{"id":134277,"date":"2023-11-07T09:00:00","date_gmt":"2023-11-07T08:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/e3mag.com\/?p=134277"},"modified":"2023-11-30T16:33:53","modified_gmt":"2023-11-30T15:33:53","slug":"ende-zu-ende-lagerautomatisierung-mit-sap-ewm","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/e3mag.com\/de\/ende-zu-ende-lagerautomatisierung-mit-sap-ewm\/","title":{"rendered":"Ende-zu-Ende-Lagerautomatisierung mit SAP EWM"},"content":{"rendered":"\n<p>Die Deutsche Amphibolin Werke (DAW) mit Hauptsitz im s\u00fcdhessischen Ober-Ramstadt entwickeln, produzieren und vertreiben seit mehr als 125 Jahren Premiumprodukte f\u00fcr Geb\u00e4ude und den Bautenschutz. Gegr\u00fcndet 1895 und seit f\u00fcnf Generationen familiengef\u00fchrt, ist die DAW-Firmengruppe das Dach zahlreicher starker Marken. Ober-Ramstadt ist gleichzeitig der gr\u00f6\u00dfte Standort der DAW, hier werden unter anderem die Kernmarken Alpina und Caparol produziert und hier sitzen die Bereiche Forschung und Entwicklung und die Innovationsabteilung.<\/p>\n\n\n\n<p>Im September 2022 er\u00f6ffnete der Baufarbenhersteller ein neues Distributionszentrum mit hohem Automatisierungs- und Digitalisierungsgrad. LogiPlus Consulting aus Ludwigshafen hat DAW unter anderem bei der Umstellung der bestehenden Lagerverwaltungsl\u00f6sung SAP Warehouse Management (WM) auf SAP Extended Warehouse Management (EWM) und bei der Integration der technischen Anlagen in die SAP-Landschaft w\u00e4hrend der gesamten mehrstufigen Projektierung unterst\u00fctzt. So gelang eine Ende-zu-Ende-Automatisierung der Intralogistik am Standort in Ober-Ramstadt.<\/p><div class=\"great-fullsize-content-de\" style=\"float: left;\" id=\"great-1145176850\"><div id=\"great-3300416790\" style=\"margin-bottom: 20px;\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=6yfv7eho3Gc\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"Fullsize\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150.jpg\" alt=\"Fullsize\"  srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150.jpg 1200w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-400x50.jpg 400w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-768x96.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-100x13.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-480x60.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-640x80.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-720x90.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-960x120.jpg 960w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-1168x146.jpg 1168w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-18x2.jpg 18w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-600x75.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" width=\"1200\" height=\"150\"  style=\" max-width: 100%; height: auto;\" \/><\/a><\/div><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ausgangssituation und Ziele<\/h2>\n\n\n\n<p>2018 stand die DAW vor vielschichtigen Herausforderungen. Eine \u00fcber die letzten 15 Jahre kontinuierlich gestiegene Artikelvielfalt und ver\u00e4nderte Marktanforderungen f\u00fchrten zu einem erh\u00f6hten Bedarf an Lagerkapazit\u00e4t, der mit den gewachsenen Strukturen auf dem Werksgel\u00e4nde nicht mehr gedeckt werden konnte. Aufgrund der Platzprobleme musste DAW Ware in verschiedenen Au\u00dfenl\u00e4gern lagern sowie Teilsortimente ebenfalls dort kommissionieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Situation f\u00fchrte zu einem enormen Aufwand in der Bestandsf\u00fchrung und Bedarfsplanung. Die Kommissionierung setzte ein hohes Artikel Know-how der Mitarbeiter voraus, da mobile Dialoge und die Staplersteuerung in einem propriet\u00e4rem, unterlagertem System veraltet waren. Aufgrund der Abk\u00fcndigung von SAP WM und der parallel geplanten Einf\u00fchrung von S\/4 Hana entschied sich DAW daf\u00fcr, die bestehende IT-Infrastruktur abzul\u00f6sen und auf komplett neue F\u00fc\u00dfe zu stellen.