{"id":15189,"date":"2017-03-22T02:05:17","date_gmt":"2017-03-22T01:05:17","guid":{"rendered":"http:\/\/e3mag.com\/?p=15189"},"modified":"2022-05-01T08:16:48","modified_gmt":"2022-05-01T06:16:48","slug":"masterplan-fur-s4","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/e3mag.com\/de\/masterplan-fur-s4\/","title":{"rendered":"Masterplan f\u00fcr S\/4"},"content":{"rendered":"<p>Alegri wurde 2001 von Andreas Emhart gegr\u00fcndet. Er ist heute CEO der Alegri Group.<\/p>\n<p>Hinrich Mielke ist weithin in der SAP-Community als erfahrener Manager bekannt. Er ist Direktor bei Alegri International Service und verantwortet damit den gesamten SAP-Bereich bei der Alegri Group.<\/p><div class=\"great-fullsize-content-de\" style=\"float: left;\" id=\"great-1661627621\"><div id=\"great-1667406998\" style=\"margin-bottom: 20px;\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=6yfv7eho3Gc\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"Fullsize\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150.jpg\" alt=\"Fullsize\"  srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150.jpg 1200w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-400x50.jpg 400w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-768x96.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-100x13.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-480x60.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-640x80.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-720x90.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-960x120.jpg 960w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-1168x146.jpg 1168w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-18x2.jpg 18w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-600x75.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" width=\"1200\" height=\"150\"  style=\" max-width: 100%; height: auto;\" \/><\/a><\/div><\/div>\n<p>Die Themen Hana, S\/4 und Cloud Computing sind komplex, auch wenn SAP-Chef Bill McDermott gerne auf sein \u201erun simple\u201c verweist. Mit dem Wissen und der Erfahrung von Alegri wird es f\u00fcr die SAP-Bestandskunden einfacher werden.<\/p>\n<p>Und bei Alegri spricht man aus eigener Erfahrung: Vergangenes Jahr berichtete Hinrich Mielke \u00fcber das sehr erfolgreiche Customizing von Simple Finance in der Microsoft Azure Cloud.<\/p>\n<p>Kann es einen Masterplan f\u00fcr den Umstieg auf S\/4 geben? Immerhin gleicht ein ERP-System \u2013 R\/3 4.c bis ECC 6.0 \u2013 kaum dem anderen.<\/p>\n<p><em>\u201eDer Masterplan bzw. die Vorgehensweise f\u00fcr die Konvertierung, d. h. f\u00fcr die Umstellung eines bestehenden Systems zu S\/4, wird stets \u00e4hnlich sein\u201c<\/em><\/p>\n<p>beruhigt Direktor Mielke.<\/p>\n<p>Zu Beginn empfiehlt sich ein \u201eHana Readiness Check\u201c inkl. einer Nutzungsanalyse. Dazu m\u00fcssen Testprozeduren, Testf\u00e4lle, Schnittstellen und das Berechtigungswesen analysiert werden. Dann hat man einen guten Startpunkt f\u00fcr die Konvertierung.<\/p>\n<p>Und Mielke erg\u00e4nzt:<\/p>\n<p><em>\u201eDas Customizing einer S\/4-Installation wird weiterhin so individuell wie die Kunden sein \u2013 das macht ja auch die St\u00e4rke von SAPs ERP-L\u00f6sung aus.