{"id":20798,"date":"2017-05-01T00:04:09","date_gmt":"2017-04-30T22:04:09","guid":{"rendered":"http:\/\/e3mag.com\/?p=20798"},"modified":"2022-05-01T08:23:45","modified_gmt":"2022-05-01T06:23:45","slug":"continuous-accounting-improvement","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/e3mag.com\/de\/continuous-accounting-improvement\/","title":{"rendered":"Continuous Accounting &#038; Improvement"},"content":{"rendered":"<p>Mitglieder der SAP-Community trafen sich am Flughafen Frankfurt\/M., um \u00fcber die neue Rolle des CFO und die aktuellen Trends im Rechnungswesen, Controlling und Accounting zu diskutieren. Gastgeber war BlackLine, ein SAP-Partner, der mit einer Cloud-L\u00f6sung das Accounting neu definiert und damit Trendsetter im Finanzwesen ist.<\/p>\n<p>Seit dem Beginn der SAP-Geschichte war und ist das Finanzwesen und Con\u00adtrolling immer der entscheidende Faktor f\u00fcr die Bestandskunden gewesen.<\/p><div class=\"great-fullsize-content-de\" style=\"float: left;\" id=\"great-287637836\"><div id=\"great-1894276747\" style=\"margin-bottom: 20px;\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=6yfv7eho3Gc\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"Fullsize\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150.jpg\" alt=\"Fullsize\"  srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150.jpg 1200w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-400x50.jpg 400w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-768x96.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-100x13.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-480x60.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-640x80.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-720x90.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-960x120.jpg 960w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-1168x146.jpg 1168w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-18x2.jpg 18w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-600x75.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" width=\"1200\" height=\"150\"  style=\" max-width: 100%; height: auto;\" \/><\/a><\/div><\/div>\n<p>Lange Zeit waren Buchhaltung und Controlling stabile und weitgehend getrennte Abteilungen. Betriebswirtschaftliche, technische und gesellschaftliche Entwicklungen beeinflussen und formen auch das Finanzwesen.<\/p>\n<p>Die Rolle des CFOs \u00e4ndert sich und die Herausforderungen sind andere: Aus dem Erkl\u00e4ren, was geschehen ist, wird ein Vorhersagen, was geschehen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Das gesamte Finanzwesen ist nicht mehr eine Aufarbeitung der Vergangenheit, sondern gibt Hilfestellungen bei der Bew\u00e4ltigung der Zukunft.<\/p>\n<p>\u201eNoch Anfang der achtziger Jahre argumentierte der damalige Nestor der Kostenrechnung an deutschen Universit\u00e4ten, Hans-Georg Plaut, Buchf\u00fchrung brauche keine Echtzeitanalyse, weil Buchf\u00fchrung nun einmal an Perioden gebunden sei. Man mache etwa Jahresabschl\u00fcsse, eine Auswertung f\u00fcr den Quartalsbericht oder rechne Monats\u00adergebnisse aus.<\/p>\n<p>Die Stapelverarbeitung sei darum nicht nur die hergebrachte, sondern auch die richtige Technologie, meinte Plaut, dessen Unternehmen allerdings sp\u00e4ter eng mit SAP zusammenarbeitet.<\/p>\n<p>,Was Plaut damals \u00fcbersehen hat, war der Zusammenhang zwischen Technologie und Inhalt\u2018, erkl\u00e4rte Scheer, ,dass man es nur einmal im Jahr oder Monat machte, hatte genau den Grund, dass die Technologie nicht weit genug war, um das in Echtzeit m\u00f6glich zu machen.\u2018\u201c<\/p>\n<p>Aus: <a href=\"https:\/\/amzn.to\/2p8NT5T\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Matrix der Welt \u2013 SAP und der neue globale Kapitalismus<\/a>, von Ludwig Siegele und Joachim Zepelin, Campus Verlag.<\/p>\n<p><em>(Anmerkung: Zitiert wird Professor August-Wilhelm Scheer, ehemaliges SAP-Aufsichtsratsmitglied und Gr\u00fcnder der IDS Scheer AG.)<\/em><\/p>\n<p>In einem SAP-S\/4-System gibt es keine Stapelverarbeitung mehr. Basierend auf der Echtzeitplattform Hana besch\u00e4ftigt sich das Finanzwesen mit Predictive Analysis.<\/p>\n<p>Die SAP-Bestandskunden sind mit einem organisatorischen und technischen \u201eS\/4-Release-Wechsel\u201c konfrontiert. Die globale SAP-Community ist mit internen (Hana, Fiori, HCP, S\/4 etc.) und externen (IoT, Cloud, Globalisierung, Digital Transformation etc.) Ver\u00e4nderungen besch\u00e4ftigt.<\/p>\n<p>Hinzu kommt die betriebswirtschaftliche und gesellschaftliche Herausforderung eines Lebens und Arbeitens in \u201eEchtzeit\u201c.<\/p>\n<p>Ziel dieses Round Table ist es, den SAP-Bestandskunden und der globalen SAP-Community Orientierung hinsichtlich Rechnungswesen, Continuous Accounting, Echtzeit und Cloud Computing zu geben.<\/p>\n<p>Der Round Table beginnt mit einer kurzen R\u00fcckschau auf die betriebswirtschaftliche, organisatorische und technische Entwicklung in der SAP-Community der vergangenen Jahre. In einer Definition des Ist-Zustands wird auch die Heterogenit\u00e4t aktueller Herausforderungen (M&amp;A etc.) und L\u00f6sungen durch das Cloud Computing diskutiert werden.<\/p>\n<p>Hier findet die E-3 Bildungsarbeit statt, die von der Richtigkeit und Notwendigkeit eines Continuous Accounting und Cloud Computing \u00fcberzeugen wird.<\/p>\n<p>Parallel dazu wird auch die Bedeutung von \u201eEchtzeit\u201c f\u00fcr die globale SAP-Community dargelegt.