{"id":24332,"date":"2017-06-29T08:00:54","date_gmt":"2017-06-29T06:00:54","guid":{"rendered":"http:\/\/e3mag.com\/?p=24332"},"modified":"2019-03-11T13:24:27","modified_gmt":"2019-03-11T12:24:27","slug":"digital-factory-orbis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/e3mag.com\/de\/digital-factory-orbis\/","title":{"rendered":"Digital Factory"},"content":{"rendered":"<h3>Digitalisierungsprojekte geraten oft durch die fehlende Akzeptanz bei der Belegschaft ins Stocken. Haben Sie in Ihren Projekten \u00e4hnliche Erfahrungen gemacht und bieten Sie hier im Vorfeld auch Unterst\u00fctzung im Changemanagement an?<\/h3>\n<p><strong>Thomas Gard:<\/strong> Die Auswirkungen auf existierende Arbeitsabl\u00e4ufe sind zwingend zu beachten. Eine direkte Einbindung der Mitarbeiter, um im Shop-Floor gemeinsam Verbesserungspotenziale zu identifizieren, ist sinnvoll.<\/p>\n<p>Dies beginnt bei der Analyse der Verbesserungsvorschl\u00e4ge der Mitarbeiter und geht dann \u00fcber in eine gemeinsame Definition der Dialoge zur Neugestaltung der Arbeitspl\u00e4tze.<\/p><div class=\"great-fullsize-content-de\" style=\"float: left;\" id=\"great-1457503764\"><div id=\"great-4286857408\" style=\"margin-bottom: 20px;\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=6yfv7eho3Gc\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"Fullsize\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150.jpg\" alt=\"Fullsize\"  srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150.jpg 1200w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-400x50.jpg 400w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-768x96.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-100x13.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-480x60.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-640x80.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-720x90.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-960x120.jpg 960w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-1168x146.jpg 1168w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-18x2.jpg 18w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-600x75.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" width=\"1200\" height=\"150\"  style=\" max-width: 100%; height: auto;\" \/><\/a><\/div><\/div>\n<p>Mit dieser Vorgehensweise beginnt das \u00adChangemanagement unter Einbeziehung der Mitarbeiter zum fr\u00fchestm\u00f6glichen Zeitpunkt. So haben die Mitarbeiter die M\u00f6glichkeit, ihren neuen Arbeitsplatz mitzugestalten.<\/p>\n<p>Nach unseren Erfahrungen kann so die Akzeptanz im Projekt erh\u00f6ht werden.<\/p>\n<h3>Wo sieht man die Auswirkungen?<\/h3>\n<p><strong>Gard:<\/strong> Die Strategie von Orbis ist es unter anderem, die Informationsdarstellung zu verbessern und somit Entscheidungen auf die operative Prozessebene zu ver\u00adlagern \u2013 auf den Ort der Entstehung.<\/p>\n<p>Mit dieser Strategie werden die Mitarbeiter aufgewertet, da diese st\u00e4rker, zum Beispiel bei der St\u00f6rungsbehebung, eingebunden werden. Informationen werden gepusht.<\/p>\n<p>Das entlastet die Mitarbeiter von der \u201eHolschuld\u201c f\u00fcr Informationen. Im Kern finden Dialoge von Vorgesetzten wie \u201eHaben Sie heute schon an der Maschine Status XY kontrolliert?\u201c nicht mehr statt.<\/p>\n<p>Somit kann die Digitalisierung zur Arbeitserleichterung und Aufwertung beitragen. Dar\u00fcber hinaus k\u00f6nnen durch eine \u00fcbergreifende Ver\u00adnetzung und Digitalisierung der Produktion auch gleichf\u00f6rmige beziehungsweise monotone T\u00e4tigkeiten reduziert werden.<\/p>\n<h3>IT ist nur ein Teilaspekt von Industrie 4.0, hinzu kommen Know-how im Maschinenbau, in der Sensortechnologie, Embedded-Systemen und der Automatisierung. Welche technischen und personellen Voraussetzungen muss ein potenzieller Kunde mitbringen, um mit einem Smart-Factory-Projekt zu starten?