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Analyst Frank Niemann von PAC in M\u00fcnchen meinte Ende vergangenen Jahres in einer Research Note, dass SAP-Bestandskunden, Partner und SAP selbst sich in einer Transformation befinden, wobei diese jeweils unterschiedlich ausgepr\u00e4gt ist.<\/p>\n<p>Klar ist f\u00fcr Niemann, dass f\u00fcr alle Beteiligten S\/4 und Hana eine Rolle spielen wird. SAP-Bestandskunden werden pr\u00fcfen, wann der geeignete Zeitpunkt f\u00fcr den Umstieg ist, und erwarten dabei Unterst\u00fctzung sowohl von SAP als auch von den SAP-Partnern.<\/p>\n<p>Der SAP-Partner muss sich neben den L\u00f6sungskompetenzen rund um S\/4 den Themen einer Prozess- und Gesch\u00e4ftsmodelltransformation zuwenden.<\/p>\n<p>Es wird erwartet, dass er S\/4 nicht nur schnell implementiert, sondern Transformationsprojekte unter Einbeziehung von IT und Fachbereichen begleitet und unterst\u00fctzt.<\/p>\n<h3>Cloud Computing<\/h3>\n<p>Hana und S\/4 gibt es als On-premise-Angebot und in zahlreichen Cloud-Versionen. Alegri setzt auf Microsoft Azure \u2013 warum?<\/p>\n<p><em>\u201eAlegri ber\u00e4t grunds\u00e4tzlich neutral und unabh\u00e4ngig, da wir keine Lizenzen verkaufen, sondern nur an der Qualit\u00e4t unserer Beratung gemessen werden\u201c<\/em><\/p>\n<p>erkl\u00e4rt CEO Andreas Emhart.<\/p>\n<p><em>\u201eAufgrund unserer Erfahrung mit Azure in Kundenprojekten und der eigenen Nutzung von Azure als PaaS f\u00fcr SharePoint und Office 365 bot sich die Integration mit S\/4 Finance auf Azure an.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Aus Sicht von Alegri hat Microsoft mit Azure ein starkes Cloud-Angebot am Markt und ist vor allem durch seine Office-365- und SharePoint-Installationen (on-premise oder Cloud) bereits bei praktisch allen Unternehmen vertreten.<\/p>\n<p>\u201eInsofern ist bei vielen unserer Klienten Microsoft eine interessante Option, um Cloud-Projekte konsolidiert umsetzen zu k\u00f6nnen. Denn durch die Freigabe einer Office-365-Umgebung ist die rechtliche und organisatorische H\u00fcrde f\u00fcr SAP auf Microsoft Azure oftmals sehr gering, was der Agilit\u00e4t im Projekt zugutekommt.<\/p>\n<p>Zudem bietet Azure die Option einer deutschen Datentreuhand an, damit ist f\u00fcr viele unserer Kunden die Einstiegsh\u00fcrde f\u00fcr die Cloud deutlich reduziert\u201c<\/p>\n<p>wei\u00df Emhart aus vielen erfolgreichen Kundenauftr\u00e4gen.<\/p>\n<p>SAP selbst hat ein breites Cloud-Angebot mit HEC (Hana Enterprise Cloud) und HCP (Hana Cloud Platform), das nun unter dem Namen SAP Cloud zusammengefasst wurde. Ebenso hat SAP die Freigaben f\u00fcr einen Betrieb auf AWS (Amazon Web Services) und Microsoft Azure erteilt.<\/p>\n<p>Wohin entwickelt sich der Markt aus Alegri-Sicht? Wer wird am Ende des Tages der Cloud-Sieger in der SAP-Community sein \u2013 SAP Cloud, AWS oder Azure?<\/p>\n<p><em>\u201eEine Vorhersage w\u00e4re zum aktuellen Zeitpunkt Glaskugellesen\u201c<\/em><\/p>\n<p>meint Andreas Emhart im E-3 Gespr\u00e4ch und beschreibt die Ausgangssituation:<\/p>\n<p><em>\u201eAuch spielt in den Unternehmen nicht nur die SAP-Landschaft eine Rolle in dieser Frage, sondern muss in Zusammenhang mit der kompletten Strategie betrachtet werden.<\/em><\/p>\n<p><em>Insofern d\u00fcrfen wir wohl davon ausgehen, dass es hier keine kurzfristige Entwicklung in die eine oder andere Richtung geben wird.