{"id":29902,"date":"2017-10-25T15:15:44","date_gmt":"2017-10-25T13:15:44","guid":{"rendered":"http:\/\/e3mag.com\/?p=29902"},"modified":"2024-01-19T14:52:46","modified_gmt":"2024-01-19T13:52:46","slug":"internet-of-security-and-licenses","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/e3mag.com\/de\/internet-of-security-and-licenses\/","title":{"rendered":"Internet of Security and Licenses"},"content":{"rendered":"<p>Das Urteil \u00fcber Leonardo fiel deutlich und f\u00fcr die SAP ern\u00fcchternd aus: 82 Prozent der befragten DSAG-Mitglieder messen der neuen Marke f\u00fcr IoT und k\u00fcnstliche Intelligenz kaum bis keine Bedeutung in ihrer digitalen Strategie bei, so das Ergebnis einer k\u00fcrzlich ver\u00f6ffentlichten Studie.<\/p>\n<p>Die Zur\u00fcckhaltung d\u00fcrfte mehrere Gr\u00fcnde haben: Einerseits ist Leonardo erst vor Kurzem vorgestellt worden. Das entscheidungs\u00adrelevante Wissen ist in den wenigsten Unternehmen vorhanden. So geben \u00fcber 90 Prozent der Befragten DSAG-Mitglieder an, dass sie gegenw\u00e4rtig nicht sehr gut oder gar nicht mit der IoT-Plattform vertraut sind.<\/p><div class=\"great-fullsize-content-de\" style=\"float: left;\" id=\"great-2569182281\"><div id=\"great-3640019787\" style=\"margin-bottom: 20px;\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=6yfv7eho3Gc\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"Fullsize\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150.jpg\" alt=\"Fullsize\"  srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150.jpg 1200w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-400x50.jpg 400w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-768x96.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-100x13.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-480x60.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-640x80.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-720x90.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-960x120.jpg 960w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-1168x146.jpg 1168w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-18x2.jpg 18w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-600x75.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" width=\"1200\" height=\"150\"  style=\" max-width: 100%; height: auto;\" \/><\/a><\/div><\/div>\n<p>Andererseits nehmen die Befragten auch das Angebot jenseits der SAP wahr. Wobei SAP von 79 Prozent der befragten Unternehmen (alle Bestandskunden) auch hier als wichtiger Partner bei der Digitalisierung gesehen wird.<\/p>\n<p>Dazu Marco Lenck:<\/p>\n<p>\u201eEine Voraussetzung f\u00fcr den Erfolg sind Aufkl\u00e4rungsarbeit und verst\u00e4ndliche Informationen seitens der SAP, insbesondere dass die Digitalisierungsstrategie der SAP f\u00fcr Unternehmensentscheidungen sichtbar ist.\u201c<\/p>\n<p>Ein dritter, sehr wichtiger Punkt ist die nach wie vor noch nicht zufriedenstellende L\u00f6sung der Lizenzfrage. Hier stellt sich die Frage, ob und in welcher Form eingebundene Ger\u00e4te Lizenzkosten nach sich ziehen und ob Informationen aus Maschinensensoren anders zu beurteilen sind als eine manuelle Daten\u00adeingabe.<\/p>\n<p>Die wichtigsten Herausforderungen, die SAP im Bereich Internet of Things noch meistern muss, sehen DSAG-Mitglieder beim Thema Lizenzen\/indirekte Nutzung im Bereich Security. IoT-Projekte ben\u00f6tigen laut DSAG eine durchg\u00e4ngige Security-Architektur bzw. entsprechende Governance-Modelle.<\/p>\n<p>Einheitliche Standards m\u00fcssen geschaffen und eingehalten werden, um heterogene Landschaften zu betreiben. Der \u00dcbergang von alten auf neue Vertr\u00e4ge muss bestehende Anspr\u00fcche bewahren und durch ein einheitliches Preis- und Lizenzmodell unterst\u00fctzt werden.<\/p>\n<p>Ben\u00f6tigt wird ein nachhaltiges und klares Pricing-Modell, das sich am Gesch\u00e4ft orientiert und die Risiken \u00fcberschaubar h\u00e4lt, auch in einer IoT-Umgebung.