{"id":24288,"date":"2017-06-29T10:00:27","date_gmt":"2017-06-29T08:00:27","guid":{"rendered":"http:\/\/e3mag.com\/?p=24288"},"modified":"2022-08-20T13:21:57","modified_gmt":"2022-08-20T11:21:57","slug":"smart-factory","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/e3mag.com\/de\/smart-factory\/","title":{"rendered":"Smart Factory"},"content":{"rendered":"<p>Bereits im April 2013 war im Abschlussbericht des Arbeitskreises Industrie 4.0, herausgegeben von Acatech (Deutsche Akademie der Technikwissenschaften) und der Forschungsunion, zu lesen:<\/p>\n<p>\u201eDeutschland ist einer der konkurrenzf\u00e4higsten Industriestandorte und gleichzeitig f\u00fchrender Fabrikausr\u00fcster weltweit. Das liegt nicht zuletzt an der Spezialisierung auf die Erforschung, Entwicklung und Fertigung innovativer Produktionstechnologien und der F\u00e4higkeit, komplexe industrielle Prozesse zu steuern.<\/p><div class=\"great-fullsize-content-de\" style=\"float: left;\" id=\"great-1395199398\"><div id=\"great-27646958\" style=\"margin-bottom: 20px;\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=6yfv7eho3Gc\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"Fullsize\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150.jpg\" alt=\"Fullsize\"  srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150.jpg 1200w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-400x50.jpg 400w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-768x96.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-100x13.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-480x60.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-640x80.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-720x90.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-960x120.jpg 960w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-1168x146.jpg 1168w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-18x2.jpg 18w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-600x75.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" width=\"1200\" height=\"150\"  style=\" max-width: 100%; height: auto;\" \/><\/a><\/div><\/div>\n<p>Mit seinem starken Maschinen- und Anlagenbau, seiner in ihrer Konzentration weltweit beachtlichen IT-Kompetenz und dem Know-how bei eingebetteten Systemen und in der Automatisierungstechnik verf\u00fcgt Deutschland \u00fcber beste Voraussetzungen, um seine F\u00fchrungsposition in der Produktionstechnik auszubauen.<\/p>\n<p>Wie kein anderes Land ist Deutschland bef\u00e4higt, die Potenziale einer neuen Form der Industrialisierung zu erschlie\u00dfen: Industrie 4.0.\u201c<\/p>\n<p>Dem ist nichts hinzuzuf\u00fcgen. Es hat sich an der optimistischen Sichtweise kaum etwas ver\u00e4ndert \u2013 sehr wohl aber die Technologie.<\/p>\n<h3>Von CIM zu Smart Factory<\/h3>\n<p>Die Industrie-4.0-Kompetenz ist nicht \u00fcber Nacht gewachsen, seit mehr als 25 Jahren besch\u00e4ftigen sich Industrie- und IT-Lieferanten mit dem Thema Computer Inte\u00adgrated Manufacturing.<\/p>\n<p>Naturgem\u00e4\u00df waren die Anf\u00e4nge von Siemens, Bosch und SAP sehr vision\u00e4r und scheiterten nur allzu oft an der verf\u00fcgbaren Technik. Namen, Bezeichnungen und Technik haben sich ge\u00e4ndert und weiterentwickelt.