{"id":164735,"date":"2026-06-30T11:00:00","date_gmt":"2026-06-30T09:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/e3mag.com\/?p=164735"},"modified":"2026-06-29T14:15:19","modified_gmt":"2026-06-29T12:15:19","slug":"sap-ist-ihre-groesste-it-investition-steuern-sie-sie-auch-so","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/e3mag.com\/de\/sap-ist-ihre-groesste-it-investition-steuern-sie-sie-auch-so\/","title":{"rendered":"SAP ist Ihre gr\u00f6\u00dfte IT-Investition. Steuern Sie sie auch so?"},"content":{"rendered":"\n<p>Wer Budgetverantwortung tr\u00e4gt, kennt das ungute Gef\u00fchl: Die Jahresabrechnung liegt auf dem Tisch, die Zahl ist h\u00f6her als erwartet, und niemand kann sie wirklich erkl\u00e4ren. Nicht weil jemand nachl\u00e4ssig war, sondern weil die Instrumente, mit denen man jahrelang gut gefahren ist, f\u00fcr ein anderes Modell gebaut wurden. In der Beratungspraxis ist das kein Einzelfall. Es ist ein Muster. Und es ist eines, das sich mit den richtigen Instrumenten vermeiden l\u00e4sst.<\/p>\n\n\n\n<p>Solange SAP ein Fixkostenblock war, brauchte die Frage nach dem Wert keine differenzierte Antwort. Eine Lizenz, ein Wartungsvertrag, ein Budgetposten. F\u00fcr ein Portfolio aus Cloud ERP Subscriptions, BTP-Consumption, Business AI Credits und Business Data Cloud reicht das nicht mehr. Die Frage hat sich nicht ver\u00e4ndert. Die Komplexit\u00e4t der Antwort schon.<\/p><div class=\"great-fullsize-content-de great-entity-placement\" style=\"float: left;\" id=\"great-2031300113\"><div id=\"great-1949650422\" style=\"margin-bottom: 20px;\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=iFPzKOVI4rg\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"banner_26_07_22_1200x150\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_07_22_1200x150-1.jpg\" alt=\"\"  srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_07_22_1200x150-1.jpg 1200w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_07_22_1200x150-1-400x50.jpg 400w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_07_22_1200x150-1-768x96.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_07_22_1200x150-1-100x13.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_07_22_1200x150-1-480x60.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_07_22_1200x150-1-640x80.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_07_22_1200x150-1-720x90.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_07_22_1200x150-1-960x120.jpg 960w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_07_22_1200x150-1-1168x146.jpg 1168w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_07_22_1200x150-1-18x2.jpg 18w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_07_22_1200x150-1-600x75.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" width=\"1200\" height=\"150\"  style=\" max-width: 100%; height: auto;\" \/><\/a><\/div><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Flexibles Modell \u2013 Portfolio w\u00e4chst<\/h2>\n\n\n\n<p>Kaufen und Warten ist etwas anderes als Mieten und Nutzen. Was fr\u00fcher als Lizenz mit Wartungsvertrag eingekauft wurde, ist heute ein Portfolio aus mehreren Vertragstypen und Metriken. SAP Cloud ERP Private, der Nachfolger des klassischen Rise with SAP, sowie SAP Cloud ERP ersetzen die On-Premises-Lizenz durch Subscriptions, die auf FUE-basierten Metriken beruhen und sich in ihrer ACV-Entwicklung \u00fcber die Vertragsperiode ver\u00e4ndern.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>SAP Business AI und SAP Business Data Cloud liegen als Consumption-Positionen au\u00dferhalb des ERP-Kerns und folgen eigenen Verrechnungslogiken. Mit der auf der SAP Sapphire 2026 angek\u00fcndigten SAP Business AI Platform konsolidiert SAP BTP, Business Data Cloud und Business AI unter einer gemeinsamen Plattformstruktur, die eigene Abrechnungsmodelle mitbringt.