{"id":158160,"date":"2025-11-20T08:08:43","date_gmt":"2025-11-20T07:08:43","guid":{"rendered":"https:\/\/e3mag.com\/?p=158160"},"modified":"2026-01-08T11:26:17","modified_gmt":"2026-01-08T10:26:17","slug":"das-ccoe-experiment","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/e3mag.com\/de\/das-ccoe-experiment\/","title":{"rendered":"Das CCoE-Experiment"},"content":{"rendered":"\n<p>Glaubt ein SAP-Bestandskunde den Rise-with-SAP-Versprechen, dann braucht es in Zukunft weder ein CCC noch ein CCoE: Das ist aber Marketing und ein leeres Versprechen von SAP. Zahlreiche SAP-Bestandskunden und Partner aus der SAP-Community berichteten in den vergangenen Monaten, dass das Gegenteil der Fall ist: Wer einen Rise-with-SAP-Vertrag abschloss, musste im Regelfall seine SAP-Basis-Mannschaft (Customer Center of Expertise) vergr\u00f6\u00dfern oder weitere Aufgaben an Serviceprovider abgeben. Rise macht wirklich viel Arbeit!<\/p>\n\n\n\n<p>Somit wurde die SAP\u2019sche Idee des CCoE zum Experimentierfeld f\u00fcr den SAP-Basis-Support. Warum? Mit einem SAP-ERP-System in der Cloud ist kein einziges Problem aus dem vorangegangenen ERP\/ECC-6.0-System gel\u00f6st. Systemkopien, Berechtigungswesen, User-Verwaltung, Monitoring und Automatisierung, Batches und Programm-Updates etc. stehen noch immer auf der Tagesordnung der eigenen IT-Mannschaft. Einige Aufgaben lassen sich \u00fcber ein Rise-Ticketsystem an SAP delegieren, aber SAP selbst agiert im Rahmen eines Rise-Vertrags nicht proaktiv \u2013 f\u00fcr jeden Job muss der SAP-Bestandskunde ein Ticket aufsetzen. S\/4-Know-how, IT-Administration und Enterprise-Architektur verbleiben somit in der Verantwortung eines CCoE.<\/p><div class=\"great-fullsize-content-de great-entity-placement\" style=\"float: left;\" id=\"great-32168978\"><div id=\"great-2210214496\" style=\"margin-bottom: 20px;\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=6ZGXMPyM-nU\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"banner_26-04_29_1200x150\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1.jpg\" alt=\"\"  srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1.jpg 1200w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-400x50.jpg 400w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-768x96.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-100x13.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-480x60.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-640x80.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-720x90.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-960x120.jpg 960w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-1168x146.jpg 1168w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-18x2.jpg 18w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-600x75.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" width=\"1200\" height=\"150\"  style=\" max-width: 100%; height: auto;\" \/><\/a><\/div><\/div>\n\n\n\n<p>Die SAP-Bestandskunden befinden sich damit in einer historisch einzigartigen Z\u00e4sur, deren Kern nicht nur die unumg\u00e4ngliche Migration zu S\/4 Hana bis sp\u00e4testens 2033 ist, sondern der fundamentale Wandel von einer monolithischen, On-prem-zen\u00adtrierten IT-Welt hin zu einer hochkomplexen, hybriden Cloud-Architektur, die letztendlich nicht durch einen Rise-Vertrag verwaltet und abgesichert ist. Dieser \u00dcbergang ist somit weit mehr als ein technischer Releasewechsel. <\/p>\n\n\n\n<p>Die S\/4-Rise-Conversion ist betriebswirtschaftlich, organisatorisch (das CCoE-Experiment), technisch und lizenzrechtlich hochgradig herausfordernd. Im Zentrum dieses tiefgreifenden Wandels steht die Organisationseinheit, die traditionell die Stabilit\u00e4t und den reibungslosen Ablauf der \u201eKronjuwelen\u201c des Unternehmens \u2013 der SAP-ERP-Systeme (S\/4, neue SAP Business Suite und SAP Cloud ERP) \u2013 gew\u00e4hrleistet hat: das Customer Competence Center (CCC), aktuell umbenannt in Customer Center of Expertise (CCoE).