{"id":20948,"date":"2017-07-27T00:00:51","date_gmt":"2017-07-26T22:00:51","guid":{"rendered":"http:\/\/e3mag.com\/?p=20948"},"modified":"2024-01-19T14:53:12","modified_gmt":"2024-01-19T13:53:12","slug":"die-zukunft-ist-bunt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/e3mag.com\/de\/die-zukunft-ist-bunt\/","title":{"rendered":"Die Zukunft ist bunt &#8211; Datenbank-Roundtable mit IBM und Oracle"},"content":{"rendered":"<p><strong><em>Dieser Artikel steht im unteren Teil der Seite auf Englisch, Spanisch Chinesisch und Japanisch zum Download zur Verf\u00fcgung. (Kostenlos) <\/em><\/strong><\/p>\n<p>Weltweit ist die Vielfalt und St\u00e4rke der SAP-Community einzigartig. Die Mischung aus stringentem betriebswirtschaftlichen und organisatorischen Wissen mit einer gro\u00dfen Vielfalt an IT-Architekturmodellen hat die SAP-L\u00f6sungen erfolgreich gemacht.<\/p><div class=\"great-fullsize-content-de\" style=\"float: left;\" id=\"great-1768825236\"><div id=\"great-3228939742\" style=\"margin-bottom: 20px;\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=6yfv7eho3Gc\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"Fullsize\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150.jpg\" alt=\"Fullsize\"  srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150.jpg 1200w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-400x50.jpg 400w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-768x96.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-100x13.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-480x60.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-640x80.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-720x90.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-960x120.jpg 960w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-1168x146.jpg 1168w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-18x2.jpg 18w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-600x75.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" width=\"1200\" height=\"150\"  style=\" max-width: 100%; height: auto;\" \/><\/a><\/div><\/div>\n<p>Der SAP-Anwender hatte immer eine Wahlm\u00f6glichkeit hinsichtlich Infrastruktur, Betriebssysteme, Speicher, Datenbanken und Middleware. Diese Freiheitsgrade f\u00f6rderten den Wettbewerb und erm\u00f6glichten immer passgenaue L\u00f6sungen.<\/p>\n<p>Die SAP Business Suite auf AnyDB \u2013 Oracle, IBM DB2, Microsoft SQL-Server, Sybase oder Hana \u2013 ist das Referenzmodell f\u00fcr betriebswirtschaftliche Standard-Software.<\/p>\n<p>Und kaum jemand will daran etwas \u00e4ndern \u2013 au\u00dfer SAP selbst. Auch die SAP-Bestandskunden in Deutschland, der Schweiz und \u00d6sterreich, organisiert in der Deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe (DSAG e.V.), halten gro\u00dfteils an dem klassischen Modell fest, wie eine Umfrage vor 18 Monaten ergeben hat.<\/p>\n<p>Dazu sagt der DSAG-Vorstandsvorsitzende Marco Lenck:<\/p>\n<p><em>\u201eDSAG-Mitglieder haben gro\u00dfes Know-how im Bereich der Business Suite aufgebaut und vertrauen darauf, damit ihre Prozesse heute und in Zukunft effizient und m\u00f6glichst vollst\u00e4ndig abzubilden. Trotz innovativer Produkte muss die Zukunftssicherheit bei der Business Suite bestehen bleiben,\u201c<\/em><\/p>\n<p>Aufgrund der bekannten Pl\u00e4ne von SAP, bis 2025 eine Monokultur auf Basis von S\/4 und Hana einzuf\u00fchren, entstehen berechtigte Sorgen in der SAP-Community.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Strategische-Relevanz.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Die zukunft ist bunt &#8211; datenbank-roundtable mit ibm und oracle\" class=\"aligncenter size-full wp-image-20949\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Strategische-Relevanz.jpg\" alt=\"Strategische Relevanz\" width=\"945\" height=\"716\" srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Strategische-Relevanz.jpg 945w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Strategische-Relevanz-768x582.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Strategische-Relevanz-100x76.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Strategische-Relevanz-480x364.