<\/p>\n\n\n\n<p>Strategisch relevant ist dabei folgende Beobachtung: SAPs Produktstrategie deutet darauf hin, dass auch On-Premises-Lizenzen schrittweise in nutzungsbasierte Modelle \u00fcberf\u00fchrt werden. Die fr\u00fchere Trennlinie zwischen klassischer Lizenz und Cloud-Subscription l\u00f6st sich auf. Unternehmen, die noch \u00fcberwiegend on-premises betreiben, sollten diese Entwicklung in ihrer mittelfristigen Vertragsplanung ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein konkretes Muster aus der Beratungspraxis illustriert die strukturelle Konsequenz: Ein Unternehmen migriert auf Cloud ERP Private. Die erste Jahresabrechnung liegt sp\u00fcrbar \u00fcber dem -Forecast. Ursache sind BTP-Consumption und Business AI Credits, die im urspr\u00fcnglichen Budgetrahmen nicht eingeplant waren. Niemand hat dabei mutwillig gehandelt: Der Verbrauch wurde schlicht nicht laufend gegen den Forecast abgeglichen.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Genau das ist die Herausforderung: nicht Fahrl\u00e4ssigkeit, sondern fehlende Steuerungsinstrumente. Was vermeidbar gewesen w\u00e4re, wurde zur \u00dcberraschung, weil das Modell gewechselt hat, die Steuerungslogik aber nicht. Dieses Muster ist kein Einzelfall. Es ist die direkte Konsequenz eines Portfolios, das breiter und variabler ist als sein Vorg\u00e4nger: Mehr Flexibilit\u00e4t f\u00fchrt zu mehr Volumen, und mehr Volumen erzeugt proportional mehr Steuerungsbedarf.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">ITAM kann Bestand, FinOps Wert<\/h2>\n\n\n\n<p>IT Asset Management hat Unternehmen zuverl\u00e4ssig durch die Lizenzwelt gef\u00fchrt. Compliance sicherstellen, Lizenzeinsatz dokumentieren, Audits standhalten: ITAM beantwortet die relevanten Fragen f\u00fcr ein Fixkostenmodell pr\u00e4zise und verl\u00e4sslich. Was haben wir? Wie viele Lizenzen? Sind wir compliant?<\/p>\n\n\n\n<p>In einer Welt aus Subscriptions und Consumption-Modellen verschieben sich die relevanten Fragen. Der Unterschied zwischen beiden Disziplinen l\u00e4sst sich an einer konkreten Entscheidungssituation verdeutlichen: Eine Business Unit evaluiert, ob eine neue Capability auf BTP entwickelt oder \u00fcber ein Drittanbieter-Tool bezogen wird. Die Entscheidungsgrundlage erfordert eine belastbare Antwort auf die Frage, was BTP pro Transaktion im eigenen Setup kostet. ITAM kann in diesem Moment sagen: \u201eWir verf\u00fcgen \u00fcber eine BTP-Subscription.\u201c FinOps kann sagen: \u201eDieser Service kostet X pro Einheit, dieser Bereich verbraucht Y, der Trend \u00fcber die letzten Perioden ist Z.\u201c Der Unterschied liegt nicht in der Qualit\u00e4t der Daten, sondern in der Perspektive, und damit im Handlungsspielraum: ITAM verwaltet den Bestand, FinOps macht den Wert transparent und damit steuerbar.<\/p>\n\n\n\n<p>FinOps ist nicht \u201eITAM f\u00fcr die Cloud\u201c. FinOps ist eine andere Perspektive: Nicht der Bestand wird verwaltet, sondern der Wert wird transparent gemacht. Verbrauch, Zuordnung, Prognose, Steuerung. Es handelt sich um eine Erweiterung, nicht um eine Abl\u00f6sung. Unternehmen, die beide Disziplinen bewusst kombinieren, treffen bessere Entscheidungen, weil sie die vollst\u00e4ndige Sicht haben: was vorhanden ist und was es tats\u00e4chlich leistet.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">FinOps Foundation<\/h2>\n\n\n\n<p>Die FinOps Foundation hat diesen Scope 2026 formal erweitert. Das FinOps Framework umfasst heute nicht mehr nur Cloud-Infrastruktur, sondern ausdr\u00fccklich SaaS, Licensing, Private Cloud und AI-Workloads. Der State of FinOps 2026 zeigt, dass die Konvergenz von ITAM und FinOps gegen\u00fcber dem Vorjahr um 20 Prozent gestiegen ist. SAP ist dabei kein Randthema: Die FinOps Foundation bietet seit 2026 SAP-spezifisches Training an, was die wachsende operative Relevanz dieser Verbindung dokumentiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Zusammenspiel beider Disziplinen ist in der Praxis die tragf\u00e4hige Grundlage. ITAM liefert die Bestandsgrundlage. FinOps liefert die laufende Wertsicht. Gemeinsam entsteht das, was f\u00fcr ein komplexes SAP-Portfolio notwendig ist: Bestand und Entwicklung, Compliance und Steuerung, Vertrag und Nutzung.