{"id":156127,"date":"2025-10-14T07:30:00","date_gmt":"2025-10-14T05:30:00","guid":{"rendered":"http:\/\/e3mag.com\/?p=156127"},"modified":"2025-10-08T11:40:53","modified_gmt":"2025-10-08T09:40:53","slug":"sap-ewm-auf-s-4-hana-im-fokus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/e3mag.com\/de\/sap-ewm-auf-s-4-hana-im-fokus\/","title":{"rendered":"SAP EWM auf S\/4 Hana im Fokus"},"content":{"rendered":"\n<p>Die Lagerlogistik befindet sich im permanenten Wandel. Viele Organisationen, die bislang mit SAP WM oder individuellen Insell\u00f6sungen arbeiteten, stehen im Rahmen der S\/4-Migration vor der Entscheidung, den Sprung zu SAP Extended Warehouse Management zu wagen. EWM l\u00f6st nicht nur das klassische SAP WM ab, es integriert tiefer in die Supply-Chain-Prozesse und bietet unter anderem Slot-Management, embedded Lean-Warehouse-Funk\u00adtionen und Cross-Docking-Strategien.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Modular und objektorientiert<\/h2>\n\n\n\n\n\n\n\n<p>Technisch realisiert wird dies durch einen modularen Aufbau und objektorientierte Architektur sowie Business Objects (zum Beispiel Handling Units, Warehouse Tasks, Warehouse Orders), die technisch \u00fcber Tabellen hinweg Abstraktionen liefern. Allerdings basiert auch SAP EWM im Kern auf klassischen SAP-Tabellen (Abap Dictionary), erg\u00e4nzt durch Business Object Layer (BOL), Persistenzklassen und komplexere Objektstrukturen. SAP EWM geht deutlich \u00fcber die tabellen- und feldorientierten Strukturen von SAP WM hinaus.<\/p><div class=\"great-fullsize-content-de great-entity-placement\" style=\"float: left;\" id=\"great-1209603466\"><div id=\"great-1095171357\" style=\"margin-bottom: 20px;\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=6ZGXMPyM-nU\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"banner_26-04_29_1200x150\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1.jpg\" alt=\"\"  srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1.jpg 1200w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-400x50.jpg 400w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-768x96.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-100x13.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-480x60.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-640x80.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-720x90.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-960x120.jpg 960w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-1168x146.jpg 1168w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-18x2.jpg 18w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-600x75.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" width=\"1200\" height=\"150\"  style=\" max-width: 100%; height: auto;\" \/><\/a><\/div><\/div>\n\n\n\n<p>Der Umstieg von SAP WM auf SAP EWM bietet au\u00dferdem sp\u00fcrbare funktionale und prozessuale Vorteile. Ein zentraler Mehrwert liegt in der deutlich pr\u00e4ziseren Steuerung von Lagerprozessen. SAP EWM unterst\u00fctzt Slotting und Rearrangement, wodurch Lagerpl\u00e4tze automatisch anhand von Kriterien wie Produktdimensionen, Bewegungsdaten oder Verbrauchsmustern zugewiesen und bei Bedarf angepasst werden. <\/p>\n\n\n\n<p>Das sorgt f\u00fcr eine h\u00f6here Materialverf\u00fcgbarkeit bei gleichzeitig optimierter Raumnutzung, eine M\u00f6glichkeit, die im klassischen WM-System nicht in dieser Form vorhanden ist. Auch im Bereich der Kommissionierung bietet SAP EWM erweiterte Funktionen. Neben klassischen Methoden unterst\u00fctzt das System unter anderem Multi Order Picking mittels Pick Cart und liefer\u00fcbergreifende Kommissionierung. Externe Pick-by-Light- und Pick-by-Voice-Systeme k\u00f6nnen nahtlos angebunden werden, wodurch sich Durchlaufzeiten sp\u00fcrbar verk\u00fcrzen lassen.