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Strategische-Relevanz-640x485.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Strategische-Relevanz-720x546.jpg 720w\" sizes=\"auto, (max-width: 945px) 100vw, 945px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Das E-3 Magazin hat IBM und Oracle zu einem Datenbank-Roundtable in die Redaktion nach M\u00fcnchen eingeladen. Es diskutierten Martin Mezger, SAP Business Development Executive \u2013 IBM Analytics, und Gerhard Kuppler, Vice President SAP Alliances, Oracle Corporation, mit Chefredakteur Peter M. F\u00e4rbinger.<\/p>\n<p>Welche Optionen und welche Strategie hat der SAP-Bestandskunde in den kommenden Jahren? Denn ein von der DSAG e.V. veranstaltetes Hana-Symposium zeigt einen desastr\u00f6sen Zustand der momentanen Entwicklung der In-memory-Computing-Datenbank Hana von SAP.<\/p>\n<p>Mit monatlichen Updates und Fehlerbehebungen versucht man der Situation gerecht zu werden, aber die Bestandskunden sind aufgrund des fehlerhaften Hana-Software-Codes v\u00f6llig \u00fcberfordert.<\/p>\n<p>\u00dcber Alternativen zu S\/4 und Hana wird somit intensiv diskutiert \u2013 auch auf dem E-3 Datenbank-Roundtable:<\/p>\n<h3>Herr Gerhard Kuppler, die Datenbankpartnerschaft mit SAP w\u00e4hrt nunmehr seit fast 30 Jahren. Was bedeutet das f\u00fcr Oracle sowie f\u00fcr die SAP-Bestandskunden?<\/h3>\n<p><strong>Gerhard Kuppler, Oracle:<\/strong> Erstens ist es unsere Absicht, nach wie vor die Zehntausenden SAP-on-Oracle-Datenbankkunden mit besten Technologien zu beliefern.<\/p>\n<p>Unsere gemeinsame Arbeit war seit jeher von einem st\u00e4ndigen Wunsch gepr\u00e4gt, den gemeinsamen Kunden effiziente Service- und Support-L\u00f6sungen f\u00fcr ihre Applikationsanforderungen zur Verf\u00fcgung zu stellen. Und zwar, um Kunden einen zus\u00e4tzlichen Nutzen und einen optimalen Schutz ihrer Investitionen zu bieten.<\/p>\n<p>Zweitens, die kontinuierliche Zusammenarbeit verfolgt das Ziel, optimierte Datenbanktechnologien f\u00fcr unternehmenskritische Anwendungsumgebungen zur Verf\u00fcgung zu stellen, die den Einsatz von SAP sicherer, zuverl\u00e4ssiger und hoch skalierbar machen sowie f\u00fcr die Cloud vorbereiten.<\/p>\n<p>Und drittens, SAP profitiert von einer sehr erfolgreichen Service- und Supportpartnerschaft mit der Oracle Corporation \u2013 wobei dies in erster Linie den gemeinsamen Kunden zugutekommt.<\/p>\n<p>Die Oracle-Teams in Walldorf bzw. St. Leon-Rot, die mit den SAP-Kollegen im Support, Development und im Alliance Team eng zusammenarbeiten, sind sozusagen eingespielte Teamplayer.<\/p>\n<h3>Zusammengefasst hei\u00dft das f\u00fcr die SAP-Community?<\/h3>\n<p><strong>Kuppler:<\/strong> Oracle ist einer der wichtigsten Infrastruktur-Technologiepartner, die an der Entwicklung und am Erfolg von SAP R\/3 ma\u00dfgeblich beteiligt waren.<\/p>\n<p>SAP begann 1988 mit der R\/3-Entwicklung. Die Datenbanktechnologien von Oracle und die SAP-Applikationen sind sehr eng miteinander verbunden und optimal aufeinander abgestimmt.<\/p>\n<p>Wir haben es geschafft, unsere Oracle-Datenbank-Technologien als Nummer-eins-Datenbank unter SAP-Kunden rund um den Globus zu etablieren. Die sehr gro\u00dfe gemeinsame Kundenbasis erwartet einen Kostenvorteil von unseren beiden Unternehmen; also Technologien, die auf lange Sicht erstklassig zusammenarbeiten.<\/p>\n<p>Die Oracle Corporation setzt beim SAP Headquarter in Walldorf und in St. Leon-Rot, Palo Alto und Tokio eine betr\u00e4chtliche Menge an Support-Ressourcen ein, um eine sichere, zuverl\u00e4ssige und skalierbare Datenbank-Nutzung zu gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Gerhard-Kuppler.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Die zukunft ist bunt &#8211; datenbank-roundtable mit ibm und oracle\" class=\"aligncenter size-full wp-image-20954\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Gerhard-Kuppler.jpg\" alt=\"Gerhard Kuppler\" width=\"935\" height=\"869\" srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Gerhard-Kuppler.jpg 935w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Gerhard-Kuppler-768x714.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Gerhard-Kuppler-100x93.