{"id":20758,"date":"2017-04-21T14:57:19","date_gmt":"2017-04-21T12:57:19","guid":{"rendered":"http:\/\/e3mag.com\/?p=20758"},"modified":"2022-05-01T08:23:27","modified_gmt":"2022-05-01T06:23:27","slug":"wie-agil-reagieren-menschen-auf-veraenderungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/e3mag.com\/de\/wie-agil-reagieren-menschen-auf-veraenderungen\/","title":{"rendered":"Wie agil reagieren Menschen auf Ver\u00e4nderungen?"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Chris-Kohlsdorf.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Wie agil reagieren menschen auf ver\u00e4nderungen?\" class=\"alignright wp-image-20761\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Chris-Kohlsdorf.jpg\" alt=\"Chris Kohlsdorf\" width=\"194\" height=\"281\" srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Chris-Kohlsdorf.jpg 390w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Chris-Kohlsdorf-100x145.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 194px) 100vw, 194px\" \/><\/a>Ausgangspunkt f\u00fcr diesen Artikel ist ein gro\u00dfes Software-Entwicklungs- und -Einf\u00fchrungsprojekt einer neuen SAP-Software f\u00fcr mehr als tausend Anwender in einem internationalen Gro\u00dfunternehmen.<\/p>\n<p>Hierbei mussten zur bereits im System vorhandenen Standardfunktionalit\u00e4t einige f\u00fcr den Kunden essenzielle Funktionalit\u00e4ten komplett neu entwickelt sowie bestehende Prozesse zun\u00e4chst analysiert und zum Teil optimiert werden.<\/p><div class=\"great-fullsize-content-de great-entity-placement\" style=\"float: left;\" id=\"great-3724361951\"><div id=\"great-1915142350\" style=\"margin-bottom: 20px;\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=6ZGXMPyM-nU\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"banner_26-04_29_1200x150\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1.jpg\" alt=\"\"  srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1.jpg 1200w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-400x50.jpg 400w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-768x96.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-100x13.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-480x60.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-640x80.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-720x90.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-960x120.jpg 960w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-1168x146.jpg 1168w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-18x2.jpg 18w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-600x75.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" width=\"1200\" height=\"150\"  style=\" max-width: 100%; height: auto;\" \/><\/a><\/div><\/div>\n<p>Agile Methoden sind in aller Munde und werden oftmals als \u201eHeilsbringer\u201c f\u00fcr allerlei aus Software-Entwicklungsprojekten fr\u00fcherer Tage bekannte Probleme postuliert. Die relativ starre und lineare Vorgehensweise in der klassischen Wasserfall-(Projekt-)Methodik, bei der von der Bedarfsanalyse \u00fcber die L\u00f6sungsdefinition und der anschlie\u00dfenden, oft langwierigen Entwicklungs- und Testphase auf ein schon zu Beginn des Projekts vollst\u00e4ndig definiertes Endergebnis hingearbeitet wurde, barg zahlreiche Risiken, das eigentlich gew\u00fcnschte Ergebnis am Ende dann doch nicht zu erreichen.<\/p>\n<p>Zu viel Unvorhergesehenes konnte in den langen Projektlaufzeiten passieren: Anforderungen lie\u00dfen sich zu Beginn gar nicht vollst\u00e4ndig in jedem Detail definieren, Stakeholder \u00e4nderten sich w\u00e4hrend der Projektlaufzeit, Technologien waren am Ende des Projekts bereits wieder veraltet oder die urspr\u00fcnglichen Anforderungen haben sich schlicht w\u00e4hrend einer langen Entwicklungsphase ge\u00e4ndert oder waren pl\u00f6tzlich obsolet geworden.