<\/p>\n<p>Heute spricht man von Manufacturing Execution System (MES), Industrie 4.0, Smart Factory und IoT (Internet der Dinge).<\/p>\n<figure id=\"attachment_24289\" aria-describedby=\"caption-attachment-24289\" style=\"width: 229px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/SmartFactory-1707-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Smart factory\" class=\"wp-image-24289\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/SmartFactory-1707-1.jpg\" alt=\"Thomas Gard\" width=\"229\" height=\"253\" srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/SmartFactory-1707-1.jpg 741w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/SmartFactory-1707-1-100x111.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/SmartFactory-1707-1-480x531.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/SmartFactory-1707-1-640x708.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/SmartFactory-1707-1-720x797.jpg 720w\" sizes=\"auto, (max-width: 229px) 100vw, 229px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-24289\" class=\"wp-caption-text\">Thomas Gard, Orbis Vorstandssprecher<\/figcaption><\/figure>\n<p>\u201eAuch in der Vergangenheit bestand schon immer die Anforderung, Prozesse zu automatisieren und technische Objekte zu integrieren\u201c<\/p>\n<p>erkl\u00e4rt Thomas Gard, Vorstandssprecher bei Orbis und zust\u00e4ndig f\u00fcr die Ressorts Vertrieb und Marketing, Investor Relations sowie das Produktgesch\u00e4ft.<\/p>\n<p>\u201eJedoch war die Kommunikationstechnik noch nicht so weit. Einen gro\u00dfen Schub gab es durch die Adaption der Internettechnologie. Heute k\u00f6nnen Anlagen, Maschinen, Devices etc. mit einer IP-Adresse ausgestattet und in die interne und externe Kommunikation integriert werden. Auch Sensor- und RFID-Technologie haben sich weiterentwickelt und sind bezahlbar. \u201c<\/p>\n<p>In den vergangenen Jahren hat sich die Kommunikationsf\u00e4higkeit von Maschinen, Software und Systemen deutlich verbessert.<\/p>\n<p>\u201eSomit ist es nun m\u00f6glich, einen ganzheitlichen Ansatz zu verfolgen\u201c<\/p>\n<p>betont Vorstand Thomas Gard und er wei\u00df, dass in den produzierenden Unternehmen der Anspruch w\u00e4chst, Daten in \u201eEchtzeit\u201c auszuwerten, zu verarbeiten und in Prozesse einzubinden, um bisher ungenutzte Potenziale auszusch\u00f6pfen.<\/p>\n<p>Die Anforderungen reichen heute weit \u00fcber die technische Anbindung der Produktion hinaus. Auch die Integration der angrenzenden Bereiche wie Logistik, Qualit\u00e4t, Personal, Instandhaltung und Fertigungshilfsmittel steht im Fokus.<\/p>\n<p>\u201eDer zielgerichteten Visualisierung und Auswertung der Informationen, beispielsweise \u00fcber rollenbasierte Dashboards, kommt dabei eine entscheidende Bedeutung zu. Informationen werden proaktiv gepusht\u201c<\/p>\n<p>kann Thomas Gard aus seiner beruflichen Praxis berichten.<\/p>\n<p>Produktions- und Prozessdaten aus der Fertigung werden in \u201eEchtzeit\u201c auf webbasierten, intuitiven Oberfl\u00e4chen \u00fcbersichtlich visualisiert. Sie k\u00f6nnen vom Endanwender gem\u00e4\u00df seiner Rolle und Berechtigung jederzeit und \u00fcberall auf g\u00e4ngigen Endger\u00e4ten abgerufen werden.<\/p>\n<p>\u201eDie wichtigen Informationen werden zur richtigen Zeit an die richtigen Personen geliefert\u201c<\/p>\n<p>nennt Gard einen wichtigen Aspekt.