{"id":117462,"date":"2022-09-02T10:31:47","date_gmt":"2022-09-02T08:31:47","guid":{"rendered":"http:\/\/e3mag.com\/?p=117462"},"modified":"2024-01-19T14:47:41","modified_gmt":"2024-01-19T13:47:41","slug":"geld-oder-doch-nur-stroh","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/e3mag.com\/de\/geld-oder-doch-nur-stroh\/","title":{"rendered":"Geld oder doch nur Stroh?"},"content":{"rendered":"\n<p>Es ist wie im M\u00e4rchen Rumpelstilzchen der Gebr\u00fcder Grimm: Der Vorstand verlangt von seiner IT das Unm\u00f6gliche. Sie soll wie die arme M\u00fcllerstochter Stroh zu Gold spinnen. Die Manager wissen nat\u00fcrlich, dass das nicht geht. Aber wie der K\u00f6nig dem M\u00fcller m\u00f6chten sie dem M\u00e4rchen glauben, dass ihre IT \u00fcber Zauberkr\u00e4fte verf\u00fcgt.<\/p>\n\n\n\n<p>Arme M\u00fcllerstochter. Nat\u00fcrlich sind die Daten vorhanden. Aber in unterschiedlichsten Formaten, in unterschiedlichsten Speichern und in unterschiedlichster Qualit\u00e4t. Und dank Cloud-Services und Internet der Dinge kommen st\u00e4ndig neue Datenformate und -quellen hinzu. IT-Abteilungen haben schon in der Vergangenheit versucht, f\u00fcr ihre Chefs Daten zur Prozess- und Unternehmenssteuerung bereitzustellen und zu analysieren. Seither wissen sie, dass diese Aufgabe kaum zu bew\u00e4ltigen ist.<\/p><div class=\"great-fullsize-content-de great-entity-placement\" style=\"float: left;\" id=\"great-1717906032\"><div id=\"great-1018751003\" style=\"margin-bottom: 20px;\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=6ZGXMPyM-nU\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"banner_26-04_29_1200x150\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1.jpg\" alt=\"\"  srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1.jpg 1200w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-400x50.jpg 400w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-768x96.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-100x13.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-480x60.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-640x80.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-720x90.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-960x120.jpg 960w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-1168x146.jpg 1168w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-18x2.jpg 18w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-600x75.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" width=\"1200\" height=\"150\"  style=\" max-width: 100%; height: auto;\" \/><\/a><\/div><\/div>\n\n\n\n<p><em>\u201eDas gleicht einer Sisyphus-Arbeit\u201c<\/em>, wei\u00df Thomas Failer aus langj\u00e4hriger Beratungspraxis. Er ist Gr\u00fcnder und CEO der Schweizer Data Migration International, deren Gesch\u00e4ft das Management von Unternehmensinformationen ist. Er sagt: <em>\u201eImmer wenn die Datenexperten die Schnittstellen zu den verschiedenen Datenquellen gebaut hatten und die Transformationsregeln definiert waren, hatte das Business schon wieder \u00c4nderungen vorgenommen. Die Daten, die sie m\u00fchsam zur Unternehmenssteuerung gesammelt hatten, waren deshalb zum Zeitpunkt der Auswertung schon veraltet.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"600\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Thomas-Failer-DataMigration-5213b_800.jpg\" alt=\"Thomas Failer Data Migration\" class=\"wp-image-117470\" srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Thomas-Failer-DataMigration-5213b_800.jpg 800w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Thomas-Failer-DataMigration-5213b_800-768x576.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Thomas-Failer-DataMigration-5213b_800-100x75.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Thomas-Failer-DataMigration-5213b_800-480x360.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Thomas-Failer-DataMigration-5213b_800-640x480.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Thomas-Failer-DataMigration-5213b_800-720x540.jpg 720w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption><em>Die Daten, die m\u00fchsam zur Unternehmenssteuerung gesammelt wurden, waren zum Zeitpunkt der Auswertung veraltet.