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Gerhard-Kuppler-480x446.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Gerhard-Kuppler-640x595.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Gerhard-Kuppler-720x669.jpg 720w\" sizes=\"auto, (max-width: 935px) 100vw, 935px\" \/><\/a><\/p>\n<h3>Herr Martin Mezger, die IBM\u2019sche Datenbankpartnerschaft mit SAP ist nur unwesentlich k\u00fcrzer im R\/3-Umfeld, im R\/2-Umfeld nat\u00fcrlich noch l\u00e4nger \u2013 wie beurteilen Sie diese Zeit f\u00fcr IBM-Kunden?<\/h3>\n<p><strong>Martin Mezger, IBM:<\/strong> Wir haben unsere seit vielen Jahrzehnten gewachsene Partnerschaft konsequent auf Kundennutzen ausgerichtet. Bereits nach der Gr\u00fcndung der SAP durch ehemalige IBM-Mitarbeiter war das SAP-Produkt R\/2 f\u00fcr den Betrieb auf Mainframe auch mit DB2 ausgelegt.<\/p>\n<p>Bei den Nachfolgeprodukten R\/3 und SAP Business Suite wurde speziell im Datenbank-Umfeld viel in die gemeinsame Entwicklung investiert, auch um DB2 f\u00fcr den Einsatz f\u00fcr SAP-Software zu optimieren.<\/p>\n<p>Ich kann best\u00e4tigen: Das setzt sich fort. Mit unseren aktuellen Investitionen in die DB2-Entwicklung haben wir die Zukunft der SAP-Kunden im Blick. Nat\u00fcrlich hat jede Partnerschaft ihre H\u00f6hen und Tiefen, von denen sich unserer Kunden nicht beirren lassen sollten.<\/p>\n<h3>Mit Hana als Datenbank und speziell mit S\/4 hat SAP faktisch die eigenen L\u00f6sungen zur AnyDB-freien-Zone erkl\u00e4rt. Wie geht ein langj\u00e4hriger enger SAP-Wegbegleiter wie IBM und Oracle damit um?<\/h3>\n<p><strong>Mezger:<\/strong> Die Ausrichtung auf eine pro\u00adpriet\u00e4re Strategie halten wir langfristig f\u00fcr falsch. Das haben wir bei IBM schon verstanden. SAP hatte bisher ein gutes Gesp\u00fcr f\u00fcr Wettbewerb und die Vorteile, die SAP-Kunden dadurch erhalten. Es gab ein Partner-\u00d6kosystem, mit dem gemeinsam immense Werte geschaffen wurden.<\/p>\n<p>Ist das jetzt noch so? Mittlerweile spricht die SAP \u00fcber Partner, behandelt diese \u00fcberwiegend als \u201eroutes-to-market\u201c.<\/p>\n<h3>Immerhin ist SAP f\u00fcr IBM ein wichtiger Partner, nicht nur im Datenbankmarkt?<\/h3>\n<p><strong>Mezger:<\/strong> Was DB2 angeht, stehen wir zu unseren Kunden: Wir sind jederzeit bereit, in weiten Bereichen mit SAP zu kooperieren, und unsere Investitionen sind auf diese neuen Felder ausgerichtet, auch weil die Kooperationen mit anderen ERP-Anbietern von den neuen Investitionen in DB2 genauso profitieren.<\/p>\n<p><strong>Kuppler:<\/strong> Mehr als zwei Drittel der Mid\u00adsize- und High-End-SAP-Kunden haben ihre SAP-Anwendung auf Oracle laufen und vertrauen Oracle-Technologien. Somit sind Oracle-Datenbanken im SAP-Umfeld faktisch \u201egesetzt\u201c.<\/p>\n<p>Beide Konzerne \u2013 Oracle Corporation als auch SAP \u2013 haben logischerweise eine gemeinsame Verantwortung gegen\u00fcber der \u00fcberw\u00e4ltigenden SAP-Kundenbasis, die auf Oracle-Datenbanktechnologien vertraut.<\/p>\n<h3>Und muss man nicht auch \u00fcber die SAP-Grenzen hinwegschauen?<\/h3>\n<p><strong>Kuppler:<\/strong> Ja, praktisch alle SAP-Kunden greifen auf ganz unterschiedliche Non-SAP-Applikationen zur\u00fcck. Das bedeutet, selbst wenn ein SAP-Kunde etwa sein Business Warehouse in Richtung Hana migriert, verwendet er nach wie vor Oracle-Datenbanken, um andere Applikationen zu nutzen.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus hat Oracle eine sehr gro\u00dfe Verbreitung mit anderen Applikationen in genau diesen und anderen M\u00e4rkten.<\/p>\n<h3>Und wie steht es um die Marktanteile?<\/h3>\n<p><strong>Kuppler:<\/strong> Mit dem Markteintritt von Hana, auch in Verbindung mit der Sybase-\u00dcbernahme, gab SAP das Ziel aus, zur Nummer zwei im weltweiten Datenbankmarkt zu avancieren.<\/p>\n<p>Das ist nun bereits mehrere Jahre her. Markterhebungen von Gartner zum weltweiten Datenbankmarkt zeigen, dass SAP davon nach wie vor sehr weit entfernt ist, \u00fcber den SAP-Markt hinaus im Datenbankmarkt mit Hana zu punkten.<\/p>\n<p>Tatsache ist: Oracle ist erwiesenerma\u00dfen nach wie vor unangefochtener Marktf\u00fchrer im weltweiten Datenbankmarkt. Hana ist eine SAP-propriet\u00e4re Umgebung und die Kunden wollen Offenheit.