{"id":130104,"date":"2023-06-29T10:20:00","date_gmt":"2023-06-29T08:20:00","guid":{"rendered":"http:\/\/e3mag.com\/?p=130104"},"modified":"2023-06-29T10:22:13","modified_gmt":"2023-06-29T08:22:13","slug":"no-code","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/e3mag.com\/de\/no-code\/","title":{"rendered":"No Code"},"content":{"rendered":"\n<p>An der Spitze steht Abap auf der BTP mit dem Codenamen Steampunk. Es gibt aber auch zahlreiche Low-Code\/No-Code-Angebote. Auch Java ist noch gefragt und das Konzept \u201eBring Your Own Programming Languages\u201c existiert ebenfalls.<br><br>Ein Sprichwort besagt, dass viele K\u00f6che den Brei verderben. Am Ende k\u00f6nnte der SAP-Bestandskunde ganz ohne Code dastehen oder aber es gilt: Viele Wege f\u00fchren nach Rom. Auf dem SAP Competence Center Summit 2023 in Salzburg hat die E-3 Redaktion die Vorlieben der Bestandskunden und Partner abgefragt. Ganz oben in der Gunst steht noch immer Abap. Dem Low-Code\/No-Code-Angebot Build von SAP geben nicht viele Summit-Teilnehmer eine Chance. Dennoch gibt es gute Low-Code-Ans\u00e4tze in der SAP-Community, siehe nachfolgende Reportage von Simplifier in dieser Coverstory.<\/p>\n\n\n\n<p>Um einem No-Code-Desaster zu entgehen, sehen sich die SAP-Bestandskunden einer doppelten Herausforderung ausgesetzt: Wie die Abap-Modifikationen aus dem Z-Namensraum nach S\/4 bringen und wie zuk\u00fcnftige Individualisierung auf der SAP Business Technology Platform realisieren? Abap RESTful Application Programming (RAP), Cloud Application Programming (CAP), Low Code\/No Code mit SAP Build und Steampunk als Embedded Abap sind nur eine kleine Auswahl der M\u00f6glichkeiten, wie in Zukunft ein SAP-Bestandskunde sein ERP-System modifizieren kann. Es gilt demnach nicht nur, verschiedene Konzepte zu studieren von Open Source und GitHub bis zu propriet\u00e4rem Steampunk-Code, sondern auch, die Programmiersprachen selbst zu erlernen. Keine leichte Aufgabe f\u00fcr Programmierer, in welcher Sprache zuk\u00fcnftig die Algorithmen zu coden sind \u2013 und Java gibt es auch noch!<\/p><div class=\"great-fullsize-content-de\" style=\"float: left;\" id=\"great-672115262\"><div id=\"great-2581184492\" style=\"margin-bottom: 20px;\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=6yfv7eho3Gc\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"Fullsize\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150.jpg\" alt=\"Fullsize\"  srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150.jpg 1200w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-400x50.jpg 400w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-768x96.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-100x13.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-480x60.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-640x80.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-720x90.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-960x120.jpg 960w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-1168x146.jpg 1168w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-18x2.jpg 18w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-600x75.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" width=\"1200\" height=\"150\"  style=\" max-width: 100%; height: auto;\" \/><\/a><\/div><\/div>\n\n\n\n<p>Die Resonanz auf Steampunk war in den DSAG-Arbeitskreisen anl\u00e4sslich der Technologietage in Mannheim sehr positiv. Gro\u00dfteils waren es aber SAP-Bestandskunden, die ihr halbes Berufsleben mit Abap verbracht haben. Wie schaut die Zukunft aus? Soll ein Neukunde f\u00fcr die Private oder Public Cloud auch noch Abap mit Ausblick auf Steampunk lernen? Dazu antwortet Karl Kessler, VP Product Management Abap Platform bei SAP, im E-3 Exklusivinterview: \u201eAbap ist nach wie vor relevant und wird es auch in Zukunft sein. F\u00fcr S\/4-Kunden, sowohl Bestandskunden als auch Neukunden, bietet SAP ein modernes Abap-Cloud-Entwicklungsmodell an. Abap Cloud erlaubt es, upgradestabile und cloud-f\u00e4hige L\u00f6sungen und Erweiterungen zu bauen. Je nach Szenario k\u00f6nnen Kunden oder Partner ihre Abap-Cloud-Erweiterung direkt auf dem S\/4-Stack oder auf der Business Technology Platform bauen. Innerhalb der Community spricht man hier auch von Embedded Steampunk bzw. Steampunk. Das Entwicklungsmodell Abap Cloud ist auf der BTP und in allen S\/4-Editionen, also Public Cloud, Private Cloud und On-prem, in der neuesten Version verf\u00fcgbar.