{"id":118203,"date":"2022-10-04T08:00:00","date_gmt":"2022-10-04T06:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/e3mag.com\/?p=118203"},"modified":"2024-01-19T12:56:09","modified_gmt":"2024-01-19T11:56:09","slug":"cloud-kostenoptimierung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/e3mag.com\/de\/cloud-kostenoptimierung\/","title":{"rendered":"Multicloud"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">M\u00f6glichkeiten und T\u00fccken der Cloud-Kostenoptimierung<\/h2>\n\n\n\n<p>Rechnungs- und Nutzungsanalysen, Empfehlungen und \u00dcbersichten in Dashboards \u2013 Tools f\u00fcr die Cloud-Kostenoptimierung sind vorhanden und k\u00f6nnen vieles vereinfachen. Doch um Multicloud-\u00d6kosysteme auf effiziente Weise wirtschaftlich zu steuern, braucht es eine Provider-\u00fcbergreifende Sicht und Automatisierung f\u00fcr das Cloud-Finanzmanagement.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit den Rabattmodellen der Provider legt man sich auf eine bestimmte Abnahme von Cloud-Services oder Nutzung von Cloud-Instanzen f\u00fcr ein oder drei Jahre fest. Daf\u00fcr erh\u00e4lt man in diesem Zeitraum f\u00fcr den abgeschlossenen Umfang g\u00fcnstigere Konditionen. F\u00fcr alles dar\u00fcber hinaus muss der teurere On-demand-Preis bezahlt werden.<\/p><div class=\"great-fullsize-content-de\" style=\"float: left;\" id=\"great-3929419737\"><div id=\"great-3072007954\" style=\"margin-bottom: 20px;\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=6yfv7eho3Gc\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"Fullsize\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150.jpg\" alt=\"Fullsize\"  srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150.jpg 1200w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-400x50.jpg 400w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-768x96.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-100x13.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-480x60.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-640x80.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-720x90.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-960x120.jpg 960w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-1168x146.jpg 1168w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-18x2.jpg 18w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-600x75.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" width=\"1200\" height=\"150\"  style=\" max-width: 100%; height: auto;\" \/><\/a><\/div><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Over-Commitment<\/h3>\n\n\n\n<p>Hier gilt es, nicht in ein Over-Commitment zu verfallen, also nicht zu viel Vorabrabatte zu kaufen, die dann gar nicht verwendet werden. Oder der noch h\u00e4ufiger auftretende, umgekehrte Fall: keine Commitments einzugehen, weil man nicht sicher vorhersagen kann, ob man diese auch wirklich voll aussch\u00f6pfen wird. So sollten Tools f\u00fcr das Cloud-Commitment-Management zum einen in der Lage sein, anbieter\u00fcbergreifend die aktuell laufenden Discount-Vereinbarungen im Unternehmen abzubilden und Vergleiche f\u00fcr Anschlussvertr\u00e4ge zu unterst\u00fctzen. Zum anderen sind automatisierte, rechtzeitige Benachrichtigungen an die Verantwortlichen wichtig, bevor Cloud Commitments auslaufen.<\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt eine Reihe von Tools, die mehr oder weniger gute Vorschl\u00e4ge zur Dimensionierung von Cloud-Instanzen liefern, sodass sie f\u00fcr die tats\u00e4chliche Nutzung die richtige Gr\u00f6\u00dfe haben. Das Problem: Jemand muss das auch umsetzen. Praktikabel wird Rightsizing erst mit weitreichenderen L\u00f6sungen: Zuerst sollten automatisiert anhand der Cloud-Rechnungsdaten die gebuchten Cloud-Services ermittelt und diese mit Monitoringdaten kombiniert werden. Eine Besonderheit der Cloud im Vergleich zum Rechenzentrum ist<br>die Elastizit\u00e4t. Sie erm\u00f6glicht es, aus der Analyse des Nutzungsverhaltens Cloud-Ressourcen knapp zu beauftragen und f\u00fcr Lastspitzen auf die Elastizit\u00e4t zu setzen. Dazu lohnt sich ein Austausch mit allen Beteiligten aus der Cloud-Architektur und dem Business: Wann sind hohe Spitzenlasten zu erwarten, technisch wie auch gesch\u00e4ftsbedingt?