<\/em> <em>Thomas Failer, Gr\u00fcnder und CEO, Data Migration International<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Tod im Silo<\/h3>\n\n\n\n<p>Die zeitliche L\u00fccke ist jedoch nur ein Problem, das die Unternehmen auf dem Weg zur Datensteuerung beseitigen m\u00fcssen. Ebenso hinderlich ist die Tatsache, dass bei der Harmonisierung von Daten und deren Strukturen notwendigerweise stets wichtige Informationen verloren gehen. Diese sind aber f\u00fcr die Analyse und Steuerung unerl\u00e4sslich. Um zu verstehen, warum Kundenums\u00e4tze sinken, sind nicht nur die abnehmenden Erl\u00f6se wichtig. Die beschreiben nur, dass ein Unternehmen weniger verkauft, nicht warum. Die Gr\u00fcnde sind eher in der Kundenkorrespondenz zu finden, die mit den Ums\u00e4tzen verkn\u00fcpft ist. Werden die Daten aber vom Kontext getrennt und in Archiven und \u00c4hnlichem eingelagert, fehlen den Unternehmenslenkern gerade die entscheidenden Informationen.<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eEs ist kein Wunder, dass so viele Datenprojekte zur Unternehmenssteuerung scheitern oder nicht die Resultate erbringen, die sich die Entscheider erhoffen\u201c<\/em>, erkl\u00e4rt Thomas Failer. Der Trick ist, die Daten zusammen mit ihrem Kontext zu erhalten und f\u00fcr Analysen und Erkenntnisse zur Verf\u00fcgung zu stellen und zu optimieren. Doch das ist gar nicht so einfach. Denn zwischen den Daten, ihren Strukturen und den Systemen und Anwendungen, in denen sie entstanden sind, bestehen gro\u00dfe Abh\u00e4ngigkeiten.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Abh\u00e4ngigkeiten sind wie die W\u00e4nde eines Silos. Und davon gibt es sehr viele, gerade in gro\u00dfen und sehr gro\u00dfen Unternehmen. Die CIOs dieser Republik haben in den vergangenen Jahren viel Zeit und Geld investiert, um diese W\u00e4nde einzurei\u00dfen. <em>\u201eAuch mithilfe der Cloud\u201c<\/em>, betont Thomas Failer. <em>\u201eDoch dabei mussten sie feststellen, dass sie sich damit neue Silos einhandelten. Das ist gef\u00e4hrlich. Haben wir nicht alle irgendwo schon einmal gelesen, wie Menschen in einem Silo den Tod gefunden haben?\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Auf der einen Seite ist der Kontext, der die Daten so wertvoll macht wie \u00d6l. Auf der anderen Seite sind es die Abh\u00e4ngigkeiten, die das \u00d6l mit Stroh verunreinigen. Und dann ist da noch der Gesetzgeber. Diverse Aufbewahrungspflichten und -fristen verhindern, dass die Unternehmen Daten und ihre Strukturen nach ihrem Gutd\u00fcnken \u00e4ndern d\u00fcrfen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"484\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/MM_Brownfield-Greenfield-Dilemma_Folie2_800.jpg\" alt=\"Brownfield-Greenfield-Dilemma\" class=\"wp-image-117467\" srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/MM_Brownfield-Greenfield-Dilemma_Folie2_800.jpg 800w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/MM_Brownfield-Greenfield-Dilemma_Folie2_800-768x465.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/MM_Brownfield-Greenfield-Dilemma_Folie2_800-100x61.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/MM_Brownfield-Greenfield-Dilemma_Folie2_800-480x290.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/MM_Brownfield-Greenfield-Dilemma_Folie2_800-640x387.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/MM_Brownfield-Greenfield-Dilemma_Folie2_800-720x436.jpg 720w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption><em>One-Click-Transformation: Um dem Farbendilemma bei der Transformation auf SAP S\/4 Hana zu entkommen, ist ein v\u00f6llig neuer Ansatz n\u00f6tig.<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><em>\u201eDas Problem ist allgegenw\u00e4rtig. Doch die Vorst\u00e4nde befassen sich in der Regel erst dann damit, wenn ein Generationswechsel bei zentralen Unternehmensanwendungen wie zum Beispiel ERP ansteht\u201c<\/em>, wei\u00df Thomas Failer aus eigener Erfahrung. Er begann seine berufliche Laufbahn als Berater bei SAP-Migrationen von der Mainframe-Version R\/2 auf die Client-Server-Architektur R\/3. <em>\u201eDie Unternehmen wollten alle Informationen mit in die neue Welt nehmen, mussten daf\u00fcr aber deren Struktur \u00e4ndern. Gleichzeitig mussten sie eine L\u00f6sung daf\u00fcr finden, diese Informationen weiterhin unver\u00e4ndert aufzubewahren. Das ging aber nur mithilfe des Altsystems, das sie deshalb weiterbetrieben, bis die gesetzlichen Fristen abgelaufen waren. Genau das wiederholt sich gerade beim Wechsel auf S\/4.