\u201c<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Abap-Modifikationen<\/h3>\n\n\n\n<p>Viele erfolgreiche R\/3-Systeme beruhen auch auf umfangreichen Abap-Modifikationen. Die Frage nach der Total Cost of Ownership (TCO) beim Abap-Coding stellte sich selten. Mit dem Aufkommen des NetWeaver und neuer M\u00f6glichkeiten der Systemanpassung auch im Z-Namensraum werden die \u00dcberlegungen hinsichtlich Programmierkosten immer relevanter. Sp\u00e4testens beim Umstieg auf S\/4 Hana sollte jeder SAP-Bestandskunde sehr genau die \u201eTCO of Coding\u201c im Blick haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit dem Aufstieg des sogenannten Composable Enterprise steigt auch die Nachfrage nach wiederverwendbaren Softwarekomponenten, mit denen sich L\u00f6sungen schnell und effizient entwickeln lassen. Der Digitalverband Bitkom postuliert: Digitalisierte Unternehmen ziehen im Wettbewerb davon! In Deutschlands Unternehmen w\u00e4chst die Sorge, den Anschluss an ihre digitalen Wettbewerber zu verlieren. Eine deutliche Mehrheit der Unternehmen sieht aktuell Wettbewerber voraus, die fr\u00fchzeitig auf die Digitalisierung gesetzt haben.&nbsp; Das ist ein Spitzenwert. Vor einem Jahr sahen erst 52 Prozent der Unternehmen ihre digitalen Wettbewerber davonziehen, vor f\u00fcnf Jahren waren es sogar erst 37 Prozent. Das eigene Unternehmen halten derzeit zwei Drittel f\u00fcr einen Nachz\u00fcgler bei der Digitalisierung, ein Drittel sieht sich als Vorreiter. Das sind Ergebnisse einer repr\u00e4sentativen Befragung von 602 Unternehmen ab 20 Besch\u00e4ftigten in Deutschland im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Bedeutung der Digitalisierung<\/h3>\n\n\n\n<p>\u201eDie Unternehmen haben die Bedeutung der Digitalisierung f\u00fcr die eigene Zukunft erkannt. Sie wissen aber offenbar nicht, wie sie die Digitalisierung angehen sollen. F\u00fcr jedes einzelne Unternehmen wie f\u00fcr die deutsche Wirtschaft insgesamt muss es hei\u00dfen: die 2020er-Jahre zur digitalen Dekade machen!\u201c, fordert der neue Bitkom-Pr\u00e4sident Ralf Wintergerst anl\u00e4sslich der Vorstellung der Studie. \u201eIn der Vergangenheit war Deutschland das Land der Dichter und Denker. In Zukunft muss Deutschland das Land der Dichter, Denker und Digitalisierer sein.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Dabei ist KI nicht die einzige Technologie, bei der es eine Diskrepanz zwischen der wahrgenommenen Bedeutung f\u00fcr die allgemeine Wettbewerbsf\u00e4higkeit und dem Einsatz im eigenen Unternehmen gibt. So sprechen 92 Prozent der Unternehmen Datenanalysen und Big Data eine gro\u00dfe Bedeutung zu, aber nur 39 Prozent setzen sie ein. Robotik halten 86 Prozent f\u00fcr bedeutsam, doch nur 40 Prozent nutzen die Technologie. \u00c4hnlich sieht es aus beim Internet of Things (84 Prozent gro\u00dfe Bedeutung, 36 Prozent Einsatz), 5G (82 Prozent zu 23 Prozent), autonomen Fahrzeugen (76 Prozent zu 17 Prozent), 3D-Druck (74 Prozent zu 23 Prozent) sowie Virtual und Augmented Reality (67 Prozent zu 24 Prozent). <\/p>\n\n\n\n<p>Und bei neueren Technologien ist der Einsatz noch deutlich seltener: So nutzen gerade einmal 4 Prozent Blockchain-Technologie, obwohl ihr 67 Prozent eine gro\u00dfe Bedeutung zu sprechen. Und praktisch kein Unternehmen setzt Metaverse-Technologien selbst ein (1 Prozent), obwohl immerhin 36 Prozent ihnen eine gro\u00dfe Bedeutung zuschreiben. \u201eWir m\u00fcssen Deutschland in der digitalen Wirtschaft herausragend gut positionieren. Wir brauchen mehr Mut zum Digitalen, auch in den Unternehmen\u201c, so Wintergerst.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"298\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/PK-Digitalisierte-Unternehmen.