<\/p>\n<p>Da verspricht die iterative Vorgehensweise in agilen Projekt- und Entwicklungsmethoden deutlich mehr Flexibilit\u00e4t und Sicherheit, auf auftretende Ver\u00e4nderungen reagieren zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Kurze Entwicklungszyklen von typischerweise ein bis zwei Wochen erlauben es, \u00fcberschaubare Entwicklungspakete mit weniger Komplexit\u00e4t f\u00fcr die \u201eSprints\u201c zu definieren und zu liefern und in den darauffolgenden, immer wiederkehrenden Sprint Reviews mit den Auftraggebern auch auf sich \u00e4ndernde Anforderungen entsprechend flexibel reagieren zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Es dr\u00e4ngt sich fast der Eindruck auf, jedes agil organisierte (Entwicklungs-)Projekt m\u00fcsste folgerichtig automatisch zu einem Erfolg werden. Das ist jedoch leider nicht so.<\/p>\n<p>Ein erfolgreicher Abschluss der Entwicklungsarbeiten definiert noch lange nicht den Projekterfolg eines gro\u00dfen Softwareentwicklungsprojekts. Die Software kann noch so gut und zielgerichtet zu einem funktionierenden Endergebnis komplett neu entwickelt, angepasst oder entsprechend erweitert worden sein und auch die Anforderungen der Auftraggeber k\u00f6nnen vollumf\u00e4nglich erf\u00fcllt sein:<\/p>\n<p>Echter Projekterfolg ist erst dann erreicht, wenn die neue Software erfolgreich im Unternehmen ausgerollt wurde und von der breiten Masse der Anwender akzeptiert und genutzt wird.<\/p>\n<p>Die Einf\u00fchrung neuer Software geht meistens auch mit der Einf\u00fchrung neuer oder ver\u00e4nderter Prozesse einher. Prozesse jedoch, die von Menschen gelebt werden, lassen sich nicht \u201eagil\u201c einf\u00fchren oder ver\u00e4ndern \u2013 denn Menschen unterliegen immer noch unterschiedlichen Ver\u00e4nderungsgeschwindigkeiten.<\/p>\n<p>Da hilft auch keine noch so agile Projekt- oder Entwicklungsmethode. Wird der \u201eFaktor Mensch\u201c nicht rechtzeitig wahr- und ernstgenommen, endet auch das agilste Softwareprojekt im Bestfall mit einer tollen Software, die zwar dem Auftraggeber und vielleicht noch einigen Stakeholdern gef\u00e4llt, aber von der breiten Masse der User gar nicht oder nur ineffizient genutzt wird.<\/p>\n<p>Der Erfahrung nach steigt das Erfolgsrisiko mit der Gr\u00f6\u00dfe der sp\u00e4teren Nutzergruppe (oder des Unternehmens), weil eben oftmals doch keine repr\u00e4sentative Gruppe der finalen Endanwender in den Feedbackrunden der einzelnen Entwicklungszyklen beteiligt war.<\/p>\n<p>Zum einen wird in der Zusammenstellung der Stakeholder, speziell auch der f\u00fcr die Sprint Reviews, gern dazu tendiert, die ohnehin engagierten und eher ver\u00e4nderungsaffinen Mitarbeiter auszuw\u00e4hlen.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus ist es schlicht ein Problem von Masse: Bei mehr als 1000 betroffenen Endanwendern und wom\u00f6glich mehreren betroffenen Prozessen ist die Wahrscheinlichkeit sehr gro\u00df, dass die kleine Kerngruppe, von denen in der Sprint-Phase aktiv Feedback eingeholt wird, einfach nicht repr\u00e4sentativ ist.<\/p>\n<p>Was also tun, um ein Software-Entwicklungsprojekt mit einer gro\u00dfen Anzahl betroffener Anwender bestm\u00f6glich auf den Erfolgspfad zu bringen?<br \/>\nAus unserer Sicht gilt es, die Vorteile moderner, agiler Methoden mit denen klassischer Methoden aus dem Projektmanagement und der Organisationsentwicklung zu kombinieren: agil entwickeln, klassisch ausrollen.<\/p>\n<p>Im diesem Artikel zugrunde liegenden Software-Einf\u00fchrungsprojekt mit mehr als tausend betroffenen Anwendern wurde auf das bew\u00e4hrte Sirius-Projektvorgehen zur\u00fcckgegriffen, bei dem die Vorteile der agilen Scrum-Methodik mit klassischen Projektmanagement-Vorgehensweisen und des organisatorischen Change-Managements kombiniert werden.<\/p>\n<p>Es wird dabei schon m\u00f6glichst fr\u00fchzeitig versucht, mehrere Kommunikations- und Interaktionskan\u00e4le zu m\u00f6glichst vielen (potenziell allen) End\u00adanwendern aufzubauen.