<\/p>\n<p>\u201eManagement und Mitarbeiter sind jederzeit \u00fcber die Ist-Situation informiert und k\u00f6nnen umgehend auf Ereignisse wie z. B. Maschinenstillst\u00e4nde oder Materialengp\u00e4sse, reagieren. Die Fabrik mit allen Prozessen wird transparent.\u201c<\/p>\n<h3>Visionen, Ziele, Realit\u00e4t<\/h3>\n<p>\u201eDas Ziel der Smart Factory ist eine durchgehende Vernetzung und Automatisierung von Produktionsprozessen und den daran beteiligten Akteuren wie Menschen, Maschinen, Sensoren, Aktoren, Systemen etc. Dies erstreckt sich \u00fcber alle Ebenen der Automatisierungspyramide vom ERP-System bis hin zur Steuerungsebene \u2013 in \u201aEchtzeit\u2018 und bidirektional\u201c<\/p>\n<p>definiert Thomas Gard, und das Ergebnis ist eine autonom arbeitende hochverf\u00fcgbare digitale Fabrik, in der im Regelfall ein Eingreifen nur noch im Ausnahmefall oder im St\u00f6rfall erforderlich ist \u2013 und das wirtschaftlich von der Serienproduktion bis hin zu einer kundenindividuellen Produktion in Losgr\u00f6\u00dfe 1.<\/p>\n<p>\u201eDas ist heute keine Vision mehr, sondern Realit\u00e4t mit SAP ERP und der Orbis-Digitalisierungssuite\u201c<\/p>\n<p>erkl\u00e4rt Gard.<\/p>\n<p>Diese beinhaltet die Basistechnologie Orbis Multi-Process Suite (MPS), Orbis Manufacturing Execution System (MES) sowie Orbis Intralogistik. Dies zeigt das aktuelle Projekt des f\u00fchrenden Schaltschrank- und Systemanbieters Rittal, siehe Seite 47.<\/p>\n<p>Bei Rittal entsteht bis 2018 am Standort Haiger das weltweit modernste Produktionswerk f\u00fcr Kompaktgeh\u00e4use mit einer hochautomatisierten digitalisierten Fertigung, das den Prinzipien der Industrie 4.0 entspricht.<\/p>\n<p>Rittal setzt dabei im Wesentlichen auf die L\u00f6sungen von Orbis und SAP und das in einem 24\/7-Betrieb.<\/p>\n<p>\u201eGrunds\u00e4tzlich richtet sich unser Angebot an Kunden, die SAP einsetzen oder k\u00fcnftig nutzen m\u00f6chten. Dies betrifft sowohl die SAP-Business-Suite als auch S\/4\u201c<\/p>\n<p>erg\u00e4nzt MES-Teamleiter Frank Wilhelm von Orbis.<\/p>\n<figure id=\"attachment_24290\" aria-describedby=\"caption-attachment-24290\" style=\"width: 232px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/SmartFactory-1707-2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Smart factory\" class=\"wp-image-24290\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/SmartFactory-1707-2.jpg\" alt=\"Frank Wilhelm\" width=\"232\" height=\"322\" srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/SmartFactory-1707-2.jpg 590w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/SmartFactory-1707-2-100x139.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/SmartFactory-1707-2-480x667.jpg 480w\" sizes=\"auto, (max-width: 232px) 100vw, 232px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-24290\" class=\"wp-caption-text\">Frank Wilhelm, MES-Teamleiter<\/figcaption><\/figure>\n<p>\u201eWir bieten mit unseren L\u00f6sungen die M\u00f6glichkeit, Smart-Factory-Projekte schrittweise oder komplett umzusetzen. Dabei beschr\u00e4nken wir uns nicht auf bestimmte Branchen oder Fertigungsmethoden.