<\/p>\n<p><strong>Mezger: <\/strong>Ich finde, genauso wichtig ist es, an die \u00fcberwiegende Mehrheit der existierenden SAP-Kunden zu denken. Also die Kunden, die die Business Suite im Einsatz haben und am technologischen Fortschritt partizipieren m\u00f6chten, ohne die Vernichtung von Mannjahren an Beratungsleistungen in ihre Systeme vor Ort zu riskieren.<\/p>\n<p>Ich denke hier an die gro\u00dffl\u00e4chigen Anpassungen, die SAP-Kunden f\u00fcr ihre Systeme durchf\u00fchren m\u00fcssen, um angepasste Funktionalit\u00e4ten f\u00fcr ihr individuelles Gesch\u00e4ftsmodell zu erhalten.<\/p>\n<p>In diesem Bereich haben wir viel geleistet, wie mit DB2 BLU im SAP-BW-Umfeld, das ist unsere In-memory-Technologie.<\/p>\n<p>Mit unserer neuen HTAP-Strategie, Hybrid Transactional Analytical Processing, haben wir noch einiges vor. Wir setzen auf die hybride Datenbank, die transaktionale als auch analytische Workloads gleich gut kann \u2013 also DB2 mit HTAP.<\/p>\n<p>Das ist Teil unserer Roadmap und ist unser Ansatz f\u00fcr Kunden, die direkt auf ihrer Business Suite komplexere analytische Abfragen ausf\u00fchren wollen.<\/p>\n<p>Wir sind der Ansicht, dass es Vorteile bringt, wenn Kunden durch HTAP ihre seit vielen Jahren auf ihre speziellen Gesch\u00e4ftsanforderungen angepasste Business Suite beschleunigen k\u00f6nnen. Und zwar ohne radikale \u00c4nderungen in der Systemarchitektur.<a href=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Metzger-Faerbinger.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Die zukunft ist bunt &#8211; datenbank-roundtable mit ibm und oracle\" class=\"aligncenter size-full wp-image-20953\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Metzger-Faerbinger.jpg\" alt=\"Metzger Faerbinger\" width=\"1000\" height=\"579\" srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Metzger-Faerbinger.jpg 1000w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Metzger-Faerbinger-768x445.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Metzger-Faerbinger-100x58.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Metzger-Faerbinger-480x278.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Metzger-Faerbinger-640x371.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Metzger-Faerbinger-720x417.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Metzger-Faerbinger-960x556.jpg 960w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a><\/p>\n<h3>Marketing- und vertriebstechnisch f\u00fchrt SAP seine Bestandskunden seit geraumer Zeit in Richtung Hana oder Hana-basierte Systeme wie S\/4. Herausgestrichen werden vom Walldorfer Softwarekonzern die Erfolge, die man erzielt habe. Was ist die Wahrnehmung von Oracle aus dem Kreis der SAP-Bestandskunden?<\/h3>\n<p><strong>Kuppler:<\/strong> Welches der vielen Hana ist damit gemeint? SAP NetWeaver BW oder SAP BW\/4 Hana, Business Suite on Hana oder S\/4 Hana?<\/p>\n<p>Die SAP-Kunden sind verunsichert! Sie wissen im Augenblick nicht, wohin die Reise geht. Es wurde jahrzehntelang in Oracle-, Microsoft- oder IBM-Datenbanktechnologien investiert \u2013 und nun soll es k\u00fcnftig nur noch eine Datenbank geben?<\/p>\n<p>Kundenprojekte werden hinausgez\u00f6gert und oftmals ist \u2013 nicht zuletzt aufgrund des erzeugten starken Drucks durch den SAP-Vertrieb \u2013 Hana zwar \u201eerfolgreich\u201c beim Kunden verkauft, aber weder produktiv gesetzt noch im Planungsrahmen f\u00fcr die n\u00e4here Zukunft etabliert.<\/p>\n<p>SAP war immer eine offene Technologie, die nun durch Hana und insbesondere durch S\/4 sozusagen \u201egeschlossen\u201c wird \u2013 sogenanntes Vendor-Lock-in.<\/p>\n<p><strong>Mezger:<\/strong> Wir sehen das markt\u00fcbliche Bild: Einerseits gibt es die Kunden, die etwas anderes ausprobieren m\u00f6chten, und es gibt sehr viele Kunden, die sich auf ihr eigenes Business konzentrieren und erwarten, dass sich ihre IT-Partner dementsprechend ausrichten.<\/p>\n<p>Immerhin besteht durch Wartungszahlungen auch ein unmittelbarer Anspruch der Kunden auf Innovation im existierenden Produkt. Wir sehen das mit DB2 zumindest so.