<br>SAP EWM verf\u00fcgt dar\u00fcber hinaus \u00fcber integrierte Funktionen f\u00fcr Cross-Docking und Yard Management. <\/p>\n\n\n\n<p>Vordefinierte Cross-Docking-Prozesse und eine umfassende Steuerung von Toren und Fahrzeugbewegungen sind standardm\u00e4\u00dfig enthalten. Diese Prozesse werden im klassischen WM nicht in dieser Tiefe abgebildet. Ein weiterer Vorteil liegt in der integrierten Ressourcen- und Personaleinsatzplanung. SAP EWM erm\u00f6glicht es, Lagerpersonal und Fahrzeugressourcen flexibel einzusetzen und dabei neben Verf\u00fcgbarkeiten auch Qualifikationen und Kompetenzprofile zu ber\u00fccksichtigen. Schlie\u00dflich l\u00e4sst sich SAP EWM vollst\u00e4ndig in die \u00fcbergreifende SAP Supply Chain Execution (SCE) integrieren. \u00dcber die SAP Business Technology Platform (SAP BTP) oder Systeme wie SAP MII (Manufacturing Integration and Intelli\u00adgence) wird eine enge Verzahnung mit L\u00f6sungen wie SAP Transportation Management oder SAP Manufacturing Execution erm\u00f6glicht, sodass durchg\u00e4ngige End-to-End-Prozesse realisierbar sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Erfahrungen aus Kundenprojekten zeigen, dass Firmen durch SAP EWM im Schnitt 20 bis 40 Prozent Effizienzsteigerung in der Kommissionierung, 10 bis 15 Prozent Fl\u00e4\u00adchenersparnis und eine um 50 Prozent verbesserte Termintreue realisieren konnten, insbesondere in Kombination mit Prozessdigitalisierung und Automatisierung.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">S\/4 nicht automatisch SAP EWM<\/h2>\n\n\n\n\n\n\n\n<p>Ein h\u00e4ufiger Irrtum besteht zus\u00e4tzlich darin zu glauben, dass mit der Einf\u00fchrung von S\/4 Hana SAP EWM automatisch und vollst\u00e4ndig verf\u00fcgbar ist. Zwar stehen mit Basic EWM, das direkt in S\/4 Hana integriert ist, und Advanced EWM als Add-on unterschiedliche Funktionspakete bereit, doch die Auspr\u00e4gungen unterscheiden sich erheblich. Besonders in komplexen Lager\u00adprozessen ist eine detaillierte Analyse unverzichtbar. Viele IT-Verantwortliche untersch\u00e4tzen den Aufwand f\u00fcr Daten\u00admigration, insbesondere historischer und konsolidierter Informationen aus SAP WM. <\/p>\n\n\n\n<p>Weiterhin stellt die Integration in die benachbarten SAP-Module und die An\u00adbindung eventuell vorhandener Fremd\u00adsysteme eine Herausforderung dar. Hinzu kommt, dass ohne ein klar definiertes Zielbild und eine durchdachte Prozessarchitektur h\u00e4ufig Projektverz\u00f6gerungen entstehen. S\/4 Hana allein schafft also noch keine effiziente EWM-L\u00f6sung \u2013 hier ist fachliche und technische Weitsicht gefragt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Lessons Learned<\/h2>\n\n\n\n\n\n\n\n<p>Erfahrungen aus der Praxis zeigen, dass sich bei der Einf\u00fchrung von SAP EWM auf S\/4 Hana immer wieder \u00e4hnliche Stolpersteine ergeben. Besonders h\u00e4ufig ver\u00adursacht eine mangelhafte Stammdaten\u00adqualit\u00e4t Probleme. Ungenaue oder ver\u00adaltete Informationen \u00fcber Lagerpl\u00e4tze, \u00adArtikelstammdaten und Chargendetails blockieren zahlreiche EWM-Funktionalit\u00e4ten von Anfang an. Daher ist eine konsequente Data Governance im Vorfeld der Implementierung zwingend erforderlich, um eine stabile Datenbasis zu schaffen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein weiterer kritischer Punkt ist die fehlende Prozessdokumentation. In vielen F\u00e4llen haben sich im klassischen SAP WM \u00fcber Jahre individuelle Ausnahmen und manuelle Workarounds etabliert, die nicht systematisch erfasst wurden. Wer hier lediglich einen technischen Systemwechsel vollzieht, riskiert Kontrollverluste und Ineffi\u00adzienzen.