<\/h3>\n<p><strong>Frank Wilhelm:<\/strong> Neben dem IT-Know-how ist tiefes Fertigungs- und Anlagen-Know-how eine entscheidende Voraussetzung. In der Regel sind diese Voraussetzungen in den Unternehmen bereits gegeben.<\/p>\n<p>Die Umsetzung eines solchen Projektes impliziert die Integration der unterschiedlichen vertikalen und horizontalen Fachbereiche. Dies betrifft die vertikalen IT-Strukturen der kompletten Automatisierungspyramide von der ERP- bis hin zur Steuerungsebene und bedarf einer gewissen Bereitschaft und Offenheit, sich mit dieser neuen Thematik vorbehaltlos auseinanderzusetzen.<\/p>\n<h3>Und horizontal?<\/h3>\n<p><strong>Wilhelm:<\/strong> Horizontal sind auf Prozess\u00adebene alle Bereiche von der Konstruktion \u00fcber Logistik und Produktion bis hin zur Qualit\u00e4tssicherung, Instandhaltung, Service und Personal betroffen.<\/p>\n<p>Insbesondere das Zusammenspiel zwischen Prozess-IT und Produktions-IT ist sicherzustellen, da die SAP-Prozesse in einen Informationsaustausch mit den Anlagen und Ger\u00e4ten im Shop-Floor einzubinden sind.<\/p>\n<p>Die Orbis-Software dient hierbei als \u201eGateway\u201c zwischen Prozess- und Technikwelt. Es erfolgt die \u00dcbersetzung der Sprache der SAP-Prozesse in die technische Sprache der Maschinen und Anlagen und umgekehrt. Ergebnis ist der gew\u00fcnschte bidirektionale Austausch innerhalb der Smart Factory.<\/p>\n<h3>Welchen Stellenwert spielt Standardisierung bei der Smart Factory? Und welche Standards benutzt Orbis?<\/h3>\n<p><strong>Wilhelm:<\/strong> Standardisierung ist essenzieller Erfolgsfaktor zur Umsetzung einer Smart Factory. Unsere Erfahrung zeigt, dass zur erfolgreichen Projektumsetzung die drei Kernbereiche Systeminfrastruktur und Systemebenen, die technische Anbindung der Endger\u00e4te (Netzwerkkonnektivit\u00e4t) sowie die Prozessabl\u00e4ufe und die Integration (Fachlichkeit) kundenspezifisch standardisiert werden m\u00fcssen.<\/p>\n<h3>Und was fehlt?<\/h3>\n<p><strong>Wilhelm:<\/strong> Insbesondere w\u00e4re eine standardisierte Schnittstelle zu allen Maschinen w\u00fcnschenswert. Die Heterogenit\u00e4t der technischen Endger\u00e4te und Hersteller stellt eine gro\u00dfe H\u00fcrde dar.<\/p>\n<p>Aus diesem Grund hat Orbis sich darauf fokussiert, Informationen zur einfachen und schnellen Prozessintegration in die SAP-Systeme zu standardisieren. So flie\u00dfen dort alle relevanten Informationen zur Prozesssteuerung zusammen.<\/p>\n<p>Maschinen und Ger\u00e4te lassen sich so in kurzer Zeit anbinden, auch der Wartungsaufwand kann dadurch deutlich reduziert werden. Orbis unterst\u00fctzt heute g\u00e4ngige Industrieprotokolle genauso wie die OPC-Anbindung.<\/p>\n<h3>Mit MPS hat Orbis eine L\u00f6sung geschaffen, um die gesamte Prozesskette durchg\u00e4ngig zu automatisieren. Inwieweit l\u00e4sst sich MPS individuell und bedarfsgerecht anpassen? F\u00fcr welche Branchen und Produktionsarten?<\/h3>\n<p><strong>Wilhelm:<\/strong> Orbis adaptiert die herstellerspezifischen Maschinenschnittstellen und nutzt hinsichtlich der Integration in die Gesch\u00e4ftsprozesse eine standardisierte Objektschnittstelle, die eine direkte und industrietaugliche Kommunikation erm\u00f6glicht.<\/p>\n<p>Orbis Multi-Process Suite, MPS, ist die Grundlage f\u00fcr eine einfache, sichere und schnelle Implementierung von Industrie-4.0-Prozessen in der SAP-Welt. Weiterhin ist eine Individualisierung und bedarfsgerechte Implementierung m\u00f6glich, basierend auf dem modularen Ansatz der grafischen Prozessmodellierung.