<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/dsag_s_12_web.svg\" alt=\"\" class=\"wp-image-158174\" style=\"width:718px;height:auto\"\/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><em>SAP und DSAG e. V. fragten Anfang dieses Jahres: Inwieweit sind folgende Themen f\u00fcr Ihre Investitionsplanungen 2025 relevant? n=243, Quelle: DSAG<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Das CCC hat eine lange und erfolgreiche Vergangenheit. Es fungierte als organisatorisches Betriebsmodell und zertifiziertes Kompetenzzentrum innerhalb der IT-Organisation des SAP-Bestandskunden. Die Hauptaufgabe des CCC war es, die interne IT mit dem SAP-Support zu koordinieren, die Gesamtperformance des SAP-Betriebs zu optimieren und als Knotenpunkt f\u00fcr die Zusammenarbeit zwischen IT und den Gesch\u00e4ftsbereichen zu dienen. In der neuen, von Agilit\u00e4t und k\u00fcrzeren Update-Zyklen gepr\u00e4gten S\/4-Rise-Welt soll das CCoE zur Garantie f\u00fcr Erfolg werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Rolle des CCoE ist bipolar: Es muss einerseits den hochkomplexen S\/4-Rise-Betrieb auf dem neuesten Stand halten und andererseits die strategische digitale Transformation vorantreiben. Betriebswirtschaftlich m\u00fcssen CCoE-Leiter und CIO gemeinsam den operativen Betrieb der SAP-Applikationen organisieren. Angesichts der knappen Wartungsfenster und der Notwendigkeit, Systeme 24\/7 verf\u00fcgbar zu halten, muss das CCoE Effizienzgewinne durch Automatisierung nachweisen. Es geht um Kosten- und Ressourceneinsparungen, die durch die Vollautomatisierung von Prozessen signifikant sein m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Automatisierung und Tickets<\/h2>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Organisatorisch ist das CCoE der Brennpunkt, der den Fachkr\u00e4ftemangel an SAP-Basis-Administratoren sp\u00fcrt, versch\u00e4rft durch Pensionierungen, Arbeitskr\u00e4ftemangel, wachsende Rise-with-SAP-Projektlasten und Rise-Ticketsystem. Die Automatisierung w\u00e4re die logische Antwort, um Mitarbeiter zu entlasten und f\u00fcr h\u00f6herwertige Aufgaben freizuspielen. Zudem muss das CCoE die Cloud-Orchestrierungsrolle der IT-Abteilung strukturieren, hierbei \u00fcbernimmt SAP im Rahmen von Rise keine Verantwortung. In auserw\u00e4hlten F\u00e4llen \u201everschenkt\u201c SAP einen Enterprise-Architekten mit LeanIX-Erfahrung. Ein wesentlicher neuer Fokus ist die Clean-Core-Governance in der S\/4-Welt, bei der das CCoE Enablement, Governance und Kommunikation sicherstellen muss \u2013 auch hier ist der Bestandskunde mit dem CCoE auf sich selbst gestellt.<\/p>\n\n\n\n<p>Technisch muss das CCoE eine hybride Systemlandschaft (ECC 6.0, S\/4 Hana, SAP Cloud ERP und Non-SAP) verwalten. Dies erfordert die Bew\u00e4ltigung einer komplexen Maintenance (Patches und Innovationen in vielen parallelen Systemlandschaften). Routineaufgaben, die nach wie vor manuell oder durch komplizierte Skripte erledigt werden, sind zahlreich und feh\u00adler\u00adanf\u00e4llig: SAP Kernel Patches, Ausrollen von Berechtigungsobjekten, Anpassungen an Profileinstellungen, Erstellung von Sandboxen und Systemkopien. <\/p>\n\n\n\n<p>Hier greifen spezialisierte Automatisierungssuiten wie die Empirius Planning and Operations Suite (EPOS), die als Central Point of Management f\u00fcr SAP-IT-Infrastrukturen fungieren, um diese wiederkehrenden T\u00e4tigkeiten vollautomatisiert durchzuf\u00fchren. Tools wie Ansible von Red Hat unterst\u00fctzen die Automatisierung von SAP-Workloads (Deployment, Konfigurationen, Housekeeping) und sind zunehmend in der Lage, auch in den laufenden SAP-Betrieb \u201ehinein\u201c zu automatisieren (z. B. Verwaltung von Rechten).