{"id":135729,"date":"2024-01-04T15:00:00","date_gmt":"2024-01-04T14:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/e3mag.com\/?p=135729"},"modified":"2024-01-05T08:09:56","modified_gmt":"2024-01-05T07:09:56","slug":"kampf-dem-wissensabfluss-mit-ki-und-automatisierung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/e3mag.com\/de\/kampf-dem-wissensabfluss-mit-ki-und-automatisierung\/","title":{"rendered":"Kampf dem Wissensabfluss mit KI und Automatisierung"},"content":{"rendered":"\n<p>Studien besagen, dass seit 2020 j\u00e4hrlich rund eine halbe Million Menschen in ihren \u2013 fraglos wohlverdienten \u2013 Ruhestand gehen. Was tun, wenn erfahrene Kollegen und Kolleginnen in Rente gehen und ihr wertvolles Wissen mitnehmen? Bedenkt man, dass jeder dritte Angestellte in Deutschland aus den geburtenstarken Jahrg\u00e4ngen der 50er- und 60er-Jahre kommt, braucht es nicht viel Fantasie, um sich die dramatischen Auswirkungen ihres Ausscheidens auf das vorhandene Wissen in den Unternehmen vorzustellen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eErfahrung kann man nicht lehren oder kaufen, sondern nur mitbringen\u201c, lautet das allgemein anerkannte Credo in vielen Chefetagen. Diese Erfahrung geht somit unwiederbringlich verloren, wenn das erfahrene Fachpersonal nach 30 Jahren oder mehr das Unternehmen verl\u00e4sst. Konkret bedeutet das f\u00fcr die J\u00fcngeren, dass es niemanden mehr gibt, den sie bei einem auftretenden Problem fragen k\u00f6nnen: \u201eWie hast du das immer gel\u00f6st?\u201c Oder: \u201eWas bedeutet diese Systemmeldung und was muss ich tun?\u201c&nbsp;<\/p><div class=\"great-fullsize-content-de great-entity-placement\" style=\"float: left;\" id=\"great-3776282958\"><div id=\"great-491508066\" style=\"margin-bottom: 20px;\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=6ZGXMPyM-nU\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"banner_26-04_29_1200x150\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1.jpg\" alt=\"\"  srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1.jpg 1200w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-400x50.jpg 400w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-768x96.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-100x13.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-480x60.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-640x80.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-720x90.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-960x120.jpg 960w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-1168x146.jpg 1168w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-18x2.jpg 18w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-600x75.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" width=\"1200\" height=\"150\"  style=\" max-width: 100%; height: auto;\" \/><\/a><\/div><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wertvolles Wissen<\/h2>\n\n\n\n<p>Was also tun, um das wertvolle Wissen, das in den K\u00f6pfen dieser hochkompetenten und vor allem erfahrenen Mitarbeiter steckt, f\u00fcr deren Nachfolger \u2013 und das Unternehmen insgesamt \u2013 nutzbar zu machen, gleichsam zu konservieren? Kann hier vielleicht die moderne Technologie bis hin zur k\u00fcnstlichen Intelligenz helfen?<\/p>\n\n\n\n<p>Szenarios, bei denen sich der Wissensverlust h\u00e4ufig besonders virulent zeigt, finden sich unter anderem im Bereich der IT. Ein typisches Beispiel sind selbst entwickelte Softwarel\u00f6sungen, die \u00fcber die Jahre erweitert und an die ver\u00e4nderlichen Bed\u00fcrfnisse angepasst wurden. H\u00e4ufig sind diese L\u00f6sungen jedoch nur mangelhaft oder im Extremfall gar nicht dokumentiert. Somit stellen sie ein klassisches \u201eWissenssilo\u201c dar \u2013 eine \u201eBlackbox\u201c, die zwar funktioniert, aber niemand kann sagen, wie genau, geschweige denn, sie weiterentwickeln. Gehen deren Entwickler in den Ruhestand, f\u00fchrt nicht selten der einzig gangbare Weg in diesen F\u00e4llen zu Standardl\u00f6sungen \u2013 manche w\u00fcrden vielleicht sogar sagen, zur\u00fcck zu Standardl\u00f6sungen. Und