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wert sichtbar machen<\/h2>\n\n\n\n<p>Wer lange genug in diesem Umfeld ber\u00e4t, beobachtet eine wiederkehrende Verschiebung: Fachabteilungen beginnen zunehmend, SAP-Investitionen in Relation zu<br>setzen. Zu anderen Tools, zu anderen Plattformen, zu dem, was sie im operativen -Tagesgesch\u00e4ft konkret erleben. Consumption-Modelle machen das m\u00f6glich, und zugleich unvermeidlich. Wer auf diese Fragen keine strukturierte Antwort hat, verliert nicht nur die Diskussion. Er verliert den Gestaltungsspielraum.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Frage wird kommen. Wer sie erst beantworten kann, wenn sie gestellt wird, agiert reaktiv. Wer die Antwort strukturiert aufgebaut hat, steuert aktiv.<\/p>\n\n\n\n<p>Der eigentliche Wert von FinOps f\u00fcr SAP liegt nicht in der Unterschreitung des bisherigen Investitionsniveaus. Er liegt in der Werttransparenz. Denn die tats\u00e4chliche Belastung f\u00fcr ein Unternehmen entsteht nicht durch die Investition in professionelle Steuerung, sie entsteht durch das Potenzial, das ohne diese Steuerung ungenutzt bleibt. Die SAP-Investition als das zu behandeln, was sie ist: die gr\u00f6\u00dfte IT-Investition im Unternehmen, mit dem Anspruch, dass jeder Euro zuordenbar, steuerbar und belegbar ist. Konkret bedeutet das: eine Gesamtsicht \u00fcber alle SAP-Vertragstypen und Metriken, die nicht im Vertragsdokument endet, sondern die laufende Nutzungsentwicklung einschlie\u00dft. Verbrauchsentwicklung pro Bereich und Vertrags-periode, die es erm\u00f6glicht, Budgetalloka-tionen auf Basis belastbarer Daten vorzunehmen. Eine Budgetprognose, die \u00fcber eine fortgeschriebene Vorjahresbasis hinausgeht und die tats\u00e4chliche Entwicklung der SAP-Landschaft ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Grundlage erm\u00f6glicht es, Handlungsspielr\u00e4ume zu erkennen und gezielt einzusetzen, bevor externe Faktoren den Rahmen setzen: die n\u00e4chste Vertrags-verl\u00e4ngerung, das n\u00e4chste Budget-Review, die n\u00e4chste kritische Frage aus dem Board.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Fazit: SAP bleibt der Kern<\/h2>\n\n\n\n<p>SAP wird der digitale Kern bleiben. Daran \u00e4ndert kein Modellwechsel etwas. Was als Lizenz gekauft und gewartet wurde, wird heute gemietet und genutzt. Das flexible Modell funktioniert, und Unternehmen profitieren von den M\u00f6glichkeiten, die Subscriptions und Consumption-Positionen bieten. Diese Entwicklung er\u00f6ffnet Spielr\u00e4ume, die im klassischen Lizenz-modell nicht bestanden. Die Konsequenz ist klar: Was w\u00e4chst, muss gesteuert werden. ITAM hat Unternehmen zuverl\u00e4ssig durch die Lizenzwelt gef\u00fchrt. F\u00fcr eine SAP-Landschaft aus Subscriptions, Consumption-Modellen und nutzungsbasierten Plattformstrukturen ist FinOps als erg\u00e4nzende Disziplin erforderlich. Den Wert transparent machen: \u00fcber alle Vertragstypen, laufend und zu-ordenbar. Nicht einmalig beim Vertragsabschluss, sondern als kontinuierliche Steuerungsaufgabe \u00fcber die gesamte Vertragsperiode. Genau dort, nach der Unterschrift und \u00fcber die gesamte Laufzeit, entscheidet sich, ob aus einem Vertrag eine gesteuerte Investition wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Die SAP-Investition ist zu bedeutend und zu zentral, um sie ohne laufende Wertsicht zu f\u00fchren. Und das Gute: Wer heute die Steuerungsgrundlage aufbaut, schafft sich morgen den Spielraum, den andere erst suchen m\u00fcssen. FinOps liefert genau diese Sicht. (Quelle: FinOptory)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Viele Unternehmen sch\u00f6pfen das wirtschaftliche Potenzial ihrer ERP-Landschaft nicht vollst\u00e4ndig aus. Nutzungs- und Betriebsaufw\u00e4nde steigen kontinuierlich, Optimierungsm\u00f6glichkeiten bleiben oft unentdeckt. 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