<\/p>\n<h3>Digitalisierungsbremsen<\/h3>\n<p>Ohne die Kl\u00e4rung dieser und weiterer Punkte werden Digitalisierungsvorhaben sich nicht ad\u00e4quat umsetzen lassen, lautet die Botschaft des DSAG-Vorstandsvorsitzenden Marco Lenck.<\/p>\n<p>Um n\u00f6tige Digitalisierungsvorhaben ad\u00e4quat umzusetzen, brauchen Unternehmen einen stabilen ERP-Kern, der die wesentlichen Gesch\u00e4ftsprozesse abbildet, sich aber schnell und einfach updaten l\u00e4sst.<\/p>\n<p>\u201eDa sind wir heute noch nicht\u201c, so Lenck in seiner Keynote am DSAG-Jahreskongress in Bremen. Zus\u00e4tzlich muss der Kern mit flexibel konfigurierbaren L\u00f6sungen erg\u00e4nzt werden. Nur so lassen sich End-to-End-Prozesse als elementarer Bestandteil digitaler Gesch\u00e4ftsmodelle \u00fcber Unternehmensgrenzen hinweg realisieren.<\/p>\n<p>\u201eDie L\u00f6sung besteht nicht etwa, wie vielfach behauptet, in einer IT-Infrastruktur der zwei Geschwindigkeiten. Wir werden hybride Systeme einsetzen, um die Herausforderung der digitalen Transformation zu bew\u00e4ltigen\u201c<\/p>\n<p>erkl\u00e4rt Marco Lenck.<\/p>\n<p>\u201eHybride Szenarien erfordern jedoch vollumf\u00e4ngliche und pr\u00e4ventive Sicherheitskonzepte. Hier muss SAP liefern.\u201c<\/p>\n<p>70 Prozent der Befragten messen S\/4 eine hohe bis sehr hohe Relevanz f\u00fcr die digitale Transformation zu. Aber auch die Business Suite ist f\u00fcr \u00fcber die H\u00e4lfte eine Zukunftsperspektive f\u00fcr Digitalvorhaben. DSAG-Mitglieder setzen demnach auf beide L\u00f6sungen.<\/p>\n<p>\u201eF\u00fcr uns Anwender ist es wesentlich, dass SAP hinsichtlich des Reifegrads und der Leistungsumf\u00e4nge der neuen Produkte mehr Transparenz schafft und auch die Weiterentwicklung der Business Suite st\u00e4rker vorantreibt\u201c<\/p>\n<p>lautet der Aufruf der DSAG an SAP.<\/p>\n<figure id=\"attachment_29904\" aria-describedby=\"caption-attachment-29904\" style=\"width: 1000px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/Szene-1711-DSAG.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Internet of security and licenses\" class=\"wp-image-29904 size-full\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/Szene-1711-DSAG.jpg\" alt=\"Szene 1711 DSAG, Data hub\" width=\"1000\" height=\"504\" srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/Szene-1711-DSAG.jpg 1000w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/Szene-1711-DSAG-768x387.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/Szene-1711-DSAG-100x50.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/Szene-1711-DSAG-480x242.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/Szene-1711-DSAG-640x323.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/Szene-1711-DSAG-720x363.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/Szene-1711-DSAG-960x484.jpg 960w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-29904\" class=\"wp-caption-text\">W\u00e4hrend weitgehend Einigkeit dar\u00fcber herrscht, dass Lizenzen und Sicherheit Schl\u00fcsselfragen bei IoT-Projekten darstellen, sind Informationen zur SAP IoT-Plattform Leonardo erst in sehr geringem Au\u00dfma\u00df in den Unternehmen vorhanden.<\/figcaption><\/figure>\n<h3>Unbekannte SAP-Cloud-Plattform<\/h3>\n<p>Auch die SAP-Cloud-Plattform scheint f\u00fcr viele DSAG-Mitglieder noch eine Unbekannte zu sein. Fast die H\u00e4lfte billigt ihr kaum bis keine Relevanz zu, obwohl genau sie f\u00fcr die flexiblen digitalen Gesch\u00e4ftsprozesse entwickelt wurde.<\/p>\n<p>Und auch die anderen Cloud-L\u00f6sungen werden von den mehr als 3300 DSAG-Mitgliedsunternehmen f\u00fcr die digitale Transformation kaum in Betracht gezogen.<\/p>\n<p>Eine Aufgabe der DSAG besteht darin, kritisch zu hinterfragen, wie weit Plattformen, bspw. Ariba, SuccessFactors und Concur, wirklich in bestehenden IT-Umgebungen integrierbar sind und wo deren konkreter Nutzen f\u00fcr SAP-Anwender liegt.