<\/p>\n<p>Aus dieser Haltung entstehen die DB2-Roadmap und die Bereitschaft, in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden die DB2-Welt mit unmittelbar nutzbaren Innovationen zu versorgen.<\/p>\n<p>Ein Beispiel hierf\u00fcr ist die sehr hohe Verf\u00fcgbarkeit durch DB2-pureScale-Systeme f\u00fcr eine 24\/7 Datenverf\u00fcgbarkeit, die mit DB2 V11.1 noch einfacher im SAP-Umfeld einsetzbar ist. Und das ohne Kostenexplosion.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Kuppler-Diskussion.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Die zukunft ist bunt &#8211; datenbank-roundtable mit ibm und oracle\" class=\"aligncenter size-full wp-image-20952\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Kuppler-Diskussion.jpg\" alt=\"Die zukunft ist bunt &#8211; datenbank-roundtable mit ibm und oracle\" width=\"1000\" height=\"619\" srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Kuppler-Diskussion.jpg 1000w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Kuppler-Diskussion-768x475.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Kuppler-Diskussion-100x62.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Kuppler-Diskussion-480x297.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Kuppler-Diskussion-640x396.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Kuppler-Diskussion-720x446.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Kuppler-Diskussion-960x594.jpg 960w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a><\/p>\n<h3>Und wie steht es um die Innovationen beim Anwender selbst?<\/h3>\n<p><strong>Mezger:<\/strong> Dieser Punkt ist mir genauso wichtig. Der von Ihnen erw\u00e4hnte vertriebsgesteuerte Ansatz der SAP f\u00fchrt viel zu oft dazu, dass ganz einfach das Thema verfehlt wird.<\/p>\n<p>Wie soll ich mich als Mittelstandskunde oder DAX- oder Swiss-Market-Index-Konzern-Entscheider orientieren, wenn ich mein Busi\u00adness fit f\u00fcr die Zukunft machen will?<\/p>\n<p>Hier geht es um eine Innovationsagenda, die viel mehr von kognitiven Systemen gepr\u00e4gt ist, vom Internet of Things, von neuen agilen Dev- Ops-getriebenen Software-Projekten, von mobilen Endger\u00e4ten und so weiter.<\/p>\n<p>Hier beliefert IBM die Industrie bereits mit Watson-L\u00f6sungen, mit Watson IoT, mit IBM Bluemix \u2013 in der Cloud aber \u00fcbrigens auch on premise. Oder aktuell mit neuen IBM-Produkten und Projekten im Bereich des maschinellen Lernens.<\/p>\n<p>All diese Themen erm\u00f6glichen unseren Kunden eine ganz neue Agilit\u00e4t.<\/p>\n<p>Wir sehen: Sich nur auf ein Produkt zu konzentrieren klappt vielleicht in anderen M\u00e4rkten, in unseren deutschsprachigen und anderen hochentwickelten M\u00e4rkten findet man da kein Geh\u00f6r\u2026<\/p>\n<h3>Mehrfach haben SAP-Anwendervereinigungen wie etwa die DSAG gefordert, S\/4 auch f\u00fcr andere Datenbanken verf\u00fcgbar zu machen; damit Bestandskunden in der Lage sind, ihre Investitionen in beispielsweise Oracle- und IBM-Technologien zu sch\u00fctzen. Wie ist der Stand der Dinge?<\/h3>\n<p><strong>Mezger:<\/strong> Meiner Meinung nach ist SAP in diesem Bereich wohl sehr schnell vorangeprescht. Und hat bisher die Chance nicht genutzt, ihre Datenbankpartner einzubeziehen.<\/p>\n<p>Bei Innovationen z\u00e4hlt jedoch immer noch der Wettbewerb als unmittelbare Messgr\u00f6\u00dfe. Diesem Wettbewerb stellt sich IBM als Datenbankanbieter aktiv und die DB2-Leistungsf\u00e4higkeit kann \u00f6ffentlich anhand von DB2-Benchmarks verifiziert werden.<\/p>\n<p>Bei SAP kann man aus einer gro\u00dfen Auswahl von Datenbank-Angeboten ausw\u00e4hlen, solange sie nur Hana hei\u00dfen. Das sollte niemandem gefallen. Bei fehlendem Wettbewerb sind SAP-Kunden und letztendlich die Verbraucher die Leidtragenden.<\/p>\n<p>Deshalb sage ich, Kunden- und Interessenvereinigungen spielen bei der Beeinflussung von Produktstrategien eine wesentliche Rolle. Die Benutzervereinigungen m\u00fcssen aktiv ihre Bed\u00fcrfnisse widerspiegeln und ihr Gewicht als Marktteilnehmer nutzen, sonst haben sie ihre Rolle verfehlt.<\/p>\n<p>Bei DB2 klappt diese Einflussnahme sehr gut. Wir haben eine vitale DB2-Community, besonders auch in der Deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe (DSAG). Daf\u00fcr sind wir unseren Kunden sehr verbunden!