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-130112\" srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/PK-Digitalisierte-Unternehmen.jpg 1000w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/PK-Digitalisierte-Unternehmen-400x119.jpg 400w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/PK-Digitalisierte-Unternehmen-768x229.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/PK-Digitalisierte-Unternehmen-100x30.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/PK-Digitalisierte-Unternehmen-480x143.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/PK-Digitalisierte-Unternehmen-640x191.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/PK-Digitalisierte-Unternehmen-720x215.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/PK-Digitalisierte-Unternehmen-960x286.jpg 960w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/PK-Digitalisierte-Unternehmen-600x179.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Digitalisierte Unternehmen machen das Rennen. Inwieweit treffen die folgenden Aussagen zur Digitalisierung auf Ihr Unternehmen zu?\nn=602, Prozentwert f\u00fcr \u201eTrifft voll und ganz zu\u201c oder \u201eTrifft eher zu\u201c. Quelle: Bitkom.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Das gr\u00f6\u00dfte Digitalisierungshemmnis ist aus Unternehmenssicht der Datenschutz, von dem sich 77 Prozent bei der digitalen Transformation behindert f\u00fchlen. Vor einem Jahr waren es 71 Prozent. Auch der Fachkr\u00e4ftemangel (64 Prozent; 2022: 55 Prozent) versch\u00e4rft sich weiter. Dahinter folgen gleichauf mit je 54 Prozent die Anforderungen an technische IT-Sicherheit, fehlende Zeit und fehlende finanzielle Mittel \u2013 wobei knappe Mittel deutlich h\u00e4ufiger als Grund genannt werden als noch 2022 mit 43 Prozent. Kein verbreitetes Hemmnis ist dagegen eine mangelnde Bereitschaft der Belegschaft (12 Prozent) sowie Unsicherheiten \u00fcber den wirtschaftlichen Nutzen der Digitalisierung (5 Prozent).<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Composability<\/h3>\n\n\n\n<p>Ein wesentlicher Schritt zur Digitalisierung wird f\u00fcr SAP-Bestandskunden die Individualisierung, Adaption und Composability des eigenen ERP-Systems sein, ECC oder S\/4. Modifikationen stellten f\u00fcr SAP-Anwender immer schon einen Mehrwert dar, was den ERP-Weltmarktf\u00fchrer auch jenseits von Abap immer wieder zu neuen Programmiermodellen bewegte. 2020 pr\u00e4sentierte SAP einen ersten Low-Code-Versuch mit dem Framework Ruum, damit sollen Anwenderinnen und Anwender ohne Programmierkenntnisse innerhalb von Stunden anstatt wie bisher Tagen oder Wochen Abteilungsprozesse erstellen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Kurze Zeit sp\u00e4ter, im Jahr 2021, gab SAP die \u00dcbernahme von AppGyver bekannt. AppGyver ist ein Start-up im Bereich der No-Code-Entwicklungsplattformen, die es Nutzern ohne Programmierkenntnisse erm\u00f6glichen, mobile Anwendungen sowie Anwendungen f\u00fcr das Web zu erstellen. Und wieder hie\u00df es von SAP: Mit der \u00dcbernahme von AppGyver kann SAP ihre Bestandskunden und Partner besser dabei unterst\u00fctzen, IT-Systeme effizient an die eigenen spezifischen Bed\u00fcrfnisse anzupassen und die Benutzerfreundlichkeit ihrer Anwendungen zu optimieren. Die L\u00f6sungen von AppGyver werden Teil der SAP Business Technology Platform (BTP). AppGyver soll das Angebot der SAP im Bereich Business Process Intelligence erweitern und SAPs Low-Code-Angebot erg\u00e4nzen, das vom Partner Mendix bereitgestellt wird und Teil von Siemens ist. Das Low-Code-Framework von Mendix stand sogar einst in der SAP-Preisliste und es gab gemeinsame Kongressmessen von SAP und Mendix. In der Zwischenzeit ist diese Partnerschaft zerbrochen, aber auch Ruum und AppGyver sind in der Versenkung verschwunden, sodass die Community diesbez\u00fcglich \u00fcber \u201eNo Code\u201c spricht.