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Grabenk\u00e4mpfe<\/h3>\n\n\n\n<p>Der Weiterbetrieb von Altsystemen ist aufw\u00e4ndig. Um Zeit und Kosten zu sparen, schr\u00e4nkt die IT den Zugriff darauf massiv ein. Das wiederum st\u00f6rt die Kolleginnen und Kollegen aus den Fachabteilungen, aber vor allem den CFO empfindlich. Sie stehen auf dem Standpunkt, dass sie am besten jederzeit auf den gesamten Datenbestand Zugriff haben m\u00fcssen und nicht nur bei internen Revisionen oder Pr\u00fcfungen durch das Finanzamt.<\/p>\n\n\n\n<p>Zwischen diesen beiden Extrempositionen toben in vielen Unternehmen erbitterte Grabenk\u00e4mpfe. Und selbst dort, wo der Wille zur Einigung vorhanden ist, gleicht die Situation dem Feilschen unter H\u00e4ndlern. Die IT sagt: <em>\u201eIch gebe dir Zugriff auf die Daten der vergangenen drei Jahre.\u201c<\/em> Der CFO br\u00fcllt: <em>\u201eIch will aber zehn Jahre!\u201c<\/em> Und am Ende einigt man sich auf f\u00fcnf Jahre. So sehen rationale Entscheidungen gerade nicht aus.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Schlimmste daran: Rumpelstilzchen treibt weiter sein Unwesen. Denn jeder faule Kompromiss bedeutet \u2013 tats\u00e4chlich oder im \u00fcbertragenen Sinn \u2013 Nachtschichten f\u00fcr die IT. Auch f\u00fcnf Jahrg\u00e4ngen an Altdaten entsprechen in Gro\u00dfunternehmen riesige Datenmengen. Dass CFO und Fachabteilungen sie im neuen System nutzen k\u00f6nnen, rechtfertigt den damit verbundenen Aufwand f\u00fcr Transformation und Migration nicht.<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eDas ist ein sehr schlechter Handel, den die Unternehmen da eingehen\u201c<\/em>, urteilt Thomas Failer, denn: <em>\u201eAuch transformierte Altdaten schleppen die Abh\u00e4ngigkeiten der Vergangenheit in die neuen Systeme ein. Die Unternehmen beschr\u00e4nken sich damit selbst und verzichten auf einen Gro\u00dfteil des Innovationspotenzials neuer Softwaregenerationen.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"382\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/MM2022_Data_Migration_Folie1_800.jpg\" alt=\"Brownfield-Greenfield-Dilemma\" class=\"wp-image-117466\" srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/MM2022_Data_Migration_Folie1_800.jpg 800w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/MM2022_Data_Migration_Folie1_800-768x367.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/MM2022_Data_Migration_Folie1_800-100x48.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/MM2022_Data_Migration_Folie1_800-480x229.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/MM2022_Data_Migration_Folie1_800-640x306.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/MM2022_Data_Migration_Folie1_800-720x344.jpg 720w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption><em>Zentrale Vorteile der Plattform JiVS IMP: 80 Prozent weniger Betriebskosten, 50 Prozent weniger Kosten f\u00fcr die Datenmigration, 100 Prozent Stilllegung der Altsysteme, 100 Prozent Rechtssicherheit, 25 Prozent weniger TCO f\u00fcr SAP S\/4 Hana.<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Das Management will die Gesch\u00e4ftsmodelle und -prozesse modernisieren und digitalisieren. Das bedeutet beim Wechsel auf SAP S\/4, alte Z\u00f6pfe abzuschneiden und zum Standard zur\u00fcckzukehren, den die SAP vorgibt. Dazu geh\u00f6rt, die individuellen Anpassungen auf ein Minimum zu reduzieren und bei Bedarf nachzubauen. Viele davon stammen aus der Vergangenheit und ergeben heute einfach keinen Sinn mehr.