<\/p>\n\n\n\n<p>Lizenzrechtlich bleibt das CCoE \u2013 als verantwortliche Einheit f\u00fcr die Vertragsverwaltung \u2013 in einem permanenten Spannungsfeld. Die SAP-Preisliste f\u00fcr S\/4 ist mit \u00fcber 300 Zeilen und 200 Seiten komplex und schafft Verunsicherung bei Bestandskunden. Selbst der Weg in die Cloud (Rise with SAP) birgt keine Garantie vor Fehllizenzierung. Der SAP-Bestandskunde tr\u00e4gt weiterhin die Verantwortung f\u00fcr die Compli\u00adance. Das CCoE muss daher Berechnungen und Strategien entwickeln, um die Komplexit\u00e4t und die damit verbundenen technischen, vertraglichen und kaufm\u00e4nnischen Risiken zu managen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Kritische L\u00fccke im Cloud ALM<\/h2>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Das Application Lifecycle Management (ALM), die Summe aller Methoden und Tools zur Verwaltung der SAP-Landschaft, ist der zentrale Arbeitsbereich, in dem sich die Transformation am deutlichsten manifestiert. SAP hat mit SAP Cloud ALM (CALM) die strategische Nachfolgel\u00f6sung f\u00fcr den etablierten SolMan (SAP Solution Manager) geschaffen, prim\u00e4r ausgerichtet auf cloudzentrierte L\u00f6sungen wie S\/4 Cloud, SuccessFactors und Ariba.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine kritische Analyse zeigt jedoch, dass CALM aktuell keine vollwertige Alternative zum SolMan darstellt. W\u00e4hrend der SolMan weitreichende Funktionen f\u00fcr Projekt\u00admanagement, Monitoring, Incident und \u00adChange Management und Testmanagement bot und in gro\u00dfen IT-Landschaften zentralisiert eingesetzt wurde, kann CALM sein volles Servicepotenzial derzeit nur teilweise f\u00fcr On-prem- oder IaaS\/Private-\u00adCloud-Umgebungen entfalten. Ein gravierender Mangel aus Sicht der Anwender ist das Fehlen von Funktionen f\u00fcr das IT Service Management (ITSM) in CALM.<\/p>\n\n\n\n<p>CALM unterst\u00fctzt zwar das Testmanagement und die Automatisierung des Betriebs, indem es Mechanismen zur automatisierten Reaktion auf St\u00f6rungssituationen bietet und sich mit SAP Intelligent RPA und SAP Workflow Management (beides auf der BTP) integriert, doch die tats\u00e4chliche Transportsteuerung erfolgt \u00fcber externe Dienste wie den Cloud Transport Management Service. Zudem liefert CALM keine notwendigen Analysedaten f\u00fcr die Anpassung oder Weiterentwicklung von Fiori-Apps, weshalb externe Analysetools weiterhin ben\u00f6tigt werden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">SAP for Me: Das Selbsthilfeportal<\/h2>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>SAP for Me ist SAPs umfassendes Self-Service-Portal, das Kunden bei der Verwaltung ihrer SAP-Systemlandschaft und Lizenzen unterst\u00fctzen soll. F\u00fcr Lizenzmanager bietet es Funktionen wie das Monitoring der API-Nutzung und -Leistung sowie die Wartungsplanung. Kritisch ist jedoch anzumerken, dass dieses Portal, das ein wichtiges IT-Werkzeug f\u00fcr CCoE-Mitarbeiter darstellt, immer wieder unter Betriebsst\u00f6rungen und Aussetzern leidet. Dies f\u00fchrt zu \u00c4rger und unproduktiver Arbeit im CCoE. Angesichts der zuk\u00fcnftigen Anforderungen von KI-Agenten und der SAP BDC, die eine einhundertprozentige Verf\u00fcgbarkeit erfordern, wird