<\/p>\n<p>Ein Integrieren nur einiger ausgew\u00e4hlter \u201eKey-User\u201c ist aus unserer Sicht nicht ausreichend, um die Akzeptanz der einzuf\u00fchrenden neuen Software und ggf. anstehender Prozess\u00e4nderungen zu erreichen. Vielmehr muss gerade in die gern aufgrund von Zeit-, Geld- und Ressourcenmangel weggelassenen Themenkomplexe Kommunikation und Ver\u00e4nderungsmanagement deutlich mehr investiert werden \u2013 und zwar von Beginn des Projekts an.<\/p>\n<p>Es kann nicht zu viel Information und Transparenz zu den bevorstehenden \u00c4nderungen geben \u2013 nur zu wenig!<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Sirius-manag-1704.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Wie agil reagieren menschen auf ver\u00e4nderungen?\" class=\"aligncenter wp-image-20760 size-full\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Sirius-manag-1704.jpg\" alt=\"Sirius Manag 1704\" width=\"1000\" height=\"395\" srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Sirius-manag-1704.jpg 1000w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Sirius-manag-1704-768x303.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Sirius-manag-1704-100x40.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Sirius-manag-1704-480x190.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Sirius-manag-1704-640x253.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Sirius-manag-1704-720x284.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Sirius-manag-1704-960x379.jpg 960w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a><\/p>\n<h3>Phasen der Sirius- Projektmethodik<\/h3>\n<p>Konkret hat es sich auch im vorliegenden Projekt wieder bew\u00e4hrt, auf folgende Punkte in den einzelnen Projektphasen ein ganz besonderes Augenmerk zu legen:<\/p>\n<h4>Scoping<\/h4>\n<ul>\n<li>Nehmen Sie sich die Zeit, den Projekt\u00adscope klar und eindeutig zu definieren! Formulieren Sie sehr genau und konkret. Eigentlich selbstverst\u00e4ndlich. Schreiben Sie aber auch explizit auf, was Sie NICHT im Scope haben.<\/li>\n<li>Formulieren Sie die Ziele und NICHT-Ziele des Projekts \u2013 zus\u00e4tzlich zum Projektscope.<\/li>\n<li>Stellen Sie sicher, dass Sie Scope und Ziele mit allen wesentlichen Stakeholdern abgestimmt haben.<\/li>\n<li>Kommunizieren Sie Scope und Ziele bei jeder Gelegenheit. Leiten Sie jeden Workshop mit einer kurzen Folie ein, in der Sie nochmals klarmachen, was im Scope des Projekts ist und was eben nicht.<\/li>\n<\/ul>\n<h4>Design-Phase<\/h4>\n<ul>\n<li>Stellen Sie sicher, dass in der Design-Phase eine repr\u00e4sentative Auswahl an Anwendern beteiligt ist: Die im Kernteam des Projekts beteiligten Key-User sind in der Regel nicht ausreichend, um beim Design alle Nutzergruppen ausreichend ber\u00fccksichtigt zu haben. Denken Sie explizit auch an Teams und Anwender in anderen Regionen \u2013 diese arbeiten ggf. anders als die dem Projekt zugewiesenen Experten und haben somit auch andere Anforderungen!<\/li>\n<li>Machen Sie lieber ein paar Design-Workshops mehr als einen zu wenig: Es geht in den Workshops nicht nur darum, die notwenigen Anforderungen an die Software herauszuarbeiten \u2013 die Workshops dienen auch als Kommunikationsmittel, um das Projekt und dessen Ziele an die (Schl\u00fcssel-)Anwender zu transportieren.Bereits in dieser Phase k\u00f6nnen Sie die Akzeptanz deutlich erh\u00f6hen, wenn Sie eine m\u00f6glichst gro\u00dfe Anzahl an Nutzern oder zumindest Repr\u00e4sentanten der verschiedenen Nutzergruppen beteiligen.<\/li>\n<li>Integrieren Sie aktiv und explizit sehr kritische Anwender: Gern wird bei der Zusammenstellung von Projektteams und Workshop-Teilnehmern ein Bogen um die als \u201eschwierig\u201c geltenden Mitarbeiter gemacht. Es kostet Zeit und Anstrengung, auch die problemorientierten Mitarbeiter abzuholen.Aber Sie werden so oder so, sp\u00e4testens zum Rollout, mit deren Einw\u00e4nden konfrontiert. Zu diesem fr\u00fchen Zeitpunkt haben Sie aber noch die Chance, aktiv darauf zu reagieren und Einw\u00e4nde zu moderieren.