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit dem Ziel, die gesamten Supply-Chain-Abl\u00e4ufe zu optimieren und Transportwege zu reduzieren, sollten die bisher auf dem Werksgel\u00e4nde verteilten sowie externe Lagerstandorte in der Region unter einem Dach vereint werden. Um die dazu ben\u00f6tigte Lagerkapazit\u00e4t zu schaffen und gleichzeitig die Prozesse im Lager zu optimieren, sah das Konzept unter anderem die Errichtung eines automatisierten Hochregallagers (HRL), eines Auto-Store-Systems sowie eines automatisierten, dynamischen Kommissionierpuffers vor, einschlie\u00dflich der f\u00f6rdertechnischen Anbindung der verschiedenen Lagerbereiche. Mit der Automatisierung von Prozessen sollte eine erhebliche Arbeitserleichterung f\u00fcr die Logistikmitarbeiter einhergehen inklusive der Integration manueller Bereiche und Bestandsanlagen wie F\u00f6rdertechnik. Ein weiteres zentrales Ziel war die Optimierung der Arbeitsplatzgestaltung f\u00fcr die Lagermitarbeiter anhand ergonomischer Kriterien.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Von SAP WM zu EWM<\/h2>\n\n\n\n<p>Zum Projekt geh\u00f6rte die softwareseitige Integration s\u00e4mtlicher Anlagen, um alle Logistikprozesse effizient steuern und den laufenden Betrieb sicherstellen zu k\u00f6nnen. Mit Blick auf die Zukunftssicherheit, die Kompatibilit\u00e4t und die zentrale Steuerung des Lagers in einem dominierenden System, entschied DAW, das bestehende System SAP WM auf SAP EWM zu migrieren. Da S\/4 als ERP-System noch nicht eingef\u00fchrt worden war, wurde ein dezentrales EWM implementiert. \u201eDas Projekt bestand aus mittel- und langfristigen Zielen. Mittelfristig mussten das bestehende SAP WM und die Bestandsanlagen durch SAP EWM und SAP EWM MFS abgel\u00f6st werden. Langfristig mussten die SAP EWM-Prozesse mit dem Baufortschritt und den damit verbundenen Inbetriebnahmen mitwachsen\u201c, erl\u00e4utert J\u00f6rg Martin, Leiter Fertigwarenlager bei DAW.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hochregallager und AutoStore<\/h2>\n\n\n\n<p>Im April 2020 begannen die umfassenden Bauarbeiten f\u00fcr das hochmoderne Logistikzentrum auf dem Werksgel\u00e4nde in Ober-Ramstadt. Heute umfasst das im September 2022 feierlich er\u00f6ffnete Logistikzentrum ein automatisiertes Hochregallager (HRL) mit rund 30.000 Stellpl\u00e4tzen f\u00fcr Paletten, ein AutoStore-System f\u00fcr Kleingebinde mit drei Kommissionierpl\u00e4tzen und 12.000 Beh\u00e4ltern, in denen rund 3500 Artikel lagern, sowie einen ebenfalls automatisierten, dynamischen Kommissionierpuffer mit rund 1500 Paletten- und sechs Arbeitspl\u00e4tzen zur Kommissionierung.<\/p>\n\n\n\n<p>Das automatische Beh\u00e4lterlager Auto-Store arbeitet mit sieben Robotern im Drei-Schicht-Betrieb, die die ben\u00f6tigten Beh\u00e4lter an einen von insgesamt vier Arbeitspl\u00e4tzen, sogenannte Ports, fahren. Die Bestands\u00fcbersicht erfolgt zentral im SAP EWM. Die Versorgung von Pufferlager, AutoStore und den Kommissionierpl\u00e4tzen erfolgt mit einer Elektro-H\u00e4ngebahn (EHB). Die Paletten f\u00fcr das HRL werden \u00fcber einen F\u00f6rdertechnik-Loop automatisch zu einer der acht Gassen im HRL transportiert und von hier automatisch per Regalbedienger\u00e4t ein- und ausgelagert. Die manuelle Kommissionierung umfasst 1200 Kommi-Pl\u00e4tze.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Ein wichtiges Ziel in der Konzeption war der Wechsel von der Strategie \u201ePerson-zur-Ware\u201c hin zum Prinzip \u201eWare-zur-Person\u201c. Durch das realisierte \u201eWare-zur-Person\u201c-Prinzip wurden die Wege f\u00fcr die Mitarbeiter reduziert und die Arbeit im neuen DAW-Fertigwarenlager, die im Drei-Schicht-Betrieb erfolgt, h\u00f6chst effizient.