tats\u00e4chlich berichten viele Softwareanbieter von Kunden, denen praktisch nichts anderes \u00fcbrigbleibt, als ihre jahrelang gut funktionierenden Systeme durch Standardsysteme zu ersetzen, selbst wenn diese m\u00f6glicherweise nicht alle Finessen bieten, die sie zu sch\u00e4tzen gelernt haben. Im Beispiel der inhouse entwickelten Software lautet wohl die einfachste Methode: die Entwickler rechtzeitig dazu \u201everdonnern\u201c, ihre Software ausf\u00fchrlich zu dokumentieren, damit ihre Nachfolger sie weiter nutzen und vor allem pflegen k\u00f6nnen. Das ist zwar ein m\u00f6glicher Ansatz, greift aber vermutlich zu kurz. Denn das w\u00fcrde bedeuten, dass die weniger erfahrenen Kollegen und Kolleginnen bei jedem Problem umst\u00e4ndlich die Dokumentation w\u00e4lzen m\u00fcssten, um zu einer L\u00f6sung zu gelangen. W\u00e4re es nicht effizienter, wenn das Wissen in anderer \u201eleicht verdaulicher\u201c Form konserviert w\u00fcrde?&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Systeme und Software zu dokumentieren ist sicherlich eine M\u00f6glichkeit, das Wissen der \u201ealtgedienten\u201c Mitarbeitenden vor dem Verschwinden zu retten. Deutlich sinnvoller w\u00e4re es aber, dieses Wissen so aufzubereiten, dass es auch von weniger erfahrenem oder spezialisiertem Personal direkt genutzt werden kann. Das kann zum Beispiel die Erweiterung um passenden Kontext sein, um aussagekr\u00e4ftigere Alarm- oder Statusmeldungen zu erhalten. Die n\u00e4chste Stufe w\u00e4ren konkrete Anweisungen, die auch technisch weniger geschulten Anwendern vorgeben, was in einem bestimmten Fall zu tun ist. In beiden F\u00e4llen kann die k\u00fcnstliche, lernende Intelligenz eine wertvolle Unterst\u00fctzung darstellen, denn sie ist eben genau in der Lage, Zusammenh\u00e4nge zu erkennen und entsprechende Handlungsaussagen zu generieren. Sie bildet damit die Verkn\u00fcpfung von der Erfahrung der \u00e4lteren Kollegen zur Unterst\u00fctzung ihrer Nachfolger.<\/p>\n\n\n\n<p>Und wenn ein System in der Lage ist, kontextbasierte Hinweise, Empfehlungen bis hin zu konkreten Handlungsvorgaben auszugeben, ist der Schritt zur Automatisierung nicht mehr weit. Denn diese Anweisungen lassen sich h\u00e4ufig entweder ganz ohne menschliche Interaktion oder nach \u00dcberpr\u00fcfung und Best\u00e4tigung durch die Anwender direkt im jeweiligen System ausf\u00fchren. So k\u00f6nnte die KI beispielsweise selbstt\u00e4tig unter Ber\u00fccksichtigung mehrerer Bedingungen entscheiden, ein bedrohtes System abzuschalten oder ein bestimmtes Update durchzuf\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Standardl\u00f6sungen<\/h2>\n\n\n\n<p>Hier sind die Software- und Systemanbieter gefordert: Ben\u00f6tigt werden zum einen Standardl\u00f6sungen, um die \u201eselbst gestrickten\u201c \u2013 und zumeist schlecht dokumentierten \u2013 Programme vieler Unternehmen zu ersetzen. Doch vor allem werden dringend smarte L\u00f6sungen gebraucht: L\u00f6sungen, die das vorhandene Wissen in den Unternehmen aufnehmen und abrufen k\u00f6nnen. Ideal-erweise sollten sie zudem in der Lage sein, das Wissen mittels KI in den richtigen Kontext zu stellen und m\u00f6glichst viele Prozeduren zu automatisieren. Im IT-Bereich bieten sich hier die sogenannten AIOPs-Plattformen an, also Plattformen, die mittels k\u00fcnstlicher Intelligenz den Betrieb ganzer Systemlandschaften automatisieren und absichern k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDie Situation ist da\u201c, sagte einst der erste deutsche Bundeskanzler, Konrad Adenauer. Und genau so stellt es sich auch heute dar: Das wertvolle Wissen langj\u00e4hriger, erfahrener Mitarbeiter muss jetzt vor dem Verlust gerettet werden. Sieht man von der Option ab, diese Mitarbeiter l\u00e4nger zu halten, bleibt nur die \u00dcbertragung dieses Wissensschatzes in intelligente Systeme.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.avantra.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">avantra.com<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Babyboomer gehen in den Ruhestand. 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