<br>Aus diesem Grund empfiehlt sich eine vollst\u00e4ndige Prozessaufnahme vor Projektbeginn, idealerweise erg\u00e4nzt um eine Decision Matrix zur systematischen Freigabe von Prozessen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Integrationsaufwand wird ebenfalls oft untersch\u00e4tzt. Eine erfolgreiche EWM-\u00adLandschaft erfordert eine enge Anbindung an ERP-Systeme, Transportmanagement-\u00adL\u00f6sungen, externe Labelsysteme, Yard-Management-Software und IoT-basierte Anwendungen. Jede zus\u00e4tzliche Schnittstelle hat Einfluss auf den Implementierungsaufwand, was eine fr\u00fchzeitige Abstimmung aller Systeme und Beteiligten notwendig macht. <\/p>\n\n\n\n<p>Schlie\u00dflich sind auch Eigenentwicklungen und Anpassungen ein h\u00e4ufiges Thema. Viele Unternehmen haben im Laufe der Zeit individuelle Erweiterungen implementiert, die nicht immer strategisch notwendig sind. Daher sollte gepr\u00fcft werden, welche dieser Entwicklungen tats\u00e4chlich \u00fcbernommen oder durch Standardfunktionen von SAP EWM ersetzt werden k\u00f6nnen. Tests zur Wiederverwendbarkeit und Portabilit\u00e4t helfen dabei, die Systemlandschaft m\u00f6glichst schlank und wartungsarm zu halten.<\/p>\n\n\n\n<p>Leogistics setzt auf ein bew\u00e4hrtes Change-\u00adManagement. Kundenerfahrungen belegen, dass sich durch die konsequente Ber\u00fccksichtigung dieser Lessons Learned die Projektlaufzeiten um bis zu 15 Prozent reduzieren und r\u00fcckwirkende Anpassungskosten durch Change Requests signifikant vermeiden lassen. Die Entscheidung, ob SAP EWM in der Private Cloud oder in der Public Cloud betrieben wird beziehungsweise on-premises genutzt werden soll, erfordert eine pr\u00e4zise Analyse der betrieblichen und technologischen Anforderungen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die richtige IT-Architektur<\/h2>\n\n\n\n\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend die Private Cloud und on-premises durch erweiterte Anpassungsm\u00f6glichkeiten und tiefgreifende Systemintegra\u00adtion \u00fcberzeugt, punktet die Public Cloud mit schnelleren Release-Zyklen und reduziertem Betriebsaufwand. Allerdings stehen nicht alle Funktionen der Private Cloud auch unmittelbar in der Public Cloud zur Verf\u00fcgung. Ein systematischer Abgleich der funktionalen und prozes\u00adsualen Erfordernisse ist daher zwingend erforderlich. <\/p>\n\n\n\n<p>Erg\u00e4nzend dazu gewinnt die SAP Business Technology Platform (BTP) an strategischer Bedeutung. Sie fungiert als technologisches Bindeglied f\u00fcr individuelle Erweiterungen, Integrationen sowie die Nutzung von Machine Learning und Predictive Analytics. Insbesondere in Kombination mit SAP EWM schafft die SAP BTP signifikanten Mehrwert durch die Integration von Echtzeitsteuerung, mobiler Datenerfassung und Prozessautomatisierung. Unternehmen, die SAP EWM ohne die Einbindung der BTP betreiben, sch\u00f6pfen ihr technologisches Potenzial nicht vollst\u00e4ndig aus.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Mehr als ein Systemwechsel<\/h2>\n\n\n\n\n\n\n\n<p>Die Einf\u00fchrung von SAP EWM auf S\/4 Hana ist weit mehr als ein technisches Upgrade. Sie stellt eine strategische Neuorientierung der Lagerlogistik dar und kann nur mit einem ganzheitlichen Ansatz erfolgreich umgesetzt werden inklusive Prozessoptimierung, Datenkonsolidierung und technologischer Basis. Die Kombination von SAP EWM mit SAP BTP sowie einer klar definierten Cloud-Strategie oder On-premises-L\u00f6sung bildet den Rahmen f\u00fcr eine moderne, resiliente und adaptive Supply Chain, die weit \u00fcber klassische Automatisierungsziele hi\u00adnaus Wirkung entfaltet.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Lagerlogistik befindet sich im permanenten Wandel. Viele Organisationen, die bislang mit SAP WM oder individuellen Insell\u00f6sungen arbeiteten, stehen im Rahmen der S\/4-Migration vor der Entscheidung, den Sprung zu SAP Extended Warehouse Management zu wagen. EWM l\u00f6st nicht nur das klassische SAP WM ab, es integriert tiefer in die Supply-Chain-Prozesse und bietet unter anderem Slot-Management, embedded Lean-Warehouse-Funk\u00adtionen und Cross-Docking-Strategien.<br>Modular und objektorientiert<\/p>\n\n\n\n<p>Technisch realisiert wird dies durch einen modularen Aufbau und objektorientierte Architektur sowie Business Objects (zum Beispiel Handling Units, Warehouse Tasks, Warehouse Orders), die technisch \u00fcber Tabellen hinweg Abstraktionen liefern. Allerdings basiert auch SAP EWM im Kern auf klassischen SAP-Tabellen (Abap Dictionary), erg\u00e4nzt durch Business Object Layer (BOL), Persistenzklassen und komplexere Objektstrukturen. SAP EWM geht deutlich \u00fcber die tabellen- und feldorientierten Strukturen von SAP WM hinaus.