<\/p>\n<hr \/>\n<figure id=\"attachment_20802\" aria-describedby=\"caption-attachment-20802\" style=\"width: 1000px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/BS-x1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Continuous accounting &#038; improvement\" class=\"wp-image-20802 size-full\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/BS-x1.jpg\" alt=\"Continuous accounting &#038; improvement\" width=\"1000\" height=\"667\" srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/BS-x1.jpg 1000w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/BS-x1-768x512.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/BS-x1-100x67.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/BS-x1-480x320.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/BS-x1-640x427.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/BS-x1-720x480.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/BS-x1-960x640.jpg 960w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-20802\" class=\"wp-caption-text\">Petra Ellmerich, Regional Vice President bei BlackLine, war die Gastgeberin des Round Table, rechts neben Reimund H. Kuche von Imperial Logistics International.<\/figcaption><\/figure>\n<h4>Peter M. F\u00e4rbinger:<\/h4>\n<p>Das Finanzwesen war von Beginn an ein Alleinstellungsmerkmal f\u00fcr SAP und ist es bis heute geblieben. Aber welche Ver\u00e4nderungen hinsichtlich Wahrnehmung und Stellenwert haben sich \u00fcber die Jahre ergeben? Wo steht das Thema Finanzwesen und Controlling heute?<\/p>\n<h4>Petra Ellmerich, BlackLine:<\/h4>\n<p>Durch die Globalisierung steht es eindeutig im Fokus und hat in seiner Bedeutung deutlich zugenommen. Selbstverst\u00e4ndlich w\u00e4chst die Bedeutung weiter, weil von den Finanzprozessen sehr viel abh\u00e4ngig ist.<\/p>\n<p>Aber wir sind noch lange nicht am Ende angelangt. Prozesse in anderen Bereichen sind teilweise schneller, teilweise effizienter. Deswegen ist im Finanzwesen die Bem\u00fchung um Automatisierung und Digitalisierung ganz besonders wichtig.<\/p>\n<p>Ein Punkt erscheint mir zu Beginn noch erw\u00e4hnenswert: Wenn wir in dieser Runde vom Finanzwesen sprechen, dann ist das viel mehr als lediglich die Buchhaltung.<\/p>\n<p>Mein erster Kontakt zu SAP war R\/2, sp\u00e4ter dann R\/3 und bereits damals diskutierten wir \u00fcber Controlling- und Accounting-Abteilungen.<\/p>\n<p>Heute ist sowohl durch das Abteilungsdenken als auch durch die gelebte Geschwindigkeit der digitalen Transformation der CFO ganz anders gefordert. Er muss seinem CEO innerhalb von Minuten Antworten liefern k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Mit dem Smartphone ein Taxi zu bestellen, zu sehen, wo es gerade auf dem Weg zu mir ist und wann es ankommt, ist eine Selbstverst\u00e4ndlichkeit geworden. So einfach und schnell wie in diesem Beispiel sollte eine Transparenz auch im Finanzabschluss m\u00f6glich sein.<\/p>\n<h4>Dr. Christoph Ernst, SAP:<\/h4>\n<p>Ich habe selber noch als Auszubildender in der Buchhaltung mit R\/2 gearbeitet. Was sich im ersten Ansatz nat\u00fcrlich ver\u00e4ndert hat, ist das papierbasierte Arbeiten. Wo es die Aufgabe war, die Information vom Papier ins System zu bringen und in einer standardisierten Form abzubilden.<\/p>\n<p>Heute hat der Vorstand in Sitzungen den direkten Zugriff auf die Finanzzahlen \u00fcber gro\u00dffl\u00e4chige Bildschirme. Und kann unmittelbar entscheiden, wo man Details sehen will, wo man Prognosen berechnet haben will.<\/p>\n<p>Heute funktionieren die Systeme unterst\u00fctzend durch Simulationen. Der Zugriff auf die Daten hat sich also dramatisch ver\u00e4ndert \u2013 aber auch das Volumen.<\/p>\n<p>Mit IFRS wurde auch die Notwendigkeit f\u00fcr eine neue Basis-Innovation offensichtlich. Diesen Schritt haben wir jetzt vollzogen, denn letztendlich wachsen die Bereiche \u2013 Finance, Controlling, Accounting \u2013 zusammen.<\/p>\n<p>Den CFO besch\u00e4ftigen ganzheitliche Sichtweisen und Konzepte. Der innovative Schritt, den SAP jetzt vollzogen hat, ist, den kompletten Wertefluss im Finanzwesen und Accounting einheitlich zu strukturieren und zu betrachten.<\/p>\n<p>Was dieser einmalige Schritt f\u00fcr Folgen haben kann, ist aus heutiger Sicht nur teilweise abzusch\u00e4tzen. Welche M\u00f6glichkeiten sich daraus ergeben, muss erst evaluiert werden. Jetzt stehen wir am Beginn, die Fr\u00fcchte dieser Innovation zu ernten.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/2-BL.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Continuous accounting &#038; improvement\" class=\"aligncenter wp-image-20803 size-full\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/2-BL.jpg\" alt=\"Roundtable\" width=\"1000\" height=\"502\" srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/2-BL.jpg 1000w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/2-BL-768x386.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/2-BL-100x50.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/2-BL-480x241.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/2-BL-640x321.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/2-BL-720x361.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/2-BL-960x482.jpg 960w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a><\/p>\n<h4>F\u00e4rbinger:<\/h4>\n<p>Herr Kuche, als Controller aus der Praxis und Betroffener von der geschilderten Entwicklung \u2013 stimmen Sie dem Gesagten zu?<\/p>\n<h4>Reimund H. Kuche, Imperial Logistics:<\/h4>\n<p>Ich kann das Gesagte best\u00e4tigen. Die Flut an Informationen \u2013 nicht die gelieferte, sondern die nachgefragte und eingeforderte \u2013 ist gewaltig. Die Erwartungshaltung an das Finanzwesen ist exponentiell gestiegen.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich gibt es die Buchhaltung noch immer. Soll und Haben sind noch immer g\u00fcltig. Und es gibt noch immer Menschen, die es nicht verstehen oder k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Vor zwanzig Jahren war es gut, wenn der HGB-Abschluss im M\u00e4rz oder April vorlag. Mittlerweile gilt IFRS. Andere Vorschriften wie Tax-Compliance sind hinzugekommen.