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem ist davon auszugehen, dass die Weiterentwicklung von Zusatzprodukten um den digitalen Kern herum vornehmlich in der Cloud erfolgt.<\/p>\n<p>Die Kunden haben aber bereits Lizenzen f\u00fcr ihre Gesch\u00e4ftsprozessanwendungen erworben. Von daher muss darauf geachtet werden, dass es so nicht zu Doppellizenzierungen kommt. Daf\u00fcr setzt sich die DSAG weiterhin ein.<\/p>\n<p>Gem\u00e4\u00df einer Selbsteinsch\u00e4tzung stehen Unternehmen noch immer am Anfang der digitalen Transformation. Aus dieser Situation heraus ergibt sich f\u00fcr SAP folgender Auftrag, den Marco Lenck formuliert:<\/p>\n<p>\u201eSAP ist technisch auf dem Weg. Das reicht uns allerdings nicht. Von SAP brauchen wir L\u00f6sungen, die funktionieren, mit einfachen Updates und Sicherheitskonzepten, verl\u00e4ssliche Informationen, damit Unternehmen ihre Digitalisierungsstrategie definieren k\u00f6nnen. Und last, but not least transparente Kosten mit atmenden Lizenzmodellen, die nachhaltige Business Cases erm\u00f6glichen.\u201c<\/p>\n<p>Derzeit finden intensive Gespr\u00e4che zwischen der DSAG und SAP statt. Diese k\u00f6nnten bereits Ende des Jahres zu ersten Ergebnissen f\u00fchren.<\/p>\n<h3>SAP Data Hub<\/h3>\n<p>SAP-Technikvorstand Bernd Leukert bekr\u00e4ftigte im Rahmen des DSAG-Jahreskongresses die Bedeutung von Leonardo und stellte unter anderem das neue SAP Data Hub vor. Unternehmen sollen damit die Komplexit\u00e4t ihrer Datensysteme bew\u00e4ltigen und die riesigen Datenmengen aus immer mehr Quellen nutzbar machen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Das Data Hub soll durch Datenintegration, -orchestrierung und -Governance eine Wertsch\u00f6pfung in der gesamten heterogenen Datenlandschaft erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>\u201eUnternehmen suchen eine einheitliche und offene L\u00f6sung, um den Datenfluss in allen ihren Datenlandschaften auszuweiten, zu beschleunigen und f\u00fcr alle Benutzer zug\u00e4nglich zu machen\u201c<\/p>\n<p>erkl\u00e4rte Leukert.<\/p>\n<p>\u201eSAP Data Hub schlie\u00dft die L\u00fccke zwischen Big Data und Unternehmensdaten. Die L\u00f6sung erm\u00f6glicht das Entwickeln von Anwendungen, die das Potenzial der Daten in der gesamten Organisation aussch\u00f6pfen, egal ob sich diese Daten in der Cloud oder auf lokalen Systemen, in einem Data Lake oder im Enterprise Data Warehouse, in einem SAP- oder SAP-fremden System befinden.\u201c<\/p>\n<p>SAP Data Hub gibt Organisationen eine Sicht auf die gesamte Datenlandschaft, von SAP-Softwarequellen wie der Hana-Plattform bis hin zu SAP-fremden Quellen wie etwa Apache Hadoop.<\/p>\n<p>Mit der einheitlich designten Umgebung seien leistungsf\u00e4hige Datenpipelines m\u00f6glich, \u00fcber die sich Informationen aus unterschiedlichsten Quellen in der gesamten Organisation abrufen, harmonisieren, transformieren und verarbeiten lie\u00dfen.<\/p>\n<hr>\n<h3>Forderungen der DSAG<\/h3>\n<ul>\n<li>SAP muss hinsichtlich des Reifegrads und der Leistungsumf\u00e4nge der Produkte mehr Transparenz schaffen.<\/li>\n<li>Ein vertikales Lizenzmodell ist dringend notwendig, das fair und businessgerecht, unabh\u00e4ngig von On-premise- und Cloud-Szenarien, Lizenzkosten abrechnet \u2013 egal ob gemietet oder gekauft.<\/li>\n<li>Hybride Szenarien erfordern vollumf\u00e4ngliche und pr\u00e4ventive Sicherheitskonzepte.<\/li>\n<li>SAP muss ihre IoT-Strategie offen\u00adlegen. Diese muss zu den Kunden-Roadmaps passen.<\/li>\n<li>SAP muss nachweisen, dass Plattformen, bspw. Ariba, SuccessFactors und Concur, wirklich integrierbar sind und wo deren konkreter Nutzen f\u00fcr SAP-Anwender liegt.<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>W\u00e4hrend die SAP stolz ihre Neuerung rund um die IoT-Plattform Leonardo pr\u00e4sentierte, zeigt die am Jahreskongress vorgestellte Mitgliederbefragung der DSAG noch viel Unsicherheit und einen erh\u00f6hten Informationsbedarf bei den SAP-Bestandskunden. 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