{"id":165154,"date":"2026-07-22T10:00:00","date_gmt":"2026-07-22T08:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/e3mag.com\/?p=165154"},"modified":"2026-07-22T09:35:00","modified_gmt":"2026-07-22T07:35:00","slug":"rise-with-sap-sap-archiv-eine-strategische-entscheidung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/e3mag.com\/de\/rise-with-sap-sap-archiv-eine-strategische-entscheidung\/","title":{"rendered":"Rise with SAP: SAP-Archiv, eine strategische Entscheidung"},"content":{"rendered":"\n<p>Mit dem Auslaufen der regul\u00e4ren Wartung f\u00fcr SAP ECC 6.0 zum 31. Dezember 2027 stehen viele Unternehmen vor dem Umstieg auf S\/4. Rise ist dabei ein h\u00e4ufig gew\u00e4hlter Transformationsansatz, da er Infrastruktur, Hosting und den Betrieb des SAP-Basissystems in einem Abonnement b\u00fcndelt. Nicht Bestandteil dieses Modells ist jedoch in der Regel das SAP-Archiv inklusive der Anbindung \u00fcber ArchiveLink. Das Archiv bleibt ein eigenst\u00e4ndiger Bestandteil der IT-Landschaft mit separatem Betrieb, eigener Software und eigenem Storage. In der Praxis f\u00fchrt dies h\u00e4ufig zu Missverst\u00e4ndnissen: Unternehmen gehen davon aus, dass das Archiv Bestandteil des Rise-Vertrags ist. Tats\u00e4chlich wird diese L\u00fccke oft erst in sp\u00e4ten Projektphasen sichtbar \u2013 etwa im Rahmen des Cutover.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:10px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Archivarchitektur im Rise-Kontext<\/h2>\n\n\n\n<p>Ein SAP-Archiv umfasst mehrere Komponenten: Archivsoftware, Dokumentenablage, Storage-Infrastruktur sowie die Schnittstelle zum SAP-System. In bestehenden Landschaften erfolgt diese Inte\u00adgration \u00fcberwiegend \u00fcber ArchiveLink. Im Rise-Modell wird das Archiv jedoch nicht innerhalb des SAP-Tenants betrieben, sondern in einer separaten Umgebung. Die Anbindung erfolgt \u00fcber definierte Netzwerke und muss entsprechend geplant werden.<\/p><div class=\"great-fullsize-content-de great-entity-placement\" style=\"float: left;\" id=\"great-1531611120\"><div id=\"great-4106077890\" style=\"margin-bottom: 20px;\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=iFPzKOVI4rg\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"banner_26_08_26_1200x150\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_08_26_1200x150.jpg\" alt=\"\"  srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_08_26_1200x150.jpg 1200w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_08_26_1200x150-400x50.jpg 400w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_08_26_1200x150-768x96.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_08_26_1200x150-100x13.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_08_26_1200x150-480x60.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_08_26_1200x150-640x80.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_08_26_1200x150-720x90.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_08_26_1200x150-960x120.jpg 960w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_08_26_1200x150-1168x146.jpg 1168w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_08_26_1200x150-18x2.jpg 18w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_08_26_1200x150-600x75.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" width=\"1200\" height=\"150\"  style=\" max-width: 100%; height: auto;\" \/><\/a><\/div><\/div>\n\n\n\n<p>Im Zuge dieser Neuordnung wird h\u00e4ufig der SAP Content Server als m\u00f6gliche Zielarchitektur betrachtet. Dieser stellt zwar eine SAP-nahe L\u00f6sung dar, ist jedoch ebenfalls eigenst\u00e4ndig zu betreiben und adressiert moderne Cloud-Anforderungen nur eingeschr\u00e4nkt. Zudem unterst\u00fctzt er keine offene Schnittstellenstrategie. Daraus ergibt sich f\u00fcr viele Projekte die Notwendigkeit, Archivl\u00f6sungen und Integrationsans\u00e4tze grundlegend zu \u00fcberpr\u00fcfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein verbreitetes Missverst\u00e4ndnis besteht darin, SAP-eigene L\u00f6sungen als einzige Option f\u00fcr die Archivierung zu betrachten. Tats\u00e4chlich existieren im Markt eta\u00adblierte Alternativen, etwa auf Basis von Enterprise-Content-Management-Konzepten. Diese unterscheiden sich deutlich hinsichtlich Cloud-F\u00e4higkeit, Compliance-Unterst\u00fctzung und Betriebsmodell. Die Wahl der Archivarchitektur beeinflusst damit unmittelbar Flexibilit\u00e4t, Kostenstruktur und Investitionssicherheit.