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich ist die Erwartungshaltung von Mitarbeitern au\u00dferhalb des Rechnungswesens, Controllings, Accountings stark gestiegen bis hin zu dem Verlangen \u201edas muss doch gehen\u201c.<\/p>\n<p>Oft wird nur die Technik gesehen und dann kommt die Frage: Warum k\u00f6nnt ihr das nicht? Leider wird selten nach dem Nutzen gefragt, viele Verantwortliche wollen einfach alles, was m\u00f6glich scheint.<\/p>\n<p>So ist lediglich eine Ergebnisprognose vorab auf das Monatsende hin manchmal schon zu wenig.<\/p>\n<h4>F\u00e4rbinger:<\/h4>\n<p>Wie l\u00f6st man das Problem?<\/p>\n<h4>Kuche:<\/h4>\n<p>Hier k\u00f6nnte dann Predictive Analysis ins Spiel kommen und auf diesem Gebiet tut sich momentan ja auch sehr viel.<\/p>\n<p>Auch die von Dr. Ernst angesprochene Entwicklung, dass Controlling und Buchhaltung zusammenwachsen, kann ich best\u00e4tigen. Bereits seit den 90er Jahren ist das auch in der Lehre schon ein Thema und in der Praxis \u2013 soweit das damals technisch m\u00f6glich war.<\/p>\n<p>Jetzt, mit S\/4, wird das alles m\u00f6glich. Wir haben S\/4 Finance selbst vor einem halben Jahr eingef\u00fchrt \u2013 es l\u00e4uft, aber wie Dr. Ernst bereits erw\u00e4hnte: Die Frage, welche Chancen und M\u00f6glichkeiten daraus erwachsen und was man damit machen kann, haben wir in der Praxis noch nicht hinreichend beantwortet.<\/p>\n<p>Und es ist definitiv nicht nur eine Frage des technischen Systems! Die innovative Nutzung wird beeinflusst von den handelnden Personen und vom Ausbildungsgrad der Nutzer.<\/p>\n<p>Meine Funktion ist es somit auch, dieses Potenzial zu heben und die organisatorischen Ma\u00dfnahmen zu ergreifen, damit die oben erw\u00e4hnten Forderungen befriedigt werden.<\/p>\n<p>Hier arbeite ich dann in zwei Richtungen. Zun\u00e4chst bei der Qualifikation meiner Mitarbeiter und dann in Richtung Gesch\u00e4ftsleitung.<\/p>\n<p>Dort werbe ich um Verst\u00e4ndnis f\u00fcr das, was wir \u00e4ndern k\u00f6nnen, was sinnvoll und hilfreich sein kann. Daraus leiten wir dann unsere Ma\u00dfnahmen und Investitionen in die Systeme ab.<\/p>\n<h4>F\u00e4rbinger:<\/h4>\n<p>Sind die nun beschriebenen Trends und Bewegungen auch allgemein im Markt zu beobachten? Man will alles haben, nach dem Nutzen wird erst danach gefragt.<\/p>\n<p>Sind es Modetrends im Finanzwesen oder nachhaltige Umbr\u00fcche?<\/p>\n<h4>Martin Wolleswinkel, Hackett:<\/h4>\n<p>Die Funktion von Finance war bislang h\u00e4ufig auf das Aufzeigen und Erkl\u00e4ren der Vergangenheit ausgerichtet: Wo stehen wir heute und wie sind wir dorthin gelangt?<\/p>\n<p>Was neu ist, ist die fast grenzenlose Erwartung der Datenverf\u00fcgbarkeit! Ich dr\u00fccke auf einen Knopf, bekomme alles und kann runterdrillen bis auf die Buchungszeile.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich frage ich mich dann, ob das immer so sinnvoll ist \u2013 aber die Erwartung existiert. Und da hat SAP Hana sehr wohl einen Meilenstein gesetzt.<\/p>\n<p>Die Echtzeitmentalit\u00e4t hat sich etabliert, dass man sofort einen \u00dcberblick \u00fcber notwendige Aktionen und Aufgaben bekommt \u2013 und diese Entwicklung wird sich eher noch versch\u00e4rfen.<\/p>\n<p>Die deutschen Controller sind unter anderem sehr gut darin, die Vergangenheit zu erkl\u00e4ren, und mit Hana gelingt das jetzt nahezu in Echtzeit.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/3-BL.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Continuous accounting &#038; improvement\" class=\"aligncenter wp-image-20804 size-full\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/3-BL.jpg\" alt=\"Roundtable 2\" width=\"1000\" height=\"551\" srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/3-BL.jpg 1000w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/3-BL-768x423.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/3-BL-100x55.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/3-BL-480x264.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/3-BL-640x353.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/3-BL-720x397.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/3-BL-960x529.jpg 960w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a><\/p>\n<h4>F\u00e4rbinger:<\/h4>\n<p>Und die Zukunft?<\/p>\n<h4>Wolleswinkel:<\/h4>\n<p>Ich glaube, dass die Rolle von Finance eine andere geworden ist. Es wird erwartet, dass man das Unternehmen aktiv steuert \u2013 also nicht nur erkl\u00e4ren, sondern sehen, wo die Reise hingeht.<\/p>\n<p>Welche Hebel sollen umgelegt werden \u2013 daf\u00fcr ist dann das Thema Vorausschau wesentlich wichtiger. Es geht nun um echte Entscheidungshilfen, die von Finance erwartet werden.<\/p>\n<p>Auch das gemeinsame Entscheiden zusammen mit dem operativen Gesch\u00e4ft ist ein wesentlicher Trend. Daf\u00fcr braucht der Controller nat\u00fcrlich ein neues Verst\u00e4ndnis von sich und seiner Aufgabe.<\/p>\n<p>Der klassische Guru mit seinen Excel-Tabellen hat ausgedient, wir brauchen in der Wirtschaft mehr den Berater aus dem Finance-Bereich, der der Gesch\u00e4ftsleitung helfen kann, die richtigen Weichen zu stellen.<\/p>\n<p>Notwendig wird dieses Verst\u00e4ndnis, weil von extern die Anforderungen extrem gestiegen sind. Somit wird vom CFO und seinem Team diese Hilfestellung verlangt.<\/p>\n<p>Die Bedeutung des Finanzwesens steigt somit momentan sehr stark. Eine neue Aufgabe ist das funktionale Controlling, womit alle Bereiche eines Unternehmens erfasst werden und man so ein umfassendes Bild bekommt, wo die Reise hingehen kann.