<\/p>\n\n\n\n<p>Selbst Managemententscheidungen, die heute an der Tagesordnung sind, macht der Kuhhandel bei den Altdaten f\u00fcr die IT zu einem echten Problem. Dazu z\u00e4hlen zum Beispiel Zu- und Verk\u00e4ufe von Unternehmen und Gesch\u00e4ftsbereichen. Es ist schwer bis unm\u00f6glich, in einem hoch individualisierten SAP-System mit einem Datenbestand von 20 Jahren und mehr genau diejenigen Informationen herauszul\u00f6sen und zu \u00fcbergeben, die K\u00e4ufer und Verk\u00e4ufer haben d\u00fcrfen und m\u00fcssen. Genauso schwer ist es, mit diesem Erbe im Gep\u00e4ck nach dem Umstieg auf S\/4 Hana dank neuer Prozesse und mittels Datensteuerung durchzustarten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Business Case gesucht<\/h3>\n\n\n\n<p>Obwohl das Support-Ende 2027 und sp\u00e4testens 2030 immer n\u00e4her r\u00fcckt, betreiben laut DSAG-Investitionsreport 2022 weiterhin 75 Prozent der SAP-Anwender im deutschsprachigen Raum die L\u00f6sungen SAP ERP und SAP Business Suite. Und knapp die H\u00e4lfte von denen, die S\/4-On-premises im Einsatz haben, l\u00e4sst ihre alten SAP-Systeme parallel weiterlaufen.<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eDas ist kein Wunder\u201c<\/em>, sagt Thomas Failer. Aus seiner Sicht suchen die Unternehmen unter den gegebenen Bedingungen immer noch nach dem Business Case f\u00fcr den Umstieg. Er ist \u00fcberzeugt: <em>\u201eAm ehesten noch rechnet es sich f\u00fcr Start-ups und solche Unternehmen, die ihr Gesch\u00e4ftsmodell komplett auf den Kopf stellen. Dann k\u00f6nnen die Altdaten bleiben, wo sie sind. Die Firmen starten dann neu mit einem leeren SAP S\/4.\u201c <\/em>Alle anderen jedoch sehen sich mit der schlechten Alternative konfrontiert: mit der Komplett- oder Teil\u00fcbernahme der Gesch\u00e4ftsobjekte, individuellen Anpassungen sowie Daten und ihrer Strukturen wie im Altsystem. Das ist technisch machbar, zwingt die Unternehmen jedoch dazu, auf Innovationen zu verzichten. Au\u00dfer Spesen nichts gewesen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Unding in einer Zeit, da der Ver\u00e4nderungsdruck durch Pandemien, Kriege und geopolitische Umw\u00e4lzungen so gro\u00df ist wie nie und die IT-Teams auf Trab h\u00e4lt. Paradoxerweise schieben die Unternehmen gerade deshalb den notwendigen Umstieg auf die neue Softwaregeneration aus Walldorf auf die lange Bank.<\/p>\n\n\n\n<p>Dies ist umso bedauerlicher, als das Potenzial gewaltig ist. <em>\u201eSAP-Bestandskunden ben\u00f6tigen in der neuen S\/4-Welt nur rund 10 Prozent des Datenbestands f\u00fcr die Bearbeitung, nur etwa die H\u00e4lfte der Gesch\u00e4ftsobjekte und etwa 20 Prozent der bisherigen Belegarten\u201c<\/em>, wei\u00df Thomas Failer. Dieses Gro\u00dfreinemachen gelinge jedoch nur, wenn das Grundproblem des Umgangs mit den Altdaten gel\u00f6st sei. Er wei\u00df auch wie: <em>\u201eDie L\u00f6sung besteht darin, die Ebene der Daten von den Applikationen zu trennen und die Daten aus den Altsystemen unver\u00e4ndert auf einer separaten Plattform auszulagern.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Der entscheidende Unterschied zu einem Archiv besteht dabei darin, dass der Gesch\u00e4ftskontext ebenfalls ausgelagert wird und erhalten bleibt. Dar\u00fcber hinaus ist der Plattformgedanke wesentlich. Denn es geht nicht nur um die revisionssichere Langzeitspeicherung, um den gesetzlichen Vorschriften zu gen\u00fcgen. Damit die Unternehmen ihre Informationen unabh\u00e4ngig von Altanwendungen und -systemen managen k\u00f6nnen, muss eine Plattform viele verschiedene Funktionen f\u00fcr die unterschiedlichsten Szenarien beinhalten. Wie ein Smartphone, das Fotoapparat, Telefon, Musikplayer und vieles mehr in einem ist.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Und er existiert doch<\/h3>\n\n\n\n<p>Mit einem solchen Ger\u00e4t k\u00f6nnen Manager eine Vielzahl von Gesch\u00e4ftsf\u00e4llen unterst\u00fctzen: eine schnelle und schlanke Transformation und Migration auf SAP S\/4 und die R\u00fcckkehr zum SAP-Standard; Zu- und Verk\u00e4ufe von Unternehmen und Unternehmensteilen; die komplette Stilllegung von Altsystemen, nicht nur deren R\u00fcckbau; Konsolidierung von Rechenzentren und IT-Umgebungen; dauerhaft schlanke S\/4-Hana-Systeme; Migration in die Cloud und wieder zur\u00fcck; und nicht zuletzt Analysen und Datensteuerung.<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eWir wissen aus \u00fcber 2000 Projekten weltweit, dass die Stilllegung von Altsystemen die Kosten im Vergleich zu deren Weiterbetrieb um 80 Prozent und mehr senkt. Der Aufwand f\u00fcr die Datentransformation und -migration reduziert sich um die H\u00e4lfte. Und wir gehen davon aus, dass die Gesamtbetriebskosten um ein Viertel sinken, wenn die Unternehmen S\/4 Hana mithilfe unserer Plattform dauerhaft schlank halten\u201c<\/em>, rechnet Thomas Failer vor. <em>\u201eHier ist er, der lang gesuchte Business Case f\u00fcr den Umstieg auf S\/4.