\u201c<\/p>\n<p>Der Gro\u00dfteil der Unternehmen hat heute bereits technologische Komponenten im Einsatz, die als Basis f\u00fcr eine Smart Factory genutzt werden k\u00f6nnen. Zum Beispiel sind Maschinen oft mit der notwendigen Sensorik und Kommunikationstechnologie ausgestattet.<\/p>\n<p>\u201eOftmals fehlt aber die logische und technische Integration dieser Komponenten in die Gesch\u00e4ftsprozesse\u201c<\/p>\n<p>wei\u00df Wilhelm aus zahlreichen Kundenprojekten.<\/p>\n<p>Orbis schlie\u00dft diese L\u00fccke mit der Multi-Process Suite (MPS) und erm\u00f6glicht so durchg\u00e4ngige, transparente Prozesse. Erreicht wird dies, indem Prozessbr\u00fcche oder \u201eh\u00e4ndische\u201c Erfassungen durch einen schnellen, automatisierten Informationsaustausch ersetzt werden.<\/p>\n<p>Maschinen und Ger\u00e4te werden bidirektional in die SAP-Prozesse eingebunden. Damit werden aus den bisherigen transaktionellen, schrittweisen Prozessbearbeitungen durchg\u00e4ngige, integrierte Prozessketten.<\/p>\n<p>Orbis MPS bildet somit die Grundlage f\u00fcr Mensch-Maschinen-Prozesse und Maschine-Maschinen-Prozesse und ist die Basistechnologie von Orbis Manufacturing Execution System und Orbis Intralogistik.<\/p>\n<p>Diese L\u00f6sungen sind zu 100 Prozent in die SAP-ERP-Prozesse integriert und nutzen die vorhandenen Stamm- und Bewegungsdaten des ERP-Systems.<\/p>\n<p>\u201eDigitalisierungsprojekte lassen sich so schnell und einfach in einer bestehenden SAP-Umgebung umsetzen\u201c<\/p>\n<p>ist Frank Wilhelm auf das Erreichte stolz.<\/p>\n<p>Die SAP-Integration von Orbis MES ist mit dem G\u00fctesiegel \u201ePowered by the SAP- NetWeaver-Technologie-Plattform\u201c zertifiziert. Die L\u00f6sung ist die Basis f\u00fcr eine nahtlose Verkn\u00fcpfung und Synchronisierung von Daten und Kennzahlen aus dem Shop-Floor mit den SAP-Prozessen und einer digital vernetzten Wertsch\u00f6pfungskette.<\/p>\n<p>Orbis MES ist komplett mit SAP-Technologie realisiert (NetWeaver sowie Abap) und kann flexibel auf kundenspezifische Prozesse eingestellt werden (Customizing). Das notwendige Know-how zur Administration und Weiterentwicklung ist meist im Unternehmen vorhanden.<\/p>\n<p>Oft ist es somit nicht notwendig, weiteres Know-how und weitere Personalkapazit\u00e4ten f\u00fcr Weiterentwicklungen, Administration von Schnittstellen oder Systembetreuung f\u00fcr den Betrieb aufzubauen, erkl\u00e4rt Wilhelm im E-3 Gespr\u00e4ch.<\/p>\n<div class=\"apester-media\" data-media-id=\"5954c71bf2d4938713c37889\"><\/div>\n<p><script async=\"\" src=\"https:\/\/static.apester.com\/js\/sdk\/v2.0\/apester-javascript-sdk.min.js\"><\/script><\/p>\n<h3>Smart-Factory-Zukunft<\/h3>\n<p>Viele Unternehmen z\u00f6gern mit dem Aufbruch in die Industrie 4.0, weil ihnen ein handfester Leitfaden fehlt. Acatech, Deutsche Akademie der Technikwissenschaften, stellte deshalb am 25. April dieses Jahres auf der Hannover Messe den \u201eIndus\u00adtrie-4.0-Maturity-Index\u201c vor.<\/p>\n<p>Entlang eines sechsstufigen Reifegradmodells bildet er eine Richtschnur f\u00fcr Unternehmen, die ihre individuelle Roadmap entwickeln m\u00f6chten. Ein neu gegr\u00fcndetes Industrie-4.0-Maturity-Center unterst\u00fctzt Unternehmen bei der Anwendung des Indexes.<\/p>\n<p>Anhand dieses Modells k\u00f6nnen Unternehmen ihren Status quo analysieren und ihre Industrie-4.0-Strategie ableiten. Der \u201eIndustrie-4.0-Maturity-Index\u201c entstand in einem interdisziplin\u00e4ren Konsortium aus Forschungseinrichtungen und Unternehmen unter dem Dach von Acatech.