<\/p>\n<p>Wenn man das Thema ganzheitlich betrachtet, schlie\u00dft sich unmittelbar das Thema Big Data und die erw\u00e4hnten Predictive Analytics an. Das geht dann auch weit \u00fcber SAP-Daten hinaus.<\/p>\n<p>Hier kommen IoT, Social-Media-Daten etc. ins Spiel. Und es wird nun auch bezahlbar, diese Massen von Daten zu speichern und zu analysieren.<\/p>\n<p>Gleichzeitig m\u00fcssen wir feststellen, dass die Mitarbeiter fehlen, die damit produktiv umgehen k\u00f6nnen. Der klassische Controller schaut auf Soll und Haben.<\/p>\n<p>Was wir zuk\u00fcnftig brauchen werden, sind Data Scientists, die die Korrelationen zwischen den Zahlen herstellen k\u00f6nnen und daraus dann entsprechende Empfehlungen abgeben.<\/p>\n<h4>Ernst:<\/h4>\n<p>Ist aber dann der Data Scientist ein Teil der Controlling-Abteilung oder geh\u00f6rt diese Aufgabe nicht mehr in den Vertrieb und das Marketing?<\/p>\n<h4>Wolleswinkel:<\/h4>\n<p>Das ist eine berechtigte Frage. Manche sehen diese Aufgabe auch beim CIO. Aber auch im Vertrieb sehen wir Data Scientists. Hier hat sich noch kein finales Modell durchgesetzt \u2013 vieles ist m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Wenn aber der CFO seine Aufgabe nicht nur in der Berichterstattung sieht, sondern auch dem Vorstand helfen will, Entscheidungen zu treffen, dann sehe ich pers\u00f6nlich den Data Scientist im Finance-Bereich.<\/p>\n<p>Das ist nat\u00fcrlich f\u00fcr den CFO eine ganz andere Rolle im Vergleich zu fr\u00fcher, wenn er die Bilanz sowie G&amp;V abgeben musste. Das Selbstverst\u00e4ndnis der meisten fortschrittlichen CFOs aber geht in diese Richtung.<\/p>\n<h4>Kuche:<\/h4>\n<p><a href=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/4-BL.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Continuous accounting &#038; improvement\" class=\"alignright wp-image-20805\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/4-BL.jpg\" alt=\"Roundtable 3\" width=\"299\" height=\"253\" srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/4-BL.jpg 886w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/4-BL-768x650.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/4-BL-100x85.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/4-BL-480x406.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/4-BL-640x542.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/4-BL-720x609.jpg 720w\" sizes=\"auto, (max-width: 299px) 100vw, 299px\" \/><\/a>Ja, aber wenn sich der CFO auf sein klassisches Berichtswesen zur\u00fcckzieht, dann k\u00f6nnte es f\u00fcr ihn schwierig werden. Es ist aber auch nicht hilfreich, wenn man mit der Begr\u00fcndung, es stecke doch Technik dahinter, Themen wie Data Scientist und Predictive Analysis beim CIO ansiedelt \u2013 auch keine gute L\u00f6sung.<\/p>\n<p>Es ist also eine Sichtweise und eine Person gefordert, die die Themen ganzheitlich \u00fcberschauen kann und zus\u00e4tzlich auf Finanz- und Rechnungswesen spezialisiert ist.<\/p>\n<p>Dieser Spagat ist zu bew\u00e4ltigen. Die Rollen \u00e4ndern sich momentan sehr schnell.<\/p>\n<h4>F\u00e4rbinger:<\/h4>\n<p>Historisch gesehen hat sich dieses Rollenverst\u00e4ndnis stark gewandelt. In SAP Hana PAL \u2013 Predictive Analysis Library \u2013 finden sich von komplexen Statistikfunktionen bis hin zu neuronalen Netzwerken sehr innovative Software-Bausteine. Sind diese in der Praxis schon angekommen?<\/p>\n<h4>Kuche:<\/h4>\n<p>Bekannt sind mir diese Themen. Aber in meinem beruflichen Umfeld haben diese Optionen noch keine Anwendung gefunden.<\/p>\n<p>Interessant w\u00e4re es, weil die Nachfragen immer die gleichen sind \u2013 am besten das Monatsergebnis und die Planung von jetzt, vom n\u00e4chsten Monat, vom n\u00e4chsten Jahr immer sofort auf Knopfdruck bereit zu haben.<\/p>\n<p>Und wenn im Hintergrund eine KI das macht, dann ist es den Anwendern auch egal. Wichtig sind die Zahlen selbst und das Wissen, dass diese auch zuverl\u00e4ssig sind.<\/p>\n<h4>Wolleswinkel:<\/h4>\n<p>Ja, viele Dax-Unternehmen arbeiten momentan an solchen Systemen. Wir sprachen mit einem Unternehmen, das ein Early-Warning-System auf Basis der Daten aus einem SAP-System gebaut hat erg\u00e4nzt durch Open-Source-Daten aus deren Marktumfeld.<\/p>\n<p>Man hat das System gegen die Controller antreten lassen und musste feststellen, dass die aggregierten Zahlen gegen das Bauchgef\u00fchl gewonnen haben.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich ist ein erfahrener Controller vielleicht besser als ein automatisiertes System, aber h\u00e4ufig wechseln hier die Mitarbeiter alle zwei bis drei Jahre den Arbeitsplatz und so geht Wissen verloren und der Bezug zur Historie.<\/p>\n<p>Die Systeme hingegen k\u00f6nnen sehr schnell auch gro\u00dfe Zeitr\u00e4ume erfassen. In dieser Finance- und Technik-Community erleben wir momentan einen enormen Wertewandel.<\/p>\n<p>Die breite Masse an Unternehmen ist nat\u00fcrlich noch nicht so weit, aber was mit modernen Finance-Controlling- und Accounting-Systemen m\u00f6glich sein kann, ist sehr beeindruckend.<\/p>\n<h4>Kuche:<\/h4>\n<p>Offensichtlich ist die Technik verf\u00fcgbar \u2013 aber wie schaut das dazugeh\u00f6rige Gesch\u00e4ftsmodell aus? Ich habe bei mir ein zentrales SAP ERP mit FI und CO, aber acht verschiedene Vorsysteme, die im Vergleich zu einem integrierten System wie SAP weniger und weniger gleich strukturierte Daten liefern k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Was ich also brauche, ist eine stabile Datenbasis und ein Gesch\u00e4ftsmodell f\u00fcr Ver\u00e4nderungen wie Mergers and Acquisitions.<\/p>\n<p>K\u00f6nnen die aktuellen Systeme auch hier unterst\u00fctzen?