dieser Mangel an IT-Stabilit\u00e4t und Verl\u00e4sslichkeit von CCoE-Verantwortlichen scharf kritisiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Akquisitionen von SAP Signavio und SAP LeanIX positionieren SAP strategisch im Bereich der Business Process Intelli\u00adgence (BPI) und Enterprise Architecture (EA). SAP Signavio dient prim\u00e4r der Prozess\u00adtransformation (Business Process Redesign\/Reengineering). Durch Process Mining und KI-gest\u00fctzte Tools (wie Task und Communications Mining) wird eine datenbasierte, objektive Analyse der tats\u00e4chlichen Prozessabl\u00e4ufe im SAP-System (wie sie wirklich ablaufen) durchgef\u00fchrt. Signavio identifiziert so Prozesskosten-Treiber, Komplexit\u00e4t und Automatisierungspotenziale, was die Grundlage daf\u00fcr schafft, welche Prozesse standardisiert und dann getestet werden m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p>SAP LeanIX hingegen deckt die Enter\u00adprise Architecture ab. Es wird als Werkzeug zur Transparenz \u00fcber die IT-Landschaft und als Modell f\u00fcr die zuk\u00fcnftige Architektur (im Zuge der S\/4- und Cloud-ERP-Transformation) verstanden. Die kritische Analyse dieser IT-Tools aus CCoE-Sicht fokussiert sich auf die bipolare Herausforderung: Die Werkzeuge sind strategische Instrumente, die am Anfang des ALM-Prozesses stehen, wohingegen Automatisierung und Monitoring operative Werkzeuge f\u00fcr den sp\u00e4teren Betrieb sind. Der SAP-Bestandskunde muss die Gleichzeitigkeit von Process Mining (Signavio) und automatisiertem Testen im Betrieb (CALM, Basis-Automatisierung) organisieren. <\/p>\n\n\n\n<p>Kritiker bezweifeln den direkten betriebswirtschaftlichen und organisatorischen Mehrwert von LeanIX und Signavio, wenn SAP nicht eine klare Strategie zur Orchestrierung dieser komplexen Werkzeuge liefert.<\/p>\n\n\n\n<p>SAP hat WalkMe \u00fcbernommen, um die Unterst\u00fctzung f\u00fcr Anwender zu st\u00e4rken. WalkMe, die Digital Adoption Platform, soll die Produktivit\u00e4t steigern und Risiken senken, indem sie erkennt, wo Reibungsver\u00adluste entstehen, und ma\u00dfgeschneiderten Support und Automatisierung direkt in den Arbeitsabl\u00e4ufen der Anwender (\u00fcber alle beteiligten Anwendungen hinweg, auch Nicht-SAP) bereitstellt. WalkMe soll helfen, neue Funktionen schnell und effizient anzunehmen, was die Nutzerakzeptanz \u2013 ein kritischer Erfolgsfaktor bei der Einf\u00fchrung neuer SAP-Systeme \u2013 verbessert.<\/p>\n\n\n\n<p>Die S\/4-Basis-Architektur verlangt nach spezifischen Ma\u00dfnahmen im Monitoring und in der Automatisierung. Die Migration auf S\/4 Hana erfordert eine gro\u00dfe Anzahl von Integrationen. Die IT-Systeme sind oft nicht mehr monolithisch, sondern hybrid (On-prem, Private Cloud, Public Cloud, Non-SAP-Systeme). Dieses fragmentierte Umfeld macht das ganzheitliche Monitoring komplex. Trotz des gestiegenen Risikos tun sich viele SAP-Bestandskunden mit einem l\u00fcckenlosen Echtzeitmonitoring f\u00fcr ihre SAP-Landschaften schwer. Das CCoE muss eine l\u00fcckenlose \u00dcberwachung von Schnittstellen und Apps (wie Fiori) gew\u00e4hrleisten, um Probleme proaktiv zu erkennen. L\u00f6sungen wie New Relic bieten Full-Stack Observability und Business Process Monitoring \u00fcber SAP-Backend und Fiori.