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Henning-Kagermann-1707.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Smart factory\" class=\" wp-image-24291 alignright\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Henning-Kagermann-1707.jpg\" alt=\"Henning Kagermann 1707\" width=\"290\" height=\"473\" srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Henning-Kagermann-1707.jpg 316w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Henning-Kagermann-1707-100x163.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 290px) 100vw, 290px\" \/><\/a>\u201eEs herrscht Aufbruchstimmung. Das Zielbild der Industrie 4.0 wird von vielen geteilt und international sehr nachgefragt.<\/p>\n<p>Unternehmen suchen nun ihre individuelle Umsetzungsstrategie. Unser Industrie-4.0-Maturity-Index gibt ihnen daf\u00fcr neutrale, frei verf\u00fcgbare Analyseinstrumente an die Hand. Mit dem Industrie-4.0-Maturity-Center entsteht eine Anlaufstelle f\u00fcr alle, die diesen Leitfaden nutzen wollen\u201c<\/p>\n<p>sagte Acatech-Pr\u00e4sident und Ex-SAP-CEO Henning Kagermann in Hannover.<\/p>\n<p>Der Industrie-4.0-Maturity-Index betrachtet Unternehmen aus technologischer, organisatorischer und kultureller Perspektive. Sechs Entwicklungsstufen zeigen, wie Daten im Unternehmen gewonnen, analysiert und nutzbar gemacht werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Das Vorgehen ber\u00fccksichtigt die Mehrdimensionalit\u00e4t der Industrie 4.0 im Zusammenspiel von Informationssystemen, Ressourcen, Unternehmensorganisation und Unternehmenskultur.<\/p>\n<p>Die Acatech-Studie ist sowohl in Deutsch als auch in Englisch kostenfrei erh\u00e4ltlich.<\/p>\n<p>\u201eDie Fabrik der Zukunft arbeitet autark\u201c<\/p>\n<p>wei\u00df Orbis-Vorstand Thomas Gard.<\/p>\n<p>Die Prozesse der Wertsch\u00f6pfungskette sind \u00fcber abgestimmte Regelwerke voll integriert. Mithilfe von Regelschleifen erfolgt eine weitestgehend autonome eventgesteuerte Produktion. Das hei\u00dft, Eingriffe von au\u00dfen werden nur noch in Ausnahme- und bei St\u00f6rf\u00e4llen notwendig.<\/p>\n<p>Die Intelligenz liegt dabei in der Definition und Erkennung dieser Ausnahmef\u00e4lle und der Ableitung automatisierter Folgeaktivit\u00e4ten. Alleine eine Vernetzung bzw. Integration der Akteure ist noch keine Smart Factory.<\/p>\n<p>Deshalb betont Thomas Gard:<\/p>\n<p>\u201eErst die Definition der Prozesse und autarker Automatismen erm\u00f6glicht den Prozessablauf in selbststeuernden Regelkreisen.\u201c<\/p>\n<p>Smart Factory ist differenziert vom Thema IoT und Sensordaten zu betrachten. Thomas Gard erkl\u00e4rt, dass der Kern einer Smart Factory die durchg\u00e4ngige Automatisierung und Vernetzung aller Prozesse und der daran beteiligten Akteure in \u201eEchtzeit\u201c ist.&nbsp; Dies erfolgt mit definierten prozessrelevanten Daten.<\/p>\n<p>\u201eUnsere Erfahrung zeigt, dass es m\u00f6glich ist, ein Smart-Factory-Projekt aufzusetzen, ohne zuvor eine ganzheitliche IoT-Strategie zu definieren\u201c<\/p>\n<p>beschreibt Vorstand Gard die Optionen.