<\/li>\n<li>Denken Sie an den Betriebsrat. Sehen Sie dies nicht als Hindernis, sondern als Chance, weitere Pluspunkte f\u00fcr die Akzeptanz Ihres Vorhabens zu sammeln.<\/li>\n<\/ul>\n<h4>Development Sprints<\/h4>\n<p>Nutzen Sie die Sprint Reviews daf\u00fcr, wof\u00fcr Sie gedacht sind: Verproben Sie die gelieferte (Teil-)Entwicklung mit der Erwartungshaltung der Anwender an die gelieferte Funktion.<\/p>\n<p>Halten Sie die Teilnehmergruppe in den Review Sessions also nicht zu klein und integrieren Sie nicht nur die Key-User, sondern laden Sie weitere Anwender zu den Sessions ein. Dokumentieren Sie die Review Session.<\/p>\n<p>Im vorliegenden Projekt wurde jedes Sprint Review als internationale Websession durchgef\u00fchrt und aufgezeichnet. So geben Sie auch Stakeholdern aus anderen Regionen der Welt die Gelegenheit, den Review im Nachgang anzuschauen. Das ist deutlich besser, als \u201enur\u201c einen Foliensatz und ein Protokoll im Anschluss zu verschicken.<\/p>\n<p>Testen Sie die gelieferte (Teil-)Funktion direkt in einer Review-Phase nach dem Sprint Review mit einer definierten Testgruppe. In einem Sprint Review Meeting, egal wie lang es ausf\u00e4llt, fallen Ihnen schlicht nicht alle Punkte auf.<\/p>\n<p>Erst wenn Sie mit mehreren Usern die gelieferte Softwarekomponente \u201eausprobieren\u201c, fallen Ihnen Fehler, Design-M\u00e4ngel und konzeptionelle Schw\u00e4chen auf.<\/p>\n<h4>Process &amp; Integration Tests<\/h4>\n<p>Testen Sie so fr\u00fch wie m\u00f6glich einen kompletten Prozessdurchlauf. Sobald die Summe der gelieferten Teil-Entwicklungen aus den Sprints einen kompletten Prozesstest zul\u00e4sst, testen Sie diesen auch \u2013 erneut mit mehreren Anwendern. Was in den einzelnen Sprint Tests isoliert gut funktioniert hat, muss im kompletten Prozessdurchlauf nicht automatisch auch gut funktionieren.<\/p>\n<p>Dehnen Sie f\u00fcr die abschlie\u00dfenden Integrations- und UATs die Gruppe der Tester aus. Lassen Sie hier auch Anwender testen, die an den Sprint Tests nicht beteiligt waren. Es zeigt sich immer wieder, dass die Anwender, die in allen Sprint Reviews beteiligt waren, gegen Ende die Software in ihrer Gesamtheit nicht mehr unvoreingenommen beurteilen.<\/p>\n<h4>Roll0ut<\/h4>\n<p>Nutzen Sie f\u00fcr den Roll0ut der neuen Software alle verf\u00fcgbaren modernen Medien in Ihrem Trainingskonzept. Erstellen Sie neben dem obligatorischen Handbuch auch Kurzversionen f\u00fcr die wesentlichen Funktionen, die die Anwender in ihrem typischen Arbeitsalltag ben\u00f6tigen.<\/p>\n<p>Fertigen Sie kurze Tutorial-Videos f\u00fcr die wichtigsten Funktionalit\u00e4ten an. Diese m\u00fcssen nicht aufw\u00e4ndig produziert werden \u2013 im Gegenteil, es f\u00f6rdert die Akzeptanz, wenn \u201eMitarbeiter f\u00fcr Mitarbeiter\u201c diese Videos besprechen.<\/p>\n<p>Nutzen Sie eine zentrale Sammelstelle f\u00fcr alle Informationen zu Ihrem Projekt \u2013 inklusive der Trainingsmaterialien, FAQs, Tutorials, Websessions, News etc. Kommunizieren sie diese, z.B. Intranet-Seite, bereits w\u00e4hrend der gesamten Projektlaufzeit immer und immer wieder. Binden sie den Link zu dieser Seite in jedes von ihrem Projekt ver\u00f6ffentlichtes Material ein.<\/p>\n<p>Ber\u00fccksichtigen Sie f\u00fcr die Trainings die Zeitzonen der Mitarbeiter in den anderen Lokationen. Es wird immer gern vergessen, dass eine Websession zu einer f\u00fcr uns in Deutschland komfortablen Zeit f\u00fcr Kollegen in Asien oder den USA zu einer Nachtveranstaltung wird.<\/p>\n<p>Es steigert die Akzeptanz Ihres Projekts deutlich, wenn Sie diesen Umstand aktiv ber\u00fccksichtigen und explizit Trainings und Infosessions auch zu komfortablen Zeiten f\u00fcr die im Ausland lebenden Anwender einplanen.