<\/p>\n<p>Dabei besteht prinzipiell keine Beschr\u00e4nkung auf bestimmte Branchen oder Fertigungsmethoden. MPS besteht aus mehreren Bausteinen. Zum einen wird die technische Anbindung der Maschinen, Ger\u00e4te und Systeme \u00fcber das Orbis Multi- Process Interface unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p>Eine weitere wesentliche Komponente stellt der Orbis Multi-Process Viewer dar. Damit k\u00f6nnen auf allen g\u00e4ngigen Ger\u00e4ten Informationen visualisiert und Dialoge erm\u00f6glicht werden.<\/p>\n<p>Unsere L\u00f6sungen, integriert in SAP, \u00f6ffnen einen smarten Weg in die Fabrik der Zukunft.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Interview mit Orbis-Vorstand Thomas Gard und MES-Teamleiter Frank Wilhelm.<\/p>\n","protected":false},"author":38,"featured_media":4944,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"pmpro_default_level":"","footnotes":""},"categories":[15174,15175],"tags":[601,367,369,881],"coauthors":[19920],"class_list":["post-24332","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-coverstory-1707","category-mag-1707","tag-digitalisierung","tag-industrie-4-0","tag-it","tag-orbis","pmpro-has-access"],"acf":[],"featured_image_urls_v2":{"full":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/E3-Interview.jpg",1000,685,false],"thumbnail":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/E3-Interview-150x150.jpg",150,150,true],"medium":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/E3-Interview.jpg",400,274,false],"medium_large":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/E3-Interview-768x526.jpg",768,526,true],"large":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/E3-Interview.jpg",1000,685,false],"image-100":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/E3-Interview-100x69.jpg",100,69,true],"image-480":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/E3-Interview-480x329.jpg",480,329,true],"image-640":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/E3-Interview-640x438.jpg",640,438,true],"image-720":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/E3-Interview-720x493.jpg",720,493,true],"image-960":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/E3-Interview-960x658.jpg",960,658,true],"image-1168":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/E3-Interview.jpg",1000,685,false],"image-1440":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/E3-Interview.jpg",1000,685,false],"image-1920":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/E3-Interview.jpg",1000,685,false],"1536x1536":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/E3-Interview.jpg",1000,685,false],"2048x2048":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/E3-Interview.jpg",1000,685,false],"trp-custom-language-flag":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/E3-Interview.jpg",18,12,false],"bricks_large_16x9":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/E3-Interview.jpg",985,675,false],"bricks_large":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/E3-Interview.jpg",1000,685,false],"bricks_large_square":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/E3-Interview.jpg",1000,685,false],"bricks_medium":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/E3-Interview.jpg",600,411,false],"bricks_medium_square":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/E3-Interview.jpg",600,411,false],"profile_24":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/E3-Interview-24x24.jpg",24,24,true],"profile_48":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/E3-Interview-48x48.jpg",48,48,true],"profile_96":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/E3-Interview-96x96.jpg",96,96,true],"profile_150":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/E3-Interview-150x150.jpg",150,150,true],"profile_300":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/E3-Interview-300x300.jpg",300,300,true]},"post_excerpt_stackable_v2":"<p>Interview 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