem Electronic-Invoicing-Unternehmen herzustellen. Dieses Unternehmen muss nach chilenischem Recht die erforderliche Korrespondenz mit den Steuerbeh\u00f6rden \u00fcbernehmen.<\/p>\n<p>cbs hat in Lateinamerika bereits mehr als 100 SAP-Projekte erfolgreich umgesetzt und L\u00f6sungen f\u00fcr Produktions- und Vertriebsstandorte geschaffen. Das Beratungsunternehmen hat dabei gelernt, mit kulturellen und rechtlichen Besonderheiten vor Ort umzugehen. cbs konnte Br\u00fcggen deshalb optimal dabei begleiten, eine funktionierende inte\u00adgrierte IT-Landschaft in Chile aufzubauen.<\/p>\n<p>Daf\u00fcr musste das Projektteam auf der Kundenseite zun\u00e4chst einmal grundlegendes SAP-Know-how aufbauen. Die Mitarbeiter vor Ort hatten bis dahin lediglich mit SAP Business One und Microsoft Excel gearbeitet und waren nicht im Umgang mit SAP geschult.<\/p>\n<p>Doch nicht nur der Aufbau einer modernen SAP-Struktur und die Anbindung an das globale Br\u00fcggen-System waren Ziele des Projektes. Erstmals sollten auch Ist-Kosten in der Produktion ausf\u00fchrlich erfasst werden.<\/p>\n<p>\u201eDas neue System soll uns dabei helfen, unsere Kosten genau zu definieren\u201c<\/p>\n<p>sagt Br\u00fcggen-Projektleiter Axel Schrader.<\/p>\n<p>\u201eEs hat deshalb auch Modellcharakter f\u00fcr unsere anderen Standorte in Polen, Frankreich und Deutschland.\u201c<\/p>\n<h3>Die Kosten im Blick<\/h3>\n<p>In einem Kick-off Meeting in L\u00fcbeck hat das Projektteam ausf\u00fchrlich analysiert, welche Prozesse \u00fcber das neue Template abgebildet werden sollten. Zudem wurden Besonderheiten er\u00f6rtert, die f\u00fcr das Electronic Invoicing in Chile gelten. Da\u00adraufhin begann das Projektteam mit der Entwicklung eines ersten Prototyps.<\/p>\n<p>Regelm\u00e4\u00dfig wurden Fit-Gap-Analysen durchgef\u00fchrt, um zu \u00fcberpr\u00fcfen, ob das Template auch die gew\u00fcnschten Unternehmensabl\u00e4ufe abbildet. Der Prototyp wurde dann in Deutschland weiter angepasst und schlie\u00dflich in einem Integrationstest anhand eines klar definierten Arbeitsprozesses \u00fcberpr\u00fcft.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich fand ein ausf\u00fchrlicher User Acceptance Test statt. Die Br\u00fcggen-Mitarbeiter vor Ort nutzten und testeten das System und vergewisserten sich, ob es auch den realen Anforderungen in der Praxis entspricht.<\/p>\n<p>Das schon bestehende Br\u00fcggen-Template wurde von Br\u00fcggen selbst ausgerollt. cbs war f\u00fcr das landesspezifische Know-how und die legalen Anforderungen zust\u00e4ndig. So galt es zu analysieren, wie sich die legalen Anforderungen mit dem bestehenden Template abbilden lassen, und nachfolgend das Template punktuell zu erweitern.<\/p>\n<p>In verschiedenen Schulungen hat das Projektteam den Mitarbeitern vor Ort wesentliche SAP-Funktionalit\u00e4ten vermittelt. Ein besonderer Fokus lag auf den neuen Funktionen des Electronic Invoicing.<\/p>\n<p>Die Anbindung an den externen Dienstleister f\u00fcr das Electronic Invoicing erfolgte \u00fcber das E-Document Framework, das das Projektteam im SAP ERP umgesetzt hat. Als Middleware nutzte das Projektteam SAP Process Integration (SAP PI), das den Austausch zwischen SAP und fremden Systemen erm\u00f6glicht.<\/p>\n<p>Ist-Kosten sind eine wichtige Gr\u00f6\u00dfe in der Steuerung von Unternehmensprozessen. Welche Kosten sind tats\u00e4chlich angefallen? Wie weit weichen sie von der urspr\u00fcnglichen Kalkulation ab?<\/p>\n<p>Um eine genaue Analyse der Ist-Kosten zu erm\u00f6glichen, hat das Projektteam im System das Modul Material-Ledger mit Actual Costing angelegt und den Transfer der Werte in die Ergebnis- und Marktsegmentrechnung CO-PA organisiert.<\/p>\n<p>Nun kann Br\u00fcggen Marktsegmente, die nach Produkten, Kunden, Auftr\u00e4gen oder einer Kombination daraus klassifiziert werden, im Hinblick auf ihren Deckungsbetrag im Unternehmen auswerten. Mit dem Material-Ledger k\u00f6nnen zudem Materialbest\u00e4nde in mehreren W\u00e4hrungen und Bewertungen gef\u00fchrt werden.<\/p>\n<h3>SAP-Know-how neu aufbauen<\/h3>\n<p>Zudem galt es, insbesondere Mentalit\u00e4tsunterschiede zwischen deutscher und chilenischer Arbeitsweise zu beachten und zu \u00fcberbr\u00fccken. Fachlich war f\u00fcr das Projektteam insbesondere der Aufbau des Electronic Invoicing herausfordernd.<\/p>\n<p>F\u00fcr den Rechnungsverkehr wird in Chile nicht ein einziges Dokument verwendet, sondern es werden gleich ein halbes Dutzend genutzt. Um jedes Dokument verarbeiten zu k\u00f6nnen und dies stets richtig auszusteuern, musste der Template-Prozess im SD an die lokalen Spezifika angepasst werden.