<\/p>\n\n\n\n<p>Statt die Cloud-Infrastruktur dauerhaft f\u00fcr die Maximallast auszulegen, ist es besser, die Cloud-Infrastruktur f\u00fcr die Grundlast auszulegen und nur bei erwarteten Spitzen Cloud-Ressourcen aufzustocken. Hier kann es sinnvoll sein, Compute-Kapazit\u00e4ten vorab zu reservieren, auch genannt \u201eCapacity Reservation\u201c \u2013 nicht zu verwechseln mit dem Rabattmodell \u201eReserved Instances\u201c aus vorherigem Abschnitt. Umgekehrt k\u00f6nnen auch nicht genutzte Instanzen abgeschaltet werden und somit bis zu der H\u00e4lfte oder mehr an Kosten eingespart werden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcber die Funktion Autoscaling k\u00f6nnen erforderliche Cloud-Kapazit\u00e4ten anhand von vorab definierten Regeln automatisch angepasst werden. Wenn gerade wenig zu rechnen ist, gen\u00fcgen geringe Rechenkapazit\u00e4ten, stehen rechenintensive Aufgaben an, wird Kapazit\u00e4t on-the-fly erh\u00f6ht. Eine Autoscaling-Gruppe definiert die minimale und maximale zur Verf\u00fcgung zu stellende Kapazit\u00e4t, welche Instanz-Typen verwendet werden sollen und wie skaliert wird. Obwohl moderne Architekturen meist ein Autoscaling erlauben, ist doch im Einzelfall zu kl\u00e4ren, welche Anwendungen hierf\u00fcr geeignet sind. Die Anwendung muss zumindest Load Balancing unterst\u00fctzen, sodass die Last auf mehrere Compute-Instanzen verteilt werden kann.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Im Waste Mangement geht es darum, ungenutzte Cloud-Ressourcen zu identifizieren und unn\u00f6tige Ausgaben zu vermeiden. Klingt zun\u00e4chst einfach \u2013 jedoch: Welche Ressourcen tats\u00e4chlich nicht ben\u00f6tigt werden, l\u00e4sst sich bei typischerweise mehreren Hunderttausend Cloud-Ressourcen nicht manuell herausfinden. Aus dem Vergleich von Rechnungsdaten mit Monitoring-Daten weisen Tools potenziell \u00fcberfl\u00fcssige Cloud-Ausgaben aus. Zudem sind unter allen Hunderttausenden Cloud-Ressourcen diejenigen erkennbar, die in der Nacht oder am Wochenende nicht ben\u00f6tigt werden. Dabei kann auch zwischen produktiven und nicht produktiven Umgebungen unterschieden werden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Kostenoptimierung<\/h3>\n\n\n\n<p>Neben allen Cloud-Kostenoptimierungen braucht es einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen in der Cloud. Im ersten Schritt wird das daf\u00fcr n\u00f6tige Verantwortungsbewusstsein durch Kostentransparenz und verursachergerechte Zuordnung geschaffen. Die Teams m\u00fcssen verstehen, welche Kosten sie durch ihre Art der Cloud-Nutzung verursachen und was die Kern-Kostentreiber sind. Im zweiten Schritt kann man die Kosten nicht nur aufzeigen, sondern auch \u00fcber eine interne Kostenverrechnung den Teams in Rechnung stellen. Wenn eine kosteneffektive Nutzung der Cloud mit zu den Zielen z\u00e4hlt, werden die Cloud-Kosten nicht mehr ungebremst steigen, sondern dort in Cloud-Services investiert, wo der Business-Nutzen die Ausgaben rechtfertigt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Erfolgsbewertung von Cloud-First-Strategien ist erheblich von den Public-Cloud-Kosten beeinflusst. Sie immer besser zu verstehen und das Cloud-Financial-Management mehr und mehr direkt auch in den DevOps-Teams zu verankern ist ein wichtiger Prozess. Denn ihre Expertise ist entscheidend, um mit Cloud-Infrastrukturen nicht nur ein zuverl\u00e4ssiges, sondern auch wirtschaftlich tragf\u00e4higes Modell f\u00fcr das operative Gesch\u00e4ft zu schaffen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kostenmanagement f\u00fcr Multicloud-Umgebungen ist eine Kunst f\u00fcr sich. Bei Cloud-Kosten ist es wie im richtigen Leben: So in etwa wei\u00df man schon, wie es eigentlich besser ginge. 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