<\/p>\n<p><strong>Kuppler:<\/strong> Mit der Zeit haben sich die SAP-Usergroups weltweit offensichtlich emanzipiert. Nach und nach wurden kritischere T\u00f6ne in der Community vernehmbar, die offensichtlich beim SAP-Vorstand aufgeschlagen sind.<\/p>\n<p>Meine Einsch\u00e4tzung ist, dass der Tenor der DSAG in Deutschland und vor allem der ASUG in den USA weiterhin in das gleiche Horn blasen wird, das da lautet: S\/4 AnyDB!<\/p>\n<p>Beim Launch von Hana respektive S\/4 wurden Bestandskunden mehr oder weniger vor vollendete Tatsachen gestellt. Der Markt wird \u00fcber die Zukunft der \u201eneuen\u201c SAP-Technologien entscheiden.<\/p>\n<p>Wenn die Umwandlungsgeschwindigkeit von AnyDB nach Hana beziehungsweise S\/4 im gleichen Tempo weitergeht wie bislang, gehe ich von einem De-Support des SAP-NetWeaver-Stacks nach 2030 aus.<\/p>\n<h3>Mit der Database Oracle 12c stellt Oracle ebenfalls wie Hana In-memory-Funktionalit\u00e4t bereit. Wie nehmen SAP-Oracle-Bestandskunden diese Option auf?<\/h3>\n<p><strong>Kuppler:<\/strong> Oracle Database In-memory hat sich vielfach bew\u00e4hrt. In einem \u2013 von SAP nicht zertifizierten \u2013 Benchmark hat diese Option bewiesen, dass sie die mit Hana erzielten Werte \u00fcbertrifft.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus erspart sich der SAP-Kunde, der Oracle Database In-memory einsetzt, teure neue Hardware, aufw\u00e4ndige Migrationen sowie die zweite Datenbanklizenz.<\/p>\n<p>Im Non-SAP-Umfeld wird Oracle In-memory sehr oft und seit L\u00e4ngerem zur gro\u00dfen Zufriedenheit der Kunden eingesetzt \u2013 nat\u00fcrlich auch von SAP-Kunden, siehe die Kundenvortr\u00e4ge zu den DSAG-Technologietagen in Mannheim dieses Jahr sowie zu Asug\/Sapphire Orlando im Mai 2016.<\/p>\n<p>Aus unserer Erfahrung wissen wir, dass SAP-Kunden Tausende von Modifizierungen im SAP-NetWeaver-Stack gemacht haben. Diese laufen jetzt mit Oracle Database In-memory hoch performant \u2013 ohne eine einzige Code \u00c4nderung \u2013 und zwar auf OLTP und BW.<\/p>\n<h3>Schon 2013 f\u00fchrte IBM mit DB2 Blu eine spaltenorientierte Version ihrer Datenbank ein. Wie wurde diese Technologie im SAP-Markt aufgenommen?<\/h3>\n<p><strong>Mezger:<\/strong> Die DB2-Blu-In-memory-Technologie wurde tats\u00e4chlich vom Markt sehr schnell und umfassend angenommen, da wir auf die sofortige Nutzung in existierenden SAP-Anwendungen geachtet haben.<\/p>\n<p>Blu ist bereits Bestandteil der DB2-AESE-Lizenz, deshalb setzen mittlerweile sehr viele DB2-Kunden die Blu-In-memory-Technologie ohne weitere Lizenz- und Wartungskosten ein.<\/p>\n<p>Wir erhalten viele positive R\u00fcckmeldungen und investieren aktiv in die Weiterentwicklung der Technologie als Teil unserer DB2-Road\u00admap, auch im Hinblick auf SAP Core Data Services.<\/p>\n<h3>Und die Lizenzkosten?<\/h3>\n<p><strong>Mezger:<\/strong> Aus meiner Sicht sind Lizenzkosten nur ein Teil der Gesamtkosten, deshalb ist es unser Ziel, Kunden-Investitionen zu sch\u00fctzen und Innovationen mit m\u00f6glichst geringem Ressourcen-Aufwand zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzliche Aufw\u00e4nde f\u00fcr den SAP-Systembetrieb versuchen wir mit DB2 zu minimieren, existierende Hardware kann \u00fcberwiegend weiterverwendet werden. Der Kunde hat die Wahl, die Blu-In-memory-Technologie auf Windows, Linux oder AIX einzusetzen.<\/p>\n<p>\u00c4hnliche M\u00f6glichkeiten bieten wir auch mit DB2 zOS auf Mainframes. Unsere Kunden best\u00e4tigen uns Beschleunigungen von Faktor 55 f\u00fcr SAP-BW-Abfragen und hohe Platzeinsparungen durch effiziente Komprimierung von zus\u00e4tzlichen 63 Prozent auf bereits komprimierten Daten bei attraktiven Lizenz- und Betriebskosten.<\/p>\n<p>Das ist der Vorteil des offenen Wettbewerbs, und das ist meine Aufforderung an die Community: <em>Vergleichen Sie!<\/em><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Faerbinger.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Die zukunft ist bunt &#8211; datenbank-roundtable mit ibm und oracle\" class=\"aligncenter size-full wp-image-20951\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Faerbinger.jpg\" alt=\"Faerbinger\" width=\"937\" height=\"855\" srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Faerbinger.jpg 937w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Faerbinger-768x701.