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Umstieg von SAP WM auf SAP EWM bietet au\u00dferdem sp\u00fcrbare funktionale und prozessuale Vorteile. Ein zentraler Mehrwert liegt in der deutlich pr\u00e4ziseren Steuerung von Lagerprozessen. SAP EWM unterst\u00fctzt Slotting und Rearrangement, wodurch Lagerpl\u00e4tze automatisch anhand von Kriterien wie Produktdimensionen, Bewegungsdaten oder Verbrauchsmustern zugewiesen und bei Bedarf angepasst werden. Das sorgt f\u00fcr eine h\u00f6here Materialverf\u00fcgbarkeit bei gleichzeitig optimierter Raumnutzung, eine M\u00f6glichkeit, die im klassischen WM-System nicht in dieser Form vorhanden ist. Auch im Bereich der Kommissionierung bietet SAP EWM erweiterte Funktionen. <\/p>\n\n\n\n<p>Neben klassischen Methoden unterst\u00fctzt das System unter anderem Multi Order Picking mittels Pick Cart und liefer\u00fcbergreifende Kommissionierung. Externe Pick-by-Light- und Pick-by-Voice-Systeme k\u00f6nnen nahtlos angebunden werden, wodurch sich Durchlaufzeiten sp\u00fcrbar verk\u00fcrzen lassen.<br>SAP EWM verf\u00fcgt dar\u00fcber hinaus \u00fcber integrierte Funktionen f\u00fcr Cross-Docking und Yard Management. Vordefinierte Cross-Docking-Prozesse und eine umfassende Steuerung von Toren und Fahrzeugbewegungen sind standardm\u00e4\u00dfig enthalten. Diese Prozesse werden im klassischen WM nicht in dieser Tiefe abgebildet. Ein weiterer Vorteil liegt in der integrierten Ressourcen- und Personaleinsatzplanung. SAP EWM erm\u00f6glicht es, Lagerpersonal und Fahrzeugressourcen flexibel einzusetzen und dabei neben Verf\u00fcgbarkeiten auch Qualifikationen und Kompetenzprofile zu ber\u00fccksichtigen. <\/p>\n\n\n\n<p>Schlie\u00dflich l\u00e4sst sich SAP EWM vollst\u00e4ndig in die \u00fcbergreifende SAP Supply Chain Execution (SCE) integrieren. \u00dcber die SAP Business Technology Platform (SAP BTP) oder Systeme wie SAP MII (Manufacturing Integration and Intelli\u00adgence) wird eine enge Verzahnung mit L\u00f6sungen wie SAP Transportation Management oder SAP Manufacturing Execution erm\u00f6glicht, sodass durchg\u00e4ngige End-to-End-Prozesse realisierbar sind.<br>Erfahrungen aus Kundenprojekten zeigen, dass Firmen durch SAP EWM im Schnitt 20 bis 40 Prozent Effizienzsteigerung in der Kommissionierung, 10 bis 15 Prozent Fl\u00e4\u00adchenersparnis und eine um 50 Prozent verbesserte Termintreue realisieren konnten, insbesondere in Kombination mit Prozessdigitalisierung und Automatisierung.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">S\/4 nicht automatisch SAP EWM<\/h2>\n\n\n\n\n\n\n\n<p>Ein h\u00e4ufiger Irrtum besteht zus\u00e4tzlich darin zu glauben, dass mit der Einf\u00fchrung von<br>S\/4 Hana SAP EWM automatisch und vollst\u00e4ndig verf\u00fcgbar ist. 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S\/4 Hana allein schafft also noch keine effiziente EWM-L\u00f6sung \u2013 hier ist fachliche und technische Weitsicht gefragt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Lessons Learned<\/h2>\n\n\n\n\n\n\n\n<p>Erfahrungen aus der Praxis zeigen, dass sich bei der Einf\u00fchrung von SAP EWM auf S\/4 Hana immer wieder \u00e4hnliche Stolpersteine ergeben. Besonders h\u00e4ufig ver\u00adursacht eine mangelhafte Stammdaten\u00adqualit\u00e4t Probleme. Ungenaue oder ver\u00adaltete Informationen \u00fcber Lagerpl\u00e4tze, \u00adArtikelstammdaten und Chargendetails blockieren zahlreiche EWM-Funktionalit\u00e4ten von Anfang an. Daher ist eine konsequente Data Governance im Vorfeld der Implementierung zwingend erforderlich, um eine stabile Datenbasis zu schaffen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein weiterer kritischer Punkt ist die fehlende Prozessdokumentation. In vielen F\u00e4llen haben sich im klassischen SAP WM \u00fcber Jahre individuelle Ausnahmen und manuelle Workarounds etabliert, die nicht systematisch erfasst wurden. Wer hier lediglich einen technischen Systemwechsel vollzieht, riskiert Kontrollverluste und Ineffi\u00adzienzen.