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Lageranlagen in EWM<\/h2>\n\n\n\n<p>Im ersten Schritt l\u00f6sten die Experten von LogiPlus gemeinsam mit DAW das bestehende Lagerverwaltungssystem SAP WM durch ein dezentrales SAP EWM ab, um das Bestandslager zu erweitern. Mit der Optimierung des Materialflusses durch EWM-MFS (Material Flow System) konnten dann Automatisierungsl\u00f6sungen wie AutoStore und ein Staplerleitsystem eingef\u00fchrt und in das Projekt integriert werden. S\/4 Hana wurde als ERP-System nachgelagert implementiert und komplementiert nun die automatisierte Intralogistiklandschaft am Hauptstandort der DAW.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eAufgrund der unterschiedlichen Automatikgewerke war der gr\u00f6\u00dfte Vorteil, dass alles \u00fcber das EWM-MFS angebunden werden konnte. SAP EWM ist somit die zentrale Steuereinheit aller Prozessabl\u00e4ufe. Die Umsetzung fand im laufenden Betrieb statt und der Lieferservice zum Kunden wurde in jeder Phase des Projektes sichergestellt. Durch das Gesamtprojekt konnten externe Lageraktivit\u00e4ten komplett wieder an den Standort Ober-Ramstadt zur\u00fcck integriert werden\u201c, fasst J\u00f6rg Martin den Projektablauf der Implementierung zusammen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Durch die erh\u00f6hten Lagerkapazit\u00e4ten hat DAW heute s\u00e4mtliche Handels- und Fertigwaren sowie Verpackungen unter einem Dach vereint. Dadurch haben sich die Verf\u00fcgbarkeit der Artikel und die Stabilit\u00e4t der Prozesse verbessert und DAW kann ihren Kunden einen h\u00f6heren Lieferservice bieten.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Materialfluss konnte durch den Verlauf in eine Richtung vom zentralen Wareneingang im dritten Stock des Logistikgeb\u00e4udes bis hin zur Verladung an der Rampe im Erdgeschoss verbessert werden. Insgesamt konnte der Output um 57 Prozent auf circa drei Millionen Lieferscheinpositionen pro Jahr erh\u00f6ht werden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">AutoStore und SAP EWM<\/h2>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die Anbindung von AutoStore an ein SAP EWM gibt es unterschiedliche Optionen. Bei DAW entschied man sich, keine Anbindung \u00fcber eine externe Middleware vorzunehmen, sondern w\u00e4hlte eine direkte Anbindung via Task Interface. Dadurch werden die Best\u00e4nde und Lagerorte direkt in EWM verwaltet, EWM wird das dominierende zentrale Steuerungssystem. Die Kommunikation zwischen SAP EWM und AutoStore wird auf Basis von TCP\/IP im XML-Format via http abgewickelt.<\/p>\n\n\n\n<p>So kann SAP EWM s\u00e4mtliche Ein- und Auslagerauftr\u00e4ge direkt an den AutoStore Controller \u00fcbermitteln. Diese zentrale Steuereinheit des AutoStore \u00fcbernimmt die Routensteuerung der Roboter und entscheidet, welcher Roboter am effizientesten auf den jeweils ben\u00f6tigten Beh\u00e4lter zugreifen kann. Der Bediener am Port wird \u00fcber die individuell von LogiPlus entwickelten Nutzeroberfl\u00e4chen und Dialoge optimal und intuitiv durch den Prozess begleitet. So sind auch neue Mitarbeiter schnell einsatzf\u00e4hig.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Allgemeinen steht bei vielen Unternehmen das Thema Automatisierung und damit auch die Integration verschiedener Systeme in SAP EWM ganz oben auf der Agenda. Mit der direkten Anbindung in SAP EWM schaffen Unternehmen durchg\u00e4ngige Prozesse und erschlie\u00dfen so das ganze Potential hinsichtlich Effizienz und Leistung in der Intralogistik. Der Erfolg des LogiPlus-Kunden DAW ist hierf\u00fcr ein gutes Beispiel.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/logiplus.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">logiplus.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Deutsche Amphibolin Werke errichtete ein hochmodernes Logistikzentrum mit Hochregallager und AutoStore und profitiert von der ganzheitlichen und direkten Integration in EWM.<br \/>\nNur durch die direkte EWM-Integration von Automatikgewerken entfalten Automatisierungsl\u00f6sungen ihr volles 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