<\/p>\n<p>\u201eIoT kann ein Weg sein, um Grenzen zwischen den Partnern der Wertsch\u00f6pfungskette aufzul\u00f6sen. So k\u00f6nnen neue Gesch\u00e4ftsmodelle entstehen, die bisher nicht m\u00f6glich waren.<\/p>\n<p>Lieferketten k\u00f6nnen optimiert und die Lieferanten zeitnah und transparenter in die Bedarfsplanung eingebunden werden. Ein weiteres Beispiel ist die Entwicklung neuer Serviceszenarien.<\/p>\n<p>Eine reine Massendatengenerierung im Gigabyte-Bereich ist im ersten Schritt nicht Kern einer Smart Factory, vielmehr sind zwei Aspekte zu unterscheiden.<\/p>\n<p>Zum einen werden in der Smart Factory nur die Informationen in ,Echtzeit\u2018 verarbeitet, die zur unmittelbaren Steuerung der Prozesse relevant sind.<\/p>\n<p>Zum anderen kann eine Analyse aller anfallenden Daten, z. B. im Sinne von Predictive Analysis und Maschine Learning, erfolgen. So k\u00f6nnen etwa Algorithmen gefunden werden, die in einem fr\u00fchen Stadium auf k\u00fcnftige St\u00f6rungen aufmerksam machen.<\/p>\n<p>Risiken k\u00f6nnen kontinuierlich minimiert und neue Prozesse implementiert werden.\u201c<\/p>\n<h3>Digitale Transformation<\/h3>\n<p>\u201eEine gro\u00dfe Schw\u00e4che sind h\u00e4ufig die vorhandenen gewachsenen Insell\u00f6sungen und die damit verbundene schrittweise Bearbeitung von Einzelprozessen\u201c<\/p>\n<p>wei\u00df Orbis-Manager Frank Wilhelm aus vielen Kundenanfragen.<\/p>\n<p>Prozessschritte werden entweder manuell bedient, \u00fcber Schnittstellen angebunden oder prozessrelevante Daten manuell erfasst. Folgen dieser Prozessbr\u00fcche sind Fehleingaben und unn\u00f6tige Prozessverz\u00f6gerungen, die sich unter anderem negativ auf Durchlaufzeiten oder die aktuelle Bestandssituation auswirken.<\/p>\n<p>\u201eMit Orbis MES erfolgt ein schneller automatisierter Datenaustausch zwischen den Akteuren im Shop-Floor und SAP\u201c<\/p>\n<p>erkl\u00e4rt Wilhelm.<\/p>\n<p>\u201eDadurch werden Schnittstellen auf ein Minimum reduziert. Die Fabrik wird 1:1 in ,Echtzeit\u2018 in SAP gespiegelt. Dabei sto\u00dfen MES-Prozesse die Vorg\u00e4nge auf Maschinen oder Anlagen an.<\/p>\n<p>Umgekehrt steuern Maschinen und Anlagen aber auch Prozessketten in MES und SAP. Nur so ist eine Automatisierung von Prozessen m\u00f6glich.\u201c<\/p>\n<p>Frank Wilhelm von Orbis wei\u00df, dass viele Maschinen bereits heute mit moderner Sensorik bzw. Kommunikationstechnologie ausgestattet sind.<\/p>\n<p>\u201eWir treffen in unseren Projekten aber auch auf \u00e4ltere Anlagen, die nicht kommunikationsf\u00e4hig sind\u201c<\/p>\n<p>erkl\u00e4rt er im E-3 Gespr\u00e4ch.<\/p>\n<p>\u201eHier k\u00f6nnen durch Nachr\u00fcstung z. B. mit Web-IOs und durch elektrische Verkabelung elementare Signale abgegriffen und verarbeitet werden. Moderne Maschinen bieten hier deutlich weitergehende M\u00f6glichkeiten.\u201c<\/p>\n<p>Die Grundvoraussetzung ist die Herstellung der Netzwerkkonnektivit\u00e4t der Endger\u00e4te (z. B. SPS, Sensoren, RFID-Reader\u2026). Herstellerspezifische Restriktionen sind hierbei zwingend zu beachten. Dies ist ein Grund mehr zur Festlegung kundenspezifischer Standards.<\/p>\n<p>\u201eOrbis unterst\u00fctzt out of the box die g\u00e4ngigen Industrieprotokolle. Individualanbindungen sind ebenfalls umsetzbar. Dar\u00fcber hinaus unterst\u00fctzt Orbis bei der Einbindung externer Rechnersysteme den strukturierten Objektaustausch \u00fcber OData\u201c<\/p>\n<p>beschreibt Wilhelm die Ist-Situation.