<\/em><\/p>\n<p><em>Wenn es um die Agilit\u00e4t bei Sand\u00adboxen oder Testsystemen geht, werden sicher AWS, Azure und Google Cloud Plattform (GCP) einen Vorteil haben. SAP wird sich eher im Bereich SaaS durchsetzen und die anderen teilen den Markt der IaaS f\u00fcr SAP-Systeme untereinander auf.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Viele SAP-Bestandskunden in Europa haben in den vergangenen Jahrzehnten erfolgreiche eigene Rechenzentrums-Strukturen aufgebaut \u2013 mit teilweise extrem niedrigen Betriebskosten. Geht der simple Weg zu S\/4 und Hana in die Cloud oder bleibt man im eigenen Rechenzentrum?<\/p>\n<p>Hinrich Mielke:<\/p>\n<p><em>\u201eAktuelle Projekte und Kundengespr\u00e4che zeigen, dass die Skepsis bez\u00fcglich Cloud-Anwendungen in der DACH-Region schwindet und sich viele CIOs ernsthaft mit der Cloud auseinandersetzen.<\/em><\/p>\n<p><em>Die Bedeutung von Cloud wird weiter zunehmen, eigene Rechenzentren aber bei vielen Kunden mittelfristig erg\u00e4nzen und nicht abl\u00f6sen.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Ein Vorteil bei PoCs ist die Agilit\u00e4t in der Cloud und auch die M\u00f6glichkeit, eine Architektur einfach ver\u00e4ndern und dem Erkenntnisstand anpassen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Der Beschaffungsprozess und auch der Dekommissionierungsprozess lassen sich auf Minuten reduzieren, dies ist ein entscheidender Vorteil z. B. bei Erprobung von S\/4 Hana.<\/p>\n<p><em>\u201eSo l\u00e4sst sich die Schatten-IT einfangen und compliant betreiben\u201c<\/em><\/p>\n<p>erg\u00e4nzt Mielke.<\/p>\n<h3>Azure, AWS, SAP Cloud?<\/h3>\n<p><em>\u201eWie bei jeglichen Service-Providern bieten all diese ihre eigenen Vorteile\u201c<\/em><\/p>\n<p>wei\u00df CEO Emhart.<\/p>\n<p><em>\u201eSAP positioniert sich mit einem SaaS-Angebot. Microsoft Azure, AWS und die Zusammenarbeit von SAP und Google zielen eher auf IaaS ab.<\/em><\/p>\n<p><em>Microsoft und mit Abstrichen Google bieten die potenzielle Integration in das jeweilige Anwendungs- und Plattformportfolio. Dazu spielt nat\u00fcrlich die jeweilige aktuelle Situation der Unternehmen eine gewichtige Rolle.<\/em><\/p>\n<p><em>Somit muss auch dieses Thema gleich bei der Masterplanung ber\u00fccksichtigt und zusammen mit dem individuellen Deployment-Ansatz untersucht werden.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Eine unausweichliche Frage bei der Diskussion des Cloud Computing in der SAP-Community: Und was soll man mit den On-premise-Lizenzen machen? Bei SAP in ein Subskriptionsmodell wandeln oder mit den eigenen Lizenzen in die AWS-, Azure- oder Google-Cloud gehen?<\/p>\n<p><em>\u201eNat\u00fcrlich spielen die Lizenzen eine wichtige Rolle\u201c<\/em><\/p>\n<p>erkl\u00e4rt Hinrich Mielke,<\/p>\n<p><em>\u201eeine k\u00fcnftige Nutzung sollte aber nicht allein von etwaigen Lizenzen abh\u00e4ngig gemacht werden, sondern am eigenen Bedarf ausgerichtet sein.<\/em><\/p>\n<p><em>Bei Microsoft Azure, AWS und GCP gilt: bring your own license \u2013 BYOL \u2013 f\u00fcr die IaaS. D. h., hier gelten die gleichen Voraussetzungen wie beim On-premise-Betrieb der letzten Jahre, inkl. der Erkenntnis, dass die Lizenzierung bei SAP stets kunden\u00adindividuell ist. Die SAP HEC erm\u00f6glicht BYOL wie auch ein Subskriptionsmodell.