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:10px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">ArchiveLink oder CMIS?<\/h2>\n\n\n\n<p>Eine zentrale Fragestellung betrifft die Schnittstellenstrategie. ArchiveLink ist als bew\u00e4hrte Schnittstelle weiterhin relevant und auch im Kontext von S\/4 und Rise nutzbar. Parallel dazu etabliert sich CMIS (Content Management Interoperability Services) als offener Standard f\u00fcr die Integra\u00adtion von Content-Plattformen. CMIS erm\u00f6glicht eine entkoppelte Architektur und reduziert Abh\u00e4ngigkeiten von einzelnen Herstellern. Neben der technischen Ausrichtung spielen regulatorische Anforderungen eine wichtige Rolle. Funktionen wie SAP ILM unterst\u00fctzen Unternehmen bei der Umsetzung von Datenschutzanforderungen, beispielsweise im Kontext der \u00adDSGVO, insbesondere bei der Umsetzung von Aufbewahrungs- und L\u00f6schregeln.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein weiterer wesentlicher Faktor ist die Wirtschaftlichkeit. Im Rise-Modell wirkt sich das Datenvolumen direkt auf die Kostenstruktur aus. Eine gezielte Archivierung tr\u00e4gt dazu bei, Datenbankgr\u00f6\u00dfen zu reduzieren und damit sowohl Migrationsaufwand als auch laufende Betriebskosten zu optimieren. In der Praxis setzen viele Unternehmen auf einen hybriden Ansatz: Bestehende ArchiveLink-Integrationen bleiben erhalten, w\u00e4hrend neue Inhalte perspektivisch \u00fcber CMIS angebunden werden. Dies erm\u00f6glicht eine schrittweise Transformation der Archivlandschaft, ohne den laufenden Betrieb zu beeintr\u00e4chtigen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eRise \u00fcbernimmt den Betrieb des SAP-\u00adSystems \u2013 nicht jedoch automatisch das Archiv. In Projekten zeigt sich regelm\u00e4\u00dfig, dass dieser Punkt untersch\u00e4tzt wird. Gleichzeitig sind SAP-eigene L\u00f6sungen nicht immer die einzige oder wirtschaftlich sinnvollste Option. Eine bewusste Entscheidung \u00fcber Schnittstellen und Architektur ist daher ein wesentlicher Erfolgsfaktor im Rise-Umstieg\u201c, sagt Oliver Greiner, CEO von Entplexit, einem IT-Beratungsunternehmen mit Schwerpunkt auf SAP-Security, SAP-Technologie und SAP-Archivierung f\u00fcr Daten und Dokumente.<\/p>\n\n\n\n<p>Vor dem Hintergrund der beschriebenen Anforderungen setzen Unternehmen zunehmend auf strukturierte Betriebs\u00admodelle f\u00fcr die Archivierung. Neben dem Eigenbetrieb gewinnen Managed-Service-\u00adAns\u00e4tze an Bedeutung, die Betrieb, Wartung und Weiterentwicklung b\u00fcndeln.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Modelle reichen von vollst\u00e4ndig cloudbasierten Betriebsformen bis zu hy\u00adbriden Ans\u00e4tzen, bei weiterer Nutzung bestehender Infrastruktur. Das Ziel: eine klare Verantwortungsstruktur und eine langfristig stabile und skalierbare Archivarchitektur.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:10px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Fazit<\/h2>\n\n\n\n<p>Rise adressiert den Betrieb des SAP-Kernsystems, nicht jedoch automatisch das SAP-Archiv. Die Archivarchitektur bleibt eine eigenst\u00e4ndige strategische Fragestellung im Transformationsprozess. Unternehmen, die diesen Aspekt fr\u00fchzeitig ber\u00fccksichtigen und ihre Schnittstellenstrategie bewusst gestalten, schaffen langfristig belastbare, flexible und wirtschaftliche Strukturen. (Quelle: Entplexit)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Beim Umstieg auf Rise with SAP wird das SAP-Archiv oft \u00fcbersehen. Unternehmen m\u00fcssen Archiv, Schnittstellen und Betrieb eigenst\u00e4ndig gestalten \u2013 entscheidend sind ArchiveLink oder CMIS f\u00fcr Kosten, Compliance und Zukunftssicherheit.