<\/p>\n<h4>Ernst:<\/h4>\n<p>Es ist erstaunlich, wie mit relativ wenigen Daten die Systeme Vorhersagen treffen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich ist ein stabiles Gesch\u00e4ftsumfeld f\u00fcr Machine Learning eine Erleichterung. Aber ich habe es selbst erlebt, was mit modernster Technik auch in einem sehr agilen Umfeld schon m\u00f6glich wird.<\/p>\n<p>Selbst in unbekannten Gebieten k\u00f6nnen Maschinen heute schon sehr gute Vorhersagen treffen \u2013 und die Ausgangssituation ist f\u00fcr die Maschine ja \u00e4hnlich wie f\u00fcr den Controller.<\/p>\n<p>F\u00fcr uns besteht dann die Herausforderung, die F\u00e4higkeiten den Anwendern auch auf Knopfdruck zur Verf\u00fcgung zu stellen. Und zwar jedem Anwender, nicht nur dem Data Scientist.<\/p>\n<p>Daf\u00fcr arbeiten wir sehr gerne mit Anwenderunternehmen zusammen, um die Predictive Analytic \u00adEngine aus Hana hier optimal zum Einsatz zu bringen.<\/p>\n<p>Es geht also nicht darum, komplexe Algorithmen dem Controller zu erkl\u00e4ren, sondern ihm ein Werkzeug zu geben, mit dem er planen und Vorhersagen treffen kann \u2013 auch unter Ber\u00fccksichtigung externer Daten, was es letztendlich wirklich spannend macht.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich ist das erw\u00e4hnte zentrale ERP sehr wichtig, aber das Hinzuziehen von externen Daten ist dann ein Mehrwert.<\/p>\n<p>Hier kommt alles in einem mathematischen Modell zusammen. Dadurch unterst\u00fctzen wir den Rollenwandel aus dem System. Ich unterst\u00fctze den Ansatz, dass es letztendlich um die Mitarbeiter geht, die diesen Wandel umsetzen sollen.<\/p>\n<h4>Ellmerich:<\/h4>\n<figure id=\"attachment_20807\" aria-describedby=\"caption-attachment-20807\" style=\"width: 233px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Roundtable5.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Continuous accounting &#038; improvement\" class=\"wp-image-20807\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Roundtable5.jpg\" alt=\"Roundtable\" width=\"233\" height=\"350\" srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Roundtable5.jpg 500w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Roundtable5-100x150.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Roundtable5-480x720.jpg 480w\" sizes=\"auto, (max-width: 233px) 100vw, 233px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-20807\" class=\"wp-caption-text\">Petra Ellmerich, Regional Vice President bei BlackLine: \u201eFinance r\u00fcckt in den Fokus.\u201c<\/figcaption><\/figure>\n<p>Ich stimme dem zu, dass Technik unsere Welt ver\u00e4ndert. Aber das war immer schon so \u2013 ich erinnere mich an die Einf\u00fchrung von R\/3.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich bewirkte auch das Internet einen enormen Wandel. Im Vergleich dazu blieb aber der Bereich Finance \u00fcber eine lange Zeitstrecke stabil. Und pl\u00f6tzlich brach diese Rund-um-die-Uhr-Verf\u00fcgbarkeit durch Tablets und Smartphones auch in das traditionelle Finanzwesen ein.<\/p>\n<p>Dieser Prozessschritt hat unsere Denkprozesse und Gesch\u00e4ftsmodelle ver\u00e4ndert. Damit ist der Wunsch nach Geschwindigkeit, nach Echtzeit gewachsen.<\/p>\n<p>Finance r\u00fcckt jetzt in den Fokus, weil es bisher von kontinuierlichen, stabilen Prozessen beherrscht war. Jetzt hat aber auch der CFO ein Smartphone in der Hand und will es nicht nur privat nutzen.<\/p>\n<p>Viele Anwender sind somit zu Recht begeistert von der Cloud, weil nun die bekannte Agilit\u00e4t aus der Konsumentenwelt auch in den Unternehmen ankommt. Jetzt liegt es an uns, den Anbietern, die Hilfestellung f\u00fcr diesen Wandel zu liefern und Antworten auf die Frage zu haben:<\/p>\n<p><em>Wie komme ich in diese neue, agile Welt mit meinen motivierten Mitarbeitern?<\/em><\/p>\n<h4>F\u00e4rbinger:<\/h4>\n<p>Und was sind die Gr\u00fcnde f\u00fcr die Bedeutung und Wichtigkeit des Finanzwesens und Controllings? Europa kennt die doppelte Buchf\u00fchrung sp\u00e4testens seit 1494 durch ein Buch des italienischen Franziskanerpaters und Mathematikers Luca Pacioli. Was hat sich seit damals ver\u00e4ndert?<\/p>\n<h4>Ellmerich:<\/h4>\n<p>Deutschland ist wirtschaftlich sehr gut aufgestellt. In diesem Bereich haben wir aber vielleicht zu lange am Papier festgehalten. Hier hat uns die digitale Entwicklung eventuell \u00fcberholt.<\/p>\n<p>Wir sind sehr auf Qualit\u00e4t konzentriert. Dennoch m\u00fcssen wir uns auch mit den Ver\u00e4nderungen in Echtzeit auseinandersetzen und einen Weg des Lernens f\u00fcr uns finden.<\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen lernen, die Herausforderungen der digitalen Transformationen als Chance wahrzunehmen \u2013 und eben nicht als Bedrohung.<\/p>\n<p>Das spiegelt sich auch wider in der Partnerschaft zwischen SAP und BlackLine. In unser beider Fokus steht der Kunde, unabh\u00e4ngig, von welchem Vorsystem er kommt.<\/p>\n<p>Es geht uns nicht darum, ein Produkt zu positionieren, es geht vielmehr um die\u00a0 Probleml\u00f6sung bzw. Aufgabenstellung. Wir sind heute in der gl\u00fccklichen Lage,\u00a0 nahezu alle Fragestellungen abdecken zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die Kunden heute sind anspruchsvoll, sie ben\u00f6tigen meistens eine schnelle L\u00f6sung, aber gleichzeitig auch eine Perspektive, wie diese in ihre l\u00e4ngerfristige Roadmap passt.<\/p>\n<h4>F\u00e4rbinger:<\/h4>\n<p>Das Thema Geschwindigkeit, Agilit\u00e4t und Echtzeit hat sich in den vergangenen Jahren jedoch dramatisch gesteigert \u2013 im Vergleich zu einer viele Jahre zur\u00fcckliegenden R\/3-Einf\u00fchrung \u2013, oder?<\/p>\n<h4>Ellmerich:<\/h4>\n<p>Exakt, dazu gern ein Beispiel aus der Praxis. Angefangen hat es mit dem Cloud Computing. Als wir dar\u00fcber diskutierten, wie lange etwas dauert, habe ich reflexartig gesagt, es wird ein paar Tage dauern.