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Gisa_s_12_web.svg\" alt=\"\" class=\"wp-image-158178\" style=\"width:767px;height:auto\"\/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><em>\u00dcbergang zu Cloud und Rise with SAP: Die Verantwortlichkeiten mit einem neuen Cloud-Betriebsmodell verbleiben trotz Rise-Vertrags bei den SAP-Bestandskunden \u2013 ein CCoE-Experiment, oder? Quelle: SAP<\/em><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Observe, Engage, Act<\/h2>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Der Trend geht zur Kopplung von Monitoring und Automatisierung (Observe, En\u00adgage, Act). Ziel ist das Self-Healing im Betrieb (z. B. automatisierte Plattenerweiterung, Neustart von Backups). Plattformen wie Avantra nutzen AIOps (Artificial Intelligence for IT Operations), um IT-Operationen zu vereinfachen und die Probleml\u00f6sung in komplexen Umgebungen zu beschleunigen. Aber bei Rise with SAP ist der Zugriff auf den SAP-Betrieb eingeschr\u00e4nkt, was die Arbeit markt\u00fcblicher Automatisierungstools erschwert, insbesondere wenn End-to-End-Prozesse abgewickelt werden. Legacy-Schnittstellen sind teilweise nicht mehr vorhanden. Workload-Automation-\u00adL\u00f6sungen m\u00fcssen daher Rise-kompatibel sein, idealerweise agieren sie direkt aus dem SAP-System heraus (wie Honico BatchMan).<\/p>\n\n\n\n<p>Das Konzept der SAP Business Data Cloud (BDC) zielt darauf ab, eine semantisch integrierte Datenbasis f\u00fcr das intelligente Unternehmen zu schaffen. Die BDC und die damit verbundenen Techniken (Databricks, Snowflake als Data-Lake-L\u00f6sungen von Hyperscalern) revolutionieren die Datenarchitektur, da sie das klassische Data Warehouse (DWH) potenziell abl\u00f6sen k\u00f6nnten. Die Arbeit des CCoE und der SAP-Basis wird durch diese Entwicklung massiv beeinflusst: <\/p>\n\n\n\n<p>Anstatt monolithischer Datenhaltung entstehen verteilte, hybride Umgebungen, die Daten-Streaming und Big-Data-Analysen erfordern. Das CCoE muss die Governance der zahlreichen APIs sicherstellen, die f\u00fcr den Datenaustausch zwischen SAP Cloud ERP (S\/4 Hana) und externen Cloud-Plattformen notwendig sind. Das CCoE muss sich mit der Frage der Datenhoheit auseinandersetzen. Die Lizenzierung wird komplex, wenn SAP-Daten in externe LLM-Modelle au\u00dferhalb des SAP-\u00d6kosystems flie\u00dfen. <\/p>\n\n\n\n<p>Zudem muss das CCoE eine umfassende Cloud-Exit-Strategie bereithalten, da Cloud-Provider inklusive SAP die Daten l\u00f6schen k\u00f6nnten, wenn Vertr\u00e4ge enden. Das CCoE wird somit zum strategischen Partner, der die Verbindung zwischen der Datenhaltung von Hana und PAL (Predictive Analytics Library) und den Anforderungen der Cloud-Analysewerkzeuge (Data Fabric, Data Hub) herstellen muss.<\/p>\n\n\n\n<p>Das CCoE ist die zentrale Organisationseinheit, die die Security Governance und die Compliance (z. B. SoD, Berechtigungsmanagement) sicherstellen muss. Die Sorgen \u00fcber potenzielle Systemverletzungen sind bei SAP-Bestandskunden begr\u00fcndet. Die gr\u00f6\u00dfte operative Herausforderung ist das monatliche SAP-Patch-Day-Management. SAP stellt Sicherheitshinweise (Security Notes) zur Verf\u00fcgung, doch die manuelle Pr\u00fcfung der Relevanz und die Implementierung der Hotfixes sind aufgrund von Ressourcenmangel oft mangelhaft. <\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/dsag_s_15_web.svg\" alt=\"\" class=\"wp-image-158181\" style=\"width:767px;height:auto\"\/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><em>SAPs Vision der Gesch\u00e4ftstransformation: Von der Routine zur Unterst\u00fctzung von Wachstum und neuen Gesch\u00e4ftsmodellen, aber das proaktive Handeln muss der Bestandskunde verantworten.