<\/p>\n<p>Begleitende Kommunikation, Marketing &amp; Organizational Change Management: Die Aktivit\u00e4ten in diesem Block werden immer wieder vernachl\u00e4ssigt, sind sie doch in den Augen vieler nur unn\u00f6tiger Ballast und Kostentreiber. Genau das Gegenteil ist jedoch der Fall!<\/p>\n<p>Hier entscheidet sich, ob das Projekt am Ende erfolgreich sein wird oder nicht:<\/p>\n<p>Informieren Sie die Organisation \u00fcber das Projekt und die damit verbundenen Ziele. Wiederholen Sie dies regelm\u00e4\u00dfig und berichten Sie \u00fcber die Fortschritte. Nutzen Sie daf\u00fcr, gerade in Gro\u00dfunternehmen, alle Ihnen zur Verf\u00fcgung stehenden Mittel.<\/p>\n<p>Je mehr Transparenz, desto einfacher haben Sie es w\u00e4hrend des Rollouts. Im konkreten Fall wurden neben regelm\u00e4\u00dfigen Newslettern monatlich auch kurze Info-Websessions zum Projekt abgehalten \u2013 f\u00fcr alle potenziell betroffenen Anwender.<\/p>\n<p>Jeder durfte teilnehmen. Die Sessions wurden weiterhin aufgezeichnet, um auch wirklich allen Anwendern die M\u00f6glichkeit zu bieten, die Sessions zu sehen.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich wurden gro\u00dfe \u201eFact Sheets\u201c in den Teamr\u00e4umen der verschiedenen Lokationen aufgeh\u00e4ngt, die pr\u00e4gnant auf einer Seite alle wichtigen Informationen zum Projekt darstellten. Dar\u00fcber hinaus hat das Projektteam viele Teams in ihren Teammeetings besucht und das Projekt vorgestellt.<\/p>\n<p>Zum Thema Kommunikation kann nur gesagt werden: Zu viel gibt es nicht! Sprechen Sie \u00fcber Ihr Projekt und die damit verfolgten Ziele so viel und so oft wie m\u00f6glich \u2013 beginnen Sie dies bereits mit dem Start des Projekts.<\/p>\n<p>Denken Sie an den Ver\u00e4nderungsprozess, den jeder Mitarbeiter durchlaufen muss und wird. Versuchen Sie ihn dabei so gut wie m\u00f6glich transparent mit Informationen zu versorgen.<\/p>\n<h3>Fazit<\/h3>\n<p>Agile Methoden in Entwicklungsprojekten haben es deutlich einfacher gemacht, zielgerichtet zum gew\u00fcnschten Endergebnis zu kommen. Mit der Fertigstellung der Software zum Stichtag X wird aber das Projekt noch lange nicht automatisch zu einem Erfolg.<\/p>\n<p>Erst wenn die Anwender die neue Software akzeptieren und im Idealfall sogar als Unterst\u00fctzung in ihrer t\u00e4glichen Arbeit wahrnehmen, kann das ganze Projekt als Erfolg betrachtet werden \u2013 das ist jedenfalls das Projektverst\u00e4ndnis von Sirius.<\/p>\n<p>Sobald es um Menschen und ihren individuellen Umgang mit Ver\u00e4nderung geht, helfen agile Methoden nur eingeschr\u00e4nkt weiter. Menschen sind, was Ver\u00e4nderungen angeht, nur bedingt \u201eagil\u201c.<\/p>\n<p>Klassische Projektmethoden bieten hier zum Gl\u00fcck immer noch sinnvolle und richtige Konzepte \u2013 man muss sie nur auch ernsthaft anwenden. Mit der richtigen Kombination aus den richtigen Methoden f\u00fcr den richtigen Zweck wird auch das n\u00e4chste Projekt wieder ein Erfolg.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/e3mag.com\/partners\/sirius-consulting-training-ag\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Wie agil reagieren menschen auf ver\u00e4nderungen?\" class=\"aligncenter wp-image-20759 size-full\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/CI-Sirius.jpg\" alt=\"https:\/\/e3mag.com\/partners\/sirius-consulting-training-ag\/\" width=\"1000\" height=\"112\" srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/CI-Sirius.jpg 1000w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/CI-Sirius-768x86.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/CI-Sirius-100x11.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/CI-Sirius-480x54.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/CI-Sirius-640x72.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/CI-Sirius-720x81.