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Offensichtlich gibt es viele Wege nach Hana und S\/4. Somit stehen die SAP-Bestandskunden nach dem Wechsel von R\/3 auf ECC 6.0 wieder vor zahlreichen Herausforderungen: Der Weg Richtung S\/4 und Hana scheint f\u00fcr viele SAP-Bestandskunden vorgegeben, wenn auch nicht unmittelbar aktuell zu sein.<\/p>\n<p>Wie bereitet man sich vor? Wie evaluiert man die Kosten und den Mehrwert? Hinrich Mielke schmunzelt im E-3 Gespr\u00e4ch und meint:<\/p>\n<p><em>\u201eKaufen Sie bereits gemachte Erfahrung ein, und kaufen Sie externe Beratung ein. Daf\u00fcr gibt es Beratungsh\u00e4user, man muss nicht jeden Umweg selbst gehen.<\/em><\/p>\n<p><em>Es ist richtig, dass S\/4 und Hana die Zukunft in den SAP-Landschaften der Kunden sein werden. Eine fr\u00fchzeitige Auseinandersetzung und Evaluierung mit den neuen Technologien sollte unmittelbar stattfinden, Stichwort: Think big \u2013 start small!<\/em><\/p>\n<p><em>Der richtige Zeitpunkt f\u00fcr den Umstieg ergibt sich dann aus diversen Faktoren wie Business-Mehrwert, Lizenzkosten, laufenden Wartungsvertr\u00e4gen, anstehenden ALM-Projekten, Unternehmensstrategie, Masterplan etc.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Bei Alegri ist man der Meinung, dass der richtige Zeitpunkt entscheidend ist \u2013 unter Ber\u00fccksichtigung aller Faktoren, diese zu identifizieren und dann die definierte Strategie umzusetzen.<\/p>\n<p><em>\u201eWomit wir wieder bei der Relevanz eines Masterplan w\u00e4ren\u201c<\/em><\/p>\n<p>erg\u00e4nzt Mielke. Vor vier Jahren haben Hasso Plattner und Ex-SAP-Technikvorstand Vishal Sikka bei einer Pr\u00e4sentation in Palo Alto sinngem\u00e4\u00df gesagt, dass SAP nur die beste Technik zur Verf\u00fcgung stellen kann, die Anwender aber selbst entscheiden m\u00fcssen, wie sie diese zum eigenen Vorteil einsetzen. Stimmt das? Was ist die Erfahrung von Alegri?<\/p>\n<p>Hinrich Mielke:<\/p>\n<p><em>\u201eAus der Historie sind viele Kunden bei SAP Aktualisierungen gewohnt, dass SAP die neuen M\u00f6glichkeiten in der Anwendung vorgibt und der Kunde diese aktiviert und anpasst.\u201c<\/em><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Masterplan f\u00fcr s\/4\" class=\"aligncenter size-full wp-image-15201\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/Coverstory-1704.jpg\" alt=\"Coverstory-1704\" width=\"581\" height=\"643\" srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/Coverstory-1704.jpg 581w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/Coverstory-1704-100x111.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/Coverstory-1704-480x531.jpg 480w\" sizes=\"auto, (max-width: 581px) 100vw, 581px\" \/><\/p>\n<h3>SAP-Meinung &amp; Mehrwert<\/h3>\n<p>Damit war der Business Case einfach zu rechnen. Mit S\/4 und Hana stellt SAP eine komplett neue Plattform bereit, die v\u00f6llig neue Herangehensweisen und M\u00f6glichkeiten er\u00f6ffnet \u2013 die SAP kann diese nur beispielhaft skizzieren.<\/p>\n<p><em>\u201eLetztendlich sind die Kunden gefragt, die in ihrem Kerngesch\u00e4ft schlummernden Potenziale zu identifizieren und zu heben: Sie sind schlie\u00dflich die Experten auf ihrem jeweiligen Gebiet.<\/em><\/p>\n<p><em>Insofern geben wir Hasso Plattner und Vishal Sikka recht in ihrer Vorhersage, wobei inzwischen auch SAP durch die Simplifizierung gewichtige Argumente f\u00fcr ihre Kunden in petto hat.