<\/p>\n\n\n\n<p>Jeder kann Apps entwickeln, erkl\u00e4rte SAP und propagierte eine einheitliche Low-Code\/No-Code-Erfahrung basierend auf der Business Technology Platform. Sowohl Profi- als auch Fachbereichsentwickler sind damit imstande, neue Anwendungen zu entwickeln. Bestehende Apps lassen sich damit verbessern und komplexe Aufgaben automatisieren, meinte man bei SAP. AppGyver bietet No-Code-Entwicklung und -Automatisierung, w\u00e4hrend SAP Business Application Studio die Low-Code-Entwicklung steigert. Das immer wieder geh\u00f6rte Argument: Bei Low Code ist die technische Komplexit\u00e4t wesentlich geringer als bei herk\u00f6mmlichen Programmiermethoden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Applikationsentwicklung<\/h3>\n\n\n\n<p>Eine aktuelle Studie von Techconsult in Zusammenarbeit mit Neptune Software zeigt, dass Low-Code-Plattformen hierbei bereits zu einer relevanten Option innerhalb der SAP-Applikationsentwicklung deutscher Unternehmen geworden sind. Mehr als zwei Drittel aller Unternehmen (68 Prozent) besch\u00e4ftigen sich laut eigenen Angaben bereits aktiv mit entsprechenden L\u00f6sungen. Flexible und moderne Softwarel\u00f6sungen, wie das Intelligent-Enterprise-L\u00f6sungsframework der SAP, das auch die neue ERP-Welt rund um S\/4 beinhaltet, sind ein zentraler Erfolgsfaktor f\u00fcr die weitere Digitalisierung und das Fundament f\u00fcr digitale Prozesse.<\/p>\n\n\n\n<p>Diesen Herausforderungen wird immer mehr mit agilen, innovativen Entwicklungsmethoden begegnet und es haben sich mittlerweile Technologien entwickelt, die Software flexibler und kosteng\u00fcnstiger werden lassen. Weg von gro\u00dfen, zeit- und kostenintensiven Softwareeinf\u00fchrungen hin zu einer agilen Entwicklung mit vollautomatisierten Prozessen und Entwicklungsmethoden, die f\u00fcr das schnelllebige Umfeld der Digitalisierung notwendig sind, um auch in Zeiten knapper Budgets und Ressourcen Software in der geforderten Qualit\u00e4t, Geschwindigkeit und Effizienz entwickeln und bereitstellen zu k\u00f6nnen. Im SAP-Umfeld bieten Low-Code-Plattformen unterschiedliche Ans\u00e4tze zur Unterst\u00fctzung der Entwicklung von individuellen SAP-Applikationen beziehungsweise der Weiterentwicklung und Anpassung bestehender Applikationen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">UI5 und Fiori<\/h3>\n\n\n\n<p>So bieten sie zum Beispiel die M\u00f6glichkeit, UI5-basierte Fiori-Anwendungen in der vorhandenen SAP-Infrastruktur auch w\u00e4hrend der S\/4-Umstellung zu entwickeln und auch weiterhin danach. Mittels grafischer Modellierungstools brauchen Entwickler keine HTML5- oder JavaScript-Kenntnisse und Abap-Entwickler k\u00f6nnen mit dem strategischen Technologie-Stack von SAP im digitalen Kernsystem ohne weitere Tools oder Fachkenntnisse benutzerdefinierte Apps entwickeln sowie Unternehmensfunktionen als APIs bereitstellen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch wenn die Vorteile klar ersichtlich sind, d\u00fcrfte das finale Framework bei SAP selbst noch nicht gefunden sein, denn nach Ruum und AppGyver folgte im Herbst vergangenen Jahres Build, das ein weiteres Low-Code-Angebot f\u00fcr die Business Technology Platform darstellt. Das neue IT-Werkzeug soll es Anwendern erm\u00f6glichen, mit minimalen technischen Kenntnissen Unternehmensanwendungen zu erstellen und zu erweitern, Prozesse zu automatisieren und Weboberfl\u00e4chen einfach per Drag-and-drop zu einem Prototyp zusammenzusetzen. \u201eSAP Build bringt die leistungsst\u00e4rksten Unternehmensanwendungen der Welt auf einer Plattform zusammen, die eigens daf\u00fcr konzipiert wurde, Gesch\u00e4ftsanwendern in k\u00fcrzester Zeit neue M\u00f6glichkeiten zu er\u00f6ffnen\u201c, sagte J\u00fcrgen M\u00fcller, Mitglied des Vorstands und Chief Technology Officer der SAP.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"800\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/eBook_seite_16-16.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-130111\" srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/eBook_seite_16-16.jpg 800w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/eBook_seite_16-16-400x400.jpg 400w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/eBook_seite_16-16-150x150.jpg 150w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/eBook_seite_16-16-768x768.