<\/p>\n<p>Im n\u00e4chsten Schritt erfolgt die fachliche Definition der zu automatisierenden Prozesse sowie die Definition des zugeh\u00f6rigen Datenaustauschs. Hieraus entsteht ein kundenspezifisches Kommunikationsmodell der Smart Factory.<\/p>\n<p>\u201eDas ist der erfolgskritischste Teil des Projektes zur Umsetzung einer Smart Factory\u201c<\/p>\n<p>betont der MES-Teamleiter.<\/p>\n<p>Thomas Gard erg\u00e4nzt:<\/p>\n<p>\u201eMit unseren L\u00f6sungen entsteht ein virtuelles Abbild des realen Geschehens der Fabrik in SAP ERP in ,Echtzeit\u2018. Um dies zu erreichen, werden alle an den Prozessen beteiligten Personen und Objekte \u2013 Maschinen, Anlagen, Devices, Systeme, Sensoren, RFID, etc. \u2013 durchg\u00e4ngig integriert und vernetzt.<\/p>\n<p>Alle Orbis-L\u00f6sungen f\u00fcr Industrie 4.0 sind vollst\u00e4ndig in SAP integriert.\u201c<\/p>\n<p>Um die Prozessintegration zwischen Shop-Floor und SAP zu erm\u00f6glichen, hat Orbis die Multi-Process Suite entwickelt. Sie ist der Enabler f\u00fcr Industrie-4.0-Prozesse mit SAP.<\/p>\n<p>Auf dieser Plattform werden Prozesse vernetzt, Dialoge erstellt und Daten visualisiert. Auch ein modularer Einsatz ist m\u00f6glich. So kann die gesamte Prozesskette einer Fabrik automatisiert werden oder es werden zun\u00e4chst nur einzelne Linien oder Arbeitspl\u00e4tze angebunden.<\/p>\n<p>\u201eAktuell zeigt sich, dass wir bereits in einer fr\u00fchen Phase der Planung einer Smart Factory in der Lage sind, das Verhalten von Prozessen zu designen und zu verifizieren\u201c<\/p>\n<p>wei\u00df Vorstand Gard aus zahlreichen erfolgreichen Kundenprojekten.<\/p>\n<p>\u201eBereits in einem fr\u00fchen Stadium k\u00f6nnen so Prozessabl\u00e4ufe und Kommunikationswege simuliert und getestet werden, ohne dass Maschinen und Anlagen bereits physisch installiert sind. Voraussetzung ist eine firmenspezifische Standardisierung der Datenkommunikation.\u201c<\/p>\n<p>Abschlie\u00dfende Frage: Inwieweit ver\u00e4ndern Digitalisierungsprojekte die Prozesse und Gesch\u00e4ftsmodelle eines produzierenden Unternehmens?<\/p>\n<p>Thomas Gard:<\/p>\n<p>\u201eBei Digitalisierungsprojekten in der Fabrik steht die Prozessautomatisierung besonders im Fokus. ERP-Prozesse, Fertigungsprozesse und Intralogistikprozesse werden voll integriert.<\/p>\n<p>Durch aktuelle Informationen \u00fcber Best\u00e4nde, den Produktionsfortschritt, aufgetretene St\u00f6rungen usw. wird die Anlagennutzung verbessert. K\u00fcrzere Durchlaufzeiten bewirken eine Bestandsreduzierung.<\/p>\n<p>Durch die Digitalisierung verbessert sich das Verh\u00e4ltnis der Lohnst\u00fcckkosten. Damit wird die Wettbewerbsf\u00e4higkeit erh\u00f6ht und die Zukunftsf\u00e4higkeit abgesichert.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kern einer Smart Factory ist die durchg\u00e4ngige Automatisierung und Vernetzung aller Prozesse und der da\u00adran beteiligten Akteure in \u201eEchtzeit\u201c. Das Vorhaben erfolgt mit definierten, prozessrelevanten Daten. Dieser Herausforderung stellt sich SAP-Partner Orbis. Mit Vorstandssprecher Thomas Gard und MES-Teamleiter Frank Wilhelm sprach Peter M. 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