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Und CEO Emhart erg\u00e4nzt:<\/p>\n<p><em>\u201eAus unserer Erfahrung heraus sind agile Unternehmen im Vorteil: Sie k\u00f6nnen M\u00f6glichkeiten neuer Technologien f\u00fcr sich nutzen \u2013 und sei es nur in Teilbereichen als Leuchtturmprojekte \u2013 und so einen Vorsprung zum Marktbegleiter erarbeiten.<\/em><\/p>\n<p><em>Dies geht leichter, wenn das Know-how und auch die Kapazit\u00e4ten der Mitarbeiter f\u00fcr diesen kreativen Prozess vorhanden sind und auch vom Management aktiv gef\u00f6rdert werden.\u201c<\/em><\/p>\n<p>SAP muss sicherstellen, dass Kunden sowohl die Technologie als auch das Innovationspotenzial von S\/4 Hana in Bezug auf die eigene Situation bewerten k\u00f6nnen, schrieb Analyst Frank Niemann Ende 2016 in der erw\u00e4hnten PAC-Studie.<\/p>\n<p>Neben vielen anderen Dingen z\u00e4hlen verl\u00e4ssliche Roadmaps und flexiblere Preismodelle dazu, meint Niemann. Wenn sich Bestandskunden gezwungen sehen, S\/4 einzuf\u00fchren, weil es die Produktstrategie so vorschreibt, statt von den Mehrwerten \u00fcberzeugt zu sein, sollte der Softwarekonzern tunlichst nachbessern \u2013 so die Meinung des Analystenhauses PAC.<\/p>\n<h3>Dual-Vendor-Strategie<\/h3>\n<p>Der SAP-Markt ist heterogener als vor 25 Jahren. Standards und Open Source, wie von der SAP verwendet, er\u00f6ffnen neue M\u00f6glichkeiten: Wie stellt sich f\u00fcr Alegri eine Konvergenz von SAP und Microsoft dar? Gibt es hier einen Mehrwert?<\/p>\n<p><em>\u201eViele unserer Klienten nutzen eine Dual-Vendor-Strategie, bei der jede Anforderung des Business bevorzugt durch L\u00f6sungen von Microsoft oder SAP abgedeckt wird\u201c<\/em><\/p>\n<p>wei\u00df CEO Andreas Emhart.<\/p>\n<p>Somit ist Office, oft auch Office365, bereits gesetzt, wie auch SharePoint f\u00fcr Collaboration und strukturierte Dokumentenablage \u2013 das Active Directory ist ebenfalls schon seit Jahren etabliert.<\/p>\n<p>SaaS-L\u00f6sungen auf Basis von Microsoft Azure finden ebenfalls ihren Weg in die Unternehmens-IT. Und Emhart ist \u00fcberzeugt, dass der Paradigmenwechsel bei SAP einen hohen Nutzen zeigen wird, wenn diese bestehenden L\u00f6sungen aus der Microsoft-Welt nahtlos ohne Medienbruch eingebunden werden und so Produktivit\u00e4t und Effektivit\u00e4t erh\u00f6hen.<\/p>\n<p>Wie realisiert der SAP-Bestandskunde einen m\u00f6glichen Mehrwert? Big Bang oder Evolution?<\/p>\n<p>Hinrich Mielke:<\/p>\n<p><em>\u201eUm die Potenziale des Wechsels auf S\/4 zu realisieren, ist die Konvertierung von ECC 6.0 auf S\/4 und Hana ein Projekt zur Gesch\u00e4ftsprozessoptimierung, ggf. sogar auch zur Gesch\u00e4ftsprozessneugestaltung.<\/em><\/p>\n<p><em>Die dadurch m\u00f6glichen und gewinnbringenden Use-Cases sind kundenindividuell und bed\u00fcrfen stets einer Konzernstrategie zu den Zielen und der Absicht des Projektes; danach kann es zielf\u00fchrend angegangen werden.<\/em><\/p>\n<p><em>Die Abstimmung mit der Fachseite f\u00fchrt zu ersten Use Cases. Dann wird z. B. mit der Buchhaltung gestartet oder mit einem Unternehmensbereich, der als Leuchtturm fungiert.<\/em><\/p>\n<p><em>Das Credo ist immer: Think big, start small. Der Big Bang wird eher selten zur Kundensituation passen.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Frank Niemann von PAC hat erhoben, dass die SAP-Bestandskunden in Bezug auf S\/4 in zwei Lager gespalten sind: F\u00fcr die einen ist die neue Produktgeneration von SAP strategisch, um ihre Gesch\u00e4ftsprozesse zu transformieren und neue Gesch\u00e4ftsmodelle zu unterst\u00fctzen sowie ihre SAP-Landschaften weiterzuentwickeln.