<\/p>\n<p>Nein! Es dauert eben manchmal nur noch ein paar Stunden \u2013 wir m\u00fcssen schnell lernen umzudenken.<\/p>\n<h4>Kuche:<\/h4>\n<p>Wir nutzen unser System als Kombination aus On-premise- und Cloud Computing. Wir setzen eine Cloud-L\u00f6sung f\u00fcr die Kommunikationen mit den Banken ein \u2013 ein komplexes Thema, wenn man mit vielen verschiedenen Banken bzw. Bankstandorten in Kontakt steht.<\/p>\n<p>Trotz SEPA-Standard muss jeder Kommunikationskanal individuell konfiguriert werden. So gesehen gibt es keinen Standard in der Bankkommunikation.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich kann man das in seinem eigenen System machen, aber dann hat man einen st\u00e4ndigen Wartungs- und Pflegeaufwand. Deshalb sind wir den Weg in die Cloud gegangen zu einem Dienstleister, der auch Partner von SAP ist.<\/p>\n<p>Der Dienstleister organisiert die Verbindung zur Bank und stellt uns die einheitliche Schnittstelle zur Verf\u00fcgung. Nat\u00fcrlich war das zu Beginn auch ein Gespr\u00e4chsthema in der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung. Immerhin gehen wir mit Bankdaten in die Cloud, aber realistisch betrachtet hat es auch in der alten analogen Welt genug Risiken gegeben, die man beherrschen musste.<\/p>\n<p>Eine zweite Cloud-L\u00f6sung bauen wir soeben mit Kollegen von Dr. Ernst bei SAP auf. Hier geht es um Bonit\u00e4tspr\u00fcfung, um Ausk\u00fcnfte und das Rating.<\/p>\n<p>Auch hier wieder das gleiche Prinzip: SAP geht an die externen Informationsquellen von Gesch\u00e4ftspartnern und gew\u00e4hrleistet einen standardisierten Datenfluss. Wir sind mit diesen beiden Ans\u00e4tzen sehr zufrieden.<\/p>\n<h4>Ernst:<\/h4>\n<p>Das ist jetzt ein sehr interessanter Punkt und Ansatz. Mit S\/4 haben wir einen stabilen Kern, der nun implementiert wird. Die andere Frage hingegen ist, wie bringe ich Innovation in mein Unternehmen verbunden mit diesem stabilen Kern.<\/p>\n<p>Ein Beispiel f\u00fcr Innovation ist hier die BlackLine-Cloud-L\u00f6sung, mit der sehr fokussiert Fragestellungen aus dem Business schnell beantwortet werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Erg\u00e4nzend zu dem stabilen S\/4-Kern kann man auch das Beispiel von Herrn Kuche zur Bankenkommunikation und unser Kreditrating erw\u00e4hnen.<\/p>\n<p>Diese zwei Elemente einer Business-Strategie \u2013 der stabile Kern und die flexible, agile Cloud-L\u00f6sung \u2013 sind ein Ausdruck von Innovation. Und das ist eben die Antwort auf die Frage der Kunden: Wie kann ich innovativ sein und trotzdem mein traditionelles Gesch\u00e4ft stabil halten?<\/p>\n<h4>Wolleswinkel:<\/h4>\n<p>Das ist momentan ein ganz deutlicher Trend, dass man ausgehend von einer stabilen Basis die Notwendigkeit f\u00fcr Innovationen sieht. Fr\u00fcher wurde in Deutschland oftmals lange geplant und dann fehlerfrei umgesetzt.<\/p>\n<p>Heute beobachten wir, dass Unternehmen Proof of Concepts oder Piloten starten mit dem Wissen, dass viele dieser Experimente scheitern werden.<\/p>\n<p>Die F\u00fchrungskultur muss sich hier \u00e4ndern, weil Fehler fr\u00fcher des \u00d6fteren zum Karriereknick f\u00fchrten, jetzt aber bewusst gewollt sind. Diese Experimentierfreudigkeit \u2013 ausgehend von einer stabilen Basis \u2013 ist sehr bemerkenswert.<\/p>\n<p>Aber mit dieser Experimentierfreudigkeit m\u00fcssen wir auch an die sogenannten langweiligen Themen herangehen \u2013 wie zum Beispiel Stammdatenmanagement. Andere Prozesse laufen nur beschr\u00e4nkt, weil die Stammdaten nicht passen, und so wird auch dieses Thema pl\u00f6tzlich ein Vorstandsthema.<\/p>\n<figure id=\"attachment_20808\" aria-describedby=\"caption-attachment-20808\" style=\"width: 1000px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Roundtable242.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Continuous accounting &#038; improvement\" class=\"wp-image-20808 size-full\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Roundtable242.jpg\" alt=\"Roundtable 4433\" width=\"1000\" height=\"667\" srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Roundtable242.jpg 1000w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Roundtable242-768x512.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Roundtable242-100x67.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Roundtable242-480x320.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Roundtable242-640x427.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Roundtable242-720x480.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Roundtable242-960x640.jpg 960w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-20808\" class=\"wp-caption-text\">Martin Wolleswinkel, The Hackett Group, Dr. Christoph Ernst, SAP, Reimund H. Kuche, Imperial Logistics, und Peter M. F\u00e4rbinger, E-3 Magazin (v. l.).<\/figcaption><\/figure>\n<h4>Kuche:<\/h4>\n<p>Das kann ich best\u00e4tigen. In meiner Abteilung habe ich ein Team \u201eMaster Data Management\u201c etabliert. Wer w\u00fcrde das im Accounting vermuten?Es deckt nat\u00fcrlich nicht alles ab, aber alle Daten der Gesch\u00e4ftspartner sehr wohl.<\/p>\n<p>Es ist f\u00fcr das System \u00e4u\u00dferst wichtig, dass man von Beginn an darauf achtet, dass das Master Data Management sauber strukturiert und betrieben wird.<\/p>\n<p>Momentan muss ich diesen Bereich sogar personell noch aufstocken, was ich selbst nicht erwartet habe.<\/p>\n<h4>Ellmerich:<\/h4>\n<p>An dieser Stelle erscheint es mir wichtig aufzuzeigen, dass es darum geht, in gewissen Bereichen die Komplexit\u00e4t zu reduzieren, und das nicht nur aktuell, sondern \u00fcber eine fortlaufende Entwicklung in den kommenden Jahren.