<\/p>\n","protected":false},"author":2368,"featured_media":165156,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"pmpro_default_level":"","footnotes":""},"categories":[5,44495],"tags":[6156,44395,39,174,11281,14545,44556,73,65,369,624,506,38878,517,236,1516],"coauthors":[39720],"class_list":["post-165154","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-it-management","category-mag-26-07","tag-automation","tag-btp","tag-cloud","tag-compliance","tag-dsgvo","tag-empirius","tag-entplexit","tag-erp","tag-hana","tag-it","tag-ki-joule","tag-open-source","tag-rise-with-sap","tag-s4","tag-sap","tag-security","pmpro-has-access"],"acf":[],"featured_image_urls_v2":{"full":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/2607_it_entplexit.jpg",1000,450,false],"thumbnail":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/2607_it_entplexit-150x150.jpg",150,150,true],"medium":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/2607_it_entplexit-400x180.jpg",400,180,true],"medium_large":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/2607_it_entplexit-768x346.jpg",768,346,true],"large":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/2607_it_entplexit.jpg",1000,450,false],"image-100":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/2607_it_entplexit-100x45.jpg",100,45,true],"image-480":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/2607_it_entplexit-480x216.jpg",480,216,true],"image-640":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/2607_it_entplexit-640x288.jpg",640,288,true],"image-720":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/2607_it_entplexit-720x324.jpg",720,324,true],"image-960":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/2607_it_entplexit-960x432.jpg",960,432,true],"image-1168":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/2607_it_entplexit.jpg",1000,450,false],"image-1440":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/2607_it_entplexit.jpg",1000,450,false],"image-1920":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/2607_it_entplexit.jpg",1000,450,false],"1536x1536":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/2607_it_entplexit.jpg",1000,450,false],"2048x2048":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/2607_it_entplexit.jpg",1000,450,false],"trp-custom-language-flag":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/2607_it_entplexit-18x8.jpg",18,8,true],"bricks_large_16x9":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/2607_it_entplexit.jpg",1000,450,false],"bricks_large":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/2607_it_entplexit.jpg",1000,450,false],"bricks_large_square":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/2607_it_entplexit.jpg",1000,450,false],"bricks_medium":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/2607_it_entplexit-600x270.jpg",600,270,true],"bricks_medium_square":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/2607_it_entplexit-600x450.jpg",600,450,true],"profile_24":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/2607_it_entplexit-24x24.jpg",24,24,true],"profile_48":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/2607_it_entplexit-48x48.jpg",48,48,true],"profile_96":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/2607_it_entplexit-96x96.jpg",96,96,true],"profile_150":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/2607_it_entplexit-150x150.jpg",150,150,true],"profile_300":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/2607_it_entplexit-300x300.jpg",300,300,true]},"post_excerpt_stackable_v2":"<p>Beim Umstieg auf Rise with SAP wird das SAP-Archiv oft \u00fcbersehen. 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