<\/p>\n<p>Eine andere Gruppe von Unternehmen betrachtet S\/4 lediglich als das n\u00e4chste Release von SAP, das man wohl oder \u00fcbel einf\u00fchren muss. Ihnen geht es vor allem um eine technische Migration ihrer heutigen Systeme auf S\/4.<\/p>\n<p>Mielke meint, folgt man den neuen Paradigmen und setzt S\/4 in seiner Gesamtheit um, \u00e4ndert sich der Gesch\u00e4fts- und Arbeitsprozess an sich. Diese neuen Abl\u00e4ufe sind nicht mehr transaktionsbezogen ausgerichtet, sondern richten sich nach dem Prozess und den Nutzeranforderungen:<\/p>\n<p><em>\u201eHier ist ein Umdenken insbesondere f\u00fcr erfahrene Anwender erforderlich\u201c<\/em><\/p>\n<p>wei\u00df Mielke aus seiner beruflichen Praxis.<\/p>\n<p>Auch wenn die Anzahl an begonnenen sowie geplanten S\/4-Projekten nach Meinung von PAC zunimmt, scheint die Unsicherheit bei den Firmen noch immer gro\u00df zu sein.<\/p>\n<p>Selbst jene, die gern ihre Prozesse transformieren w\u00fcrden, fragen sich, wie hoch wohl der Aufwand daf\u00fcr sein wird. Firmen sind sowohl bei der Planung als auch bei der Durchf\u00fchrung auf externe Unterst\u00fctzung angewiesen, und zwar vor allem bei neuen Themen wie der Einf\u00fchrung des neuen Hauptbuchs und der Migration von SAP-Datenbanken auf Hana.<\/p>\n<p>Nach \u00dcberzeugung von PAC werden die gr\u00f6\u00dften Herausforderungen auf dem Weg zu S\/4 weniger technischer Natur sein. Die Transformation der SAP-bezogenen Prozesse sowie die damit einhergehenden organisatorischen Ver\u00e4nderungen sind noch anspruchsvoller und risikoreicher.<\/p>\n<p>Sich diesen Herausforderungen zu stellen wird nur gelingen, wenn IT- bzw. SAP-Organisation, Fachbereiche und die Gesch\u00e4ftsleitung an einem Strang ziehen.<\/p>\n<h3>Hana 1 oder 2<\/h3>\n<p><em>\u201eHana 1 wird Fehlerkorrekturen bekommen, jedoch keine neuen Features erhalten. Es ist sozusagen das Stable Release\u201c<\/em><\/p>\n<p>erkl\u00e4rt Mielke die j\u00fcngste Innovation aus Walldorf.<\/p>\n<p><em>\u201eHana 2 ist hier der n\u00e4chste Schritt und bringt die Hana-Plattform auf eine neue Ebene, bereit f\u00fcr neue Gesch\u00e4ftsanforderungen wie IoT und technologische Effizienz wie Active\/Active-Read-enabled-Szenarien.<\/em><\/p>\n<p><em>Das hochinteressante Hana Cockpit 2.0 kommt mit Hana 2 und ist nach Untersuchungen von Alegri ein bedeutender Fortschritt.\u201c<\/em><\/p>\n<p><em>\u201eMit der Markteinf\u00fchrung von Hana 2 setzt SAP einen Meilenstein in der Branche, denn die Plattform stellt die n\u00e4chste Generation von Hana dar, die Kunden beim Aufbruch in eine erfolgreiche digitale Zukunft unterst\u00fctzen wird\u201c<\/em><\/p>\n<p>erkl\u00e4rte SAP-Technikvorstand Bernd Leukert Ende 2016 auf der TechEd in Barcelona.<\/p>\n<p>Als Innovationsplattform wird SAP Hana 2 zweimal pro Jahr Erweiterungen bereitstellen, um eine agile Entwicklung zu unterst\u00fctzen. Was empfiehlt Alegri und warum \u2013 Hana oder Hana 2?<\/p>\n<p>Hinrich Mielke:<\/p>\n<p><em>\u201eF\u00fcr Suite on Hana ist zurzeit Hana 1 zu nutzen. Aktuell laufende Projekte mit S\/4 bauen in der Regel noch auf Hana 1 auf und werden nicht ohne zwingenden Grund eine stabile Basis kurzfristig ver\u00e4ndern.