<\/p>\n<p>Letztendlich geht es darum, dem eigenen Gesch\u00e4ft etwas Gutes zu tun, und hier haben Cloud-L\u00f6sungen eine ganz hohe Bedeutung. All die erw\u00e4hnten Herausforderungen in der heute gew\u00fcnschten Geschwindigkeit zu managen und gleichzeitig auf alle Aspekte der Sicherheit und Anwendernutzen zu achten.<\/p>\n<p>Also die F\u00e4higkeit zu entwickeln, schneller zu werden und gleichzeitig Sicherheit und Komfort zu steigern.<\/p>\n<h4>F\u00e4rbinger:<\/h4>\n<p>Accounting ist aber jetzt nicht neu f\u00fcr SAP oder die Bestandskunden?<\/p>\n<h4>Ernst:<\/h4>\n<p>Das ist eine sch\u00f6ne, neue Entwicklung, dass sich die Anwender viel mehr einbringen und mitentscheiden, wohin eben diese Reise gehen soll. Es geht also nicht mehr so sehr darum, einen fertigen Plan f\u00fcr die kommenden drei Jahre anzubieten, vielmehr darum, die Anwender einzubeziehen.<\/p>\n<p>Das ist auch eine komplette Umstellung der Entwicklungszyklen, wenn man mehr auf die Anwender h\u00f6rt und diese bei der Planung mitreden l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Aber nat\u00fcrlich ist das auch f\u00fcr einige gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftig, wenn sie fragen: Wo ist SAP in drei Jahren? Wo ist der n\u00e4chste Re\u00adlease-Wechsel?<\/p>\n<p>Diese Erwartungshaltung ist nat\u00fcrlich durch jahrzehntelange Praxis einge\u00fcbt. Jetzt \u00e4ndert sich dieses Paradigma \u2013 wir haben nat\u00fcrlich unsere Vorstellungen, stimmen es aber wesentlich differenzierter und intensiver mit den Anwendern ab.<\/p>\n<h4>Wolleswinkel:<\/h4>\n<p>\u00dcber dieses Einbeziehen der Anwender erlangt man beim Cloud Computing auch wieder eine Standardisierung.<\/p>\n<p>Fr\u00fcher diskutierte man monatelang \u00fcber eine Anbindung an Concur oder Ariba. Heute hei\u00dft es, das ist die global abgestimmte Cloud-L\u00f6sung, also wird es auch f\u00fcr jeden Einzelnen gut sein \u2013 \u00e4hnlich wie bei Apple oder Google.<\/p>\n<p>Die Cloud bringt hier Sicherheit und verbindliche Standards. Weil ja auch Buchhaltung \u00fcberall \u00e4hnlich ist und sich seit 1494 nicht so viel ge\u00e4ndert hat. Und dass man jetzt global mit Cloud Computing eine L\u00f6sung ausrollen kann, ist eben gewaltig.<\/p>\n<h4>Ernst:<\/h4>\n<p>Mit Cloud-L\u00f6sungen lassen sich Standardisierungsanforderungen sehr viel einfacher und eleganter erreichen. Grunds\u00e4tzlich ist somit Standardisierung ein wichtiges Thema.<\/p>\n<h4>Kuche:<\/h4>\n<p>Es ist genau so, wie Sie es geschildert haben. Wir haben es auch bei unserem S\/4-Projekt gemerkt. Dort haben wir 97 Prozent des Budgets f\u00fcr Best Practice und nur drei Prozent f\u00fcr individuelle Anpassungen ausgegeben.<\/p>\n<p>Im Moment \u00fcberlege ich sogar, ob diese drei Prozent unabdingbar notwendig gewesen w\u00e4ren. Standardisierung ist somit ein Thema.<\/p>\n<p>Das hei\u00dft nicht zwangsl\u00e4ufig, dass alles einfacher wird. Komplex ist der Finance-Bereich ohnehin. Er wird eventuell noch komplexer werden. Aber Komplexit\u00e4t kann man nur mit komplexen Systemen beherrschen.<\/p>\n<p>Was wir vermeiden m\u00fcssen, ist Kompliziertheit \u2013 und da sehe ich noch viel Handlungsbedarf, wenn ich beispielsweise an unsere acht Vorsysteme denke, die sich aus der Historie und Firmen\u00fcbernahmen ergeben.<\/p>\n<p>Das d\u00fcrfte anderswo oftmals \u00e4hnlich sein. Das Problem sind meist nicht die Vorsysteme selbst, sondern die Schnittstellen. Und hier helfen eben die Standards.<\/p>\n<p>Wir halten uns an die Vorgaben von S\/4, wo nat\u00fcrlich Komplexit\u00e4t dahintersteckt, die aber durch das ganzheitliche System bew\u00e4ltigt werden kann.<\/p>\n<h4>Ernst:<\/h4>\n<p>Das ist ja das Interessante in Zusammenarbeit mit Partnern. Wir haben mit unseren Systemen den Standard, aber eine L\u00f6sung wie BlackLine hilft, die Systemgrenzen zu \u00fcberwinden.<\/p>\n<p>So k\u00f6nnen wir dann noch individueller die Kundenprobleme l\u00f6sen \u2013 ohne unseren erfolgreichen Weg zu verlassen. Und das ist eben die zuvor erw\u00e4hnte Herausforderung bei Vorsystemen, die nicht unbedingt SAP-Systeme sein m\u00fcssen, dass hier dann BlackLine ein Bindeglied sein kann \u2013 die Grenzen eben aufzuweichen.<\/p>\n<h4>Ellmerich:<\/h4>\n<p>Der Erfolg unserer L\u00f6sung ist dann die Kundenzufriedenheit. Wir denken nicht an gro\u00dfe oder kleine Systeme, sondern lediglich an die Zufriedenheit unserer Anwender.<\/p>\n<p>Denn auch das hat das Cloud Computing mit sich gebracht, man muss sich wesentlich mehr anstrengen, um den Anwender zu halten. Unsere Systeme m\u00fcssen nat\u00fcrlich auch attraktiv sein, um ein positives Arbeitsplatzgef\u00fchl zu vermitteln.<\/p>\n<h4>Wolleswinkel:<\/h4>\n<p>Der Wettstreit um Talente ist hier ein wesentlicher Punkt. Es gibt Arbeitgeber, die von sich aus attraktiv sind, dann aber am Arbeitsplatz eine Excel-Kultur und Technik aus dem vorigen Jahrhundert haben.<\/p>\n<p>Viele Arbeitnehmer sind dann nach zwei Jahren wieder weg. Die Anwender wollen kreativ sein und sich einbringen, daf\u00fcr braucht es innovative L\u00f6sungen.<\/p>\n<h4>Kuche:<\/h4>\n<p>Um nochmals auf Standards und damit auf die Gestaltung des Arbeitsumfelds zur\u00fcckzukommen \u2013 es hei\u00dft ja nicht nur, dass es nur technisch weniger Komplexit\u00e4t geben sollte.<\/p>\n<p>Ein Problem sind auch Schnittstellen nicht technischer Art zwischen Bereichen, wie etwa Buchhaltung und Controlling. Die einen rechnen mit Plus und Minus und GuV, die anderen mit Soll und Haben und betrachten dabei viel st\u00e4rker Bilanz und Cashflow-Rechnung.<\/p>\n<p>Hier gemeinsame Sichtweisen zu schaffen, Auffassungsunterschiede zu beseitigen, das halte ich auch f\u00fcr eine wichtige Herausforderung. Und hier erwarte ich Systemunterst\u00fctzung statt Excel-Kultur.