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Die Automatisierung (z. B. durch spezialisierte Software, die das Sammeln, Priorisieren und Initiieren von Aktionen f\u00fcr SAP Security Notes \u00fcbernimmt) ist der einzige Weg, um die Sicherheit nachhaltig zu gew\u00e4hrleisten und die Fehlerbehebungszeiten drastisch zu reduzieren. Bei SAP-Cloud-L\u00f6sungen liegt die Verantwortung f\u00fcr die Einhaltung der Compliance und die Sicherheit der Anwendungen trotz Rise-with-SAP-Vertrags weiterhin beim Kunden (CCoE), auch wenn der Hyperscaler (z. B. Azure, AWS) oder SAP selbst ein hohes Infrastruktur-Sicherheitsniveau gew\u00e4hrleistet. Das CCoE muss die Einhaltung von Gesetzen (wie der DSGVO) in der Public Cloud aktiv adressieren. Das CCoE ist ebenso f\u00fcr das Aufrechterhalten von aktuellen und transparenten Berechtigungskonzepten verantwortlich, auch hier \u00fcbernimmt SAP durch einen Rise-Vertrag keine Verantwortung.<\/p>\n\n\n\n<p>Zusammenfassend l\u00e4sst sich festhalten, dass das CCoE in der \u00c4ra von S\/4 Hana und SAP Cloud ERP (neue SAP Business Suite) zur strategischen Schaltzentrale avanciert ist. Es muss die Rolle des traditionellen CCC bewahren \u2013 die perfekte, automatisierte Beherrschung des SAP-Maschinenraums \u2013 und gleichzeitig die Strategie der SAP adaptieren, indem es die bipolare Spannung zwischen strategischem Prozessdesign (Signavio und LeanIX) und operativer IT-Stabilit\u00e4t (Automatisierung und Monitoring) aufl\u00f6st. <\/p>\n\n\n\n<p>Ohne diese umfassende Leistung \u2013 betriebswirtschaftlich durch Kostenoptimierung und lizenzrechtliche Klarheit, organisatorisch durch Fachkr\u00e4fteentlastung mittels Automatisierung und technisch durch l\u00fcckenloses Monitoring und robuste Cybersicherheit \u2013 wird der SAP-Bestandskunde die komplexe S\/4-Conversion nicht sicher und erfolgreich bew\u00e4ltigen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><a href=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/2512_E3_Magazin_Online_Coverstory.pdf\" target=\"_blank\" rel=\" noreferrer noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"125\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/download_banner_D_1000x125.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-158927\" srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/download_banner_D_1000x125.jpg 1000w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/download_banner_D_1000x125-400x50.jpg 400w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/download_banner_D_1000x125-768x96.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/download_banner_D_1000x125-100x13.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/download_banner_D_1000x125-480x60.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/download_banner_D_1000x125-640x80.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/download_banner_D_1000x125-720x90.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/download_banner_D_1000x125-960x120.jpg 960w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/download_banner_D_1000x125-18x2.jpg 18w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/download_banner_D_1000x125-600x75.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n<p><script class=\"podigee-podcast-player\" src=\"https:\/\/player.podigee-cdn.net\/podcast-player\/javascripts\/podigee-podcast-player.js\" data-configuration=\"https:\/\/e3coverstory-2512.podigee.io\/embed?context=external\"><\/script><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mitgliedern der SAP-Community aus dem R\/2- und R\/3-Zeitalter ist das CCC in guter Erinnerung. Customer Competence Center stand f\u00fcr den First-Level-Support bei den SAP-Bestandskunden durch deren eigene IT-Abteilung. Weil f\u00fcr SAP offensichtlich alles \u201eTeufelszeug\u201c ist, was aus einer erfolgreichen On-prem-Zeit stammt, wurde aus dem CCC das CCoE, Customer Center of Expertise. 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