{"id":164951,"date":"2026-07-09T12:00:00","date_gmt":"2026-07-09T10:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/e3mag.com\/?p=164951"},"modified":"2026-07-03T14:09:01","modified_gmt":"2026-07-03T12:09:01","slug":"die-kosten-von-ki-fuer-einen-sap-bestandskunden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/e3mag.com\/de\/die-kosten-von-ki-fuer-einen-sap-bestandskunden\/","title":{"rendered":"Die Kosten von KI f\u00fcr einen SAP-Bestandskunden"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Auslaufmodell On-prem-Lizenzen und Engine-Geb\u00fchren<\/h2>\n\n\n\n<p>Wenn SAP-Chef Christian Klein lautstark verk\u00fcndet, dass das klassische Abonnement-Modell im Zeitalter der k\u00fcnstlichen Intelligenz t\u00f6richt sei, sollten bei jedem SAP-Bestandskunden augenblicklich alle Alarmglocken schrillen. Kleins Argumentation beruht auf der Annahme, dass eine Abrechnung nach der Zahl der menschlichen Nutzer (User-based) im Zeitalter des Autonomous Enterprise obsolet wird, da hochentwickelte KI-Agenten die manuelle Arbeit der Menschen im ERP-System weitgehend automatisieren und den Personalbedarf der Unternehmen drastisch reduzieren. Wenn statt hundert Sachbearbeitern k\u00fcnftig nur noch eine Handvoll KI-Operatoren das System steuert, bricht das traditionelle, auf Full Use Equivalents (FUE) basierende Lizenzmodell f\u00fcr den Walldorfer Softwarehersteller in sich zusammen. Um diese drohende Kannibalisierung der eigenen Einnahmen abzuwenden, forciert SAP einen radikalen kaufm\u00e4nnischen Paradigmenwechsel hin zu \u201ePay per AI-Usage\u201c und ergebnisorientierten Abrechnungsmodellen.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:10px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Pay per AI-Usage und Total Cost of Ownership (TCO)<\/h2>\n\n\n\n<p>Was vordergr\u00fcndig nach einer fairen, nutzenbasierten Bepreisung klingt, entpuppt sich bei analytischer Durchleuchtung jedoch als ein geschickt konstruiertes Instrument zur maximalen Monetarisierung von Datenstr\u00f6men und Prozessen, bei dem die Total Cost of Ownership (TCO) f\u00fcr die Kunden in astronomische H\u00f6hen getrieben werden soll.<\/p><div class=\"great-fullsize-content-de great-entity-placement\" style=\"float: left;\" id=\"great-2718051070\"><div id=\"great-3600328747\" style=\"margin-bottom: 20px;\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=iFPzKOVI4rg\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"banner_26_07_22_1200x150\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_07_22_1200x150-1.jpg\" alt=\"\"  srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_07_22_1200x150-1.jpg 1200w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_07_22_1200x150-1-400x50.jpg 400w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_07_22_1200x150-1-768x96.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_07_22_1200x150-1-100x13.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_07_22_1200x150-1-480x60.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_07_22_1200x150-1-640x80.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_07_22_1200x150-1-720x90.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_07_22_1200x150-1-960x120.jpg 960w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_07_22_1200x150-1-1168x146.jpg 1168w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_07_22_1200x150-1-18x2.jpg 18w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_07_22_1200x150-1-600x75.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" width=\"1200\" height=\"150\"  style=\" max-width: 100%; height: auto;\" \/><\/a><\/div><\/div>\n\n\n\n<p>In diesem neuen vertrieblichen Geflecht stehen sich zwei grundlegende Abrechnungsphilosophien gegen\u00fcber: das traditionelle Subscription-Modell und das verbrauchsbasierte Consumption-Modell.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei einer klassischen Subscription zahlt der SAP-Bestandskunde eine feste, im Voraus kalkulierbare monatliche oder j\u00e4hrliche Geb\u00fchr f\u00fcr definierte Servicepakete. Der Vorteil f\u00fcr den Cloud-Anwender liegt in der absoluten Planungssicherheit; der gravierende Nachteil besteht im Risiko von \u201eShelfware\u201c, also f\u00fcr ungenutzte Kapazit\u00e4ten zu bezahlen.