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/eBook_seite_16-16-100x100.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/eBook_seite_16-16-480x480.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/eBook_seite_16-16-640x640.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/eBook_seite_16-16-720x720.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/eBook_seite_16-16-600x600.jpg 600w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/eBook_seite_16-16-24x24.jpg 24w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/eBook_seite_16-16-48x48.jpg 48w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/eBook_seite_16-16-96x96.jpg 96w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/eBook_seite_16-16-300x300.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<p style=\"font-size:16px\"><br><br><br><br>Der komplette Lebenszyklus einer Anwendung sollte in nur einer Low-Code-Plattform abgebildet werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p>\u201eDie Nachfrage nach modernen digitalen L\u00f6sungen ist deutlich gr\u00f6\u00dfer als die Kapazit\u00e4t der professionellen Entwickler, diese bereitzustellen\u201c, sagte Arnal Dayaratna, Research Vice President Software Development bei IDC. \u201eIDC erwartet, dass in den kommenden zehn Jahren weltweit mehr als 100 Millionen Unternehmensanwender in die Entwicklung digitaler L\u00f6sungen einbezogen werden. Mit den Low-Code-Entwicklungsl\u00f6sungen von SAP Build k\u00f6nnen Gesch\u00e4ftsanwender ihr Fachwissen nutzen, um digitale L\u00f6sungen schnell und in gro\u00dfem Umfang zu entwickeln und zu optimieren.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt aber auch zwei gewichtige Gr\u00fcnde, die gegen SAP Build sprechen, das j\u00fcngste No-Code\/Low-Code-Angebot aus Walldorf: GRC und MS-Power-Apps. Wird nun jeder SAP-Anwender zum App-Entwickler mit Build, dann wird das Governance-Risk-Compliance-Chaos nicht lang ausbleiben. Und mit Microsoft Power gibt es die wesentlich gr\u00f6\u00dfere Community, die weitgehend kompatibel zu Hana und S\/4 ist. Warum kooperiert SAP nicht mit Microsoft und bringt Power auf die BTP?<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Microsoft Power<\/h3>\n\n\n\n<p>Vor zwei Jahren schrieb Microsoft-Mitarbeiter Holger Bruchelt bereits im E-3 Magazin: Low Code\/No Code ist nicht erst seit den verschiedenen Akquisitionen von SAP auch in der SAP-Community in aller Munde. Durch Low Code\/No Code werden neue Personengruppen bef\u00e4higt, notwendige Applikationen nicht nur schneller, sondern auch kosteng\u00fcnstiger zu entwickeln. Schon vor einigen Jahren hatte Gartner \u00fcber den enormen Engpass an Applikationsentwicklern berichtet, und viele Firmen hatten im eigenen Unternehmen festgestellt, dass die notwendigen Entwickler fehlen beziehungsweise die Wartezeit f\u00fcr die Entwicklung einer neuen Applikation lang ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Man komme nicht mehr hinterher. Also werden aus der Not heraus fehleranf\u00e4llige Workarounds gebaut und die Daten werden anschlie\u00dfend \u201evon Hand\u201c ins SAP-System \u00fcbertragen. Die vorhandenen Mittel gehen dann meist vorbei an Security, Qualit\u00e4tsmanagement und an den eigentlichen Prozessen. Dies bringt teils gro\u00dfe Risiken mit sich, bis hin zum Verlust von Daten. Wahrscheinlich hat sich auch deshalb bei vielen Firmen ein \u201ebusinesskritisches Excel\u201c etabliert, mit dem Unternehmen parallel zu ihrer SAP-Umgebung arbeiten (m\u00fcssen). Aufgrund von OData lassen sich die Daten zwar inzwischen relativ einfach mit dem \u201eSingle Source of Truth\u201c-SAP-System synchron halten und mit zahlreichen Excel-Makros zudem komplexere Abl\u00e4ufe abbilden \u2013 aber das war eigentlich nie Sinn und Zweck dieser Programme.