<\/em><\/p>\n<p><em>Da es aber f\u00fcr Hana 1 kein SPS13 geben wird, sind die Kunden mittelfristig ohnehin angehalten, auf Hana 2 zu wechseln. Somit sollte die Nummer 2 die Wahl in neu anlaufenden S\/4-Projekten sein.<\/em><\/p>\n<p><em>In zuk\u00fcnftigen Releases von S\/4 wird Hana 2 als Unterbau erforderlich sein.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Hana 2 ist der n\u00e4chste technologische Schritt, baut auf Hana 1 auf und ist abw\u00e4rts kompatibel. Hinrich Mielke erkl\u00e4rt die Details:<\/p>\n<p><em>\u201eDer Wechsel l\u00e4uft analog dem Upgrade eines neuen SPS f\u00fcr die Hana-DB. Die technologischen Risiken und Schritte sind identisch, ebenso der Testaufwand. B<\/em><\/p>\n<p><em>ei \u00e4lteren Quellsystemen kann ein Zwischenschritt auf Hana 1 SPS12 sinnvoll sein. Da aber die Datacenter Service Points entfallen, m\u00fcssen f\u00fcr produktive Umgebungen der richtige Zeitpunkt und das richtige Paket f\u00fcr den Wechsel individuell festgelegt werden.\u201c<\/em><\/p>\n<h3>Lizenzierung<\/h3>\n<p>Und welche Lizenzunterschiede gibt es zwischen Hana 1 und Hana 2 und wie kann der SAP-Bestandskunde zu einer Entscheidung kommen?<\/p>\n<p><em>\u201eHana-Lizenzen h\u00e4ngen von der Art der Nutzung und von den verwendeten Funktionen der Datenbank und SAP-Applikationen ab\u201c<\/em><\/p>\n<p>erkl\u00e4rt Hinrich Mielke.<\/p>\n<p>Hana 2 ben\u00f6tigt an sich keine andere Lizenz als Hana 1, allerdings kommen mit Hana 2 neue Nutzungsm\u00f6glichkeiten im Integrationsbereich, die zus\u00e4tzlicher Lizenzen bed\u00fcrfen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Als Faustregel empfiehlt Mielke: Was in Hana 1, SPS12 enthalten ist, wird bei Hana 2 keine weitere Lizenzierung ben\u00f6tigen. Die Bedarfe und der Nutzen der Lizenzen f\u00fcr Hana 1 oder 2 lassen sich anhand einer entsprechenden Voruntersuchung ermitteln.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Titel ist Programm, weil das neueste ERP-System aus Walldorf eine andere Architektur hat als die Vorg\u00e4ngersysteme. Ein Grund daf\u00fcr ist naturgem\u00e4\u00df Hana. SAP hat versucht, Gutes zu bewahren und Innovationen zu erm\u00f6glichen \u2013 damit wird der \u201eRelease-Wechsel\u201c aber nicht einfacher. \u00dcber den Masterplan f\u00fcr S\/4 geben Andreas Emhart und Hinrich Mielke von Alegri E-3 Chefredakteur Peter F\u00e4rbinger detailliert Auskunft.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":15198,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"pmpro_default_level":"","footnotes":""},"categories":[11022,11023],"tags":[6040,187,621,583,65,1859,1487,524,956,55,450,21219,5867,9961],"coauthors":[19954],"class_list":["post-15189","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-coverstory-1704","category-mag-1704","tag-alegri","tag-bill-mcdermott","tag-cloud-computing","tag-ecc-6-0","tag-hana","tag-hana-cloud-platform","tag-hana-enterprise-cloud","tag-hcp","tag-hec","tag-pac","tag-r3","tag-s-4","tag-sap-cloud","tag-simple-finance","pmpro-has-access"],"acf":[],"featured_image_urls_v2":{"full":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/shutterstock_470584415-Kopie_CMYK-Kopie.jpg",1000,432,false],"thumbnail":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/shutterstock_470584415-Kopie_CMYK-Kopie-150x150.jpg",150,150,true],"medium":