<\/p>\n\n\n\n<p>Demgegen\u00fcber verspricht das Consumption-Modell \u2013 wie es auf der SAP Business Technology Platform (BTP) \u00fcber das Cloud Platform Enterprise Agreement (CPEA) oder das neuere BTP Enterprise Agreement (BTPEA) angewendet wird \u2013 maximale Agilit\u00e4t und eine bedarfsgerechte Skalierung, bei der der SAP-Bestandskunde \u00fcber ein prepaid-artiges Guthabenkonto verf\u00fcgt.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch f\u00fcr den souver\u00e4nen SAP-Bestandskunden ist Consumption keineswegs per se besser als Subscription. W\u00e4hrend das Abonnement planbare IT-Budgets garantiert, erzeugt das verbrauchsabh\u00e4ngige Modell einen permanenten ROI-Druck auf die Fachbereiche. Da kaum ein Unternehmen im Vorfeld pr\u00e4zise absch\u00e4tzen kann, wie viele Transaktionen ein KI-Algorithmus zur Beantwortung einer Frage tats\u00e4chlich ben\u00f6tigt, wird die Budgetierung bei einer reinen Consumption-Strategie schnell zum unkalkulierbaren finanziellen Blindflug im laufenden Betrieb.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Frage ist aufgrund der hohen KI-Investitionen von SAP, OpenAI, Oracle, Anthropic etc. und aktuell sehr niedrigen Geb\u00fchren und Token-Preisen berechtigt: Ich habe bei Anthropic Claude mein Limit \u00fcberschritten und musste teure Token nachkaufen. Ich habe bei Claude nachgefragt und bekam von der KI die Antwort, dass es nach einer Vollkostenrechnung f\u00fcr mich noch immer preiswert sei, denn mein 200-Dollar-Claude-Abo entspricht etwa dem Wert von 75.000 US-Dollar. Die Differenz ist momentan subventioniert und alle KI-Anbieter schreiben Verluste!<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1200\" height=\"670\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/e3nl26kw28_grafik-1-1200x670.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-164959\" srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/e3nl26kw28_grafik-1-1200x670.png 1200w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/e3nl26kw28_grafik-1-400x223.png 400w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/e3nl26kw28_grafik-1-768x429.png 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/e3nl26kw28_grafik-1-100x56.png 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/e3nl26kw28_grafik-1-480x268.png 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/e3nl26kw28_grafik-1-640x357.png 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/e3nl26kw28_grafik-1-720x402.png 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/e3nl26kw28_grafik-1-960x536.png 960w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/e3nl26kw28_grafik-1-1168x652.png 1168w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/e3nl26kw28_grafik-1-1440x804.png 1440w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/e3nl26kw28_grafik-1-scaled.png 1920w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/e3nl26kw28_grafik-1-1536x857.png 1536w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/e3nl26kw28_grafik-1-18x10.png 18w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/e3nl26kw28_grafik-1-600x335.png 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:10px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Subscription versus Consumption<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Kostenfallen dieses Consumption-Modells sind vielf\u00e4ltig und bedrohen die finanzielle Stabilit\u00e4t der IT-Infrastruktur unvorbereiteter SAP-Anwender. Erstens ist das t\u00fcckische Verfallsprinzip der vorab erworbenen Cloud Credits zu nennen. Bestandskunden m\u00fcssen sich im Rahmen von Vertr\u00e4gen wie dem BTPEA zu j\u00e4hrlichen Mindestabnahmemengen verpflichten.<\/p>\n\n\n\n<p>Das perfide Detail: Ungenutzte Cloud Credits verfallen am Ende eines jeden Vertragsjahres ersatzlos, was einen enormen kaufm\u00e4nnischen Druck aufbaut, Services krampfhaft zu konsumieren, um kein Geld zu verbrennen. Zweitens droht auf der anderen Seite des Verbrauchs-Spektrums der gef\u00fcrchtete \u201eCloud Bill Shock\u201c.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:10px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Cloud Bill Shock<\/h2>\n\n\n\n<p>Sobald das im Voraus bezahlte Kontingent an Cloud Credits ersch\u00f6pft ist, schl\u00e4gt SAP unbarmherzig zu und berechnet jede weitere \u00dcbernutzung unrabattiert zum extrem teuren Listenpreis. Das flexibel wirkende Pay-As-You-Go-Modell (PAYG) entpuppt sich hierbei als kaufm\u00e4nnische Mogelpackung, da die dortigen Servicegeb\u00fchren von vornherein nicht rabattf\u00e4hig sind und somit bei skalierendem Einsatz im produktiven Alltag die mit Abstand teuerste aller Betriebsformen darstellen.