<br>Aus diesem Grund empfiehlt sich eine vollst\u00e4ndige Prozessaufnahme vor Projektbeginn, idealerweise erg\u00e4nzt um eine Decision Matrix zur systematischen Freigabe von Prozessen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Integrationsaufwand wird ebenfalls oft untersch\u00e4tzt. Eine erfolgreiche EWM-\u00adLandschaft erfordert eine enge Anbindung an ERP-Systeme, Transportmanagement-\u00adL\u00f6sungen, externe Labelsysteme, Yard-Management-Software und IoT-basierte Anwendungen. Jede zus\u00e4tzliche Schnittstelle hat Einfluss auf den Implementierungsaufwand, was eine fr\u00fchzeitige Abstimmung aller Systeme und Beteiligten notwendig macht. Schlie\u00dflich sind auch Eigenentwicklungen und Anpassungen ein h\u00e4ufiges Thema. Viele Unternehmen haben im Laufe der Zeit individuelle Erweiterungen implementiert, die nicht immer strategisch notwendig sind. Daher sollte gepr\u00fcft werden, welche dieser Entwicklungen tats\u00e4chlich \u00fcbernommen oder durch Standardfunktionen von SAP EWM ersetzt werden k\u00f6nnen. Tests zur Wiederverwendbarkeit und Portabilit\u00e4t helfen dabei, die Systemlandschaft m\u00f6glichst schlank und wartungsarm zu halten.<\/p>\n\n\n\n<p>Leogistics setzt auf ein bew\u00e4hrtes Change-\u00adManagement. Kundenerfahrungen belegen, dass sich durch die konsequente Ber\u00fccksichtigung dieser Lessons Learned die Projektlaufzeiten um bis zu 15 Prozent reduzieren und r\u00fcckwirkende Anpassungskosten durch Change Requests signifikant vermeiden lassen. Die Entscheidung, ob SAP EWM in der Private Cloud oder in der Public Cloud betrieben wird beziehungsweise on-premises genutzt werden soll, erfordert eine pr\u00e4zise Analyse der betrieblichen und technologischen Anforderungen.<br>Die richtige IT-Architektur<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend die Private Cloud und on-premises durch erweiterte Anpassungsm\u00f6glichkeiten und tiefgreifende Systemintegra\u00adtion \u00fcberzeugt, punktet die Public Cloud mit schnelleren Release-Zyklen und reduziertem Betriebsaufwand. Allerdings stehen nicht alle Funktionen der Private Cloud auch unmittelbar in der Public Cloud zur Verf\u00fcgung. Ein systematischer Abgleich der funktionalen und prozes\u00adsualen Erfordernisse ist daher zwingend erforderlich. Erg\u00e4nzend dazu gewinnt die SAP Business Technology Platform (BTP) an strategischer Bedeutung. <\/p>\n\n\n\n<p>Sie fungiert als technologisches Bindeglied f\u00fcr individuelle Erweiterungen, Integrationen sowie die Nutzung von Machine Learning und Predictive Analytics. Insbesondere in Kombination mit SAP EWM schafft die SAP BTP signifikanten Mehrwert durch die Integration von Echtzeitsteuerung, mobiler Datenerfassung und Prozessautomatisierung. Unternehmen, die SAP EWM ohne die Einbindung der BTP betreiben, sch\u00f6pfen ihr technologisches Potenzial nicht vollst\u00e4ndig aus.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Mehr als ein Systemwechsel<\/h2>\n\n\n\n\n\n\n\n<p>Die Einf\u00fchrung von SAP EWM auf S\/4 Hana ist weit mehr als ein technisches Upgrade. Sie stellt eine strategische Neuorientierung der Lagerlogistik dar und kann nur mit einem ganzheitlichen Ansatz erfolgreich umgesetzt werden inklusive Prozessoptimierung, Datenkonsolidierung und technologischer Basis. Die Kombination von SAP EWM mit SAP BTP sowie einer klar definierten Cloud-Strategie oder On-premises-L\u00f6sung bildet den Rahmen f\u00fcr eine moderne, resiliente und adaptive Supply Chain, die weit \u00fcber klassische Automatisierungsziele hi\u00adnaus Wirkung entfaltet.<\/p>\n\n\n\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer heute SAP EWM auf S\/4 Hana einf\u00fchrt, betritt oftmals Neuland: Altbew\u00e4hrte Muster greifen nicht mehr. 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