<\/p>\n<h4>Wolleswinkel:<\/h4>\n<p>F\u00fcr das Thema Con\u00adtrolling wird wahrscheinlich das Thema Vergangenheitsbew\u00e4ltigung immer trivialer. Von zuk\u00fcnftigen Controllern erwartet man eine Sicht in die Zukunft.<\/p>\n<p>Wo kann sich das Unternehmen hin entwickeln? Was ist zu tun, um gewisse Ziele zu erreichen? Das wird sich in Richtung Simulationen und Predictive Analysis entwickeln.<\/p>\n<p>Der Anwender wird bei aller Technik im Finanzwesen auch zuk\u00fcnftig im Mittelpunkt stehen, aber mit vollkommen neuen und anderen Aufgaben betraut sein.<\/p>\n<p>In stabilen Umgebungen kann man nat\u00fcrlich viel automatisieren oder durch Robotik kompensieren \u2013 aber das Finanzwesen ist nicht stabil, hier werde ich immer Menschen brauchen, die die Komplexit\u00e4t beherrschen und agil reagieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Ohne die Kernkompetenz erfahrener Mitarbeiter wird es nicht funktionieren.<\/p>\n<h4>Ellmerich:<\/h4>\n<p>Letztendlich geht es hier auch um die Reduzierung von Fehlern. Das ist fast immer ein ganzheitlicher Ansatz, den kaum ein Machine Learning oder die Robotik wird leisten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Hier braucht es menschliche Intelligenz und auch Erfahrung von l\u00e4nger gedienten Mitarbeitern. Da sind wir, so wie andere SAP-L\u00f6sungen und Partner auch, spezialisiert und liefern genau die aus der Praxis erprobten L\u00f6sungen \u2013 inklusive Compliance.<\/p>\n<p>Leider sind noch immer viel zu viele Spreadsheets im Einsatz.<\/p>\n<h4>Kuche:<\/h4>\n<p>Das ist definitiv so. Bei unserer Bankenkommunikationsl\u00f6sung k\u00f6nnen wir, nach Schulung und R\u00fccksprache mit allen Beteiligten, zuk\u00fcnftig beispielsweise auf entsprechende Anschreiben und Best\u00e4tigungen der Banken verzichten.<\/p>\n<p>Weil es immer um Menschen und Systeme geht, ist auch meine Vorstellung, dass zum Beispiel der Wirtschaftspr\u00fcfer nicht mehr zu uns kommen muss, sondern die Informationen in seinem B\u00fcro auf den Bildschirm bekommt.<\/p>\n<h4>Ellmerich:<\/h4>\n<p>Ja, er soll auf dem Bildschirm sehen k\u00f6nnen, was vorgeht, und f\u00fcr jeden anderen im Prozess gilt auch, er sollte es vorher wissen und automatisch diese Information auf seinem Bildschirm haben, wann immer es gew\u00fcnscht wird.<\/p>\n<h4>F\u00e4rbinger:<\/h4>\n<p>Gewinnt in diesem Umfeld der CFO an weiterer oder auch neuer Bedeutung?<\/p>\n<h4>Wolleswinkel:<\/h4>\n<p>Unbedingt. Das Rollenverst\u00e4ndnis des Chief Financial Officers \u00e4ndert sich. Er ist auch Berater f\u00fcr die Gesch\u00e4ftsleitung. Speziell in Deutschland kann man beobachten, dass dadurch viele CFOs im Laufe der Zeit dann zu CEOs werden.<\/p>\n<h4>Ellmerich:<\/h4>\n<p>Der CFO war immer in der Lage, Probleme zu l\u00f6sen \u2013 fr\u00fcher vielleicht mit vielen Mitarbeitern und deren Leidensf\u00e4higkeit sp\u00e4testens im Abschlussprozess, heute besser mit Unterst\u00fctzung von entsprechenden Systemen. Dennoch m\u00fcssen die Prozesse von den Mitarbeitern gesteuert werden \u2013 und dieses Bewusstsein entsteht soeben.<\/p>\n<p>Nicht, weil es im System vorhanden ist, ist das Problem schon gel\u00f6st, sondern weil Menschen entsprechende Rollen ausf\u00fcllen, Prozesse verantworten und sich nun um das Wesentliche k\u00fcmmern k\u00f6nnen, da die Automatisierung es m\u00f6glich macht.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich bedeutet es in dieser Transformation auch, dass man in der Buchhaltung, im Controlling, im Accounting von einer Position auf die andere wechselt, um neue Ansichten und auch die Sichtweisen des anderen kennenzulernen.<\/p>\n<h4>Kuche:<\/h4>\n<p>Ein Abschluss im Accounting sollte letztlich nicht anders ablaufen als ein guter, stabiler, qualit\u00e4ts\u00fcberwachter Produktionsprozess in der Fertigung. Nicht jeder Jahresabschluss darf zu einem Projekt ausarten.<\/p>\n<p>Es kommen oft Zahlen zum Vorschein, deren Entstehen nicht immer transparent ist. Wenn jetzt mit den erw\u00e4hnten Systemen aber der Prozess klar definiert ist, dann kann ich auch jede Zahl verstehen und interpretieren.<\/p>\n<h4>Ellmerich:<\/h4>\n<p>Neben der erw\u00e4hnten Geschwindigkeit ist dann bei den genannten Vorg\u00e4ngen auch die Qualit\u00e4t der Prozesse enorm wichtig. Und zu diesen wichtigen Prozessen geh\u00f6rt das, was wir heute Continuous Accounting nennen, und das so viel ver\u00e4ndern kann, weil es letztendlich mit Qualit\u00e4t zu tun hat.<\/p>\n<p>Qualit\u00e4t ist f\u00fcr den CFO enorm wichtig. Die Zahlen m\u00fcssen f\u00fcr ihn stimmen \u2013 im Rahmen eines kontinuierlichen und stabilen Prozesses und eben nicht als singul\u00e4res Projekt.<\/p>\n<p>Somit geht es um das Wissen, dass mit Systemen wie SAP und BlackLine keine Fragezeichen bleiben.<a href=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/7-BL.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Continuous accounting &#038; improvement\" class=\"aligncenter wp-image-20809 size-full\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/7-BL.jpg\" alt=\"Roundtable INFO\" width=\"1000\" height=\"1084\" srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/7-BL.jpg 1000w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/7-BL-768x833.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/7-BL-100x108.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/7-BL-480x520.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/7-BL-640x694.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/7-BL-720x780.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/7-BL-960x1041.jpg 960w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>E-3 Round Table mit Petra Ellmerich, Regional Vice President bei BlackLine, Reimund H. 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