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:10px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">LLM-Token und SAP BTP GenAI Hub<\/h2>\n\n\n\n<p>Ein dritter, oft v\u00f6llig untersch\u00e4tzter Kostentreiber ist der schiere Token-Verbrauch gro\u00dfer Sprachmodelle innerhalb des Generative AI-Hub der BTP. Im Gegensatz zu deterministischer Software arbeiten Large Language Models probabilistisch. Werden komplexe, iterative Prompts gestartet oder KI-Agenten aufgerufen, die im Rahmen von RAG-Architekturen (Retrieval-Augmented Generation) riesige Kontextfenster durchsuchen, explodieren die API-Kosten in k\u00fcrzester Zeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Durch das Ph\u00e4nomen des \u201eLost in the Middle\u201c, bei dem Sprachmodelle Informationen im Mittelteil langer Texte schlichtweg \u00fcbersehen und ignorieren, m\u00fcssen oft mehrfach verfeinerte Suchanfragen gestartet werden, was den Token-Z\u00e4hler unbemerkt im Hintergrund nach oben treibt. Jede einzelne Abfrage bei einem Copiloten wie Joule oder einem BTP-Agenten kostet bares Geld. Wenn am Ende doch ein menschlicher Experte im Sinne des \u201eHuman in the Loop\u201c-Prinzips jede KI-Buchung m\u00fchsam kontrollieren und freigeben muss, stellt sich die wirtschaftliche Sinnhaftigkeit dieses statistischen Blackbox-Ansatzes unter dem permanenten Druck explodierender Token-Geb\u00fchren dringender denn je.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:10px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">SAP API Policy und Digital Access<\/h2>\n\n\n\n<p>SAP errichtete eine digitale Zollschranke durch die neue, restriktive API Policy. Unter dem Deckmantel von Sicherheitsbedenken schr\u00e4nkt der Walldorfer Konzern SAP den direkten Datenzugriff externer KI-Agenten von Drittanbietern auf die gesch\u00e4ftskritischen SAP-Systeme rigoros ein. Wer wertvolle ERP-Daten abziehen m\u00f6chte, um sie mit den KI-Werkzeugen der Hyperscaler zu analysieren, wird blockiert und in das propriet\u00e4re, teure \u00d6kosystem der BTP und der SAP Business Data Cloud (BDC) gezwungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Abschottung greift tief in das bew\u00e4hrte Prinzip des \u201eDigital Access\u201c ein. Hierbei wird nicht mehr der menschliche Nutzer lizenziert, sondern die schiere Anzahl der in Nicht-SAP-Quellen erstellten und in den SAP-Kern importierten Belege, was bei unvollst\u00e4ndiger Planung zu verheerenden Nachzahlungen f\u00fchren kann. Da die Listenpreise f\u00fcr dieses Dokumentenvolumen absurd hoch angesetzt sind, versucht SAP die Kunden mit befristeten Rabattprogrammen wie dem Digital Access Adoption Program (DAAP) in das neue Modell zu locken, um sie danach vertraglich dauerhaft an die Belegz\u00e4hlung zu binden.<\/p>\n\n\n\n<p>Letztendlich machen die teuren, aber obligatorischen Hana-Datenbanklizenzen auf der BTP einfache, innovative Low-Code-Applikationsentwicklungen f\u00fcr den Mittelstand von Beginn an unwirtschaftlich.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:10px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">SAP Autonomous Enterprise<\/h2>\n\n\n\n<p>Fragt sich der SAP-Bestandskunde, was das viel gepriesene Autonomous Enterprise konkret kostet, st\u00f6\u00dft man auf ein undurchsichtiges Geflecht aus intransparenten Preisen und technischen Abh\u00e4ngigkeiten. Es gibt keine einfache Flatrate f\u00fcr autonome Intelligenz. Stattdessen setzt sich die Kostenstruktur aus zahlreichen Mosaiksteinen zusammen: Neben den Basiskosten f\u00fcr die Cloud-Transformation (Rise mit SAP) m\u00fcssen zus\u00e4tzliche Lizenzen f\u00fcr die BTP-Plattforminfrastruktur erworben werden. Vorgefertigte Embedded-AI-Szenarien und Joule-Meldungen sind zwar formal in bestimmten Cloud-Abonnements in geringen Kontingenten enthalten, doch sobald diese Grenzen \u00fcberschritten werden, verlangt SAP den teuren Zukauf von sogenannten AI-Units.