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Faerbinger-100x91.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Faerbinger-480x438.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Faerbinger-640x584.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Faerbinger-720x657.jpg 720w\" sizes=\"auto, (max-width: 937px) 100vw, 937px\" \/><\/a><\/p>\n<h3>Die Deadline f\u00fcr die SAP-NetWeaver-basierte Business Suite mit der Verwendung von AnyDBs hat SAP benannt. Demnach soll die Suite auf AnyDB nach 2025 nicht mehr unterst\u00fctzt werden. Was passiert bis dahin, was k\u00f6nnen die Kunden unternehmen Ihrer Meinung nach?<\/h3>\n<p><strong>Kuppler:<\/strong> SAP hat mit dem De-Support-Datum eine gewisse Marke gesetzt. Wie bereits ausgef\u00fchrt: Der Markt wird entscheiden, ob die Ziele mit 2025 erreicht werden oder nicht.<\/p>\n<p>Wenn sich die Umwandlungsrate von AnyDBs zu Hana bzw. S\/4 nicht nachhaltig beschleunigt, ist von einem wesentlich sp\u00e4teren Zeitpunkt auszugehen.<\/p>\n<h3>Was sind Ihre Pl\u00e4ne?<\/h3>\n<p><strong>Kuppler:<\/strong> Oracle wird auf jeden Fall die SAP Business Suite oder SAP BW so lange supporten, wie SAP dies beabsichtigt. Oracle kann best\u00e4tigen, dass SAP ebenfalls in der Lage sein wird, die Oracle-Datenbank f\u00fcr SAP-Kunden bis 2025 und dar\u00fcber hinaus zu supporten.<\/p>\n<p>SAP wollte mit Hana diverse Applikations-Alleinstellungsmerkmale schaffen, also Funktionalit\u00e4ten, die ausschlie\u00dflich Hana-Nutzern zugutekommen. Fakt ist, dass SAP-Kunden mit Nachdruck diese Funktionalit\u00e4ten auch im \u201eNon-Hana-Umfeld\u201c haben wollten.<\/p>\n<p>Und was ist passiert? Die Core Data Services und Hana-\u00adSAP-BW-optimierte InfoCubes \u2013 bei Oracle auch FlatCubes genannt \u2013 k\u00f6nnen in Verbindung mit Oracle Database In Memory Option genutzt werden, siehe SAP Note 2335159<\/p>\n<p><strong>Mezger:<\/strong> Meiner Ansicht nach werden die Kunden beziehungsweise deren Bed\u00fcrfnisse bestimmen, wann sie ihre Business Suite nicht mehr einsetzen. Wir sehen 2025 als \u201eStatement of Direction\u201c und sind selbstverst\u00e4ndlich bereit, unsere DB2-Kunden so lange zu unterst\u00fctzen, solange sie dies w\u00fcnschen.<\/p>\n<p>Selbst bei Kunden, die keine Business-Suite-Systeme mehr im Einsatz haben wollen, wird der Zugriff auf Alt-Daten auf Anforderungen von Wirtschaftspr\u00fcfern notwendig sein. Auch hier bieten wir flexible Lizenzierungsmodelle an, um diese Anforderungen erf\u00fcllen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<h3>Ein Gro\u00dfteil der SAP-Kunden nutzt Oracle-L\u00f6sungen wie die Database, die Exadata Database Machine oder Oracle SuperCluster sowohl f\u00fcr SAP wie auch f\u00fcr viele Non-SAP-Anwendungen. Wie ist das Miteinander geregelt, die Nutzung etwa der Oracle Database und Hana?<\/h3>\n<p><strong>Kuppler:<\/strong> Viele Kunden setzen beides ein \u2013 sowohl Oracle Database auf Exadata im ECC-Umfeld als auch SAP BW mit Hana. Ein und derselbe Kunde ist sowohl Referenzsprecher auf der Oracle Open\u00adWorld mit Oracle Exadata und 12c f\u00fcr sein SAP-System als auch f\u00fcr Hana mit SAP BW auf der Sapphire in Orlando, USA.<\/p>\n<p>SAP-Kunden, die sowohl ECC als auch BW mit Hana betreiben, sind sehr, sehr selten und stellen sich als eine Art \u201ewei\u00dfer Rabe\u201c dar. Weitere informationen finden Sie sehr gerne hier: <a href=\"https:\/\/www.oracle.com\/sap\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">www.oracle.com\/sap<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Metzger-und-Kuppler.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Die zukunft ist bunt &#8211; datenbank-roundtable mit ibm und oracle\" class=\"aligncenter size-full wp-image-20950\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Metzger-und-Kuppler.jpg\" alt=\"Metzger Und Kuppler\" width=\"1000\" height=\"632\" srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Metzger-und-Kuppler.jpg 1000w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Metzger-und-Kuppler-768x485.