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/CI-Sirius-960x108.jpg 960w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie sehen die typischen Herausforderungen bei agilen Entwicklungsprojekten f\u00fcr Rollouts aus? Welche Ma\u00dfnahmen k\u00f6nnen Organisationen treffen, um Mitarbeiter auf bevorstehende Ver\u00e4nderungen durch den Rollout bestm\u00f6glich vorzubereiten? Die richtige Mischung von agilen Entwicklungsprinzipien und klassischem Projektmanagement f\u00fchrt zum gew\u00fcnschten Projekterfolg.<\/p>\n","protected":false},"author":1000,"featured_media":20764,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"pmpro_default_level":"","footnotes":""},"categories":[4,11023],"tags":[400],"coauthors":[25734],"class_list":["post-20758","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-management","category-mag-1704","tag-software","pmpro-has-access"],"acf":[],"featured_image_urls_v2":{"full":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Maler-Management-1704.jpg",1000,407,false],"thumbnail":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Maler-Management-1704-150x150.jpg",150,150,true],"medium":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Maler-Management-1704.jpg",400,163,false],"medium_large":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Maler-Management-1704-768x313.jpg",768,313,true],"large":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Maler-Management-1704.jpg",1000,407,false],"image-100":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Maler-Management-1704-100x41.jpg",100,41,true],"image-480":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Maler-Management-1704-480x195.jpg",480,195,true],"image-640":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Maler-Management-1704-640x260.jpg",640,260,true],"image-720":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Maler-Management-1704-720x293.jpg",720,293,true],"image-960":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Maler-Management-1704-960x391.jpg",960,391,true],"image-1168":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Maler-Management-1704.jpg",1000,407,false],"image-1440":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Maler-Management-1704.jpg",1000,407,false],"image-1920":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Maler-Management-1704.jpg",1000,407,false],"1536x1536":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Maler-Management-1704.jpg",1000,407,false],"2048x2048":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Maler-Management-1704.jpg",1000,407,false],"trp-custom-language-flag":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Maler-Management-1704.jpg",18,7,false],"bricks_large_16x9":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Maler-Management-1704.jpg",1000,407,false],"bricks_large":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Maler-Management-1704.jpg",1000,407,false],"bricks_large_square":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Maler-Management-1704.jpg",1000,407,false],"bricks_medium":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Maler-Management-1704.jpg",600,244,false],"bricks_medium_square":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Maler-Management-1704.jpg",600,244,false],"profile_24":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Maler-Management-1704-24x24.jpg",24,24,true],"profile_48":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Maler-Management-1704-48x48.jpg",48,48,true],"profile_96":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Maler-Management-1704-96x96.jpg",96,96,true],"profile_150":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Maler-Management-1704-150x150.jpg",150,150,true],"profile_300":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Maler-Management-1704-300x300.jpg",300,300,true]},"post_excerpt_stackable_v2":"<p>Wie sehen die typischen Herausforderungen bei agilen Entwicklungsprojekten f\u00fcr Rollouts aus? 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