<\/p>\n<p>Hier war die Entwicklungskompetenz von cbs f\u00fcr die notwendigen Schnittstellen und Formulare gefragt, die beim Aufbau von neuen Systemlinien in den amerikanischen L\u00e4ndern erforderlich ist.<\/p>\n<p>Vor der \u00dcbernahme des chilenischen Standorts durch Br\u00fcggen waren die Vorg\u00e4nge dort nicht in ausreichendem Ma\u00dfe standardisiert. F\u00fcr die meisten Prozesse nutzten die Mitarbeiter bisher SAP Business One und Microsoft Excel.<\/p>\n<p>Dort waren auch wichtige Daten festgehalten, die zum Beispiel die Produktion betrafen. Hier galt es, einen Bewusstseinswandel anzuschieben und die Mitarbeiter f\u00fcr die neue Arbeit zu sensibilisieren.<\/p>\n<p>Als zus\u00e4tzliche Schwierigkeit kam hinzu, dass die Mitarbeiter ein bereits etabliertes System aus Deutschland nutzen mussten. Gleichzeitig sollte die Integration des Werks in Santiago de Chile m\u00f6glichst schnell erfolgen und Template-Prozesse angewendet werden. Da Br\u00fcggen nicht der alleinige Gesellschafter des neuen Unternehmens ist, war die Verf\u00fcgbarkeit von Daten und Informationen zus\u00e4tzlich beeintr\u00e4chtigt.<\/p>\n<p>Das Projektteam wusste mit all diesen komplexen Anforderungen umzugehen und hat den SAP-Rollout souver\u00e4n umgesetzt. Die Experten haben das eDocument Framework und SAP PI erfolgreich implementiert und die Komplexit\u00e4t des Projekts zu jeder Zeit beherrscht. Der Austausch mit dem Electronic-Invoicing-Anbieter funktionierte schon nach kurzer Zeit reibungslos.<\/p>\n<h3>Alle Informationen an einem Ort<\/h3>\n<p>Trotz des gro\u00dfen Zeitdrucks wurde das Projekt in vier Monaten und in budget umgesetzt. Das neue Unternehmen wurde erfolgreich in die vorhandene SAP-Struktur von Br\u00fcggen integriert. Dabei wurden die legalen Besonderheiten zu hundert Prozent im System umgesetzt.<\/p>\n<p>cbs konnte hierbei seine tiefe S\u00fcdamerika-Expertise aus zahlreichen Projekten auf dem Kontinent einbringen. Der Austausch mit den Beh\u00f6rden \u00fcber den Drittanbieter f\u00fcr Electronic Invoicing funktioniert reibungslos.<\/p>\n<p>\u201eDass wir nun auch in Chile dasselbe System nutzen wie an unseren anderen Standorten, ist f\u00fcr uns ein gro\u00dfer Effizienzgewinn\u201c<\/p>\n<p>sagt Br\u00fcggen-Projektleiter Axel Schrader.<\/p>\n<p>\u201eWir haben \u00fcber die Anwendungskomponente Material-Ledger jetzt zu jeder Zeit unsere Ist-Kosten im Blick\u201c<\/p>\n<p>erg\u00e4nzt der Verantwortliche.<\/p>\n<p>Br\u00fcggen ist so zufrieden mit der Einf\u00fchrung des neuen Systems in Chile, dass auch in Deutschland \u00fcberlegt wird, eine L\u00f6sung mit entsprechenden Funktionalit\u00e4ten einzusetzen.<\/p>\n<p>Mit dem Rollout ist der Start der Dependance in S\u00fcdamerika erfolgreich gelungen. Die besondere Herausforderung, die Mitarbeiter vor Ort an die neue Arbeitsweise heranzuf\u00fchren, ist gegl\u00fcckt. Br\u00fcggen kann nun mit einem voll funktionsf\u00e4higen SAP-System auch in Chile agieren.<\/p>\n<p>Die Arbeit mit SAP ist dort inzwischen eine Selbstverst\u00e4ndlichkeit. Zudem hat das Unternehmen nun einen besseren \u00dcberblick \u00fcber seine Kosten und besitzt die M\u00f6glichkeit, fr\u00fchzeitig steuernd einzuwirken.<\/p>\n<h3>Fazit:<\/h3>\n<p>Mit dem voll integrierten neuen Produktionsstandort ist es Br\u00fcggen nun m\u00f6glich, die lokalen Wertsch\u00f6pfungspotenziale im s\u00fcdamerikanischen Cerealienmarkt optimal zu nutzen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/e3mag.com\/partners\/cbs-corporate-business-solutions\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Sap-rollout chile\" class=\"aligncenter wp-image-11360 size-full\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/CI-CBS.jpg\" alt=\"https:\/\/e3mag.com\/partners\/cbs-corporate-business-solutions\/\" width=\"1000\" height=\"112\" srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/CI-CBS.jpg 1000w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/CI-CBS-768x86.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/CI-CBS-100x11.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/CI-CBS-480x54.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/CI-CBS-640x72.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/CI-CBS-720x81.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/CI-CBS-960x108.jpg 960w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das L\u00fcbecker Nahrungsmittelunternehmen H. &#038; J. 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