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:10px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">SAP Discovery Center<\/h2>\n\n\n\n<p>Wie sich diese virtuellen W\u00e4hrungen in echte Euro umrechnen, h\u00e4ngt von individuell ausgehandelten Vertr\u00e4gen ab, was jegliche Transparenz im Keim erstickt. Ein konkretes Rechenbeispiel aus dem SAP Discovery Center verdeutlicht das Preisgef\u00fcge: Die automatisierte Erstellung eines ESG-Reports mit generativer KI auf Basis des SAP Sustainability Control Towers schl\u00e4gt bei einem Berichtsumfang von 100 Seiten mit zw\u00f6lf AI-Units zu Buche, was bei einem fiktiven Unit-Preis von 7 Euro monatliche Kosten von 84 Euro beziehungsweise 1.008 Euro pro Jahr allein f\u00fcr dieses eine funktionale Feature bedeutet.<\/p>\n\n\n\n<p>Dar\u00fcber hinaus lauern weitere versteckte Kosten an den R\u00e4ndern dieser neuen Architektur. Die BDC, die von Kritikern in der Anwendervereinigung DSAG treffend als \u201eBusiness Data Complexity\u201c verspottet wird, zwingt Unternehmen dazu, ihre historischen Daten in eine teure Lakehouse-Architektur zu spiegeln, um \u00fcberhaupt Zugang zu modernen KI-Services zu erhalten, was de facto einer ruin\u00f6sen Datenverdopplungssteuer entspricht.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:10px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Falle: SAP Contract Conversion<\/h2>\n\n\n\n<p>Auch bei der klassischen S\/4-Migration drohen erhebliche Kostenrisiken: Neben den drastisch steigenden Wartungsgeb\u00fchren f\u00fcr \u00e4ltere ECC-Systeme verlangt SAP bei einer erweiterten Wartung bis 2030 einen saftigen Aufschlag von zwei Prozent auf die bestehenden Wartungsgeb\u00fchren, was effektiv einer versteckten Preiserh\u00f6hung von rund neun Prozent entspricht. Wer diese Vertr\u00e4ge unvorbereitet unterzeichnet und die Lizenzen per \u201eContract Conversion\u201c konvertiert, verliert alle Altrechte an seinen On-prem-Lizenzen, wechselt in ein reines, dauerhaftes Mietverh\u00e4ltnis und sieht sich mit Preisaufschl\u00e4gen von 20 bis 50 Prozent konfrontiert.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:10px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Governance mit Customer Center of Expertise (CCoE)<\/h2>\n\n\n\n<p>Um sich in diesem hochkomplexen kommerziellen Minenfeld vor einer unkontrollierten Kostenexplosion zu sch\u00fctzen, m\u00fcssen SAP-Bestandskunden eine eiserne technische und organisatorische Governance etablieren. Als elementare Kontrollinstanz muss das Customer Center of Expertise (CCoE) beziehungsweise das IT-Asset-Management zu einer strategischen FinOps-Zentrale ausgebaut werden, die die Verbr\u00e4uche von Cloud Credits, AI-Units und Tokens nicht nur einmalig beim Vertragsabschluss bewertet, sondern als kontinuierliche Steuerungsaufgabe \u00fcber die gesamte Vertragsperiode hinweg \u00fcberwacht.<\/p>\n\n\n\n<p>SAP-Bestandskunden sollten bei Verhandlungen mit der SAP niemals mit zu gro\u00dfen Cloud-Credit-Paketen (BTPEA) starten, um den ersatzlosen Verfall von Guthaben am Jahresende wirksam zu verhindern, sondern stattdessen kleinvolumig einsteigen. Weiters ist eine gr\u00fcndliche Bereinigung der Stamm- und Bewegungsdaten (Cleansing) sowie die rechtssichere Stilllegung von Altsystemen unerl\u00e4sslich, um unn\u00f6tig teuren Datenverkehr und Hauptspeicherbedarf zu minimieren. Ebenso m\u00fcssen die Berechtigungen im System konsequent nach dem Prinzip der minimalen Berechtigung restrukturiert werden, da SAP-Systemvermessungswerkzeuge wie STAR manche Benutzer f\u00e4lschlicherweise anhand von zugewiesenen Rollenberechtigungen statt der tats\u00e4chlichen Nutzung klassifizieren, was zu einer massiven, vermeidbaren \u00dcberlizenzierung f\u00fchrt. Letztendlich ist vor jedem Audit eine akribische Analyse aller Schnittstellen zu Non-SAP-Systemen zwingend erforderlich, um ungeplante Digital-Access-Zahlungen zu blockieren und kostenfreie Datentransfers wie den \u201eIndirect Static Read\u201c vertraglich festzuschreiben.<\/p>\n\n\n\n<p>KI-Entwickler sollten an der SAP-Basis darauf achten, durch Grounding-Techniken wie optimierte RAG-Chunk-Gr\u00f6\u00dfen, Prompt-Caching und datenschutzkonformes Preprocessing auf dem SAP AI Core den Token-Verbrauch der Sprachmodelle systematisch einzud\u00e4mmen, damit die k\u00fcnstliche Intelligenz am Ende nicht die wirtschaftliche Existenz des Unternehmens auffrisst.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Subscription oder Consumption? Kaufen, mieten oder nach Aufwand bezahlen? Nach dem On-prem-Zeitalter stehen SAP-Bestandskunden vor einer fast nicht zu bew\u00e4ltigenden Geb\u00fchrenkomplexit\u00e4t. 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