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit SAP Ruum, SAP Intelligent RPA, SAP Conversational AI oder dem neuen AppGyver haben SAP-Bestandskunden inzwischen verschiedene Tools an die Hand bekommen, die sie selbst erm\u00e4chtigen sollen, neue Benutzerinterfaces zu entwickeln und Prozessabl\u00e4ufe zu automatisieren. Der SAP Store for iRPA bietet hier zum Beispiel einen hervorragenden Ansatzpunkt und zeigt, wie sich SAP-Prozesse nun leichter automatisieren lassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein klassisches SAP-System besteht aus drei Hierarchiestufen: Entwicklungs-, Test- und Produktivsystem \u2013 und das ist gut so! Zuerst wird entwickelt, fr\u00fcher mit Abap und Java, zuk\u00fcnftig offensichtlich mit Build auf BTP, der Business Technology Platform; dann erfolgt der Transport ins Testsystem und mit anonymisierten Testdaten wird ein Reality-Check gemacht; geht alles gut, dann erfolgen der Transport und die Freischaltung im Produktivsystem. Diese jahrzehntealte Roadmap hat sich bew\u00e4hrt. Im anbrechenden Build-Zeitalter ist davon nichts zu h\u00f6ren.<\/p>\n\n\n\n<p>Offensichtlich stellen sich zwei Fragen: Wie kann Build auf der BTP die Datenkonsistenz in der Hana-Datenbank garantieren, wenn jeder hier modifizieren und manipulieren darf? Wie soll sichergestellt werden, dass der Nachbar nicht dieselbe Idee nur mit einem anderen UI umsetzt? Build m\u00fcsste ein sehr intelligentes Repository haben, um vorab die kreativen Anwender auf Redundanz und fehlende Konsistenz aufmerksam zu machen.<\/p>\n\n\n\n<p>Insgesamt l\u00e4sst sich festhalten, dass SAP Build das Versprechen einer Low-Code-Entwicklungsplattform nicht einl\u00f6sen kann. Sowohl f\u00fcr Fachanwender als auch f\u00fcr Pro-Code-Entwickler ergeben sich verschiedene Einschr\u00e4nkungen und M\u00e4ngel. Die Plattform ist noch nicht ausgereift genug und bietet keinen umfassenden und vor allem einheitlichen L\u00f6sungsansatz f\u00fcr die Entwicklung von Unternehmensanwendungen. Urspr\u00fcnglich wurde SAP Build als L\u00f6sung angepriesen, mit der Unternehmen ohne Programmierkenntnisse eigene Anwendungen und Prozesse erstellen k\u00f6nnen. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass diese Plattform erhebliche Programmierkenntnisse voraussetzt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Skepsis und Mehrwert<\/h3>\n\n\n\n<p>Aufgrund der bisherigen Entwicklungen und der Skepsis gegen\u00fcber Low-Code\/No-Code-Plattformen ist es eine Herausforderung, die Community davon zu \u00fcberzeugen, dass die propriet\u00e4re Low-Code-L\u00f6sung einen echten Mehrwert bieten kann. Viele Mitglieder der SAP-Community haben eine starke Bindung an Abap und betrachten Low-Code\/No-Code-Entwicklung m\u00f6glicherweise als eine Abkehr von etablierten Praktiken und Standards. Die Vorbehalte innerhalb der SAP-Community k\u00f6nnen jedoch \u00fcberwunden werden. Denn der Low-Code-Ansatz bietet viele Mehrwerte, die sehr oft von Unternehmen best\u00e4tigt werden, die Low-Code-Alternativen au\u00dferhalb der BTP einsetzen. Low Code darf aber nicht nur eine Technologie sein. Low Code ist eine Denkweise, die in die DNA der Unternehmen \u00fcbergehen muss.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><a href=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/2307_E-3_Magazin_Online_Coverstory.pdf\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"125\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Download-Coverstory.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-73569\" srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Download-Coverstory.jpg 1000w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Download-Coverstory-768x96.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Download-Coverstory-100x13.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Download-Coverstory-480x60.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Download-Coverstory-640x80.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Download-Coverstory-720x90.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Download-Coverstory-960x120.jpg 960w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fr\u00fcher war es nicht besser, aber einfacher: Individuelle ERP-Anpassungen passierten mit Abap-Modifikationen im Z-Namensraum von SAP R\/3 und sp\u00e4ter ECC. 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