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Die wichtigste technische Eigenschaft der Plattform ist ihr hoher Automatisierungsgrad: vom Abzug der Daten aus den Altsystemen und ihrer Harmonisierung sowie Optimierung \u00fcber die Transformation und Migration der Gesch\u00e4ftsobjekte via Application Layer bis hin zur automatischen Transformation, um die historischen Informationen in S\/4 anzuzeigen, als ob sie dort erzeugt worden w\u00e4ren. Dann klappt\u2019s auch mit dem CFO.<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eWir nennen das One-Click-Transformation und haben unseren Ansatz erfolgreich zum Patent angemeldet. Wir erschlie\u00dfen damit in Sachen digitale Transformation im Allgemeinen und Umstieg auf S\/4 Hana im Besonderen eine v\u00f6llig neue Dimension\u201c<\/em>, berichtet Thomas Failer stolz und f\u00fcgt hinzu: <em>\u201eZurzeit erweitern wir unser Konzept in Richtung Transformation als Service. Dazu haben wir eine Software-as-a-Service-L\u00f6sung entwickelt.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Die Idee hinter diesem Cloud-Service ist, dass die Unternehmen mit wenigen Mausklicks ihre geplanten Transformationsprojekte durchspielen und vorbereiten k\u00f6nnen. Dazu m\u00fcssen sie keine echten Daten aus ihren Systemen preisgeben. Der Service arbeitet vielmehr mit Metadaten wie zum Beispiel Angaben zu Systemen, Anwendungen und Datenbanken, die ein zum Verkauf anstehender Gesch\u00e4ftsbereich nutzt.<\/p>\n\n\n\n<p>Mithilfe des Service k\u00f6nnen die Unternehmen in k\u00fcrzester Zeit ermitteln, welche Daten in welcher Menge dem potenziellen K\u00e4ufer \u00fcbergeben werden m\u00fcssen, und die daf\u00fcr n\u00f6tigen Filterkriterien definieren. Soll die Datenextraktion und -\u00fcbergabe dann tats\u00e4chlich stattfinden, \u00fcbernehmen sie diese Filterkriterien einfach und wenden sie auf Thomas Failers Plattform an.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ach wie gut, dass alle wissen<\/h3>\n\n\n\n<p><em>\u201eDoch dabei muss und soll es gar nicht bleiben. Denn die Vorarbeiten, die ein Unternehmen f\u00fcr dieses Szenario geleistet hat, lassen sich wiederverwenden. Zum Beispiel f\u00fcr die Aufl\u00f6sung eines Rechenzentrumsstandorts oder f\u00fcr die Transformation auf SAP S\/4. Mit unserem Service erzielen die Unternehmen Skaleneffekte bei ihren Transformationsprojekten und k\u00f6nnen diese weiter vereinfachen und beschleunigen\u201c<\/em>, erkl\u00e4rt der Erfinder der Plattform JiVS IMP.<\/p>\n\n\n\n<p>In Grimms M\u00e4rchen ist es der Name des h\u00e4sslichen, nimmerm\u00fcden und letztlich ein Leben fordernden Zwergs, der K\u00f6nig und M\u00fcllerstochter ihr Gl\u00fcck finden l\u00e4sst. Im echten Leben k\u00f6nnen die Unternehmen mit One-Click-Transformation und Transformation-as-a-Service von Data Migration International das Rumpelstilzchen ein f\u00fcr alle Mal aus ihrer Organisation verbannen. Gut, dass immer mehr Manager das Geheimnis kennen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/e3mag.com\/partners\/dms\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Data-Migration.jpg\" alt=\"https:\/\/e3mag.com\/partners\/data-migration-services-ag\/\" class=\"wp-image-54460\" width=\"840\" height=\"94\" srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Data-Migration.jpg 1000w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Data-Migration-768x86.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Data-Migration-100x11.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Data-Migration-480x54.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Data-Migration-640x72.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Data-Migration-720x81.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Data-Migration-960x108.jpg 960w\" sizes=\"auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px\" \/><\/a><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Deutsche Manager haben ein Problem: Sie verlangen von ihren IT-Teams beim Thema Daten das Unm\u00f6gliche. 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