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/shutterstock_470584415-Kopie_CMYK-Kopie.jpg",400,173,false],"medium_large":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/shutterstock_470584415-Kopie_CMYK-Kopie-768x332.jpg",768,332,true],"large":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/shutterstock_470584415-Kopie_CMYK-Kopie.jpg",1000,432,false],"image-100":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/shutterstock_470584415-Kopie_CMYK-Kopie-100x43.jpg",100,43,true],"image-480":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/shutterstock_470584415-Kopie_CMYK-Kopie-480x207.jpg",480,207,true],"image-640":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/shutterstock_470584415-Kopie_CMYK-Kopie-640x276.jpg",640,276,true],"image-720":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/shutterstock_470584415-Kopie_CMYK-Kopie-720x311.jpg",720,311,true],"image-960":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/shutterstock_470584415-Kopie_CMYK-Kopie-960x415.jpg",960,415,true],"image-1168":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/shutterstock_470584415-Kopie_CMYK-Kopie.jpg",1000,432,false],"image-1440":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/shutterstock_470584415-Kopie_CMYK-Kopie.jpg",1000,432,false],"image-1920":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/shutterstock_470584415-Kopie_CMYK-Kopie.jpg",1000,432,false],"1536x1536":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/shutterstock_470584415-Kopie_CMYK-Kopie.jpg",1000,432,false],"2048x2048":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/shutterstock_470584415-Kopie_CMYK-Kopie.jpg",1000,432,false],"trp-custom-language-flag":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/shutterstock_470584415-Kopie_CMYK-Kopie.jpg",18,8,false],"bricks_large_16x9":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/shutterstock_470584415-Kopie_CMYK-Kopie.jpg",1000,432,false],"bricks_large":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/shutterstock_470584415-Kopie_CMYK-Kopie.jpg",1000,432,false],"bricks_large_square":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/shutterstock_470584415-Kopie_CMYK-Kopie.jpg",1000,432,false],"bricks_medium":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/shutterstock_470584415-Kopie_CMYK-Kopie.jpg",600,259,false],"bricks_medium_square":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/shutterstock_470584415-Kopie_CMYK-Kopie.jpg",600,259,false],"profile_24":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/shutterstock_470584415-Kopie_CMYK-Kopie-24x24.jpg",24,24,true],"profile_48":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/shutterstock_470584415-Kopie_CMYK-Kopie-48x48.jpg",48,48,true],"profile_96":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/shutterstock_470584415-Kopie_CMYK-Kopie-96x96.jpg",96,96,true],"profile_150":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/shutterstock_470584415-Kopie_CMYK-Kopie-150x150.jpg",150,150,true],"profile_300":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/shutterstock_470584415-Kopie_CMYK-Kopie-300x300.jpg",300,300,true]},"post_excerpt_stackable_v2":"<p>Der Titel ist Programm, weil das neueste ERP-System aus Walldorf eine andere Architektur hat als die Vorg\u00e4ngersysteme. 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