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Metzger-und-Kuppler-100x63.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Metzger-und-Kuppler-480x303.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Metzger-und-Kuppler-640x404.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Metzger-und-Kuppler-720x455.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Metzger-und-Kuppler-960x607.jpg 960w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a><\/p>\n<h3>Herr Kuppler, herzlichen Dank f\u00fcr das Gespr\u00e4ch. Herr Mezger, bei IBM gibt es noch die M\u00f6glichkeit eines Zusammenspiels von IBM Power und DB2. Wie sehen Sie hier die Perspektiven?<\/h3>\n<p><strong>Mezger:<\/strong> Unter den gro\u00dfen Unix-Anbietern ist IBM Power unsere Hausmarke. Unsere \u201eCo-Innovation Road\u00admap\u201c mit IBM Power ist prall gef\u00fcllt. Diese Roadmap enth\u00e4lt Zukunftsthemen, ich denke an Blockchain als wichtiges Zukunftsthema.<\/p>\n<p>Hier werden gesch\u00e4ftliche Transaktionen auf digitaler Ebene neu definiert und IBM Blockchain wird auch bei SAP-Kunden Einzug halten. Wir pflegen ganz selbstverst\u00e4ndlich eine enge Zusammenarbeit zwischen den IBM-Bereichen.<\/p>\n<p>Unsere Entwickler im IBM Forschungs- und Entwicklungszentrum in B\u00f6blingen haben den Power8-Befehlssatz ma\u00dfgeblich f\u00fcr SAP DB2 mit beeinflusst und unsere AIX-Kunden wissen das seit Langem zu sch\u00e4tzen.<\/p>\n<p>Ein Beispiel hierf\u00fcr ist die beschleunigte hardwaregest\u00fctzte Komprimierung NX842 von Backup- und Log\u00adfiles durch Power8-Prozessoren. In internen Tests war die NX842-Komprimierung die ressourcenschonendste und schnellste Variante f\u00fcr SAP-Backups.<\/p>\n<p>Die Komprimierungsrate und somit Platzersparnis lag bei 40 Prozent. Zuk\u00fcnftig werden Kompressions- und Verschl\u00fcsselungstechnologien immer wichtiger und dort besteht diese tiefe Integration bereits. Dadurch werden unsere Systeme sicherer.<\/p>\n<p>Und: Durch die Virtualisierungstechnik \u00adPowerVM von IBM Power kann die Pri\u00advate-Cloud-Strategie, die IBM-Analytics verfolgt, besonders gut verwirklicht werden.<\/p>\n<p>Wir wollen unseren Kunden im eigenen Rechenzentrum langfristig genau die gleichen Vorteile bieten, die sie von der Public Cloud schon kennen.<\/p>\n<h3>Zum Schluss noch ein Spezialthema, das aber die SAP-Community momentan sehr bewegt: Die T\u00fccken der SAP-Lizenzierung \u2013 indirekte Nutzungskosten?<\/h3>\n<h3>Wer nicht im Blick hat, welche Daten zwischen SAP- und Nicht-SAP-Systemen ausgetauscht werden, kann b\u00f6se \u00dcberraschungen erleben. Gerade die indirekte Nutzung kann hohe Nachlizenzierungen zur Folge haben.<\/h3>\n<h3>Anwender sollen also neben den Lizenzmetriken der SAP vor allem die eigenen Systeme im Griff haben, oder?<\/h3>\n<p><strong>Mezger:<\/strong> Ich bin der festen \u00dcberzeugung, dass Kunden die Lizenzierung ihrer Systeme priorisiert beachten sollten. Im Zusammenspiel mit SAP-Systemen wird das zu einem Fulltime-Job und zum Bestandteil des Wissensschatzes eines jeden IT-Endscheiders.<\/p>\n<p>Da hei\u00dft es \u201eaufpassen\u201c bei jeder noch so kleinen Lizenz-Ver\u00e4nderung. Wir wollen hier M\u00f6glichkeiten f\u00fcr Lizenzmodelle aufzeigen, damit Daten aus Systemen freikommen und nicht durch k\u00fcnstliche Beschr\u00e4nkungen in Silos festgehalten werden. Weil langfristig flie\u00dfen Daten in Hadoop-Architekturen und in offene Apache-Spark-Systeme.<\/p>\n<p>Eines ist zuk\u00fcnftig klar: Die dort vorherrschenden neuen Berufszweige wie Data Scientists und die Chief Data Officers haben wirklich kein Verst\u00e4ndnis mehr f\u00fcr diese Silos. Dieses Feedback haben wir aus der IBM Data Science Experience Community, DSX, bekommen.<\/p>\n<h3>Herr Mezger, auch Ihnen herzlichen Dank f\u00fcr das Gespr\u00e4ch.<\/h3>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Monokultur kann es in der SAP-Community nicht geben. Der Erfolg von SAP beruht auf einem einzig\u00adartigen Partner-Ecosystem, dazu geh\u00f6ren auch die Datenbankanbieter IBM und Oracle. 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